Mathematik

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Sehr geehrter Herr Tolzin aus Herrenberg-Kuppingen,
gestern musste ich erstaunt feststellen, dass sich in meinem Briefkasten trotz Aufkleber „Keine Werbung, … , keine sonstigen Blätter“ plötzlich einer Ihrer Flyer befand.

Er trägt die Überschrift „Kreis steht auf.“.

Ich habe mich gefragt, wie es Ihnen als informierter Bürger, Journalist und Bürgerrechtler passieren konnte, dass dort „Kreis“ und nicht „Landkreis“ stand.

Vielleicht läuft man in Kuppingen auf der Widdersteinstraße ja im Kreis, so wie Sie Ihre Argumentation immer wiederholen, als wenn Sie im Kreis laufen oder sich in einer niemals enden wollenden Schleife ohne Wiederkehr befinden. Die Widdersteinstraße hat bekanntermaßen einen Ausleger, der in eine Sackgasse endet und davor ist eben der Kreis, der einen Rund in rechteckiger Form gleicht.
Wenn man nur immer rechts herumläuft, kommt man nicht heraus.
Vielleicht befindet sich im Schwerpunkt die „Deutsche Mitte“.

Wie dem auch sei!

Verrannt haben Sie sich allemal!

„Kreis steht“ … jedenfalls nicht auf.

Es sind, einige Leute, die wissenschaftliche Erkenntnisse nicht wirklich verstehen oder aus einem Schutzreflex heraus die Wahrheit nicht sehen wollen.
Vielleicht steht ja der „Kreis“ in der Widdersteinstraße auf, also die, die in diesem Rechteck wohnen und wegen eines möglichen Rechtsdralls nicht mehr herauskommen.
Ich muss übrigens sagen, dass ich die Widdersteinstraße erst auf der Landkarte nicht gefunden habe, da ich aufgrund Ihrer Aussagen und Argumentation darauf hereingefallen war, dass es „Widerstandstraße“ geheißen haben könnte.

Auf der Vorderseite des Flyers ist eine ganz tolle Grafik zu sehen, die die Intensivbettenbelegung zeigt.
Dabei ist Ihnen beziehungsweise ihrem Freund Schiffmann aber der Fehler unterlaufen, dass dies zwei Statistiken sind, die andere Anfangsanforderungen und Betrachtungsräume haben.
Man kann nicht die Verteilung und Belegung der Intensivbetten über ganz 2019 mit der Belegung über die Zeit des Anstiegs der Corona-Infizierten im Spätherbst 2020 vergleichen.

Das müssen Sie doch gewusst haben, denn Journalisten müssen ja Statistiken verstehen können, weil es zum Handwerk gehört!

Ganz oben auf der Vorderseite geht es um den PCR-Test.
Der PCR-Test, der auf das Corona-Virus geeicht ist, kann nur anzeigen, ob ein Corona-Test „positiv“ oder „negativ“ ist.

Das wissen Sie als ehemaliger „gesundheitspolitischer Sprecher“.

Dann kommen Sie auf den sogenannten „CT-Wert“ zu sprechen.

Sie vergessen aber dabei, dass ein Vermehrungszyklus von unter 30 – CT-Wert unter 30 – darauf schließen lässt, dass der, von dem die Probe genommen wurde, infektiös ist.
Dann weisen Sie darauf hin, dass der PCR-Test auch Erbmaterial und vieles andere erkennen kann.
Das stimmt, denn der PCR-Test ist nur eine Verfahrensbeschreibung.
Er kann eingesetzt werden, um alle möglichen Gen-Ketten, Viren und vieles mehr wie Erbkrankheiten oder schwere Krankheiten erkennen.

So gibt es zum Beispiel einen PCR-Test, der auf das Corona-Virus geeicht ist.

Zu Beginn war der Test fehleranfälliger, Das geben auch Experten zu. Inzwischen ist er aber sicher, weil Biologen bessere Kriterien entwickelt haben, wie sie das Virus in einer Probe sicher finden können: Eine Genregion – sei sie noch so corona-typisch – reicht nicht aus. Es muss eine zweite positiv anschlagen. Das ist wie bei der Fahndung nach einem Verdächtigen. Er kann nicht nur anhand der Augenfarbe überführt werden, auch seine Fingerabdrücke müssen stimmen.

Es ist aber so – das muss ich Ihnen nicht erklären – , dass neuerdings drei Sequenzen gefunden werden müssen. Wenn alle drei „positiv“ ausschlagen, ist der Patient positiv an Corona (Covid) erkrankt.
Wenn nur eine Sequenz „positiv“ detektiert wird, muss man weitersuchen oder es kann nach 50 Vermehrungszyklen abgebrochen werden.

Zwei „Richtige“ bedeutet übrigens „schwach positiv“.

Bei einem „Richtigen“ wird sehr oft angeordnet, den Test wiederholen zu müssen.

Die Teste können übrigens keine „sonstigen Dinge“ erkennen, da sie dafür (nicht) geeicht oder ausgelegt sind, Corona zu erkennen.

Jedem steht laut Artikel 5 des Grundgesetzes zu, sich überall zu informieren, wo man will.

Das machen Sie ja auch, Herr Tolzin.

Sie schauen gerne Servus-TV, wie ich dem Flyer entnehmen kann.
Bei Servus-TV darf Herr Bhakdi behaupten, dass die Pandemie zu Ende sei, auch wenn in momentan von einem Tag auf den nächsten ungefähr 25 000 Menschen neu am Corona-Virus erkranken und grob überschlagen 600 sterben.

Weltweit gehen die Corona-Infizierten in Richtung 80 Millionen, die Todesfälle sind bei mehr als 1,7 Millionen.

Bei momentan 524 065 Neufällen weltweit kann man von einem Ende der Pandemie sprechen.
Das gestattet ja Artikel 5.
Man muss sich dann nur fragen lassen, ob man noch in dieser Realität beheimatet ist.
Über circa 500 000 tägliche neuinfizierte Menschen hinwegzusehen, fällt schon in die Kategorie „Menschenverachtung“.

Diese Aussage darf ich machen, wegen Artikel 5.

Au der aufgeschlagenen Innenseite des Flyers folgen QR-Codes mit Gruppen wie „Eltern stehen auf“ und „Expertengruppen“.
Diese Expertengruppen verweisen auf andere Expertengruppen, die wieder auf die vorigen verweisen.
„Experte A“ hat sein Wissen von „Experte B“, der dies wiederum von der Webseite von „Experte A“ hat.

Das ist so, als wenn der Paketbote in der Widdersteinstraße beim Nachbarn von Ihnen ein Paket abgeben hätte und sich die Nachbarn Meier und Müller immer daraus einen Spaß mit Ihnen machen, Sie immer wieder von Meier nach Müller und zurück zuschicken, weil diese immer wieder sagen: „Der hat das Paket.“.

Irgendwann würden Sie aber merken, dass man Sie hochgenommen hat oder zumindest, dass etwas nicht stimmt.

Nun kommt das schon zigmal widerlegte Wissen, dass Masken schädlich seien.
Es wird in Videos gezeigt, dass sogenannte CO2-Messgeräte Alarm schlagen, wenn man (aus)atmet. Diese Geräte alarmieren, wenn der CO2-Gehalt über 10 000 ppm gemessen wird. In der Luft, die man ausatmet, sind aber schon 40 000 ppm vorhanden.

Messungen von Lungenärzten haben zudem mehrfach ergeben, dass der Sauerstoffgehalt beim Atmen unter der Maske nicht sinkt und der Kohlendioxidgehalt (CO2) nicht steigt.

Angeblich halten Masken nichts zurück.

Dann können diese ja auch kein Sauerstoff zurückhalten. Sauerstoff ist wesentlich kleiner als ein Virus.
Ein Kohlendioxid-Moleküle hat nur ein Atom mehr als ein Sauerstoff-Molekül.
Man muss bei der generellen Aussage „Masken halten nichts zurück.“ unterscheiden, ob man ische oder selbst-gehäkelte Masken meint.

Jetzt kommt auf der hintersten Seite das Infektionsschutzgesetz zur Sprache..
Die dritte Variante heißt übrigens „Drittes Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite“ und nicht „Ermächtigungsgesetz.“.
Das Ermächtigungsgesetz gab – salopp gesagt – den Nazis die Möglichkeit, Gesetze ohne Zustimmung des Parlaments abzuschaffen oder neue zu erlassen.

„Das dritte Gesetz …“ legt die Grundlage, dass das Parlament in jede Einscheidung mit eingebunden werden muss, wenn etwas entschieden wird, das zum Beispiel die Corona-Krise betrifft.
Die Ministerpräsidentenkonferenz wie vor dem „zweiten Lockdown“ war so etwas. Jedes Landesparlament musste ratifizieren und zustimmen.
Das nennt man „parlamentarische Kontrolle“.

Das muss man aber einem Ex-Mitglied der „Deutschen Mitte“, wie Sie es sind, nicht erklären. Zudem waren Sie dort „gesundheitspolitischer Sprecher“, bevor Sie aus der Partei „entfernt“ wurden.
Kann ja mal passieren.
Man muss nicht darauf verweisen, dass diese Partei rechtskonservativ ist, man kann dies aber tun.
Diese Partei unterstützt die „Germanische Neue “, die als Scharlatanerie bekannt ist, aber Schwamm drüber!

Sehr geehrter Herr Tolzin,
nun bin ich gespannt, ob und wenn, wie Sie (gegen)argumentieren.

Mit freundlichem Gruß aus

Dietmar Schneidewind

P.S.: Alle Fakten und auch Ihre Adresse habe ich aus dem oben genannten Flyer, der Sie als Verantwortlicher nennt. Dort kann jeder diese Angaben nach.

Seit heute kann man sich die Corona-Warn-App der Bundesregierung beziehungsweise des Robert-Koch-Instituts herunterladen.

Da die Corona-Warn-App sehr schlecht kommuniziert wurde, fragt man sich, wie sie denn funktioniert.

Der Benutzer der App erhält eine Zufallszahl als Identifikation, die nur auf seinem Handy gespeichert wird. Wenn sich nun Benutzer begegnen, tauschen die Handys die anonymen Zufallszahlen (Identifikationen) aus.
Dazu muss auf dem Handy Bluetooth eingeschaltet sein.
Diese werden zwei Wochen gespeichert und danach gelöscht.

Die Reichweite einer Bluetooth-Verbindung ist abhängig davon, welche Variante benutzt wird. Variante 1 kann maximal einhundert Meter auf freier Fläche (!) abdecken, Variante 2 fünfzig und Variante 3 zehn Meter.

Wenn nun ein Benutzer in diesem Zeitfenster von zwei Wochen – die Inkubationszeit (maximale Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch einer Krankheit) – auf Corona (Covid-19) positiv getestet wird, bekommt diese Person nun eine Zahlenkombination. Die kann er freiwillig in die App eingeben. Die App identifiziert ihn dadurch als Corona-Infizierten.

Dann passiert Folgendes.

Das Handy des Corona-Infizierten sendet nun an alle, die dieser Person in den letzten zwei Wochen begegnet sind, eine Mitteilung, dass man einen Corona-Test machen solle.
Weil man ja in den letzten zwei Wochen im Kontakt mit einem Infizierten war, hätte man sich ja anstecken können.

In der App werden nur anonyme gespeichert.

Laut dem TÜV ist die App schutzkonform.

Geduld, Disziplin und Zusammenhalt sind die Eckpfeiler jeder Gemeinschaft.
Momenten scheinen diese aber auseinander zu bröckeln.
So offenbart sich der Egoismus vieler Personen.

In der Corona-Krise, die über ein halbes Jahr andauert, resignieren viele Menschen. Dies kann man nachvollziehen, kommen doch große Teile des „öffentlichen Lebens“ zum Erliegen.
Man kann nicht einfach mal ins Museum, in den Zoo, den botanischen Garten oder spontan ins Restaurant.

Zu der „persönlichen Einschränkung“ kommen noch bittere Nachrichten, dass viele Betriebe und Unternehmen am Rande ihrer Existenz stehen. Viele Firmen haben Kurzarbeit.
Nachrichten aus dem sressort überschlagen und übertreffen sich stellenweise, wer pleite geht und wo es unaufhaltsam ist.

Das Corona-Virus ist immer noch allgegenwärtig.
Ein kleines Ding, das man weder sehen, schmecken noch fühlen kann, regiert die Welt.

Immer noch!

Wissenschaftler arbeiten mit Hochdruck an einem Impfstoff und versuchen Medikamente zu entwickeln, die die Erkrankung (Covid-19) abmildern.
Im Gegensatz zu Mittel, die gegen Bakterien wirken – Antibiotika – gibt es gegen Viren kein Heilmittel.
„Grippemittel“ zum Beispiel zerstören nicht das Influenzavirus, sondern senken nur das Fieber und lindern die Beschwerden. Der menschliche Körper – das Immunsystem – muss das Virus selbst besiegen.

ist im Gegensatz zu anderen Länder glimpflich davon gekommen. Dies ist dem schnellen Reagieren geschuldet, schon vor dem offiziellen „Lockdown“ Infektionsherde zu lokalisieren und Maßnahmen einzuleiten. In Restaurants wurden Abstandsregeln schon vor dem „Lockdown“ definiert. Erst als diese kaum etwas brachten, hatte man sich schweren Herzens zum „Lockdown“ durchgerungen.

Erst durch das sogenannte AHA-Prinzip – Abstand , Hygiene, Alltagsmaske – konnte die Infektiösität verringert werden.
Die Zahl der Neuinfizierten konnte innerhalb von zwei Monaten auf nahezu einem Zehntel gesenkt werden.

Die schlimmsten Befürchtungen trafen nicht ein.

Langsam wird das „öffentliche Leben“ wieder angekurbelt.

Aber die Seuche ist noch nicht besiegt.

Auch wenn es viele Personen nervt, ist es wichtig, die Maßnahmen zum Eindämmen und zur Bekämpfung einzuhalten.

Der Mann lachte herzlich, als er sagte: „In der habe ich nicht verstanden und hatte eine Fünf.“ Dabei grinst er noch und findet sein Statement ganz toll.

Es ist ein Phänomen – vor allem bei sogenannten „Promis“ – immer wieder darauf hinzuweisen, dass sie schlechte Schüler waren.
Für sie ist es nicht schlimm, dass sie , , und nie verstanden haben und möglicherweise auch versetzungsgefährdet waren.

Alles nicht schlimm!

Es scheint ja eine Auszeichnung zu sein, dass man und wissenschaften in der – und folglich im späteren Leben – nie verstanden hat.

„Ach, das ist ja interessant, dass Sie studiert haben“, hört man lobend. Wenn man jedoch erzählt, dass man auch noch ein Informatik-Studium absolvierte, wird es kurios. Dann ist es gar nicht mehr interessant, was man sagt.
„Hören Sie bloß auf! Am Computer tue ich mich schwer. Da müssen mir meine Kinder helfen.“ Danach kommt wieder ein gestelltes Lachen.
Dann erzählt man, dass man in der

Dieses Kokettieren mit den schlechten Noten ist bei Frauen und Männern übrigens gleich.

Dies ist kein Einzelfall.

Sowas hört man auch nicht nur im privaten Kreis, auch im , bei Interviews oder Quizzen erzählt jemand sowas, um sich zu rechtfertigen, dass diese Frage nicht zu lösen ist, weil in der

Im Klartext heißt das : „Ich war ein dummer Schüler.“.

Anscheinend ist das aber nicht schlimm, denn man hat es ja zu etwas gebracht.

Irgendwie!

Den Verschwörungstheoretiker rund um die angebliche „Corona-Lüge“ ist nichts zu schade, um es für eigene Zwecke zu missbrauchen.
Die wirren Aluhut-Träger haben einen Zusammenhang zwischen dem neuen Mobilfunkstandard 5G und Corona (Covid-19) konstruiert.

Angeblich sei Corona zeitgleich mit der Einführung von 5G aufgetreten.

Da nur in einigen wenigen Großstädten 5G-Anlagen zum Testen aufgestellt hat, ist ein Zusammenhang nicht gegeben, wie von den Verschwörungstheoretikern behauptet wird.
Wenn es stimmte, müsste es in Gangelt, Kreis Heinsberg, – dem Corona-Hotspot in  – ein funktionsfähiges 5G-Netz geben.
Dies ist aber nicht der Fall.

Es wird ohne Vergleichsstudien behauptet, dass das 5G-Netz das Immunsystem des Menschen schwäche und dadurch gefördert werde, dass sich Krankheiten schneller ausbreiten könnten.

Bedingt durch die höheren übertragungsraten bei 5G werden höhere Frequenzen benötigt. Diese liegen im Bereich um 38 Gigahertz. Man spricht auch von Millimeterwellen.
Durch neue fokussierbare Antennen und Transmitter reduzieren sich die Übertragungszeiten für pakete auf unter einer Millisekunde.
Da höhere Frequenzen und kleinere Wellenlängen nicht soviel erzeugen, reduziert sich folglich auch die Wärmewirkung.
Experten des Bundesamts für Strahlenschutz haben in Studien bewiesen, dass diese geringe Wärmewirkung nur in den oberen Hautschichten eindringe und keinen Schaden anrichte.

Um das Immunsystem zu schwächen, müsste man Menschen schon sehr hohen Strahlungen aussetzen, die nicht mal in der Anfangszeit des Mobilfunks erreicht wurden.

Noch bevor es die Mobilfunknetze gab, wurden ISDN-Telefone eingeführt, die nicht mehr wie die „alten“ analog, sondern digital funktionierten.
Zu dieser Zeit kamen auch sogenannte Schnurlos-Telefone heraus und es kursierten die ersten Gerüchte, dass diese Telefon durch die „getakteten Verbindungen“ Krebs verursachen würden.

Dies konnte weder bei den Schnurlos-Telefonen noch bei Mobiltelefonen nachgewiesen werden.

Jedes Mal, wenn ein Mobilfunkstandard oder übertragungsstandard bei Mobiltelefonen durch einen neueren abgelöst wurde, flammten diese Gerüchte wieder auf.

Diese Verschwörungstheorie wird auch bei Personen verbreitet, die sich gegen die angeblichen „Freiheitsbeschränkungen durch die Anti-Corona-Maßnahmen“ aufzulehnen meinen.

Da diese Corona-Leugner und –Verharmloser behaupten, dass Corona nicht schlimmer als eine Grippe oder Erkältung sei, kommt es ihnen gerade recht, dass man einen Zusammenhang mit 5G konstruieren kann.

Da angeblich die elektromagnetische Strahlung von 5G das Immunsystem schwäche, kann man bei der Behauptung bleiben, dass Corona harmlos sei, denn wenn Menschen erkrankten und im schlimmsten Fall stürben, liege dies nicht am Corona-Virus, sondern daran, dass das Immunsystem durch die „5G-Strahlung“ zerstört worden sei.

So kann man auch behaupten, dass diese Personen durch eine völlig harmlose Erkältung gestorben seien, weil der Körper keinerlei Abwehrkräfte mehr gehabt habe.

In verfahrenen Diskussionen fällt immer wieder der Satz: „Lass mir meine Meinung!“.
In dem Moment hat sich für mich die Diskussion erledigt.


„Lass mir meine Meinung!“ ist eine Floskel, die einzig und allein aussagt, dass man keine Diskussion will. Man tarnt dadurch seine eigene Unfähigkeit, Fakten anzuerkennen.
Anstatt zuzugeben, dass man Unrecht hat oder dass man nicht alles durchdacht hat, bringt man die „eigene Meinung“ ins Spiel.
Dies ist das letzte Aufgebot, doch noch irgendwie die Kurve zu kriegen, um nicht zugeben zu müssen, dass man falsch liegt. Mit diesem sogenannten Totschlagargument glaubt man, doch gewinnen zu können.

Das ist aber ein Trugschluss!

In einer Gesellschaft ist die Meinungsfreiheit das höchste Gut.
Jeder darf zu allem seine eigene Meinung haben.
Eine Meinung ist weder richtig noch falsch.
In einem Redebeitrag oder einem Text können aber Fakten falsch sein oder nicht richtig wiedergegeben sein.
Dies kann man anprangern und richtig stellen.
Das hat nichts mit der freien Meinung zu tun.

Ein Beispiel :

Zwei Personen stehen vor einem Auto.
Einer sagt: „Ich mag besonders Benzinautos. Deswegen würde ich mir dieses Auto kaufen.“
Die andere Person entgegnet: „Dann kannst Du dieses Auto nicht kaufen, denn es ist ein Diesel.“
Der erste bestreitet dies und argumentiert, dass dies kein Diesel sein könnte, weil es zu leise sei.
Der zweite sagt, dass Dieselmotoren leiser geworden seien.
Irgendwann öffnet er die Motorhaube und auf dem Motor steht: „Diesel“.
Nach kurzer Überraschung fordert der Benziner-Fan: „Lass mir meine Meinung, dass dies ein Benziner ist!“.

Dieses Beharren auf die „eigene Meinung“ zeigt, wie töricht es ist, dies zu fordern. Die Fakten sind klar. Daran ändert nicht, dass man der Meinung ist, sie seien anders oder könnten es sein.

Solche und ähnliche Diskussionen wie oben mit dem Auto kenne ich zur Genüge zum Beispiel im Bereich „Homöopathie“.
Genauso wie in Diskussionen um oder „Verschwörungstheorien“ geht es hier immer heiß her.
Die Seite „Homöopathie“ steht unversöhnlich der Seite gegenüber und es wird hitzig argumentiert.
Spätestens, wenn wissenschaftliche Betrachtungen wie die Avogadro-Konstante oder die Brownsche Bewegung ins Spiel kommen und „Homöopathie”-Anhängern klar werden sollte, dass ihr Konstrukt nicht funktionieren kann, schreit irgendjemand, dass man ihnen die „eigenen Meinung“ lassen solle.

Sie argumentieren, argumentieren und plötzlich erschüttert etwas ihr gesamtes „Weltbild“. Die einzige Antwort, die ihnen einfällt, ist: „Lass mir meine eigene Meinung“.
„Was möchtest Du mir denn mitteilen?“, frage ich dann höflich; „Möchtest Du mir sagen, dass wissenschaftliche Fakten und Erkenntnisse nichts taugen, weil Du anderer Meinung bist?“.

Dann wird es kurios. Sie beziehen sich auf das Grundgesetz wie oben erwähnt, in der Hoffnung, dass ich einknicke und ihnen recht gebe.

Doch das tue ich nicht.

Ich kann jemandem recht geben, weil er der Meinung ist, dass es eben etwas anderes noch zwischen Himmel und Erde existiere, was unsere Schulweisheit nicht kenne.
Klar, gibt es wissenschaftliche Gesetze, die wir noch nicht kennen, doch damit ist es nicht getan. Falls diese irgendwann anerkannt würden, hätten diese aber nichts mit der persönlichen Meinung zu tun, sondern mit Allgemeinwissen oder wissenschaftlicher Erkenntnis.

Fakten und Wissen haben nichts mit der „eigenen Meinung“ zu tun.

Wer meint, wider besseres Wissen und oder Beweise fordert, seine „eigene Meinung“ zu akzeptieren, handelt antikommunikativ und egoistisch.

Durch die Beschränkungen hat es geschafft, die Neuinfektionen mit dem Corona-Virus tief herunterzudrücken, von über 6000 Neuinfektionen pro Tag vor dem sogenannten „Lockdown“ bis aktuell unter eintausend.

Manche Stimmen, wie zum Beispiel auch die Teilnehmer der gestrigen Anti-Corona-Maßnahmen-Kundgebung schließen daraus, dass alles gar nicht so schlimm gewesen sei.
Sie verkennen dabei, dass erst durch die Maßnahmen die zahlen gedrückt werden konnten.

Vor dem „Lockdown“ gab es in knapp 30 000 Infizierte und pro Tag steckten sich etwa 4 000 an. Dies erreichte am Anfang des „Lockdowns“ 6 200. Dann fiel es langsam aber stetig.
Die Maßnahmen wie Kontakt‑ und Ausgangsbeschränkungen waren erfolgreich.

Was die Verharmlosen verkennen, ist das sogenannte „Ausbreitungsparadoxon“.

Wissenschaftler und er analysieren (Neu‑)Infektionszahlen.
Daraus erstellen sie eine Prognose.
Sie entwickeln Thesen, wie man die Infektionszahlen drücken kann.
Die Maßnahmen werden durchgesetzt.

Das sind die ersten Stufen.

Durch die eingeleiteten Maßnahmen (Ausgangsbeschränkungen, Hygieneregeln et cetera) verringert sich die Zahl der Neuinfektionen.
Die Maßnahmen sind beziehungsweise waren erfolgreich.

Wären die Maßnahmen nicht unternommen worden, hätte sich die Infektion noch mehr ausgebreitet.
Durch das Handeln im Vorhinein oder zu einem frühen Zeitpunkt konnte der schlimmere Fall, den man befürchtet hatte, gemildert werden.

Bei dieser Handlungsweise kommt es zu einem Paradoxon, oder zumindest kann man es so bezeichnen.

Die Corona-Krise ist noch nicht vorüber, doch es gibt Lockerungen der Beschränkungen, die erlassen wurden, um die Seuche (Pandemie) einzudämmen. Doch immer öfter hört man Stimmen, die laut verbal auf Politiker für die Vorsichtsmaßnahmen einprügeln.

Vor dem sogenannten „Lockdown“ steckte ein Infizierter circa dreieinhalb andere an. Momentan ist diese Zahl auf 0,7 gesunken. Dass bedeutet, dass viel weniger Ausbreitung erreicht wurde.

Man könnte dankbar sein, dass die Beschränkungen diesen Erfolg gebracht haben.

In Anfang des „Lockdowns“ wurde sich strikt an die Regeln gehalten. Jetzt, wo die Lage wesentlich besser geworden ist, war alles angeblich übertreiben.

Dabei wird aber vergessen, dass es im Vergleich zu anderen Nachbarländern – gelinde gesagt – „harmlos“ erwischt hat, insbesondere, was Verstorbene angeht.

Klar, zu Hause bleiben und wenig Kontakte pflegen ist nicht jedermanns Sache, besonders nicht auf Dauer.

Aus der eigenen Unzufriedenheit heraus spricht man sich gegen „die da oben“ aus. „Die da oben“ hätten nämlich mit den Maßnahmen gegen Corona vollkommen übertrieben. Man hätte es auch anders machen können.

Als es hieß, es gäbe Lockerungen, sagte man, das würde auch Zeit. Man konnte dich freuen.
Als wenn man es sich nicht hätte denken können, verurteilte man massiv die Regeln, die für eine Lockerung nötig seien: Mundschutze, Abstandsregeln, Kontaktbeschränkungen, Einlasskontrollen et cetera.

Kurz vorher hatte es schon Demonstrationen gegen die Corona-Bescvchränkungen gegeben.

Nun sind also erste Lockerungen angelaufen, weil die Reproduktionsrate des Virus in den Keller gegangen ist.

Das reicht den Permanent-Unzufriedenen nicht!

Jetzt prügeln sie verbal und wahllos auf Politiker ein, weil ja alles gar nicht so schlimm gewesen sein soll.

Anstatt immer seine eigene Unzufriedenheit (mit allem und jedem) auf andere zu reflektieren, könnte man einfach mal tief durchatmen und denkbar sein, dass es uns nicht so schlimm erwischt hat.

Corona-Neuerkrankungen zum Vortag – Quelle: Robert-Koch-Institut, 2.4.2020

Die Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte gestern, dass man über Lockerungen der Ausgangsbeschränkungen reden könne, wenn die Verdoppelung der Infizierten mindestens zehn Tage betrage.

Das hört sich vordergründig erstmal gut an.

Wenn man sich die Statistiken des Robert-Koch-Instituts anschaut, erkennt man das innerhalb der letzten Wochen mehrmals eine Verdoppelung der Neu-Infizierten.
Von knapp 7 000 auf 15 000 in zwei Tagen, von ungefähr 15 000 auf 30 000 in vier Tagen scheint eine gute Ausgangslage zu sein.

Anders sieht es aus, wenn man die Anzahl der Neu-Unfizierten betrachtet.
Diese steigen von einem Tag auf den anderen um etwa fünf bis sechstausend.

Von 7 000 auf 15 000 in zwei Tagen ist rein rechnerisch gesehen nachvollziehbar. In diesem Zeitraum war die Anzahl der Neu-Infizierten etwas niedriger. Dann ging es rapide auf 30 000 hoch. Auch diese Rechnung kann man nachvollziehen, wenn man die Zahlen von Vortag zum aktuellen hinzuaddiert.
Von 30 000 auf 60 000 ist eine Differenz von 30 000. Korreliert man nun die Neu-Infizierten täglich, scheint es langsamer zu gehen.
Eine größere Differenz (30 000 auf 60 000) wird langsamer eingeholt, als eine kleinere (15 000 auf 30 000).

Hier ist der Fehler in der Betrachtung.

Eine Eindämmung oder Verlangsamung kann erst dann eintreten, wenn die Zahl der täglichen Neu-Infizierten rückläufig ist.

Der Zeitpolizei gelang es über Monate hinweg, eine Person über Epochen zu verfolgen. Leider konnte sie nicht dingfest gemacht werden.
Heute Morgen ging sie endlich in das sorgfältig ausgelegte Netz.

Über Monate gab es Hinweise auf jemanden, der von sich behauptet hatte, an der Uhr zu drehen.
nde berichteten, dass sie sehr oft eine leichte Melodie hörten, zu der auch gesungen wurde, bevor Inkonsistenzen im Zeitfluss oder Irritationen beim Erreichen der Zielzeit auftraten.

„Wer hat an der Uhr gedreht?“

„Department Z – Die Zeitpolizei“ konnte die Inkonsistenzen neutralisieren, doch der Täter konnte immer flüchten.
Es konnte ermittelt werden, dass er sich selbst „Der Rosarote Panther“ nannte.

„Ich hatte nicht damit gerechnet, dass ich selbst zum Opfer dieses … dieses … Rosaroten Panthers werden könnte“, erzählt Peter K., der seinen Namen nicht genannt haben möchte, „Es war richtig unheimlich. Du sitzt mit Deiner im Schiff, stellst die Transfereinheit ein und landest in einer falschen Zeit. Bei uns waren es zweihundert Jahre, um die wir uns verfahren haben. Plötzlich war das Haus weg. Meiner Gemahlin sei es gedankt, dass sie bemerkte, dass die Transfereinheit plötzlich schneller die Werte wechselte und dann die falsche Zielzeit anzeigte.“
Er schüttelt sich und bekommt eine Gänsehaut: „Auf einmal singt jemand hämisch ‚Wer hat an der Uhr gedreht? Ist es wirklich schon so spät?‘ Das war nicht lustig. Wir haben vor Angst gezittert. Meine Kinder haben geweint.“
Peter K. rafft sich wieder zusammen und gesteht: „Am schlimmsten war die Ungewissheit, denn dieser Halunke hatte noch etwas in petto. Als wir endlich richtig ankamen, dröhnte durch das Schiff: ‚Heute ist nicht alle Tage. Ich komme wieder keine Frage.‘“

Der „Rosarote Panther“, wie er sich selbst nennt, hatte schon vielen nden einen gehörigen Schreck eingejagt.

Die eigens dafür eingerichtete Sonderkommission „Rosa Schabernack“ konnte hunderte Hinweise auswerten und vernahm viele Zeugen, zu denen auch Opfer von Schabernack des selbst-ernannten „Rosaroten Panther“ gehörten.

„Unsere Notrufnummer 888 wurde in der letzten Zeit arg strapaziert“, berichtet Sergeant Didier Du Vent vom Department Z, „Das ganze Problem stellte sich dergestalt dar, dass wirklich schlimme Notrufe wie havarierte Schiffe oder Meldung über Verletzte nicht oder nur verzögert durchkamen. Auch wenn der Schabernack-Treibende nur seinen Spaß haben wollte, muss er mit einer Anzeige wegen groben Unfugs .“.
Im Laufe der immer erfolgsversprechenderen Ermittlungen und Verfolgungen habe sich die Verhaltenweise des „Rosaroten Panthers“ geändert, denn er habe zunehmend hämische Briefe an die zuständigen Behörden verschickt mit Texten wie: „Männchen, Männchen auf der Leiter, die Polizei wird nie gescheiter.“.
Die Verteilung seiner „Botschaften“ wie „Man kriegt mich sowieso nicht‘, denn ich bin für Euch nur Farb‑ und Pinselstrich.“ lieferten Erkenntnisse, wie und wo genau vorhergehende Ereignisse passierten.
Eine Neu-Applizierung von Differenzenmaschinen des Departments Z lieferte neue Ansatzpunkte. Durch diese zumindest nicht so vage Wahrscheinlichkeiten konnte ein Muster erstellt werden.
Profilersteller der Zeitpolizei zogen die Ergebnisse mit in ihre Arbeit ein und so das Netz den Fisch – oder Panther – gefangen.

Es sei den vielen Zeugen und Hinweisgebern gedankt, dass der Täter mit der Identität Paulchen P. zum Glück aller geschnappt werden konnte.

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