Deutsch

Gestern wurden die Ergebnisse der aktuellen PISA-Studie vorgestellt.
Deutschland ist abgesackt.
Bundesbildungsministerin Karliczek war enttäuscht und sagte, dass Mittelmaß nicht der Anspruch der Bildung im internationalen Vergleich sein dürfe. Genauso äußerte sich der Geschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertags, Dercks, und forderte bessere Bildungsmethodiken und ein Umdenken in der Bildungspolitik.
Ilka Hoffmann von der Gewerkschaft Erziehung und Bildung meinte, dass sich seit dem PISA-Schock vor zwanzig Jahren nichts zum Positiven an den Schulen Deutschlands getan habe.
Es ist nicht überraschend, dass Deutschland wieder einmal schlecht abgeschnitten hat. Die Schulpolitik zeichnet sich im negativen Sinne dadurch aus, dass Bildungsexperimente an Schülern vorgenommen werden, die aber nicht rückgängig gemacht werden, obwohl sie nichts bringen oder die Bildungslage noch verschlechtern. Es wird lieber „reformiert” und „reformiert”, wie es immer so schön heißt, doch es ist eine Degeneration und Verschlechterung auf Kosten der nachwachsenden Generation.
Es hat sich nichts getan, um der immer weitergehenden Verblödung der Schüler entgegenzuwirken. Alle drei Jahre gibt es einen Aufschrei der Empörung, der nach ein paar Tagen nachlässt, nachdem man sich Scheinargumente hat einfallen lassen, warum Deutschland gerade dieses Mal wieder im wahrsten Sinne des Wortes dumm dasteht.
Jedes Mal, wie auch dieses Mal, kommt wieder der einzig wahre Vorschlag, man bräuchte „einen Schulterschluss von Bund, Ländern und Kommunen, um länderübergreifende Anstrengungen für mehr Chancengleichheit zu stemmen”.
Chancengleichheit!
Nicht Bildung!
Gleichsam hören und sehen wir wieder in den Medien „Bildungsforscher”, die uns sagen, wie man der voranschreitenden Verblödung entgegenwirken kann. Durch Chancengleichheit!
Jeder soll das Gleiche erreichen können, doch nicht durch vielschichtige Bildungsangebote, sondern Gleichmacherei wie in Gesamt- oder Gemeinschaftsschulen. Sonder- bzw. Förderschulen werden abgeschafft. Sonder- und Förderschüler werden „inkludiert”.
Können sie mithalten? Von sich aus nicht!
So muss das Niveau heruntergezogen werden, damit diese auch den Lehrstoff mitkommen, also das Klassenziel für oder mit allen erreicht werden kann.
Schüler langweiligen sich, weil der Unterrichtsstoff zum x‑ten Mal für den oder die Schwachen durchgekaut wird. Jeder muss das gleiche Wissen haben. Auf Kosten der Guten!
Nun müssen Argumente gegen das schlechte Abschneiden her!
Immer gut ist es, zu behaupten, die PISA-Studie sei nicht repräsentativ.
Als „Argumentation” zieht man heran, dass andere Länder die Durchführungsrichtlinien nicht so ernst nähmen wie Deutschland.
So argumentiert auch Bildungsforscher Heiner Barz, indem er sagt, dass in anderen Ländern schwache Schüler angehalten würden, am Tag der PISA-Prüfungen zu Hause zu bleiben. Dies sei aber aufgrund der Schulpflicht in Deutschland nicht möglich.
Auch der repräsentative Durchschnitt aller Schüler über Gymnasien, Realschulen, Hauptschulen, Sonderschulen und dergleichen mehr werde in anderen Ländern nicht berücksichtigt.
Seine Schlussfolgerung lautet, dass das schlechte Abschneiden Deutschlands nichts über das Bildungs- bzw. Schulsystem aussage.
Er zweifelt auch die Messmethoden an, wie bewertet wird.
Dass es bei der Auswertung der Prüfungen nur zwei Bewertungen -„richtig” oder „falsch” gelöst – gibt, ist hinlänglich bekannt.
Barz macht darauf aufmerksam, dass es auch noch eine Stufung „Aufgabe nicht gelöst” gäbe. Das ist korrekt, aber zu behaupten, dass andere Länder dies dazu missbräuchten, ihre Statistiken nach oben zu manipulieren, gehört eher in Fantasiewelten als in die Realität. Zu behaupten, dass manche Länder nicht gelöste Aufgaben als „richtig” und andere diese als „falsch” eintragen würden, ist an den Haaren herbeigezogen. Es gibt klare Bewertungsrichtlinien, dass eine Aufgabe, die nicht gelöst wurde, als „falsch” bewertet und auch so in die Statistik eingetragen wird.
In der Schule ist dies übrigens genauso.
Wenn man solche Ammenmärchen verbreitet, sollte man noch einen Schritt weitergehen und sagen, dass „Platz 1” grundsätzlich nur „richtig” eingetragen hätte, um sich diesen Platz zu erschleichen.
Das Schwadronieren darüber, dass mit dem Eintreten der Türkei in die PISA-Studien eine Verschiebung der Gauß’schen Glocke bei der Bewertung zum Negativen bei gut bewerteten Ländern geführt habe – und insbesondere bei Deutschland – ist ein Betreten von ganz dünnem Eis.
Seit Jahren tritt Deutschland auf der Stelle. Anstatt über solche „tollen Dinge” zu philosophieren, dass deutsche Schüler bei „Multiple-Choice” benachteiligt seien, ist es ratsamer, das Niveau anzuheben, als immer weiter abzusenken.
„Multiple Choice” – Mehrere Auswahlen – bedeutet, dass man eine richtige Lösung von verschiedenen ankreuzen muss oder dass mehrere Löugnen richtig sein könnten oder alle.
Zu sagen, dass die deutschen Schüler zu dumm dazu seien, grenzt an bodenloser Arroganz.
Die nächste PISA-Studie kommt bestimmt.
Für deutsche Bildungsforscher, Lehrer und Politiker ist es einfacher darüber zu palavern, dass Bereiche wie Politik, Wirtschaft, Geschichte, Kultur oder Musik gar nicht einbezogen würden.
Man schwafelt lieber darüber, dass es wichtig für das Heranwachsen junger Menschen sei, diese Bereiche zu beherrschen oder die Fähigkeit zu erhalten, aus einer Tabelle ablesen zu können, wie heiß der Sommer 1972 war. Man redet sich dumm und dämlich über die Praxistauglichkeit und darüber, dass die jungen Leute auf das Leben vorbereitet werden müssten, anstatt mit PISA-Testen umgehen zu müssen.
Auf das Leben vorbereiten!
Dinge, wie einem Schüler zu zeigen, wie man einen Überweisung bei der Bank ausfüllt, wäre ein erster Schritt. Das gehört aber nicht zum „Vorbereiten aufs Leben” laut Bildungsexperten.
Neue Medien gehen an den Schülern völlig vorbei. Lehrer behaupten, man bräuchte keine elektronischen Tafeln, denn das würde die Schüler zu sehr überlasten. Das Problem sind eher die Lehrer, die nicht erkennen, dass Kinder mit elektronischen Medien (außerhalb) der Schulen aufwachsen und die sich einfach nicht auf Neues einlassen wollen.
Lesekompetenz und Verstehen
Die aktuelle PISA-Studie legt einen Schwerpunkt auf Lesekompetenz.
Auch hier gab es massive Kritikpunkt der deutschen Bildungsforscher, Lehrer und dergleichen.
Laut derer sei Lesekompetenz nicht vergleichbar. Wenn ein deutsches Kind einen Text im Gegensatz zu einem französischen nicht richtig begreife und bei der Lösung eine falsche ankreuze, könne man dies nicht vergleichen, da ja verschiedene Wertebereiche hineinspielten. Das Begreifen eines Textes sei nicht so wichtig, weil es darauf ankomme, wie man ihn interpretiere.
Ein Paradebeispiel ist hierbei ein etwas älterer Text über das Klon-Schaf Dolly.
In dem Text wird beschrieben, dass einer Schafmutter Eizellen entnommen worden seien. Eine davon wurde „in vitro” – Schlagwort: „künstliche Befruchtung” – befruchtet. Der „außerhalb des Körpers” befruchteten Eizelle wurde die Hälfte des Erbmaterials entnommen und in eine andere Eizelle eingesetzt. Aus der urprünglich einen Eizelle entstanden zwei mit identischem Erbgut. Die zweite Zelle war „geklont” worden und die Methode heißt „Klonierung” oder „Klonen”. Wieder eingepflanzt in die Schafmutter entwickelten sich zwei identische Schafe.
Die Schüler sollten nun ankreuzen, wie die Befruchtungsmethode hieß:
- In vitro
- Zellteilung
- Geschlechtsverkehr
- Oxidation
Nur eine Minderheit meinte, dass „In vitro” richtig sei. Ebenso hatten auch nur wenige Schüler bei der nächsten Frage angekreuzt, dass die zweite Eizelle durch „Klonierung” entstanden war.
Dass nur wenige die richtigen Lösungen deklariert hatten, ist laut deutschen Lehrern nicht schlimm. Es wäre wichtiger gewesen, diesen Text in einen „interpretatorischen Kontext” zu setzen, anstatt nur Fakten aus dem Text abzufragen. Lesekompetenz sei eben nicht das Heraussuchen von Worten oder Fakten, sondern mehr. Man zweifelte auch an der Wirksamkeit des Ankreuzens. Die Sinnhaftigkeit, ob man das richtige Wort ankreuzen oder aufschreiben solle, führte sich dann ad absurdum, da es zwei unversöhnliche Fraktionen gab.
„Bildungsprogramme” und das Kaputtreden von Vergleichsstudien ist ein Punkt, die eigenen Defizite an der Bildungspolitik schönzureden.
Realismus geht anders!
Die PISA-Studien der OECD sind internationale Schulleistungsuntersuchungen, die seit dem Jahr 2000 in dreijährlichem Turnus in den meisten Mitgliedstaaten der OECD und einer zunehmenden Anzahl von Partnerstaaten durchgeführt werden und die zum Ziel haben, alltags- und berufsrelevante Kenntnisse und Fähigkeiten Fünfzehnjähriger zu messen.
(Wikipedia)
Bildquelle: Pixelio / Tim Reckmann https://www.pixelio.de/media/690266

Am 1.6.2019 war es endlich soweit.
Um 12 Uhr begann das, worauf wir fast ein halbes Jahr hingearbeitet haben.
„Steαmpunk-Picknick in der Villa Rustica“
Die “Villa Rustica” ist ein Römisches Freilichtmuseum in Hechingen-Stein (Zollernalbkreis).
Dort haben im ersten bis dritten Jahrhundert (n.Chr.) Römer gelebt. Zu dieser Zeit hatten die Römer Städte, Kastelle und Gutshöfe (lateinisch: „Villa Rustica“) auch in Südwestdeutschland errichtet. Die Siedlung in Hechingen-Stein wurde Ende des dritten Jahrhunderts wieder aufgegeben.
Wir waren bei unseren Besuchen im Freilichtmuseum sehr begeistert und fragten an, ob wir dort nicht ein „Treffen der Zeitreisenden in viktorianisccher Gewandung“ durchführen dürften. Man kannte uns vom Keltenfest dort und war von uns Zeitreisenden begeistert. Dies wurde uns vom Vorstand genehmigt.
Als dies zugesagt wurde, konnten wir damit beginnen, Leute einzuladen.
Wir konnten die allseits bekannte Kult-Steamfolk-Band „Tales of Nebelheym“ als musikalische Untermalung für diese Veranstaltung gewinnen.
Nun schickten wir Einladungen an Freunde und Bekannte heraus, von denen auch viele zusagten.
Einige waren mit der Location nicht zufrieden und eher skeptisch.
In der Regel finden Treffen an Schlössern, Burgen, Parks oder Prachtgärten statt. Ebenso tauchen Steampunks, die sich im Stil der viktorianischen Epoche kleiden, bei Retro-Veranstaltungen wie zum Beispiel Oldtimer-Paraden auf.
Ein halbes Jahr Organisation, Kommunikation und Planung!
Samstag, den 1.6.2019, wurde es richtig gut.
„Die Damen in Spitze und die Herren in Frack” hatten aufgetischt und nahmen ihr Picknick ein. Dazu schien die Sonne bei über 25 Grad.
Am Abend gegen 19 Uhr war das „Steampunk-Picknick“ beendet und wir, die Organisatoren, gingen glücklich und zufrieden nach Hause.
Danksagungen
Wir bedanken uns beim Vorstand des Museum, die uns sehr sehr herzlich aufgenommen haben. Wir alle haben uns sehr wohl bei Ihnen und Euch wohlgefühlt.
Ebenso gilt unser Dank „Tales of Nebelheym“, die uns mit ihrem Songs und Balladen eine wunderschöne Stimmung bereitet haben.
Unseren Freunden und Bekannten von den „Zeitreisenden in viktorianischer Gewandung“ gilt auch ein großer Dank.
Vielen Dank auch an die Fotografen, die sehr zahlreich erschienen sind und uns sehr schöne Bilder beschert haben.
Alle zusammen haben diesen Tag zu etwas ganz besonderem gemacht.
Vielen Dank!

Heute waren wir (mal wieder) im Großmarkt einkaufen und gingen irgendwann Richtung Kasse.
Das Band war halbvoll und vorne am Anfang standen einige kleine Sachen.
Superfliege fragte die Leute mit den vielen Sachen, ob diese zu ihnen gehörten.
Die verneinten: „Sie können auflegen. Das hat wohl jemand vergessen.”
Als Superfliege drei Teile von uns aufgelegt hatte stürmte ein schwarzhaariger Mann an ihr vorbei, legte die Sachen die vorne gelegen hatten, zusammen mit einigen Dosen Alkoholika aufs Band.
„Moment!” intervenierte Superfliege, „Wir stehen hier. Platz vergangen.”
Der Mann brammelte irgendwas von Ärger vor sich hin, während er seine Sachen nahm und sie hinter unsere stellte mit den Worten: „Gehen Sie nur, bitte schön! Ich will keinen Ärger mit ihnen.”
Wir bedankten uns höflich.
„Sie sollten schon Angst vor mir haben”, sagte der Mann, der eine Alkoholfahne sondergleichen hatte.
Als Superfliege reklamierte, dass sie keine Angst habe, meinte derr Mann, es sei besser, vor ihm Angst zu haben.
Wir ignorierten den Schwafler.
Dann fing er an, uns zu beleidigen als Leute, bei denen „zu viele sch*** deutschen Gene” durchkämen.
Ich schaltete auf Verteidigungsmodus, als er es noch mehrere Male wiederholte.
Irgendwann hörte er dann auf.
Wir zogen weiter nach dem Beazahlen.
Man muss sich also von Ausländern als Deutsche verbal bespucken lassen!
Wer ist hier der Rassist?

Es war gegen halb vier nachmittags.
Der große Saal war innen mit feinstem Teakholz verkleidet. Zwischen den einzelnen Paneelen waren dünne Streifen von Espenholz eingelassen. Überall waren Schnitzereien zu sehen, die darauf schließen ließen, dass der Besitzer wohlhabend war.
Der Fußboden bestand aus Mosasikkacheln, die zusammen ein Luftsvchiff ergaben, das von einem filigran-gearbeiteten Zahnrad umgeben war. Unter dem Luftschiff auf dem unterem Radius des Zahnrades waren die Lettern „Chrono-Tours“ (1) eingelassen.
In dem großen Saal saßen drei Personen. Vor dem Tisch aus Mahagoni ein untersetzter. leicht dicklicher Mann mit rundem Gesicht. Ihm gegenüber saßen zwei elegant-gekleidete Personen, eine Frau und ein Mann.
Sie hatten ihre Hüte abgelegt und schienen nachzudenken.
„Nehmen wir das Angebot an?“ fragte Sabine Edelfrau von Syntronica ihren Gemahl.
Johann Tiberius Pistor nahm noch mal das in Leder eingebundene Prospekt hoch und blätterte es lasziv vor den beiden Edelleuten durch.
„Ja!“, bestätigte Dietmar Edelherr von Syntronica nickend, „wr nehmen diese Zeit-Kreuzfahrt.“
Pistor legte das Prospekt auf den Tisch und lehnte sich zurück.
„Da ich davon ausging, dass Sie sich diese Reise nicht entgehen lassen wollen“, sprach Pistor, als eine Frau mit Papierblättern in einem Einband in den Saal trat, „ließ ich meine Frau die Verträge vorbereiten.“
„Guten Abend, Madame! Guten Abend, Monsieur!“
Edelfrau von Syntronica deutete eine Verbeugung an, während sie aufstand und der Hineingekommenen die Hand reichte.
„Bonjour, Madame!“
Edelherr von Syntronica stand auf, gab Ihr die Hand: „Habe die Ehre, gnädige Frau!“
„Mein Frau Maélys“, machte Pistor die drei bekannt, „Ich lernte sie vor Jahren auf einer Zeitreise nahe Montpellier kennen. Sie schaute sich ebenfalls das Agieren der Jakobiner kurz nach der Französischen Revolution an. Innerhalb eines Augenblicks, während wir uns anschauten, verzauberte sie so meine Rüstung, dass jegliche Abwehr dahin war. Nicht nur meine Rüstung, sondern auch mein Herz schmolz in ihre Hände.“
„Mir ging es genauso. Seitdem tragen unsere vier Hände unsere gemeinsame Liebe.“
„Das ist sehr romantisch“, bemerkte die Edelfrau.
Alle vier setzen sich. Sie stießen auf die ewige Liebe an.
Nach einigen Minuten legte Maélys die Verträge vor. Ihr Ehemann erklärte.
„Einmal bitte hier, Edelherr von Syntronica!. Das ist der Abschluss, dass Sie die Reise antreten.“
Er reicht ihm einen Federhalter, den Maélys kurz vorher in Tinte getunkt hatte.
„Dies ist die Insuranz für beide Seiten.“
Der Edelherr unterzeichnete auch dies.
Maélys händigte jeder Seite die unterzeichneten Verträge aus und lächelte.
Pistor stand auf und nahm sein Glas: „Auf eine gute und interessante Reise!“
„Laissez la vue vous enchantez tout en temps!“
„Merci, Madame, Monsieur!“ antwortete Dietmar Edelherr von Syntronica. Beide Edelleute verneigten sich.
© 17.9.2018 Dietmar Schneidewind, Syntronica.Net
- „Chrono-Tours” ist eine Schutzmarke der Syntronica.Net und beim Deutschen Patentamt eingetragen
Bildquelle (Reisende) : Ewald Birg

Ein Video beschäftigt und bewegt Deutschland.
Es ist ein Video, das in Chemnitz mit einem Smartphone aufgenommen wurde und zeigt, wie zwei Personen sich rangeln. Einer tritt den anderen in den Allerwertesten und verjagt ihn oder dieser zieht sich zurück.
In Chemnitz wurde ein Deutsch-Kubaner von einem Syrer und einem Iraker mit 35 Messerstichen getötet. Daraufhin organisierten Hooligans und andere einen spontanen Protestmarsch. An Rande dessen entstand wohl das obengenannte Video.
Die Quelle dieses Videos ist eine Internetseite der sog. „Antifa“. Ansonsten gibt es kein anderes Dokument, das – wie die Kanzlerin es deklarierte – „Hetzjagden auf Flüchtlinge“ zeigt.
Nach tagelangen Empörungen über rechtsradikale Gewalt, von allen möglichen Seiten kamen langsam Zweifel auf, ob es wirklich diese „Hetzjagden“ gegeben haben mag, da es nach knapp einer Woche nur dieses eine mit einem Smartphone aufgenommene (Hochkant-)Video gab.
Bundeskanzlerin Angela Merkel, die gar nicht in Chemnitz gewesen war, sprach von „Hetzjagden“, die sie gesehen haben will. Auch ihr treuergebener Regierungssprecher Steffen Rüdiger Seibert plapperte davon.
Viele, besonders linke, grüne und rote, Politiker kritisierten die Zustände in Chemnitz.
Es wurde ein „Spontankonzert“ gegen rechts organisiert und durchgeführt, bei dem es wichtiger war, dass die Protestler als „Nazis“ deklassiert wurden als der Tod des Deutsch-Kubaners.
Nun meldete sich Hans-Georg Maaßen, Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, zu Wort und sagte, seiner Behörde lägen keine Informationen vor, dass dieses Video authentisch sei. Er äußerte sich dahingehend, dass es sich bei dem Video um ein „Fake“ handele, um den Tod des Deutsch-Kubaners zu relativieren bzw. davon abzulenken.
Als erstes regten sich (wieder) „linke Kräfte“ über Herrn Maaßen auf, allen voran wichtige Führungskräfte der Grünen, der SPD und der „Linken“. Sie forderten seinen Rücktritt und rückten ihn stellenweise sogar in eine rechtsradikale Ecke.
Diese Personen forderten Beweise von ihm, warum das Video nicht authentisch sei.
Zeitgleich tauchte ein Beitrag auf, der beweisen sollte, dass das Video doch authentisch wäre.
Es wurde behauptet, man könne anhand der Ortungsdaten (GPS) klar nachweisen, dass dieses in Chemnitz aufgenommen worden wäre. Einige Aufnahmen zeigten Lokationen in Chemnitz. Über die einfallende Sonne und den damit verbundenen Sonnenstand wurde philosophiert, ebenso wurden Wolkenbilder analysiert und diese mit meteorologischen Daten der Wetterdienste vergichen.
So wurde die Darstellung von Herrn Maaßen torpediert.
Die erste These, man könne Ortungsdaten nicht fälschen, stimmt nicht.
Es gibt die App „Fake GPS Location Spoof“, die jeder amderen App einen falschen Standort vortäuschen kann.
Ebenso ist es suspekt, dass die sog. „Antifa“ einem Journalisten das Smartphone vorgelegt haben soll, auf dem das Video aufgenommen worden war. Auch andere Bilder, z.B. vom Himmel bzw. Wolkenbilder wurde ihm gezeigt. Dass jemand Wolkenbilder aufnimmt, die zufälligerweise die Echtheit eines Videos belegen können, ist nicht glaubhaft.
In dem Beitrag, der bei RTL, dem ZDF und anderen Medienseiten auftauchte, war das Manko, dass man keine anderen Bilder oder Videos von dem Protestmarsch finden konnte.
Ferner ist es zweifelhaft, dass das „Beweisvideo“ keine Datumangaben enthält. Es enthält Ortungsdaten, aber kein Datum, wann es aufgenommen wurde.
Weil dieser „Beweis“ nicht wie eine Bombe einschlug, zeigte der Focus ein Video-Interview mit zwei Syrern, die als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen waren.
Diese palaverten über „Nazis“ und davon, wie schlimm alles gewesen sein sollte in Chemnitz.
Ein Journalist und ein Künstler konnte allerdings zeigen, dass die beiden Interviewten Schauspieler waren, die schon öfters zusammen aufgetreten waren, z.B. in Georg Büchners Dramenfragment „Woyzeck”.
Nichtsdestotrotz stänkerten die Mainstreammedien weiter gegen Herrn Maaßen.
Jetzt wird es kurios. Man setzt sich über alle Zweifel hinweg und behauptet schlicht und einfach, das Video sei echt. Alles andere gilt nicht, weil es nicht in die (anti-deutsche) Weltanschauung passt.
Als Gegenbeweis gibt es auch ein interessantes YouTube-Video von Anabel Schunke, in dem sie u.a. erklärt, was „In Dubio pro reo” – „Im Zweifel für den Angeklagten” – bedeutet. Sie zeigt auch auf, was in der „Kölner Silvesternacht” – Massennötigung und ‑Vergewaltigungen – passiert ist und wie die Mainstreammedien reagiert haben.
Von denen die fordern, man solle Beweise vorlegen, fordere ich Selbstkritik.
Bei dem Protestmarsch nahmen ca. 600 Personen teil. Fünfzig von ihnen waren gewaltbereit und ‑tätig, indem sie auch Flaschen auf Polizisten warfen.
Es gab Attacken gegen Ausländer, allerdings gingen nur drei diesbezügliche Anzeigen ein.
Anstatt – wie es sein sollte – kritisch und selbstkritisch zu sein, prügeln die selbsernannten Wahrheitshüter genau wie die Links-Grünen auf Kritiker ein.
Momentan geht es anscheinend nur darum, dass diejenigen, die von „Hetzjagden” sprachen und sprechen, Recht behalten wollen (und vielleicht sollen).
Es ist ferner sehr auffällig, dass niemand als „Gegenzeuge” auftritt und sagt, es habe nichts stattgefunden.
Bei „Befragungen” von Passanten auf der Straße scheint es keinen zu geben, der etwas anderes sagt.
Ein verbaler und geistiger Absturz war das Statement einer jungen Frau:
„Ich bin Ausländerin. Wer behauptet, das Video lügt, beleidigt uns Ausländer.”
Schade, wenn man nicht fähig ist, sich Fehler einzugestehen!
Übrigens :
Eine Hetzjagd ist ein koordiniertes Vorgehen gegen jemanden, bis dieser erlegt oder erschöpft ist.

Im Jahre des Herren 1832 materialisierten wir mit unserem Zeitschiff in der Stadt Kassel – damals noch Cassel geschrieben.
Dort trafen wir zwei Gründerväter der Germanistik, Jacob und Wilhelm Grimm.
Diese sammelten Kinder- und Hausmärchen und schrieben diese nieder.
Beide saßen in einem Lokal. Jacob wiederholte immer wieder: „Ach, wie gut, dass niemand weiß, dass ich Rumpelstilchen heiß.”
„Ich bin mir nicht sicher”, wandte Wilhelm ein, „ob wir es so niederschreiben sollten.”
Jacob wiederholte de Phrase unbeirrt weiter. Irgendwann gab sein Bruder auf und schrieb es auf.
Wir machten von den Beiden mit unserem Iconographen ein Lichtbild und verschwanden wieder.
Abends lagen wir in den Betten des Schlafgemachs unseres großen Zeitschiffs.
Ich, Dietmar, Edelherr von Syntronica, lag nachts wach.
Ich ging irgendwann tur Chrono-Aviations-Einrichtung und startete sie.
Nach einigen Minuten Fahrt durch Blitze und Lichter befanden wir uns im Jahhr 1463.
Wir verließen das Schiff und begaben uns zum bunten Markttreiben in der Reichsstadt Wimpfen, wo man munkelte, die Herren von Weiler wollten diese an die Stadt Heilbronn veräußern.
An einer Holzhütte stand ein kurioser Typ, der sich dem Met völlig hingab und iirgendwas schwafelte.
Heute back ich, morgen brau ich,
übermorgen hol ich der Königin ihr Kind;
ach, wie gut, dass niemand weiß,
dass ich Rumpelstilzchen heiß!
Dann kamen Söldner auf uns zu und wollten von uns Vornamen wissen.
Wir sagten „Sabine und Dietmar”.
Worum es auch immer ging!
Eine wohlhabend aussehende Frau hörte aufmerksam dem komischen Kauz zu, wie er ziemlcih undeutich sang.
„Rumpelstilzchen!!”, sagte sie zu sich, schreischte kurz und verschwand.
Der Betrunkene sang weiter sein Lied, während er über den Markt torkelte und Leute anstieß.
Heute back ich, morgen brau ich,
übermorgen hol ich der Königin ihr Kind;
ach, wie gut, dass niemand weiß,
dass ich Rumpelstilzchen heiß!
„Mein Gemahl!”, rief eine süße Stimme, „es ist Zeit zum aufstehen””
„Ach wie gut, dass niemand weiß .…”, murmelte ich, während ich aufwachte.
„Hast Du an unsere Zeitreise bei Gebrüder Grimm gedacht?”, fragte meine Gemahlin.
Ich erzählte ihr meinen Traum mit dem sturzbetrunkenen Rumpelstilzchen, und wir lachten beide.
„Vielleicht sollten wir bei den Gebrüder Grimm nochmal vorbeifliegen”, meinte meine Gemahlin, „und ihren den wahren Beweggrund nennen, warum Rumpelstilzchen wirklich seinen Namen verriet.”
![]() | In Deutschland wird wieder das Schwarz-Weiß-Fernsehen eingeführt. Dies hat den Vorteil, dass man Schwarz-Rot-Gold nicht mehr sehen kann. Auf dem neuen Trikot des DFB ist dies schon im Vorfeld gemacht worden, denn statt Schwarz-Rot-Gold ist dort nur noch Schwarz-Dunkelgrau-Hellgrau zu sehen. Statt „Nationalmannschaft” heißt es „Unsere Mannschaft” und poltisch korrekt „Unser Team”. „Deutschland” ist jetzt „Schland”. Das „Lied der Deutschen” muss auch kein Fußballer mehr mitsingen. Besser kann man Patriotismus nicht vernichten. |
„(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt. (2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre. (3) Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung.” Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland |

In Halle 7 der Stuttgarter Messe tummelten sich vom 23. bis zum 26.11.2017 die Steampunks.
„Steampunk Village” war ein riesiger Erfolg!
Angefangen mit Erfindungen von Raphaelius Alva Grußer wurden viele retro-futuristische Maschinen und Geräte gezeigt, die sehr oft mit Dampf betrieben wurden.
Ebenso zeigten Anbieter ihre Kleidung, die zum größten Teil Maßanfertigungen sind. So konnte man mit den „Outfittern” wie „Van Steam” oder „Marra” über Kleidung iins Gespräch kommen.
Workshops rundeten das „Steampunk Village” genauso ab wie ein Plausch im „Steamer’s Cafè”, in dem man sich auch bekannte und neuere Brettspiele anschauen und diese auch ausprobieren konnte.

(Vielen Dank an Christopher Cocks für dieses Foto !)
Die Akteure waren – Wie sollte es auch anders sein? – in viktorianischer Montur gekleidet mit retro-futuristischen Anpassungen wie seltsame Brillen, Apparaturen, Geräten und dergleichen.
Zauberhafte Maskeraden!

Raphaelius Alva Grußer zeigte zur ungeraden Stunde seine mit Dampf betriebenen Maschinen und erklärte die technischen und philosophischen Hintergründe dazu. Zum Abschluss startete er immer sein selbst gebautes Miniatur-Luftschiff.
Ein sehr schöner Anblick!
Es gab eine Kunstgalerie, Live-Vorführungen und vieles mehr.

Zwei Mitglieder der „Behörde zur Ermittlung Temporaler Distorsionen” – auch als „Zeitpolizei” bekannt – nahmen mehrere Personen fest, die die Zeitlinie verändert hatten.

Der Musicus John Blacksteam verzauberte mit schönen Melodien und wunderbaren Klängen.
Jeden Tag trafen wir Steampunks uns zum gemeinsamen Gruppen-Fotoshooting um 16 Uhr.
Fotografen wie Christopher Cocks, Andreas Ronge und Andrea Mitterhuber waren aber auch den ganzen Tag präsent, um nicht nur Steampunks vor Kulissen abzulichten, sondern auch Besucher, die im Alltagsdress dort waren.

Die Steampunks kamen aus der Schweiz, Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, dem Saarland, Nordrhein-Westfalen et cetera.
Bei Steampunk handelt es sich um eine literarische Strömung der Science-Fiction, die Anfang der Achtzigerjahre Zukunftsvisionen vergangener Tage als alternative Realität fortschrieb. Ästhetische und kulturphilosophische Vorbilder der Steampunk-Autoren waren Werke von Jules Verne wie die „Reise zum Mittelpunkt der Erde“ oder H.G. Wells und „Die Zeitmaschine“. Der Dampf, englisch Steam, spielt in den Szenarien des Steampunk eine entscheidende Rolle: Dampfmaschinen prägen die Technologie dieser Zukunftsvision vergangener Tage. Aus dieser literarischen Strömung entwickelte sich in den letzten Jahrzehnten eine blühende Subkultur, die sich über alle popkulturellen Bereiche erstreckt – von Brett- und Videospielen über Filme bis hin zu Musik, Mode und Kunst.
Vielen Dank an die Organisatoren, Akteure, Gestalter, Helfer et cetera!
Immer eine Handbreit Äther unterm Luftschiff!
Wir persönlich haben sehr viel mitgenommen.
Vieles hat uns inspiriert, neue Impulse gegeben.
Wir führten sehr nette Gespräche, wurden fotografiert und vieles mehr.
Wir haben viele nette Leute und Freunde nicht nur kennengelernt, sondern auch wieder getroffen.
Es ist immer schön, Freunde zu haben.
Wir kommen im nächsten Jahr gerne wieder zum „Steampunk Village”.
Wir haben die Bilder schon online.
Mit Volldampf nach vorne in die Vergangenheit !
Weiterführendes
- Zeitungsartikel „Höflichkeit und Dampftechnologie“
- Unser Fotoalbum „Steampunk – Retro-Futurismus“
- Ein Zeitreise-Abenteuer: „Das kredenzte Volksfest – Teil 1“
- Eine Erzählung: „Wie unser Zeitschiff unsichtbar wurde“
- Steampunk auf unserer Webseite (Blog)
- „Steampunk-Village“ auf der Messe Stuttgart
- Deutsche Steampunk-Gesellschaft (Rauchersalon)
Das Porträt: Dietmar und Sabine Schneidewind aus Böblingen haben sich dem Phänomen des Steampunk verschrieben
Höflichkeit und Dampftechnologie

Wenn Sabine und Dietmar Schneidewind als die Edelleute von Syntronica auf öffentlichen Veranstaltungen wie dem Böblinger „Schlemmen am See“ auftauchen, gibt es so gut wie niemanden, der sich nicht nach dem seltsam gekleideten Ehepaar umschaut. Denn die Krankenschwester und der Diplom-Informatiker haben sich dem sogenannten Steampunk verschrieben.
„Wir wollen auffallen“, sagt Sabine Schneidewind, „und ich liebe es, mit Leuten für ein Selfie zu posieren.“
Und das kommt sehr oft vor, ob beim „Schlemmen am See“, dem Cannstatter Wasen oder dem Stuttgarter Weindorf. „Egal, welche Veranstaltung: Wenn wir irgendwo hingehen, dann als die Edelleute von Syntronica“, sagt Dietmar Schneidewind. Bei diesen Edelleuten handelt es sich um die fiktiven Rollen, in die das Ehepaar schlüpft, wenn es dem Steampunk frönt.
Bei Steampunk handelt es sich um eine literarische Strömung der Science-Fiction, die Anfang der Achtzigerjahre Zukunftsvisionen vergangener Tage als alternative Realität fortschrieb. Ästhetische und kulturphilosophische Vorbilder der Steampunk-Autoren waren Werke von Jules Verne wie die „Reise zum Mittelpunkt der Erde“ oder H.G. Wells und „Die Zeitmaschine“. Der Dampf, englisch „Steam”, spielt in den Szenarien des Steampunk eine entscheidende Rolle: Dampfmaschinen prägen die Technologie dieser Zukunftsvision vergangener Tage. Aus dieser literarischen Strömung entwickelte sich in den letzten Jahrzehnten eine blühende Subkultur, die sich über alle popkulturellen Bereiche erstreckt – von Brett- und Videospielen über Filme bis hin zu Musik, Mode und Kunst.
Modisch und kulturell lässt sich Steampunk als eine Art idealisiertes viktorianisches Zeitalter beschreiben. „Steampunks würden niemals eine Jeans anziehen“, sagt Sabine Schneidewind: „Männer tragen in aller Regel Anzughosen, Frauen Kleider oder Röcke mit Korsagen.“ Als Kopfbedeckung dient dem Steampunker ein Zylinder, der mit Steampunk-Elementen wie futuristisch anmutenden Schweißerbrillen verfremdet wird. Doch es geht nicht nur um Kleidung, sondern auch ums Auftreten: Ein saloppes „Hallo“ geht dem echten Steampunk nicht über die Lippen.
„Es heißt ‚Seid gegrüßt!‘“, erklärt Dietmar Schneidewind, „und dabei fasse ich mir ans Herz und verneige mich leicht. Unsere Umgangsformen sind höflicher und formaler als die anderer Menschen.“
Sabine Schneidewind fasst das Lebensgefühl des Steampunk so zusammen: „Wir leben eine Vergangenheit aus, die es so nie gegeben hat.“
Sowohl Dietmar als auch Sabine Schneidewind kamen zum Steampunk über die Welt der Mittelalter-Märkte. „Ich fand es schon immer toll, in andere Rollen zu schlüpfen“, sagt Sabine Schneidewind. Doch die Welt es Mittelalters kam der heute 50-Jährigen schnell zu plump vor. „Ich wollte etwas Edleres, Feineres“, so Sabine Schneidewind, die in der Verquickung aus viktorianisch anmutender Mode und entsprechenden Umgangsformen mit einer durch die Science-Fiction verfremdeten Dampftechnologie das ideale Spielfeld fand, um der Lust am gepflegten Spiel mit Rollen zu frönen.
Als Steampunks schlüpfen die Böblinger Dietmar und Sabine Schneidewind nicht nur in ungewöhnliche Kleidung, sondern in die Rollen der Edelleute von Syntronica. Und für diese beiden Zeitreisenden aus dem 14. Jahrhundert gibt es eine komplett ausgearbeitete Hintergrundgeschichte, die von den Schneidewinds auf ihrer Website Syntronica.Net in mehreren Kapiteln erzählt wird. Denn bei Steampunk gehe es um mehr als um Kleidung, so Sabine Schneidwind: „Es geht um Kreativität, um Ideen.“
Diese Ideen haben für Dietmar Schneidewind durchaus eine kulturphilosophische Dimension. „Ich bin aufgewachsen in einer Welt ohne Internet und Smartphone“, sagt der 52-Jährige, der sich manchmal zu einer Zeit zurücksehnt, in der die Anfechtungen des digitalen Zeitalters noch nicht den Alltag bestimmten.
„Ein bisschen Nostalgie spielt bei Steampunk auf jeden Fall eine Rolle“, so Dietmar Schneidewind, der das Smartphone gerne ausgeschaltet lässt, wenn er in die Rolle seines Steampunk-Charakters schlüpft.
Die junge Generation kann mit den Ideen des Steampunk meist wenig anfangen: „Die meisten Steampunks sind in unserem Alter“, so Sabine Schneidewind. Deutlich wird das beim 24-jährigen Sohn und der 19-jährigen Tochter des Ehepaars Schneidewind: „Unsere Kinder akzeptieren, was wir machen“, erzählt Sabine Schneidewind, „halten aber ihren Abstand, wenn wir in unsere Rollen schlüpfen.“
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Vom 23. bis zum 26. November sind Dietmar und Sabine Schneidewind auf der Stuttgarter Messe „Modellbau Süd“ zu finden, wo sie in Halle 7 gemeinsam mit anderen Enthusiasten ein „Steampunk-Village“ präsentieren. Die Website ist unter www.Syntronica.Net zu finden.
Vielen Dank an die „Sindelfinger Zetung / Böblinger Zeitung (SZBZ)” für das Überlassen des Zeitungsartikels!
Vielen Dank an Matthias Staber für das Porträt!
Weiterführendes
- Zeitungsartikel „Höflichkeit und Dampftechnologie“
- Unser Fotoalbum „Steampunk – Retro-Futurismus“
- Ein Zeitreise-Abenteuer: „Das kredenzte Volksfest – Teil 1“
- Eine Erzählung: „Wie unser Zeitschiff unsichtbar wurde”
- Steampunk auf unserer Webseite (Blog)
- „Steampunk-Village” auf der Messe Stuttgart
- Deutsche Steampunk-Gesellschaft (Rauchersalon)
