Snacks

Am vergangenen Wochenende haben meine Herzallerliebste und ich, beide akkreditierte Journalisten mit einer Vorliebe für popkulturelle Themen, der Comic Con Stuttgart einen Besuch abgestattet.
Wie immer waren wir voller Vorfreude auf ein Wochenende voller fantastischer Kostüme, beeindruckender Stände und natürlich die obligatorische Diskussion über die neuesten Trends in der Popkultur.
Doch dieses Mal bot sich uns ein kurioses Bild, als wir die heiligen Hallen der Presselounge betraten.
Normalerweise erwartet man dort eine Oase der Ruhe und Professionalität – eine Art journalistisches Sanctum, in dem sich die schreibende Zunft mit belegten Brötchen und Kaffee für die nächste Runde intensiver Berichterstattung wappnet.
Stattdessen stießen wir auf … nun ja, eine Horde jugendlicher „Kollegen”.
Blogger, YouTuber, TikTok-„Stars” und das eine oder andere Gesicht, das wohl gerade erst die achte Klasse verlassen hat, drängten sich um die bereitgestellten Getränke.
Versteht mich nicht falsch:
Es ist ja schön, dass die junge Generation sich für die Berichterstattung über solche Events begeistert.
Jeder fängt irgendwo an, und gerade die Vielfalt der Perspektiven macht doch das Leben bunter, doch irgendwie schien das Konzept der Presselounge für viele dieser jungen Talente noch Neuland zu sein.
„Eine Hand wäscht die andere“ – ein Prinzip, das die meisten Journalisten kennen, wurde hier wohl eher als Einladung zum Selbstbedienen interpretiert.
Besonders heikel wurde es, als die Unterschiede in der Behandlung von akkreditierten Journalisten und den sogenannten „Influencern“ offenbar wurden.
Während uns Journalisten kleine Snacks gereicht wurden – nichts Großes, versteht sich, aber genug, um den Blutzucker bei Laune zu halten – gingen die jungen Wilden leer aus.
Nun, zumindest was die festen Nahrungsmittel betrifft; Getränke gab es ja für alle.
Die Reaktion darauf war, gelinde gesagt, ein Spektakel für sich.
Während wir uns über unseren Kaffee und ein belegtes Brötchen unterhielten, konnten wir diverse empörte Stimmen vernehmen, die den vermeintlichen Klassenunterschied anprangerten.
Es schien, als sei der Gedanke, dass Journalisten einen höheren Stellenwert haben könnten, für einige ein Affront sondergleichen.
Dabei steckt dahinter keine Boshaftigkeit, sondern schlicht der Unterschied zwischen Hobby und Beruf.
Ironischerweise haben viele dieser jungen Kreativen – wahrscheinlich ohne es zu merken – bereits eine wichtige Lektion aus dem echten Leben gelernt:
Nämlich, dass der Zugang zu bestimmten Privilegien nicht immer demokratisch ist.
Manchmal braucht es halt ein paar Jahre Erfahrung, harte Arbeit und, sagen wir es ehrlich, eine gehörige Portion Geduld, um sich durchzusetzen.
Wir jedenfalls ließen uns die Laune nicht verderben.
Stattdessen genossen wir den besonderen Charme dieses bunten Mikrokosmos, in dem sich Generationen und Medienformate miteinander reiben und inspirieren, denn am Ende des Tages gehören sowohl die Oldschool-Journalisten als auch die Influencer zu einer großen, wenn auch manchmal etwas chaotischen Familie – der Familie der Geschichtenerzähler.
Vielleicht liegt ja genau darin die wahre Magie der Comic Con:
Sie bringt Menschen zusammen, die unterschiedlicher kaum sein könnten, und lässt sie zumindest für ein Wochenende gemeinsam über die gleiche Welt berichten.
Mit oder ohne belegtes Brötchen.

Das Dilemma des „freundschaftlichen Restaurantbesuchs” – ein Ereignis, das sich in der Theorie nach einem netten, geselligen Abend anhört, aber in der Praxis oft eher wie eine Episode aus einer Reality-Show über Foodie-Präferenzen wirkt, doch wer hätte gedacht, dass ein Abendessen mit Freundinnen so sehr an eine Olympiade der Sonderwünsche erinnern würde?
Man stelle sich die Szene vor:
Die Gruppe ist komplett, die Kellnerin kommt herbei und fragt freundlich nach den Bestellungen.
Man könnte meinen, das Schwierigste sei nun schon geschafft.
Aber weit gefehlt, denn hier beginnt das wahre Spektakel!
Akt eins: Die „Extra-Teller-Freundin”
Sie, die jede Speise in separaten Bereichen angeordnet haben muss, ist die Königin des „Extra-Tellers”.
Egal, wie liebevoll der Koch das Gericht zusammengestellt hat, für sie ist das nur die Basis für ihr ganz eigenes Kunstwerk.
Kein Molekül darf das andere berühren, und der Satz „Ich hätte gern alles auf einem Extra-Teller“ fällt so selbstverständlich wie andere „Einen Cappuccino, bitte“.
Die Kellnerin lächelt gezwungen, nickt und markiert sich gedanklich bereits die Person, bei der die Wahrscheinlichkeit für eine Beanstandung bei 100 Prozent liegt.
Akt zwei: Die „Einzelkomponenten-Freundin”
Neben ihr sitzt die Freundin, die den Teller als Puzzlespiel betrachtet.
Einmal bestellt, wird das Gericht erstmal seziert:
Ist das Hühnchen bio?
Wurde das Gemüse in Butter oder Öl angebraten?
Kann man den Salat ohne Dressing bekommen?
Sollte eine Antwort nicht hundertprozentig befriedigen, nimmt sie das nicht einfach so hin, sondern tritt in eine kleine Verhandlung mit der Kellnerin ein, wie ein Anwalt, der für die Rechte ihrer Geschmacksknospen kämpft.
Man könnte fast denken, sie wäre auf einem Casting für die nächste Staffel von „Küchenkrieger”, wenn sie dem Koch vorschreibt, wie seine Küche zu funktionieren hat.
Akt drei: Die „Glutenfrei, aber bitte fancy”-Freundin
Die Dritte?
Nun ja, sie braucht glutenfreie Optionen, was völlig okay wäre – wäre da nicht ihr geheimnisvoller Anspruch an die „Exklusivität” ihrer Gerichte.
„Wie, das haben Sie nicht?“, fragt sie mit der Empörung einer Person, der man soeben mitgeteilt hat, dass die Grundgesetze außer Kraft gesetzt wurden.
Kein glutenfreies, laktosefreies und ohne Zwiebel angerichtetes Pastagericht?
Für sie ein Sakrileg, was sie prompt mit einem verächtlichen Blick quittiert.
Die Kellnerin atmet tief durch und notiert im Stillen: „Mögliche Rezension, Stufe 4.”
Akt vier: Die vegetarisch-wählerische Freundin
Und nun zum letzten Highlight des Abends:
Die Vegetarierin mit Geschmackssensibilitäten, bei der das gesamte Menü wie eine grüne Einöde erscheint.
Nichts überzeugt sie.
Nicht der Bio-Tofu, nicht die Pilz-Ravioli und auch nicht der Linseneintopf.
Auch die rein veganen Wan-Tans sind irgendwie „blöd”, auch das vegane Chop Sui.
Es scheint, als hätte sie das alles schon einmal gegessen und sie verzieht genervt das Gesicht.
Ihr Blick schweift sehnsüchtig zu den Fleischgerichten auf den Tellern der anderen Gäste, bevor sie ein Opfer unter den vegetarischen Optionen auswählt – natürlich mit einem Kommentar à la „Na gut, ist jetzt auch nicht das Wahre“.
Die Pointe
Und so sitzt man da, zwischen Tellerchen, Komponenten und Sonderwünschen, den Kopf leicht in die Hände gestützt und fragt sich:
„Wie sind wir an diesen Punkt gekommen?”
Ist das wirklich das Versprechen der Moderne – unendliche Wahlmöglichkeiten, jede mit einem Beipackzettel und Sonderantrag?
Keine Frage, Individualität und Rücksicht sind wichtig.
Aber da ist doch diese leise Stimme im Hinterkopf, die fragt:
„Hätte es nicht doch ein Imbiss getan?”
Oder ein gemeinsames Kochen mit allen?
Oder wenigstens eine kurze Vorbesprechung für die „Gourmet-Planung” des Abends?
Vielleicht ist es die große Ironie des modernen Abendessens, dass man im Team anreist und sich dann doch jeder für sich alleine durch den Menü-Dschungel schlägt – mit einer Tapferkeit und Verzweiflung, die sonst nur echten Heldengeschichten vorbehalten ist.
Das nächste Mal rufe ich das Restaurant an, stelle jeden Sonderwunsch vorab durch und buche die Kellnerin gleich mit einer Flasche Wein als Nervennahrung.

Wenn es um den Kindergarten oder die Schule geht, dann bitte alles nur noch auf Rezept!
Kein Krümel Kuchen ohne Gesundheitsattest, kein Gummibärchen ohne Laborbericht.
Bloß nicht mal eben einen selbstgebackenen Geburtstagskuchen mitbringen – viel zu riskant!
Schließlich könnte ja ein winziger Hauch von Nussstaub, ein Milligramm Gluten oder gar, Gott bewahre, ein Hauch Milchfett enthalten sein.
Da muss man schon richtig wachsam sein:
Man kann ja schließlich nie wissen, was so ein paar harmlose Streusel für ein Chaos anrichten könnten.
Sorgloser Genuss?
Keine Chance.
Da wird der Teig zur tickenden Zeitbombe, während die Erzieher den Umgang mit solchen gefährlichen „Mitbringseln“ beinahe wie die Ausbildung eines Bombenentschärfungskommandos behandeln.
Aber Moment mal, kommt Halloween, gilt auf einmal die goldene Regel:
Hauptsache viel Zucker und jede Menge davon, am besten unbeschriftet und schön durcheinander gemixt.
Da sollen die Kleinen dann ganz fleißig durch die Nachbarschaft ziehen und von wildfremden Menschen Bonbons, Schokolade und andere Köstlichkeiten entgegennehmen – natürlich ohne Zutatenliste, Nährwertangaben oder Bio-Label.
Ist ja nur Halloween, da drücken wir gern mal alle Augen zu, schmeißen die Regeln aus dem Fenster und lassen die Kinder so viel sammeln, wie sie tragen können.
Allergien, Intoleranzen?
Die scheinen an diesem einen Tag im Jahr auf wundersame Weise in Luft aufzugehen.
Wie durch Zauberei kann jedes Kind dann alles essen, als ob es die restlichen 364 Tage nie Diskussionen um Inhaltsstoffe und Sicherheit gegeben hätte.
Das ist schon lustig, oder?
Im Kindergarten und der Schule werden die Kinder in Watte gepackt und bei jeder Kleinigkeit wird auf alle Eventualitäten geachtet, aber beim „Süßes oder etwas gibt Saures” heißt es plötzlich:
Nur zu, was immer du bekommst, nimm es und iss es!
Irgendwie entlarvt dieses Halloween-Szenario unsere ganze moderne Paranoia.
Es zeigt auf fast schon peinliche Weise, wie wir auf der einen Seite totale Kontrolle und Sicherheit wollen, aber auf der anderen Seite rituell ein Auge zudrücken, sobald es kulturell „normal“ ist.
Und so klopfen wir uns gegenseitig auf die Schulter und versichern uns, dass wir ja nur das Beste für die Kleinen wollen – nur eben nicht, wenn ein alter Brauch auf dem Spiel steht.
Da setzen wir den Spaß dann doch lieber über den Verstand, für einen Abend zumindest.

An diesem Wochenende – 6. bis 8. September 2024 – sind die Kurpfälzische Perlenhexe, der Freischütz zu Lippe und Chrono.Tours mit einem Stand auf dem Mittelaltermarkt in Sindelfingen vertreten.
Wir sind unten auf der Planiestraße / Obere Bahnhofstraße gegenüber der Bücherei und Verlagshaus Röhm nahe dem Marktplatz zu finden.
Wir freuen uns auf viele Besucherinnen und Besucher.
Parken kann man im „Parkhaus Rathaus”, Rathausplatz 1

Sternekoch, Restaurant-Coach und Fernsehkoch Frank Rosin hat eine neue Serie beim Sender „Kabel.1” erkoren. Er möchte Leuten, die nie eine Chance hatten, eine Ausbildung als Koch ermöglichen. Dazu müssen sie sich bewähren.
Die Kandidaten sind „Verlierer”, die nie etwas erreicht haben, ehemalige Drogensüchtige, welche, die in der Justizvollzugsanstalt saßen, sowie welche, die durch widrige Umstände nichts zustande bekommen haben oder einfach „aus der Gesellschaft und dem Arbeitsmarkt herausgefallen” sind.
In „Rosins Heldenküche – Letzte Chance Traumjob” treten zehn Personen an, die auf eine Ausbildung in einem (Sterne-)Restaurant oder in Frank Rosins Restaurant hoffen. Dazu sind sie knapp zwei Monate in Obhut von Frank Rosin und seinem Team, um kochen zu lernen.
Die Serie ist nichts Neues, denn es gab von dem ehemaligen TV-Restauranttester Christian Rach schon so etwas im Jahr 2010.
Die Kandidaten oder Teilnehmer haben keinen Schulabschluss, was auch einer der Gründe neben der schlimmen Lage, in der sie sich befanden und befinden, ist, sie nicht einzustellen, sei es als Auszubildender oder eine Stelle mit mehr oder weniger Vollzeit.
Rosin erklärt seinen „Schützlingen” zu Beginn, worauf es ankommt: Pünktlichkeit, Disziplin und Teamarbeit sowie Hygiene.
Mit der Disziplin und der Pünktlichkeit hapert es schon am ersten Ausbildungstag.
Einer der Teilnehmer verschläft am ersten Tag und kommt erst am nächsten, anstatt am ersten später zu erscheinen.
Eine Frau hat nach dem ersten Tag Bauchschmerzen und meldet sich krank.
Ein anderer meldet sich am darauf folgenden Tag krank, weil er Knieprobleme vom Stehen hat.
Rosin versucht, beide zum Weitermachen zu animieren, doch es scheitert.
Aber auch beim Kochen funktioniert es nicht wirklich.
Einfache Aufgaben wie ein Wiener Schnitzel nach Vorgaben inklusive mehrmaligem Zeigen, wie es funktioniert, zu braten oder das Zubereiten von Reibekuchen erfordert bei den meisten schon die ganze Konzentration. Nach kurzer Zeit ist die Aufmerksamkeit auf die Aufgabe zu Ende.
Bei der Teamfähigkeit sieht man auch Probleme, denn die meisten hatten noch nie mit anderen zusammen an einem Strick gezogen.
Das, was dort passiert, ist nichts Ungewöhnliches …
Ich habe für das damalige Arbeitsamt und für die Jobagentur beziehungsweise für das Job-Center zum Teil auch Langzeitarbeitslose umgeschult zu Fachinformatikern Applikationsentwicklung. Zudem war ich auch bei der Integration von Arbeitslosen in den Arbeitsmarkt tätig.
Wir hatten „Problemfälle” zuhauf, nicht nur bei den Fachinformatikern, sondern auch bei der Integration.
Bei den Fachinformatikern hatte ich einen Kurs übernommen, bei dem es arge Probleme gab.
Meine Vorgänger, die diesen Kurs leiteten, traten mit hehren Zielen an.
Sie rekrutierten aus Kursen rund um „Bürosoftware” – Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und ähnliches – ihre Auszubildenden und Umschüler.
Dabei hatten sie anscheinend ein zu großes Herz.
Der Kurs ging fast nach einem Jahr den Bach herunter, weil man mehr auf „Problemfälle” das Augenmerk legte als auf Qualifikation und Kenntnisse.
Es gab welche, die am sogenannten Fluchtsyndrom litten.
Wenn es Programmieraufgaben gab oder Klausuren anstanden oder unangekündigt stattfanden, fehlten einige oder meldeten kurz danach krank.
Das hatte bei meinen Vorgängern funktioniert.
Ich ließ mich auch erst blauäugig darauf ein.
Bei einem Delinquenten – Bernhard genannt – war es extrem.
Wenn es eine Aufgabe gab, meldete er sich mit Bauchschmerzen krank und war dann erstmal weg.
Ein oder zwei Tage später war er wieder da.
Das ließ ich mir ein paarmal gefallen, doch dann nahm ich ihn aus dem Unterricht und ließ ihn sich bei mir im Büro am Computer anmelden und gab ihm die Aufgaben, die er versäumt hatte.
Er verspürte urplötzlich Bauchschmerzen und wollte sich krankmelden.
Ich machte ihm klar, dass ich keine Bewertungsgrundlage hätte und er mir jetzt etwas liefern müsse.
Er redete sich heraus, dass er sich schlecht fühle und gerade an diesem Tag sei es extrem schlimm.
Nach einem kurzen klärenden Gespräch mit mir, entschied er sich, die Umschulung abzubrechen, weil er sich laut eigenem Bekunden nicht von uns Ausbildern schikanieren ließe.
Die anderen, die immer flüchteten oder sich herausredeten, wenn etwas daneben ging, gingen irgendwann auch von allein, weil sie merkten, dass mit mir nicht gut Kirschen essen war.
Genau diese Strukturen und Situationen passieren bei Rosins Heldenküche beziehungsweise Heldenköche auch.
Anstatt sich einzugestehen, dass man nicht fähig ist, Aufgaben zu lösen, rennt man zuerst davon und flüchtet sich in Krankheiten. Danach sucht man bei anderen die Probleme.
Bei Rosin sah man das bei dem jungen Mann mit den Knieproblemen.
Er sagte bei der „Wiener-Schnitzel-Challenge”, dass es nicht geklappt habe, ließ aber anklingen, dass er Schmerzen im Knie habe.
Rosin ging am nächsten Tag mit ihm zum Arzt und wartete draußen.
Der Arzt hatte den jungen Kochanwärter krankgeschrieben.
Rosin sagte, er solle sich überlegen, ob es mit dem Knie überhaupt ginge, den Beruf als Koch auszuüben, wenn er schon nach einem Tag Probleme hätte.
Der junge Mann hatte vor über einem Jahr eine angerissene Kniescheibe gehabt, die aber verheilt gewesen war.
Anstatt aber einzusehen, dass ein Beruf, bei dem er lange stehen und viel laufen muss, nichts für ihn wäre, attackierte er Rosin mit Vorwürfen, dieser sei nicht anders als die „anderen” und würde ihm auch keine Chance geben.
Rosin wollte ihn eigentlich herauswerfen, entschied sich dann doch anders.
Weiter ging es mit der „Party-Generation”.
Ein paar Personen hatten an einem Abend lange gefeiert und waren einen Tag nicht voll bei der Sache.
Als Ausrede hieß es von ihnen, dass jeder in seiner Ausbildung mal über die Stränge geschlagen habe.
Am darauffolgenden Morgen – nach wieder einer durchzechten Nacht – warf Rosin einem von der Clique allerdings vor, er solle nicht immer mit Ausreden kommen, sondern zumindest für sich Verantwortung übernehmen und die Chance nutzen, die er bekommen habe.
Da mir das Gehabe von den Kandidaten irgendwann auf den Geist ging, da ich genau die gleiche Erfahrung gemacht hatte, schaltete ich den Fernseher aus.
Ich dachte noch einige Zeit über das Gesehene nach.
Ich hatte im Anfang auch gedacht, dass man Leute nur motivieren müsste.
Leider war dem nicht so.
Rosin wird es irgendwann auch merken, bedauerlicherweise!
Wir waren auch wie jedes Jahr beim „Stuttgarter Messeherbst”, der im November 2016 stattfand.
Unsere Impressionen haben wir in einem Foto-Album zusammengefasst.
Anfrage für Bilder in hoher Qualität:

Das sog. „Freihandelsabkommen” – TTIP – mit den USA …
Es ist noch sooo geheim, dass Poliitiker zwar den Entwurf lesen dürfen, aber nicht jeder und wenn, dann muss man eine Schweigeerklärung unterzeichnen.
Es sollen sog. „Schichtungsstellen” eingerichtet werden, die dazu da sind, dass Konzerne Staaten verklagen können, wenn sie Gesetze o.ä. erlassen, die für Firmen geschäftsschädigend sein könn(t)en.
Wenn der Bundestag ein neues Gesetz verabschieden würde, um den Zigarettenkonsum einzuschränken, könnten Zigarettenkonzern die Bundesregierung auf Schadensersatz – Mindereinnahmen ! – verklagen.
Diese ShitsSchiedsstellen setzen sich aus Anwälten und Gutachtern der Wirtschaft zusammen und sind alles andere als unabhängig, sonderrn eher dazu da, Konzernen mögliche (!!!) Gewinneinbrüche einklagbar zu machen und / oder Gesetze zu verhindern.
In Amerika wird ja statt Zucker aus Zuckerrüben aus Kostengründen Zucker aus Mais gewonnen.
Dieser Zucker ist eine braune Brühe und heißt „Isoglucose”.
Diese Zuckerart hat bewiesenermaßen eine negative Wirkung auf die Leber und auf die Bauchspeicheldrüse.
Dies führt u.a. zur sog. „Fettleber”, einhergehend mit hohem Übergewicht (Fettleibigkeit).
Mexiko, das übrigens ein „Freihandelsabkommen” mit den USA hat, hat das Problem der Fettleibigkeit erkannt und ein Gesetz erlassen, um die Verwendung und Beimischung von Isoglucose in Lebensmittel – insbesondere bei Fastfood – drastisch einzuschränken.
Die Konzerne, die Isoglucose herstellten und vertrieben, verklagten nun den Staat Mexiko mithilfe der „Schiedsstellen” dazu, Wiedergutmachung zu zahlen von 58 Millionen US-Dollar und setzten die Regierung so unter Druck, dass das Gesetz fallengelassen wurde.
Da Isoglucose bekanntermaßen wegen des hohen Fructosegehalts ohne Katalysierung durch Insulin der Bauchspeicheldrüse in den Stoffwechselprozess gelingt, geht also die Schädigung der Gesundheit eben durch diesen Stoff weiter.
Obwohl die gesundheitlichen Schäden bekannt sind, geht es einzig und allein um Profit!
Die Schiedsstelen tagen übrigens hinter verschlossenen Türen, sodass nichts an die Öffentlichkeit gelangt, was dort verkaspert wird.
Wenn TTIP, das Freihandelsabkommen mit den USA, kommt, interessiert niemanden mehr wirklich, wie es den Konsumenten geht, sondern es zählt nur der Profit.
LiebeiPolitiker und Entscheider, werdet endlich wach!

Nachdem ein Rindfleisch-Fabrikant aufs (falsche) Pferd gesetzt hatte, sind die Behörden inklusive Lebensmittelkontrolleuren hellhörig geworden.
Verbraucherschutzministerin Aigner hat gehandelt und wies an, Lebensmittel aller Bereiche besser zu überwachen.
Bei den Kontrollen kam nun ans Tageslicht, dass in bestimmten Fertigpackungen von Dinkelbrätlingen Roggenvollkornmehl gefunden wurde.
Skandal!
Vegetarier gingen auf die Barrikaden und forderten, Mehl besser zu kontrollieren, um solchen Deklarationsmissbrauch schon im Vorfeld aufdecken zu können.
Es sei nicht auszuschließen, dass gesundheitliche Probleme durch Roggenmehl auftauchen könnten, sagte ein Sprecher des VVV – Vegetarier- und Veganer-Verband – und schloss auch nicht aus, dass sogar noch viel gefährlicheres Weizenmehl wegen Kosteneinsparung in der Produktion zum Einsatz käme.
Dass dies möglicherweise, eventuell und vorallem vielleicht nicht auszuschließen sei, hörte man auch aus gut informierter Quelle der untersten Ebene des Verbraucherschutzministeriums.
Die Verifikation stehe allerdings noch aus, kam die Information aus der gleichen Quelle.
Endverbraucher schütteten aus Protest Dinkel und Roggenmehl in die Flüße und auf Felder, um ein Zeichen zu setzen.
Tja, „liebe” Vegetarier!
So kann es gehen, wenn man den armen Tieren die Nahrug wegisst und hofft, auf der guten Seite zu stehen.

Heute fand im „Unteren Schlossgarten”, Stuttgart, das Event „Grillen und Chillen” der Stuttgart-21-Befürworter statt.

In geselliger Runde wurde unter netten Menschen relaxt und über Stuttgart 21 (S21) diskutiert.

Nebenher brutzelten Grillfackeln, Scampi-Spieße, Würstchen, Schnitzel und andere Grillspezialitäten ihrem Garpunkt entgegen.
Die Stimmung war ausgesprochen sehr gut, sogar noch besser als beim Spaziergang voriger Woche.
Einige S21-Gegner – Keintologen genannt – meinten, ab und zu zu zwei, drei Leuten durch den „unteren Schlossgarten” gehen und uns beobachten zu müssen.
Möglicherweise waren sie nur hungrig. Aber wer nicht fragt und vorher auch nicht grüßt, hat weiterhin einen leeren Magen.
Auf deren niveauloses Gequake haben wir aber nicht reagiert.
Die Veranstaltung lief total friedlich ab.
So feiert man in ausgelassener Feierabendstimmung!

Neulich in der Bäckerei …
Ein zwölf‑, dreizehnjähriger Junge kam in die Bäckerei und sagte: „Ich möchte gerne vier Körnerbrötchen.”
Die Verkäuferin fragte: „Was für Körnerbrötchen?”
Die Antwort des Jungen zeigte seine Dummheit und dass er nicht darüber nachdachte, was er tat, und sich auch keine Informationen holte, warum er dies oder jenes tun sollte:
„Die normalen!”
