Rätsel

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Dieses Blog feiert heute – 8.2.2021 – seinen fünfzehnten Geburtstag.

Sehr geehrter Herr Tolzin aus Herrenberg-Kuppingen,
gestern musste ich erstaunt feststellen, dass sich in meinem Briefkasten trotz Aufkleber „Keine Werbung, … , keine sonstigen Blätter“ plötzlich einer Ihrer Flyer befand.

Er trägt die Überschrift „Kreis Böblingen steht auf.“.

Ich habe mich gefragt, wie es Ihnen als informierter Bürger, Journalist und Bürgerrechtler passieren konnte, dass dort „Kreis“ und nicht „Landkreis“ stand.

Vielleicht läuft man in Kuppingen auf der Widdersteinstraße ja im Kreis, so wie Sie Ihre Argumentation immer wiederholen, als wenn Sie im Kreis laufen oder sich in einer niemals enden wollenden Schleife ohne Wiederkehr befinden. Die Widdersteinstraße hat bekanntermaßen einen Ausleger, der in eine Sackgasse endet und davor ist eben der Kreis, der einen Rundverkehr in rechteckiger Form gleicht.
Wenn man nur immer rechts herumläuft, kommt man nicht heraus.
Vielleicht befindet sich im Schwerpunkt die „Deutsche Mitte“.

Wie dem auch sei!

Verrannt haben Sie sich allemal!

„Kreis Böblingen steht“ … jedenfalls nicht auf.

Es sind, einige Leute, die wissenschaftliche Erkenntnisse nicht wirklich verstehen oder aus einem Schutzreflex heraus die Wahrheit nicht sehen wollen.
Vielleicht steht ja der „Kreis“ in der Widdersteinstraße auf, also die, die in diesem Rechteck wohnen und wegen eines möglichen Rechtsdralls nicht mehr herauskommen.
Ich muss übrigens sagen, dass ich die Widdersteinstraße erst auf der Landkarte nicht gefunden habe, da ich aufgrund Ihrer Aussagen und Argumentation darauf hereingefallen war, dass es „Widerstandstraße“ geheißen haben könnte.

Auf der Vorderseite des Flyers ist eine ganz tolle Grafik zu sehen, die die Intensivbettenbelegung zeigt.
Dabei ist Ihnen beziehungsweise ihrem Freund Schiffmann aber der Fehler unterlaufen, dass dies zwei Statistiken sind, die andere Anfangsanforderungen und Betrachtungsräume haben.
Man kann nicht die Verteilung und Belegung der Intensivbetten über ganz 2019 mit der Belegung über die Zeit des Anstiegs der Corona-Infizierten im Spätherbst 2020 vergleichen.

Das müssen Sie doch gewusst haben, denn Journalisten müssen ja Statistiken verstehen können, weil es zum Handwerk gehört!

Ganz oben auf der Vorderseite geht es um den PCR-Test.
Der PCR-Test, der auf das Corona-Virus geeicht ist, kann nur anzeigen, ob ein Corona-Test „positiv“ oder „negativ“ ist.

Das wissen Sie als ehemaliger „gesundheitspolitischer Sprecher“.

Dann kommen Sie auf den sogenannten „CT-Wert“ zu sprechen.

Sie vergessen aber dabei, dass ein Vermehrungszyklus von unter 30 – CT-Wert unter 30 – darauf schließen lässt, dass der, von dem die Probe genommen wurde, infektiös ist.
Dann weisen Sie darauf hin, dass der PCR-Test auch Erbmaterial und vieles andere erkennen kann.
Das stimmt, denn der PCR-Test ist nur eine Verfahrensbeschreibung.
Er kann eingesetzt werden, um alle möglichen Gen-Ketten, Viren und vieles mehr wie Erbkrankheiten oder schwere Krankheiten erkennen.

So gibt es zum Beispiel einen PCR-Test, der auf das Corona-Virus geeicht ist.

Zu Beginn war der Test fehleranfälliger, Das geben auch Experten zu. Inzwischen ist er aber sicher, weil Biologen bessere Kriterien entwickelt haben, wie sie das Virus in einer Probe sicher finden können: Eine Genregion – sei sie noch so corona-typisch – reicht nicht aus. Es muss eine zweite positiv anschlagen. Das ist wie bei der Fahndung nach einem Verdächtigen. Er kann nicht nur anhand der Augenfarbe überführt werden, auch seine Fingerabdrücke müssen stimmen.

Es ist aber so – das muss ich Ihnen nicht erklären – , dass neuerdings drei Sequenzen gefunden werden müssen. Wenn alle drei „positiv“ ausschlagen, ist der Patient positiv an Corona (Covid) erkrankt.
Wenn nur eine Sequenz „positiv“ detektiert wird, muss man weitersuchen oder es kann nach 50 Vermehrungszyklen abgebrochen werden.

Zwei „Richtige“ bedeutet übrigens „schwach positiv“.

Bei einem „Richtigen“ wird sehr oft angeordnet, den Test wiederholen zu müssen.

Die Teste können übrigens keine „sonstigen Dinge“ erkennen, da sie dafür (nicht) geeicht oder ausgelegt sind, Corona zu erkennen.

Jedem steht laut Artikel 5 des Grundgesetzes zu, sich überall zu informieren, wo man will.

Das machen Sie ja auch, Herr Tolzin.

Sie schauen gerne Servus-TV, wie ich dem Flyer entnehmen kann.
Bei Servus-TV darf Herr Bhakdi behaupten, dass die Pandemie zu Ende sei, auch wenn in Deutschland momentan von einem Tag auf den nächsten ungefähr 25 000 Menschen neu am Corona-Virus erkranken und grob überschlagen 600 sterben.

Weltweit gehen die Corona-Infizierten in Richtung 80 Millionen, die Todesfälle sind bei mehr als 1,7 Millionen.

Bei momentan 524 065 Neufällen weltweit kann man von einem Ende der Pandemie sprechen.
Das gestattet ja Artikel 5.
Man muss sich dann nur fragen lassen, ob man noch in dieser Realität beheimatet ist.
Über circa 500 000 tägliche neuinfizierte Menschen hinwegzusehen, fällt schon in die Kategorie „Menschenverachtung“.

Diese Aussage darf ich machen, wegen Artikel 5.

Au der aufgeschlagenen Innenseite des Flyers folgen QR-Codes mit Gruppen wie „Eltern stehen auf“ und „Expertengruppen“.
Diese Expertengruppen verweisen auf andere Expertengruppen, die wieder auf die vorigen verweisen.
„Experte A“ hat sein Wissen von „Experte B“, der dies wiederum von der Webseite von „Experte A“ hat.

Das ist so, als wenn der Paketbote in der Widdersteinstraße beim Nachbarn von Ihnen ein Paket abgeben hätte und sich die Nachbarn Meier und Müller immer daraus einen Spaß mit Ihnen machen, Sie immer wieder von Meier nach Müller und zurück zuschicken, weil diese immer wieder sagen: „Der hat das Paket.“.

Irgendwann würden Sie aber merken, dass man Sie hochgenommen hat oder zumindest, dass etwas nicht stimmt.

Nun kommt das schon zigmal widerlegte Wissen, dass Masken schädlich seien.
Es wird in Videos gezeigt, dass sogenannte CO2-Messgeräte Alarm schlagen, wenn man (aus)atmet. Diese Geräte alarmieren, wenn der CO2-Gehalt über 10 000 ppm gemessen wird. In der Luft, die man ausatmet, sind aber schon 40 000 ppm vorhanden.

Messungen von Lungenärzten haben zudem mehrfach ergeben, dass der Sauerstoffgehalt beim Atmen unter der Maske nicht sinkt und der Kohlendioxidgehalt (CO2) nicht steigt.

Angeblich halten Masken nichts zurück.

Dann können diese ja auch kein Sauerstoff zurückhalten. Sauerstoff ist wesentlich kleiner als ein Virus.
Ein Kohlendioxid-Moleküle hat nur ein Atom mehr als ein Sauerstoff-Molekül.
Man muss bei der generellen Aussage „Masken halten nichts zurück.“ unterscheiden, ob man medizinische oder selbst-gehäkelte Masken meint.

Jetzt kommt auf der hintersten Seite das Infektionsschutzgesetz zur Sprache..
Die dritte Variante heißt übrigens „Drittes Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite“ und nicht „Ermächtigungsgesetz.“.
Das Ermächtigungsgesetz gab – salopp gesagt – den Nazis die Möglichkeit, Gesetze ohne Zustimmung des Parlaments abzuschaffen oder neue zu erlassen.

„Das dritte Gesetz …“ legt die Grundlage, dass das Parlament in jede Einscheidung mit eingebunden werden muss, wenn etwas entschieden wird, das zum Beispiel die Corona-Krise betrifft.
Die Ministerpräsidentenkonferenz wie vor dem „zweiten Lockdown“ war so etwas. Jedes Landesparlament musste ratifizieren und zustimmen.
Das nennt man „parlamentarische Kontrolle“.

Das muss man aber einem Ex-Mitglied der „Deutschen Mitte“, wie Sie es sind, nicht erklären. Zudem waren Sie dort „gesundheitspolitischer Sprecher“, bevor Sie aus der Partei „entfernt“ wurden.
Kann ja mal passieren.
Man muss nicht darauf verweisen, dass diese Partei rechtskonservativ ist, man kann dies aber tun.
Diese Partei unterstützt die „Germanische Neue Medizin“, die als Scharlatanerie bekannt ist, aber Schwamm drüber!

Sehr geehrter Herr Tolzin,
nun bin ich gespannt, ob und wenn, wie Sie (gegen)argumentieren.

Mit freundlichem Gruß aus Böblingen

Dietmar Schneidewind

P.S.: Alle Fakten und auch Ihre Adresse habe ich aus dem oben genannten Flyer, der Sie als Verantwortlicher nennt. Dort kann jeder diese Angaben nachlesen.

Wir hatten Anfang Februar 2020 darüber berichtet, dass beim Steampunk nicht alles so friedlich ist, wie man es sich wünscht.
Wir berichteten u.a. darüber, wie bestimmte Personen andere versuchen, in eine Ecke zu drängen.

Die Diskussion um den Aufnäher “Steampunk gegen rechts” geht weiter. Die große Mehrheit will keine politische Aussage oder Positionierung.
Dies interessiert aber nicht die “hochoffiziellen Stelle” alias “Amt”.
Wen jemand sagt, er wolle “gegen Extremismus” tragen oder “gegen Links”, bedient man sich des sogenannten “Whataboutismus”.

“What about …” also “Was ist mit …” ist eine Propagandamasche der Sowjetunion gewesen, Fehler oder schlimmeres zu verharmlosen mit “Gegenargumenten” wie zum Beispiel “Was ist mit dem Krieg der USA gegen Vietnam?” und dergleichen mehr.

Das bedeutet im Klartext: Jeder, der sich gegen die oben genannten Aufnäher in der vom „Amt“ favorisierten Art ausspricht, verharmlost Rechtsradikalismus. Folglich ist diese Person rechtsradikal.

Diese “Rhetorik” ist perfide und nicht hinnehmbar.

Als am 5.2.2020 in Thüringen Thomas Kemmerich zum Ministerpräsidenten gewählt wurde, äußerte sich das „Amt“ wieder.
Da die AfD überraschenderweise auch für Kemmerich gestimmt hatte, veröffentlichte man wieder den Aufnäher “Steampunk gegen rechts” mit der Begründung, Steampunk sei immer “politisch” gewesen und hätte sich eingemischt.
Dies war “seltsamerweise” den Personen, die schon sehr lange Steampunks sind, nicht bekannt.

Corona-Neuerkrankungen zum Vortag – Quelle: Robert-Koch-Institut, 2.4.2020

Die Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte gestern, dass man über Lockerungen der Ausgangsbeschränkungen reden könne, wenn die Verdoppelung der Infizierten mindestens zehn Tage betrage.

Das hört sich vordergründig erstmal gut an.

Wenn man sich die Statistiken des Robert-Koch-Instituts anschaut, erkennt man das innerhalb der letzten Wochen mehrmals eine Verdoppelung der Neu-Infizierten.
Von knapp 7 000 auf 15 000 in zwei Tagen, von ungefähr 15 000 auf 30 000 in vier Tagen scheint eine gute Ausgangslage zu sein.

Anders sieht es aus, wenn man die Anzahl der Neu-Unfizierten betrachtet.
Diese steigen von einem Tag auf den anderen um etwa fünf bis sechstausend.

Von 7 000 auf 15 000 in zwei Tagen ist rein rechnerisch gesehen nachvollziehbar. In diesem Zeitraum war die Anzahl der Neu-Infizierten etwas niedriger. Dann ging es rapide auf 30 000 hoch. Auch diese Rechnung kann man nachvollziehen, wenn man die Zahlen von Vortag zum aktuellen hinzuaddiert.
Von 30 000 auf 60 000 ist eine Differenz von 30 000. Korreliert man nun die Neu-Infizierten täglich, scheint es langsamer zu gehen.
Eine größere Differenz (30 000 auf 60 000) wird langsamer eingeholt, als eine kleinere (15 000 auf 30 000).

Hier ist der Fehler in der Betrachtung.

Eine Eindämmung oder Verlangsamung kann erst dann eintreten, wenn die Zahl der täglichen Neu-Infizierten rückläufig ist.

Über dem

Nicht nur, seitdem es die Ausgangsbeschränkungen bezüglich der Eindämmung von Corona gibt, kursieren wirre Thesen.

Das Gemeinsame an diesen sogenannten Verschwörungstheorien ist, dass sie nah an der Realität liegen, aber nicht bewiesen werden können. Die Anhänger wollen dies ja auch nicht, da sie wissen, was passiert, auch wenn alle anderen deren Quatsch nicht glauben.

Sie sind Eingeweihte und die Anderen manipuliert und desinformiert. Sie werden auch extra kleingehalten.

Man soll es nicht für möglich halten und auch nicht überrascht sein, dass es Verschwörungen um die Corona-Krise gibt, die irgendwie nicht neu klingen, aber einen tiefen Einblick in das Konstrukt „Verschwörungstheorie“ gewährt.

Um die Entstehung des Corona-Virus, Variante 2019, ranken zwei mindestens zwei Thesen.
Die USA oder China sind schuld.

China:
Variante 1: Das Militär hat es erschaffen, ⅿ um die Weltbevölkerung zu dezimieren.
Variante 2: Forscher haben es entdeckt, haben damit herumexperimentiert und durch Unachtsamkeit ist es verbreitet worden.
Um die Schuld zu vertuschen, wird behauptet, dass Wissenschaftler es so darstellten, es sei von einer Fledermaus – Java-Hufeisennase – auf Gürteltiere übergegangen worde und dann Menschen infiziert habe.

USA:
Die USA sind schon länger böse auf China, weil China den Weltmarkt mit Produkten überschwemmt und die Wirtschaft anderer Länder dadurch Schaden erleidet, weil Chinas Produkte billiger sind und sie folglich jeder kauft.
Die USA haben ein Virus entwickelt, das sie auf dem Markt in Wuhan versprüht haben, um der wachsenden Wirtschaftsmacht China Schaden zuzuführen.

Dies ist nicht beweisbar und es gibt auch keine Fakten dagegen. Darauf basieren Verschwörungstheorien. Nichts kann wirklich bewiesen oder entrkräftet werden.

Es geht noch weiter.

Die Regierungen haben richtig reagiert und haben Ausgangsbeschränkungen und Kontaktverbote angeordnet.
Wenn weniger Menschen unterwegs sind, können sich nicht mehr so viele treffen und gegenseitig anstecken.
Die Verschwörungstheoretiker wittern hier mehr.

Das ist laut ihnen die erste Stufe einer schon lange vorbereiteten Diktatur. Die Menschen sollen langsam darauf vorbereitet werden, interniert zu werden.
Dies geschehe alles, um die „Neue Weltordnung“ einzurichten.

Dieses Konstrukt, auch abgekürzt „NWO“, kann niemand benennen.
Es scheint in den Augen der Verschwörungstheoretiker so etwas zu sein wie ein weltumspannender Nationalsozialismus.
Schwache, Kranke und welche, die sich nicht systemkonform verhalten werden interniert und umerzogen oder eliminiert.

Die „NWO“ mache die Reichen reicher und die Armen ärmer.
Irgendwann gibt es nur noch Reiche, die sich permanent bereichern und Sklaven (die ehemals Armen), die gerade soviel zum Leben haben, dass ihre Arbeitsfähigkeit nicht leidet, da sie ja arbeiten müssen, damit die Reichen reicher werden.

Man muss schon ziemlich jenseits der Realität stehen, um so etwas zu vermuten.

Dies war nur ein ganz kleiner Einblick in Verschwörungstheorien.
In diesen geht es nur um die Hintergründe der Corona-Krise.

Permanente Meldungen über Corona überall, in den Medien, in Diskussionsforen, bis ins Privatleben! Irgendwo spricht immer jemand darüber.

Von und über Corona gibt es (anscheinend) zwei Wahrheiten.

Die eine Seite sagt, der Coronavirus sei harmloser als eine Grippe (Influenza) und es handele sich bei allem nur um eine Panikmache der Medien, worauf die Politik zu reagieren versuche.

Auf der anderen Seite werden Maßnahmen ergriffen, die dazu dienen könnten, eine Apokalypse oder ein Massensterben gerade noch so abzuwenden, als letztes Aufbegehren gegen den bevorstehenden Tod weiter Teile der Menschheit.

Um die Pandemie einzudämmen oder die Verbreitung zu verlangsamen, werden Veranstaltungen abgesagt, Universitäten, Schulen und Kindergärten geschlossen, in Krankenhäusern dürfen Angehörige Patienten, wenn überhaupt, nur ganz kurz besuchen.
So soll es bis Ostern sein.

Wo ist die Wahrheit zu suchen? Ist alles gar nicht schlimm oder ist es schlimmer als man uns Glauben schenken mag?

Menschen mit mehr oder weniger schweren (Vor‑) Erkrankungen sind besonders gefährdet. Aus dieser Personengruppen sind schon viele gestorben.

Man hört, dass die ganzen Maßnahmen deswegen ergriffen werden, um diese Menschen vor einer Infektion zu schützen.

Wenn eine Influenza schlimmer wäre als Corona, bedeutete dies, dass Corona „nur“ eine leichte Influenza wäre. Influenza würde ja laut Meinung vieler Wissenschaftler und Virologen weit mehr Opfer fordern.
Wegen Influenza und weiterer schlimmerer Krankheiten wie Vogel‑, Schweinegrippe und dergleichen mehr wird allerdings nicht so ein „Aufstand „, was Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung angeht, gemacht.
Lassen wir die alten, gebrechlichen und (schwer) erkrankten Menschen außer Acht, sollte dem Durchnittsbürger nichts passieren.

In Krankenhäusern wird das Personal, das mit potentiellen Corona-Infizierten in Kontakt kam, einem Test unterzogen.
Alle dürfen weiterarbeiten, manche müssen aber ein Tagebuch führen, in das sie eintragen, ob sie Fieber haben oder wie sie sich fühlen et cetera.
Verdachtsfälle beim Pflegepersonal mit sogennanten „milden Syptomen“ dürfen weiter arbeiten, auch in Notaufnahmen.

Dies spräche dafür, dass Corona nicht schlimm wäre.

Nun trat die Bundeskanzlerin an die Öffentlichkeit und forderte, dass alle auf vermeidbare soziale Kontakte verzichten sollen, um zumindest die Infektion zu verlangsamen, das Gesundheitssystem und vor allem die Wirtschaft am Laufen zu halten.
Im gleichen Tenor wird gesagt, dass die Vorsichtsmaßnahmen dazu dienten, die Alten und Gebrechlichen zu schützen.

Weiterhin werden Hamsterkäufe getätigt, zu dem niemand von den Politikern etwas sagt.
Man könnte sich hinstellen und sagen, dass alles nicht so schlimm sei und dass alle einen Gang herunterschalten sollten, weil nichts so heiß gegessen werde, wie gekocht würde. Das passiert aber nicht.

So viele Widersprüche, aber keine Lösung oder Plausibilität.

Wo soll das Volk suchen zwischen den Wahrheiten, wenn es nirgends auch nur einen Minimalkonsens oder Antworten gibt?

Bildquelle: Pixelio/Clarissa Schwarz

Seit zweieinhalb Jahren sind meine Gattin und ich nun beim Steampunk dabei.
Steampunk ist eine retro-futuristische Kultur, die sich seit den 1980-er-Jahren entwickelt hat.
Als Newcomer gefielen uns vor allem die Umgangsformen, die gepflegt werden: Höflichkeit als erste und oberste Devise.
Uns beeindruckten auch die Erfindungen, die sogenannte „Maker“ – Erfinder – selbst gebaut hatten.
Auch die an das „Viktorianische Zeitalter“ – 1837 bis 1901 – angelehnte Kleidung gefiel uns.
Wir fühlten uns wohl. Wir wurden hier und dort eingeladen. Irgendwo fand und findet immer etwas statt. Es machte Spaß, immer wieder neue Leute kennenzulernen, mit ihnen zu sprechen, Neues zu erfahren und sich beim Picknick oder ähnlichen auszutauschen.

Es gibt jedoch auch Schattenseiten.

Weiterlesen

Am 3. Februar war ich zu Gast beim „Stadtgespräch Böblingen“.
Der Verlagsleiter und Chefredakteur der „Sindelfinger Zeitung/Böblinger Zeitung“ interviewte mich zum Thema „Zeitreisen und Steampunk“ für „Regio TV Stuttgart“.

Vielen Dank!

Heute, Mittwoch, 20.11.2019, ist eine neue Online-Zeitung erschienen.

„Der Sekundenzeiger der Geschichte“

Darin befinden sich Nachrichten, Berichte, Ankündigungen und vieles mehr im, um und aus dem Steampunk-Genre.

„Der Sekundenzeiger der Geschichte“ ist im Format PDF gehalten und kann in der Regel mit jedem Browser gelesen werden.

Die erste Ausgabe kommt zum Stuttgarter Messe-Herbst heraus, denn dort ist in Halle 10, Stand D62 ein „Steampunk Village“ zu sehen.

Unter www.sekundenzeiger.com kann er sich angeschaut werden.

Dort, wo wir wohnen, ist zwischen den Häusern Radfahren verboten. 
Um das nahe gelegene Gymnasium darf man dies allerdings.
An den Wegen zu den Häusern stehen blaue Schilder, die eindeutige anzeigen, wo genau die Fußgängerwege – Amtssprache: „Gehwege“ – beginnen.

Beim Schild 239 handelt es sich um ein reines Fußgänger-Schild. Der Weg darf nur als Gehweg von Fußgängern genutzt werden. Es handelt sich hier um einen Sonderweg für Fußgänger.
Kinder bis zehn Jahren dürfen in diesem Bereich mit dem Rad fahren.

Uns nervt es ungemein, wenn man dort zu Fuß geht und von Fahrradfahrern belästigt wird, weil sie eine vermeintliche Abkürzung nehmen wollen.

Einige Jugendliche, die weit über zehn Jahre waren, fuhren wieder in den Weg ein. Zudem hatte ich noch Cora an der Leine.

„Hier ist kein Fahrradweg“, sagte ich zu einem Mädchen, das vor Cora gebremst hatte. Cora stand dort, hatte aber weder gebellt, noch irgendwas anderes gemacht. Sie schaute es nur abwartend an.

Ich wiederholte, dass hier kein Fahrrad gefahren werden dürfe. Das Mädchen sagte: „Ich weiß.“, blieb aber auf dem Rad sitzen, abwartend, dass ich Cora wohl zu mir näher hole.
„Wenn Du es weißt, dann stiege ab!“, sagte ich, „Du kannst Dein Fahrrad hier durchschieben.“
Ein paar andere hatten auch angehalten und warteten vor der gespannten Leine von Cora, die sich hingesetzt hatte, mit ihrer Rute wedelte und auf etwas Spannendes hoffte.
„Hier ist kein Fahrradweg, denn das blaue Schild mit der Mutter und dem kleinen Kind bedeutet, dass hier ein reiner Gehweg ist. Ihr könnt hier alle gerne schieben.“
„Das weiß ich“, meinte wieder das eine Mädchen.
„Leute, Ihr könnt es Euch aussuchen. Entweder steigt Ihr ab und schiebt oder Ihr fahrt an der Bäckerei her.“
Cora hatte währenddessen den Weg freigemacht und war ein kleines Stückchen den Weg zu unserem Haus hereingegangen.
Die fünf Kinder schauten mich völlig ratlos und verwirrt an. Sie waren wohl überfordert.

Dann kam ein Erwachsener von der anderen Seite und fuhr langsam an mich heran.
„Sie wissen aber schon, dass hier nur ein Gehweg ist und dass hier Radfahren verboten ist“, stellte ich eine Frage.
„Das weiß ich“, antwortet er mit hämischem Blick.
„Sie sind ein schlechtes Beispiel für die Kinder hier“, intervenierte ich, doch er fuhr neben mir her, auf zwei Kinder zu und quetschte sich durch diese respektlos durch. Die meisten Kinder blieben stehen, während einige einfach neben mir her fuhren.

Soviel also zu Verkehrsregeln!

Die Situation ist, im Nachhinein betrachtet, eher irreal gewesen.
Als ich den Kindern erzählt hatte, dass hier Radfahrverbot gelte, schauten diese mich an, als wäre ihnen ein Außerirdischer erschienen.
Sie kamen nicht damit klar, dass ein Fremder ihnen klarmachte, was „Gesetz“ ist.
Das Mädchen zu Anfang hat in keinster Weise begriffen, um was es ging. Es sagte zwar, dass es wisse, dass man nicht mit dem Rad fahren dürfe, hat aber nicht verstanden, dass sie im Mittelpunkt stand und gemeint war.

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Syntronica: Soultime

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