Grammatik

Bildung Tafel leer Schwamm

Gestern wurden die Ergebnisse der aktuellen PISA-Studie vorgestellt.
Deutschland ist abgesackt.
Bundesbildungsministerin Karliczek war enttäuscht und sagte, dass Mittelmaß nicht der Anspruch der Bildung im internationalen Vergleich sein dürfe. Genauso äußerte sich der Geschäftsführer des Deutschen Industrie‑ und Handelskammertags, Dercks, und forderte bessere Bildungsmethodiken und ein Umdenken in der Bildungspolitik.
Ilka Hoffmann von der Gewerkschaft Erziehung und Bildung meinte, dass sich seit dem PISA-Schock vor zwanzig Jahren nichts zum Positiven an den Schulen Deutschlands getan habe.

Es ist nicht überraschend, dass Deutschland wieder einmal schlecht abgeschnitten hat. Die Schulpolitik zeichnet sich im negativen Sinne dadurch aus, dass Bildungsexperimente an Schülern vorgenommen werden, die aber nicht rückgängig gemacht werden, obwohl sie nichts bringen oder die Bildungslage noch verschlechtern. Es wird lieber „reformiert“ und „reformiert“, wie es immer so schön heißt, doch es ist eine Degeneration und Verschlechterung auf Kosten der nachwachsenden Generation.

Es hat sich nichts getan, um der immer weitergehenden Verblödung der Schüler entgegenzuwirken. Alle drei Jahre gibt es einen Aufschrei der Empörung, der nach ein paar Tagen nachlässt, nachdem man sich Scheinargumente hat einfallen lassen, warum Deutschland gerade dieses Mal wieder dumm dasteht.
Jedes Mal, wie auch dieses Mal, kommt wieder der einzig wahre Vorschlag, man bräuchte „einen Schulterschluss von Bund, Ländern und Kommunen, um länderübergreifende Anstrengungen für mehr Chancengleichheit zu stemmen“.

Chancengleichheit!

Nicht Bildung!

Gleichsam hören und sehen wir wieder in den Medien „Bildungsforscher“, die uns sagen, wie man der voranschreitenden Verblödung entgegenwirken kann. Durch Chancengleichheit!
Jeder soll das Gleiche erreichen können, doch nicht durch vielschichtige Bildungsangebote, sondern Gleichmacherei wie in Gesamt‑ oder Gemeinschaftsschulen. Sonder‑ bzw. Förderschulen werden abgeschafft. Sonder‑ und Förderschüler werden „inkludiert“.
Können sie mithalten? Von sich aus nicht!
So muss das Niveau heruntergezogen werden, damit diese auch den Lehrstoff mitkommen, also das Klassenziel für oder mit allen erreicht werden kann.
Schüler langweiligen sich, weil der Unterrichtsstoff zum x-ten Mal für den oder die Schwachen durchgekaut wird. Jeder muss das gleiche Wissen haben. Auf Kosten der Guten!

Nun müssen Argumente gegen das schlechte Abschneiden her!

Immer gut ist es, zu behaupten, die PISA-Studie sei nicht repräsentativ.
Als „Argumentation“ zieht man heran, dass andere Länder die Durchführungsrichtlinien nicht so ernst nähmen wie Deutschland.
So argumentiert auch Bildungsforscher Heiner Barz, indem er sagt, dass in anderen Ländern schwache Schüler angehalten würden, am Tag der PISA-Prüfungen zu Hause zu bleiben. Dies sei aber aufgrund der Schulpflicht in Deutschland nicht möglich.
Auch der repräsentative Durchschnitt aller Schüler über Gymnasien, Realschulen, Hauptschulen, Sonderschulen und dergleichen mehr werde in anderen Ländern nicht berücksichtigt.
Seine Schlussfolgerung lautet, dass das schlechte Abschneiden Deutschlands nichts über das Bildungs‑ bzw. Schulsystem aussage.
Er zweifelt auch die Messmethoden an, wie bewertet wird.
Dass es bei der Auswertung der Prüfungen nur zwei Bewertungen –”richtig“ oder „falsch“ gelöst – gibt, ist hinlänglich bekannt.
Barz macht darauf aufmerksam, dass es auch noch eine Stufung „Aufgabe nicht gelöst“ gäbe. Das ist korrekt, aber zu behaupten, dass andere Länder dies dazu missbräuchten, ihre Statistiken nach oben zu manipulieren, gehört eher in Fantasiewelten als in die Realität. Zu behaupten, dass manche Länder nicht gelöste Aufgaben als „richtig“ und andere diese als „falsch“ eintragen würden, ist an den Haaren herbeigezogen. Es gibt klare Bewertungsrichtlinien, dass eine Aufgabe, die nicht gelöst wurde, als „falsch“ bewertet und auch so in die Statistik eingetragen wird.
In der Schule ist dies übrigens genauso.
Wenn man solche Ammenmärchen verbreitet, sollte man noch einen Schritt weitergehen und sagen, dass „Platz 1“ grundsätzlich nur „richtig“ eingetragen hätte, um sich diesen Platz zu erschleichen.
Das Schwadronieren darüber, dass mit dem Eintreten der Türkei in die PISA-Studien eine Verschiebung der Gauß’schen Glocke bei der Bewertung zum Negativen bei gut bewerteten Ländern geführt habe – und insbesondere bei Deutschland – ist ein Betreten von ganz dünnem Eis.

Seit Jahren tritt Deutschland auf der Stelle. Anstatt über solche „tollen Dinge“ zu philosophieren, dass deutsche Schüler bei „Multiple-Choice“ benachteiligt seien, ist es ratsamer, das Niveau anzuheben, als immer weiter abzusenken.
„Multiple Choice“ – Mehrere Auswahlen – bedeutet, dass man eine richtige Lösung von verschiedenen ankreuzen muss oder dass mehrere Löugnen richtig sein könnten oder alle.
Zu sagen, dass die deutschen Schüler zu dumm dazu seien, grenzt an bodenloser Arroganz.
Die nächste PISA-Studie kommt bestimmt.

Für deutsche Bildungsforscher, Lehrer und Politiker ist es einfacher darüber zu palavern, dass Bereiche wie Politik, Wirtschaft, Geschichte, Kultur oder Musik gar nicht einbezogen würden.
Man schwafelt lieber darüber, dass es wichtig für das Heranwachsen junger Menschen sei, diese Bereiche zu beherrschen oder die Fähigkeit zu erhalten, aus einer Tabelle ablesen zu können, wie heiß der Sommer 1972 war. Man redet sich dumm und dämlich über die Praxistauglichkeit und darüber, dass die jungen Leute auf das Leben vorbereitet werden müssten, anstatt mit PISA-Testen umgehen zu müssen.

Auf das Leben voerbereiten!

Banale Dinge, wie einem Schüler zu zeigen, wie man einen Überweisung bei der Bank ausfüllt, wäre ein erster Schritt. Das gehört aber nicht zum „Vorbereiten aufs Leben“ laut Bildungsexperten.
Neue Medien gehen an den Schülern völlig vorbei. Lehrer behaupten, man bräuchte keine elektronischen Tafeln, denn das würde die Schüler zu sehr überlasten. Das Problem sind eher die Lehrer, die nicht erkennen, dass Kinder mit elektronischen Medien (außerhalb) der Schulen aufwachsen und die sich einfach nicht auf Neues einlassen wollen.

Lesekompetenz und Verstehen

Die aktuelle PISA-Studie legt einen Schwerpunkt auf Lesekompetenz.
Auch hier gab es massive Kritikpunkt der deutschen Bildungsforscher, Lehrer und dergleichen.
Laut derer sei Lesekompetenz nicht vergleichbar. Wenn ein deutsches Kind einen Text im Gegensatz zu einem französischen nicht richtig begreife und bei der Lösung eine falsche ankreuze, könne man dies nicht vergleichen, da ja verschiedene Wertebereiche hineinspielten. Das Begreifen eines Textes sei nicht so wichtig, weil es darauf ankomme, wie man ihn interpretiere.

Ein Paradebeispiel ist hierbei ein etwas älterer Text über das Klon-Schaf Dolly.
In dem Text wird beschrieben, dass einer Schafmutter Eizellen entnommen worden seien. Eine davon wurde „in vitro“ – Schlagwort: „künstliche Befruchtung“ – befruchtet. Der „außerhalb des Körpers“ befruchteten Eizelle wurde die Hälfte des Erbmaterials entnommen und in eine andere Eizelle eingesetzt. Aus der urprünglich einen Eizelle entstanden zwei mit identischem Erbgut. Die zweite Zelle war „geklont“ worden und die Methode heißt „Klonierung“ oder „Klonen“. Wieder eingepflanzt in die Schafmutter entwickelten sich zwei identische Schafe.

Die Schüler sollten nun ankreuzen, wie die Befruchtungsmethode hieß:

  • In vitro
  • Zellteilung
  • Geschlechtsverkehr
  • Oxidation

Nur eine Minderheit meinte, dass „In vitro“ richtig sei. Ebenso hatten auch nur wenige Schüler angekreuzt, dass die zweite Eizelle „Klonierung“ entstanden war.

Dass nur wenige die richtigen Lösungen deklariert hatten, ist laut deutschen Lehrern nicht schlimm. Es wäre wichtiger gewesen, diesen Text in einen „interpretatorischen Kontext“ zu setzen, anstatt nur Fakten aus dem Text abzufragen. Lesekompetenz sei eben nicht das Heraussuchen von Worten oder Fakten, sondern mehr. Man zweifelte auch an der Wirksamkeit des Ankreuzens. Die Sinnhaftigkeit, ob man das richtige Wort ankreuzen oder aufschreiben solle, führte sich dann ad absurdum, da es zwei unversöhnliche Fraktionen gab.

„Bildungsprogramme“ und das Kaputtreden von Vergleichsstudien ist ein Punkt, die eigenen Defizite an der Bildungspolitik schönzureden.

Realismus geht anders!

Die PISA-Studien der OECD sind internationale Schulleistungsuntersuchungen, die seit dem Jahr 2000 in dreijährlichem Turnus in den meisten Mitgliedstaaten der OECD und einer zunehmenden Anzahl von Partnerstaaten durchgeführt werden und die zum Ziel haben, alltags‑ und berufsrelevante Kenntnisse und Fähigkeiten Fünfzehnjähriger zu messen.

(Wikipedia)

Bildquelle: Pixelio/Tim Reckmann https://www.pixelio.de/media/690266

Im Jahre des Herren 1832 materialisierten wir mit unserem Zeitschiff in der Stadt Kassel – damals noch Cassel geschrieben.
Dort trafen wir zwei Gründerväter der Germanistik, Jacob und Wilhelm Grimm.
Diese sammelten Kinder‑ und Hausmärchen und schrieben diese nieder.

Beide saßen in einem Lokal. Jacob wiederholte immer wieder: „Ach, wie gut, dass niemand weiß, dass ich Rumpelstilchen heiß.“
„Ich bin mir nicht sicher“, wandte Wilhelm ein, „ob wir es so niederschreiben sollten.“
Jacob wiederholte de Phrase unbeirrt weiter. Irgendwann gab sein Bruder auf und schrieb es auf.

Wir machten von den Beiden mit unserem Iconographen ein Lichtbild und verschwanden wieder.

Abends lagen wir in den Betten des Schlafgemachs unseres großen Zeitschiffs.
Ich, Dietmar, Edelherr von Syntronica, lag nachts wach.

Ich ging irgendwann tur Chrono-Aviations-Einrichtung und startete sie.
Nach einigen Minuten Fahrt durch Blitze und Lichter befanden wir uns im Jahhr 1463.
Wir verließen das Schiff und begaben uns zum bunten Markttreiben in der Reichsstadt Wimpfen, wo man munkelte, die Herren von Weiler wollten diese an die Stadt Heilbronn veräußern.

An einer Holzhütte stand ein kurioser Typ, der sich dem Met völlig hingab und iirgendwas schwafelte.

Heute back ich, morgen brau ich,
übermorgen hol ich der Königin ihr Kind;
ach, wie gut, dass niemand weiß,
dass ich Rumpelstilzchen heiß!

Dann kamen Söldner auf uns zu und wollten von uns Vornamen wissen.
Wir sagten „Sabine und Dietmar“.
Worum es auch immer ging!

Eine wohlhabend aussehende Frau hörte aufmerksam dem komischen Kauz zu, wie er ziemlcih undeutich sang.

„Rumpelstilzchen!!“, sagte sie zu sich, schreischte kurz und verschwand.

Der Betrunkene sang weiter sein Lied, während er über den Markt torkelte und Leute anstieß.

Heute back ich, morgen brau ich,
übermorgen hol ich der Königin ihr Kind;
ach, wie gut, dass niemand weiß,
dass ich Rumpelstilzchen heiß!

„Mein Gemahl!“, rief eine süße Stimme, „es ist Zeit zum aufstehen”“

„Ach wie gut, dass niemand weiß ….“, murmelte ich, während ich aufwachte.
„Hast Du an unsere Zeitreise bei Gebrüder Grimm gedacht?“, fragte meine Gemahlin.
Ich erzählte ihr meinen Traum mit dem sturzbetrunkenen Rumpelstilzchen, und wir lachten beide.

„Vielleicht sollten wir bei den Gebrüder Grimm nochmal vorbeifliegen“, meinte meine Gemahlin, „und ihren den wahren Beweggrund nennen, warum Rumpelstilzchen wirklich seinen Namen verriet.” 

 

Sabine Dietmar Webmaster Webmistress Glühwürmchen Herzbeben Syntronica Superfliege

Der Webmaster und die Webmistress von Syntronica.Net

…  sporadisch oder nach Vorankündigung online (auch Screencast/WebCam)

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Liebe Kinder und Teenies!

Das Christkind hat das ganze Jahr über Eure Pinnwände und Profile bei Facebook gelesen.

Es gibt einen Duden!

 

Bildquelle: Pixelio.de/Erika Grazillis

Kommunikation Konflickt

„Es muss in einer modernen Gesellschaft ohne Einschränkung erlaubt sein, Ideen und Ideologien schlecht zu finden und zu kritisieren.“

Dies sollte (eigentlich) für jeden gelten …

Sollte!

In Diskussionen – vornehmlich im Internet (Forern etc.) – ist man ja gewöhnt, dass es um die Rechtschreibung schlecht gestellt ist, doch es kommt stellenweise wegen genau dieser Diskrepanz zu „Anbahnungen“ bei und durch manche(n) Diskutanten, die genau dies ausnutzen.

Im Internet werden Diskussionen – bedingt durch die Quasi-Anonymität – stellenweise gnadenlos geführt.
Das Niveau erreicht dabei oft einen Wert unter dem Absoluten Nullpunkt.

Als Paradebeispiel sei ein Statement von dem CDU-Politiker Stefan Kaufmann genannt.
Stefan Kaufmann veröffentlichte bei Fscebook, dass er zum „Internationalen Tag gegen Homophobie“ in einer Talkshow gewesen sei und dies in ein paar Tagen gesendet würde.
Daraufhin kommentierte ich, dass das Dogma „Homophobie“ – sog. Feindlichkeit gegen Homosexuelle – Volksverdummung sei und argumentierte, dass die Homosexuellen – vornehmlich die Schwulen – sich permanent als Opfer von Hetze etc. darstellten. Ich packte die sog. „Homophophie“ an der Wurzel und  sagte, mir käme es so vor, dass besonders die Schwulen darauf hinwiesen. Weiterhin sagte ich, dass insbesondere die Schwulen ein Problem damit hätten, dass sie eine Minderheit seien. Eine Minderheit werde immer von der Mehrheit als anders angesehen, wenn man allerdings genug Selbstbewusstsein hätte und dies ausstrahlte, löse sich das „Problem“ in Luft aus.
Ich entkräftete also die sog. „Homophobie“ als Substitution der eigenen Schwäche bzw. fehlendem Selbstbewusstseins.

Das erste „Gegenargument“, dass mir entgegenschlug, war: „Mehrere Rechschreibfehler – Setzen Sechs.“

Dieses Möchtegern-Argument trifft man im Internet sehr oft an.
Es geht nämlich nicht darum, sich mit dem „Gegner“ auseinander zu setzen, sondern diesen als Trottel darzustellen, weil er die Rechtschreibung nicht beherrscht. (Es stellte sich heraus, dass ich zwei lexkalische Fehler in meinem Statement zu „verantworten“ hatte, was entgegen anderer Statements getrost als „korrekt“ geltend kann.)

Dieses Art, nicht auf Argumente einzugehen, sondern sich auf die Orthographie zu konzentrieren, findet man oft.
Es ist ein Ablenken von der eigenen Argumentationslosigkeit bzw. fehlender Selbst‑ und Fremdreflexion.
Es basiert auf Arroganz, denn man kann sich – weil man ja vermeintlich die Orthographie beherrscht – höher stellen als der mit den Rechtschreibfehlern.
Diese Methode ist ein Totschlagargument, doch viele erkennen dies nicht und fallen darauf herein.
Anstatt wieder auf den Diskussionszweig zu lenken, beginnen sie, sich zu rechtfertigen.

Die gleiche Totschlagmethode existiert auch für Grammatik und Interpunktion.

Wenn man dieses Prinzip erkannt hat, kann man wieder zum Diskussionszweig zurückkehrnen, indem man dieses „Anprangern“ – und die, die miteinstimmen – übersieht, und einfach weiterdiskutiert.

Man muss sich nicht durch Totschlagargumente mundtot machen lassen.

Wenn „große Zeitgenossen“ gestorben sind, werden diese in den Himmel gelobt.
Es zählt dann nur noch, was sie Tolles, Schönes, Grandioses etc. gelseistet haben.
Wenn jemand dann etwas Negatives sagt, kommt die Phrase „Von Toten soll man nur Gutes sagen“.
Dies passiert meist mit dem erhobenem Zeigefinger, wobei auch noch die vermeintliche Übersetzung „De mortuis nil nisi bene“ mit oder ohne anhängendem „discendum“ genannt wird.

Jeder kennt auch die Floskel a la „Mir fällt noch dies oder jenes ein, aber über Tote soll man nicht schlecht reden.“.

Wenn man nichts Negatives über Tote sagen dürfte, dürfte man toten Diktatoren nichts nachsagen.
Damit wäre diese Handhabung der Kritiklosigkeit heuchlerisch und vor allem den Opfern gegenüber zynisch.

In dem Satz steckt eine abgewandelte Art des Adjektivs „bonus“ – „bene“.
„Bene“ ist allerdings ein Adverb, das das Verb unterstützt bzw. näher erläutert.
„Bene“ bedeutet eben nicht „Gutes“, sondern von der Deklination her „gut sprechen“ oder „wohlwollend“.
Der Philosoph Chilon von Sparta, dem dieser Spruch zugeschrieben wird, – im (alt)griechischem Original „Τὸν τεθνηκότα μὴ κακολογεῖν, γῆρας τιμᾶν“ – vertrat den Standpunkt, dass man über andere grundsätzlich nur die Wahrheit sprechen dürfe und das man wahrheitsgemäß über Tote reden müsse, da diese sich nicht mehr wehren und u. U. etwas richtigstellen könnten.

Das bedeutet, dass man über Tote alles sagen, darf, wenn es wahrheitsgetreu ist und nichts hinzugefügt oder weggelassen wird.

Das Sprechen über die Toten muss also in einer guten Art und Weise geschehen, was eben nicht aussagt, man dürfe nur Gutes über sie sprechen, sondern man muss gut – wohlwollend, gerecht etc. – über sie reden.

Roll over Beethoven

„Viele Menschen würden eher sterben als denken. Und in der Tat: Sie tun es.“

Bertrand Russell

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Die freundliche Begrüßung „Sehr geehrte Damen und Herren!“ ist diskriminierend.

Sie haben richtig gelesen, liebe Leserinnen und Leser!

Und damit ist mir auch eine Diskriminierung unterlaufen.

Es muss nämlich „Liebe Lesx“ anstatt „Liebe Leserinnen und Leser“ heißen, denn wenn ich nur die Leserinnen und Leser erwähne, nenne ich – logischerweise – keine anderen Varianten der (sozialen) Geschlechtlichkeit. Hermaphroditen (im Volksmund Zwitter genannt) oder Transsexuelle sowie „Andere“ werden ja nicht explizit genannt. Deswegen hat eine Genderforscherin, die sich weder dem „gefühlten Geschlecht“ männlich noch weiblich zugehörig fühlt, die Endung „-x“ als genderneutralen Postfix zu benutzen.
Als „Leser“ wird „Lesx“, aus „Professoren“ „Profx“, aus „Studenten“ „Studx“, aus „Bürger“ „Bürgx“ etc. pp.

Wie dies auszusprechen ist, kann niemand von den Gender-Forschx sagen!

In einer E-Mail weigerte ich mich, Studentinnen, Studenten und „Andere“ mit „Studx“ anzureden, denn für mich ist diese Anrede diskriminierend, weil diese eindeutig weiblich ist.
Das X-Chromosom trägt weibliches Erbmaterial. Also ist aus diesem Kontext heraus diese Anrede für mich als Mann – sowohl biologisch-anatomisch als auch sozial bzw. gefühlt bzw. empfunden – diskriminierend, denn sie deckt nur die weiblichen Studentinnen ab, keine Männer und keine „anderen Varianten“.
Dies kam natürlich nicht so gut an, denn dies resultiert aus meiner patriarchalischen Erziehung als weißhäutiger männlicher, heterosexueller Mann.

So funktioniert es in der Genderforschung!

Das biologisch-anatomische Geschlecht (sog. Sexus) spielt keine Rolle – auch nicht für die Anrede „Herr“ und „Frau“ – sondern einzig und allein ist die soziologische Rolle (sog. Gender) maßgeblich.
Jedem dürften Transsexuelle geläufig sein. Dies sind Menschen, die zwar ein biologisch-anatomisches Geschlecht haben – z. B. Sexus maskulin – doch sie fühlen sich zum anderen Geschlecht – Sexus feminin – gehörig, indem sie sich so kleiden und sich möglicherweise schminken und/oder sich umoperieren lassen haben.
Dieses Empfinden wird nun als Gender bezeichnet, also das soziale bzw. psychologische Geschlecht.
Als Gender gibt es aber nicht nur männlich und weiblich, sondern theoretisch unendlich viele Varianten und Variationen. Ein (biologischer) Mann, der hochhackige Schuhe trägt, hat einen anderen Gender als ein Mann, der sich die Fingernägel lackiert. Wie diese Gender heißen, ist nicht bekannt und irrelevant.
Wenn ein Mann sich die Fingernägel lang wachsen lässt, ist dieser ein Stückchen mehr gender-feminin als ein Mann, der es nicht tut.

Das biologisch-anatomische Geschlecht spielt in der Genderforschung keine Rolle und resultiert nur daher, weil die Männer ihre patriarchalische Rollendominanz vor den Frauen ausleben wollen, um eben die Frauen weiter zu versklaven. Deswegen umringen sich diese Heterosexuellen – in der Genderforschung in der Regel weißhäutig – mit Machogehabe, die andere Varianaten wie Homosexuelle, Transsexuelle oder Intersexuelle, unterdrücken, um ihre biologische und ebenfalls soziologisch-psychologische Rolle auszubauen.
Die Genderforscher behaupten, dass „männliches“ oder „weibliches“ Rollenverhalten ausschließlich anerzogen ist und einfach umgeswitcht (umgeschaltet) werden kann. Mitte der 1960er‑ bis Mitte der 1970er-Jahre gab es zu dieser Thematik ein Experiment unter der Leitung des Psychologen Money in Kanada, das aber nicht diese Vorstellung des Umswitchen (Umschalten) verifizierte, sondern auf dramatische Weise falsifizierte.
Dies hätte der „Gegenbeweis“ – Falsifikation – sein sollen, dass „Switchen“ (Umschalten) eben nicht funktioniert, doch diese Falsifikation gab es nie. Vielmehr wurde das „Experiment“ von da an totgeschwiegen und in den nächsten Ausgaben der Bücher, die es beschrieben hatten, nicht mehr erwähnt. Wie bemerkt existieren alte Ausgaben bzw. frühe Auflagen dieser Bücher noch, in denen man dieses „Experiment“ beschreibt.

Genderforschung soll also (im Entferntesten) auch Gleichberechtigung vorantreiben.
Die „Blüten“ sind aber eher „Kasper-Theater-Szenarien“!
So wird sich z. B. damit beschäftigt, eine „neutrale Form“ zu finden, dass sich niemand beleidigt fühlt, wenn er/sie/es etc. angeredet wird (Profx“, „Studx“ etc.).

Ebenso werden die angeblich unendlich vielen Nuancen der Gender untersucht.
Wenn ein Mann lackierte Fingernägel trägt, wird mit psychologischer Methodik untersucht, warum das so ist. Man geht also von den „Klassischen Rollen“ aus und schaut, wer hineinpasst und wer nicht.
Wenn jemand nicht hinein passt, wird (wissenschaftlich) untersucht, warum das so ist.
Hat irgendwas in seiner Kindheit dazu geführt, dass er sich die Fingerspitzen anmalt?
Ist es anerzogen worden, vielleicht, weil andere es auch machten (just for fun)?

Fragen über Fragen!

Antworten gibt es kaum, aber Ideen, wie man die Gesellschaft umbauen könnte, damit eine „absolute Emanzipation“ stattfinden kann.

Die Anreden „Mann“ und „Frau“ müssen laut Genderforschern erweitert oder ersetzt werden, denn man könnte in ein Fettnäpfchen treten und Jemand/jefrau nist dann beleidigt.

Wenn mir jemand Andrea Müller vorstellt, sollte ich mir überlegen, ob Andrea Müller, die aus meiner Sicht eine Frau ist und sich feminin kleidet, auch als „Frau Müller“ angeredet werden will.
Anders wäre es bei „Dies ist Frau Müller“, denn dort ist die Definition („Frau“) schon mitgeliefert und mir kann nichts passieren. Möglicherweise sagt sie dann auch: „Ich bin HERR Müller.“, weil sie sich als Mann sieht oder – aus welchem Grund auch immer – so angesprochen werden will.

Als genderkonforme Alternative wäre vielleicht – im Moment noch – vorzuziehen, jemanden mit dem Vornamen und „Sie“ anzureden.

Genderforschung beschäftigt sich im Grunde genommen mit etwas, was niemanden wirklich interessiert oder bewegt.

Wenn Sie also ein paar abgedrehte Ideen haben, die irgendwas mit Männer und Frauen und vielleicht „Anderen“ zu tun haben, werden Sie Genderforscher, denn dann kann Ihnen nichts passieren.
 

Weiterführende Seiten etc.:

 

Bildquelle: pixelio.de/Denise

 

Roll over Beethoven

„Wenn man tot ist, ist das für einen selber nicht schlimm, weil man ja tot ist.
Schlimm ist es aber für die Anderen.

Genauso ist es übrigens, wenn man doof ist …“

 

Kritzelwerk neu ... von Syntronica

Wir haben am 19. Mai 2012 den Geocache „Kritzelwerk“ ausgelegt.

Leider wurde der Geocache mehrmals mitsamt der Bücher, in denen die Besucher ihre Geschichten hinterlassen haben, gestohlen.

Wir haben nun „Kritzelwerk“ geändert und vorübergehend als Filmdose –  Eine weiße Filmdose erhält das Logbuch ! – eingerichtet.

Wer uns eine Geschichte hinterlassen will, kann dies unter 

http://www.gluehwuermchen-herzbeben.eu/stichwort/kritzelwerk

machen, indem er einen Komentar schreibt.
Dieser wird von  uns in der Regel in wenigen Tagen – als eigener Beitrag bzw. Artikel –  freigegeben.

Dies sind die Koordinaten, um den Cache zu finden:

GC3KP5Q 
Ahorn bunt Geocaching Nord 48° 40.207
Ost 8° 59.992

 

Geocaching bunt freie Version

Weitere Informationen gibt es bei:

Was ist Geocaching?

Syntronica: Soultime

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