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Dieses Blog feiert heute – 8.2.2021 – seinen fünfzehnten Geburtstag.

Mitglieder der Bundesregierung und einige Länderchefs trafen sich mit Vertretern der Pharmaindustrie, um eine bessere und schnellere Lieferung von Impfstoffen zu bekommen, doch was nach dem Impfgipfel als Erfolg kommuniziert wurde, war nichts Bedeutendes.

Im Prinzip ging es darum, sich eine weiße Weste anzuziehen, nachdem die Möchtegern-Impfstrategie gehörig in den Brunnen gefallen ist.
Man versucht einen Flickenteppich ohne Nadel und Faden zu stopfen, währenddessen dieser  rasend schnell weiter zerfällt.

Auch die Beteuerungen der Kanzlerin sind wie ein fallendes Atom in einem wellenschlagenden Ozean. Nichts Bewegendes davon ist sichtbar, wenn sie davon spricht, dass jeder bis September ein Impfangebot bekommen hätte.

Ebenso wurde wieder kalter Kaffee aufgewärmt, indem man die Deutschen dazu aufrief, sich zu gedulden, denn die Pharmaunternehmen könnten schließlich nicht zaubern. Man hätte alles besser im Vorfeld kommunizieren müssen, betonte Angela Merkel und versucht sich so einen Ablassbrief zu kaufen. Das Betonen, man könne jetzt die “Gegenseite” besser einschätzen und es sei ein ertragreiches Gespräch gewesen, sieht eher aus, wie als wenn jemand in wieder aufgewärmten Kaffee noch geronnene, saure Milch hinzugibt und behauptet: “Ich habe ja gesagt, dass es nicht schmeckt.”, während es noch nicht verklungen ist, dass es ein wohlschmeckendes Getränk sei, was man gerade einschenke.

Zwischen belegten Brötchen, Getränken und dergleichen mehr wurde darüber geredet, dass es nichts Neues gab.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmeyer wurde dazu berufen, er solle die Logistik für die Beschaffung von Material bezüglich Spritzen übernehmen.
Das Debakel mit den Spritzen, Kanülen und Nadeln wurde dabei aber völlig unter den Teppich gekehrt.

Wofür es eine Pressekonferenz zum gescheiterten Placebo-Impfgipfel gab, bei dem nichts außer schon Bekanntem herauskam, ist schleierhaft.

Wir sind gegen Covid-19 (Corona) geimpft worden. Die zweite Dosis bekommen wir Mitte Februar.
Wir hatten keine Nebenwirkungen und können uns auch sonst nicht beklagen.

Auf der Hand liegen die vielen Vorteile.

Als wir nach der Impfung nach Hause fuhren, stellten wir fest, dass wir uns im Handy-Fach der Mittelkonsole induktiv aufladen konnten. Wir hatten früh morgens gefrühstückt und hatten Hunger. Nach ein paar Minuten waren wir wieder satt und spürten, wie viel Energie in uns pulsierte.

Wir werden nicht ganz auf die normale Ernährung verzichten, denn Schokolade schmeckt immer gut.

Der Vorteil ist aber, dass man sich „hochpowern“ kann, wenn es mal sein muss. Steckdosen und Kabel gibt es ja überall.
Wenn andere in der Kantine in der Schlange stehen, benutzen wir die Steckdosen.

Wo andere ihre Elektro-Autos aufladen, müssen wir nur die Hand auflegen.

Der andere Vorteil ist, dass wir mit der neuesten Variante von „Windows CE (Corona Edition)“ gechipt sind und Updates eingespielt werden können, während man vor dem Laptop sitzt.

Bevor wir geimpft wurden, hatten wir uns gewundert, warum die IT-Abteilung direkt neben der Impfstation ist. Vorher wurde getestet, welche Systemvoraussetzungen wir haben. Wir sind kompatibel mit der aktuellen Version von „Windows CE“. Wir können alle modernen Features nutzen wie Bluetooth. Es sieht etwas lustig aus, wenn bei uns der rechte Schneidezahn blau leuchtet, aber das kann man ignorieren. Die anderen werden sich wohl oder übel daran gewöhnen müssen. Man sieht es ja nicht immer, weil wir auch einen Mundschutz tragen.

Die elektronische Patientenakte ist bei uns schon wieder überholt, denn wir legen unsere Hand auf einen Scanner beim Hausarzt und er weiß direkt was uns fehlt und kennt jeden Vitalwert, wie Blutdruck, Sauerstoffsättigung und dergleichen mehr. EKG muss nur heruntergeladen werden und schon ist der Graph da. Wir können ja auch alle möglichen Drucker ansteuern.

Im medizinischen Bereich hat man in der Notaufnahme und der Fieberambulanz auch immense Vorteile.
Man kann sofort sagen, ob es sich um einen Simulanten handelt oder nicht.
Der Chip lässt auch zu, dass man Menschen scannen kann.

Im IT-Bereich und beim Journalismus ist es hilfreich, wenn man Texte verfassen muss. Diese kann man sich ausdenken und direkt auf dem Computer oder im Internet speichern.
Auch der Vorteil, E-Mail neuronal zu verfassen und zu verschicken, spart Zeit.

Da Microsoft ja auch mit Google zusammenarbeitet, haben geimpfte Personen nochmals einen Synergieeffekt.
Auf dem Chip laufen auch Android-App ohne Einschränkungen.
Wenn man etwas wissen will, kann man nicht nur bei Google und Bing etwas „in Gedanken“ suchen, sondern auch die Facebook-App und viele anderen mehr stellen sicher, dass man das Handy nicht braucht, wenn vieles „intern“ läuft „unter der Haut“.
Man muss nicht immer aufs Handy schauen, wenn eine WhatsApp-Nachricht hereinkommt, denn diese sind einfach da und man weiß, was drin steht.

Wir können uns auch unterhalten, ohne den Mund zubewegen über Android-Beam, NFC oder Bluetooth.
Datenschutz muss schließlich sein.

Aluhut-Träger sind uns immer noch ein Geheimnis, da sie ja abgeschirmt sind, doch Microsoft verspricht, dass ein bald erscheinendes Update auch diese Hürde nehmen kann.

Voriges Jahr, am 27.1.2020, wurde der erste Corona-Infizierte in Deutschland identifiziert und verifiziert. Es war ein Mann aus Bayern, der auf einem Seminar mit einer chinesischen Kollegin war und sich bei ihr angesteckt hatte.

Laut der behandelnden Ärztin war diese Krankheit neuartig, da man infiziert und infektiös sein konnte, ohne Symptome zu zeigen.
Der Ärztin wurde leider erst nicht geglaubt.

Seitdem ist ein Jahr ins Land beziehungsweise in die Welt gezogen.

Die traurige Bilanz ist, dass weltweit fast hundertmillionen erkrankt und mehr als zweimillionen Menschen leider an Corona (Covid-19) verstorben sind.
In Deutschland sind es circa 2.1 millionen Infizierte und etwas mehr als 53 000 Tote.

Am 11.3.2020 rief die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Pandemie aus, was bedeutet, dass die Seuche sich über die ganze Welt unkontrolliert ausbreitetet.
Etwas ein Dreivierteljahr danach sind endlich Impfstoffe verfügbar und viele Menschen sind schon geimpft.
Ein Licht am Ende des Tunnels ist zu sehen.

Was in dieser Zeit alles passiert ist!

Meine Gattin und ich waren im Februar vorigen Jahres auf der Intergastra, der internationalen Gastronomiemesse, in Stuttgart, als noch niemand wirklich die Krankheit ernstnahm. Es hieß, sie sei weit weg, obwohl manche Koch-Teams aus Asien zu Hause blieben, weil es bei ihnen Infizierte gab oder sie noch oder schon wieder in Quarantäne waren.
Am Wochenende wurden dann vorsorglich Automaten mit Desinfektionsmittel aufgestellt, mehr allerdings pro forma.
Bei der Kochmeisterschaft feierten wir mit Niederländern, Thailändern, Schweden und vielen anderen mehr.
Überall war ausgelassene Stimmung.

Dann wurde es ernster.
Die Zahlen in Deutschland stiegen langsam, aber stetig an. Als es knapp 27 000 Infizierte gab, wurde der erste sogenannte „Lockdown“ initiiert.
Kurz vorher dachte noch niemand daran, beim Einkaufen eine Maske zu tragen.
Zu der Zeit gab es „Schlachten“ um Toilettenpapier.
Abstand wurde eingehalten, wenn es ging.

Im Sommer flachten die Zahlen der Neuinfizierten ab beziehungsweise hielten sich auf niedrigem Niveau, was auch durch die Maskenpflicht geschuldet war.
Niemanden überraschte wirklich, dass sie nach dem Sommer wieder stiegen.
Im Herbst und jetzt über den Winter kam es dann zum Fiasko. Es gab Tage, da waren die Neuinfektionen höher als die Insgesamtinfizierten im Frühjahr, als der erste „Lockdown“ kam.

In den Medien wurde die Pandemie Anfang 2020 zwar als schlimm bezeichnet, doch die Politiker spielten sie erstmal herunter.
Ich muss zugeben, dass meine Gattin und ich sie auch erst für harmlos hielten. Irgendwann kam aber das Erwachen. Leider!

Meine Gattin und ich tragen Masken und halten Abstand, vermeiden Treffen und viele Menschenaufläufe.
Wir sind nicht erkrankt.

Vorige Woche bekam ich die Impfung gegen Corona (Covid-19), weil ich an einem Arbeitsplatz tätig bin, der hoch-aerosol‑ und virus-behaftet ist.
Meine Gattin bekommt ihre Impfung Mitte dieser Woche. Die zweite Impfung, also die Folgeimpfung, bekommen wir Anfang und Mitte Februar.

Innerhalb der „Pandemie-Zeit“ häuften sich sogenannte Fake-News, also wissentlich gestreute Falschmeldungen.

Während Anfang 2020 noch gesagt wurde, dass die Regierung die Krankheit nicht ernstnähme – Überschrift: „Frau Merkel, diese 1000 Corona-Toten gehen auf Ihr Konto.“ – veränderten sich die Hetzkampagnen in genau das Gegenteil.
Es wurde gegen die Regierung gehetzt, dass sie es übertriebe mit den Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie und vieles mehr.
Das war schon seltsam, denn genau die gleichen Medien postulierten genau das Gegenteil als noch vor ein paar Wochen.
Gepaart mit Hetze, Fake-News und angeblich wissenschaftlichen Erkenntnissen, die nicht empirisch verifiziert wurden oder Blablabla und Lügen waren, wurde behauptet, die Pandemie wäre nicht so schlimm.
Die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie wurden als falsch und überzogen dargestellt. Immer wieder gossen die gleichen Personen die altbekannten und schon falsifizierten Nachrichten von Neuem auf.
Dazu kam die Unzufriedenheit vieler Unternehmer und Privatpersonen, bei denen auch sehr oft nur die eigene Lage im Fokus stand und nicht auf das große Ganze gesehen wurde.

Auch dass Rechtspopulisten „Leugnern“ und Lügnern eine Plattform boten, war schlimm.

Momentan konzentrieren sich die Fake-News auf das Impfen.
Kurios ist übrigens die Berichterstattung eines auch in Deutschland bekannten in Russland beheimateten Fernsehsenders.
Als in Russland der Impfstoff „Sputnik 4“ zugelassen und verimpft wurde, gab es Lobeshymnen auf die Forscher und in deren Berichterstattung gab es keine negativen Stimmen aus der Bevölkerung. In Russland scheint es keine Impfgegner zu geben.
Nach ein paar Wochen schimpft genau die gleiche Mediengesellschaft über das Impfen in Deutschland wie die Kesselflicker. Es werden Horrorszenarien gemalt, die in den Mad-Max-Filmen nicht besser hätten sein können. Impfnebenwirkungen werden hochstilisiert und massiv übertrieben.
Es wird geschwafelt von „Genmanipulation“ und „Genozid“ durchs Impfen und dergleichen mehr. Man verbreitet schon längst bewiesene Falschdarstellungen als „neue Erkenntnisse“ zum Selbstzweck, nur um hetzen zu können, mehr nicht.

Was mich sehr bedrückt hat, ist, dass ich wie viele Andere erkennen musste, in welchem egoistischen und egozentrischen „System“ wird leben.

Jeder meint, die Welt sei seine Bühne.

Anstatt sich an die Maskenpflicht zu halten, um andere zu schützen, kämpft man nur um die Abschaffung, um sich selbst nicht verbiegen zu müssen. Man klammert sich, auch wissentlich, an Halbwahrheiten und Lügen und verbreitet diese, um bloß nicht Einschnitte hinnehmen zu müssen. Man sieht um sich herum nicht die anderen Menschen, die stellenweise schwer leiden.
Alles nur, weil man seine egoistischen „Freiheiten“ nicht für eine kurze Zeit für Andere opfern will. Dazu koaliert man auch mit Rechtspopulisten und Hetzern. Nur das eigene Bedürfnis und das eigene Ziel ist wichtig.

Die Pandemie hat gezeigt, in welcher „Welt“ viele von uns leben.

Dazu kommt noch die selbstverursachte Bildungsmisere.
Lehrer sind kaum bereit, digitalen Unterricht zu machen und kopieren lieber Papierblätter mit Aufgaben und verschicken diese an Schüler und sammeln diese wieder wie normale Hausaufgaben ein.
KITA-Mitarbeiter suhlen sich in Weltuntergangsszenarien, anstatt über ihren eigenen Schatten zu springen.

Über den Winter wird mit den Kindern Schlitten gefahren. Dazu treffen sich viele Familien, als wenn es keine Pandemie gäbe. Der Tenor scheint wohl zu sein, man kenne sich ja und Bekannte steckten sich nicht gegenseitig an.
Dies sind übrigens die Gleichen, die sich dagegen aussprechen, dass Schulen, Kindergärten und ähnliches wieder öffnen dürfen, weil die Infektiosität in den Räumen zu hoch sei.

Dann kam Ende Dezember die Impfung dran.

Während vornehmlich in Altenheimen geimpft wird, läuft parallel auch die Akquirierung der Personengruppen über 80, sowie Krankenhaus‑ und Pflegepersonal, aus der Gruppe, die viel Kontakt mit Infizierten haben.
Leider glänzten auch hier wieder die Egoisten, wie hier schon berichtet wurde. Mitarbeiter aus Krankenhausverwaltungen, die noch kein Anrecht auf eine Impfung haben, haben sich Impfungen erschlichen und feiern sich groß. Durch Aufdeckungen und Kommunikation mit zum Beispiel dem baden-württembergischen Sozialminister, der auch den Gesundheitsbereich abdeckt, kommt dem zumindest ein Riegel, wenn auch noch ein kleiner, vorgeschoben werden.

Unzufriedenheit hat auch die Beschaffungslogistik der Bundesregierung geschürt. Aber auch die EU hat sich nicht gerade, vorsichtig ausgedrückt, hervorgetan, was vernünftige Beschaffung angeht.
BioNTech/Pfizer, Moderna und nun auch AstraZeneca können nicht soviel produzieren, wie sie erst behauptet haben.
BioNTech/Pfizer hatte sich zudem bei der Bundesregierung beschwert, dass aus einer Ampulle statt fünf nun sechs Dosen gezogen wurden. Das Unternehmen fordert nun Nachverhandlungen, da nicht mit ihnen abgesprochen war, dass mehr – in diesem Fall zwanzig Prozent – aus einer Lieferung herausgeholt würde. Dass zu wenig Impfdosen geliefert wurden, interessiert dieses Unternehmen in keinster Weise.
Pures Kapitalinteresse gegen Verantwortung!

Die Pandemie hat uns gezeigt, woran wir gesellschaftlich und psycho-soziologisch wirklich arbeiten müssen.

Heute findet auf dem Cannstatter Wasen wieder eine Demonstration beziehungsweise Kundgebung gegen die von der Regierung beschlossenen Corona-Eindämmungsmaßnahmen.

Die Bewegung, die sich in Stuttgart „Querdenken 711“ – Die Telefonvorwahl von Stuttgart ist 0711 – nennt und hinter der auch die „Partei“ namens „Widerstand 2020“ steht, beruft sich auf die Versammlungsfreiheit des Grundgesetzes.

Wenn ein Journalist bei der „Partei“ akkreditieren möchte, muss er eine Erklärung ausfüllen und diese bestätigen.
Er verpflichtet sich darin, ordnungsgemäß, objektiv und wahrheitsgemäß und im Sinne von Artikel 5 des Grundgesetzes zu handeln und zu berichten.

Jeder Journalist ist laut Deutschem Pressecodex gehalten, so zu handeln.

Die „Querdenker“ meinen, wenn man deren Erklärung unterschreibt, könnten sie Druck gegen einen ausüben, bis hin vors Gericht.

Der sogenannte „Widerstand 2020“ beruft sich auf Artikel 5 des Grundgesetzes, selektiert aber vor, was eine Zensur bedeutet.

Nachtrag:
Eine Person vom „Widerstand 2020“ wurde mit diesem Artikel konfrontiert, um sich dazu zu äußern.
Die einzige Reaktion war eine Kurzmitteilung:

Ganz schön engstirnig und einseitig informiert… aber egal…ihr werdet schon sehen! Schönes Leben!

Dann wurde bei Facebook geblockt, was bedeutet, dass man jegliche Diskussion unterbindet.

Q.E.D.

Corona-Neuerkrankungen zum Vortag – Quelle: Robert-Koch-Institut, 2.4.2020

Die Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte gestern, dass man über Lockerungen der Ausgangsbeschränkungen reden könne, wenn die Verdoppelung der Infizierten mindestens zehn Tage betrage.

Das hört sich vordergründig erstmal gut an.

Wenn man sich die Statistiken des Robert-Koch-Instituts anschaut, erkennt man das innerhalb der letzten Wochen mehrmals eine Verdoppelung der Neu-Infizierten.
Von knapp 7 000 auf 15 000 in zwei Tagen, von ungefähr 15 000 auf 30 000 in vier Tagen scheint eine gute Ausgangslage zu sein.

Anders sieht es aus, wenn man die Anzahl der Neu-Unfizierten betrachtet.
Diese steigen von einem Tag auf den anderen um etwa fünf bis sechstausend.

Von 7 000 auf 15 000 in zwei Tagen ist rein rechnerisch gesehen nachvollziehbar. In diesem Zeitraum war die Anzahl der Neu-Infizierten etwas niedriger. Dann ging es rapide auf 30 000 hoch. Auch diese Rechnung kann man nachvollziehen, wenn man die Zahlen von Vortag zum aktuellen hinzuaddiert.
Von 30 000 auf 60 000 ist eine Differenz von 30 000. Korreliert man nun die Neu-Infizierten täglich, scheint es langsamer zu gehen.
Eine größere Differenz (30 000 auf 60 000) wird langsamer eingeholt, als eine kleinere (15 000 auf 30 000).

Hier ist der Fehler in der Betrachtung.

Eine Eindämmung oder Verlangsamung kann erst dann eintreten, wenn die Zahl der täglichen Neu-Infizierten rückläufig ist.

Wegen der immer noch sich drastisch ausbreitenden Seuche Covid-19 – corona rus isease 2019 – (Corona-Virus-Krankheit 2019) – bestehen Ausgangs‑ und Kontaktbeschränkungen.
Gibt es eigentlich noch andere Themen in den Nachrichten?

Wenn man auf Nachrichtenportalen, –webseiten et cetera schaut, könnte man diesen Eindruck gewinnen.

Es ist wichtig, über die Lage zu berichten, was es Neues gibt.
Auch ist es sehr wichtig, immer wieder den Zweck der Ausgangs‑ und Kontaktbeschränkungen zu kommunizieren, weil es leider Unbelehrbare gibt, die trotz aller Warnungen Partys veranstalten oder Betriebe öffnen, obwohl dies nicht erlaubt ist.

Je weniger Kontakt mit Anderen, desto weniger kann die Seuche übertragen werden.

Diese Maxime ist für manche nicht einleuchtend, weswegen gebetsmühlenartig wiederholt werden muss, warum es so wichtig, Regeln zur Eindämmung einzuhalten.

Es ist die Aufgabe von Journalisten und Reportern, aufzuklären, aber mit dem Thema sensibel umzugehen.

Auch wenn Corona die Welt festhält, gibt es aber noch andere Themen.

Sich nur mit Corona zu beschäftigen, bringt außer Depressionen nichts.

Die Sonne scheint auch hinter Wolken.

Gestern hatte ich über die Harmlosigkeit oder Gefährlichkeit von Corona sinniert. Daraufhin bekam ein ich per Mail ein Statement von einer Medizinerin.

 

Was das Gefährliche an Corona ist:
Wenn man es hat, ist es nicht schlimm.
Wenn es aber zu einer Lungenentzündung kommt, dann wird es gefährlich.
Dann ist man sehr schnell intensivpflichtig und muss beatmet werden.
Das kann man auch nur symptomatisch machen, weil es keine Medikamente gibt und hoffen, dass diese Patienten es überleben.
Der Grund, warum man jetzt alles schließt, ist, dass man gar nicht so viele Beatmungsplätze hat, um die Erkrankten, die davon eine Lungenentzündung bekommen haben, beatmen kann.
Man rechnet aber damit, dass, wenn es wärmer wird, die Viren schneller abgetötet sind.

Corona kann also eine lebensbedrohliche Lungenentzündung verursachen. Mit anderen Worten: Corona ist ein potenziell todbringender Virus.

Die Bewertung der „Corona-Krise“ durch die Bundesregierung ist seit heute Mittag plötzlich auch eine andere.

Seltsam!

Noch gestern schwafelte die Bundeskanzlerin beschwichtigend herum und machte wie immer einen auf „Ist ja gar nicht schlimm und wir schaffen das“, doch heute ist es urplötzlich anders.

Mediziner und Virologen gehen davon aus, dass die durch Corona verursachte Lungenentzündung – einfach ausgedrückt – die Lunge verklebt und die daran erkrankten beatmet werden müssen. Vorher legt man sie ins künstliche Koma.

Diese jetzt schon kritische Variante kann für alte, gebrechliche und kranke Menschen tödlich verlaufen. Einfach gesagt, wachen sie aus dem künstlichen Koma nicht mehr auf, indem sie sterben.

Der Großteil, so schätzen involvierte Forscher, wird „nur“ an einer grippeähnlichen Erkrankung leiden, möglicherweise mit Halsschmerzen, Gliederschmerzen, Magen-und-Darm-Infekt ähnlichen Symptomen und/oder Unwohlsein.
Die moderate, deren Infizierte doppelt so hoch sein werde, wie die der (sehr) kritischen, ist schlimmer als die „milde“.

Weswegen ich persönlich sehr verärgert bin, ist die Öffentlichkeitsarbeit der Bundesregierung, was Corona betrifft.

Es war von vornherein bekannt, wie schlimm Corona ist und welche Auswirkungen es haben wird.

Ich hätte mir gewünscht, dass man anstatt zu beschwichtigen, direkt Tacheles geredet und die Bürger vernünftig aufgeklärt hätte.

Bildquelle: Pixelio/Clarissa Schwarz

Permanente Meldungen über Corona überall, in den Medien, in Diskussionsforen, bis ins Privatleben! Irgendwo spricht immer jemand darüber.

Von und über Corona gibt es (anscheinend) zwei Wahrheiten.

Die eine Seite sagt, der Coronavirus sei harmloser als eine Grippe (Influenza) und es handele sich bei allem nur um eine Panikmache der Medien, worauf die Politik zu reagieren versuche.

Auf der anderen Seite werden Maßnahmen ergriffen, die dazu dienen könnten, eine Apokalypse oder ein Massensterben gerade noch so abzuwenden, als letztes Aufbegehren gegen den bevorstehenden Tod weiter Teile der Menschheit.

Um die Pandemie einzudämmen oder die Verbreitung zu verlangsamen, werden Veranstaltungen abgesagt, Universitäten, Schulen und Kindergärten geschlossen, in Krankenhäusern dürfen Angehörige Patienten, wenn überhaupt, nur ganz kurz besuchen.
So soll es bis Ostern sein.

Wo ist die Wahrheit zu suchen? Ist alles gar nicht schlimm oder ist es schlimmer als man uns Glauben schenken mag?

Menschen mit mehr oder weniger schweren (Vor‑) Erkrankungen sind besonders gefährdet. Aus dieser Personengruppen sind schon viele gestorben.

Man hört, dass die ganzen Maßnahmen deswegen ergriffen werden, um diese Menschen vor einer Infektion zu schützen.

Wenn eine Influenza schlimmer wäre als Corona, bedeutete dies, dass Corona „nur“ eine leichte Influenza wäre. Influenza würde ja laut Meinung vieler Wissenschaftler und Virologen weit mehr Opfer fordern.
Wegen Influenza und weiterer schlimmerer Krankheiten wie Vogel‑, Schweinegrippe und dergleichen mehr wird allerdings nicht so ein „Aufstand „, was Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung angeht, gemacht.
Lassen wir die alten, gebrechlichen und (schwer) erkrankten Menschen außer Acht, sollte dem Durchnittsbürger nichts passieren.

In Krankenhäusern wird das Personal, das mit potentiellen Corona-Infizierten in Kontakt kam, einem Test unterzogen.
Alle dürfen weiterarbeiten, manche müssen aber ein Tagebuch führen, in das sie eintragen, ob sie Fieber haben oder wie sie sich fühlen et cetera.
Verdachtsfälle beim Pflegepersonal mit sogennanten „milden Syptomen“ dürfen weiter arbeiten, auch in Notaufnahmen.

Dies spräche dafür, dass Corona nicht schlimm wäre.

Nun trat die Bundeskanzlerin an die Öffentlichkeit und forderte, dass alle auf vermeidbare soziale Kontakte verzichten sollen, um zumindest die Infektion zu verlangsamen, das Gesundheitssystem und vor allem die Wirtschaft am Laufen zu halten.
Im gleichen Tenor wird gesagt, dass die Vorsichtsmaßnahmen dazu dienten, die Alten und Gebrechlichen zu schützen.

Weiterhin werden Hamsterkäufe getätigt, zu dem niemand von den Politikern etwas sagt.
Man könnte sich hinstellen und sagen, dass alles nicht so schlimm sei und dass alle einen Gang herunterschalten sollten, weil nichts so heiß gegessen werde, wie gekocht würde. Das passiert aber nicht.

So viele Widersprüche, aber keine Lösung oder Plausibilität.

Wo soll das Volk suchen zwischen den Wahrheiten, wenn es nirgends auch nur einen Minimalkonsens oder Antworten gibt?

Bildquelle: Pixelio/Clarissa Schwarz

Es geht mir gehörig auf den Geist!

Der Corona-Wahn!

Man liest und hört fast schon nichts Anderes mehr als Meldungen über den Corona-Virus.
Erkrankt eine Person, kommt irgendwo ein neuer Beitrag oder Artikel in einer Online‑ oder Papierzeitung heraus.

Das Volk ist in permanenter Agonie.

Die Medienleute tun ihr Übriges dazu.
Es vergehen keine paar Minuten, in denen ein „Oberschlauer“ positive Meldungen (nicht) wegwischt mit einem großen „Aber!“.
Dann herrscht wieder die paranoische Angst, dass uns Corona alle wegraffen könnte.
Wenn es nach manchen Zeitungsleuten geht, steht die Apokalypse bevor.

Welche Konsequenz hat es, Hamsterkäufe zu machen?
Das, was diese Leute nicht wissen, ist, dass das Gesundheitsamt beziehungsweise der Zivilschutz verpflichtet ist, Personen in (angeordneter) Quarantäne zu helfen.
Es wird niemand sterben, wenn er in Quarantäne ist.

Wenn man Lebensmittel gehortet hat, kann man sich einige Tage selbst versorgen. Der Hintergedanke ist, dass man dann ja nicht heraus darf.
Aber wie gesagt, ist der Zivilschutz auch da, um zu helfen.

Was sich mir bis jetzt nicht eröffnet hat, ist, warum man Toilettenpapier horten muss.

In Krankenhäusern werden Schutzmasken und Desinfektionsmittel gestohlen, damit man die Krankheit eindämmen kann.
Es so viele einfache Regeln, die man beachten kann, doch das will niemand sehen.
Hauptsache Panik verbreiten und sich vor allem benehmen, als stünde das Ende der Welt bevor.

Es steht zwar nicht im Pressecodex, dass man keine Panik verbreiten solle, doch es steht dort etwas von angemessener Berichterstattung.
Ebenso kann man unter ziffer 14 lesen:

Bei Berichten über medizinische Themen ist eine unangemessen sensationelle Darstellung zu vermeiden, die unbegründete Befürchtungen oder Hoffnungen beim Leser erwecken könnte. Forschungsergebnisse, die sich in einem frühen Stadium befinden, sollten nicht als abgeschlossen oder nahezu abgeschlossen dargestellt werden.

Pressecodex, Ziffer 14

Der „Corona-Virus“ ist faktisch harmloser als der Gruppe-Virus (Influenza). Statistisch gesehen sterben an Influenza mehr als an „Corona“ (Covid-19), doch das würde die selektive Wahrnehmung vieler außer Kraft setzen.

„In einer Gesellschaft, der es objektiv unglaublich gut geht, gibt es offenbar die Sehnsucht nach apokalyptischen Szenarien.“

Ranga Yogeshwar, WDR-Wissenschaftsjournalist

 

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