Natur

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Heute morgen waren Devil und ich wieder spazieren.
Da ich aber gestern etwas spät bzw. heute morgen etwas früh ins Bett gekommen bin, legte ich mich wieder hin …

Plötzlich knallte es und ich erschrak. Devil hüpfte vor Panik zu mir ins Bett.
Und es knallte immer und immer wieder in hoher, unangenehmer Lautstärke.
„Wenn ich den Idioten erwische, der morgens um kurz von neun China-Böller knallen lässt, zeige ich ihn an”, dachte ich schlaftrunken und zog den Rollladen hoch.

jaeger2-2Es stand ja in der Zeitung, dass am 10.Januar, also heute, die Enten geschossen werden sollten. Diese hatten angeblich Überhand genommen und „wegen der Hege” hat die Stadt einschieden, Enten schießen zu lassen.
Dieses „kontrollierte Abchießen” fand heute morgen statt.

Ich habe die Jäger von oben beobachtet.

Ich habe mir aber auch Gedanken über die „Aktion” gemacht.

  • Die Rote Erde, dort wo ich wohne, ist ein Wohngebiet.
  • Die Rote Erde gehört zum Stadt, befindet sich also innerhalb der Stadtgrenzen.
  • Die Wohnanlage „Wersehochhaus”, in der ich wohne, liegt direkt an der Werse, einem sehr großem Bach.
    Direkt neben der Wohnanlage fand die „Aktion” statt.
  • Zwei (!!!) Absperrungen waren vorhanden, auf dem Werseradweg standen nur die Jäger. Beim Abschießen schauten sie nicht, ob Personen vorbeikamen.
  • Hinter einem der Jäger (Foto) beginnt eine abgesperrte Rasenfläche, die zum Spielplatz der Wohnanlage gehört. Niemandder insgesamt drei dort stehenden Jäger schaute auch nur kurz hinter sich, als eine Nachbarin über die Rasenfläche marschierte. Der Jäger reagierte erst nach mehrmaligem, lautem Rufen der Nachbarin, als sie ihm begreiflich machen wollte, das auch auf de Rasenfläche bzw. dem Spielplatz tote Ente liegen.
  • Die Jäger haben Richtung der Ahlener Straße geschossen, also Richtung Häuser und dem Autoverkehr.
    Sie stoppten das Abschießen auch nicht, als vermehrt Autos auf der Ahlener Straße unterwegs waren.
  • Die Jäger schossen in ihrem Blutrausch auch Richtung des Wersehochhauses.
  • Ein „kontrollierter Abschuss” fand definitiv nicht statt, denn die Jäger schossen auf alle Enten, die in der Luft waren, ohne Ausnahme.

Man sollte darüber nachdenken, was dieser sog. kontrollierte Abschuss bezwecken soll.
Laut der „Verantwortlichen” haben die Enten Überhand genommen.
In der Schule habe ich gelernt, dass sich der Bestand der Ente „natürlich” einpendelt, wenn z.B. nicht genug zum Fressen vorhanden ist.

Ich glaube, dass hier irgendwer seinen Blutrausch befriedigen wollte.

Kreatves Schreiben

Syntronica: „Wenn das Laub fällt”

Wenn das Laub fällt, fließt auch der Regen als großer Fluss durch die Seelen, der einsamen Menschen, die im Sommer versucht haben, jemanden für das gemeinsame Nest zu finden, doch leider gescheitert sind.
Laub fällt auf sie hernieder und hindert sie am Fliegen. So kommen sie nicht über sich hinaus. Und das Laub wird immer mehr und dadurch bedingt wird es schwerer.
Es lastet auf den Vögeln.
Bald kommt auch noch der Winter, der die müden und verletzten Knochen mit Eiseskälte quält.
Das Herz derjenigen, die niemanden anderen zu wärmen haben, erfriert fast und ihre Emotionen machen Winterschlaf.

Superfliege: „Wenn das Laub fällt”

„Ich habe euch Monate lang getragen, ich habe euch geboren und wachsen lassen”, sprach der Baum zu seinen Blättern. Nun ist es an der Zeit, dass sich unser Lebensweg trennt. Wir haben eine sehr schöne Zeit miteinander verbracht, und viele Dinge erlebt. Ich durfte euch wachsen sehen, spüren wie ihr euch im Winde wiegt, und bei jedem Regenschauer aufs Neue erwacht und grünt.
Wir haben Vögeln ein Zuhause geboten, und die Jungtiere aufwachsen sehen.
Es waren wundervolle Momente, und zum Abschluss sollt ihr euer schönstes Kleid tragen, und euch im Winde ein letztes Mal wiegen.
Auf dieses Abendteuer waren die Blätter am meisten gespannt, hatten sie doch die meiste Zeit nur ihr grünes Kleid getragen. Jedes Blatt, so sagte der Baum, durfte sich seine eigene Farbe aussuchen. Jubelnd probierten die Blätter alle Fassetten aus, die es gab. Langsam, ganz langsam begannen sie mit dem wechseln ihrer Kleider. Es war so spannend und toll, so viele schöne Farben standen zur Auswahl. Man schaute nach rechts, man schaute nach links. Was machen meine Brüder und Schwestern, wofür entscheiden sie sich? Man schielte hinüber zu den anderen Bäumen, ob dort derselbe Vorgang vonstatten ging. Je mehr Wochen ins Land gingen, umso mutiger wurden sie, was die Wahl der Farben anging! Aber letztendlich fand doch jeder das passende Kleid für sich!
„Jetzt beginnt das große Finale”, sprach der Baum. „Tanzt euren schönsten Tanz, wiegt euch im Winde, wie ihr es noch nie erlebt habt.”
Beim nächsten Windstoß begannen die ersten Blätter damit. Im Takt vom rauschen des Windes ließen sie die Zweige los, und wirbelten durch die Luft. Es war das größte und schönste Erlebnis was sie je erfahren durften.
„Und nun”, dachten sich die bunten Blätter, „was passiert jetzt?” War das alles, ist das das Ende?
Ängstlich waren sie nicht, denn nach diesem Flug waren sie so glücklich, dass man sich zusammenlegte und noch mal von dem erlebten erzählte.
Kinder kamen und suchten sich die schönsten daraus aus, um sie mit nach Hause zu nehmen. Viele Spaziergänger kamen vorbei, und bewunderten die schöne Pracht. Stolz lagen sie da, wie ein Teppich auf dem Asphalt.
Der Wind spielte weiter mit ihnen, und pustete sie hin und her. Am Fuße des Baumes an einer Wurzel blieben sie gemeinsam liegen.
Auf der Suche nach einem geeigneten Schlafplatz für den Winter, kam der Igel daran vorbei. „Das ist es, was ich gesucht habe”, dachte er und jubelte auf. „Hier ist ein schönes buntes Plätzchen, wo ich die nächsten Monate bleiben kann”. Wohlig kroch er hinein, und verbrachte dort seinen Winterschlaf.
Der Baum schaute zurück auf die vergangenen Wochen und Monate. Er erfreute sich den ganzen Winter darüber, über den schönen Abgang seines Kleides. „Das sind die schönsten Momente für mich”, dachte der Baum. „Wenn das Laub fällt, und alle Blätter ihren schönsten Tanz tanzen”

Seit Tagen höre ich seltsame Schnarrgeräusche.

Gerade habe ich endlich herausbekommen, um was es sich handelt.

Junge Falken.

Seit einiger Zeit brüten die Falken bei uns neben dem Penthaus.

Nun bekommen die Falken Flugunterricht und segeln um das Haus.

Ab und zu machen sie dann Pause bei mir auf der Fensterbank.

Ich habe schon etwas gewartet mit der Kamera, damit ich ein paar Bilder machen kann, doch in dem Moment, in dem die jungen Falken mich sehen, fliegen sie weiter.

Mal abwarten, wann ich ein Foto oder mehrere machen kann …

radioaktivitaet-totenkopf4

Am Radio hörte ich gestern Abend eine Sendung, bei der es um Atomkraftwerke ging.
Zuschauer konnten anrufen und Statements abgeben oder Fragen stellen.
Eine Frau aus Gundremmingen erzählte, dass sie in der Nähe des Kernkraftwerkes wohne und Angst habe, wenn Verrückte einen Terroranschlag verübten.
Sie stellte eine berechtigte Frage an einen im Studio sitzenden Physiker:
„Wo sollen wir uns verstecken, wenn jemand einen Bombenanschlag auf das Kernkraftwerk verübt?”.
Der Physiker sagte lapidar, dass dies gar nicht passieren könne.
Die Frau hakte nach und stellte dar, dass auch niemand damit gerechnet haben konnte, dass Terrorristen die Twin-Towers in Schutt und Asche gelegt hätten.
Der Physiker, der wegen eines Seitenhiebes der Frau betonte, nicht der Atomlobby anzugehören, betonte abermals, dass dies nicht möglich sei.
Nun intervenierte die Frau abermals und fragte, was passierte, wenn jemand ein Flugzeug entführte und dies auf das Kernkraftwerk stürzte.
Jetzt holte der Physiker richtig aus und erklärte, er wohne in der Nähe eines Braunkohlekraftwerkes und würde mit der Frau gerne tauschen, denn ein Kohlekraftwerk sei nicht so sicher wie ein Kernkraftwerk. Er lobte, wie sicher Kernkraftwerke gegenüber Kohlekraftwerke seien und verwies auf die massive Bauweise.
Mir ist ja schon Dummheit bezüglich Tschernobyls vorgekommen, aber dieses Gequake schlägt dem Fass den Boden aus.

In unserer Nähe sollten vor Jahren vom (damaligen noch) Atomkraftwerk Uentrop abgebrannte Brennstäbe ins „Zwischenlager” Ahaus geschafft werden.
Atomkraftgegner hatten die Eisenbahngleise blockiert, um dies zu verhindern.
Was hätte der o.g. „Physiker” gesagt?
Bestimmt dies: „Die Bevölkerung mag das Atomkraftwerk so sehr, dass sie die Brennstäbe behalten möchte.”

Wenn man von Erdstrahlen hört, denkt man sofort an schädliche Wirkung, obwohl Erdstrahlung nichts anderes als natürliche Radioaktivität ist, die überall und immer auf der Erde auftritt und sehr sehr schwach ist.
Die Erde ist eine riesige Kugel aus Mineralien u.ä., also chemischen Elementen, zu denen bekanntlich auch radioaktive gehören. Diese strahlen sehr niedrig.
Nun könnte man Glauben machen, dass „Erdstrahlung die Summe der natürlichen aus der Erde aufsteigender Strahlung” sei und manchen Menschen, die sensibel sind, Schaden zufügen könne.
Die Pseudo-WissenschaftRadiästhesie untersucht solche kausalen Zusammenhänge.

In einer Anzeige wird nun Reklame für Kupfermatten gemacht, die man unter dem Bett legen soll, um Erdstrahlen abzuschirmen. So kann man laut der Anzeige wieder ruhig schlafen und Schmerzen verschwänden.
Die Kupfermatte hat eine Besonderheit aufzuweisen. Sie ist aus einem 2800 Meter langen Faden gewebt.

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