Natur

Seit einigen Tagen präsentiert sich der „Sekundenzeiger der Geschichte” nicht mehr in einer PDF-Version, sondern ist als Blog gestaltet.

„Der Sekundenzeiger der Geschichte”

Darin befinden sich Nachrichten, Berichte, Ankündigungen und vieles mehr im, um und aus dem Steampunk-Genre.

„Der Sekundenzeiger der Geschichte” ist nun als Blog gestaltet, um aktueller auf Begebenheiten und Neuigkeiten reagieren zu können.

Auf Veranstaltungen wird es aber weiterhin eine Gratis-Papierversion geben.

Unter www.sekundenzeiger.com kann er sich angeschaut werden.

Bildung Tafel leer Schwamm

Gestern wurden die Ergebnisse der aktuellen PISA-Studie vorgestellt.
Deutschland ist abgesackt.
Bundesbildungsministerin Karliczek war enttäuscht und sagte, dass Mittelmaß nicht der Anspruch der Bildung im internationalen Vergleich sein dürfe. Genauso äußerte sich der Geschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertags, Dercks, und forderte bessere Bildungsmethodiken und ein Umdenken in der Bildungspolitik.
Ilka Hoffmann von der Gewerkschaft Erziehung und Bildung meinte, dass sich seit dem PISA-Schock vor zwanzig Jahren nichts zum Positiven an den Schulen Deutschlands getan habe.

Es ist nicht überraschend, dass Deutschland wieder einmal schlecht abgeschnitten hat. Die Schulpolitik zeichnet sich im negativen Sinne dadurch aus, dass Bildungsexperimente an Schülern vorgenommen werden, die aber nicht rückgängig gemacht werden, obwohl sie nichts bringen oder die Bildungslage noch verschlechtern. Es wird lieber „reformiert” und „reformiert”, wie es immer so schön heißt, doch es ist eine Degeneration und Verschlechterung auf Kosten der nachwachsenden Generation.

Es hat sich nichts getan, um der immer weitergehenden Verblödung der Schüler entgegenzuwirken. Alle drei Jahre gibt es einen Aufschrei der Empörung, der nach ein paar Tagen nachlässt, nachdem man sich Scheinargumente hat einfallen lassen, warum Deutschland gerade dieses Mal wieder im wahrsten Sinne des Wortes dumm dasteht.
Jedes Mal, wie auch dieses Mal, kommt wieder der einzig wahre Vorschlag, man bräuchte „einen Schulterschluss von Bund, Ländern und Kommunen, um länderübergreifende Anstrengungen für mehr Chancengleichheit zu stemmen”.

Chancengleichheit!

Nicht Bildung!

Gleichsam hören und sehen wir wieder in den Medien „Bildungsforscher”, die uns sagen, wie man der voranschreitenden Verblödung entgegenwirken kann. Durch Chancengleichheit!
Jeder soll das Gleiche erreichen können, doch nicht durch vielschichtige Bildungsangebote, sondern Gleichmacherei wie in Gesamt- oder Gemeinschaftsschulen. Sonder- bzw. Förderschulen werden abgeschafft. Sonder- und Förderschüler werden „inkludiert”.
Können sie mithalten? Von sich aus nicht!
So muss das Niveau heruntergezogen werden, damit diese auch den Lehrstoff mitkommen, also das Klassenziel für oder mit allen erreicht werden kann.
Schüler langweiligen sich, weil der Unterrichtsstoff zum x‑ten Mal für den oder die Schwachen durchgekaut wird. Jeder muss das gleiche Wissen haben. Auf Kosten der Guten!

Nun müssen Argumente gegen das schlechte Abschneiden her!

Immer gut ist es, zu behaupten, die PISA-Studie sei nicht repräsentativ.
Als „Argumentation” zieht man heran, dass andere Länder die Durchführungsrichtlinien nicht so ernst nähmen wie Deutschland.
So argumentiert auch Bildungsforscher Heiner Barz, indem er sagt, dass in anderen Ländern schwache Schüler angehalten würden, am Tag der PISA-Prüfungen zu Hause zu bleiben. Dies sei aber aufgrund der Schulpflicht in Deutschland nicht möglich.
Auch der repräsentative Durchschnitt aller Schüler über Gymnasien, Realschulen, Hauptschulen, Sonderschulen und dergleichen mehr werde in anderen Ländern nicht berücksichtigt.
Seine Schlussfolgerung lautet, dass das schlechte Abschneiden Deutschlands nichts über das Bildungs- bzw. Schulsystem aussage.
Er zweifelt auch die Messmethoden an, wie bewertet wird.
Dass es bei der Auswertung der Prüfungen nur zwei Bewertungen -„richtig” oder „falsch” gelöst – gibt, ist hinlänglich bekannt.
Barz macht darauf aufmerksam, dass es auch noch eine Stufung „Aufgabe nicht gelöst” gäbe. Das ist korrekt, aber zu behaupten, dass andere Länder dies dazu missbräuchten, ihre Statistiken nach oben zu manipulieren, gehört eher in Fantasiewelten als in die Realität. Zu behaupten, dass manche Länder nicht gelöste Aufgaben als „richtig” und andere diese als „falsch” eintragen würden, ist an den Haaren herbeigezogen. Es gibt klare Bewertungsrichtlinien, dass eine Aufgabe, die nicht gelöst wurde, als „falsch” bewertet und auch so in die Statistik eingetragen wird.
In der Schule ist dies übrigens genauso.
Wenn man solche Ammenmärchen verbreitet, sollte man noch einen Schritt weitergehen und sagen, dass „Platz 1” grundsätzlich nur „richtig” eingetragen hätte, um sich diesen Platz zu erschleichen.
Das Schwadronieren darüber, dass mit dem Eintreten der Türkei in die PISA-Studien eine Verschiebung der Gauß’schen Glocke bei der Bewertung zum Negativen bei gut bewerteten Ländern geführt habe – und insbesondere bei Deutschland – ist ein Betreten von ganz dünnem Eis. 

Seit Jahren tritt Deutschland auf der Stelle. Anstatt über solche „tollen Dinge” zu philosophieren, dass deutsche Schüler bei „Multiple-Choice” benachteiligt seien, ist es ratsamer, das Niveau anzuheben, als immer weiter abzusenken.
„Multiple Choice” – Mehrere Auswahlen – bedeutet, dass man eine richtige Lösung von verschiedenen ankreuzen muss oder dass mehrere Löugnen richtig sein könnten oder alle.
Zu sagen, dass die deutschen Schüler zu dumm dazu seien, grenzt an bodenloser Arroganz.
Die nächste PISA-Studie kommt bestimmt.

Für deutsche Bildungsforscher, Lehrer und Politiker ist es einfacher darüber zu palavern, dass Bereiche wie Politik, Wirtschaft, Geschichte, Kultur oder Musik gar nicht einbezogen würden.
Man schwafelt lieber darüber, dass es wichtig für das Heranwachsen junger Menschen sei, diese Bereiche zu beherrschen oder die Fähigkeit zu erhalten, aus einer Tabelle ablesen zu können, wie heiß der Sommer 1972 war. Man redet sich dumm und dämlich über die Praxistauglichkeit und darüber, dass die jungen Leute auf das Leben vorbereitet werden müssten, anstatt mit PISA-Testen umgehen zu müssen.

Auf das Leben vorbereiten!

Dinge, wie einem Schüler zu zeigen, wie man einen Überweisung bei der Bank ausfüllt, wäre ein erster Schritt. Das gehört aber nicht zum „Vorbereiten aufs Leben” laut Bildungsexperten.
Neue Medien gehen an den Schülern völlig vorbei. Lehrer behaupten, man bräuchte keine elektronischen Tafeln, denn das würde die Schüler zu sehr überlasten. Das Problem sind eher die Lehrer, die nicht erkennen, dass Kinder mit elektronischen Medien (außerhalb) der Schulen aufwachsen und die sich einfach nicht auf Neues einlassen wollen.

Lesekompetenz und Verstehen

Die aktuelle PISA-Studie legt einen Schwerpunkt auf Lesekompetenz.
Auch hier gab es massive Kritikpunkt der deutschen Bildungsforscher, Lehrer und dergleichen.
Laut derer sei Lesekompetenz nicht vergleichbar. Wenn ein deutsches Kind einen Text im Gegensatz zu einem französischen nicht richtig begreife und bei der Lösung eine falsche ankreuze, könne man dies nicht vergleichen, da ja verschiedene Wertebereiche hineinspielten. Das Begreifen eines Textes sei nicht so wichtig, weil es darauf ankomme, wie man ihn interpretiere.

Ein Paradebeispiel ist hierbei ein etwas älterer Text über das Klon-Schaf Dolly.
In dem Text wird beschrieben, dass einer Schafmutter Eizellen entnommen worden seien. Eine davon wurde „in vitro” – Schlagwort: „künstliche Befruchtung” – befruchtet. Der „außerhalb des Körpers” befruchteten Eizelle wurde die Hälfte des Erbmaterials entnommen und in eine andere Eizelle eingesetzt. Aus der urprünglich einen Eizelle entstanden zwei mit identischem Erbgut. Die zweite Zelle war „geklont” worden und die Methode heißt „Klonierung” oder „Klonen”. Wieder eingepflanzt in die Schafmutter entwickelten sich zwei identische Schafe.

Die Schüler sollten nun ankreuzen, wie die Befruchtungsmethode hieß:

  • In vitro
  • Zellteilung
  • Geschlechtsverkehr
  • Oxidation

Nur eine Minderheit meinte, dass „In vitro” richtig sei. Ebenso hatten auch nur wenige Schüler bei der nächsten Frage angekreuzt, dass die zweite Eizelle durch „Klonierung” entstanden war.

Dass nur wenige die richtigen Lösungen deklariert hatten, ist laut deutschen Lehrern nicht schlimm. Es wäre wichtiger gewesen, diesen Text in einen „interpretatorischen Kontext” zu setzen, anstatt nur Fakten aus dem Text abzufragen. Lesekompetenz sei eben nicht das Heraussuchen von Worten oder Fakten, sondern mehr. Man zweifelte auch an der Wirksamkeit des Ankreuzens. Die Sinnhaftigkeit, ob man das richtige Wort ankreuzen oder aufschreiben solle, führte sich dann ad absurdum, da es zwei unversöhnliche Fraktionen gab.

„Bildungsprogramme” und das Kaputtreden von Vergleichsstudien ist ein Punkt, die eigenen Defizite an der Bildungspolitik schönzureden.

Realismus geht anders!

Die PISA-Studien der OECD sind internationale Schulleistungsuntersuchungen, die seit dem Jahr 2000 in dreijährlichem Turnus in den meisten Mitgliedstaaten der OECD und einer zunehmenden Anzahl von Partnerstaaten durchgeführt werden und die zum Ziel haben, alltags- und berufsrelevante Kenntnisse und Fähigkeiten Fünfzehnjähriger zu messen. 

(Wikipedia)

Bildquelle: Pixelio / Tim Reckmann https://www.pixelio.de/media/690266


Seit Anfang September gibt es bei Netflix eine neue Fantasy-Serie namens „WU Assassin“, die in der ersten Staffel mit zehn Episoden angetreten ist.
Die Serie dreht sich um vier junge Erwachsene, die chinesische Wurzeln haben und in Chinatown von San Francisco leben und arbeiten: Kai, Jenny, Tommy und Lu Schin.

Der Koch namens Kai befindet sich plötzlich in einer Zwischenwelt. Dort sagt ihm ein Mädchen, dass „weder tot noch lebendig“ ist, er sei der Auserwählte. Fortan hat er die „Macht von tausend Mönchen“ in sich.
Von nun an ist Kai der „WU Assassin“, der fünf andere töten muss: Den Erde-WU, den Feuer-WU, den Wasser-WU, den Holz-WU und den Metall-WU. Diese fünf WU wollen nämlich die Erde vernichten und Kai ist der einzige, der sie aufhalten kann.

Kai beginnt seine Ausbildung als „WU Assassin“, von der man aber nichts erfährt. Wir erfahren lediglich, dass er fertig ist, wenn er einen mannhohen Stein wegschieben kann, mehr nicht. Was er genau gelernt hat, bleibt uns vorenthalten. Irgendwann zerschlägt er den riesigen Stein mit wilden Fausthieben und dann ist seine Ausbildung beendet.

Während er dem Feuer-WU seine Kräfte nimmt, versuchen die anderen WU, Kais Freunde als Druckmittel zu nehmen. Kai, der aber die „Macht der tausend Mönche“ in sich trägt, gelingt es, die fünf bösen WU gen Himmel zu schicken und zu neutralisieren.

Die Serie glänzt mit grandiosen Kampfsporteinlagen, bleibt aber viele Antworten schuldig.

Dass Kai der „Auserwählte“ ist, weil er ein reines Herz habe, ist eine nichtssagende Floskel, die wir von vielen Filmen und auch Märchen kennen. Das mysteriöse Mädchen, das Kai ab und zu mit ins „Zwischenreich“ nimmt, entpuppt sich als erster „WU Assassin“, der aber gescheitert war. 
Weswegen ausgerechnet Kai der tausendste ist, der es unbedingt schaffen muss, muss man nicht verstehen.

Ebenso bleiben sehr viele andere Fragen offen.

Warum ist der Erde-WU an die Persönlichkeit des Serienkillers von „Das Schweiger der Lämmer“ angelehnt?
Was hat es genau mit den verschiedenen WU auf sich? Wer steht für was?

Es wird auch nirgends gesagt, weswegen der Metall-WU von Körper zu Körper springen und diese übernehmen kann. Die Feststellung, dass neunzig Prozent der Metalle im menschlichen Körper Eisen sei und das dies im Hämoglobin gebunden ist, ist sehr mager. Auch wird nicht klar, warum der Metall-WU die Elektrizität beherrscht, was aber aber auch nur einmal gezeigt wird.

Dass die WU verschiedene Elemente darstellen, leuchtet einem ein.
Feuer und Wasser, Holz und Metall als Gegenpol zu Erde ist nicht logisch, da in den religiösen Betrachtungen nämlich nur vier Elemente – Feuer und Feuer sowie Erde und Luft – auftauchen.
Die Erklärungen, die nur ganz kurz angeschnitten werden, reichen nicht aus, um ein abgerundetes Bild darzustellen.

Wenn man Fan von Kampfsport und Krimis ist, wird die Serie ein Highlight sein. 

Für Fans von Fantasy- oder Mystery-Serien ist die ganze Sache zu mager.

Geocaching - So sieht das Versteck aus

Heute haben wir unser Konto bei „Geocaching.com” aufgelöst.

Geocaching ist eine moderne, Internet und GPS unterstützte Form der Schnitzeljagd oder des Feldspiels.
Man meldet sich bei den dazugehörigen Internet-Seiten an und ruft eine Übersicht versteckter Objekte – sog. „Geocaches“ – auf. 
Dort erfährt man die Koordinaten. Dann geht man oder fährt man dort mittels GPS fähigem Gerät – Navi, Handy, GPS-Gerät etc. – hin.

Wenn man das Objekt gefunden hat, öffnet man den meist kleinen Behälter und trägt sich dort ins Logbuch ein. Dann wieder verschließen und dorthin legen, wo man es gefunden hat.
Auf den Internet-Seiten loggt man seinen Eintrag auch nochmals.

Wir haben jahrelang Geocaching gemacht und haben auch welche zur Freude anderer ausgelegt. 
Auch haben wir sog. „Reise-Objekte“ (Travel-Bugs bzw. Trackables), die die Mitspielenden von Geoache zu Geocache bringen, in den Umlauf gebracht und haben uns gefreut, wenn diese Objekte z. B. von Deutschland, in die Niederlande, nach Frankreich und quer durch Europa laut der Logbücher gewandert sind.
Es hat Spaß gemacht.

Wenn man einen Geocache auslegt, muss dies ein sog. „Reviewer“ begutachten und dann freigeben, wenn die Regeln eingehalten wurden.

Manchmal passierte es, dass ein Geocache beschädigt wurde, verloren ging oder das Logbuch kaputt war. Dann reparierte man ihn eben.
Da es aber ein Hobby ist, kann man nicht immer ad hoc reagieren oder vergisst es manchmal einfach.
Dann bekommt man irgendwann Ärger mit den Reviewern, die direkt Verwarnungen aussprechen und sich auf keine Diskussion einlassen.
Kein Reviewer war übrigens jemals an unsere Geocaches, um sie zu kontrollieren, denn wir haben bei einem neuen absichtlich falsche Koordinaten eingetragen und einen haben wir nicht ausgelegt. Sie wurden freigegeben vom Reviewer, obwohl er gar nicht da war. 
Einen Geocaching hatten wir wider besseren Wissens auf einem Hochsitz im Wald versteckt, was laut Regeln nicht geschehen darf. Erst der fünfte Besucher hatte das beanstandet. Der Reviewer reagiert sofort mit der Sperre und Archivierung des Geocaches. Er hatte ihn zwar genehmigt, aber war nicht dort gewesen.
Sie verlangen aber, dass wir uns nach den Regeln verhalten. Tun wir es nicht oder verzögert, wird man unter Druck gesetzt und man droht, die Geocaches erst zu sperren und dann zu archivieren. 

Wir bezahlen die Geocache-Behälter, das Logbuch, die Halterungen, reparieren sie. Wir bezahlen dies alles aus eigener Tasche.
Vonseiten Geocaching.com kommt nichts, nicht mal ein Lob, nur Androhungen von Repressalien. 
Unsere „Reise-Objekte“, die wir gekauft haben, gingen verloren, doch das ist nicht relevant, denn Geocaching.com sagte lapidar, sie könnten nichts machen und es bieten nur die Internet-Seite an, auf der „gespielt” wird.

Wir machen nicht mehr bei Kindergarten-Spielchen mit.

Die Besucher unserer Geocaches bedanken sich größtenteils mit „Danke für den Cache“ oder dem Kürzel „DFDC“ und das war es dann. Gleichzeitig beschweren sie sich aber, wenn er kaputt oder (angeblich) nicht auffindbar ist. Bei manchen ist es sogar so, dass sie direkt Meldung bei Geocaching.com machten.

Wir hatten vor Jahren einen großen Behälter mit einer Kladde und Stiften versteckt. Darin sollten Besucher etwas schreiben: Gedicht, Kurzgeschichten, Gedanken.

Das gab es noch nie!

Nur wenige schrieben etwas hinein, die meisten loggten nur mit „DFDC“, beschwerten sich aber, wenn sie ihn nicht fanden.
Wir entschieden uns nach dem vierten Diebstahl, den Geocache zu verkleinern auf Filmdosengröße nur mit Logbuch. Das kommentierten welche wieder mit negativer Kritik. Niemand sah, dass jede Neuauslegung knapp fünf bis zehn Euro – wasserdichter Behälter, Kladde, Stifte, Logbuch – kostete.
Dieser Geocache – „Kritzelwerk“ genannt – dümpelte vor sich hin.
Bis jemand nach Jahren bemerkte, dass er auf dem 9. Meridian Ost verlief. Er machte einen riesigen Druck, dass wir ihn aufgeben sollten, da er an den Koordinaten etwas „Besseres“ auslegen wollte.
Wir verweigerten uns und zogen ziemlichen Hass auf uns. Wir blieben aber hart.

Nun haben wir uns entschlossen, nicht mehr mitzuspielen.

Wir hatten einen Geocache an einem Rathaus ausgelegt. Bedingt durch die enge Bebauung und einiger hoher Häuser springen dort die Koordinaten, wenn man sie misst.
Der Geocache wurde aber sehr oft gefunden.
Zwei Leute hatten ihn vor drei Monaten nicht gefunden und dies bemängelt. Wir hatten ihn besucht, alles kontrolliert und dies auf der Internet-Seite vermerkt. Dann fanden ihn wieder 14 Personen und loggten dies auch.
Der Reviewer schrieb uns heute an, dass mehrere Leute falsche Koordinaten gemeldet hatten und er hätte den Geocache deaktiviert, ohne Vorwarnung übrigens. 
Obwohl 14 Leute ihn in Folge gefunden hatten.

Dies war der finale Tropfen, der unsere Entscheidung endgültig bestätigte, nicht mehr mitzumachen.

Nicht mehr unser Ding!

 

Werte Zeitreisende!

In zwei Wochen ist es soweit!

Bekannterweise laden wir – Edelfrau und Edelherr von Syntronica

am 1.6.2019, ab 12 Uhr zum

Steαmpunk-Picknick in die Villa Rustica

Die „Villa Rustica“ ist ein römisches Freilichtmuseum und befindet sich in Hechingen-Stein.

Als musikalische Untermalung ist die Steamfolk-Band „Tales of Nebelheym”. zugegen.

Anwesend sind nach aktuellem Stand Färber, ein Schmied und vielleicht ein Elfenbein-Schnitzer (tierartgerecht).

Für die Bewirtung ist gesorgt. Es gibt verschiedene Würste vom Grill, Getränke, Kaffee und Kuchen.

Norbert Ludovicus von Castle, von der „Umbrella Corporation”, wartet mit einer Überraschung auf. 
Was es ist … eine Überraschung.

Das „Amt für Ætherangelegenheiten” wird die Zeitreisedokumente in zweifacher Hinsicht kontrollieren.

Der Eintritt beträgt pro Person sechs Euro.

Die Adresse ist

Eichwäldle 1
72379 Hechingen

Der Parkplatz für die Teilnehmenden ist gegenüber dem Eingang zur „Villa Rustica” im Wald.

Die „Villa Rustica“ nahm uns sehr freundlich auf.



Roll over Beethoven

„Dass mir mein Tier das Liebste ist, sagst Du, oh Mensch, sei Sünde. 
Mein Tier ist mir im Sturme treu, ein Mensch nicht mal im Winde.”

Liebe Gretaistinnen und Gretaisten,

als ich Schüler war, bin ich jeden Morgen an Hecken und Sträuchern vorbeigegangen, die mit grauem schweren Staub bedeckt waren. Ich wuchs in einer Stadt auf, in der es viele Zementwerke gab.

Wir haben dies in den Griff bekommen, weil auf den Schornsteinen Filter installiert wurden, und plötzlich waren die Blätter nicht mehr grau, sondern grün.
Wir hielten die Dünnsäureverklappung von Chemiekonzernen in der Nordsee und den Weltmeeren auf. Wir schafften es, dass das Baumsterben durch „Sauren Regen“ aufhörte und den Borkenkäfer verwiesen wir in seine Schranken.

Wir waren unterwegs in Sachen „Doppelter Nulllösung“, „SALT I“, „SALT II“, „START“ und nahmen an Ostermärschen teil. Wir richteten Friedensfeste aus, alles für eine bessere Zukunft! 
In unserer Freizeit!
Durch unsere Beharrlichkeit wurde in Autos erst der Katalysator und dann der Rußpartikelfilter eingeführt. Motoren verbrauchen weniger Rohstoffe und leisten mehr.
Damit nicht soviel Energie verblasen wird, benutzen wir Wärmedämmungen an unseren Häusern.
Innen brennen Energiesparlampen. Immer energieeffizientere Heizungen versorgen uns mit Wärme.
Es ging weiter mit Reduzierung von CO2 und NOX, Eindämmung der Produktion von Umweltgiften und so weiter. So wurden auch der Rhein und die Ruhr sowie viele andere Flüsse wieder kuriert.
Wir fahren mit verbrauchsniedrigen Autos und beherrschen die ökologische Fahrweise.
Photovoltaik- und Windkraftanlagen produzieren Strom. Atomkraft und Kohlekraftwerke werden reduziert, auch in der Produktion. Der verringerte CO2-Ausstoß und das Abschwören von Treibgasen (FCKW), zum Beispiel in Deos und Parfüms, Spraysdosen etc., sorgen dafür, dass das Ozonloch langsam, aber stetig kleiner wird. 

Wir tragen volle Getränkeflaschen in unseren Rucksäcken oder Taschen mit auf unseren Spaziergänge und die leeren wieder zurück mit nach Hause. Wir trennen unseren Müll, damit er recycelt werden kann, benutzen weniger Plastiktaschen sowie Einwegbehälter und schreiben auf Recycling-Papier. Getränke kaufen wir in Pfandflaschen. Wir sammeln Batterien und bringen sie mit anderen Dingen zur Sondermüllannahme.

Ihr, liebe Gretaistinnen und Gretaisten, geht für den Klimaschutz freitags auf die Straße. Freitags, wenn Ihr in der Schule sein solltet, also nicht in Eurer Freizeit!

Weil ja niemand von Euch verlangen kann, dass Ihr laufen müsst, bringen Euch Mami und Papi mit Ihren hubraumgewaltigen und kraftstrotzenden Autos zu Euren „Friday-For-Future-Events“.
Ihr habt vorher Transparente und Schilder mit tollen Parolen gebastelt, damit Eure „Message” herüberkommt. 
Vor den Events holt Ihr Euch bei Euren Lieblings-Fast Food-Filialen noch „Coffee“ oder sonstiges „To-Go“ in Plastik- oder Pappbehältern. Während der Events werft Ihr die Becher weg, weil sie Euch beim Demonstrieren stören. 
Nach Euren „Klimaschutz-Events“ geht Ihr hungrig zum „Fast-Food-Restaurant“ und esst Euch satt, weil so ein Event natürlich schlaucht. Die Verpackungen sind, auch wenn Ihr die Sachen dort und nicht draußen esst, in Umverpackungen eingepackt und diese werden dann entsorgt, nicht recycelt.
Weil Eure Transparente und Schilder dort unbequem sind, müsst Ihr sie loswerden und legt sie davor oder steckt sie in die städtischen Mülleimer, nicht sortiert wie bei der Mülltrennung, die Ihr propagiert.
Vor, während und nach den Events macht Ihr Fotos und Selfies, die in sozialen Onlnenetzwerken hochgeladen werden, weil es der Sebstdarstellungswahn so will.
Wenn die Handys, Smartphones und Tablets schwächeln, stöpselt Ihr Powerbanks an sie, damit es weiter gehen kann. Die Powerbanks werden mit Strom aufgeladen, meistens zu Hause.
Wieder zu Hause zurück macht Ihr erst mal Eure Laptops, PC oder Game-Stations an, wenn Ihr sie sowieso nicht angelassen habt, damit diese zeitnah Aktualisierungen in Eurer Abwesenheit installieren können.
Dann wird stundenlang gespielt. Nebenher kommuniziert man in den sozialen Onlinenetzen und hat das Licht an. Das vergisst man auszumachen nach dem Toilettengang. Vorm Ins-Bett-Gehen kurz noch die aktuellen und angesagten Fernsehserien etc anschauen und sich darüber über Messenger austauschen, während das Licht brennt.
Während Ihr schlaft, laden Eure Handys auf, damit ihr den nächsten Tag gut starten könnt.
Samstags geht es dann auf Partys oder in die Diskotheken, bei denen viel und helles Licht benutzt wird. Die Musik ist laut. Stromverbrauch pur.
Am Sonntag muss man sich auf die nächsten Schultage vorbereiten, die wirklich schwer werden. Eure Mami oder Euer Papi fährt Euch zur Schule und holt Euch wieder ab. In der Schulkantine holt Ihr Euch etwas zu essen und werft die Umverpackungen in den Restmüll. Alternativ geht Ihr zur Imbissbude oder holt Euch etwas beim nahen Diskounter.

Freitags könnt Ihr es etwas langsamer angehen lassen, weil ja wieder turnusmäßig „Friday for Furture” angesagt ist. Man muss ja nicht pünktlich kommen.

Ihr wollt uns mit Euren „Friday-for-Future-Events” wachrütteln, damit wir etwas für die Umwelt tun und vor allem für Eure Zukunft.

Was macht Ihr?

Schaltet Ihr Eure Handys aus, verzichtet Ihr auf Fast-Food, geht nicht mehr in  Diskotheken, schränkt Ihr Eure Gaming-Aktivitäten ein, geht Ihr zu Fuß zur Schule?

Mitnichten!

Wer tut etwas für die Zukunft?

 

Vor ein paar Tagen war ich in Pullach bei München.

Man fährt von hier auf die Autobahn 81, im Stuttgarter Kreuz auf die A8, in der Nähe von München auf die A96 und ist dann nach knapp zweieinhalb Stunden da.
Da zwischen dem Leonberger Dreieck und dem Abzweig zum Flughafen Stuttgart Stau gemeldet war, fuhr ich über die Dörfer und kam dann hinter dem Flughafen auf de A8.
Mein Navi meinte allerdings, mir eine andere Umfahrung für den Stau zu zeigen. Laut meinem Navi hätte ich durchs Stuttgarter Kreuz auf die A831 fahren sollen, abfahren in Österberg, dann durch den Tunnel bei Österberg. Weiter wäre es dann durch Möhringen, Vaihingen und Degerloch über den Flughafen auf die A8 gegangen.

Da ich ortskundig bin, habe ich den Weg über die Dörfer gewählt.
Auswärtige hätten sich auf die vom Navi vorgeschlagene Umfahrung, die je nach Typ etwas anders gewesen wäre, verlassen müssen.
Die von meinem Navi vorgeschlagene Umfahrung wäre durch die stuttgarter Ortsteile Österberg, Möhringen, Vaihingen und Degerloch gegangen.
In Stuttgart und den Ortsteilen gilt aber seit Anfang 2019 ein generelles Dieselfahrverbot für Diesel unterhalb der Abgasklasse Euro 5.
Auswärtige hätten, wenn sie dies nicht gewusst hätten oder sich blind aufs Navi verlassen hätten, eine saftige Strafe von 108,50 Euro (80 Euro Strafe plus 28,50 Euro Bearbeitungsgebühr) riskiert.
Laut Verkehrsministerium des Landes Baden-Württemberg und der Verwaltung der Landeshauptstadt Stuttgart gibt es vom Dieselfahrverbot keine Ausnahme für Privatfahrzeuge.

Diese Borniertheit und Starrköpfigkeit habe ich erleben müssen, als meine Gattin und ich ein Steampunk-Picknick am Schloss Solitude geplant haben.
Mitte November 2018 haben wir die Veranstaltung für den 1.6.2019 von „Schlösser und Gärten Baden-Württemberg“ genehmigen lassen.
Zu der Zeit war noch nicht bekannt, ob das Dieselfahrverbot kommt und wenn, welche Stringenz es haben wird.
Schloss Solitude befindet sich auf der Gemarkung Gerlingen. In Gerlingen gilbt die Umweltzone, was bedeutet, dass man zur Einfahrt eine grüne Umweltplakette benötigt, welche im Prinzip jedes Auto mit Katalysator bekommt bzw. hat.
Verwaltungstechnisch gehört Schloss Solitude aber zu Stuttgart. Ebenso sind die Straßen, die dorthin führen, auf stuttgarter Gebiet.
Man darf also mit Dieselautos bis einschließlich Euro 5 nicht zum Schloss fahren, geschweige denn dort parken.
Wir schrieben Behörden an und versuchten für einen Nachmittag eine Ausnahmeregelung – für vielleicht fünf bis sechs Autos – zu bekommen.

Pustekuchen!

Die Behörden teilten uns mit, dass es ein „Dieselfahrverbot für Diesel unterhalb Euro 5“ gäbe. Mehr kam nicht, von keiner Stelle. Die Stadt Gerlingen verwies lediglich darauf, dass die Stadt Stuttgart dafür zuständig sei. Der Bürgebeauftragte von Stuttgart und dem Land übernahm ebenfalls kein bisschen Verantwortung, sondern wies nur auf das Verbot hin.
Wir sagten die Veranstaltung am Schloss Solitude ab bzw. zogen um zur „Villa Rustica“, dem römischen Freilichmuseum nach Hechingen-Stein.
In Stuttgart gibt es viele Veranstaltungen wie das Frühlingsfest, den Herbst-Wasen, das Weinfest, Stuttgarter Sommer, diverse Messen und vieles mehr.
Von Konzertveranstaltern haben wir hören müssen, dass sie schon Konzerte in Stuttgart abgesagt haben, weil es nicht mal diesbezügliche Ausnahmegenehmigungen gibt.

Stuttgart hat sich mit dem Dieselfahrverbot nichts Gutes gegönnt.

 

Bildquelle: Wikipedia

Werte Zeitreisende!

Am 1.6.2019 laden wir – Edelfrau und Edelherr von Syntronica – zum

Steαmpunk-Picknick in die Villa Rustica

Die „Villa Rustica” ist ein römisches Freilichtmuseum und befindet sich in Hechingen-Stein.

Der Eintritt beträgt pro Person sechs Euro.

Weitere Informαtionen gibt es hier … „Aktuelle Informationen”.

Leider mussten wir das Steαmpunk-Picknick am Schloss Solitude absagen.

Die „Villa Rustica” nahm uns sehr freundlich auf.


Roll over Beethoven

„Mich interessiert nur die Zukunft, denn das ist die Zeit in der ich leben werde.”

Albert Schweitzer

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