Geologie

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Sehr geehrter Herr Tolzin aus Herrenberg-Kuppingen,
gestern musste ich erstaunt feststellen, dass sich in meinem Briefkasten trotz Aufkleber „Keine Werbung, … , keine sonstigen Blätter“ plötzlich einer Ihrer Flyer befand.

Er trägt die Überschrift „Kreis steht auf.“.

Ich habe mich gefragt, wie es Ihnen als informierter Bürger, Journalist und Bürgerrechtler passieren konnte, dass dort „Kreis“ und nicht „Landkreis“ stand.

Vielleicht läuft man in Kuppingen auf der Widdersteinstraße ja im Kreis, so wie Sie Ihre Argumentation immer wiederholen, als wenn Sie im Kreis laufen oder sich in einer niemals enden wollenden Schleife ohne Wiederkehr befinden. Die Widdersteinstraße hat bekanntermaßen einen Ausleger, der in eine Sackgasse endet und davor ist eben der Kreis, der einen Rund in rechteckiger Form gleicht.
Wenn man nur immer rechts herumläuft, kommt man nicht heraus.
Vielleicht befindet sich im Schwerpunkt die „Deutsche Mitte“.

Wie dem auch sei!

Verrannt haben Sie sich allemal!

„Kreis steht“ … jedenfalls nicht auf.

Es sind, einige Leute, die wissenschaftliche Erkenntnisse nicht wirklich verstehen oder aus einem Schutzreflex heraus die Wahrheit nicht sehen wollen.
Vielleicht steht ja der „Kreis“ in der Widdersteinstraße auf, also die, die in diesem Rechteck wohnen und wegen eines möglichen Rechtsdralls nicht mehr herauskommen.
Ich muss übrigens sagen, dass ich die Widdersteinstraße erst auf der Landkarte nicht gefunden habe, da ich aufgrund Ihrer Aussagen und Argumentation darauf hereingefallen war, dass es „Widerstandstraße“ geheißen haben könnte.

Auf der Vorderseite des Flyers ist eine ganz tolle Grafik zu sehen, die die Intensivbettenbelegung zeigt.
Dabei ist Ihnen beziehungsweise ihrem Freund Schiffmann aber der Fehler unterlaufen, dass dies zwei Statistiken sind, die andere Anfangsanforderungen und Betrachtungsräume haben.
Man kann nicht die Verteilung und Belegung der Intensivbetten über ganz 2019 mit der Belegung über die Zeit des Anstiegs der Corona-Infizierten im Spätherbst 2020 vergleichen.

Das müssen Sie doch gewusst haben, denn Journalisten müssen ja Statistiken verstehen können, weil es zum Handwerk gehört!

Ganz oben auf der Vorderseite geht es um den PCR-Test.
Der PCR-Test, der auf das Corona-Virus geeicht ist, kann nur anzeigen, ob ein Corona-Test „positiv“ oder „negativ“ ist.

Das wissen Sie als ehemaliger „gesundheitspolitischer Sprecher“.

Dann kommen Sie auf den sogenannten „CT-Wert“ zu sprechen.

Sie vergessen aber dabei, dass ein Vermehrungszyklus von unter 30 – CT-Wert unter 30 – darauf schließen lässt, dass der, von dem die Probe genommen wurde, infektiös ist.
Dann weisen Sie darauf hin, dass der PCR-Test auch Erbmaterial und vieles andere erkennen kann.
Das stimmt, denn der PCR-Test ist nur eine Verfahrensbeschreibung.
Er kann eingesetzt werden, um alle möglichen Gen-Ketten, Viren und vieles mehr wie Erbkrankheiten oder schwere Krankheiten erkennen.

So gibt es zum Beispiel einen PCR-Test, der auf das Corona-Virus geeicht ist.

Zu Beginn war der Test fehleranfälliger, Das geben auch Experten zu. Inzwischen ist er aber sicher, weil Biologen bessere Kriterien entwickelt haben, wie sie das Virus in einer Probe sicher finden können: Eine Genregion – sei sie noch so corona-typisch – reicht nicht aus. Es muss eine zweite positiv anschlagen. Das ist wie bei der Fahndung nach einem Verdächtigen. Er kann nicht nur anhand der Augenfarbe überführt werden, auch seine Fingerabdrücke müssen stimmen.

Es ist aber so – das muss ich Ihnen nicht erklären – , dass neuerdings drei Sequenzen gefunden werden müssen. Wenn alle drei „positiv“ ausschlagen, ist der Patient positiv an Corona (Covid) erkrankt.
Wenn nur eine Sequenz „positiv“ detektiert wird, muss man weitersuchen oder es kann nach 50 Vermehrungszyklen abgebrochen werden.

Zwei „Richtige“ bedeutet übrigens „schwach positiv“.

Bei einem „Richtigen“ wird sehr oft angeordnet, den Test wiederholen zu müssen.

Die Teste können übrigens keine „sonstigen Dinge“ erkennen, da sie dafür (nicht) geeicht oder ausgelegt sind, Corona zu erkennen.

Jedem steht laut Artikel 5 des Grundgesetzes zu, sich überall zu informieren, wo man will.

Das machen Sie ja auch, Herr Tolzin.

Sie schauen gerne Servus-TV, wie ich dem Flyer entnehmen kann.
Bei Servus-TV darf Herr Bhakdi behaupten, dass die Pandemie zu Ende sei, auch wenn in momentan von einem Tag auf den nächsten ungefähr 25 000 Menschen neu am Corona-Virus erkranken und grob überschlagen 600 sterben.

Weltweit gehen die Corona-Infizierten in Richtung 80 Millionen, die Todesfälle sind bei mehr als 1,7 Millionen.

Bei momentan 524 065 Neufällen weltweit kann man von einem Ende der Pandemie sprechen.
Das gestattet ja Artikel 5.
Man muss sich dann nur fragen lassen, ob man noch in dieser Realität beheimatet ist.
Über circa 500 000 tägliche neuinfizierte Menschen hinwegzusehen, fällt schon in die Kategorie „Menschenverachtung“.

Diese Aussage darf ich machen, wegen Artikel 5.

Au der aufgeschlagenen Innenseite des Flyers folgen QR-Codes mit Gruppen wie „Eltern stehen auf“ und „Expertengruppen“.
Diese Expertengruppen verweisen auf andere Expertengruppen, die wieder auf die vorigen verweisen.
„Experte A“ hat sein Wissen von „Experte B“, der dies wiederum von der Webseite von „Experte A“ hat.

Das ist so, als wenn der Paketbote in der Widdersteinstraße beim Nachbarn von Ihnen ein Paket abgeben hätte und sich die Nachbarn Meier und Müller immer daraus einen Spaß mit Ihnen machen, Sie immer wieder von Meier nach Müller und zurück zuschicken, weil diese immer wieder sagen: „Der hat das Paket.“.

Irgendwann würden Sie aber merken, dass man Sie hochgenommen hat oder zumindest, dass etwas nicht stimmt.

Nun kommt das schon zigmal widerlegte Wissen, dass Masken schädlich seien.
Es wird in Videos gezeigt, dass sogenannte CO2-Messgeräte Alarm schlagen, wenn man (aus)atmet. Diese Geräte alarmieren, wenn der CO2-Gehalt über 10 000 ppm gemessen wird. In der Luft, die man ausatmet, sind aber schon 40 000 ppm vorhanden.

Messungen von Lungenärzten haben zudem mehrfach ergeben, dass der Sauerstoffgehalt beim Atmen unter der Maske nicht sinkt und der Kohlendioxidgehalt (CO2) nicht steigt.

Angeblich halten Masken nichts zurück.

Dann können diese ja auch kein Sauerstoff zurückhalten. Sauerstoff ist wesentlich kleiner als ein Virus.
Ein Kohlendioxid-Moleküle hat nur ein Atom mehr als ein Sauerstoff-Molekül.
Man muss bei der generellen Aussage „Masken halten nichts zurück.“ unterscheiden, ob man ische oder selbst-gehäkelte Masken meint.

Jetzt kommt auf der hintersten Seite das Infektionsschutzgesetz zur Sprache..
Die dritte Variante heißt übrigens „Drittes Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite“ und nicht „Ermächtigungsgesetz.“.
Das Ermächtigungsgesetz gab – salopp gesagt – den Nazis die Möglichkeit, Gesetze ohne Zustimmung des Parlaments abzuschaffen oder neue zu erlassen.

„Das dritte Gesetz …“ legt die Grundlage, dass das Parlament in jede Einscheidung mit eingebunden werden muss, wenn etwas entschieden wird, das zum Beispiel die Corona-Krise betrifft.
Die Ministerpräsidentenkonferenz wie vor dem „zweiten Lockdown“ war so etwas. Jedes Landesparlament musste ratifizieren und zustimmen.
Das nennt man „parlamentarische Kontrolle“.

Das muss man aber einem Ex-Mitglied der „Deutschen Mitte“, wie Sie es sind, nicht erklären. Zudem waren Sie dort „gesundheitspolitischer Sprecher“, bevor Sie aus der Partei „entfernt“ wurden.
Kann ja mal passieren.
Man muss nicht darauf verweisen, dass diese Partei rechtskonservativ ist, man kann dies aber tun.
Diese Partei unterstützt die „Germanische Neue “, die als Scharlatanerie bekannt ist, aber Schwamm drüber!

Sehr geehrter Herr Tolzin,
nun bin ich gespannt, ob und wenn, wie Sie (gegen)argumentieren.

Mit freundlichem Gruß aus

Dietmar Schneidewind

P.S.: Alle Fakten und auch Ihre Adresse habe ich aus dem oben genannten Flyer, der Sie als Verantwortlicher nennt. Dort kann jeder diese Angaben nach.

Seit heute kann man sich die Corona-Warn-App der Bundesregierung beziehungsweise des Robert-Koch-Instituts herunterladen.

Da die Corona-Warn-App sehr schlecht kommuniziert wurde, fragt man sich, wie sie denn funktioniert.

Der Benutzer der App erhält eine Zufallszahl als Identifikation, die nur auf seinem Handy gespeichert wird. Wenn sich nun Benutzer begegnen, tauschen die Handys die anonymen Zufallszahlen (Identifikationen) aus.
Dazu muss auf dem Handy Bluetooth eingeschaltet sein.
Diese werden zwei Wochen gespeichert und danach gelöscht.

Die Reichweite einer Bluetooth-Verbindung ist abhängig davon, welche Variante benutzt wird. Variante 1 kann maximal einhundert Meter auf freier Fläche (!) abdecken, Variante 2 fünfzig und Variante 3 zehn Meter.

Wenn nun ein Benutzer in diesem Zeitfenster von zwei Wochen – die Inkubationszeit (maximale Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch einer Krankheit) – auf Corona (Covid-19) positiv getestet wird, bekommt diese Person nun eine Zahlenkombination. Die kann er freiwillig in die App eingeben. Die App identifiziert ihn dadurch als Corona-Infizierten.

Dann passiert Folgendes.

Das Handy des Corona-Infizierten sendet nun an alle, die dieser Person in den letzten zwei Wochen begegnet sind, eine Mitteilung, dass man einen Corona-Test machen solle.
Weil man ja in den letzten zwei Wochen im Kontakt mit einem Infizierten war, hätte man sich ja anstecken können.

In der App werden nur anonyme gespeichert.

Laut dem TÜV ist die App schutzkonform.

Weil in Cafés und anderen gastronomischen Betrieben Hygieneregeln eingehalten werden müssen, nehmen manche – wie man auf dem obigen Foto sieht – einen sogenannten „Hygieneaufschlag“.
Sie rechtfertigen diesen damit, dass wegen der Hygieneauflagen mehr Kosten anfallen.

Dass das Foto auf dem Kassenbon nicht zeigt, wo es stattgefunden hat, wird damit begründet, dass einem zur Last gelegt werden könnte, Geschäftsschädigung zu betreiben.
Das widerspricht aber den Tatsachen.
Ein Café berechnet diesen Aufschlag und dies kann man auch so kommunizieren.

Wenn dies Geschäftsschädigung wäre, dürfte das Café den „Aufschlag“ nicht nehmen.

Möglicherweise ist es auch ein Fake.

Jedes Jahr im Frühling geht das Gezeter wieder los …
Unsere freiheitsliebenden mit den zwei Rädern rasen wieder durch Städte, Dörfer, die und so weiter.


Sie wollen raus, weil sie den ganzen Winter über eingesperrt waren.

Freitheit!

Noch bevor Euer erstes „Argument“ kommt, wie es immer kommt, möchte ich Euch den Wind aus den Segeln nehmen.

Ich fahre auch Motorrad.

Und mir geht Euer Gezeter mächtig auf den Geist.

Wind um die Nase – geschenkt!

Bis jetzt konnte ich noch nicht herausbekommen, was daran „Freiheit“ ist, wenn wie irre durch die Städte gefahren wird, man den Motor zum lauten Heulen bringt und sich vordrängelt bei roten Ampeln, um ganz vorne zu stehen.

Und dann Eure Hypersensibilität!

Beschwert man sich, dass Ihr rücksichtslos seid, ruft Ihr, dass diese Personen keine Ahnung haben und nur etwas gegen Motorradfahrer haben!

Ja, sie haben etwas gegen Euch rücksichtslose Motorradfahrer.

Zu jeder habt Ihr ja ein passendes „Gegenargument“ und wenn es noch so weltfremd ist!

Wenn auf der Autobahn Stau ist, muss man notgedrungen warten.

Ihr fahrt – weil Ihr es könnt (!!!) – durch sie oder neben den Autoschlangen her, was laut Straßensordnung nicht erlaubt ist.
Ihr sagt, dass es heiß sei unter der „Lederkombi“ und niemand verlangen könnte, dass Ihr so lange mit der Lederkleidung in der prallen Sonne steht.
Ihr malt dann aus, dass Ihr „überhitzt“ und ein Kreislauf‑ oder Was-auch-immer-Kollaps drohe.
Ich trage auch Lederkleidung beim Motorradfahren und ich habe regelkonform im Stau gestanden, ohne zu kollabieren.
Und das nicht nur einmal.

Ihr erzählt dann, dass es ja nicht nur die Sonne ist, die Euch zu schaffen macht.
Von oben brennt die Sonne. Der Motorblock ist auch heiß. Dazu kommt noch, dass die Straßen sehr heiß werden.
Diese drei Hitzequellen würden Euch fast umbringen.

Das hieße, dass ich mir von der sengenden Hitze des Motorblocks die Beine verbrennen müsste, weil dieser immer da ist.
Wenn jemand im Sommer barfuß geht, verbrennt er sich nicht die Fußsohlen. Bei Schuhen schmelzen auch nicht die Sohlen.

In der Sonne zu stehen, ist nicht schön, auch nicht mit dem Fahrrad, aber man hält es aus.

Es gibt übrigens keine Statistiken, die belegen, dass Motorradfahrer einen „Kollaps“ bekommen haben von der Sonne und es deshalb zum Unfall gekommen ist.
Die Unfälle passieren, weil man die Maschine aufdreht und irgendwann nicht mehr reagieren kann.

Wenn Motorradtreffs stattfinden, steht Ihr mit Eurer „Lederkombi“ in der Sonne und palavert.
Es wird dann nicht zu heiß.

Auf der Autobahn „überhitzt“ Ihr ja angeblich und müsst weiterfahren, damit Euch der Wind abkühlt.
So langsam, wie Ihr Euch durch die Autoschlangen drängelt, erzeugt Ihr definitiv keinen Fahrtwind.

Wenn Autofahrer Euch sagen, dass Ihr gar nicht bei Staus weiterfahren dürft, kommt Ihr mit dem Argument, dass Ihr das dürft.

Der Unterschied ist, dass Ihr meint, das zu dürfen.

Das Argument, in den Niederlanden dürften Motorradfahrer mit Warnblinkanlage durch den Stau fahren, habt Ihr Euch ausgedacht, um Euch zu rechtfertigen.

Diese Regelung gibt es nicht laut ansässigem sministerium.

Eigentlich liefert Ihr Euch selbst schon das Gegenargument.

Denn wenn es in den Niederlanden erlaubt wäre, heißt es nicht, dass man es in auch dürfte.

Wenn Motorradfahrer „überhitzen“ würden, wenn sie warten müssten, würde es so sein, dass Motorradfahren aus gesundheitlichem Gründen verboten würde.

„Bitte nehmt auf Motorradfahrer Rücksicht!
Sie sind den ganzen Winter nicht gefahren und müssen sich erst wieder ans Fahren gewöhnen.“

Diesen Appell findet man jedes Frühjahr in diversen Foren, Websites et cetera.

Wenn man im Winter nicht fahren konnte, fährt man in der Regel langsam und vorsichtig, um erstmal wieder ein Gefühl dafür zu bekommen. Dann kann man sich langsam steigern.
Zumindest mache ich es so.

Übrigens … Winter …

Wenn jemand im Winter Motorrad fährt, hat er noch nie gesagt, dass er erfriert, wenn er dann schnell fährt oder am Stau „vorbeizieht“.

Wenn es stimmen würde, dass die Sonne so schlimm wäre für einen „Kollaps“, müssten die wenigen, die im Winter fahren, gesittet fahren, und zum Beispiel im Winter im Stau stehen bleiben.
Es könnte ja nichts „überhitzen“.

Wenn Motorräder verunglücken, ist laut Polizeibericht im überwiegend großer Zahl der Motorradfahrer schuld.
Motorräder, die aus Kurven geflogen sind, waren zu schnell.

Das „wilde“ Gebühren der rücksichtslosen Motorradfahrer wird dadurch impliziert, dass bei Radar‑ und Geschwindigkeitskontrollen von vorne gemessen wird.
Motorräder haben die Nummernschilder hinten.

Warum sprechen sich denn so viele von Euch dagegen aus, dass vorne in irgendeiner Form ein Nummernschild sein soll?

Platz könnte man schaffen für ein kleines Schild.
Zudem sind die Kameras für die süberwachung schon sehr gut, dass man auch kleine Nummernschilder erfassen und auswerten könnte.

Mir als rücksichtsloser und regelkonformer Motorradfahrer fällt es nicht schwer, sich an die Straßensordnung zu halten.
Dann sollte es anderen auch nicht schwerfallen.

Die Gesundheitsminister der Europäischen Union haben entschieden, dass die Produktion von Arzneimittel verstärkt in stattfinden soll.


Im Zuge der Corona-Pandemie und der dadurch bedingten stockenden bis stillstehenden Produktion in Fernost fehlten viele Arzneimittel.

In den vergangenen Jahren sind die Kosten für Arzneimittel sehr gestiegen.
Bedingt dadurch wurde auf Alternativen von Markenarzneien gesetzt, den sogenannten Generika.

Dies sind Mittel, die den gleichen Inhaltsstoff enthalten wie zum Beispiel ein Markenprodukt, in der Regel aber wesentlich billiger sind.

Da es über Jahre nicht gelang, Preise zu drücken, wurde die „Aut-Idem-Regelung“ eingeführt.

Apotheker sind verpflichtet ein vom Arzt verschriebenes Medikament gegen ein Generikum oder ein anderes wirkstoff‑ und mengengleiches Arzneimittel auszutauschen, wenn dieses preisgünstiger ist.
Der Arzt kann diese Regelung in Ausnahmefällen auf dem Rezept revidieren.

Bedingt durch diesen Preiskampf mussten Pharmaunternehmen billiger produzieren und verlagerten ihre Produktionsstandorte erst nach Ost, später nach Fernost.

Nun wurde der Markt durch die Corona-Krise so gut wie leergefegt, da der Nachschub für wichtige Arzneimittel fehlte.

Die EU-Gesundheitsminister haben eine richtige Entscheidung gefällt, Anreize zu schaffen, dass Arzneimittel wieder in hergestellt werden, um so aus der Abhängigkeitsschlinge Fernosts zu kommen.

Zumindest hat die Corona-Krise einige Personen zum Nachdenken und Handeln bewegt.

Unterwegs in der Nachbarstadt ging ich kurz dort in einen Lebensmittelmarkt hinein, um mir etwas zum Frühstück zu kaufen.
Im Markt waren die Menschen sehr gesittet, doch an der zweiten Kasse neben mir erkannte ich den Corona-Ignoranten wieder.

Er trug den Mundschutz t herum. Dazu kam noch, dass er wie bei meiner ersten Begegnung mit ihm, die Nase freihatte.

Die Kassiererin war ihm ausgeliefert, zumal er auch noch seinen Kopf von der Seite in die Plexiglasverkleidung hineinsteckte und ihr noch sehr nah kam.

Die Kassiererin sagte ihm mindestens dreimal, dass er hinter der Verkleidung bleiben solle, doch das interessierte ihn nicht die Bohne.
Er redete und redete, zog ab und zu an seinem Mundschutz und verrhielt sich asozial.
Eine Person von der Kasse neben mir war fertig und ging ziemlich lautstark zu ihm.
Er sagte zu ihm, dass man den Mundschutz über Mund und Nase tragen solle, um sich und andere zu schützen, er solle auch zwei Meter Abstand zu anderen halten.
Er verwies auf die Anschläge vor dem Eingang.

„ja, ja, hundert Meter!“

Dieses dumme Geschwafel kannte ich schon, als ich ihn im Lebensmittelladen nahe meiner Wohnung vor ein paar Wochen traf und ihn zurechtwies.

Ich tat so, als schaue ich mir die Kontrollwaage außerhalb des Kassenbereichs an und hörte zu.

Das Gespräch zwischen den beiden verlief genauso wie ich es schon kannte.
Der Corona-Ignorant hörte nicht zu und dachte auch nicht über das, was der andere Mann nicht gerade leise sagte nach und kommentierte generell wie eine hängengebliebene Schallplatte: „Ja, ja, hundert Meter!“.

Al ich langsam ging, hörte ich den Mann ziemlich aggressiv zu dem Corona-Ignoranten sagen: „Hoffentlich bekommen Sie Corona. Dann können Sie hundert Meter vor dem Krankenhaus warten.“

Seit dem 23.3.2020 gibt es Ausgangs‑ und Kontaktbeschränkungen, um die Corona-Pandemie einzudämmen.
Etwa sieben Wochen später gibt es langsam Lockerungen, allerdings mit Beschränkungen.

Was hat sich eigentlich in den Köpfen der Menschen getan?

Ich höre seit Wochen nur das Klagen vieler, die sich Sorgen um ihre Existenz machen. Sie fordern vom Staat Hilfen, um nicht pleite zu gehen und um sich über Wasser halten zu können.
Nach den ersten Lockerungen durften Geschäfte wieder (beschränkt) öffnen, Friseure dürfen wieder an die Haare und vieles mehr.

Durch den sogenannten “Lockdown” sind die Zahlen der täglich Neuinfizierten sehr geschrumpft, was erst möglich gemacht hat, dass jetzt wieder langsam und kontrolliert mit starken Hygiene‑ und Verhaltensregeln in die normale Bahn zurückgekehrt werden kann.

Jeder fordert nun, dass am besten alles so sein solle, wie vor dem Ausbruch der Seuche.

Hat niemand darüber nachgedacht, ob es sinnvoll wäre einfach so weiterzumachen?

Ich habe bei dieser Frage nicht im Hinterkopf, dass durch die Aufhebung der Beschränkung eine neue Welle von Neuinfizierten über uns kommen könnte, sondern ich meine, ob es ratsam ist, weiter nur ein Hamster im großen Laufräderwerk eines Systems mit der Devise “Immer mehr, immer schneller, immer größer” sein.

Während und in der stillen und nicht so stressigen Zeit der Corona-Krise habe ich viel nachgedacht und denke viel nach.

Das “Immer mehr, immer schneller, immer größer” hat uns nichts gebracht.
Es hat uns aber gerade zur Corona-Krise gezeigt, wie zerbrechlich doch alles ein kann, wie sensibel alles reagiert, wenn plötzlich etwas Unvorhersehbares passiert.
Unser ach so gelobtes ssystem mit den riesigen Renditen, dem hohen Mehrwert (für alle) streckt nach knapp zwei Monaten die Flügel und vegetiert vor sich hin. Die Agonie im Nacken schreit es nach Hilfe, obwohl es nie denen geholfen hat, die es verletzt oder gebrochen hatte. Es krächzt nach Boni, nach Geld, obwohl es geizig ist und sich nie um andere gekümmert hat.
Der abgestürzte leidende Vogel kommt angeblich nicht mehr von alleine hoch, wenn der Staat nichts tut.
Konzerne streichen immer höhere Gewinne, aber entlassen aus Kostengründen die Menschen, die dafür gesorgt haben, dass diese Gewinne erst möglich waren.

Dämmert es niemanden?

Als gerade der sogenannte Lockdown beschlossen und kommuniziert wird, melden Unternehmen Kurzarbeitergeld, weil sie wussten und wissen, dass ihre “spolitik” nur von kurzer Dauer war.
Und, weil sie ihre Gewinne mit niemandem teilen wollen. Sie sind nicht bereit, etwas abzugeben.

Wenn wir so weitermachen, werden finanzielle Lohneinbußen auch bei Vollbeschäftigung kommen, weil die Konzerne ja “leben” müssen. Dazu kommen viele Arbeitslose, weil die Konzerne nicht mehr soviel beschäftigen können. Die übriggebliebenen müssen dann eben mehr und schneller produzieren.
Alles im Sinne der Unternehmen und deren Gewinne!

Jetzt ist es Zeit zu verändern.

Gestern hatte ich mich zu Recht darüber mokiert, dass Fußballer auf Corona (Covid-19) getestet werden, was das Zeug hält.
Über Nacht kamen bei diversen sozialen n schon die Reaktionen der Fußball-Fans.

Viele verstanden meine Abscheu und meinen Unmut und stimmten mir zu, dass es eine „Schweinerei“ sei, dass Fußballer bei beziehungsweise vor jedem Training getestet würden.

Auch Fußballbegeisterte lag es schwer im Magen, dass es eine „Zwei-Klassen-“ gäbe und dass die Bundesligen sich bei dieser Praktik (moralisch und ethisch) mehr Schaden zufügten, als es ihnen nutzen würde.

Das war der große Tenor.

Zwei Personen fielen mir besonders auf.

Sie verharmlosten die Sache und wiesen darauf hin, dass es seit kurzem 40 Prozent mehr Corona-Test gäbe.
Auf nicht nur mein Dagegenhalten, dass diese 1724 Test der Fußballer aber an anderer Stelle fehlten, zum Beispiel beim Krankenhauspersonal, wurden Fakten aus einem anderen Beitrag aufgelistet, weswegen es „nicht nötig sei“, diese zu testen. Dies war allerdings nicht die Aussage des Beitrags.
Sie stellten die Wichtigkeit des Fußballs in unserer Gesellschaft dar und sahen es trotz Gegenargumente vieler anderer Diskutanten als richtig an, weil man Fußballer schützen müsse.
Ein Diskutant meinte, im Gegenschluss müsste man fordern, dass das Krankenhauspersonal analog zum Fußball jeden Tag getestet werden müsse. Schließlich sei Training so etwas wie Arbeiten.
„Nein!“, argumentierte der Fußballbesessene, dies könne man aus lichen Erwägungen nicht tun, weil Corona-Tests schließlich teuer seien.

Obwohl ich nur mitge hatte, klinkte ich mich genau an diesem Punkt ganz aus.

Ab morgen gilt in fast allen Bundesländern die Maskenpflicht.
Diese ist notwendig, da nach den Ausgangsbeschränkungen und Kontaktverboten, peu a peu wieder Geschäfte öffnen dürfen.

Aber wie immer es ist, gehen diese langsamen Öffnungen vielen nicht weit genug. Wenn es nach manchen geht, kehrten wir dorthin zurück, wo wir vor den Beschränkungen aufgehört haben.

Durch die Beschränkungen sind die Neuinfektionen mit dem Corona-Virus erst zurückgegangen.

Am Anfang der Beschränkungen hatten wir einen rasanten Anstieg von bis fast 6200. Aktuell sind es um 2200 Neuinfizierte am Tag.

Wenn die Geschäfte öffnen dürfen, muss man sich etwas einfallen lassen, wie man schafft, dass die Anzahl der Neuinfektionen, wenn überhaupt nur marginal, steigt.

Dies funktioniert mit erhöhter Hygiene in den Geschäften.
So muss man beim Einkaufen eine Maske tragen und zwei Meter Abstand zu anderen halten.
In der Regel gibt, dass eine Person auf zwanzig Quadratmetern Fläche kommen darf.
Das hieße, dass sich in einem Geschäft von 800 Quadratmetern 40 Personen gleichzeitig aufhalten dürften.
Zusammen mit einer Maske, dem sogenannten Mund-Nasen-Schutz oder Mundschutz, hilft dies, dass die Ansteckung reduziert oder in Zaum gehalten wird.

Wenn es sich bewahrheitet hat, dass diese Maßnahmen das gebracht haben, was sie sollten, kann man über weitere Lockerungen nachdenken.

Die Inkubationszeit – vom Kontakt bis zum Ausbruch – bei Corona (Covid-19) kann bis zwei Wochen dauern. Dazu kommt noch die Zeit, bis der Körper die Seuche besiegt hat, von nochmal bis zwei Wochen.
Man muss also die Fallzahlen über vier Wochen anschauen, von der Ansteckung (Kontakt) bis zur Genesung.

Die ersten Maßnahmen traten Mitte März 2020 in Kraft.

In diesen wurde gefordert, dass in Gaststätten und Imbissbetrieben Tische einen Mindestabstand haben mussten und dass nur noch eine bestimmte Anzahl von Personen an ihnen sitzen durfte.
Auch gab es schon die Beschränkung von fünf Personen in der Öffentlichkeit.

Der sogenannte Lockdown, der am 23.3.2020 in Kraft trat, war nötig geworden, weil die Anzahl der Infizierten trotz alledem sehr hoch anstiegen war.

Was würde passieren, wenn jetzt die Maßnahmen verworfen würden und alles wieder geöffnet hätte und jeder wieder dorthin gehen dürfte, wo er wollte?

Dies wäre ein gewaltiger Rückschritt in eine chaotische Ansteckungszeit.

Viel mehr Menschen würden sich begegnen.
Die Ansteckung durch mehr Menschen in den Städten machte alles Erreicht zunichte.
Dann wäre ein noch massiverer „Lockdown“ die Folge.

Vielleicht gäbe es dann restriktive Öffnungszeiten für Lebensmittelläden, kontrollierte Einlassbeschränkungen und vieles mehr.
Zudem würden mehr Leute infiziert und erkranken.

Das will doch niemand.

Die Masken müssen während des Einkaufs und der Fahrt mit dem Öffentlichen Nah getragen werden.

Das kann doch in Hinblick auf theoretisch noch schlimmere Zeiten kein Problem sein.

Anzahl der Neuinfizierten zum Vortg, 24.3. – 19.4.2020

Am vorigen Mittwoch, den 15.4.2020, wurde auf der Bundespressekonferenz gesagt, dass das Verhältnis zu Neuinfizierten zu genesenen erstmals gesunken sei.


Da gleichzeitig durch die Ausgangs‑ und Kontaktbeschränkungen die Anzahl der Neuinfizierten zu denen des Vortags gesunken sei, könne man lediglich von einem fragilen Etappenziel sprechen.

Die Bundesregierung beschloss daraufhin „leichte Lockerungen“.

So dürfen zum Beispiel unter anderem Geschäfte bis 800 Quadratmetern und Friseure wieder öffnen.
Es wurde empfohlen, in der Öffentlichkeit, wie beim Einkaufen, im Bus oder in der Bahn, Schutzmasken zu tragen.
Zudem müssen Geschäfte hohe Hygienestandards einhalten.

Dass es (momentan) diese Lockerungen geben kann, ist ein Ergebnis der Ausgangs‑ und Kontaktbeschränkungen der vorigen Wochen.

Das Wort „Lockerungen“ sagt schon aus, dass es kein direktes Rückkehren in die Zeit vor den Beschränkungen gibt.

Einige „Schlaue“ halten dies aber für einen Freibrief, wieder alles nach Belieben tun zu können.

In der Bundespressekonferenz wurde gesagt, dass mindestens alle zwei Wochen Sitzungen stattfinden, in denen die Corona-Lage neu zu bewerten sei.
Es kann passieren, dass Lockerungen wieder zurückgenommen werden, wenn es sich herausstellt, dass es wieder einen höheren Anstieg der (Neu‑) Infizierten gibt.

Es geht bei den Beschränkungen (und Lockerungen) einzig und allein darum, die Seuche Corona (Covid-19) zurückzudrängen.

Das dumme Gerede, wir befänden uns in einer Diktatur, ist völlig unangebracht.
In einer Diktatur dürfte man seine freie Meinung nicht äußern.
Die „Herrschenden“ würden nicht ihre Handlungen erklären.

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