Erbrechen schlecht Würgen Kotzen Vomit Vomitieren Gübeln

„Der Schutz vor Lärm ist höher zu bewerten als der Wunsch der Stadt nach Innenstadtbelebung“, urteilte der Verwaltungsgerichtshof Mannheim zur aktuellen Konzertreihe „Sindelfingen rockt“.
Dass dem Gericht nicht die Kosten des Veranstalters sowie dessen wirtschaftliche Interessen interessieren, muss man nicht betonen. 

Seit einigen Jahren gibt es die Konzertreihe „Sindelfingen rockt“, die immer sehr gut besucht ist.
Sie findet an den Mittwochs im August von 18 bis 22 Uhr statt.

Im Jahre 2016 wurden das erste Mal Stimmen laut, auf dem Marktplatz sei es zu laut.
Nach den Konzerten 2017 gab es dann Ärger von einer Handvoll Anwohnern, die schon zu diesem Zeitpunkt gefordert hatten, es müsste aufhören. Die Begründung war die gleiche, die aber damit einherging, dass man private Schallmessungen durchgeführt habe, die ergeben hätten, dass die Werte weit über dem Erlaubten gelegen hätten. 2018 wurde der Ton dann nochmals rauer, woraufhin vonseiten Sindelfingens und des Veranstalters die Lautstärke heruntergedrosselt wurde.
Dies passte den Anwohnern aber auch nicht, da angeblich wieder private Messungen ergeben hätten, dass es genauso laut oder noch lauter sei wie 2018.
Dies kann nicht sein, da viele Besucher sich darüber beklagten, dass die Musik „Radiolautstärke“ gehabt hätte.
Ende 2018, Anfang 2019 verhärteten sich die Fronten vollends, denn die Anwohner ließen sich auch nicht auf den kleinsten Kompromiss ein.
Die offizielle Nachtruhe beginnt um 22 Uhr, was den Anwohnern aber nicht genehm war. 2018 hatte man vonseiten des Veranstalters darauf gedrängt, dass eine Pause während der Konzerte mehr eingelegt wurde und dass darauf zu achten sei, dass die Konzerte einschließlich der Zugaben um 22 Uhr beendet sein müssten.
Dies klappte vorzüglich, auch wenn manchmal der Eindruck aufkam, ein Konzert sei abgebrochen worden. So ist es aber leider, wenn man Kompromisse eingehen muss.
Bis Januar, Februar diesen Jahres (2019) nahmen die Anwohner pro forma an Konferenzen zu „Sindelfingen rockt“ teil, brachen dann aber ab, als sie merkten, dass sie mit ihrer permanenten Blockadehaltung nichts bewirkten. Von da an ließen sie sich nur noch von ihren Anwälten bzw. ihrem Anwalt vertreten.
Von Verhandlungen kann man nicht mehr reden, denn es ging nur noch Kopf gegen Kopf. Die „offizielle Seite“ konnte Vorschläge vorlegen. Die Anwohner beantwortete diese nur mit „Wir wollen kein ‚Sindelfingen rockt‘“.

Trotz der Kompromissbereitschaft der „Offiziellen“ zogen die Anwohner vor Gericht.
Drei von den vier Klagen wurden abgeschmettert, einer wurde stattgegeben.
Dies passierte so eng, dass dem Veranstalter nur 36 Stunden Zeit blieben, die Veranstaltung vom Marktplatz zum Goldberg zu verlegen.
„Sindelfingen rockt“ findet im Jahr 2019 auf dem Parkplatz des Möbelhauses Hofmeister statt.

Im Zuge der Reihe 2018 teilte uns übrigens der Veranstalter mit, dass er nicht wisse, ob er sich auf eine Reihe im Jahr 2019 einlasse, da er die Nase von den Querelen voll habe und viel Zeit damit verbringe, sich über die absolut kompromisslosen Anwohner aufzuregen. Ebenso hatte ihn genervt, dass die Anwohner mit immer neuen Forderungen kämen, wenn man eine erfüllt habe oder sich darauf geeinigt habe, eine zu erfüllen. Er sprach von dem hingehaltenen kleinen Finger und der genommenen ganzen Hand oder sogar dem ganzen genommenen Arm.

Die Handvoll der Querulanten war nicht erst dieses Jahr tätig geworden, sondern schon länger. 2018 stand es schon auf der Kippe, konnte aber gerettet werden, obwohl der Veranstalter dies schon abgeschrieben hatte.

Ob es im Jahr 2020 weitergeht, steht in den Sternen.

Man muss sich die Situation immer wieder vor Augen führen.

Eine Handvoll Unzufriedener nimmt sich vor, „Sindelfingen rockt“ zu stoppen. Es interessiert sie nicht, ob tausende Fans traurig sind. Innenstadtbelebung ist ihnen egal. Diese Querulanten sind sehr kompromisslos, geben keinen Millimeter her, aber pochen dann darauf, man müsse das Gerichtsurteil hinnehmen, ohne es zu kritisieren,
Dabei vergessen sie aber, dass sie die Egoisten sind und die Meinung anderer ignorieren.
Der Satz „Das Wohl vieler geht vor das Wohl einzelner“ wollen sie nicht verinnerlichen, mit dem Scheinargument „Minderheitenschutz“,

Das Kurioseste an der Sache ist, dass vier Personen geklagt haben, drei Einsprüche wurden abgelehnt, einer stattgegeben.
Sogar ein sehr guter Kompromiss der Stadt wurde wie jeder andere Vorschlag auch von der EINEN Person abgelehnt.

Konsequenterweise sollten diese Leute aber nun nicht untätig werden, sondern weitermachen.
Die Veranstaltungen „Internationales Straßenfest“, der Handwerkermarkt, das Weinfest und viele andere warten sehnsüchtig darauf, verhindert zu werden.

Manche Menschen brauchen keine Laktose, um intolerant zu sein.

Und manche Richter auch nicht!

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