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Es beginnt ganz harmlos.
Ein Foto, schnell gemacht, noch im Gehen, vielleicht vor der Kirche, vielleicht im Auto, vielleicht in der Bahn. 

Ein Gesicht, ein leichter Stolz im Blick, und auf der Stirn das dunkle Kreuz aus Asche, dazu ein kurzer Satz: „Ash Wednesday.“ oder: „Blessed.“ oder: „So grateful.“

Man kann das freundlich lesen. Als Bekenntnis. Als Tradition. Als Zeichen: Ich gehöre dazu. 

Und doch liegt in dieser neuen Gewohnheit etwas, das sich seltsam reibt.
Denn dieses Kreuz ist nicht dafür gedacht, schön zu sein.
Es ist nicht dafür gedacht, gesehen zu werden. Es ist nicht dafür gedacht, sich selbst damit zu markieren wie mit einem Abzeichen.

Asche ist das Gegenteil von Glanz.
Sie ist das Ende von etwas. Ein Rest.
Ein Symbol dafür, dass nichts bleibt, wie es ist. 

Und das Kreuz, das man am Aschermittwoch empfängt, ist keine Dekoration, sondern eine Erinnerung: an Vergänglichkeit, an Umkehr, an die unbequeme Wahrheit, dass ein Mensch nicht aus sich selbst heraus heil wird.

Vielleicht ist es genau das, was in unserer Zeit so schwer auszuhalten ist: dass der Glaube nicht in erster Linie eine Botschaft an andere ist, sondern eine stille Bewegung nach innen.
Nicht: „Seht mich“, sondern: „Gott, sieh mich.“
Nicht: „Ich zeige, dass ich Christ bin“, sondern: „Ich brauche Christus.“

Dieser Text ist kein Angriff auf Menschen, die ein Foto posten.
Er ist auch kein moralischer Zeigefinger.
Er ist eine Frage.
Eine, die sich nicht an die Timeline richtet, sondern an das Gewissen. 

Was passiert, wenn ein Zeichen der Demut zur Bühne wird?
Was geht verloren, wenn das Heilige in die Mechanik von Likes, Bestätigung und Selbstinszenierung gerät?
Und was bleibt vom Aschekreuz, wenn es nicht mehr still ist?

Am Aschermittwoch beginnt die Fastenzeit. 

Das Aschekreuz ist dabei kein Schmuck, kein religiöses Accessoire und erst recht kein „Badge“ für moralische Überlegenheit.
Es ist ein stilles, hartes Symbol.
Es erinnert an Vergänglichkeit („Staub bist du…“) und an Umkehr („Kehr um und glaube an das Evangelium“). 

Beides ist nicht glamourös. 

Es ist im Kern eine Konfrontation: mit der eigenen Endlichkeit, mit Schuld, mit dem, was im Leben schief läuft – und mit dem Bedürfnis, neu anzufangen.

Genau deshalb wirkt es so widersprüchlich, wenn dieses Zeichen dann in sozialen Netzwerken wie eine Trophäe präsentiert wird. 

Natürlich kann man sagen: „Aber es ist doch nur ein Bekenntnis.“ 

Und ja, es gibt Menschen, die das ehrlich meinen. 

Aber Social Media ist kein neutraler Raum.
Es ist eine Bühne.
Und auf einer Bühne wird selbst das Heilige schnell zu einer Pose – nicht unbedingt absichtlich, oft einfach durch den Mechanismus der Plattform. 

Ein Selfie ist nicht nur ein Foto.
Es ist eine Aussage: „Seht mich.“
Und genau an dieser Stelle beginnt die Spannung.

Denn der Sinn des Aschermittwochs ist nicht „Seht mich“, sondern „Gott, sieh mich“. 

Nicht im Sinne einer Show, sondern im Sinne eines inneren Standortes. Fastenzeit ist traditionell eine Zeit, in der man gerade nicht demonstriert, sondern reduziert.
Weniger Lärm. Weniger Außenwirkung. Weniger Ich. Mehr Wahrheit.

Das Problem ist nicht das Foto an sich, sondern die Verschiebung der Blickrichtung. 

Das Aschekreuz ist ursprünglich kein Statement für andere, sondern ein Spiegel für einen selbst.
Wer es trägt, sagt nicht: „Ich bin besonders fromm“, sondern im Idealfall: „Ich brauche Umkehr. Ich brauche Gnade. Ich bin nicht fertig.“ 

Das ist ein Satz, der sich schlecht inszenieren lässt, weil er nicht nach Glanz klingt. 

Und vielleicht ist genau das der Punkt.

Jesus selbst ist in dieser Frage erstaunlich klar. 

In der Bergpredigt spricht er ausdrücklich darüber, wie religiöse Praxis entgleisen kann, wenn sie zum Schaufenster wird.
Er sagt sinngemäß: „Wenn du fastest, dann mach kein Theater daraus. Setz kein leidendes Gesicht auf, damit andere es sehen. Tu es im Verborgenen. Nicht, weil Glauben heimlich sein muss – sondern weil echte Frömmigkeit nicht vom Applaus lebt. Wer ständig gesehen werden will, bekommt am Ende nur gesehen. Aber nicht verwandelt.”

Und das ist eine unbequeme Wahrheit: 

Der Glaube ist kein Lifestyle. Er ist eine Beziehung. 

Und Beziehungen beweist man nicht mit Posts, sondern mit Treue. Mit Haltung. Mit Handlungen, die niemand fotografiert.
Mit einem stillen Nein, wo ein Nein nötig ist.
Mit einem stillen Ja, wo man Mut braucht.
Mit Geduld, wo man lieber zuschlagen würde. Mit Vergebung, wo das Ego lieber gewinnt. 

Das sind Dinge, die nicht gut auf Selfies passen. 

Und gerade deshalb sind sie so wertvoll.

Man könnte sogar sagen: „Das Aschekreuz ist ein Anti-Selfie. Es steht quer zur Selbstoptimierung. Es ist ein Zeichen, das sagt: ‚Du bist nicht Gott.‘ ” 

In einer Zeit, in der sich Menschen dauernd kuratieren, polieren, vermarkten, ist das ein radikaler Gegenentwurf.
Und wenn man es dann doch in die Logik der Selbstvermarktung hineinzieht, verliert es seine scharfe Kante.

Hinzu kommt etwas, das viele unterschätzen: 

Religiöse Selbstdarstellung kann ungewollt auch andere abwerten.
Nicht direkt, nicht böse – aber durch die Bildsprache. 

Wer sein Aschekreuz stolz präsentiert, sendet oft unbewusst eine zweite Botschaft mit: „Ich gehöre dazu. Ich mache es richtig.“
Das kann bei anderen ein Gefühl erzeugen, außen vor zu sein, weniger gläubig, weniger „echt“.
Und das ist fatal, weil christlicher Glaube nicht als Clubabzeichen gedacht ist, sondern als Einladung. 

Das Kreuz ist kein „Wir gegen die“, sondern ein Zeichen dafür, dass alle auf Gnade angewiesen sind.

Ein wahrer Christ braucht keine religiösen Trophäen.
Er ist im Glauben nicht verankert, weil er gesehen wird, sondern weil er gehalten ist.
Und diese Sicherheit macht nicht laut, sondern ruhig.
Wer wirklich fest steht, muss nicht dauernd markieren, dass er steht.
Wer wirklich glaubt, muss nicht ständig beweisen, dass er glaubt. 

Der Glaube hat dann etwas Unaufgeregtes. Etwas Stilles. Er muss nicht glänzen. Er muss tragen.

Das bedeutet nicht, dass man seinen Glauben verstecken soll.
Das wäre ein Missverständnis. 

Es gibt Zeiten, in denen ein öffentliches Bekenntnis wichtig ist – gerade in einer Welt, die Religion gerne entweder lächerlich macht oder in extreme Ecken drängt. 

Aber ein Bekenntnis ist etwas anderes als ein Post.
Ein Bekenntnis kostet.
Es ist nicht „likebar“, nicht bequem, nicht dekorativ.
Es steht im Zweifel auch dann noch, wenn niemand klatscht. Und genau daran erkennt man den Unterschied.

Vielleicht ist das der Kern der Kritik: Das Aschekreuz ist ein Zeichen der Demut.
Und Demut ist das Gegenteil von Inszenierung.
Demut ist nicht: „Schaut, wie demütig ich bin.“
Demut ist: „Ich brauche Gott.“ 

Und das ist eine Wahrheit, die man nicht fotografieren kann.

Am Ende bleibt eine einfache, aber scharfe Frage, die jeder sich selbst stellen muss: 

Warum will ich, dass andere das sehen?
Ist es ein ehrliches Zeugnis – oder ist es doch ein kleines Stück Selbstbestätigung?
Ist es Glauben – oder Zugehörigkeitsmarketing?
Ist es Umkehr – oder Identitäts-Branding?

Und wenn man ehrlich ist, wird man zugeben müssen:
In der Social-Media-Welt sind wir alle anfällig dafür.
Nicht nur die „anderen“.

Es ist leicht, sich über Aschermittwoch-Selfies zu erheben – und gleichzeitig selbst ständig nach Anerkennung zu greifen, nur in anderer Form. 

Die Kritik ist also nicht dazu da, um Leute zu verurteilen, sondern um das Zeichen zurückzuholen: weg von der Bühne, zurück ins Herz.

Denn das Aschekreuz ist keine Medaille. 

Es ist ein Ruf.

Und wer ihn wirklich hört, wird leiser – nicht lauter.

Die zunehmende Unfähigkeit vieler Jugendlicher, längere Texte zu verstehen und komplexe Satzstrukturen zu erfassen, ist ein besorgniserregendes Phänomen unserer Zeit. 

In einer Welt, die von kurzen Nachrichten, Tweets und schnelllebigen Informationshäppchen dominiert wird, scheint die Fähigkeit zur tiefgreifenden Textanalyse und zum Verständnis verschachtelter Satzgebilde sukzessive abzunehmen.
Viele junge Menschen tun sich zunehmend schwer, wenn sie mit umfangreichen Texten konfrontiert werden, sei es in der Schule, im Studium oder im Alltag.
Sie verlieren schnell den Faden, können wichtige Informationen nicht extrahieren oder scheitern daran, die Gesamtaussage zu erfassen.

Besonders problematisch erweist sich der Umgang mit Sätzen, die Nebensätze oder Einschübe enthalten.
Diese grammatikalischen Strukturen, die eigentlich dazu dienen, Gedanken zu präzisieren oder zusätzliche Informationen einzuflechten, überfordern viele Jugendliche.
Sie stolpern über die verschachtelten Satzteile, verlieren den Bezug zum Hauptgedanken und können die einzelnen Informationsebenen nicht mehr voneinander trennen.
Dies führt zu Missverständnissen, Fehlinterpretationen oder schlichtweg zur Aufgabe des Lesevorgangs.

Die Gründe für diese Entwicklung sind vielfältig. 

Zum einen hat die digitale Revolution das Leseverhalten grundlegend verändert.
Soziale Medien, Kurznachrichtendienste und Apps haben eine Kultur der schnellen, oberflächlichen Informationsaufnahme gefördert.
Lange Texte werden oft nur überflogen, komplexe Zusammenhänge auf wenige Schlagworte reduziert.
Zum anderen spielt auch das veränderte Freizeitverhalten eine Rolle.
Viele Jugendliche verbringen mehr Zeit mit Videospielen oder dem Konsum von Kurzvideos als mit dem Lesen von Büchern oder längeren Artikeln.

Auch das Bildungssystem trägt eine Mitverantwortung. 

In dem Bestreben, Inhalte möglichst kompakt und leicht verdaulich zu präsentieren, werden komplexe Texte oft vereinfacht oder ganz vermieden.
Dies mag kurzfristig das Verständnis erleichtern, verhindert aber langfristig die Entwicklung wichtiger kognitiver Fähigkeiten.

Die Konsequenzen dieser Entwicklung sind weitreichend. 

Die Unfähigkeit, längere Texte zu verstehen und komplexe Satzstrukturen zu erfassen, beeinträchtigt nicht nur die schulischen und akademischen Leistungen.
Sie hat auch Auswirkungen auf die persönliche und berufliche Entwicklung. 

In einer Welt, in der kritisches Denken, analytische Fähigkeiten und differenzierte Kommunikation immer wichtiger werden, drohen viele Jugendliche den Anschluss zu verlieren.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die abnehmende Fähigkeit vieler Jugendlicher, lange Texte zu verstehen und mit komplexen Satzstrukturen umzugehen, eine äußerst bedenkliche Entwicklung darstellt.

Sie gefährdet nicht nur den individuellen Bildungserfolg, sondern auch die gesellschaftliche Fähigkeit zu tiefgreifender Analyse und differenziertem Diskurs. 

Es ist dringend notwendig, dieser Tendenz entgegenzuwirken, um die Lese- und Verständniskompetenz der jüngeren Generation zu fördern und damit ihre Zukunftschancen zu verbessern.

Iz ä Tschällindsch.
Iz ä Kommpitischänn.
Iz ä Klässick.

Dieses Blog feiert heute – 8.2.2021 – seinen fünfzehnten Geburtstag.

Zu den Corona-Tests – den sogenannten PCR-Tests – kursieren Gerüchte und Unterstellungen. Eins der Möchtegern-Argumente ist, dass diese Tests auch Grippe-Viren feststellen können und diese als „Corona Positiv” bewerten.

Wie immer bei Halbwahrheiten muss man die ganze Geschichte kennen.

Der PCR-Test ist im Grunde genommen ein allgemeiner Test.
Durch die Polymerase-Ketten-Reaktion (PCR – english: „polymerase chain reaction”) können viele Bestandteile entdeckt werden. Man kann damit nicht nur Krankheitserreger erkennen, sondern weit viel mehr. Er wird auch benutzt, um zu schauen, ob jemand eine Erbkrankheit hat.
Gelinde gesprochen kann man dem PCR-Test sagen, was er erkennen soll.
Es gibt auch spezifische Tests, die zum Beispiel „nur” für Corona (Covid-19) entwickelt sind.

Nun sollte es klar sein, wo bei der „Argumentation” der selbst ernannten Spezialisten der Fehler liegt.

Sie hören das Wort „PCR-Test”, dann schauen sie bei „Doktor Google” nach, was das ist und lesen, dass dieser Test, Corona, Gruppe, Erkältungsviren und vieles mehr erkennen kann.
Diese „Erkenntnis” reicht ihnen, um zu „wissen” das der Test Corona und Grippe erkennen kann. Zusammen gemixt mit der Unkenntnis, dass es spezielle angepasste gibt, behauptet man, der „Corona-Test” erkenne auch Grippe und würde dies als „Corona” ausgeben.

Dazu kommen noch Personen, die trotz besseren Wissens lügen und dies ebenso verbreiten.

Somit wird eine Lawine der Unkenntnis und Fake-News losgetreten. 

Bildung Tafel leer Schwamm

Gestern wurden die Ergebnisse der aktuellen PISA-Studie vorgestellt.
Deutschland ist abgesackt.
Bundesbildungsministerin Karliczek war enttäuscht und sagte, dass Mittelmaß nicht der Anspruch der Bildung im internationalen Vergleich sein dürfe. Genauso äußerte sich der Geschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertags, Dercks, und forderte bessere Bildungsmethodiken und ein Umdenken in der Bildungspolitik.
Ilka Hoffmann von der Gewerkschaft Erziehung und Bildung meinte, dass sich seit dem PISA-Schock vor zwanzig Jahren nichts zum Positiven an den Schulen Deutschlands getan habe.

Es ist nicht überraschend, dass Deutschland wieder einmal schlecht abgeschnitten hat. Die Schulpolitik zeichnet sich im negativen Sinne dadurch aus, dass Bildungsexperimente an Schülern vorgenommen werden, die aber nicht rückgängig gemacht werden, obwohl sie nichts bringen oder die Bildungslage noch verschlechtern. Es wird lieber „reformiert” und „reformiert”, wie es immer so schön heißt, doch es ist eine Degeneration und Verschlechterung auf Kosten der nachwachsenden Generation.

Es hat sich nichts getan, um der immer weitergehenden Verblödung der Schüler entgegenzuwirken. Alle drei Jahre gibt es einen Aufschrei der Empörung, der nach ein paar Tagen nachlässt, nachdem man sich Scheinargumente hat einfallen lassen, warum Deutschland gerade dieses Mal wieder im wahrsten Sinne des Wortes dumm dasteht.
Jedes Mal, wie auch dieses Mal, kommt wieder der einzig wahre Vorschlag, man bräuchte „einen Schulterschluss von Bund, Ländern und Kommunen, um länderübergreifende Anstrengungen für mehr Chancengleichheit zu stemmen”.

Chancengleichheit!

Nicht Bildung!

Gleichsam hören und sehen wir wieder in den Medien „Bildungsforscher”, die uns sagen, wie man der voranschreitenden Verblödung entgegenwirken kann. Durch Chancengleichheit!
Jeder soll das Gleiche erreichen können, doch nicht durch vielschichtige Bildungsangebote, sondern Gleichmacherei wie in Gesamt- oder Gemeinschaftsschulen. Sonder- bzw. Förderschulen werden abgeschafft. Sonder- und Förderschüler werden „inkludiert”.
Können sie mithalten? Von sich aus nicht!
So muss das Niveau heruntergezogen werden, damit diese auch den Lehrstoff mitkommen, also das Klassenziel für oder mit allen erreicht werden kann.
Schüler langweiligen sich, weil der Unterrichtsstoff zum x‑ten Mal für den oder die Schwachen durchgekaut wird. Jeder muss das gleiche Wissen haben. Auf Kosten der Guten!

Nun müssen Argumente gegen das schlechte Abschneiden her!

Immer gut ist es, zu behaupten, die PISA-Studie sei nicht repräsentativ.
Als „Argumentation” zieht man heran, dass andere Länder die Durchführungsrichtlinien nicht so ernst nähmen wie Deutschland.
So argumentiert auch Bildungsforscher Heiner Barz, indem er sagt, dass in anderen Ländern schwache Schüler angehalten würden, am Tag der PISA-Prüfungen zu Hause zu bleiben. Dies sei aber aufgrund der Schulpflicht in Deutschland nicht möglich.
Auch der repräsentative Durchschnitt aller Schüler über Gymnasien, Realschulen, Hauptschulen, Sonderschulen und dergleichen mehr werde in anderen Ländern nicht berücksichtigt.
Seine Schlussfolgerung lautet, dass das schlechte Abschneiden Deutschlands nichts über das Bildungs- bzw. Schulsystem aussage.
Er zweifelt auch die Messmethoden an, wie bewertet wird.
Dass es bei der Auswertung der Prüfungen nur zwei Bewertungen -„richtig” oder „falsch” gelöst – gibt, ist hinlänglich bekannt.
Barz macht darauf aufmerksam, dass es auch noch eine Stufung „Aufgabe nicht gelöst” gäbe. Das ist korrekt, aber zu behaupten, dass andere Länder dies dazu missbräuchten, ihre Statistiken nach oben zu manipulieren, gehört eher in Fantasiewelten als in die Realität. Zu behaupten, dass manche Länder nicht gelöste Aufgaben als „richtig” und andere diese als „falsch” eintragen würden, ist an den Haaren herbeigezogen. Es gibt klare Bewertungsrichtlinien, dass eine Aufgabe, die nicht gelöst wurde, als „falsch” bewertet und auch so in die Statistik eingetragen wird.
In der Schule ist dies übrigens genauso.
Wenn man solche Ammenmärchen verbreitet, sollte man noch einen Schritt weitergehen und sagen, dass „Platz 1” grundsätzlich nur „richtig” eingetragen hätte, um sich diesen Platz zu erschleichen.
Das Schwadronieren darüber, dass mit dem Eintreten der Türkei in die PISA-Studien eine Verschiebung der Gauß’schen Glocke bei der Bewertung zum Negativen bei gut bewerteten Ländern geführt habe – und insbesondere bei Deutschland – ist ein Betreten von ganz dünnem Eis. 

Seit Jahren tritt Deutschland auf der Stelle. Anstatt über solche „tollen Dinge” zu philosophieren, dass deutsche Schüler bei „Multiple-Choice” benachteiligt seien, ist es ratsamer, das Niveau anzuheben, als immer weiter abzusenken.
„Multiple Choice” – Mehrere Auswahlen – bedeutet, dass man eine richtige Lösung von verschiedenen ankreuzen muss oder dass mehrere Löugnen richtig sein könnten oder alle.
Zu sagen, dass die deutschen Schüler zu dumm dazu seien, grenzt an bodenloser Arroganz.
Die nächste PISA-Studie kommt bestimmt.

Für deutsche Bildungsforscher, Lehrer und Politiker ist es einfacher darüber zu palavern, dass Bereiche wie Politik, Wirtschaft, Geschichte, Kultur oder Musik gar nicht einbezogen würden.
Man schwafelt lieber darüber, dass es wichtig für das Heranwachsen junger Menschen sei, diese Bereiche zu beherrschen oder die Fähigkeit zu erhalten, aus einer Tabelle ablesen zu können, wie heiß der Sommer 1972 war. Man redet sich dumm und dämlich über die Praxistauglichkeit und darüber, dass die jungen Leute auf das Leben vorbereitet werden müssten, anstatt mit PISA-Testen umgehen zu müssen.

Auf das Leben vorbereiten!

Dinge, wie einem Schüler zu zeigen, wie man einen Überweisung bei der Bank ausfüllt, wäre ein erster Schritt. Das gehört aber nicht zum „Vorbereiten aufs Leben” laut Bildungsexperten.
Neue Medien gehen an den Schülern völlig vorbei. Lehrer behaupten, man bräuchte keine elektronischen Tafeln, denn das würde die Schüler zu sehr überlasten. Das Problem sind eher die Lehrer, die nicht erkennen, dass Kinder mit elektronischen Medien (außerhalb) der Schulen aufwachsen und die sich einfach nicht auf Neues einlassen wollen.

Lesekompetenz und Verstehen

Die aktuelle PISA-Studie legt einen Schwerpunkt auf Lesekompetenz.
Auch hier gab es massive Kritikpunkt der deutschen Bildungsforscher, Lehrer und dergleichen.
Laut derer sei Lesekompetenz nicht vergleichbar. Wenn ein deutsches Kind einen Text im Gegensatz zu einem französischen nicht richtig begreife und bei der Lösung eine falsche ankreuze, könne man dies nicht vergleichen, da ja verschiedene Wertebereiche hineinspielten. Das Begreifen eines Textes sei nicht so wichtig, weil es darauf ankomme, wie man ihn interpretiere.

Ein Paradebeispiel ist hierbei ein etwas älterer Text über das Klon-Schaf Dolly.
In dem Text wird beschrieben, dass einer Schafmutter Eizellen entnommen worden seien. Eine davon wurde „in vitro” – Schlagwort: „künstliche Befruchtung” – befruchtet. Der „außerhalb des Körpers” befruchteten Eizelle wurde die Hälfte des Erbmaterials entnommen und in eine andere Eizelle eingesetzt. Aus der urprünglich einen Eizelle entstanden zwei mit identischem Erbgut. Die zweite Zelle war „geklont” worden und die Methode heißt „Klonierung” oder „Klonen”. Wieder eingepflanzt in die Schafmutter entwickelten sich zwei identische Schafe.

Die Schüler sollten nun ankreuzen, wie die Befruchtungsmethode hieß:

  • In vitro
  • Zellteilung
  • Geschlechtsverkehr
  • Oxidation

Nur eine Minderheit meinte, dass „In vitro” richtig sei. Ebenso hatten auch nur wenige Schüler bei der nächsten Frage angekreuzt, dass die zweite Eizelle durch „Klonierung” entstanden war.

Dass nur wenige die richtigen Lösungen deklariert hatten, ist laut deutschen Lehrern nicht schlimm. Es wäre wichtiger gewesen, diesen Text in einen „interpretatorischen Kontext” zu setzen, anstatt nur Fakten aus dem Text abzufragen. Lesekompetenz sei eben nicht das Heraussuchen von Worten oder Fakten, sondern mehr. Man zweifelte auch an der Wirksamkeit des Ankreuzens. Die Sinnhaftigkeit, ob man das richtige Wort ankreuzen oder aufschreiben solle, führte sich dann ad absurdum, da es zwei unversöhnliche Fraktionen gab.

„Bildungsprogramme” und das Kaputtreden von Vergleichsstudien ist ein Punkt, die eigenen Defizite an der Bildungspolitik schönzureden.

Realismus geht anders!

Die PISA-Studien der OECD sind internationale Schulleistungsuntersuchungen, die seit dem Jahr 2000 in dreijährlichem Turnus in den meisten Mitgliedstaaten der OECD und einer zunehmenden Anzahl von Partnerstaaten durchgeführt werden und die zum Ziel haben, alltags- und berufsrelevante Kenntnisse und Fähigkeiten Fünfzehnjähriger zu messen. 

(Wikipedia)

Bildquelle: Pixelio / Tim Reckmann https://www.pixelio.de/media/690266

Gestern, Samstag, den 17. Juni 2017, war „The Jack” beim „Internationalen Straßenfest” in Sindelfingen zu Gast.
Die Tribute-Band aus Stuttgart brilliert durch Songs von AC/DC.

Wir gratulieren „The Jack” ganz herzlich zum 20-jährigen Bestehen!

„The Jack” brachte wie immer das Publikum zum Brodeln.

Unser Fotoalbum mit Eindrücken von Konzerten von 2017 und 2015 ist online und kann angeschaut werden.

Bis zum nächsten Konzert!

Wir freuen uns drauf.

Steampunk meets Angus

Nachrichten Europa Politik Dietmar Syntronica Herzbeben

Herr Cameron, für Sie und Ihr Verständnis:
Die EU ist kein Teil des “British Empire” und die EU gehört nicht zum Commonwealth.
Das heißt, dass Großbritannien ein kleiner Teil der EU ist und nicht der Herrscher über die EU.

Roll over Beethoven

„Jede neue Sprache ist wie ein offenes Fenster, mit dem wir unsere Nachbarn auf der ganzen Welt erreichen.”

 

 

Frau gefangen im eigenen Netz

Wir hatten ja schon einge Male von der Mutter berichtet, die ein „lernschwaches” Kind hat, und so in ihrem Wahn gefangen ist, ihrem Kind alles zu ermöglichen, dass sie zum permanenten Quälgeist der Schule und ihrer Umwelt wurde.

Diese wahre Geschichte entstammt einem real existierendem Paralelluniversum menschlicher (Fehl‑) Wahrnehmung.

Der Name des Jungen tut nichts zur Sache, kann aber Tim sein, Andreas, Michael, Tom, Nils oder Martin sowie jeder andere.
Die Mutter heißt vielleicht Heike, Emma, Martha, Gisela oder auch ganz anders.

Das geistig lernbehinderte Kind bekommt seit Jahren von ehemals besten Schüler der Schule Nachhilfe, wobei die sporadische „Ausbeute“ ein „Mangelhaft“ ist. Der Nachhelfende macht seit Jahren aufopfernd und aus Mitleid – Er glaubt selber nicht an den Erfolg. – immer wieder Übungen mit dem Kind, was aber nichts wirklich bringt. Er recherchiert stellenweise für das Kind, um ihm irgendwas beizubringen.

Vor ein paar Wochen hat der Nachhelfende viel zu tun. Er schrieb auf der Universität Klausuren und musste dafür viel „Stoff“ lernen.

Obwohl die Mutter des bildungsresistenten Kindes dies wusste, rief sie andauernd bei ihm an und fragte ihn, ob er dem Kind helfen könne. Dieser verneinte und erklärte, dass dies nicht ginge, da er für seine Klausuren lernen müsse. Die Mutter zog pinkiert von dannen,

Es passierte aber immer und immer wieder, so dass der Nachhelfende aus „Mitleid“ – ??? – doch nachgab und irgend etwas mit dem Kind machte.

An einem Wochenende hatte er keine Zeit und sagte dies auch mehrmals.
Die Mutter flehte förmlich darum.
Freunde des Nachhelfenden standen zu ihm und sagten ihm, er solle hart bleiben.

Da die Mutter dies nicht glauben wolle, rief sie bei dem Vater an und fragte, ob der Nachhelfende zu sprechen sei.

Hier würden wohl allen die Geduldsfäden reißen.

Nicht doch, dem Nachhelfenden!

Er ignorierte das Nachhaken und ging irgendwann wieder hin.

In der Zeit vor der heißen Phase der Klausuren.

Wieder mal ein Beispiel dafür, wie eine Mutter, deren Kind nicht auf die Schule gehört, das es besucht, andere terrorisiert, um einem nie in Erfüllung gehenden Traum hinterherzulaufen!

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