Atheismus

Angst um die Zukunft

In einer Welt, die kalt geworden ist, werden die Köpfe taub
Die Intelligenz schwindet, die Unwissenheit hat gesiegt
Die Jugend jagt Trends hinterher, die Köpfe voller Nichts
Die Realität ist verschleiert, in einer Benommenheit verloren

Oh, wir haben Angst um die Zukunft, wenn sie erwachsen sind,
Werden sie die Fackel tragen oder sie einfach in Staub verwandeln?
Werden sie sich erheben oder sich der Nacht ergeben?
Oh, wir haben Angst um die Zukunft, oh, wir haben Angst um das Licht


Bücher verstauben, Wörter bleiben ungelesen
Das Feuer des Wissens ist fast erloschen
Die Technologie regiert, der Geist wird versklavt
Kritisches Denken begraben, wie sich Willenlose verhalten

Oh, wir haben Angst um die Zukunft, wenn sie erwachsen sind,
Werden sie die Fackel tragen oder sie einfach in Staub verwandeln?
Werden sie sich erheben oder sich der Nacht ergeben?
Oh, wir haben Angst um die Zukunft, oh, wir haben Angst um das Licht

Der 3. März 1933 markiert einen düsteren Wendepunkt in der deutschen Geschichte, wenige Tage nach dem verheerenden Reichstagsbrand. Inmitten des aufgeheizten politischen Klimas und der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde der Vorsitzende der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD), Ernst Thälmann, verhaftet und in „Schutzhaft” genommen. Dieser dramatische Vorfall symbolisierte den beginnenden Verlust politischer Freiheiten und die zunehmende Repression unter der aufkommenden nationalsozialistischen Herrschaft.

Der Reichstagsbrand am 27. Februar 1933 legte den Grundstein für eine Welle der politischen Verfolgung in Deutschland. Die Nationalsozialisten nutzten die Ereignisse, um politische Gegner zu diffamieren und ihre Macht zu festigen. Ernst Thälmann, als führender Kopf der KPD, wurde zu einem der primären Ziele der Nationalsozialisten.

Am 3. März 1933 wurde Ernst Thälmann in den frühen Morgenstunden von SA-Männern aus seinem Haus in Berlin abgeholt und verhaftet. Die Begründung für seine Verhaftung war vage und reichte von angeblichen kommunistischen Verschwörungen bis hin zur Anstiftung zum Hochverrat. Thälmann wurde in sogenannte „Schutzhaft” genommen, einem Begriff, der die willkürliche Inhaftierung politischer Gegner ohne rechtliche Grundlage beschrieb.

Die Verhaftung von Ernst Thälmann war Teil einer systematischen Kampagne gegen die politische Opposition. Die Nationalsozialisten nutzten die erweiterten Befugnisse durch den Reichstagsbrand als Vorwand, um ihre politischen Rivalen zu eliminieren und ihre Ideologie zu zementieren.

Die Verhaftung von Ernst Thälmann markierte den Beginn eines brutalen Vorgehens gegen politische Gegner, insbesondere gegen die KPD. Thälmann selbst wurde im Verlauf der „Schutzhaft” schwer misshandelt und blieb für mehrere Jahre inhaftiert. Die politische Landschaft Deutschlands verlor weiter an Vielfalt, während die Nationalsozialisten ihre Kontrolle über sämtliche Aspekte des öffentlichen Lebens festigten.

Der 3. März 1933 und die Verhaftung von Ernst Thälmann stehen als Mahnung für die Gefahren politischer Repression und des Missbrauchs von Macht. In den folgenden Jahren wurden zahlreiche politische Führer und Aktivisten inhaftiert, verfolgt oder ermordet, was die schrittweise Etablierung einer totalitären Diktatur in Deutschland vorwegnahm. Dieses dunkle Kapitel der Geschichte verdeutlicht die Bedeutung der Verteidigung demokratischer Prinzipien und der Wahrung der individuellen Freiheiten.

Karma ist ein Konzept, das aus den indischen Religionen und Philosophien, insbesondere dem Hinduismus und Buddhismus, stammt. Es bezieht sich auf die Idee von Handlungen und den Konsequenzen dieser Handlungen im Leben eines Individuums. Grundsätzlich besagt das Karma-Gesetz, dass jede Handlung – sei sie physisch, mental oder emotional – Konsequenzen hat, die auf das Individuum zurückwirken.

Die Vorstellung, dass Taten auf den Handelnden selbst zurückfallen, bezieht sich darauf, dass die Natur der Handlungen die Art der Konsequenzen bestimmt, die eine Person erfahren wird. Wenn jemand positive, wohlwollende Handlungen vollbringt, wird er voraussichtlich positive Ergebnisse oder Belohnungen in der Zukunft erleben. Umgekehrt können negative Handlungen zu unangenehmen Konsequenzen oder „negativem Karma” führen.

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Es gibt schon „ungewöhnliche” Praktiken beim Verspeisen von „Delikatessen”.
Eine sehr perverse Art des sogenannten „Genusses” ist der Verzehr von Fett-Ammern.

Fett-Ammern, eine Delikatesse der französischen Küche, werden aus gemästeten und in Armagnac ertränkten Gartenammern zubereitet. 

Gartenammern oder Ortolane sind eine spezielle Art von Ammern, die zur Gruppe der Singvögel gehören.
Sie sind etwa so groß wie ein Haussperling (Spatz).

Es ist wichtig zu betonen, dass diese Vögel in Europa vom Aussterben bedroht sind und daher unter strengen Artenschutzbestimmungen stehen. 

Trotz dieser Schutzmaßnahmen werden jedoch jedes Jahr in Frankreich Zehntausende von Ortolanen illegal gefangen, insbesondere während ihrer Wiederkehr aus Afrika, wenn sie nach der Winterpause zurückkommen.
Sie werden mit dünnen Netzen gefangen. Die ersten, die gefangen werden, werden in den Netzen so gefesselt, dass sie Schmerzen haben.
Durch das schmerzhafte Piepsen werden so andere Gartenammern angelockt.
Diese Fangmethode ist schon pervers und invertiert, dass Vögel Lebewesen sind.

Die Praxis der illegalen Jagd auf Ortolane ist nicht nur ethisch bedenklich, sondern auch ökologisch problematisch.
Die Bedrohung des Aussterbens dieser Vögel trägt zur Ungleichgewicht der Ökosysteme bei, in denen sie eine wichtige Rolle spielen.
Darüber hinaus können die negativen Auswirkungen auf die Biodiversität weitreichend sein.

Es ist wichtig, immer wieder auf die illegale Jagd auf Gartenammern aufmerksam zu machen und die Bedeutung des Artenschutzes zu betonen.
Initiativen zur Aufklärung, Überwachung und Strafverfolgung müssen verstärkt werden, um diese Praktiken zu bekämpfen. 

Gleichzeitig sollten alternative Ansätze in der kulinarischen Welt gefördert werden, die auf nachhaltigen und ethischen Prinzipien basieren, um den Schutz gefährdeter Arten zu unterstützen und gleichzeitig die kulinarische Vielfalt zu bewahren.

Die Vorbereitung der Fett-Ammern ist äußerst abartig, was zu vehementer Kritik von Tierschützern geführt hat. 

Die Praktiken, die bei der „Aufzucht” der Ortolane angewendet werden, sind äußerst grausam und stoßen auf erhebliche Bedenken im Hinblick auf das Tierwohl.

Die gefangenen Ortolane werden unter grausamen Bedingungen gehalten, indem man sie entweder im Dunkeln einsperrt oder ihre Augen ausbrennt.
Dies geschieht, um ihren natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus zu stören und sie zu ständigem Fressen zu verleiten.
Diese drastischen Maßnahmen dienen dem Zweck, die Vögel in kurzer Zeit erheblich zu mästen.
Innerhalb von etwa zwei Wochen erreichen sie das Zwei- bis Dreifache ihres ursprünglichen Gewichts, was als Voraussetzung für die Zubereitung der Fett-Ammern betrachtet wird.

Nach diesem qualvollen „Aufzuchtprozess” werden die Ortolane in hochprozentigen französischen Branntwein Armagnac brutal ertränkt, bevor sie in Fett gegart werden. 

Dieser letzte Schritt der Zubereitung verstärkt nicht nur die ethischen Bedenken, sondern wirft auch Fragen zur Verantwortung gegenüber anderen Lebewesen auf.

Diese grausamen Praktiken sind permanent zu verurteilen und die Aufmerksamkeit auf die Notwendigkeit von Tierschutzmaßnahmen zu lenken.
Ebenso sind die selbst deklarierten „Gourmets” gnadenlos zu verurteilen – und das nicht nur mit lapidaren Geldstrafen. 

Die Förderung von kulinarischen Traditionen, die auf ethischen und respektvollen Prinzipien basieren, muss im Mittelpunkt stehen, um das Bewusstsein für den Schutz von Tieren zu schärfen und gleichzeitig die kulinarische Vielfalt zu bewahren.

Der Akt des Verzehrs von Fett-Ammern ist äußerst bizarr sowie pervers und durch ein bestimmtes Ritual geprägt.
Die selbst deklarierten „Gourmets” nehmen den gesamten Vogel, einschließlich Kopf und Knochen, in den Mund und kauen ihn „genüsslich”.
Diese perverse Art des Genusses hat dazu geführt, dass das Essen der Fett-Ammern als eine besonders extravagante und rituelle Handlung betrachtet wird.

Während des Genussakts bedecken sich die „Gourmets” mit einer Serviette, die sie über ihren Kopf stülpen. 

Dies dient nicht nur dazu, den „Duft” der Fett-Ammern zu bewahren, sondern auch dazu, sich vor den Blicken anderer zu verbergen.
Das Hüllen des Kopfes in die Serviette schafft bei den abartigen „Feinschmeckern” eine Art intime Kulisse, die den kulinarischen Akt zu einer privaten Angelegenheit macht.
Es trägt zu dem Geheimnis und der Exklusivität bei, die mit dem Verzehr dieser sogenannten „Delikatesse” verbunden sind.

Interessanterweise gibt es auch einen spirituellen Aspekt in diesem Ritual. 

Einige Menschen glauben, dass die Serviette nicht nur dazu dient, den „Duft” zu bewahren und vor neugierigen Blicken zu schützen, sondern auch, um sich vor dem göttlichen Urteil zu verstecken.
Jedem gläubigen Menschen ist aber klar, dass Gott alles sieht, auch das (angeblich) Verborgene.

Die Vorstellung, dass der Akt des Verzehrs einer solchen Delikatesse eine Sünde ist, verleiht dem Ritual eine zusätzliche Ebene des Aufbegehrens und der Immunität von Sünden. Diese „Gourmets” sehen sich selbst als gefeiht gegen Gottes Urteil.

Insgesamt wird der Verzehr von Fett-Ammern nicht nur durch geschmackliche Präferenzen definiert, sondern auch durch eine perverse Kombination aus angeblicher kulinarischer Extravaganz, Ritualen und zusammenfantasierten spirituellen „Höhenflügen”.

Fett-Ammern nehmen einen exquisiten Platz unter den teuersten und exklusivsten Delikatessen der Welt ein.
Ihre Seltenheit und die Schwierigkeiten bei ihrer Beschaffung machen sie zu einem wahren Luxus, der nur in ausgewählten Restaurants angeboten wird – und dies nur unter dem Mantel der Verschwiegenheit.
Diese exklusiven Etablissements gehen oft das Risiko hoher Geldstrafen ein, um an die illegal gefangenen Vögel zu gelangen, was die Begehrlichkeit und den exotischen Charakter dieser Spezialität zusätzlich steigert.

Die limitierte Verfügbarkeit und die Herausforderungen bei der Beschaffung verleihen den Fett-Ammern eine Aura des Unzugänglichen und Einzigartigen, bei denen die abartigen „Gourmets” sich als eine Art Elite fühlen.

Der Genuss dieser „Delikatesse” wird somit zu einem exklusiven Erlebnis für sogenannte „Feinschmecker”, die bereit sind, für die außergewöhnliche abartige kulinarische Erfahrung einen beträchtlichen Preis zu zahlen.

Es ist interessant anzumerken, dass einige Persönlichkeiten von Weltrang, wie der ehemalige französische Präsident François Mitterrand, für ihre Vorliebe für Fett-Ammern bekannt waren.
Dies trägt zusätzlich dazu bei, den kulinarischen Status und den Glamour dieses Gerichts zu betonen. Solche prominente Zustimmung verstärkt die Mystik um die „Delikatesse” und trägt zur Legendenbildung bei.

Insgesamt spiegelt der Genuss von Fett-Ammern nicht nur die kulinarische Finesse wider, sondern auch eine Art kulturelles Phänomen, das Luxus, Exklusivität und gastronomische Raffinesse sowie abartiges Verhalten miteinander verwebt. 

Die Praxis des Verzehrs von Fett-Ammern stellt ein bezeichnendes Beispiel für eine ethisch abartige kulinarische Gewohnheit dar, die auf Kosten des Tierwohls und der (NIcht-) Erhaltung der Artenvielfalt geht. 

Dieses exotische Gericht ist ein Symptom für Dekadenz und den egoistischen Drang einiger Menschen, die bereit sind, für einen flüchtigen Gaumenschmaus erhebliches Leid zu verursachen.

Das Schicksal der Ortolane, die für die Zubereitung von Fett-Ammern gefangen werden, veranschaulicht deutlich die Kehrseite solch kulinarischer Praktiken. 

Die grausamen Methoden der Aufzucht, bei denen den Vögeln die Augen ausgebrannt werden und sie im Dunkeln gehalten werden, tragen dazu bei, dass diese Tiere nicht nur physisch, sondern auch psychisch enorm leiden. 

Die illegale Jagd mit Einfangen in Netzen und der Handel mit diesen gefährdeten Vögeln bedrohen zudem die Erhaltung der Art..

Die Bereitschaft, solche grausamen Praktiken zu akzeptieren und zu fördern, wirft Fragen zur moralischen Verantwortung und zur Nachhaltigkeit auf. 

Der kurze Genuss, den einige aus diesem kulinarischen Vergnügen ziehen mögen, steht in starkem Kontrast zu den langfristigen Auswirkungen auf die Tierwelt und die Umwelt.

Es ist wichtig, die Bewusstseinsbildung zu fördern und alternative Ansätze in der kulinarischen Welt zu unterstützen, die auf ethischen und nachhaltigen Prinzipien basieren. 

Dies würde nicht nur dazu beitragen, das Tierwohl zu schützen, sondern auch die Artenvielfalt zu bewahren und die Verantwortung jedes Einzelnen für die Auswirkungen seiner kulinarischen Entscheidungen zu betonen.

Die Welt der sogenannten „Querdenker” – Ursprung, Beweggründe und potenzielle Gefahren

Die Faszination der sogenannten „Querdenker”-Bewegung

Die sogenannte „Querdenker”-Bewegung hat in den letzten Jahren zunehmend an Aufmerksamkeit gewonnen und überschreitet dabei gesellschaftliche Grenzen. Es ist von entscheidender Bedeutung, zu verstehen, wer genau diese Menschen sind, die sich selbst als sogenannte „Querdenker” bezeichnen, und wie diese Bewegung entstanden ist. Ein umfassenderer Blick auf die Ursprünge dieser Gruppierung kann dazu beitragen, nicht nur ihre Dynamik zu beleuchten, sondern auch potenzielle Gefahren im Zusammenhang mit ihrem Gedankengut zu erkennen.

Die Wurzeln der sogenannten „Querdenker”-Bewegung können auf verschiedene gesellschaftliche und politische Entwicklungen zurückgeführt werden.
Ein wesentlicher Faktor ist der wachsende Unmut und die Unzufriedenheit in Teilen der Bevölkerung über politische Entscheidungen, gesellschaftliche Veränderungen und staatliche Maßnahmen. Diese Unzufriedenheit hat in vielen Fällen zu einem Gefühl der Entfremdung und des Vertrauensverlusts gegenüber etablierten Institutionen geführt.

Ein weiterer entscheidender Faktor für das Entstehen der sogenannten „Querdenker”-Bewegung ist die Rolle der sozialen Medien und digitalen Plattformen. Diese haben es ermöglicht, dass Meinungen und Informationen sich schneller und breiter verbreiten können als je zuvor. Die Bildung von Online-Gemeinschaften und ‑Gruppen, die sich kritisch gegenüber offiziellen Darstellungen positionieren, wurde durch die digitalen Möglichkeiten stark begünstigt.
Hierbei spielte insbesondere die Verbreitung von Verschwörungstheorien und alternativen Erklärungsansätzen für gesellschaftliche Entwicklungen eine maßgebliche Rolle.

Die sogenannte „Querdenker”-Bewegung selbst hat ihren Ursprung in verschiedenen Protestbewegungen, die sich gegen bestimmte politische Entscheidungen oder Maßnahmen richteten. Insbesondere im Kontext der COVID-19-Pandemie haben sich viele Menschen, die sich von staatlichen Beschränkungen betroffen fühlten, in dieser Bewegung zusammengefunden. Der Wunsch nach mehr individueller, egoistischer Freiheit und ich-bezogene Autonomie stand dabei im Vordergrund. Die Bewegung wurde durch Demonstrationen und Veranstaltungen sichtbar, bei denen die Teilnehmer ihre Ablehnung gegenüber staatlichen Maßnahmen und ihrer Kritik an als zu restriktiv empfundenen Regelungen ausdrückten.

Es ist wichtig zu betonen, dass die sogenannte „Querdenker”-Bewegung eine heterogene Gruppierung ist, die verschiedene Strömungen und Ansichten vereint. Einige Mitglieder der Bewegung suchen lediglich den Austausch von „alternativen Meinungen”, während andere extreme Positionen und Verschwörungstheorien vertreten. Die Bewegung wurde in einigen Fällen auch von rechtsextremen Elementen infiltriert, was zu einer weiteren Fragmentierung und Kontroversen innerhalb der Gruppierung führte.

Insgesamt ist die Entstehung der sogenannten „Querdenker”-Bewegung das Ergebnis komplexer sozialer, politischer und technologischer Entwicklungen. Ihr Einfluss auf die Gesellschaft sollte nicht nur im Kontext ihrer Proteste, sondern auch im Hinblick auf die potenziellen Risiken ihres Gedankenguts betrachtet werden. Ein differenziertes Verständnis dieser Bewegung ist entscheidend, um konstruktive Diskussionen zu ermöglichen und angemessene Gegenmaßnahmen zu ergreifen, wenn es um die Bewahrung von demokratischen Werten und gesellschaftlichem Zusammenhalt geht.

Zwischen Kritik und Kontroversen

Der Terminus „Querdenker” fand seinen Ursprung in der ursprünglichen Definition für Personen, die konventionelle Meinungen und etablierte Denkmuster hinterfragen, mit dem Ziel, kreative und innovative Lösungen zu generieren. 

Dieser Begriff wurde im Laufe der Zeit jedoch transformiert, und heutzutage charakterisiert er oft Individuen, die nicht nur gängige Meinungen in Frage stellen, sondern sich aktiv gegen staatliche Maßnahmen, wissenschaftliche Konsensen und etablierte gesellschaftliche Normen positionieren.

Die Entwicklung dieser Begriffsveränderung spiegelt einen Wandel in der Wahrnehmung und Praxis der sogenannten „Querdenker” wider.
Ursprünglich als positive Bezeichnung für innovative Denker genutzt, hat sich der Begriff nun zu einer Beschreibung für eine Bewegung entwickelt, die sich gegen etablierte Strukturen auflehnt.
Dieser Wandel wirft nicht nur Fragen über die Motivationen und Ziele dieser Gruppierung auf, sondern ruft auch eine Vielzahl von Reaktionen hervor, von Befürwortung bis hin zu ernsthafter Besorgnis.

Diejenigen, die die sogenannten „Querdenker” als notwendiges Korrektiv betrachten, betonen oft die Bedeutung des kritischen Denkens und der Vielfalt der Meinungen in einer demokratischen Gesellschaft. Sie argumentieren, dass die Fähigkeit, etablierte Ansichten zu hinterfragen, einen wesentlichen Beitrag zur Weiterentwicklung von Ideen und zur Identifizierung von Problemlösungen leistet. In dieser Perspektive wird die sogenannte „Querdenker”-Bewegung als Stimme der Opposition gegen mögliche Dogmen und Bequemlichkeit innerhalb der Gesellschaft gesehen.

Gleichzeitig hegen Kritiker ernsthafte Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen dieser Bewegung auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die aktive Ablehnung staatlicher Maßnahmen und wissenschaftlicher Erkenntnisse könnte, so argumentieren sie, potenziell zu gefährlichen Situationen führen, insbesondere in Bezug auf öffentliche Gesundheit und Sicherheit. Die Kritiker betonen auch, dass die sogenannte „Querdenker”-Bewegung in einigen Fällen von extremistischen Elementen infiltriert wurde, was zu weiterer Fragmentierung und Konflikten innerhalb der Gruppierung führte.

Ein tieferes Verständnis dieser Dynamik erfordert eine differenzierte Betrachtung der Vielfalt innerhalb der sogenannten „Querdenker”-Bewegung.
Es ist wichtig, zwischen denjenigen zu unterscheiden, die legitime Bedenken und „alternative Perspektiven” äußern, und denjenigen, die extremistische Ansichten vertreten.
Der Dialog und eine offene Diskussion über die Beweggründe und Ziele dieser Gruppierung sind entscheidend, um die zugrunde liegenden Probleme zu adressieren und gleichzeitig den demokratischen Austausch von Ideen zu bewahren.

Eine Reaktion auf Unsicherheiten

Die Ursprünge der sogenannten „Querdenker-Bewegung” sind vielfältig und lassen sich auf verschiedene Faktoren zurückführen, die oft als Reaktion auf gesellschaftliche Unsicherheiten, politische Unruhen oder wirtschaftliche Probleme entstehen. In Zeiten von Krisen neigen Menschen dazu, nach Erklärungen und Lösungen zu suchen, und einige finden ihren Weg zu Bewegungen, die „alternative Fakten” bieten und eine vermeintliche Klarheit versprechen.

Gesellschaftliche Unsicherheiten, sei es durch wirtschaftliche Instabilität oder soziale Veränderungen, können ein Nährboden für die Entstehung von Bewegungen wie den sogenannten „Querdenkern” sein.
In diesen Phasen erleben Menschen häufig einen Verlust an Vertrauen in etablierte Institutionen und suchen nach neuen Erklärungen für die Herausforderungen, denen sie gegenüberstehen. Die sogenannten „Querdenker” bieten in solchen Situationen eine Plattform, auf der „alternative Perspektiven” und Erklärungen angeboten werden, die den Unzufriedenen eine scheinbare Alternative zu den herrschenden Ansichten präsentieren.

Politische Unruhen und Spannungen können ebenfalls als Auslöser für die Entstehung von sogenannten „Querdenker”-Bewegungen dienen.
Der Wunsch nach Veränderung und die Ablehnung von als ungerecht empfundenen politischen Entscheidungen können Menschen dazu motivieren, sich in Gruppierungen zu organisieren, die einen Widerstand gegen das bestehende System repräsentieren. Dieser Widerstand kann sich in Form von kritischen Meinungen, Demonstrationen oder Protestaktionen manifestieren, wobei die sogenannten „Querdenker” als Plattform für die Artikulation dieser Unzufriedenheit dienen.

Wirtschaftliche Probleme und Unsicherheiten können ebenfalls einen Beitrag zur Entstehung der sogenannten „Querdenker”-Bewegung leisten.
In Zeiten wirtschaftlicher Krisen suchen Menschen oft nach Schuldigen und Erklärungen für ihre prekäre Lage. Hierbei bieten Bewegungen wie die sogenannten „Querdenker” „alternative Erklärungsansätze” und Lösungsvorschläge an, die eine einfache Sichtweise auf komplexe Probleme versprechen. Dies kann besonders anziehend wirken, wenn Menschen das Gefühl haben, dass die traditionellen Strukturen und Institutionen ihnen keine zufriedenstellenden Antworten liefern.

Die Rolle von „alternativen Fakten” in der „sogenannten Querdenker”-Bewegung ist entscheidend. Diese Bewegung bietet oft Erzählungen, die abweichend von etablierten Wahrheiten sind und als Gegenentwurf zu den vorherrschenden Meinungen und Erklärungen dienen. Diese „alternativen Fakten” versprechen Klarheit in einer unsicheren Welt und appellieren an Menschen, die nach Orientierung suchen.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Motivationen und Überzeugungen innerhalb der sogenannten „Querdenker”-Bewegung heterogen sind. Ein differenzierter Blick auf die verschiedenen Strömungen und Beweggründe innerhalb dieser Gruppierung ist entscheidend, um ein umfassendes Verständnis für ihre Entstehung und ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft zu entwickeln.

Social Media und Verschwörungstheorien

Die Verbreitung von sogenannten „Querdenker”-Ideen wurde maßgeblich durch die rasante Entwicklung von Social Media begünstigt. Plattformen wie Facebook, Twitter und Telegram dienen als effektive Bühne für die Verbreitung von „alternativen Meinungen” und Verschwörungstheorien. Diese digitalen Plattformen ermöglichen eine weitreichende und sofortige Verbreitung von Informationen, oft ohne ausreichende Überprüfung oder redaktionelle Kontrolle.

Die leicht zugängliche Verbreitung von Informationen über Social Media kann zu einer schnellen Radikalisierung und Vernetzung von sogenannten „Querdenkern” führen. Die Nutzer dieser Plattformen können in kurzer Zeit mit einer Vielzahl von Meinungen und Ansichten konfrontiert werden, die von etablierten Wahrheiten abweichen. Dies schafft eine Atmosphäre, in der „alternative Perspektiven” und Verschwörungstheorien leichter Akzeptanz finden können, insbesondere wenn sie den Unmut und die Unzufriedenheit der Menschen adressieren.

Ein weiterer bedeutender Aspekt ist die Bildung von sogenannten „Echo-Kammern” auf Social-Media-Plattformen. Hierbei handelt es sich um geschlossene Gruppen oder Netzwerke, in denen Menschen mit ähnlichen Ansichten und Überzeugungen miteinander interagieren. Innerhalb dieser „Echo-Kammern” werden die Überzeugungen nicht nur verstärkt, sondern auch radikalisiert, da abweichende Meinungen oft ausgeblendet oder abgelehnt werden. Dies führt zu einer Spirale der Verstärkung, in der die Mitglieder zunehmend extreme Ansichten annehmen und sich in einer digitalen Blase abschotten.

Die Interaktion in diesen digitalen Gemeinschaften kann dazu führen, dass sogenannte „Querdenker”-Ideen nicht nur verbreitet, sondern auch „legitimiert” werden. Menschen, die sich in solchen Online-Gemeinschaften engagieren, finden Bestätigung und Unterstützung für ihre Ansichten, was dazu beitragen kann, ihre Überzeugungen zu festigen und ihre Haltung gegenüber etablierten Meinungen zu verschärfen.

Es ist wichtig zu betonen, dass die Nutzung von Social Media nicht per se negativ ist. 

Diese Plattformen können eine wichtige Rolle bei der Verbreitung von Informationen und der Förderung des Austauschs spielen. Dennoch birgt die schnelle und unkontrollierte Verbreitung von soegenannten „Querdenker”-Ideen über Social Media auch Risiken, insbesondere wenn sie zu einer Radikalisierung und einer Fragmentierung der öffentlichen Meinung führt. Ein kritischer Umgang mit Informationen und die Förderung von Medienkompetenz sind daher entscheidende Elemente, um den Einfluss von sogenannten „Querdenker”-Ideen im digitalen Raum einzudämmen.

Von der Radikalisierung zur Spaltung

Die Verbreitung von sogenannten „Querdenker”-Ideen wurde maßgeblich durch die rasante Entwicklung von Social Media begünstigt. Plattformen wie Facebook, Twitter und Telegram fungieren als effektive Bühne für „alternative Meinungen” und Verschwörungstheorien. Diese digitalen Plattformen ermöglichen eine unmittelbare und breite Verbreitung von Informationen, häufig ohne ausreichende Überprüfung oder redaktionelle Kontrolle.

Die leicht zugängliche Verbreitung von Informationen über Social Media kann zu einer raschen Radikalisierung und Vernetzung von sogenannten „Querdenkern” führen. Nutzer dieser Plattformen werden innerhalb kürzester Zeit mit einer Vielzahl von Meinungen und Ansichten konfrontiert, die von etablierten Wahrheiten abweichen. Dies schafft eine Umgebung, in der alternative Perspektiven und Verschwörungstheorien leichter Akzeptanz finden können, besonders wenn sie die Unzufriedenheit und Bedenken der Menschen ansprechen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Entstehung von sogenannten „Echo-Kammern” auf Social-Media-Plattformen. Diese geschlossenen Gruppen oder Netzwerke bilden sich, wenn Menschen mit ähnlichen Ansichten und Überzeugungen miteinander interagieren. Innerhalb dieser „Echo-Kammern” werden die Überzeugungen nicht nur verstärkt, sondern auch radikalisiert, da abweichende Meinungen oft ausgeblendet oder abgelehnt werden. Dies führt zu einer Spirale der Verstärkung, in der die Mitglieder zunehmend extreme Ansichten annehmen und sich in einer digitalen Blase abschotten.

Die Balance zwischen Kritik und Vernunft

Die Welt der sogenannten „Querdenker” ist in der Tat komplex und vielschichtig. Es ist von großer Bedeutung, Raum für Kritik und „alternative Perspektiven” zu lassen, um eine vielfältige Meinungsbildung in der Gesellschaft zu fördern. Gleichzeitig ist jedoch Vorsicht geboten, um nicht in extremistische Strömungen abzudriften oder Verschwörungstheorien zu unterstützen, die auf unbegründeten Annahmen basieren.

Der Schlüssel zu einem konstruktiven Umgang mit der sogenannten „Querdenker-Bewegung” liegt möglicherweise in einem offenen Dialog, der auf evidenzbasierten Fakten beruht. Die Förderung von kritischem Denken spielt hierbei eine entscheidende Rolle. Dies bedeutet, dass Diskussionen und Debatten auf einer soliden Grundlage von nachweisbaren Informationen und wissenschaftlichen Erkenntnissen geführt werden sollten, um die Grundpfeiler der Vernunft nicht zu gefährden.

Die Betonung eines ausgewogenen Ansatzes ist unerlässlich, um die Herausforderungen, die mit der sogenannten „Querdenker-Bewegung” verbunden sind, konstruktiv anzugehen. Es erfordert ein Bewusstsein dafür, dass unterschiedliche Standpunkte existieren können, ohne dabei die Prinzipien der Vernunft und der Gemeinschaftssolidarität zu untergraben. Dies ermöglicht es, die tatsächlichen Bedenken und Anliegen, die möglicherweise in der Bewegung vorhanden sind, zu verstehen und anzugehen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Förderung von Respekt und Verständnis im Dialog.
Ein konstruktiver Austausch kann nur stattfinden, wenn Menschen bereit sind, einander zuzuhören und Meinungsverschiedenheiten respektvoll zu behandeln. Dies erfordert eine gemeinsame Anstrengung, Vorurteile abzubauen und eine offene Kommunikation zu fördern.

Letztlich ist es entscheidend, einen gemeinsamen Dialog zu pflegen, der auf einer breiten Basis von Respekt, Verständnis und evidenzbasiertem Denken basiert.
Nur so können wir die potenziellen Gefahren für unsere Gesellschaft minimieren und eine nachhaltige, ausgewogene Zukunft gestalten. Es ist eine Herausforderung, die Zusammenarbeit und das Verständnis zwischen verschiedenen Gruppen zu fördern, aber es ist ein notwendiger Schritt, um eine Gesellschaft zu schaffen, die auf den Prinzipien der Vernunft, Solidarität und gegenseitigem Respekt aufbaut.

Die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) war eine politische Partei, die sich für die Errichtung des Kommunismus in Deutschland einsetzte.
Sie entstand zum Jahreswechsel 1918 – 1919 aus einem Zusammenschluss von linksradikalen Gruppen, die sich von der Sozialdemokratie abgespalten hatten.
Die KPD verfolgte das Ziel einer Revolution nach dem Vorbild der Sowjetunion, die 1917 die Macht in Russland übernommen hatte.

Die wichtigsten Gründungsmitglieder der KPD waren Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg, die zuvor den Spartakusbund geführt hatten. 

Der Spartakusbund war eine oppositionelle Strömung innerhalb der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (USPD), die sich 1917 von der Mehrheitssozialdemokratie (MSPD) abgespalten hatte. 

Die USPD war gegen den Ersten Weltkrieg und die Zusammenarbeit der MSPD mit der bürgerlichen Regierung. 

Der Spartakusbund war noch radikaler und forderte die Errichtung einer Rätedemokratie, in der die Arbeiter und Bauern die politische Macht ausüben sollten.

Der Gründungsparteitag der KPD fand vom 30. Dezember 1918 bis zum 1. Januar 1919 in Berlin statt.
Er stand im Zeichen der Novemberrevolution, die im November 1918 das Ende des Kaiserreichs und die Ausrufung der Republik bewirkt hatte. 

Die KPD lehnte die Beteiligung an den Wahlen zur Nationalversammlung ab, die die neue Verfassung ausarbeiten sollte.
Sie sah in der Nationalversammlung ein Instrument der bürgerlichen Herrschaft und plädierte stattdessen für die Stärkung der Arbeiter- und Soldatenräte, die sich während der Revolution gebildet hatten.

Die KPD versuchte, die Revolution zu vertiefen und zu einem sozialistischen Umsturz zu führen.
Sie rief zum bewaffneten Kampf gegen die Regierung auf, die aus MSPD und liberalen Parteien bestand.
Die Regierung setzte ihrerseits Freikorps ein, paramilitärische Einheiten aus ehemaligen Soldaten, die die Ordnung wiederherstellen sollten.
Es kam zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen den revolutionären Kräften und den Freikorps, die als Märzkämpfe, Ruhraufstand, Hamburger Aufstand und andere bekannt sind.

Die KPD erlitt dabei schwere Verluste, sowohl an Mitgliedern als auch an Führungspersönlichkeiten. 

Im Januar 1919 wurden Liebknecht und Luxemburg von Freikorps-Soldaten ermordet, nachdem sie an dem gescheiterten Spartakusaufstand in Berlin teilgenommen hatten. 

Im März 1919 wurde Leo Jogiches, ein weiteres Gründungsmitglied der KPD, von der Polizei erschossen. Die KPD wurde verboten und musste in den Untergrund gehen.

Die KPD konnte sich jedoch wieder erholen und an Einfluss gewinnen.
Im Dezember 1920 schloss sie sich mit der linken Mehrheit der USPD zusammen und nannte sich vorübergehend Vereinigte KPD.
Sie wurde Mitglied der Kommunistischen Internationale (Komintern), die von Moskau aus die weltweite kommunistische Bewegung koordinierte.
Die KPD orientierte sich an den Vorgaben der Komintern und der Sowjetunion, was zu internen Flügelkämpfen und Ausschlüssen von abweichenden Mitgliedern führte. 

Die KPD entwickelte eine scharfe Feindschaft gegenüber der SPD, die sie als „Sozialfaschisten” bezeichnete.
Sie betrachtete die SPD als den Hauptfeind der Arbeiterklasse, der mit den Nazis zusammenarbeitete, um die Revolution zu verhindern.
Diese Querelen wurde von Stalin weiter forciert.

Die KPD war in der Weimarer Republik eine bedeutende politische Kraft, die vor allem in den Industriegebieten und unter den Arbeitslosen Anhänger fand. 

Sie erreichte bei den Reichstagswahlen zwischen 10 und 16 Prozent der Stimmen.
Sie organisierte zahlreiche Streiks, Demonstrationen und Protestaktionen gegen die sozialen und politischen Missstände.
Sie war auch an der Bildung von Roten Frontkämpferbünden beteiligt, die sich als paramilitärische Organisationen gegen die rechten Freikorps und die SA zur Wehr setzten.

Die KPD war jedoch nicht in der Lage, eine breite Volksfront gegen den aufkommenden Faschismus zu bilden.
Sie lehnte jede Zusammenarbeit mit der SPD und anderen demokratischen Parteien ab, die sie als Verräter und Komplizen der Nazis ansah.
Sie unterschätzte die Gefahr, die von Hitler und seinen Anhängern ausging, und glaubte, dass ein Sieg der Nazis zu einer revolutionären Situation führen würde, in der die KPD die Macht ergreifen könnte.

Diese Illusion wurde 1933 zerstört, als Hitler zum Reichskanzler ernannt wurde und die NSDAP die Alleinherrschaft anstrebte. 

Die KPD wurde als erste Partei verboten und verfolgt.
Viele ihrer Mitglieder wurden verhaftet, gefoltert, ermordet oder in Konzentrationslager deportiert.
Einige konnten ins Exil fliehen oder sich im Untergrund organisieren.
Die KPD führte einen verzweifelten Widerstand gegen das NS-Regime, der jedoch wenig Aussicht auf Erfolg hatte.

Die KPD wurde nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 wieder zugelassen, musste sich aber den neuen politischen Bedingungen anpassen. 

In der sowjetischen Besatzungszone wurde sie 1946 mit der SPD zur Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) zwangsvereinigt, die die führende Rolle in der späteren DDR übernahm. 

In Westdeutschland blieb die KPD eine Kleinpartei, die unter dem Kalten Krieg und dem Antikommunismus litt. 

Sie wurde 1956 vom Bundesverfassungsgericht verboten, da sie die freiheitlich-demokratische Grundordnung der Bundesrepublik ablehnte. 

Ihre Nachfolgepartei wurde 1968 die Deutsche Kommunistische Partei (DKP), die bis heute existiert.

Zwischen Wunschdenken und Tradition – Der Anstieg des Esoterik-Trends

Unter dem Einfluss einer wachsenden Anzahl von Menschen, die sich der Esoterik zuwenden, verschwimmen die Grenzen zwischen Religion, persönlichem Wunschdenken und einer Vielzahl unwissenschaftlicher Praktiken. Dieser Trend spiegelt sich nicht nur in alternativen Lebensstilen wider, sondern auch in der Umdeutung traditioneller Feiertage.

Immer mehr Menschen suchen in der Esoterik nach Antworten auf Lebensfragen, Trost oder einer Verbindung zu einer höheren Macht. 

Esoterik, ein Begriff, der einen bunten Mix aus spirituellen Praktiken, esoterischer „Philosophie” und unwissenschaftlichen Überzeugungen umfasst, gewinnt zunehmend an Popularität.

Ein auffälliges Phänomen in diesem Kontext ist die Neigung, alternative Festlichkeiten zu zelebrieren, die ihren Ursprung in antiken Kulturen haben oder durch die Jahrhunderte zu uns gelangten. 

Ein Beispiel dafür ist die Umkehrung von Weihnachten zugunsten des sogenannten „Yul-Fests”, das angeblich von den Kelten gefeiert wurde. Dieser Trend wirft nicht nur Fragen zur Authentizität und Historizität auf, sondern hat auch Auswirkungen auf etablierte Feierlichkeiten und Traditionen.

Der Wandel von Weihnachten zu „Yul” steht beispielhaft für die Verschiebung von festen religiösen Überzeugungen hin zu esoterischen Praktiken.
Weihnachten, als zentraler Feiertag im christlichen Glauben, gerät so in den Hintergrund. 

Die tiefe spirituelle Bedeutung der Geburt Christi weicht dem vermeintlich mystischen Charakter des Yul-Fests. 

Ein verlorenes Bekenntnis zum christlichen Glauben könnte in dieser Entwicklung begründet liegen, was zu einer Herausforderung für traditionelle Werte und Bräuche führt.

In diesem Kontext stellt sich die Frage, wie Esoteriker Ostern, einen weiteren wichtigen christlichen Feiertag, interpretieren und feiern. 

Ostern, als Zelebration der Auferstehung Jesu Christi, nimmt eine zentrale Rolle im christlichen Glauben ein.
Es ist interessant zu untersuchen, ob und wie Esoteriker diese Feierlichkeiten umdeuten oder alternative Rituale etablieren, die ihren esoterischen Überzeugungen entsprechen.

Dieser Trend wirft nicht nur gesellschaftliche, sondern auch kulturelle und religiöse Fragen auf.

In einer Zeit, in der die Vielfalt der Lebensstile und Überzeugungen zunimmt, stehen etablierte Normen und Traditionen vor neuen Herausforderungen. 

Es bleibt abzuwarten, wie sich dieser Wandel in den kommenden Jahren weiterentwickelt und welche Auswirkungen er auf die Gesellschaft und ihre Werte haben wird.

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„Dominik ist wirklich sehr nett und zuvorkommend und ich mag ihn wirklich”, dachte Sarah, „aber unsere Sternenkonstellation ist nicht für die Liebe gemacht.„
In ihrem Kopf, vorm inneren Auge, sah sie etwas von Horoskopen und Aszendenten, die nicht im Einklang stünden und auf kurz oder lang nicht zuließen, dass die Liebe glücklich würde, über kurz oder lang.

Dominik schaut von ihr weg, nachdem er sie angeschaut hatte, als sie sprach. Sein Gesicht zeigte Enttäuschung. Auch war ihm anzusehen, dass er genervt war.

Das erste Date zwischen ihnen war gut verlaufen. Sie hatten sich sehr angenehm unterhalten, doch irgendwann leitete Sarah das Gespräch in die esoterische Ebene und fragte ihn aus, wann er geboren sei. Dann bestimmte sie sein Horoskop und erzählte in einem langen Statement, wie Horoskope das Leben – und insbesondere ihres – bestimmten und sie sich vollkommen auf diese verließe.
Dominik hörte erst gutgelaunt zu, doch dann driftete ab und tauchte immer weiter in die Astrologie ein.
Es wurde unangenehm, da die Frau, die er gerade beim „First Date” im Hotel kennengelernt hatte, plötzlich in eine esoterische Bahn einschwenkte.

Man sah besonders Sarah an, dass ihr Dominik gefiel. Sie „himmelte” ihn an, wenn er etwas erzählte. Ihre Mimik sprach Bände.
Das Gespräch war anfangs sehr angenehm, bis Sarah ihr „Lieblingsthema” anschnitt. Dominik hatte noch interveniert mit: „Ich glaube nicht an Horoskope” und hatte gedacht, dass er das Thema abwenden gekonnt hätte, doch das hatte nicht geklappt, da Sarah es als Mission sah, ihn zu bekehren.
Er hatte keine Chance, dem zu entkommen. Er schnitt ein anderes Thema an, sie schaffte es, immer wieder auf die Horoskope zu sprechen zu kommen.
Sie wollte ihn darauf stoßen, doch einen anderen Standpunkt anzunehmen, um die „Dinge” anders betrachten zu können.
Mit anfänglicher Freundlichkeit und diplomatischem Verhalten hatte er nichts erreicht, denn Sarah spulte ihren Sermon herunter und war in ihrem Element. Er resignierte irgendwann und sagte nur noch „Ja und Amen”, doch sie merkte nicht, dass aus dem redseligen Dominik ein desinteressierte „Zuhörer” wurde, der nur noch „Hm”, „Ja” und ähnliches sagte. Er begann sich zu langweilen und ging auf die Toilette. Dort programmierte er auf seinem Smartphone den Wecker. Wenn das Gespräch nach der kurzen „Zwangspause” wieder in die normale Bahn ginge, könnte der den Wecker ja lapidar abhaken.
Zurück am Tisch begann Dominik ein neues Thema, merkte jedoch, dass sein Gegenüber wieder abdriftete.
Irgendwann läutete der Wecker und er trat so, als ob er mit jemandem sprach. Ein Kollege hatte ihn angeblich angerufen und er müsse ihn abholen, da er eine Autopanne gehabt hätte. Dann trennten sie sich und jeder ging seinen Weg.
Irgendwie hatte die „Prognose” von Sarah ja gestimmt.
Sie hatten sich nicht „gefunden”.

Ein vierseitiges Flugblatt mit der großen Überschrift „Bund gegen Anpassung” landete heute in unserem Briefkasten.
Das Symbol mit Hammer und Sichel lässt darauf schließen, dass Linksradikale es verfasst haben.

Der „Bund gegen Anpassung”, von dem das Flugblatt stammt, betrauert auf seiner Webseite den Tod Saddam Husseins, dem „Präsidenten der demokratischen Volksrepublik Irak”, wie man dort lesen kann.
Ansonsten findet man nur bekanntes linksradikales beziehungsweise anarchistisches Gelaber über den Kampf der Arbeiterbewegung, Geburtenkontrolle, Arbeitszeitverkürzung und Gleichheit weltweit.

Dazu kommt, dass diese linke Gruppe sich als einzig wahre kommunistische Bewegung darstellt und dabei Züge einer politischen Sekte offenbart.
Andere linke oder antifaschistische Gruppen oder Parteien werden als angepasst an den Kapitalismus oder von ihm gekauft denunziert. 

In dem vierseitigem, DIN-A4 großen Flugblatt steht, dass die Corona-Pandemie von Ex-Microsoft-Chef Billy Gates geplant war und initiiert wurde, um die Errungenschaften der Arbeiterbewegung wieder rückgängig zu machen.
Da Billy Gates angeblich 80 Prozent des Spendenaufkommens der WHO finanziert hätte, bliebe der „gekauften” WHO nichts anderes übrig als mitzuziehen, genauso wie die zig millionen „bestochenen” und „bezahlten” Vasallen wie Ärzte, Mediziner, Forscher und Behörden.
Die „Melinda und Billy Gates Stiftung” hat zwar an die WHO gespendet, allerdings war dieser Betrag nur etwa sechs Prozent des Spendenaufkommens der WHO groß.

Weiter geht es damit, dass das „Mega-Kapital” keine Geburtenkontrolle wolle, da alle Menschen andernfalls reich würden.
In einer nicht-bewiesenen Behauptung schreiben die Verfasser des Pamphlets nämlich, dass die Erde eine milliarde Menschen „gut vertragen” würde und „versorgen” könne.
Und diese wären dann auch wohlhabend, lebten sehr gesund und würden auch ein hohes Alter erreichen, geschweige denn einem sehr hohen Lebensstandard haben.

Die Sache mit der einen milliarde Erdbevölkerung erklären sie auf deren Webseite.

Das Problem sei, dass das „Kapital” machen könne, was es wolle. Denn es rückten ja immer wieder kleingehaltene Personen, zum Beispiel Arbeitslose und Arme, nach. Wenn Menschen durch schlimme Arbeitsbedingungen stürben oder auch verhungerten, gäbe es ja eine „Reserve”, die arbeitslos sei und sich darüber freuen würde, endlich Arbeit gefunden zu haben. Dadurch drückte das „Kapital” die Löhne nach unten und diejenigen, die nun durch das Nacchrücken einen Job hätten, seien damit zufrieden, weniger Urlaub zu haben und viele Einschnitte hinzunehmen, weil sie Angst hätten, wieder alles zu verlieren.
Diese linksphilosophische Theorie nennt sich „Elend zum Kapital”.
Wenn es aber nicht mehr 7,8 milliarden Menschen, sondern nur noch eine milliarde gäbe, wäre es kaum jemand mehr oder gar nicht mehr da, der nachrücken könnte. Im kommunistischen Jargon heißt es, dass es (irgendwann) keine „proletarische Reserve-Armee” mehr gäbe.
In dieser Situation ginge das „Kapital zum Elend”.
Das „Kapital” wolle weiter Gewinne erwirtschaften und mache der arbeitenden Bevölkerung immer und immer mehr Zugeständnisse.

Momentan ist dies wegen der 7.8 Milliarden nicht möglich.

Auch will das „Mega-Kapital” wieder in den Augen der Kommunisten Errungenschaften rückgängig machen wie zum Beispiel, dass die Arbeiterklasse sich Autos, Küchenmaschinen, anständige Medizinversorgung leisten kann.
Auf die Behauptung, warum das „Mega-Kapital” der Arbeiterklasse dies alles (wieder) nehmen will, wird in dem Pamphlet nicht näher eingegangen. Es soll wohl eine Symbolik für Errungenschaften sein oder ähnliches. So kann man immer wieder darstellen, dass der „Kapitalsmus” „böse”, „ausbeuterisch” und „hinterhältig” ist.

Die Errungenschaften wollen die „few happy” – die „wenigen Glücklichen” (gemeint sind Multimillionäre) – aber der Arbeiterklasse nicht zugestehen, weswegen sie die Corona-Pandemie „erfunden” haben.

Dann wird es noch absurder. 

Die Linksradikalen hassen bekanntermaßen die sogenannten „Querdenker”, weil diese im politischen Sinne „rechts (angehaucht)” sind, doch sie bedienen sich ihrer schon längs falsifizierten Märchen und Fake-News, dass Todeszahlen nach oben manipuliert und Todesursachen falsch deklariert würden von Pathologen, Ärzten, medizinischem Personal und so weiter.
Wie „Querdenker” faseln sie über falsche und absolut fehlerbehafteten Corona-Tests mit einer Fehlerquote von 99 Prozent, über gefälschte Statistiken und begeben sich in Gefilde der Verschwörungstheorien der „Neuen Welt-Ordnung”, ohne sie explizit zu nennen.
Sie benutzen dafür Ausdrücken aus dem linken Milieu.

Laut „Bund gegen Anpassung” steckt hinter alledem nur der US-Imperialismus und als dessen Oberhaupt und Lenker „Billy Gates”.
Dieser und seine zig millionen und abermillionen „Helfer” bestechen Ärzte weltweit oder setzen sie – mit Militärs, Polizei und Geheimdiensten – so unter Druck, dass sie die Corona-Pandemie mindestens tausend-fach schlimmer zeichnen, als sie in den Augen der „Nicht-Angepassten” ist.

Es gibt in deren Augen nur eine „wirkliche Seuche”, die wirklich Maßnahmen bedurft hatte.

Die Pest im Mittelalter!

Alles andere, wie AIDS und so weiter, waren nur dazu da, um das „US-Kapital” zu stärken und die Errungenschaften der Arbeiterbewegung zu konterkarieren.

Nach dem Lesen des Flugblattes glaube ich, dass sich in einer „Anstalt” ein paar Insassen „wilde Theorien” beim Abendessen zusammenhalluziniert haben. 

Irgendwas kam der Wärter herein mit den Worten:

„Alle wieder auf ihre Zimmer! Es ist Nachtruhe.”

Dieses Blog feiert heute – 8.2.2021 – seinen fünfzehnten Geburtstag.

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