Sarkasmus

Konstantin, mein Kollege, hat sich nicht gegen Corona (Covid-19) impfen lassen, da ihm Bedenken dagegen gekommen waren.
Er hatte laut eigenem Bekunden im März vorigen Jahres unter Corona gelitten und musste einige Wochen auf Geruch und Geschmack verzichten.
Er hatte vor einigen Monaten in unserer Abteilung, der Coronavirus-Abstrichstation, angefangen zu arbeiten.
Vorige Woche wurde uns das Angebot unterbreitet, wir könnten uns impfen lassen, da wir in einer hochaerosolhaltigen Arbeitsumgebung arbeiten.
Als erster war ich dran. Ich habe keine Probleme, meine Kollegen übrigens auch nicht.
Konstantin war sehr aufgeschlossen gegenüber des neumodernen mRNA-Impfstoffs von BioNTech, das bei uns verimpft wurde.
Als er dann kommen sollte, machte er einen Rückzieher, da ihm urplötzlich Bedenken gekommen waren.
Heute bewahrheiteten sich meine “Befürchtungen”, aber dazu später mehr!
Konstantin hatte laut der Priorisierungsliste der STIKO – Ständige Impfkommission – als Ex-Corona-Infizierter kein Anrecht auf eine Impfung gehabt.
Auch hatte er ja behauptet, sein sogenannter Titer – Dieser bestimmt, in welchem Maße man gegen etwas immun ist. – sei so hoch, dass er sich nicht wieder infizieren könnte.
Ob Konstantin jemals an Corona erkrankt war, weiß keiner von uns, denn momentan verhält er sich sehr reserviert allem gegenüber, wenn es um Impfungen oder im weitesten Sinne um Corona geht.
Fakt ist aber, dass nicht er die Impfung abgelehnt hatte, sondern man ihm sagte, er sei (noch) nicht dran.
Man legte ihm nahe, dass – siehe oben – von Corona Genesene kein Anrecht auf eine Impfung hätten.
So spielt das Schicksal.
Falls er Corona gehabt hatte, ist er ja sowieso geschützt.
Falls er es (zum Profilieren) nur gesagt haben sollte, hat er sich selbst im weitesten Sinne gefährdet, und dass im doppeltem Sinne!
Keiner von uns weiß wie gesagt, ob er jemals an Corona erkrankt war.
Die Impfung wurde abgelehnt, aber nicht von ihm.

Jens Spahn hat sich erfreulich dazu geäußert, dass das Pharmaunternehmen AstraZenenca bei der Europäischen Gesundheitsbehörde beantragt hatte, ihren Impfstoff gegen Corona (Covid-19) zuzulassen.
Anscheinend immer noch angeschlagen von dem Beschaffungsdebakel bezüglich BioNTech/Pfizer äußert er sich im meinungslosen Politiker-Slang darüber, dass AstraZeneca gar nicht soviel liefern könne, wie bestellt wurde. Das ist interessant, denn der Impfstoff ist noch nicht zugelassen, aber die Beschaffung ist in die Knie gegangen.
Hat sich Jens Spahn möglicherweise bei Karl Lauterbach mit dem Schwartmal-Sydrom angesteckt?
Einen seltsamen Lichtblick kommuniziert er allerdings.
Ich erwarte die Zulassung des Impfstoffes von AstraZeneca in einer Woche. Ich hoffe, dass dann auch im Februar Lieferungen geben wird von AstraZeneca und zwar in einer Größenordnung, da bin ich weiterhin zuversichtlich, die schon im Februar einen Unterschied machen wird im Vergleich zu, wenn wir AstraZeneca nicht hätten
Man lasse sich dies auf der Zunge zergehen!
Frei nach dem Statement von Jens Spahn zu Impfstoff von AstraZeneca kann man auch folgendes schlussfolgern:
„Wenn ich Bonbons kaufe, habe ich mehr (in einer Größenordnung), als wenn ich keine hätte.”

Gemäß dem Motto „The kitchen is the best dance floor” versammelten sich heute zwei Krankenschwestern mit Goethe, Mozart und Bach auf dem Crèpes-Maker.
Zu dem Text von Goethe und der Musik von Bach und Mozart wurde die sogenannte „Jerusalema-Challenge” zelebriert.
Die Choreografie stammt von den beiden Krankenschwestern.

Eddie ist sauer.
Das Merkel-Regime, so sagt er, habe die ganze Wirtschaft kaputtgemacht. Das ist schlimm. Vor allen Dingen ist schlimm, dass keine Mallorca-Partys mehr stattfinden dürfen.
Eddie brüstet sich in sozialen Onlinenetzwerken, Foto-Plattformen und vielem mehr als Besucher eben dieser Partys, bei denen Alkoholika in rauen Mengen fließen und die meisten Teilnehmer nachher gar nicht mehr wissen, zu welcher grausigen Musik sie den Körper bewegt haben.
Nun ist er also sauer, dass die Wirtschaft kaputtgeht und man nichts mehr darf.
So ist eben, wenn eine Situation plötzlich da ist, die man noch nicht erlebt hat.
Zumindest nicht unsere Generation!
Ausgehend von China hat sich die Seuche über den ganzen Erdball verteilt, mit fatalen Folgen.
Seit knapp einem Jahr wurden nachweislich 80 Millionen Coronainfizierte und etwa 1,8 Millionen ursächlich an Corona Verstorbene gezählt.
Eine Seuche, die man so nicht kannte.
Der erste Lockdown hatte gezeigt, dass man die Zahl der Neuinfizierten auf ein Zehntel drücken konnte.
Das Schlüsselwort heißt immer noch „Kontaktvermeidung“.
Eine Party zu feiern, hieße genau das Gegenteil.
„Kontaktvermeidung!“ heißt, nicht zu feiern und nichts zu trinken.
Eddie kommt nicht auf seine Kosten.
Viele Wirtschaftsbetriebe nagen am Band der Existenzangst. Das ist verständlich.
Das hat Eddie auch verstanden und hat auch die Verursacherin allen Übels gefunden:
Angela Merkel.
Angela Merkel hat mit den Parlamenten Maßnahmen beschlossen, um die Seuche einzudämmen. Damit die Wirtschaftsunternehmen überleben können, gibt es Hilfspakete.
Diese sieht Eddie aber nicht.
Eddie sieht nur die leeren Plätze der Mallorca-Partys.
Deswegen ist er sauer – auf alles und jeden.

Sehr geehrter Herr Tolzin aus Herrenberg-Kuppingen,
gestern musste ich erstaunt feststellen, dass sich in meinem Briefkasten trotz Aufkleber „Keine Werbung, … , keine sonstigen Blätter“ plötzlich einer Ihrer Flyer befand.
Er trägt die Überschrift „Kreis Böblingen steht auf.“.
Ich habe mich gefragt, wie es Ihnen als informierter Bürger, Journalist und Bürgerrechtler passieren konnte, dass dort „Kreis“ und nicht „Landkreis“ stand.
Vielleicht läuft man in Kuppingen auf der Widdersteinstraße ja im Kreis, so wie Sie Ihre Argumentation immer wiederholen, als wenn Sie im Kreis laufen oder sich in einer niemals enden wollenden Schleife ohne Wiederkehr befinden. Die Widdersteinstraße hat bekanntermaßen einen Ausleger, der in eine Sackgasse endet und davor ist eben der Kreis, der einen Rundverkehr in rechteckiger Form gleicht.
Wenn man nur immer rechts herumläuft, kommt man nicht heraus.
Vielleicht befindet sich im Schwerpunkt die „Deutsche Mitte”.
Wie dem auch sei!
Verrannt haben Sie sich allemal!
„Kreis Böblingen steht“ … jedenfalls nicht auf.
Es sind, einige Leute, die wissenschaftliche Erkenntnisse nicht (wirklich) verstehen oder aus einem Schutzreflex heraus die Wahrheit nicht sehen wollen.
Vielleicht steht ja der „Kreis“ in der Widdersteinstraße auf, also die, die in diesem Rechteck wohnen und wegen eines möglichen Rechtsdralls nicht mehr herauskommen.
Ich muss übrigens sagen, dass ich die Widdersteinstraße erst auf der Landkarte nicht gefunden habe, da ich aufgrund Ihrer Aussagen und Argumentation darauf „hereingefallen” war, dass es „Widerstandstraße“ geheißen haben könnte.
Auf der Vorderseite des Flyers ist eine ganz tolle Grafik zu sehen, die die Intensivbettenbelegung zeigt.
Dabei ist Ihnen beziehungsweise ihrem Freund Schiffmann aber der Fehler unterlaufen, dass dies zwei Statistiken sind, die andere Anfangsanforderungen und Betrachtungsräume haben.
Man kann nicht die Verteilung und Belegung der Intensivbetten über ganz 2019 mit der Belegung über die Zeit des Anstiegs der Corona-Infizierten im Spätherbst 2020 vergleichen.
Das müssen Sie doch gewusst haben, denn Journalisten müssen ja Statistiken verstehen können, weil es zum Handwerk gehört!
Ganz oben auf der Vorderseite geht es um den PCR-Test.
Der PCR-Test, der auf das Corona-Virus geeicht ist, kann nur anzeigen, ob ein Corona-Test „positiv“ oder „negativ” ist.
Das wissen Sie als ehemaliger „gesundheitspolitischer Sprecher”.
Dann kommen Sie auf den sogenannten „CT-Wert“ zu sprechen.
Sie vergessen aber dabei, dass ein Vermehrungszyklus von unter 30 – CT-Wert unter 30 – darauf schließen lässt, dass der, von dem die Probe genommen wurde, infektiös ist.
Dann weisen Sie darauf hin, dass der PCR-Test auch Erbmaterial und vieles andere erkennen kann.
Das stimmt, denn der PCR-Test ist nur eine Verfahrensbeschreibung.
Er kann eingesetzt werden, um alle möglichen Gen-Ketten, Viren und vieles mehr wie Erbkrankheiten oder schwere Krankheiten erkennen.
So gibt es zum Beispiel einen PCR-Test, der auf das Corona-Virus geeicht ist.
Zu Beginn war der Test fehleranfälliger, Das geben auch Experten zu. Inzwischen ist er aber sicher, weil Biologen bessere Kriterien entwickelt haben, wie sie das Virus in einer Probe sicher finden können: Eine Genregion – sei sie noch so corona-typisch – reicht nicht aus. Es muss eine zweite positiv anschlagen. Das ist wie bei der Fahndung nach einem Verdächtigen. Er kann nicht nur anhand der Augenfarbe überführt werden, auch seine Fingerabdrücke müssen stimmen.
Es ist aber so – das muss ich Ihnen nicht erklären – , dass neuerdings drei Sequenzen gefunden werden müssen. Wenn alle drei „positiv“ ausschlagen, ist der Patient positiv an Corona (Covid) erkrankt.
Wenn nur eine Sequenz „positiv“ detektiert wird, muss man weitersuchen oder es kann nach 50 Vermehrungszyklen abgebrochen werden.
Zwei „Richtige“ bedeutet übrigens „schwach positiv“.
Bei einem „Richtigen“ wird sehr oft angeordnet, den Test wiederholen zu müssen.
Die Teste können übrigens keine „sonstigen Dinge“ erkennen, da sie dafür (nicht) geeicht oder ausgelegt sind, Corona zu erkennen.
Jedem steht laut Artikel 5 des Grundgesetzes zu, sich überall zu informieren, wo man will.
Das machen Sie ja auch, Herr Tolzin.
Sie schauen gerne Servus-TV, wie ich dem Flyer entnehmen kann.
Bei Servus-TV darf Herr Bhakdi behaupten, dass die Pandemie zu Ende sei, auch wenn in Deutschland momentan von einem Tag auf den nächsten ungefähr 25 000 Menschen neu am Corona-Virus erkranken und grob überschlagen 600 sterben.
Weltweit gehen die Corona-Infizierten in Richtung 80 Millionen, die Todesfälle sind bei mehr als 1,7 Millionen.
Bei momentan 524 065 Neufällen weltweit kann man von einem Ende der Pandemie sprechen.
Das gestattet ja Artikel 5.
Man muss sich dann nur fragen lassen, ob man noch in dieser Realität beheimatet ist.
Über circa 500 000 tägliche neuinfizierte Menschen hinwegzusehen, fällt schon in die Kategorie „Menschenverachtung“.
Diese Aussage darf ich machen wegen Artikel 5.
Auf der aufgeschlagenen Innenseite des Flyers folgen QR-Codes mit Gruppen wie „Eltern stehen auf“ und „Expertengruppen“.
Diese Expertengruppen verweisen auf andere Expertengruppen, die wieder auf die vorigen verweisen.
„Experte A“ hat sein Wissen von „Experte B“, der dies wiederum von der Webseite von „Experte A“ hat.
Das ist so, als wenn der Paketbote in der Widdersteinstraße beim Nachbarn von Ihnen ein Paket abgeben hätte und sich die Nachbarn Meier und Müller immer daraus einen Spaß mit Ihnen machen, Sie immer wieder von Meier nach Müller und zurück zuschicken, weil diese immer wieder sagen: „Der hat das Paket.”.
Irgendwann würden Sie aber merken, dass man Sie hochgenommen hat oder zumindest, dass etwas nicht stimmt.
Nun kommt das schon zigmal widerlegte Wissen, dass Masken schädlich seien.
Es wird in Videos gezeigt, dass sogenannte CO2-Messgeräte Alarm schlagen, wenn man (aus)atmet. Diese Geräte alarmieren, wenn der CO2-Gehalt über 10 000 ppm gemessen wird. In der Luft, die man ausatmet, sind aber schon 40 000 ppm vorhanden.
Messungen von Lungenärzten haben zudem mehrfach ergeben, dass der Sauerstoffgehalt beim Atmen unter der Maske nicht sinkt und der Kohlendioxidgehalt (CO2) nicht steigt. Das kann man mithilfe von kleinen Geräten nachweisen, wie hoch die sogenannte Sauerstoffsättigung des Blutes mittels eines Sensors, der auf einen Finger gesteckt wird, ist.
Angeblich halten Masken nichts zurück.
Dann können diese ja auch kein Sauerstoff zurückhalten. Sauerstoff ist wesentlich kleiner als ein Virus.
Ein Kohlendioxid-Moleküle hat nur ein Atom mehr als ein Sauerstoff-Molekül.
Man muss bei der generellen Aussage „Masken halten nichts zurück.” unterscheiden, ob man medizinische oder selbst-gehäkelte Masken meint.
Jetzt kommt auf der hintersten Seite das Infektionsschutzgesetz zur Sprache..
Die dritte Variante heißt übrigens „Drittes Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite“ und nicht „Ermächtigungsgesetz.“.
Das Ermächtigungsgesetz gab – salopp gesagt – den Nazis die Möglichkeit, Gesetze ohne Zustimmung des Parlaments abzuschaffen oder neue zu erlassen.
„Das dritte Gesetz …“ legt die Grundlage, dass das Parlament in jede Einscheidung mit eingebunden werden muss, wenn etwas entschieden wird, das zum Beispiel die Corona-Krise betrifft.
Die Ministerpräsidentenkonferenz wie vor dem „zweiten Lockdown“ war so etwas. Jedes Landesparlament musste ratifizieren und zustimmen.
Das nennt man „parlamentarische Kontrolle“.
Das muss man aber einem Ex-Mitglied der „Deutschen Mitte”, wie Sie es sind, nicht erklären. Zudem waren Sie dort „gesundheitspolitischer Sprecher”, bevor Sie aus der Partei „entfernt” wurden.
Kann ja mal passieren.
Man muss nicht darauf verweisen, dass diese Partei rechtskonservativ ist, man kann dies aber tun.
Diese Partei unterstützt die „Germanische Neue Medizin”, die als Scharlatanerie bekannt ist, aber Schwamm drüber!
Sehr geehrter Herr Tolzin,
nun bin ich gespannt, ob und wenn, wie Sie (gegen)argumentieren.
Mit freundlichem Gruß aus Böblingen
Dietmar Schneidewind
P.S.: Alle Fakten und auch Ihre Adresse habe ich aus dem oben genannten Flyer, der Sie als Verantwortlicher nennt. Dort kann jeder diese Angaben nachlesen.

Stеampunk ist eine (Sub-)Kultur.
Stеampunks kleiden sich angelehnt an das Viktorianische Zeitalter. Dazu kommen noch Verzierungen wie Uhren oder Zahnräder.
Die Kultur Steampunk hat die Bücher von Jules Verne, H.G. Wells und anderer Autoren als Vorbild.
Die Visionen von Jules Verne werden weiterentwickelt und / oder man stellt sich vor, was passiert wäre, wenn diese eingetroffen wären.
Die Technik würde auf Dampftechnologie und Mechanik basieren und nicht auf Elektrik und Mikro-Elektronik. Zudem sähen Geräte aus, als kämen sie aus dem 19. Jahrhundert, verschnörkelt und besetzt mit teilweise Edelsteinen oder Zahnrädern.
Ausgehend von H.G. Wells’ Roman „Die Zeitmaschine” sehen sich viele Steampunks als „Zeitreisende in Viktorianischer Gewandung”.
Steampunks oder „Zeitreisende in Viktorianischer Gewandung” treffen sich zu gemeinsamen Picknicks, gehen in Cafés, machen Photo-Shootings, besuchen Mittelaltermärkte oder flanieren bei Stadtfesten.
Man möchte sich schließlich zeigen.
Zum sehr großen Teil wird alles über soziale Onlinenetzwerke organisiert.
Einen Verein oder Dachverband gibt es nicht.
In der Regel hat jeder Steampunk einen sogenannten „Zeitreiseausweis”, in dem „Passierscheine”, „Marken” oder „Visa” von Picknicks und dergleichen mehr eingeklebt werden. Es ist ähnlich wie ein Poesiealbum.
Eine Vereinigung, die sich selbst „Das Amt …” (hier nicht näher bezeichnet) nennt, hat sich selbst legitimiert, die Zeitreiseausweise samt Visa zu organisieren, denn dies hatte auch die Idee mit den Zeitreiseausweisen.
Dieses „Amt …” wurde weder gewählt noch legitimiert, das „Oberhaupt” der Steampunks zu sein.
Es stellt sich aber selbst als „von allen Steampunks anerkannte Institution” dar.
Da jeder Steampunk und / oder jede Gruppe sich autark organisiert, kommt es stellenweise zu kuriosen Dingen.
Eine Person, die von sich selbst behauptete, Autor im Science-Fiction-Genre zu sein, hat vor kurzem den Steampunk entdeckt.
Ihre sehr einfach gehaltenen Geschichten spielten im 30. Jahrhundert. Raumschiffe kursierten durchs All, Aliens attackierten andere, es kam zu Weltraumschlachten und vielem mehr.
Plötzlich gab es in den „Geschichten” auch Raumschiffe, die „Wächterfunktionen über die Zeit” hatten.
Diese Abteilung nannte sich „Zeitreise-Amt”, was sich sehr ähnlich wie „Das Amt …” anhört.
Um seine Bekanntheit zu erhöhen, trieb sich der Autor unter einem seiner Online-Konten namens „Zeitreise-Amt” in Steampunk-Gruppen in den sozialen Onlinenetzwerken herum.
Ich hatte eine Veranstaltung, die sehr großen Anklang fand, in einem Steampunk-Forum gepostet.
Nach ein, zwei Wochen machte mich ein „Zeitreise-Amt” darauf aufmerksam, dass diese nicht legitim sei und ich sie zu löschen habe oder ich müsse sie vom „Zeitreise-Amt” legtimieren lassen.
Das war das erste Mal, dass ich von dem „Zeitreise-Amt” hörte.
Ich hatte erst gedacht, dass es sich um „Das Amt …” handelte, aber dieses gestaltete sich als eine Raumschiffflotte von nicht näher beschriebenen „Zeit-Kontrolleuren”, die aus dem 30. Jahrhundert kamen, als ich mir Informationen zu dem Online-Konto anschaute.
Der Ton war sehr barsch, als ich fragte, um wen es sich denn handle.
Es wurde direkt von mir verlangt, mehr Respekt zu zeigen, denn das „Zeitreise-Amt” könne mir auch meine „Zeitreise-Lizenz” entziehen.
Ich hakte nach, wie sie auf so etwas kämen, worauf mir diese „Institution” sehr arrogant kam, indem sie entgegnete, ich hätte keine Fragen zu stellen und solle gefälligst gehorchen.
Sie behandelte mich wie ein kleines Kind, das von seinen Eltern wegen Ungehorsam harsch getadelt wurde.
Ich blieb freundlich und stellte Fragen, die aber weiterhin in barschem Ton damit erwidert wurden, ich hätte kein Recht, Fragen zu stellen und solle endlich tun, was mir gesagt wurde.
Ich ignorierte die Aufforderungen.
Nach ein paar Minuten sollte ich eine Kopie meines „Zeitreiseausweises” posten, da ich nicht wüsste, wie Zeitreisende sich zu verhalten hätten.
Anstatt mir zu erklären, warum ich dies tun solle, wurde man mir gegenüber sehr ungehalten und autoritär.
Ich erkundigte mich beim „Amt …”, was in sie gefahren wsei, bekam aber von ihnen gesagt, dass ihnen so eine „Institution” nicht bekannt sei.
Auch niemand von den Steampunks in der Gruppe kannte sie.
In der Gruppe herrschte Aufruhr, weil ich nicht der Einzige war, den das „Zeitreise-Amt” autoritär aufforderte, die Zeitreiseausweise zu kopieren und online zu stellen.
Dies wollte niemand – allein aus datenschutzrechtlichen Gründen – tun.
Das „Zeitreise-Amt” sprach daraufhin „Zeitreise-Verbote” gegen uns aus und mente, dass alle „Zeitreisen-Lizenzen” von dem Zeitpunkt an ungültig seien.
Was „Zeitreise-Lizenzen” waren, konnte mir niemand beantworten. Dieser Begriff war nur dem „Zeitreise-Amt” bekam und dieses redete nur um den heißen Brei herum.
Im Hintergrund hatten schon einige von unserer Gruppe Kontakt mit dem „Amt ...” aufgenommen und genauso wie ich erfahren, dass dies keine „Aktion” von ihnen sei. Es vermutete, jemand wolle sich einen Scherz erlauben.
Nicht nur ich, sondern auch andere hatten es auch erst für einen Scherz gehalten, aber nachdem man uns sehr arrogant gekommen war und einige sogar das Wort „Beleidigungen” in das Gruppenforum geworfen hatten, wussten wir, dass dem nicht so war.
Wir forderten das „Zeitreise-Amt” auf, sich zu legitimieren, weil ja schließlich jeder kommen könne und sich den Anstrich einer offiziellen Stelle geben könne.
Wir sagten auch, dass wir das verhängte Zeitreise-Verbot nicht anerkennten.
Nach dummen, arroganten Floskeln, dass es „überhaupt nichts zeigen müsste”, postete das „Zeitreise-Amt” eine „Urkunde”.
Darin legitimierte die „Administration der Weltraumflotte des 30. Jahrhunderts” das „Zeitreise-Amt” als „Wächter über die Zeit und alle Zeitreisende”. Der „Imperator” hatte die „Ernennungsurkunde” selbst unterzeichnet.
Dass in der „Urkunde” einige Rechtschreibfehler waren, spielte keine Rolle.
Dann kamen wieder die Aufforderungen, dass wir endlich unsere „Ausweise” posten sollten, der niemand nachkam.
Das „Zeitreise-Amt” verhängte daraufhin „Zeitreise-Verbote für alle Mitglieder der Gruppe” und sagte, dass der Administrator diese Gruppe schließen solle, weil es sich um eine illegale Versammling handele.
Da wir nicht auf den Mund gefallen sind, ließen wir uns irgendwelche Direktiven einfallen und attackierten das „Zeitreise-Amt” damit. Wir sprachen uns über „Persönliche Nachrichten” ab.
Das „Zeitreise-Amt” verwarf alle Einsprüche von uns mit dummen Antworten, wie „Die gilt nicht (mehr)” oder ähnlichem. Ebenfalls wurde immer darauf hingewiesen, dass es sich nicht rechtfertigen müsse, sondern wir zu gehorchen hätten. Alles, was es mache, entspräche dem Wunsch des „Imperators”.
Wir erklärten das „Zeitreise-Amt” für null und nichtig, worauf wir wieder arrogant angegangen wurden und uns angekündigt wurde, dass, wenn wir unsere „Ausweise” nicht posteten, diese für ungültig erklärt würden. Zudem hätte das „Zeitreise-Amt” von dem Anbieter des Onlinenetzwerkes Antwort erhalten, dass diese illegale Gruppe in ein paar Minuten geschlossen würde.
Ein Administrator der Gruppe hatte über „Persönliche Nachtrichten” versucht, mit dem „Zeitreise-Amt” zu kommunizieren und zu erfahren, was die Intention sei, was aber gelang.
Er schloss daraufhin das „Zeitreise-Amt” aus der Gruppe aus, worauf ein riesiger Streit zwischen dem Administrator und ihm ausbrach per „Persönliche Nachrichten”.
Der Administrator zeichnete die frechen und anmaßenden Dialoge auf undveröffentlichte sie in der Gruppe.
Er blockierte das Konto nach einigen Mitnuten und wurde so nicht weiter belästigt.
Als ein Vertreter des „Amts .…” in der Gruppe erschien, war das „Zeitreise-Amt” schon ausgeschlossen und blockiert.
„Das Amt …” erklärte in einer Stellungnahme, dass es sich vom „Zeitreise-Amt” distanziere und machte darauf aufmerksam, dass es keine Kooperation mit ihm gegeben habe und gebe.
Die Steampunk-Gruppe existiert übrigens immer noch.
Das „Zeitreise-Amt” meinte also, auf diese Weise in den Steampunk einsteigen zu können.
In den nächsten Tagen spukte das „Zeitreise-Amt” in vielen Steampunk-Gruppen herum und mischte weiter auf, in genau der Art und Weise, wie bei uns.
Es erklärte sogar „Das Amt …”, dass hier nicht näher benannt wird, für abgesetzt.
Innerhalb kürzester Zeit war das „Zeitreise-Amt” in fast allen Steampunk-Gruppen gesperrt und ausgeschlossen.
In den „Geschichtchen” des Autors wurde das „Zeitreise-Amt” sehr gelobt dafür, dass es „Zeitreise-Verbote” verhängt, illegale Versammlungen aufgelöst und ein „Amt ...” abgesetzt hätte, da es gegen die Regeln der „Weltraumflotte” verstoßen und sich zudem uneinsichtig gezeigt hätte.
Nachforschungen meinerseits ergaben, dass hinter dem „Zeitreise-Amt” und der ominösen „Weltraumflotte” eine Person mit zig Online-Konten stand.
Der Autor der Science-Fiction-„Geschichtchen”, denn „Romane” oder „Bücher”, wie der Autor seine geistigen Werke selber nannte, waren es nicht.
Die „Bücher”, die er herausgebracht hatte, waren kurze Geschichten auf einer anscheinend selbstgebauten Webseite, die er „Verlag” nannte.
Alle Storys kamen mir sehr bekannt vor.
Er wollte auch wohl im Science-Fiction-Genre Fuß fassen, indem er eine „Science-Fiction-Convention” in einem Jugendzentrum in seinem Wohnort initiiert hatte, zu der zwei Personen kamen.
Es wurden Spiele auf Computer gemacht, mehr nicht.
Auf seiner Webseite wurde die „Con” in den Himmel gehoben, aber nur ein Foto von den Dreien veröffentlicht.
Das „Amt …”, das die Zeitreiseausweise herausgibt, erwirkte eine einstweilige Verfügung gegen das „Zeitreise-Amt”.
Der Autor musste bestimmte Passagen in den „Geschichtchen” löschen.
Kein Steampunk kooperierte übrigens mit dem „Zeitreise-Amt”.
So kann man sich selber ins Aus setzen.
Das „Zeitreise-Amt” geriet in Vergessenheit.
Einige Monate später bekam ich eine E‑Mail über die Webseite der Zeitpolizei.
Es stellte sich heraus, dass es das „Zeitreise-Amt” noch gab.
Der Autor, der dahinter steckte, wusste nicht, wer ich bin beziehungsweise wir uns von seinen unverschämten Auftritten in den Steampunk-Gruppen kannten, und ich die Webseite der Zeitpolizei innehabe.
Die Zeitpolizei wurde, wie immer bei dem „Zeitreise-Amt”, in anmaßendem Ton aufgefordert, dass sie ihre Aktivitäten ab jetzt dem „Zeitreise-Amt” unterzuordnen habe, weil der „Imperator” dies so angeordnet habe. Ihre leitenden Offiziere wären abgesetzt und würden durch neue ersetzt.
Ich stellte mich „dumm” und hakte nach.
Eine Antwort-Mail forderte mich genau in dem gleichen Ton wie einst in der Steampunk-Gruppe auf, zu tun, was das „Zeitreise-Amt” verlange. Auf der Webseite solle jetzt erscheinen, dass die Zeitpolizei eine untergeordnete Abteilung des „Zeitreise-Amtes” sei und keine eigenen Befugnisse habe. Alles sei auf das „Zeitreise-Amt” zu übertragen. Auch sollte ich dem „Zeitreise-Amt” einen Voll-Zugang zur Webseite der Zeitpolizei geben. Es wurde angedroht, dass die Webseite ansonsten attackiert werde von der „Weltraumflotte”. Signiert war die Mail vom Imperator.
Ich schrieb zurück, dass die Zeitpolizei sich nichts befehlen ließe und skizzierte die Aufgaben der Zeitpolizei.
Ich hatte schon vor einigen Monaten recherchiert, wer die Realperson hinter dem ganzen Kram war und schrieb auch seine Daten samt Adresse in die Mail.
Es folgten weitere und immer dreistere Mails, irgendwann sogar mit der Aufforderung, ihm die Webseite ganz zu übergeben.
Attacken gegen die Webseite der Zeitpolizei hatte es glücklicherweise bis zum „Zeitreise-Amts” nicht gegeben, doch ich hatte vorsorglich am Tag der Drohungen Anzeige erstattet.
Nach einigen Wochen hörten die anmaßenden Mails von der „Weltraumflotte” und dem „Zeitreise-Amt” auf.
In den sozialen Onlinenetzwerken gibt es die Online-Konten anscheinend nicht mehr.
Auf der Webseite des Autors tauchen sporadisch einfach gestrickte „Geschichtchen” auf, auch welche, die sich mit Zeitreisen beschäftigen, doch nirgends tauchen darin Namen wie „Das Amt…”, die Zeitpolizei et cetera auf.
Die „Geschichtchen” spielen größtenteils auf der Erde, weil dort der Sitz der „Weltraumflotte” ist. Ab und zu passiert es einem Raumschiff, dass es in eine andere Zeit geschleudert wird, aber dann wird es repariert und kommt wieder zurück.
Die „Geschichtchen” sind nicht besonders anspruchsvoll, kaum spannend und sehr einfach gestrickt.
Wenn Raumschiffe in der Vergangenheit (der Erde) auftauchen, wird dies Epoche zwar ganz kurz angerissen, aber Details passen nicht immer zu dem, was man aus Geschichtsbüchern kennt.
Viele Storys haben keinen stringenten Handlungsstrang und sind nicht logisch aufgebaut. Es ist weitgehend eine Tortur, sie ganz zu lesen. Man ist froh, dass es nur Kurzgeschichten sind.
Der Autor hat also versucht, auf dem Steampunk-Zug aufzuspringen, hat es aber durch seine arrogante Art kaputt gemacht.
Stempunk spielt in einer paralellen Realität, die ausgeht vom 19. Jahrhundert.
Darauf aufbauend basiert der Steampunk, wie ganz oben schon beschrieben.
Die Geschichten von Jules Verne und H.G. Wells waren in deren Zeit Science-Fiction, denn sie malten sich aus, wie die Zukunft aussehen möge, wenn sich alles weiterentwickelt.
Die „Geschichtchen” der „Weltraumflotte” spielen im 30. Jahrhundert und haben einen völlig anderen Ansatz. Der Autor übernimmt sehr viel von der Serie „Star Trek” wie beispielsweise die „Weltraumflotte”, die die gleichen Aufgaben hat wie die „Sternenflotte” (in den ersten Serienfolgen noch „Raumflotte” genannt) bei „Star Trek”.
Viele Elemente sind auch aus „Star Wars” genommen, wie der Imperator oder die Sturmtruppen, die anrücken, wenn es Ärger mit irgendwelchen außerirdischen Völkern gibt.
Vielen „Geschichtchen” sind von anderen Autoren abgekupfert und leicht geändert.
Da ich in der Zeit aufgewachsen bin, in der Science-Fiction-Literatur eine Boom hatte, kenne ich viele Bücher und Filme. Mein Vater las die deutsche Romanserie „Perry Rhodan” von der ersten Folge an und „vererbte” sie mir.
So erkenne ich auch, wenn etwas abgekupfert ist, auch wenn das Original schon sehr alt ist.
Ein Beispiel ist das „Zeitreise-Amt”.
In diesen „Geschichtchen” erzählt der Autor, dass es Agenten gebe, die in einer anderen Zeit lebten, um dort – was auch auch immer – zu beobachten.
Was sie genau dort tun, wird nicht klar, auch nicht nach der fünften oder sechsten Geschichte.
In regelmäßigen Abständen treffen sich Agenten aus verschiedenen Zeiten. Was auf diesen Treffen besprochen oder gemacht wird, erfährt der Leser nicht.
Dialoge zwischen den Agenten auf den Treffen sind völlig irrelevant.
„Lange nicht gesehen.”
„Stimmt.”
„Wie geht es Dir?”
„Gut, und selbst?”
„Nicht so gut.”
„Wie kommt es?”
„Bei uns ist Winter und ich habe mich erkältet.”
„Du Ärmster!„
Irgendwann „fliegen” die Agenten wieder in die Zeit, in der sie ihre Beobachtungen anstellen.
Es gibt ein Buch, dass ich vor einigen Jahren gelesen habe, dessen Titel mir aber gerade nicht einfällt, in dem genau dies passiert, nur dass alles sehr detailreich beschrieben wird und man weiß, was die „Zeit-Agenten”, wie sie dort heißen, in der Vergangenheit machen und was auf den Treffen diskutiert wird. Auch wird im Laufe der Geschichte klar, warum es diese „Zeit-Agenten” überhaupt gibt.
Das Story-Universum mag für den Autor klar sein, aber der Leser vermisst einen nachvollziehbaren Hintergrund, um was es sich beispielsweise bei dies oder jenem handelt.
Der Imperator befehligt eine „Weltraumflotte”, die im Prinzip immer Ärger mit irgendwelchen anderen Völkern (Außerirdischen) hat. Weltraumschlachten finden generell statt.
Vielleicht begehren die Völker gegen den Imperator auf, was aber nicht wirklich gesagt wird.
Alles ist sehr intransparent und konfus und lädt nicht wirklich zum Zu-Ende-Lesen ein.
Alles, was man liest, hat man schon mal genau so oder ähnlich gelesen.
Es gibt so viele Paralellen, auch von anderen, sogar aktuellen, Weltraum-Abenteuern, dass es wohl nur eine Frage der Zeit ist, bis jemand ihm eine Klage wegen Plagiierens anflickt.

Der Mann lachte herzlich, als er sagte: „In der Schule habe ich Chemie nicht verstanden und hatte eine Fünf.“ Dabei grinst er noch und findet sein Statement ganz toll.
Es ist ein Phänomen – vor allem bei sogenannten „Promis“ – immer wieder darauf hinzuweisen, dass sie schlechte Schüler waren.
Für sie ist es nicht schlimm, dass sie Mathematik, Chemie, Biologie und Physik nie verstanden haben und möglicherweise auch versetzungsgefährdet waren.
Alles nicht schlimm!
Es scheint ja eine Auszeichnung zu sein, dass man Mathematik und Naturwissenschaften in der Schule – und folglich im späteren Leben – nie verstanden hat.
„Ach, das ist ja interessant, dass Sie Journalismus studiert haben“, hört man lobend. Wenn man jedoch erzählt, dass man auch noch ein Informatik-Studium absolvierte, wird es kurios. Dann ist es gar nicht mehr interessant, was man sagt.
„Hören Sie bloß auf! Am Computer tue ich mich schwer. Da müssen mir meine Kinder helfen.“ Danach kommt wieder ein gestelltes Lachen.
Dann erzählt man, dass man in der Schule …
Dieses Kokettieren mit den schlechten Noten ist bei Frauen und Männern übrigens gleich.
Dies ist kein Einzelfall.
Sowas hört man auch nicht nur im privaten Kreis, auch im Fernsehen, bei Interviews oder Quizzen erzählt jemand sowas, um sich zu rechtfertigen, dass diese Frage nicht zu lösen ist, weil in der Schule …
Im Klartext heißt das : „Ich war ein dummer Schüler.“.
Anscheinend ist das aber nicht schlimm, denn man hat es ja zu etwas gebracht.
Irgendwie!

Jedes Jahr im Frühling geht das Gezeter wieder los …
Unsere freiheitsliebenden Freunde mit den zwei Rädern rasen wieder durch Städte, Dörfer, die Natur und so weiter.
Sie wollen raus, weil sie den ganzen Winter über eingesperrt waren.
Freitheit!
Noch bevor Euer erstes „Argument” kommt, wie es immer kommt, möchte ich Euch den Wind aus den Segeln nehmen.
Ich fahre auch Motorrad.
Und mir geht Euer Gezeter mächtig auf den Geist.
Wind um die Nase – geschenkt!
Bis jetzt konnte ich noch nicht herausbekommen, was daran „Freiheit” ist, wenn wie irre durch die Städte gefahren wird, man den Motor zum lauten Heulen bringt und sich vordrängelt bei roten Ampeln, um ganz vorne zu stehen.
Und dann Eure Hypersensibilität!
Beschwert man sich, dass Ihr rücksichtslos seid, ruft Ihr, dass diese Personen keine Ahnung haben und nur etwas gegen Motorradfahrer haben!
Ja, sie haben etwas gegen Euch rücksichtslose Motorradfahrer.
Zu jeder Kritik habt Ihr ja ein passendes „Gegenargument” und wenn es noch so weltfremd ist!
Wenn auf der Autobahn Stau ist, muss man notgedrungen warten.
Ihr fahrt – weil Ihr es könnt (!!!) – durch sie oder neben den Autoschlangen her, was laut Straßenverkehrsordnung nicht erlaubt ist.
Ihr sagt, dass es heiß sei unter der „Lederkombi” und niemand verlangen könnte, dass Ihr so lange mit der Lederkleidung in der prallen Sonne steht.
Ihr malt dann aus, dass Ihr „überhitzt” und ein Kreislauf- oder Was-auch-immer-Kollaps drohe.
Ich trage auch Lederkleidung beim Motorradfahren und ich habe regelkonform im Stau gestanden, ohne zu kollabieren.
Und das nicht nur einmal.
Ihr erzählt dann, dass es ja nicht nur die Sonne ist, die Euch zu schaffen macht.
Von oben brennt die Sonne. Der Motorblock ist auch heiß. Dazu kommt noch, dass die Straßen sehr heiß werden.
Diese drei Hitzequellen würden Euch fast umbringen.
Das hieße, dass ich mir von der sengenden Hitze des Motorblocks die Beine verbrennen müsste, weil dieser immer da ist.
Wenn jemand im Sommer barfuß geht, verbrennt er sich nicht die Fußsohlen. Bei Schuhen schmelzen auch nicht die Sohlen.
In der Sonne zu stehen, ist nicht schön, auch nicht mit dem Fahrrad, aber man hält es aus.
Es gibt übrigens keine Statistiken, die belegen, dass Motorradfahrer einen „Kollaps” bekommen haben von der Sonne und es deshalb zum Unfall gekommen ist.
Die Unfälle passieren, weil man die Maschine aufdreht und irgendwann nicht mehr reagieren kann.
Wenn Motorradtreffs stattfinden, steht Ihr mit Eurer „Lederkombi” in der Sonne und palavert.
Es wird dann nicht zu heiß.
Auf der Autobahn „überhitzt” Ihr ja angeblich und müsst weiterfahren, damit Euch der Wind abkühlt.
So langsam, wie Ihr Euch durch die Autoschlangen drängelt, erzeugt Ihr definitiv keinen Fahrtwind.
Wenn Autofahrer Euch sagen, dass Ihr gar nicht bei Staus weiterfahren dürft, kommt Ihr mit dem Argument, dass Ihr das dürft.
Der Unterschied ist, dass Ihr meint, das zu dürfen.
Das Argument, in den Niederlanden dürften Motorradfahrer mit Warnblinkanlage durch den Stau fahren, habt Ihr Euch ausgedacht, um Euch zu rechtfertigen.
Diese Regelung gibt es nicht laut ansässigem Verkehrsministerium.
Eigentlich liefert Ihr Euch selbst schon das Gegenargument.
Denn wenn es in den Niederlanden erlaubt wäre, heißt es nicht, dass man es in Deutschland auch dürfte.
Wenn Motorradfahrer „überhitzen” würden, wenn sie warten müssten, würde es so sein, dass Motorradfahren aus gesundheitlichem Gründen verboten würde.
„Bitte nehmt auf Motorradfahrer Rücksicht!
Sie sind den ganzen Winter nicht gefahren und müssen sich erst wieder ans Fahren gewöhnen.”
Diesen Appell findet man jedes Frühjahr in diversen Foren, Websites et cetera.
Wenn man im Winter nicht fahren konnte, fährt man in der Regel langsam und vorsichtig, um erstmal wieder ein Gefühl dafür zu bekommen. Dann kann man sich langsam steigern.
Zumindest mache ich es so.
Übrigens … Winter …
Wenn jemand im Winter Motorrad fährt, hat er noch nie gesagt, dass er erfriert, wenn er dann schnell fährt oder am Stau „vorbeizieht”.
Wenn es stimmen würde, dass die Sonne so schlimm wäre für einen „Kollaps”, müssten die wenigen, die im Winter fahren, gesittet fahren, und zum Beispiel im Winter im Stau stehen bleiben.
Es könnte ja nichts „überhitzen”.
Wenn Motorräder verunglücken, ist laut Polizeibericht im überwiegend großer Zahl der Motorradfahrer schuld.
Motorräder, die aus Kurven geflogen sind, waren zu schnell.
Das „wilde” Gebühren der rücksichtslosen Motorradfahrer wird dadurch impliziert, dass bei Radar- und Geschwindigkeitskontrollen von vorne gemessen wird.
Motorräder haben die Nummernschilder hinten.
Warum sprechen sich denn so viele von Euch dagegen aus, dass vorne in irgendeiner Form ein Nummernschild sein soll?
Platz könnte man schaffen für ein kleines Schild.
Zudem sind die Kameras für die Verkehrsüberwachung schon sehr gut, dass man auch kleine Nummernschilder erfassen und auswerten könnte.
Mir als rücksichtsloser und regelkonformer Motorradfahrer fällt es nicht schwer, sich an die Straßenverkehrsordnung zu halten.
Dann sollte es anderen auch nicht schwerfallen.

Am vorigen Freitag ist ein Team der „Heute Show“ (ZDF) angegriffen und verletzt worden.
Unter ihnen war auch der Moderator und Akteur Abdelkarim.
Laut Recherchen war das Team auf einer Demonstration gegen Corona-Maßnahmen in Berlin zugegen.
Dort wurden es von anscheinend 20 Personen aus dem – wie es sich heute (Sonntag) herausstellte – „linken Milieu“ angegriffen.
Sechs der „Linken“ wurden vorläufig festgenommen, doch am Samstag wieder entlassen.
Laut Staatsanwaltschaft bestehe zudem kein dringender Tatverdacht, weswegen es auch keine Haftbefehle gab.
Das ZDF und die „Heute Show” schweigen sich aus und sagen, man wolle „laufenden Ermittlungen” nicht vorgreifen.
Wenn die „Heute Show” sich auf Demonstrationen oder Kundgebungen begibt und dort Leute interviewt, geht es nicht gesittet zu.
Teilnehmer werden sehr oft im Kontext des „satirischen Berichts” als Idioten dargestellt.
Dies darf man nicht falsch verstehen. Gewalt ist abzulehnen.
In Stuttgart kamen wir vor zwei Jahren durch einen Zufall zu einer Kundgebung gegen Frühsexualisierung von Kindern. Wir hörten interessehalber zu und machten Fotos.
Dort war auch ein Team der „Heute Show” mit Lutz van der Horst.
Lutz van der Horst pickte sich nach einigen Versuchen und Betrachtungen Personen heraus, die sich nicht wirklich artikulieren konnten und trieb verbale Spielchen mit ihnen.
Irgendwann wurde es mir zu dumm, dass er diese Personen als Idioten bezeichnete und ich klinkte mich ein.
„Lutz, ich erkläre gerne, worum es hier geht”, begann ich, als die Kamera auf mich aufmerksam wurde. Ich erklärte, dass geplant sei, dass in Grundschulen und Kindergärten schon Kinder mit Sexualpraktiken konfrontiert würden und dies nicht richtig sei.„
Er versuchte mit mir auch eine Spielchen a la „Alles Idioten hier”, doch er biss auf Granit.
Ich ließ mich nicht vorführen und blieb sachlich.
Er kochte vor Wut, denn er hatte jemanden vor sich, dem er nicht Herr werden konnte und der seine Spielchen in eine andere Richtung trieb.
Nach einiger Zeit bemerkte er, dass er mich weder provozieren noch an die Wand spielen konnte.
Das Team wandte sich ab und ging wieder zu den nicht so sprachgewandten.
Am Wochenende profilierte sich Lutz van der Horst im ZDF und zeigte seine Denunziationsattacken. Von meinem Auftritt war nichts zu sehen.
Am Tag danach bekam ich eine Diskussion bei Facebook mit und konfrontierte ihn. Viele Kritiker sagten, dass er es mal mit „richtigen” aufnehmen solle und nicht nur mit „schwachen”.
Er sagte nichts dazu, sondern attackierte nur diejenigen, die er vorgeführt hatte. Er fand seine „Aktion” richtig toll.
Ich stellte mich vor und fragte, warum er denn nicht unser Gespräch auf Sendung hätte gehen lassen. Es gab sogar einen Zeugen, der mich gesehen hatte.
Die Reaktion war, dass er sich an nichts erinnern könne.
Dann war die Sache für ihn gegessen und er ignorierte uns.
Ich verteidige keine Gewaltausbrüche gegen Menschen.
Ich habe mich allerdings schon lange gefragt, warum das Team der „Heute Show” nie in eine Schlägerei verwickelt wurde.

US-Präsident Trump hat bei einer Pressekonferenz gesagt, man könne sich überlegen, wie man Desinfektionsmittel in den menschlichen Körper bringen könnte, um das Corona-Virus abzutöten.
Der Hintergrund war, dass (bestimmte) Desinfektionsmittel das Corona-Virus zum Beispiel auf glatten Flächen abtöten können.
Nach sich ein Hersteller von Desinfektionsmitteln geäußert hatte, man solle dies auf keinen Fall tun, weil es den Menschen Schaden zufüge und sogar töten könne, tat Trump so, als wäre es ganz anders gemeint gewesen.
Er konnte sich nicht dumm ausreden, er habe es nicht gesagt, weil dieser Stuss um die ganze Welt gewandert war.
Er habe es sarkastisch gemeint, sagte er, und dies sei in Richtung von „feindlichen Reportern“ gegangen.
Was „feindliche Reporter“ sind, kam wohl nur er sagen.
Die äußerst dumme Spekulation, dass man die Viren im menschlichen Körper durch Spritzen von Desinfektionsmitteln töten könne, erscheint aber nicht mehr als sarkastisch gemeint, wenn man weiß, was er sich noch so überlegt hat.
Er hatte ein Malaria-Mittel zur Einnahme gegen Covid-19 (Corona) empfohlen, obwohl schon längst bekannt war, dass es nicht hilft. Sein Fazit war, dies einfach nicht mehr zu erwähnen.
Etwas später, nachdem er über das Desinfektionsmittel „philosophierte“ hatte, brachte er eine noch „bessere Idee“ auf den Tisch.
Er meinte, wenn helles Licht das Virus abtöten könnte, sollte man sich überlegen, wie man es technisch anstellen könne, Licht in den menschlichen Körper zu bringen.
Es ist wissenschaftlich und medizinisch umstritten, ob helles Licht oder Ultraviolettstrahlung überhaupt das Virus abtöten könnte.
Vor dem Hintergrund, dass Trump immer fantasievollere Therapien ins Gespräch bringt und daran auch noch glaubt, kann man davon ausgehen, dass die Desinfektionssache absolut ernst gemeint war.