Sindelfingen

Dieses Blog ging vor genau 20 Jahren an den Start.

Eine Kollegin hat wegen Fahrens mit Alkohol im Blut ihren Führerschein verloren. In der Regel wird der Führerschein beziehungsweise die Fahrerlaubnis nach anberaumten Zeit automatisch zurückgegeben oder wieder erteilt.
Die Kollegin, deren Vorname einfach Nadine sein soll, war vor ein paar Monaten auf einer Party. Dort flossen auch einige Liter Alkohol.
Der Hausherr, bei dem die Party stattfand, bat Nadine, sie möge ihr Auto ein klein Wenig weiter in die Hauseinfahrt hineinfahren. Es stand nämlich etwas auf dem Gehweg nahe dem Nachbargrundstück.
Leicht beschwipst tat sie dies und setzte den Wagen ein paar Meter um.
Dies rief die Polizei auf den Plan, die dies anscheinend von einiger Entfernung beobachtet hatte.
Nadine verlor die Fahrerlaubnis und musste ihren Führerschein direkt abgeben.
Im juristischen Jargon heißt es „Entzug der Fahrerlaubnis”, im Volksmund „Führerschein einbehalten”.
Nun ist es in der Regel so, dass man nach der Sperrzeit einen Brief von der Führerscheinstelle bekommt, in dem steht, dass man seinen Führerschein zurückbekäme beziehungsweise dass man die Fahrerlaubnis wieder erhalte.
Neuerdings ist es aber so, dass es einen Ermessensspielraum beim Landratsamt gibt.
Die Führerscheinstelle, die dem Landratsamt unterstellt ist, kann zum Beispiel zur Wiedererlangung der Fahrerlaubnis eine medizinisch-psychologische Untersuchung anordnen. Dies ist meistens notwenig, wenn jemand diese mehrmals verloren hat.
Nadine musste sich dem im Volksmund so genannten „Idiotentest” unterziehen, obwohl es ihr das erste Mal passiert war.
Nun fragt man sich, warum sie das musste.
Sie hatte sich sehr kooperativ den Polizisten gegenüber gezeigt und war ruhig geblieben.
Das hatten die Polizisten vermerkt.
Dies wurde ihr aber so ausgelegt, dass sie angeblich schon „Erfahrung” beim Fahren unter Alkoholeinfluss hätte und deswegen so ruhig geblieben wäre. Man ging anscheinend auch davon aus, dass sie die Polizisten täuschen wollte.
Man muss auf der Stelle den Führerschein abgeben. Das bedeutet de jure und de facto den Verlust der Fahrerlaubnis.
Dies wird etwas später durch Gerrichtsbeschluss bestätigt.
Die medizinsich-psychologische Untersuchtung kann sich etwas hinziehen, wenn man keinen zeitnahen Termin bekommt.
Das bedeutet aber, dass der Entzug der Fahrerlaubnis vom Tag des Erwischtwerdens bis zur Entscheidung über die MPU einschließlich Übermittlung, dass man den Führerschein an der Führerschienstelle abholen kann, dauert.
Bei der Kollegin waren es vier Wochen bis darüber geurteilt wurde. Die MPU verzögerte sich wegen Terminmangel nochmals um vier Wochen. Dass sie sich der MPU unterziehen musste, wurde von jemanden der Führerscheinstelle kurz vor Beendigung der Sperrfrist entschieden.
Sie war den Führerschein also acht Wochen länger los, als es eigentlich von Gesetzwegen vorgeschrieben war.
Nadine hat auch herausbekommen, wie die Polizisten Kenntnis erlangt hatten, dass sie das Auto umgesetzt hatte.
Ein Taxifahrer hatte dies gesehen und hatte der Polizei Bescheid gesagt, dass dort eine betrunkene Person Auto gefahren war. Er hatte der Polizei das Kennzeichen mitgeteilt. Diese musste dem Vorwurf nachgehen.

Sie will Bundeskanzlerin werden wie schon vor vier Jahren. Sie war auch Kandidatin für etwas mehr als einhundertundzehn Bürgermeister-Posten. Zudem wollte sie auch Frank-Walter Steinmeier als Bundespräsidenten ablösen.
Gemeint ist Friedhild Miller, genannt Fridi, bestens bekannt in Böblingen und Sindelfingen, sowie der Umgebung.
Friedhild Miller, Jahrgang 1969, hat eine Ausbildung als Sekretärin absolviert. Im Jahr 2008 hat sie laut eigenem Bekunden einen „Auflösungsvertrag” unterschrieben, nachdem sie nach der Ausbildung weiter in dem Unternehmen in mehreren Abteilungen beschäftigt gewesen war. Es soll auch eine „Summe” für sie herausgesprungen sein. Wie viel ist nicht bekannt.
Fridi ist nicht nur ihr Kosename, den ihr der Onkel namens Helmut gab, sondern auch der Name ihrer Wählervereinigung.
„Fridi – allen gegen Alle – Ich gewinne immer!” kann man dort lesen.
Einhundertundzwölfmal ist sie als Bürgermeisterin gescheitert, aber sie gewinnt immer.
Ebenso verhält es sich mit den Einsprüchen, die sie jedes Mal wegen angeblich „bewiesener” Wahlfälschung und ‑manipulation eingelegt hatte.
Nicht einmal wurde stattgegeben.
Aber sie gewinnt immer!
Sie ist eine Dramaqueen, die zudem ihre „Persönlichkeit” über jeden und alles stellt.
Und das erst nicht erst seit einigen Jahren!
Im Jahre 2014 wurde ihr das Sorgerecht für ihre Tochter „wegen Kindesgefährdung” entzogen. Seitdem lebt Milli, wie sie heißt, bei ihrem leiblichen Vater.
Dies katapultierte Fridi Miller in eine tiefe Krise, aus der sie sich bis heute nicht erholt hatte.
Im Sommer 2018 hatte sie noch den längst verdorrten Weihnachtsbaum des letzten gemeinsamen Weihnachtsfestes seit Dezember 2013 in der Wohnung stehen.
Sie wollte ihn erst aus der Wohnung nehmen, wenn Milli und Fridi wieder zusammen gefeiert hätten, sagte sie.
Das hatte sich mit der Zwangsräumung anscheinend erledigt.
Die Sache mit dem Sorgerechtsentzug hat sie laut Gutachter in eine Psychose getrieben.
Irgendwann muss sie auf die Idee gekommen sein, in die Politik zu gehen, denn ihre einzige Intention ist es, ihre Tochter wiederzubekommen.
Dies wiederholt sie permanent in ihren „Botschaften”, wenn sie über Politik philosophiert.
„Liebe” ist alles für sie, nichts anderes!
So ist sie davon überzeugt, dass die Polizei abgeschafft werden solle und es dafür „Respektlotsen” geben müsse,
Was immer sie sich darunter vorstellt, lässt sie offen.
Hauptsache, sie weiß es!
Sie faselt von Liebe, Fröhlichkeit, Gerechtigkeit, ohne nur einmal diese gebetsmühlenartig wiederholten Floskeln mit Inhalten zu füllen.
Ein Paradebeispiel ist eine Petition, die dazu geeignet sein sollte, dass die Bundesversammlung sie als Kandidatin zur Bundespräsidentschaft aufzustellen.
FRiDi Miller – FOR LoVe – PeaCe and HaPPiNeSS! WIR sind das VOLK! www.liebe-fridi.de
Original-Text
Together for PeaCe on EaRTH! I fight for the RIGHTS of all human beings, especially for the RIGHTS of CHILDREN! FRiDi Miller (Aufdeckungspolitikerin)
Jeder hat das RECHT auf Leben und überleben zu können unter menschenwürdigen Umständen!
Auf ihrer sogenannten „Homepage” beim Business-Portal „LinkedIn” wiederholen sich permanent diese inhaltslosen, schwer lesbaren Texte.
Beim Portal „Abgeordnetenwatch” hat sie als Kandidatin für die Bundeskanzlerin (Wahl September 2021) Fragen beantwortet, mehr aber auch nicht. Politische Inhalte konnte man vergebens suchen
Das ist ihre einzige „politische” Aktivität.
Die Beantwortung der Fragen ist für die Leser eine Tortur, da ihre Texte sehr lang sind und zudem fantasiert sie sich viel zusammen.
Lt. den aktuellen Umfragewerten, Quelle: Bundestagswahl 2021: Umfragen, Ergebnisse und Prognosen – CDU/CSU und SPD gleichauf (rp-online.de) wird die SPD 22 %, die GRÜNEN 17 % und die LINKE 7 % der Stimmen erlangen und SONSTIGE auch 7 %, dann hätte ich ja bereits mehr als 50 %.
Original-Zitat
Obiges Zitat ist eins von vielen, das beweist, dass sie außer einer inhaltslosen Utopie von „Liebe, Happyness und Gerechtigkeit” nichts zu sagen hat. Auch ist dem geschuldet, dass sie zeigt, nichts von Politik zu verstehen oder auch nichts davon zu kennen.
Auf die Frage, wie sie Präsident Lukaschenko (Weißrussland) zu demokratischen „Aktivitäten” bringen wolle, antwortet sie lapidar, das mache sie ohne Presse und Öffentlichkeit hinter verschlossenen Türen bei einer Tasse Kaffee, um ihn persönlich kennenzulernen. Der Rest ergebe sich schon.
Das Gleiche hat sie mit Putin (Russland) vor, vielleicht auch in der Sauna.
Dieser sei nämlich ein ganz lieber Mensch und er sei nur von allen immer hin und her gestoßen worden.
Wenn man ihm zeigt, wie „lieb” man ihn hat, wird er auch umgänglich.
Soviel zu bilateralen Abschlüssen mit Russlands Präsidenten.
Wahlkampfauftritte bezüglich ihrer schon zusammen halluzinierten Wahl als Bundeskanzlerin macht sie nicht, weil sie von sich selbst meint, sie sei prominent.
Sie war schließlich vor einigen Jahren Kandidatin bei „Wer wird Millionäre”, „Frauentausch” und anderen Niedrigst-Niveau-Serien.
Da sie auch in den heimischen Zeitungen deswegen – und wegen ihrer Bürgermeisterinnen-Eskapaden – stand, definiert sie sich als „Promi”, die jeder Mensch kennt.
In ihrer Selbstüberschätzung ist sie davon überzeugt, dass man sie deswegen schon wähle.
Hiervon leitet sie auch „Wahlbetrug” ab, denn da sie so bekannt und beliebt ist, muss man sie wählen. Wenn es nicht funktioniert hat, wurde eben manipuliert.
Das Problem an der Sache ist, dass es Untersuchungen geben muss, wenn sie mit ihrem hanebüchenen Gewäsch vors Gericht zieht.
Wenn es einmal passierte, könnte man es glauben, aber bei jeder Wahl glaubt es niemand mehr und die Gerichtsdiener verdrehen schon im Vorfeld der Wahl die Augen, weil sie wissen, was kommen wird.
Fridi Miller will also – wie oben gesehen – Bundeskanzlerin werden und sie rechnet sich irgendwas zusammen, um sich zu rechtfertigen und bei der vorprogrammierten Niederlage vors Gericht zu ziehen.
Dies alles, genauso die politischen Eskapaden vorher, zielen nur darauf ab, dass sie „Macht” bekommt, sich das Sorgerecht für ihre Tochter wiederzuholen.
Dass sie von Gutachtern als „nicht zurechnungsfähig” deklariert wurde, interessiert sie nicht.
Auch die Einweisung in die Psychiatrie vor kurzen deutet sie als Beweis, dass sie doch ganz „sauber” im Oberstübchen ist. Schließlich hätte man sie nach einer Woche direkt entlassen.
Wenn es wirklich so eine „Verschwörung” von Sekten wie der Scientology, den Freimaurern und Politikern sowie Prominenten gäbe, wie sie immer wieder behauptet, wäre sie bestimmt nicht mehr aus der Psychiatrie herausgekommen. Sie wäre verschwunden, einfach so.
Lassen Sie den Bundestag bitte in Fridi!

Seit einigen Jahren gibt es das Sommerevent „Sindelfingen rockt”.
Begleitet von Querelen der Anwohner des Marktplatzes, auf dem die Konzerte stattfinden, waren sie ein Highlight im Sommermonat August. 2020 mussten die Konzerte ins Industriegebiet am Sindelfinger Goldberg verlegt werden, weil die Anwohner der Altstadt gerichtlich gegen den angeblich „horrenden Lärm” vorgegangen und Recht bekommen hatten.
2021 mussten sie wegen der Corona-Krise ausfallen.
In diesem Jahr finden sie wieder statt, wie die Werbung in den sozialen Onlinenetzwerken zeigt.
Seit Wochen schon veröffentlicht der Veranstalter Beiträge, wer spielt und dass alles ganz toll werden solle,
Nachdem die Besucher gelockt werden und die Künstler beworben und beschrieben wurden, war es für die Besucher der letzten Jahre klar, dass das Event, dass immer mittwochs vom 4. August bis 1. September stattfinden wird, plötzlich geänderte Konditionen haben wird. Dies wurde bis dato nicht kommuniziert, nicht mal im Ansatz.
Dieses Jahr kostet es Eintritt! Dies ist unter anderem der notwendigen Kontaktnachverfolgung geschuldet, die wir über ein Ticketing-System gewährleisten aber auch den Fördergeldern die wir nur bei kostenpflichtigen Veranstaltungen bekommen. Nur so ist es für uns überhaupt erst möglich, unter den schweren Voraussetzungen Sindelfingen rocken zu lassen.
Von der Webseite „Sindelfingen rockt”
„Sindelfingen rockt” kostet in diesem Jahr pro Besucher zehn Euro Eintritt.
Wie man oben lesen kann, ist dies der Nachverfolgung möglicher Corona-Infektionen geschuldet.
Solche Kosten wie zehn Euro kostet aber eine eventuelle Nachverfolgung nicht, denn der Veranstalter muss nur festhalten, wer anwesend war und in welchem Zeitraum.
Auf Events, die wir organisiert haben, mussten wir Listen mit Namen, Datum und Uhrzeiten sowie einer Kontaktmöglichkeit (Telefon, E‑Mail und ähnliches) erstellen. Diese mussten wir vier Wochen bereithalten. Wenn etwas gewesen wäre, hätten wir diese ans Gesundheitsamt weiterreichen mussten, ansonsten konnten sie nach vier Wochen datenschutzkonform vernichtet werden.
Anscheinend hat sich „Sindelfingen rockt” aber professionelle Hilfe geholt, die etwas kostet.
Diese bekommt Provision. Bei einem Ticketpreis unter zehn Euro lediglich 99 Cent pro Ticket. Ab zehn Euro 99 Cent plus vier Prozent des Ticketpreises. Bei einem Ticketpreis von 10, 01 Euro wären die 99 Cent plus 40 Cent Provision, als 1,39 Euro. Bei 100 Euro Ticketpreis wären dies 4,99 Euro.
Auf Proteste hin vonseiten langjähriger Besucher hieß es dann:
Wir hoffen auf Euer Verständnis, denn somit unterstützt Ihr die gesamte Kulturbranche mit ihren Künstlern, Technikdienstleistern, Veranstaltern, Gastronomen und vielen weiteren, die während der Pandemie besonders hart getroffen wurden. Wir stellen euch aber die gewohnte Infrastruktur mit einer großen Auswahl an Foodtrucks zur Verfügung und für erfrischende Getränke ist ebenfalls gesorgt. Daher würden nicht nur wir uns über zahlreiches Erscheinen freuen!
Von der Webseite „Sindelfingen rockt”
Jetzt wird es kurios. Die Künstler haben laut Nachfrage unsererseits Überbrückungsgeld bekommen, der Veranstalter übrigens auch.
Wir glauben eher, dass der Veranstalter das Problem ist.
Er wollte wohl etwas ganz Großes auf die Beine stellen, aber dann fehlten ihm die finanziellen Mittel.

Besonders in diesem Jahr wird viel darüber diskutiert, ob in unserem Land die Meinungsfreiheit leidet. „Amnesty International”, sagt, dass die Meinungsfreiheit bedingt durch die sogenannten „Querdenker” oder durch Populisten gefährdet sei.
Ist dies haltbar?
„Man kann nichts mehr eine kritische Meinung haben, ohne dass man als Rechter gilt”, hört man oft.
Dies liest man wie gesagt sehr oft, die Frage ist aber, ob es sich wirklich so darstellt.
Man muss unterscheiden zwischen Meinung und Widerspruch – These und Antithese, eventuell mit Synthese – und Meinung, die man nicht äußern darf.
Wenn man seine Meinung äußert, zum Beispiel bezugnehmend auf oben und man sagt, dass man nicht möchte, dass mehr Flüchtlinge ins Land kommen, muss man damit rechnen, dass jemand widerspricht und einen möglicherweise als „Rechter” bezeichnet.
Das ist sein recht, denn er kann ja der Meinung sein, dass jemand, der sowas denkt, ein „Rechter” ist.
Genauso ist es mit dem sogenannten „Genderismus” und dem „Gendersternchen”.
Nur, weil man das gutheißt, muss man kein „Linker” oder „Grüner” sein Ebenso muss man kein „Rechter” sein oder „Anti-Demokrat”, wenn man dagegen ist.
Man kann aber die Meinung vertreten, dass jemand, der gegen „Gendersimus” ist, ein „Rechter” ist, auch wenn dies eine Pauschalisierung darstellt.
Wenn nun jemand sagt, er akzeptiert nicht, dass sich jemand gegen das „Gendersternchen” ausspricht, ist dies mangelnder Respekt und fehlende Toleranz.
Dies hat nichts mit Meinungsfreiheit zu tun.
Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.
Artikel 5, Absatz 1, Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland
Das sieht schon etwas anders aus als gefühlte Einschränkung.
Es scheint so zu sein, dass der gegenseitige Respekt fehlt oder auch nur die nötige Reife, die Meinung des anderen anzuerkennen.
In der DDR durfte niemand seine Meinung gegen das SED-Regime erheben.
Dies konnte massive Konsequenzen wie Berufsverbot oder Gefängnisstrafen nach sich ziehen.
Aber auch in vielen selbst-deklarierten „Demokratien” ist es leider immer noch so.
Das aktuell bekannte Beispiel ist Alexej Nawalny, der die Regierung von Putin kritisierte und fast einem Attentat zum Opfer fiel und nach seiner Rückkehr nach Russland auch gefoltert wurde.
Die Meinungsfreiheit ist bei uns nicht eingeschränkt. Man kann es daran sehen, dass man für seine kritische Meinung zum Beispiel gegenüber der Regierung nicht bestraft wird.
Etwas anderes ist auch die sogenannte „Meinungspolizei”.
Manche angehörigen von mehr oder weniger radikalen oder extremistischen Gruppen lassen gegenteilige Meinungen zu ihren nicht so und werfen dann Moral-Schein-Argumente in die Diskussion, mit denen sie versuchen, die Meinung anderer zu „korrigieren”.
Dazu gehört auch die „politische Korrektheit”. Manche sind beispielsweise davon überzeugt, dass man in Anreden auf bestimmte Floskeln verzichten solle, um niemanden zu benachteiligen oder zu ignorieren.
Statt „Sehr geehrte Damen und Herren” solle man „Sehr geehrte Anwesende” sagen, da es ja sein könne, dass sich transsexuelle und andere benachteiligt fühlen könnten.
Sie „korrigieren” einen laufend, wenn man sich in deren Augen nicht „korrekt” verhält und versuchen so, auf penetrante Weise ihre Meinung oder Weltansicht durchzusetzen, ohne Rücksicht auf Verluste durchzusetzen.
Dies hat aber auch nichts mit Meinungsfreiheit zu tun, denn der „Staat” hat dies nicht unter Strafandrohung von oben angeordnet.
Was momentan als „Meinungsfreiheit” angefochten wird, ist die „Argumentation” vieler, dass sie Widerspruch nicht akzeptieren und tolerieren können.

Jeder kennt die weißen Streifen, die Düsenflugzeuge hinter sich herziehen. Diese entstehen dadurch, dass der Treibstoff verbrannt wird und die Abfallprodukte Wasser und Ruß entstehen. Das Wasser kondensiert – gefriert – in der kalten Atmosphäre und es entstehen Streifen am Himmel.
Um diese Kondensstreifen ranken sich Gerüchte und Verschwörungstheorien.
Anhänger davon glauben, dass die Kondensstreifen gar nicht aus Wasser (und Ruß) bestehen, sondern dass Geheimorganisationen Gifte und Chemikalien versprühen, um die Bevölkerung zu dezimieren, das Wetter zu manipulieren oder die Menschen zu manipulieren.
Diese Verschwörung ist unter dem Namen „Chem Trails” bekannt.
„Chem Trails” kann man als „Chemikalienstreifen” übersetzen, denn die Weltverschwörungsgläubigen glauben, dass es keine wasserhaltigen, sondern chemikalienhaltige Streifen sind. Beweise gibt es von deren Seite allerdings nicht, sondern wie es bei jedem Dogma so ist, benötigte man diese nicht, da das „reine Wissen” reicht.
Ausgangspunkt dieser Theorie ist die Verschiedenheit der sogenannten „Chem Trails”. Da manche sich länger, manche sich kürzer halten, manche breite sind und manche schmaler, werden diese „Unregelmäßigkeiten” als Schwadronierargument genommen.
Besonders wichtig sind dabei „gitterförmige” Streifen. Das sind Streifen, die sich überkreuzen und zum Beispiel ein Muster wie ein Maschendrahtzaun bilden.
Ob sich dieser Streifen wirklich überlappen oder überschneiden, kann man nicht sagen.
Man stelle sich vor, man sehe in 50 Meter Entfernung einen Garten in der Nachbarschaft.
Dort stehe eine Holzlatte aufrecht und daran eine schrägverlaufende.
Dies kann ein „schräges Kreuz” sein.
Wenn man nun näherkommt und vielleicht auch noch die Betrachtungsrichtung etwas ändert, sieht man, dass die Latte, die schräg verläuft, ein paar Zentimeter hinter der aufrechten steht und diese sich nicht berühren. Man ist einer Täuschung aufgesessen.
Mit Düsen betriebene Flugzeuge fliegen meist in einer Höhe von fünfzig Kilometern.
Dort kondensieren die Abgase und gefrieren. Es bilden sich kleine Wasserkristalle, aus denen die Kondensstreifen bestehen.
Je nachdem, wie feucht es dort oben ist und wie viel Wind dort weht, verflüchtigen sich die Streifen mal schneller, mal langsamer. Diese Faktoren, zu denen auch die Temperatur gehört, haben einen Einfluss auf die Größe und die „Haltbarkeit”.
Bei den sogenannten „Gittern” können auch Kondensstreifen von Flugzeugen, die von Osten nach Westen fliegen, ein paar Kilometer hinten denen der Flugzeuge, die von Norden nach Süden fliegen, liegen.
Unabhängige Messungen und Interviews sowie Fragebögen haben ergeben, dass man in lufitger Höhe in den Kondensstreifen keine sonstigen Stoffe nachweisen konnte, die nicht zu den Abgasen gehören.
Dies interessiert aber nicht die „Chem-Trail-Gläubigen”, denn sie brauchen keine Beweise und Gegenbeweise zu ihrer „Theorie”. Der reine Glaube reicht.
Wie immer bei Weltverschwörungsjüngern gibt es „geheime Organisationen”, die dafür sorgen, dass nichts an die Öffentlichkeit gelangt.
Die Frage ist, warum dann die „Geheimorganisationen” nicht auch die „„Chem-Trail-Gläubigen” unter Druck setzen und deren Nachrichten zum Beispiel im Internet löschen. Warum gerade die „Chem-Trail-Jünger” nicht dazu genötigt werden, zu schweigen, beantworten diese damit, dass diese sich bei ihnen eben nicht trauten.
Kurios wird es bei Agrarflugzeugen oder bei sogenannten „Hagel-Fliegern”.
Um Hagel zu vermeiden, gibt es zum Beispiel am Flughafen Stuttgart Piloten die losfliegen, wenn Hagel über dem Mercedes-Benz-Werk in Sindelfingen oder in den Werken in Stuttgart und Umgebung gemeldet wurde. Diese versprühen Silber-Iodid-Aceton-Mischungen, um Hagel zu vermeiden. Sinn und Zweck dahinter ist, dass viele fabrikneue Autos im Freien stehen und bei Hagel beschädigt werden können.
Agrarflugzeuge versprühen Dünger oder Mineralien über große Flächen.
Diese Flugzeuge sich nicht in der Betrachtung der „Chem-Trail-Gläubigen”.
Auch scheint niemand von den „Chem-Trail-Gläubigen” wirklich zu wissen, welche Chemikalien oder Mittel sich in den „Chem Trails” befinden. Ab und zu hört man von Aluminium oder Barium, aber das schwankt von Gruppe zu Gruppe.
Man könnte einen Wetterballon starten und sich die Daten der Messung während des Aufsteigens übermitteln lassen.
Diese Apparaturen gibt es schon für 500 Euro, aber das würde ja Beweise schaffen, dass ihre „Lehre” nicht stimmt.
Die Weltverschwörungstheorie „Chem Trails” passt genau in die Kategorie: „Wir wissen, dass es so ist, aber wir wissen nicht, was es ist und wir brauchen keinen Beweis für unseren Glauben liefern, weil wir recht haben.”

Ab nächster Woche kann der Einzelhandel wieder unter Auflagen seine Pforten öffnen. Mittels eines Stufenplans wird es auch wieder Öffnungen in der Gastronomie und vielem mehr geben.
Aber wie man es kennt, schimpfen viele wieder herum.
Erst konnte es nicht schnell genug gehen für die Einzelhändler, nun ist es wieder nicht richtig.
Der kleine Schritt des englischen Mischmasch-Wortes „Click and Meet“ genügt dem Einzelhandel erstmal nicht als ersten Schritt, wie verlautbart wurde.
Wenn die Inzidenz stabil bleibt, kann es aber wieder Öffnungen im großen Umfang geben.
Dann können Einkaufszentren wieder öffnen, aber iregendwann alle Geschäfte auch wieder.
Der nächste Schritt sieht dann vor, dass erstmal die Außengastronomie dran, da bekannt ist, dass dort die Ansteckung durch Aerosole geringer ist als in Restaurants selbst.
In langsamen Schritten mit Auge auf die Inzidenz wird dann peu a peu geöffnet.
In Böblingen hat der Inhaber der Schönbuch-Brauerei mit angeschlossener Gastronomie auch geklagt auf höchstem Niveau.
Er meinte, die Öffnungen kämen zu schnell, da man als Brauer die Produktion nicht mal eben so beschleunigen könnte und auch wenn plötzlich bei steigender Inzidenz wieder geschlossen werden müsse, könnte man nicht einfach wieder alles auf null herunterfahren.
Was nicht nur hier ein Paradebeispiel ist, ist leider das Hickhack der Gewerbetreibenden bei uns in Deutschland.
Vor knapp einem Jahr hat die Weltgesundheitsorganisation die Pandemie ausgerufen.
So wie es scheint, hat aber niemand von den Gewerbetreibenden in diesem Jahr des Lockdowns und damit einhergehenden Verzichts nachgedacht.
Viele Betreiber von Bekleidungsgeschäften klagen darüber, dass sie „verderbliche Waren“ hätten. Sie argumentieren, dass sie die Winterkollektion, die sie nicht losgeworden sind, wegwerfen könnten, da es im nächsten Jahr eine neue Winterkollektion gäbe.
2020 war ein Ausnahmejahr, indem es vorrangig darum ging, Menschen vor einer potenziell tödlichen Krankheit zu schützen.
Man könnte im Winter 2021/2022 die aktuelle Winterkollektion verkaufen.
Die Zeit der Pandemie hat niemand genutzt, um über die Lage wie Modediktatur, Konsumzwang und vieles mehr nachzudenken.

Im Zuge der Corona-Krise hat man sich daran erinnert, dass im Tarifvertrag ausgehandelt wurde, dass Pflegepersonal Gefahrenzulagen bekommen. So ist es zum Beispiel beim Pflegepersonal, die in Psychiatrien arbeiten.
Nun soll auch eine Prämie an das Pflegepersonal wegen der Gefährdung durch Corona gezahlt werden, denn warme Worte sind irgendwann ausgelutscht.
An das Pflegepersonal soll pro Monat sage und schreibe 48 Euro gezahlt werden.
Des wären, wenn man eine durchschnittliche Monatsarbeitszeit vom 160 Stunden zugrunde legt, dreißig Cent pro Stunde.
Bei diesem klitzekleinen Obolus kommt noch hinzu, dass sich eine hier nicht näher genannte Klinikleitung außerstande sieht, sich darum zu kümmern, dass das Pflegepersonal, das an der „Corona-Front” arbeitet, dieses zugesprochen bekommt.
In einer E‑Mail des Betriebsrates zu diesem Thema steht wörtlich:
Ein geplanter Verhandlungstermin wurde in Frage gestellt, man habe wichtigeres zu tun.
Undankbarkeit hat viele Namen und viele Gesichter.

Wir stehen in der Schlange vor der Kasse. Ich habe eine Packung Toilettenpapier und etwas fürs Abendessen.
Hinter mir steht auch jemand, der zwei Packungen kaufen möchte.
An der Kasse daneben steht ein Ehepaar, die sechs Packungen Küchenrollen und einmal Toilettenpapier auf das Band gelegt haben.
Während die nächsten zur Kasse gehen und meistens einmal Toilettenpapier in der Hand tragen, schaut die Frau ihren Mann an und kommt später mit einer weiteren Packung Toilettenpapier wieder, etwas später mit der dritten, weil es ja noch etwas gäbe, wie sie sagt.
Die Kassiererin sagt zu dem Mann hinter mir, dass jeder nur eine Packung kaufen dürfte. Er widerspricht kurz, ist dann aber einsichtig.
Ich kommentiere: „Bedanken Sie sich bei den Egoisten wie die da neben uns.”
Die Frau versucht sich zu rechtfertigen : „Ich bin bei der Sozialstation und muss Kranke versorgen.”
Der Kassierer sagt in dem Moment: „Sie müssen vier Packungen Küchenrollen und zwei Packungen Klopapier hierlassen.”
Die Frau redet wieder darüber, dass sie bei der Sozialstation sei und posiert extra mit ihrem T‑Shirt „BB Sozial”.
Ich kontere : „Ich bin beim DRK.„
Der Mann hinter mir ruft: „Und ich beim THW.„
Die Frau meint aggressiv: „Das glaube ich nicht. Kann ja jeder behaupten.”
Der Mann, den ich vorher nicht kannte, und ich zündelten und stichelten noch etwas verbal bösartig und provozierten die Frau, die anfing vor Wut zu schäumen.
Sie musste die Dinge trotz lautem Palaver da lassen.
Eine Beschwerde an „BB Sozial” habe ich schon verschickt.
Die Frau hatte nämlich leise zu ihrem Mann gesagt : „Dann hole ich noch eine Packung. Man weiß ja nie, wann es wieder welche gibt. Dann haben wir wenigstens etwas.”
„BB Sozial” hat mir schon geantwortet.
Sehr geehrter Herr ***,
vielen Dank für die Information.
Wir werden dem Vorfall nachgehen. Unsere Mitarbeiterinnen sind angehalten sich geordnet zu verhalten.
Mit freundlichem Gruß
***, Geschäftsführerin
Am 3. Februar war ich zu Gast beim „Stadtgespräch Böblingen”.
Der Verlagsleiter und Chefredakteur der „Sindelfinger Zeitung / Böblinger Zeitung” interviewte mich zum Thema „Zeitreisen und Steampunk” für „Regio TV Stuttgart”.
Vielen Dank!