Stuttgart

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Neuer Audio-Kommentar (Podcast) zur „Demo gegen die Corona-Maßnahmen“ in Stuttgart am 3.4.2021

Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigte sich gestern unzufrieden damit, dass manche Bundesländer sich nicht an die in der Ministerpräsidentenkonferenz besprochenen Maßnahmen wie zum Beispiel die sogenannte „Notbremse“ halten.

Die „Notbremse“ bedeutet, dass ab einer Inzidenz von 100 Maßnahmen zu treffen sind, um die weitere Verbreitung der Corona-Pandemie zu verhindern. Diese geht einher mit massiven Schließungen wie Geschäfte oder auch zum Teil von sogenannten „körpernahen Dienstleistungen“ wie Nagelstudios und Tattoostudios.

Angela Merkel sagte aber auch, dass sie überlege, dass man ins Infektionsschutzgesetz Maßnahmen bei Überschreiten bestimmter Inzidenzen hineinschreiben könnte. Dann wären die Länder daran gebunden, die Maßnahmen durchzusetzen.

Im Prinzip funktioniert dies schon, denn im Grundgesetz wird die „konkurrierende Gesetzgebung“ genannt.
Die „konkurrierende Gesetzgebung“ bedeutet, dass sowohl der Bund als auch die Länder auf dem selben Rechtsgebiet die Kompetenz des Einlassens von Gesetzen haben.
Es ist dann zu klären, wer genau diese wahrnehmen darf.

In Artikel 72 des Grundgesetzes wird dies geregelt.
Wo der Bund von seinem Recht Gebrauch macht, können die Länder grundsätzlich keine Gesetze mehr erlassen. Schon bestehendes Landesrecht tritt außer Kraft.

Nun hat aber der Bund zwar das Infektionsschutzgesetz erlassen, die Ausgestaltung aber den Ländern überlassen.
So entstanden zum Beispiel die Corona-Verordnungen der Länder, auf die man sich über die Länderparlamente – in diesem Kontext die Ministerpräsidentenkonferenz – berät, diese gemeinsam ausgestaltet und diese erlässt. 

Die Bereiche der „konkurrierenden Gesetzgebung“ sind in Artikel 74 Absatz 1  und Artikel 105 Absatz 2 des Grundgesetzes aufgeführt.
In Artikel 74, Absatz 1, Punkt 19 ist zu lesen, dass „Maßnahmen gegen gemeingefährliche oder übertragbare Krankheiten bei Menschen und Tieren, Zulassung zu ärztlichen und anderen Heilberufen und zum Heilgewerbe, sowie das Recht des Apothekenwesens, der Arzneien, der Medizinprodukte, der Heilmittel, der Betäubungsmittel und der Gifte“ dazu gehören.

Das bedeutet, dass die Gesetzgebung für den Infektionsschutz in der Hand des Bundes liegt.
Der Bund hat aber hineingepackt, dass die Länder für die Ausgestaltung zuständig sind. Somit hat der Bund die Kompetenz für die Corona-Verordnungen an die Bundesländer abgegeben.

Der Bund könnte ins Infektionsschutzgesetz explizit hineinschreiben, dass Geschäfte schließen müssen, wenn eine Inzidenz über 100 erreicht ist.
Dies wäre dann für alle Länder zwingend notwendig, auch wenn in manchen Corona-Verordnungen etwas anderes stünde.

Um das Infektionsschutzgesetz zu ändern, wäre aber eine Mehrheit im Bundesrat notwendig, da dies eine Rechtsverordnung ist. Dies regelt Artikel 80 des Grundgesetzes.

Die Frage ist, ob die Länderkammer mitspielen würde!

Schweißgebadet schreckt Thomas auf und setzt sich aufrecht ins Bett. Da waren die Szenen wieder.
Er befand sich inmitten von Demonstranten, die immer wieder „Wir sind friedlich, was seid Ihr?“ in Richtung der Polizei skandierten. Plötzlich rückte die Polizei ohne ersichtlichen Grund aus, prügelte wie wild auf die Demonstranten ein und verscheuchte sie, obwohl diese nichts getan hatten. Einer von ihnen verlor sogar sein Augenlicht.
Diesen Albtraum macht Thomas immer wieder durch.

Thomas gehörte vor knapp zehn Jahren zur Horde von radikalen und aufgehetzten Demonstranten, die vor der Polizei stand und laut gebetsmühlenartig „Wir sind friedlich, was seid Ihr?“ riefen. Gleichzeitig warfen sie immer wieder mit voller Absicht gezielt kleine Steine gegen die Visiere der Polizisten, die vor ihnen standen. Diese blieben ruhig, obwohl der Steinhagel, der schon über längere Zeit auf sie einprasselte, zu nerven begann. Das schnelle „Tack-Tack-Tack“ der Steine, die auf die Visiere trafen, rieb stetig die Nerven auf, weil es nicht aufhörte.
Die Polizei hatte mehrmals schon die Demonstration für aufgelöst erklärt, doch die Demonstranten hielten sich nicht daran und provozierten die Polizisten weiter, mit nicht-endenwollenden Sprechchören und Steinhagel.

Im Vorfeld der Demonstration hatten sogenannte „Trainings“ stattgefunden, bei denen gezeigt wurde, wie man sich verhält, wenn man sich im „passiven Widerstand befindend“ von der Polizei wegtragen lässt.
Dort wurden auch Windeln als Mittel für das Durchhalten angepriesen nach dem Motto: „Falls es länger dauert und Ihr nicht wegkönnt, wenn es drückt.“.
Auch wurden Zelt‑ und andere Planen verteilt, falls die Polizei Wasserwerfer einsetzen sollte. Man hatte also mit allem gerechnet und nahm es in Kauf.

Da die Organisatoren der Demonstration immer und immer mehr Leute in den Schlossgarten schickten, musste die Polizei irgendwann durchgreifen. Sie ließ mehrmals über Lautsprecher verkünden, dass unter Einsatz von Wasserwerfern die Demonstration auflöst würde, wenn die Demonstranten nicht freiwillig gingen. Diese interessierte es aber nicht. Sie machten einfach weiter.
Dann rieselte es Wasser. Immer wieder warnte die Polizei Demonstranten, sie mögen sich aus der Schusslinie des Wasserwerfers entfernen. Diese hielten ihre Planen fest und blieben (noch) stehen.
Ein besonders penetranter Demonstrant suchte immer wieder den Wasserstrahl und breitete auch die Arme aus.
Er wurde mehrmals aufgefordert, aus dem Bereich des Wasserwerfers zu gehen, kehrte aber immer wieder dorthin zurück. Es passiert ein Unfall, bei dem der Wasserstrahl den Mann ins Gesicht traf. Er erblindete leider fast.

Der Rädelsführer der Demonstration sagte als Erstes lapidar: „Solche Bilder brauchen wir.“

Die selbsternannten Widerständler stilisierten diesen Tag zu ihrem eigenen Gedenktag hoch, zum sogenannten „Schwarzen Donnerstag“, damit sie ihre eigenen Niderlage nicht in Vergessenheit geriet.

Die Rädelsführer besorgten sich einen alten Wasserwerfer und zogen damit bei jeder Montagsdemo oder Spontandemo umher. So provozierten sie ihre Sympathisanten und nutzten deren Emotionen zum Hass gegen die Polizei aus.
Sie hetzten permanent gegen die Polizei als „Prügel-Polizei“, um Stimmung gegen diese zu machen und sich selbst reinzuwaschen.

Ein Untersuchungsausschuss und auch Gerichte kamen nach ein paar Jahren zu dem Schluss, dass Teile des Polizeieinsatzes nicht rechtmäßig waren. Das war gefundenes Fressen für die „friedlichen Demonstranten“. Sie stilisierten alles ins unermesslich Schlimme und behaupten, dass sie ja immer gesagt hätten, dass es sich um eine „Prügel-Polizei“ gehandelt habe.
Dass nur Teile des Einsatzes nicht rechtmäßig waren, sagten sie nicht, sie behaupteten es von dem ganzen Einsatz.
Dass welche von den Radikalen, die zu ihnen gehörten, Baumaschinen zerstört oder Material kaputtgemacht hatten, war plötzlich nicht mehr wichtig. Auch hatten sie „vergessen“, dass sie Bauzäune zerstört hatten, um auf die Baustelle zu kommen. Einzig und allein zählte die „hehre gemeinsame Sache“. Sie verbreiteten Lügen – Heute würde man „Fake-News“ sagen. – von der Demonstration. Diese wurden in unregelmäßigen Abständen wiederholt.
Eine Lüge wird allerdings nicht zur Wahrheit, nur weil man sie immer wiederholt.

Sie vergessen nur, dass die Beurteilung des Polizeieinsatzes als stellenweise unrechtmäßig ihnen keinen Ablassbrief ausstellt.
Von den Demonstranten wurden auch viele wegen Sachbeschädigung, Haus‑ und Landesfriedensbruch, und Beamtenbeleidigung oder Widerstand gegen Vollzugsbeamte sowie Körperverletzung verurteilt. Dies verschwiegen sie aber. Sowas passt ja nicht zum „großen Plan“.

Wie es immer bei selbsternannten Revolutionären ist, feiern sie sich selbst und sehen sich als „Friedensengel“ an. Die Eigensicht und die Fremdsicht (anderer auf sie) differiert hier gewaltig.
Zeugen, die die Demonstration und deren Ausgang mit der Niederlage für die „Revoluzzer“ beobachteten, erzählten von der aggressiven Stimmung der Demonstranten gegenüber der Polizei. Sie sagten einhellig, dass diese die Lage selbst herbeigeführt hätten. Manche meinten auch, dass der Fast-Erblindete selbst schuld an seiner Lage sei, da er immer wieder den „Wasserstrahl gesucht“ habe.

So tragisch es für manche sein mag, eine Niederlage ertragen zu müssen, so zweideutig verhielten sich die Rädelsführer, die immer noch nach über zehn Jahren nicht anerkennen wollen, dass ihr Protest nichts gebracht hat.
Sie sonnen sich in ihren angeblichen Erfolg, der einzig und allein darin besteht, dass Teile des Polizeieinsatzes gerügt wurden.

Der Bahnhof – Stuttgart 21 (S21) – wird gebaut.

Sie schmähen den Baufortschritt und verbreiten Falschinformationen, indem sie behaupten, alle träten auf der Stelle und es passiere nichts. Laut ihrer irrigen Darstellung kann man alles noch rückbauen und den so Kopfbahnhof renovieren.
Schade nur, dass sie so von ihrer eigenen Utopie so geblendet sind, dass sie außer Acht lassen, dass es nie eine Kostenerhebung und Kostenrechnung für die Renovierung des Kopfbahnhofes gegeben hat.
Sie gehen lieber jeden Montag auf die Straße und tun so, als könnten sie gegen den weit fortgeschrittenen Bau noch etwas unternehmen. Dass Einzige, was sie tun ist, sich und ihre Bekannte zu blenden.
Sie sind auf dem Stand von vor zehn Jahren stehengeblieben.
Vor zehn Jahren konnten sie erzählen, dass alles noch in der Schwebe sei, doch Anbetracht der heutigen Lage ist dies nur noch lächerlich.
Dies bemerkt man auch, wie sich immer noch ihre Taten zu rechtfertigen versuchen.
Wenn zum Beispiel in Blogs über die reinen Fakten von „Stuttgart 21“ berichtet wird und man dann auf die teilweise radikalen Handlungen bei Demos zu sprechen kommt, springt mindestens einer der „Revoluzzer“ darauf an und versucht eine Diskussion anzuzetteln, dass man nicht vergessen dürfe, dass der (ganze) Polizeieinsatz unrechtmäßig gewesen sei. Dass diese Aussage nur teilweise stimmt, ist ihnen egal, Hauptsache sie können über ihre Taten hinwegsehen und andere darüber täuschen.

Es hört sich nur noch an wie das bockige Gehabe kleiner Kinder, die ihren Willen nicht bekommen haben.

Dieses Blog feiert heute – 8.2.2021 – seinen fünfzehnten Geburtstag.

Die Nacht vom 20. auf den 21.6.2020 hat als „Stuttgarter Randalenacht“ negative Berühmtheit erlangt.
Nachdem die Polizei Kontrollen am Eckensee durchgeführt hatte und sich etliche gegen diese agiert hatten, kam es zu Plünderungen.

Knapp 500 Personen randalierten, schlugen Scheiben auf der Königstraße ein und plünderten.

In der Nacht wurden über zwanzig Personen in Gewahrsam genommen, die meisten davon aber wieder freigelassen.

Die Polizei, die erst von der „Party‑ und Eventszene“ sprach, musste dies revidieren.
Es wurde ein Einkaufswagen mit Pflastersteinen und Farbbeuteln gefunden. Solche Utensilien sind eindeutig der linken politischen Szene zuzuordnen.

Die linksorientierten Politiker versuchten dies immer wieder zu beschwichtigen, doch der Druck wurde stärker, da die Beweise erdrückend wurden.
Die linke Szene wehrte sich permanent gegen die Anschuldigungen.
Es mutet kurios an, dass plötzlich die „Party‑ und Eventszene“ randaliert hatte.

Irgendjemand musste anscheinend nicht erst an diesem Tag beziehungsweise in dieser Nacht gegen die Polizei gezündelt haben.
Zwei Wochen vorher wurde die Polizei nämlich auch barsch angegangen. Ein Junge hatte die Polizei gerufen. Als diese zu ihm stieß, sagte er dreist, er hätte nur wissen wollen, wie lange die Polizei bräuchte, um zu kommen. Als die Polizei den Jungen, der abhauen wollte, festhielt, meinten Passanten sich einmischen zu müssen, um den Jungen zu „befreien“.

Man kann nicht ausschließen, ob es ein Probelauf war. Es liegt aber nah.

Auch das permanente Abwehren, dass Linke es gewesen sein könnten, lässt ebenso tief blicken.

Die Polizei bat die Bürger, Videos von der „Stuttgarter Randalenacht“ auf deren Webseite hochzuladen.
Mithilfe der etwa 7500 Videos konnte einige Linksextreme dingfest gemacht werden.

Heute, Donnerstag, den 9.7.2020, wurde auf der linksextremen Webseite „Indymedia“ ein Aufruf veröffentlicht. Hierin wird dazu aufgerufen, man soll immer wieder völlig unsinnige und inkontextuelle Videos bei der Polizei hochladen, damit deren Webseiten ausfielen.
So soll die Polizeiarbeit behindert werden.

Dumm ist nur, dass dem zwar welche nachgekommen sind, die Webseite aber standgehalten hat.

Einen Zusammenhang zwischen dem Aufruf und den Festnahmen sowie der „Stuttgarter Randalenacht“ dementieren die Linken.

Das Steαmpunk-Picknick findet nun statt am

13.9.2020 ab 12 Uhr mittags.

Aufgrund der Corona-Pandemie waren wir gezwungen, es erst abzusagen.
Wir konnten aber glücklicherweise im Austausch mit dem Römermuseum „Villa Rustica“ einen neuen Termin finden.

Alle interessierten – ob mit oder ohne Gewandung, aus welcher Epoche auch immer – sind herzlich eingeladen.

Falls es schlechtes Wetter ist, können wir uns in den Portikus (im Museum mit Bierbänken und –tischen) aufhalten.

Kleinhändler bzw. Kleinanbieter können gerne ihre kleinen Stände aufbauen.
Bitte dies vorher mit uns absprechen.

Falls wir für ein Gruppenfoto laut Sozial‑ beziehungsweise Gesundheitsministerium keine Masken oder Mundschutze bräuchten, sollten wir trotzdem ein „Erinnerungsfoto“ mit Masken machen.
Also ein Gruppenfoto, auf dem alle eine Maske tragen.

Wer von Schorndorf oder Winterbach sowie der Nähe kommt, kann sich melden, denn jemand bietet Mitfahrgelegenheiten an.

Wir freuen uns auf Gewandete und Zivilisten!

Wer sich nicht über Facebook anmelden kann oder möchte, kann es mit dem folgenden Formular tun.

Den Verschwörungstheoretiker rund um die angebliche „Corona-Lüge“ ist nichts zu schade, um es für eigene Zwecke zu missbrauchen.
Die wirren Aluhut-Träger haben einen Zusammenhang zwischen dem neuen Mobilfunkstandard 5G und Corona (Covid-19) konstruiert.

Angeblich sei Corona zeitgleich mit der Einführung von 5G aufgetreten.

Da Deutschland nur in einigen wenigen Großstädten 5G-Anlagen zum Testen aufgestellt hat, ist ein Zusammenhang nicht gegeben, wie von den Verschwörungstheoretikern behauptet wird.
Wenn es stimmte, müsste es in Gangelt, Kreis Heinsberg, – dem Corona-Hotspot in Deutschland – ein funktionsfähiges 5G-Netz geben.
Dies ist aber nicht der Fall.

Es wird ohne Vergleichsstudien behauptet, dass das 5G-Netz das Immunsystem des Menschen schwäche und dadurch gefördert werde, dass sich Krankheiten schneller ausbreiten könnten.

Bedingt durch die höheren Datenübertragungsraten bei 5G werden höhere Frequenzen benötigt. Diese liegen im Bereich um 38 Gigahertz. Man spricht auch von Millimeterwellen.
Durch neue fokussierbare Antennen und Transmitter reduzieren sich die Übertragungszeiten für Datenpakete auf unter einer Millisekunde.
Da höhere Frequenzen und kleinere Wellenlängen nicht soviel Energie erzeugen, reduziert sich folglich auch die Wärmewirkung.
Experten des Bundesamts für Strahlenschutz haben in Studien bewiesen, dass diese geringe Wärmewirkung nur in den oberen Hautschichten eindringe und keinen Schaden anrichte.

Um das Immunsystem zu schwächen, müsste man Menschen schon sehr hohen Strahlungen aussetzen, die nicht mal in der Anfangszeit des Mobilfunks erreicht wurden.

Noch bevor es die Mobilfunknetze gab, wurden ISDN-Telefone eingeführt, die nicht mehr wie die „alten“ analog, sondern digital funktionierten.
Zu dieser Zeit kamen auch sogenannte Schnurlos-Telefone heraus und es kursierten die ersten Gerüchte, dass diese Telefon durch die „getakteten Verbindungen“ Krebs verursachen würden.

Dies konnte weder bei den Schnurlos-Telefonen noch bei Mobiltelefonen nachgewiesen werden.

Jedes Mal, wenn ein Mobilfunkstandard oder Datenübertragungsstandard bei Mobiltelefonen durch einen neueren abgelöst wurde, flammten diese Gerüchte wieder auf.

Diese Verschwörungstheorie wird auch bei Personen verbreitet, die sich gegen die angeblichen „Freiheitsbeschränkungen durch die Anti-Corona-Maßnahmen“ aufzulehnen meinen.

Da diese Corona-Leugner und –Verharmloser behaupten, dass Corona nicht schlimmer als eine Grippe oder Erkältung sei, kommt es ihnen gerade recht, dass man einen Zusammenhang mit 5G konstruieren kann.

Da angeblich die elektromagnetische Strahlung von 5G das Immunsystem schwäche, kann man bei der Behauptung bleiben, dass Corona harmlos sei, denn wenn Menschen erkrankten und im schlimmsten Fall stürben, liege dies nicht am Corona-Virus, sondern daran, dass das Immunsystem durch die „5G-Strahlung“ zerstört worden sei.

So kann man auch behaupten, dass diese Personen durch eine völlig harmlose Erkältung gestorben seien, weil der Körper keinerlei Abwehrkräfte mehr gehabt habe.

Man kann sich den Job nicht immer aussuchen …
Heute zog es mich berufsbedingt zur Kundgebung gegen die Anti-Corona-Maßnahmen der Regierung auf das Cannstatter Wasen-Gelände nach Stuttgart.

Heute, Samstag, den 9. Mai 2020, fand ab 15 Uhr die Kundgebung gegen die von der Regierung beschlossenen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie statt.

Es wird niemanden wundern, dass sich dort Impfgegner, Pandemie-Verharmlosen und –Leugner, Verschwörungstheoretiker und sonstige Aluhut-Träger trafen.

Der Konsens aller Teilnehmer war und ist, dass die Corona-Pandemie gar nicht so schlimm sei und dass eine Grippe oder eine starke Erkältung weit schlimmer sei.

Blöder als durch einen Mundschutz zu atmen, ist beatmet zu werden, doch das interessierte keinen von den Teilnehmern.
So gut wie niemand trug einen Mundschutz.
Nicht mal die Ordner!
Abstandsregeln wurden generell nicht eingehalten, sehr oft wurde sich zur Begrüßung umarmt.

Wir haben uns immer wieder gefragt, warum die Polizei nicht einschritt, da eklatant die Hygieneregeln gebrochen wurden.

Hätten wir es mit eigenen Augen nicht gesehen und hätten wir keine Fotobeweise gemacht, wie Demonstranten – weil es keine Miet‑ oder sonstigen Toiletten gab – in die Hecken u. ä. ihre kleinen und großen Notdurften verrichtet haben.

Aus Gründen der Diskretion werde ich diese Fotos nicht veröffentlichen.
Ich behalte mir aber vor, die Gesichter unkenntlich zu machen.

Bei den Redebeiträgen wie von Ken Jebsen, Winfried Geissler, Stefan Homburg kam nichts Neues heraus.
Rhetorisch gut verpackter Unfug und Unsinn gepaart mit den wildesten Verschwörungstheorien, dass „wir“ alle nur manipuliert werden. und so weiter und sofort.
Uns war langweilig, da wir die ganzen „Thesen“ kannten, nur eben nicht in der Reihenfolge, wie sie gestern vorgetragen wurden.

Ein kleines „Highlight“
Als wir Richtung der Kundgebung gingen, trafen wir am Mineralbad Leuze einen Mann, der uns ansprach: „Gehen Sie auch zur Demo?“
„Nein! Wir gehen nicht zu den Deppen.“
Der Mann: „Ich gehöre zu den Deppen. In zwei Jahren werden Sie es sehen.“
Meine Gattin: „Ich arbeite auf der Corona-Ambulanz.“
Der Mann rückte einige Meter von uns.


Heute findet auf dem Cannstatter Wasen wieder eine Demonstration beziehungsweise Kundgebung gegen die von der Regierung beschlossenen Corona-Eindämmungsmaßnahmen.

Die Bewegung, die sich in Stuttgart „Querdenken 711“ – Die Telefonvorwahl von Stuttgart ist 0711 – nennt und hinter der auch die „Partei“ namens „Widerstand 2020“ steht, beruft sich auf die Versammlungsfreiheit des Grundgesetzes.

Wenn ein Journalist bei der „Partei“ akkreditieren möchte, muss er eine Erklärung ausfüllen und diese bestätigen.
Er verpflichtet sich darin, ordnungsgemäß, objektiv und wahrheitsgemäß und im Sinne von Artikel 5 des Grundgesetzes zu handeln und zu berichten.

Jeder Journalist ist laut Deutschem Pressecodex gehalten, so zu handeln.

Die „Querdenker“ meinen, wenn man deren Erklärung unterschreibt, könnten sie Druck gegen einen ausüben, bis hin vors Gericht.

Der sogenannte „Widerstand 2020“ beruft sich auf Artikel 5 des Grundgesetzes, selektiert aber vor, was eine Zensur bedeutet.

Nachtrag:
Eine Person vom „Widerstand 2020“ wurde mit diesem Artikel konfrontiert, um sich dazu zu äußern.
Die einzige Reaktion war eine Kurzmitteilung:

Ganz schön engstirnig und einseitig informiert… aber egal…ihr werdet schon sehen! Schönes Leben!

Dann wurde bei Facebook geblockt, was bedeutet, dass man jegliche Diskussion unterbindet.

Q.E.D.

Am vorigen Freitag ist ein Team der „Heute Show“ (ZDF) angegriffen und verletzt worden.
Unter ihnen war auch der Moderator und Akteur Abdelkarim.
Laut Recherchen war das Team auf einer Demonstration gegen Corona-Maßnahmen in Berlin zugegen.

Dort wurden es von anscheinend 20 Personen aus dem – wie es sich heute (Sonntag) herausstellte – „linken Milieu“ angegriffen.
Sechs der „Linken“ wurden vorläufig festgenommen, doch am Samstag wieder entlassen.
Laut Staatsanwaltschaft bestehe zudem kein dringender Tatverdacht, weswegen es auch keine Haftbefehle gab.
Das ZDF und die „Heute Show“ schweigen sich aus und sagen, man wolle „laufenden Ermittlungen“ nicht vorgreifen.

Wenn die „Heute Show“ sich auf Demonstrationen oder Kundgebungen begibt und dort Leute interviewt, geht es nicht gesittet zu.
Teilnehmer werden sehr oft im Kontext des „satirischen Berichts“ als Idioten dargestellt.

Dies darf man nicht falsch verstehen. Gewalt ist abzulehnen.

In Stuttgart kamen wir vor zwei Jahren durch einen Zufall zu einer Kundgebung gegen Frühsexualisierung von Kindern. Wir hörten interessehalber zu und machten Fotos.

Dort war auch ein Team der „Heute Show“ mit Lutz van der Horst.

Lutz van der Horst pickte sich nach einigen Versuchen und Betrachtungen Personen heraus, die sich nicht wirklich artikulieren konnten und trieb verbale Spielchen mit ihnen.
Irgendwann wurde es mir zu dumm, dass er diese Personen als Idioten bezeichnete und ich klinkte mich ein.

„Lutz, ich erkläre gerne, worum es hier geht“, begann ich, als die Kamera auf mich aufmerksam wurde. Ich erklärte, dass geplant sei, dass in Grundschulen und Kindergärten schon Kinder mit Sexualpraktiken konfrontiert würden und dies nicht richtig sei.“
Er versuchte mit mir auch eine Spielchen a la „Alles Idioten hier“, doch er biss auf Granit.
Ich ließ mich nicht vorführen und blieb sachlich.
Er kochte vor Wut, denn er hatte jemanden vor sich, dem er nicht Herr werden konnte und der seine Spielchen in eine andere Richtung trieb.

Nach einiger Zeit bemerkte er, dass er mich weder provozieren noch an die Wand spielen konnte.
Das Team wandte sich ab und ging wieder zu den nicht so sprachgewandten.

Am Wochenende profilierte sich Lutz van der Horst im ZDF und zeigte seine Denunziationsattacken. Von meinem Auftritt war nichts zu sehen.

Am Tag danach bekam ich eine Diskussion bei Facebook mit und konfrontierte ihn. Viele Kritiker sagten, dass er es mal mit „richtigen“ aufnehmen solle und nicht nur mit „schwachen“.
Er sagte nichts dazu, sondern attackierte nur diejenigen, die er vorgeführt hatte. Er fand seine „Aktion“ richtig toll.
Ich stellte mich vor und fragte, warum er denn nicht unser Gespräch auf Sendung hätte gehen lassen. Es gab sogar einen Zeugen, der mich gesehen hatte.
Die Reaktion war, dass er sich an nichts erinnern könne.
Dann war die Sache für ihn gegessen und er ignorierte uns.

Ich verteidige keine Gewaltausbrüche gegen Menschen.

Ich habe mich allerdings schon lange gefragt, warum das Team der „Heute Show“ nie in eine Schlägerei verwickelt wurde.

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Syntronica: Soultime

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