Kristallkugel Wahrsagen Mantik Esoterik Dietmar Totenkopf Skull Tarot

„Dominik ist wirklich sehr nett und zuvorkommend und ich mag ihn wirklich”, dachte Sarah, „aber unsere Sternenkonstellation ist nicht für die Liebe gemacht.„
In ihrem Kopf, vorm inneren Auge, sah sie etwas von Horoskopen und Aszendenten, die nicht im Einklang stünden und auf kurz oder lang nicht zuließen, dass die Liebe glücklich würde, über kurz oder lang.

Dominik schaut von ihr weg, nachdem er sie angeschaut hatte, als sie sprach. Sein Gesicht zeigte Enttäuschung. Auch war ihm anzusehen, dass er genervt war.

Das erste Date zwischen ihnen war gut verlaufen. Sie hatten sich sehr angenehm unterhalten, doch irgendwann leitete Sarah das Gespräch in die esoterische Ebene und fragte ihn aus, wann er geboren sei. Dann bestimmte sie sein Horoskop und erzählte in einem langen Statement, wie Horoskope das Leben – und insbesondere ihres – bestimmten und sie sich vollkommen auf diese verließe.
Dominik hörte erst gutgelaunt zu, doch dann driftete ab und tauchte immer weiter in die Astrologie ein.
Es wurde unangenehm, da die Frau, die er gerade beim „First Date” im Hotel kennengelernt hatte, plötzlich in eine esoterische Bahn einschwenkte.

Man sah besonders Sarah an, dass ihr Dominik gefiel. Sie „himmelte” ihn an, wenn er etwas erzählte. Ihre Mimik sprach Bände.
Das Gespräch war anfangs sehr angenehm, bis Sarah ihr „Lieblingsthema” anschnitt. Dominik hatte noch interveniert mit: „Ich glaube nicht an Horoskope” und hatte gedacht, dass er das Thema abwenden gekonnt hätte, doch das hatte nicht geklappt, da Sarah es als Mission sah, ihn zu bekehren.
Er hatte keine Chance, dem zu entkommen. Er schnitt ein anderes Thema an, sie schaffte es, immer wieder auf die Horoskope zu sprechen zu kommen.
Sie wollte ihn darauf stoßen, doch einen anderen Standpunkt anzunehmen, um die „Dinge” anders betrachten zu können.
Mit anfänglicher Freundlichkeit und diplomatischem Verhalten hatte er nichts erreicht, denn Sarah spulte ihren Sermon herunter und war in ihrem Element. Er resignierte irgendwann und sagte nur noch „Ja und Amen”, doch sie merkte nicht, dass aus dem redseligen Dominik ein desinteressierte „Zuhörer” wurde, der nur noch „Hm”, „Ja” und ähnliches sagte. Er begann sich zu langweilen und ging auf die Toilette. Dort programmierte er auf seinem Smartphone den Wecker. Wenn das Gespräch nach der kurzen „Zwangspause” wieder in die normale Bahn ginge, könnte der den Wecker ja lapidar abhaken.
Zurück am Tisch begann Dominik ein neues Thema, merkte jedoch, dass sein Gegenüber wieder abdriftete.
Irgendwann läutete der Wecker und er trat so, als ob er mit jemandem sprach. Ein Kollege hatte ihn angeblich angerufen und er müsse ihn abholen, da er eine Autopanne gehabt hätte. Dann trennten sie sich und jeder ging seinen Weg.
Irgendwie hatte die „Prognose” von Sarah ja gestimmt.
Sie hatten sich nicht „gefunden”.

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