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Was in die anderen Kategorien nicht hinein passt

Dieses Blog feiert heute – 8.2.2021 – seinen fünfzehnten Geburtstag.


Wir waren Mitte August abends in einem Supermarkt zum Einkaufen.
In einem Gang wollte ich mir im Regal etwas herausnehmen, sah jedoch, dass dort eine Frau ohne Mund-Nasen-Schutz am Boden hockte und telefonierte.

Ich sprach die Frau freundlich an: „Könnten Sie bitte Ihre Maske aufsetzen?“

Sie erschrak und kam hoch. Da sie die Maske nur an der Unterlippe trug, fragte ich: „Könnten Sie die Maske bitte ganz aufsetzen. Ich habe Angst vor Corona.“
Die Frau wurde verbal aggressiv gegen mich mit den Worten: „Sie haben mir überhaupt nichts zu sagen. Ich bin alleine und brauche keine aufzusetzen.“
Ich konterte, dass ihr wohl entgangen sei, dass ich neben ihr stünde und im Supermarkt generell eine Maskenpflicht bestünde, worauf sie mich etwas lauter mit den Worten „Sie haben mir überhaupt nichts vorzuschreiben!“ anging und irgend etwas sagte, wie, dass ich keine Polizei oder ähnliches sei und ihr nichts zu sagen hätte.
„Ich möchte gerne dort heran“, meinte ich ruhig, „Rollen Sie bitte den Kinderwagen kurz weg!“

Was dann passierte, können meine Gattin und ich nicht nachvollziehen.

Die Frau schrie mich an, dass ich ihr Kind bedroht hätte, worauf ich ein Stück nach hinten sprang. Ich kam gar nicht zu Wort, denn sie beleidigte mich fortwährend mit Worten wie Völkerausdrücke für „Afterschließmuskel“ und ähnlichem.
Sie wurde noch lauter und schrie weiter, ich solle ihr Kind in Ruhe lassen. Ich starrte sie nur überrascht an und wusste nicht, was ich tun soll.
Ich stand zwei Meter vor ihr entfernt und der Kinderwagen stand hinter ihr.

„Wie kommen Sie auf so etwas?“
„Sie haben mein Kind bedroht.“

Auf mein Nachfragen konnte sie mir nicht sagen, was ich gesagt haben soll.
Sie wiederholte, ich hätte ihr Kind bedroht, mehr nicht. Ebenso sagte sie, ihr Gesprächspartner am Telefon hätte dies auch gehört.
Ich zeigte zu meiner Gattin und sagte: „Sie können gerne diese Frau fragen. Ich habe sowas nicht gesagt. Sie ist Zeugin.“
Sofort sagte sie, sie zähle nicht als Zeugin, weil sie meine „Lebensgefährtin“ sei und zu mir hielte.
Wir waren perplex.

Während sie mich weiter verbal angriff, während ich mich passiv verhielt,, zog sie ihre Maske wieder herunter.
Ich unterbrach sie und sagte ihr, dass ich, wenn sie weiter die Maske absetze, die Polizei rufen würde, worauf ich mein Smartphone in die Hand nahm, während ich die Telefonnummer der Polizei eingab.

Dann kam es zu einem weiteren Aussetzer der Frau.

Sie schlug mir mein Smartphone aus der Hand, das auf den Boden fiel. Während ich es aufhob und wieder in die Hülle packte, schrie sie laut: „Sie dürfen kein Foto machen!“
Meine Frau, die näher gekommen war, konnte dies nicht nachvollziehen, da sie gesehen hatte, dass ich nur die Telefon-App geöffnet hatte.
Während ich sagte, dass ich jetzt die Polizei riefe, kündigte sie an, laut zu schreien.
„Bitte, nur zu, und ich rufe derweil die Polizei.“

Wir bekamen in einer sehr hohen Lautstärke immer wieder „Hilfe!“ zu hören.
In kürzester Zeit hatten sich über zehn Leute um uns versammelt und gafften.

Was dann passierte, war ebenso kurios, wie die Szene vorher.

Die angebliche „Chefin vom Dienst“ des Sipermarktes meinte, ich solle gehen und die Frau in Ruhe lassen.
Ich stand immer noch zwei Meter vor der Frau, die sich entschieden hatte, mit dem Schreien aufzuhören.
Neben meiner Frau und mir standen drei Mitarbeiter.
Da die „Chefin vom Dienst“ dies verlangte, entfernten wir uns etwas von der Frau, blieben aber am Ende des Gangs stehen.

Die Frau erzählte völlig hysterisch weiter ihre Lügengeschichte von der von ihr erfundenen Bedrohung ihres Kindes und davon, dass ich sie fotografiert hätte.
Sie riss sich auch ihren Mund-Nasen-Schutz vom Gesicht und schmiss ihn mit den lauten aggressiven Worten „Ich setze dieses Scheißding jetzt ganz ab.“ auf den Boden.

Die Kauflandmitarbeiter ließ dies kalt. Sie reagierten in keinster Weise darauf.

Die „Zeugen“, die einfach herbeigeeilt waren, als die Frau geschrien hatte, entfernten sich wieder, als wir – meine Gattin und ich – der „Chefin vom Dienst“ gesagt hatten, dass wir mit der Frau alleine im Gang gewesen seien, als sie mit ihrer „verbalen Attacke“ begann.

Nachdem irgendwelche „Knallzeugen“ die Frau bedauerten, wurde es uns zu dumm, da ich mir vorkam, als wäre ich ein Schwerverbrecher.
Dann kam eine andere Mitarbeiterin auf uns zu und meinte, wir sollten zurückkommen, weil die Frau jetzt die Polizei rufen wolle. Wir taten dies, während die Frau auf einem Karton oder ähnliches saß.

„Sie wollen mich also anzeigen, weil ich Sie bat, die Maske aufzusetzen?“
Sie begann wieder mit ihren Lügen und redete sich in Rage.
Das Intervenieren meiner Frau und mir, dass ich niemanden bedroht hätte, schien niemanden zu beeindrucken.

Die „Chefin vom Dienst“ forderte sogar eine Entschuldigung von mir, was ich ablehnte, da die Frau mich beleidigt hatte.

Ich machte ein Eingeständnis: „Wenn Sie aufhören, zu behaupten, ich hätte ihr Kind bedroht, bin ich zu einer beidseitigen Entschuldigung bereit.“
Da die „Chefin vom Dienst“ meinte, die Frau würde nichts einfach erfinden, ließen wir unseren Einkauf stehe und verließen den Supermarkt.

Ein schwarzhaariger Mann mit Vollbart und Maske rief uns hinterher, wir kämen nicht raus.
Dieser Mann war auch ein Knallzeuge. Er provozierte uns schon, als wir dort standen.
Meine Frau und ich forderten, dass er bitte gehen solle, da er eindeutig kein Zeuge war.
Ich schlug vor, dass eine Mitarbeiterin sich unsere Version anhören solle und die „Chefin vom Dienst“ bei der Frau bleiben solle. Die Frau wollte den Mann bei sich behalten, da sie sich laut ihren eigenen Worten sicher fühlte bei ihm.
Die Mitarbeiterin sagte, sie wäre nicht dabei gewesen, als etwas passiert wäre, aber der Frau glaube.

Ich versuchte es nochmal mit dem Kompromiss der gegenseitigen Entschuldigung, doch sie lehnte ab, ebenso die „Chefin vom Dienst“.

Da wir uns von dem „Leibwächter“ der Frau bedroht fühlten, gingen wir auf Ankündigung.
Niemand hielt uns zurück.


Nach solchen kuriosen Namensgebungen wie „Jahresendfest“ für Weihnachten oder „Sonne-Mond-und-Sterne-Fest“ für den Sankt-Martins-Umzug wundert es niemanden mehr, dass sich die „obersten Moralwächter“ auch etwas für Karneval einfallen lassen haben.

In manchen Kindergärten und –tagesstätten darf sich aus Gründen der „Kultursensibilität“ nicht mehr verkleidet werden.
In einigen ist dies erlaubt, aber den Eltern wird dargelegt, dass sie bei den Kostümen ihrer Kinder darauf achten, dass sich „kultursensibel“ sind.
Das bedeutet, dass sich Kinder aus „Rücksichtnahme auf andere Kulturen und dergleichen“ nicht als Scheichs, Inder oder als Indianer anziehen dürfen.

Bei den Indianern steckt dahinter, dass diese unterdrückt worden seien und immer noch stellenweise sind.

Ich hatte diese Thematik in sozialen Onlinenetzwerken diskutiert.

Kurios wurde es, als sich mein Freund Robert Alan Packard zu Wort meldete:

„Forget political correctness.
Ⅰ am an american indian, a Sioux.
No one of us feels offended when a child is dressed like an indian.“

Bildquelle: Pixelio – Gänseblümchen


 
 

Die illustre Gesellschaft ist in diesen Bewegt-Bildern zu sehen.

 
 


Steampunk

Am 7.6.2020 findet in der Villa Rustica wieder das Steampunk-Picknick ab 12:00 Uhr statt.
Besucher sind herzlich eingeladen, sich unter die Zeitreisenden zu mischen und mit ihnen zu plaudern und deren Welt kennenzulernen.

Jeder ist willkommen, mit oder ohne Gewandung.

Ende des ersten Jahrhunderts nach Christus wurde Südwestdeutschland durch das Römische Reich in Besitz genommen. Es entstanden Kastelle, Städte und Gutshöfe (Villae Rusticae). Am Hang über dem heutigen Ort Hechingen-Stein wurde dieser Gutshof gegründet.
Um 260 nach Christus hat sich das Römische Reich dann aus dem rechtsrheinischen Gebieten zurückgezogen. Auch in Stein verließen die Bewohner die Anlage.

Zum Steampunk-Picknick am 7.6.2020 sind neben Zeitreisende alle Gewandeten eingeladen, wie aus dem Mittelalter, Kelten, Alemannen, Wikinger, Römer, Cosplayer und viele mehr.

Es gilt der reguläre Eintritt der Villa Rustica.

Bei Facebook kann man sich anmelden zum „2. Steampunk-Picknick in der Villa Rustica“.
Nichtmitglieder von Facebook können sich über nachfolgendes Formular anmelden.
Eine Anmeldung ist nicht Pflicht und auch nicht bindend.


Am 23.6.2019 fand am Schloss Karlsruhe das „6. Nordbadische Steampunk-Picknick“ statt.

Die Gilde der Zeitreisenden traf sich zu 12 Uhr mittags ´, baute die mitgebrachten Sachen wie Tisch, Stühle und vieles mehr auf und alles zusammen nahmen danach das gemeinsame Picknick ein.
Jedes Jahr findet dieses wie viele andere „traditionelle“ Veranstaltungen statt.

Nach der Ansprache vor dem Schloss und dem obligatorischen Gruppenfoto zog der „Tross“ zum Picknick-Platz.
Dieses Jahr war der Bereich locker umzäunt mit Kordeln und Wimpeln, die leider notwendig waren, da im vorigen Jahr Passanten über Decken und ähnlichem gelaufen waren.

Zuerst gab der Autor Christian von Aster eine Lesung.

Anschließend trat die beliebte Steamfolk-Band „Tales of Nebelheym“ auf. Sie machte mehrere Pausen, um dann wieder Balladen und Lieder zum besten zu geben.

Bei der Fahrt mit dem Zug wurde dieser von der Zeitpolizei auf offener Strecke angehalten.
Das Gaunerpärchen Parker und Barrow versuchte noch, aus dem Zug zu springen und wegzulaufen, doch die Zeitpolizei kennt keine Gnade, besonders, wenn Personen als „Dead or Alive“ gesucht werden.
Diesmal war es dann doch „Dead“ und nicht „Alive“.

Das „6. Nordbadische Steampunk-Picknick“ war ein Riesen-Erfolg!

Wir sagen vielen herzlichen Dank!

Bilder von Graf Lupus und Gallus vom Zeitsee.

„In der D-Mark-Zeit hat jede Bank Geld gewechselt“, sagte die alte Frau zu mir, „Und man bekommt auch nichts mehr zu kaufen. Regen-Pelerinen gibt es nicht mehr. Die gab’s in der D-Mark-Zeit überall für zwei Mark.“
Als nächstes sagt sie mir, dass eine Busfahrkarte „in der D-Mark“ nur achtzig Pfennig gekostet habe und jetzt knapp einen Euro: „Und das sind zwei Mark.“.

Wer kennt diese – nicht nur alten – Menschen nicht, die immer und immer wieder Euro-Preise in Deutsche Mark umrechnen, um zum Beispiel zu wissen, dass der Preis einer Pizza, die 4,50 Euro kostet, in D-Mark neun Mark sei.

Und das ist teuer!

Was bezwecken diese Menschen damit? Was hat man davon, wenn man seit der Einführung des Euros Preise in die nicht mehr existente Währung Deutsche Mark umrechnet?

Es ist die Erinnerung an die „gute alte Zeit“, von der man vermeintlich glaubt, sie wäre besser gewesen.

Nach der Jahrtausendwende war vielleicht einiges besser, vielleicht das eigene Leben noch in Ordnung. Knapp 17 Jahre später hat sich vieles geändert, womit sich viele nicht zurechtfinden. Die Umrechnung hat keine Bewandtnis, außer dem Sich‑Ärgern, dass alles irgendwie besser, schöner, toller etc. war.
Das Festhalten am Alten kann weh tun!

Das Fatale an der Umrechnung DM zu Euro ist, dass die Leute die DM-Preise von (vor) 2002 nehmen und diese mit den nun aktuellen vergleichen.
Ein Liter Diesel, der Ende 2001 noch 90 Pfennig gekostet hatte, kostet nun 1,20 Euro. Das ist umgerechnet, das ca. Zweieinhalbfache, doch die Löhne sind auch seit Ende 2001 gestiegen.

Nach dem Ersten Weltkrieg kostete ein Brötchen zwei Pfennige, heute liegen wir bei 40 Cent.

Das ist das Achtzigfache! 

Bildquelle : Pixelio.de/Grossi1985 (M. Grossmann)

Roll over Beethoven

„Der Betrug, der hüllt sich täuschend ein in große Worte und in der Sprache rednerischen Schmuck.“

Friedrich Schiller

Roll over Beethoven

„Wer jetzt noch den „Spiegel“ liest, ist entweder Angehöriger, dumm oder wird erpresst.“

Roll over Beethoven

„Liebe ist, vom andern den Schnupfen zu bekommen.“

Kim Grove

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