Wegen der relativ geringen Inzidenz dürfen im Landkreis Böblingen wieder Museen öffnen. Museen können einen negativen Schnelltest verlangen. Ich fragte beim zuständigen Ministerium nach, wie es sich bei Geimpften verhält. 

Wie man es bei einer Anfrage per E-Mail kennt, dauerte es zwei Wochen, bis eine Antwort kam. 

Meine Frage war dahingehend, dass es nicht notwendig sei, dass geimpfte Personen einen gültigen Schnell‑ oder PCR-Test beim Eintritt ins Museum vorlegen müssten. Ich wies explizit darauf hin, dass ich Vollimmunisierte meinte, die schon die zweite Impfdosis bekommen hätten. Dazu sagte ich noch, dass ich davon ausgehe, dass nach spätestens zwei Wochen der Vollschutz danach eingetreten sei.

Die zuständige Person beim Sozial‑ und integrationsministerium des Landes Baden-Württemberg, zu dessen Bereich auch das Gesundheitsressort gehört, wiedersprach.

Es bestehen keine Ausnahmen von den in der Verordnung aufgeführten Infektionsschutzmaßnahmen für Personen, die bereits gegen das Coronavirus geimpft wurden. Das schließt die Verpflichtung zur Vorlage eines tagesaktuellen negativen Schnelltests bei der Nutzung bestimmter Einrichtungen und Dienstleistungen mit ein. Der Grund hierfür ist der weiterhin aus wissenschaftlicher Sicht noch unklare Sachverhalt der unabsichtlichen Verbreitung des Coronavirus auch durch bereits geimpfte Personen.

Original-Antwort

Die Person, die mir dies schrieb, mag in der Corona-Verordnung firm zu sein, aber sie verkennt die Sinnhaftigkeit einer Impfung. 
Eine Impfung hat den Sinn, die Verbreitung der Infektion einzudämmen. Gleichzeitig verhindert diese, dass die Geimpften erkranken. 

Mit der Aussage des Ministeriums wird das Impfen ad absurdum geführt. 

Wenn nun „hochoffiziell“ behauptet wird, dass trotz einer Impfung kein Schutz bestehe, sich und andere zu infizieren, muss man sich fragen, warum es überhaupt eine Impfung gegen das Coronavirus gebe.

Mir kommt es so vor, als wenn mit Scheuklappen gearbeitet wird.

Nachtrag:
Auf der Webseite des Robert-Koch-Instituts kann man übrigens eine Passage, auf der sich die Person vom Ministerium anscheinend bezieht, lesen.

Über welchen Zeitraum eine geimpfte Person vor einer COVID-19 Erkrankung geschützt ist, d.h. wie lange der Impfschutz besteht, kann derzeit noch nicht gesagt werden. Zudem ist noch nicht geklärt, in welchem Maße die Transmission (Erregerübertragung) durch geimpfte Personen verringert oder verhindert wird. Trotzdem bietet die Impfung einen guten individuellen Schutz vor der Erkrankung.

Quelle: https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/COVID-Impfen/gesamt.html

Auch wenn dies vom Robert-Koch-Institut so dargestellt wird, widerspricht dies dem Sinn einer Impfung.
Es widerspricht zudem jeglicher Aufklärung, warum man sich impfen lassen soll.


Wegen der Corona-Krise und den damit verbundenen Maßnahmen zur Eindämmung ist auch der Sportbereich sehr eingeschränkt. Was allerdings stattfinden darf, ist die Bundesliga.
Diese Mannschaften müssen kaum in Quarantäne.

Bei möglichen Übertragungen von Corona (Covid-19) gibt es „Kontakte der Kategorie 1“. Dies sind Personen, die ungeschützt – ohne Maske – mindestens fünfzehn Minuten Kontakt unter eineinhalb Meter hatten.

Laut des Mannschaftsarztes des FC Bayern München gebe es dort ein Hygienekonzept, das vorschriebt, dass die Fußballer ohne Maske keinen solchen Kontakt haben dürfen. Zudem gelte, dass die Duschen so weit voneinander getrennt sind – im Idealfall über mehrere Räume verteilt – dass der Mindestabstand auf jeden Fall eingehalten werden kann. Das Gleiche sei für die Umkleiden auch gültig.

Man konstruiere nun ein Szenario!

Die Mannschaft wird vor jedem Spiel getestet. Die Tests haben einen negativen Befund, was bedeutet, dass niemand mit Corona infiziert ist.
Beim anschließendem Spiel wird ohne Maske gespielt.
Es gibt enge Kontakte beim Spiel.

Theoretisch hätte nichts passieren können.
Wenn sich aber ein Spieler mit Corona etwa einen Tag vorher infiziert hat, kann es sein, dass seine Virenlast, die er im Körper trägt, noch nicht so hoch ist, dass ein Test darauf anspringt. Er kann aber schon infektiös sein.
Beim Spielen kann er andere infizieren.

Wegen des engen Kontakts zwischen den Fußballern beim Spiel kann eine unbeabsichtigte, unwissende Übertragung passieren.
Die Mannschaften müssten in Quarantäne.

Dies wurde wohl nicht durchdacht beim Hygienekonzept.

Dass auch Auslandsspiele stattfinden dürfen, ist laut der Corona-Verordnung erlaubt. Denn „Profi-Fußballer“ ist ein Beruf und schließlich sind berufliche Reisen erlaubt.

Wie verhält es sich denn mit der Quarantäne, nachdem man aus einem Risikogebiet zurückkehrt?

Diese vorbeugende Quarantäne gilt zumindest beim FC Bayern nicht, denn in der Landes-Corona-Verordnung von Bayern ist diese für „Profi-Fußball“ ausgeklammert.

Schlupflöcher gibt es leider immer.

Geld reagiert immer noch die Welt und manche Politiker.


Parteien Coins Jetons

In Baden-Württemberg ist am 14.März Landtagswahl. Da momentan die „heiße Phase“ angelaufen ist, wird man mit Informationen überhäuft, auch im Briefkasten.
Dies ist trotz Bekundungen vieler Leute nicht erlaubt.


Wahlwerbung per Telefon oder per E-Mail ist nicht erlaubt.Dabei gilt das gleiche wie bei kommerzieller Werbung.
Anrufe und E-Mails sind nur dann erlaubt, wenn man im Vorfeld eingewilligt hat.

Wahlwerbung ist auch verboten in Wahllokalen, denn hier gilt das Neutralitätsgebot.
Auch ist in unmittelbarer Nähe von Wahllokalen (und auch Schulen) das Aufhängen von Wahlplakaten nicht erlaubt. „Unmittelbare Nähe“ ist dabei übrigens ein dehnbarer Begriff. Der Zusatz ist dabei, dass die Wahlwerbung nur aufgehängt werden darf, wenn sie in „unmittelbarer Nähe“ von Wahllokalen keinen Einfluss auf die Entscheidung der Wähler nimmt, was bedeutet, dass sie nicht dazu geeignet sein darf, (noch) zu beeinflussen.

Heikler wird es mit Briefkastenwerbung.

Wenn am Briefkasten „keine Werbung“ steht, darf Wahlwerbung als Wurfsendungen, Flugblätter et cetera nicht eingeworfen werden.
Hier gilt laut einer Ausarbeitung der „Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages“ namens „Unerwünschte Briefkastenwerbung von Parteien“, dass Wahlwerbung mit Konsumwerbung gleichzusetzen ist.
Handelt es sich um personalisierte – also persönlich adressierte – Werbung, ist diese wieder erlaubt.
Auch besagte diese Ausarbeitung, dass „das Ausmaß der Störung und Beeinträchtigung in beiden Fällen das Gleiche ist“.
Dass man „den Inhalt der Werbung nicht zur Kenntnis nehmen muss, rechtfertige kein überwiegendes Interesse an der Verbreitung der Parteiwerbung“.
Empfänger der Wahlwerbung hat sogar einen Anspruch auf Unterlassung aus §§ 903, 862, 823 Abs. 1, 1004 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB).

Es wurde auch gesagt, dass Wahlwerbung mit dem Aufdruck „An alle Haushalte“ oder ähnlichem nicht eingeworfen werden darf, da sie keinen konkreten Adressaten enthält. Dem ist auch geschuldet, dass man vorher einwilligen muss, diese Art von Werbung bekommen zu dürfen.

Parteien dürfen Anfragen an die Einwohnermeldeämter stellen, um Adressen zu bekommen. Dabei gilt die Abgabe nicht generell, sondern nur für bestimmte Gruppen, zum Beispiel bei Personen von 25 bis 55 Jahren.
Beim Einwohnermeldeamt kann man gegen diese Abgabe übrigens Einspruch erheben, auch im Vorfeld.

Dies war nur ein kleiner Abriss, was erlaubt ist und was nicht.
Es gibt noch viel mehr Regeln, doch diese sind die wichtigsten.


Ab nächster Woche kann der Einzelhandel wieder unter Auflagen seine Pforten öffnen. Mittels eines Stufenplans wird es auch wieder Öffnungen in der Gastronomie und vielem mehr geben.
Aber wie man es kennt, schimpfen viele wieder herum.

Erst konnte es nicht schnell genug gehen für die Einzelhändler, nun ist es wieder nicht richtig.

Der kleine Schritt des englischen Mischmasch-Wortes „Click and Meet“ genügt dem Einzelhandel erstmal nicht als ersten Schritt, wie verlautbart wurde.

Wenn die Inzidenz stabil bleibt, kann es aber wieder Öffnungen im großen Umfang geben.
Dann können Einkaufszentren wieder öffnen, aber iregendwann alle Geschäfte auch wieder.

Der nächste Schritt sieht dann vor, dass erstmal die Außengastronomie dran, da bekannt ist, dass dort die Ansteckung durch Aerosole geringer ist als in Restaurants selbst.

In langsamen Schritten mit Auge auf die Inzidenz wird dann peu a peu geöffnet.

In Böblingen hat der Inhaber der Schönbuch-Brauerei mit angeschlossener Gastronomie auch geklagt auf höchstem Niveau.
Er meinte, die Öffnungen kämen zu schnell, da man als Brauer die Produktion nicht mal eben so beschleunigen könnte und auch wenn plötzlich bei steigender Inzidenz wieder geschlossen werden müsse, könnte man nicht einfach wieder alles auf null herunterfahren.

Was nicht nur hier ein Paradebeispiel ist, ist leider das Hickhack der Gewerbetreibenden bei uns in Deutschland.

Vor knapp einem Jahr hat die Weltgesundheitsorganisation die Pandemie ausgerufen.

So wie es scheint, hat aber niemand von den Gewerbetreibenden in diesem Jahr des Lockdowns und damit einhergehenden Verzichts nachgedacht.
Viele Betreiber von Bekleidungsgeschäften klagen darüber, dass sie „verderbliche Waren“ hätten. Sie argumentieren, dass sie die Winterkollektion, die sie nicht losgeworden sind, wegwerfen könnten, da es im nächsten Jahr eine neue Winterkollektion gäbe.
2020 war ein Ausnahmejahr, indem es vorrangig darum ging, Menschen vor einer potenziell tödlichen Krankheit zu schützen.
Man könnte im Winter 2021⁄2022 die aktuelle Winterkollektion verkaufen.

Die Zeit der Pandemie hat niemand genutzt, um über die Lage wie Modediktatur, Konsumzwang und vieles mehr nachzudenken.


Im Internet kursieren Gerüchte, dass es eine Inzidenz unter 50 bezogen auf die Corona-Pandemie nie geben kann.
Dies beruhe auf der Fehlerquote von PCR-Tests.
Die Behauptung ist, dass PCR-Tests eine Fehlerquote hätten von zwei Prozent.

Zugrunde liegt dabei, dass am Tag 340 000 PCR-Test genommen und ausgewertet werden.

Daraus ergäben sich 6800 falsche Tests.
Diese sind sogenannte „Falsch-Positive“, was bedeutet, dass eine Person das Corona-Virus nicht in sich trägt, der PCR-Test aber das Ergebnis liefert, dass die Person es doch in sich hat.

Nun muss man die Inzidenz berechnen.
Die Inzidenz bezieht sich immer darauf, wieviele Personen sich neu infiziert haben in Relation gesetzt auf 100 000. Diese wird über sieben Tage betrachtet und berechnet.
Dazu setzt man die 6800 ins Verhältnis zu den 100 000, verglichen mit den Einwohnern in Deutschland von 83 Millionen. Da die Inzidenz über sieben Tage berechnet wird, wird das Ergebnis mit 7 multipliziert.

Das ergibt eine Inzidenz von 57 (57.35).

Falls dies stimmte, könnte es nie eine Inzidenz unter 57 geben, weil alleine schon die Fehlerquote (“Falsch-Positive”) dies nicht zuließe.
Schon eine Fehlerquote von einem Prozent implizierte eine Inzidenz von 29 (28.67).

Laut Robert-Koch-Institut (RKI) wurden in der Woche vom 15. bis zum 21. Februar 2021 etwa 1.1 Million PCR-Tests vorgenommen. Das wären am Tag etwa 157 000.
Daraus ergäbe sich nach obiger Annahme von zwei Prozent Fehlerquote eine Inzidenz von 26 (26.48).

Laut RKI haben PCR-Tests allerdings eine Trefferquote von 99.99 Prozent, was bedeutet, dass es eine Fehlerquote von 0,01 Prozent gibt.

Bei 157 000 PCR-Test fielen 15,7 Tests heraus.
Umgerechnet in Inzidenz wäre dies 0,132.

Dies ist für die Betrachtung einer Inzidenz irrelevant.

Im Jargon der Gerüchteküche hieße es dann wohl, dass es eine Inzidenz von unter 0,132 nicht geben kann.

Man sieht, dass die Berechnung der Personen aus der Gerüchte nicht aufgeht.
Erstens haben sie falsche Zahlen für die PCR-Tests benutzt:
Zweitens stimmt die Fehlerquote nicht.
Auch wenn man dies als korrekt betrachten würde, hinge alles an den durchgeführten PCR-Tests.
Man sieht, dass eine Änderung der PCR-Tests nach unten – wie oben gesehen – überhaupt nicht aussagekräftig wäre.
Das ganze Szenario widerspricht sich selbst.

Man bedenke Folgendes!
Am 1.7.2020 war die Inzidenz in Deutschland bei 1.03, am 24.8.2020 bei 6.8.
Wenn die Berechnungen der Gerüchteküche stimmten, hätten diese Werte nie erreicht werden können.


Unser neues Projekt ist online …

Nun gibt es den Syntronica Podcast.

In mehr oder weniger regelmäßigen Abständen werden wir dort über Zeitreisen, Steampunk und vieles mehr berichten.


In Deutschland gibt es momentan drei Impfstoffe: der von Biontech, der von Moderna und der von AstraZeneca. Während man von Modern so gut wie nichts hört, hört man von Biontech und AstraZeneca umso mehr.

Nachdem alle laut nach einem Impfstoff gegen die Corona-Pandemie geschrien haben, scheint es mal wieder nicht richtig zu sein, was momentan verimpft wird.

Es geht dabei nicht um die Beschaffungslogistik.

Nachdem die ersten Chargen von BionTech/Pfizer verimpft wurden, wird nun mit dem Impfstoff von AstraZeneca geimpft.
Beschäftigte in Impfzentren erzählen davon, dass viele Menschen beim Aufklärungsgespräche explizit nach dem Impfstoff „Comirnaty“ von BionTech fragen.
Nicht gerade wenige haben es abgelehnt, den Impfstoff von AstraZeneca zu bekommen.
Dann kommen Nachrücker an die Reihe.

Generell scheint es in der Bevölkerung eine Abneigung gegen dieses Vakzin zu geben.
„Comirnaty“ scheint wohl – aus welchen Gründen auch immer – das bevorzugte Vakzin zu sein, während alles andere als minderwertig angesehen wird.
Diese Sichtweise resultiert aus dem Luxusanspruch vieler Menschen, die für sich entschieden haben, dass sie sich aussuchen können, was sie geimpft bekommen.

Dieses Verhalten ist das gleiche wie an einer Klinik in unmittelbarer Nähe. In der Corona-Verordnung wurde gesagt, dass Mitarbeiter FFP2-Masken – die sogenannten „Kaffeefilter“ – tragen müssen.

In dem Klinikum wurde diskutiert, man hätte verschiedene Muster und Marken bestellen können, damit sich jeder beim Eintreten zur Arbeit individuell entscheiden kann, welche Maske er möchte.
Dabei ging es nicht um Farben, sondern um verschiedenen Formen der Masken, wie zum Beispiel der „Kaffeefilter“, flache Formen oder die Ausarbeitung der Bänder et cetera.

Jeder scheint zu meinen, er habe in allem das Sagen und könne bestimmen, was er persönlich möchte.
Bei der Bereitstellung von Masken kann man die nehmen, die es momentan gibt.
Wenn man individuelle Vorlieben hat, kann man sich gerne welche selber kaufen und dann benutzen.

Beim Impfen ist es nicht viel anders.
Das Luxusdenken bestimmt auch hier den Anspruch der Zuimpfenden, nicht die Wirksamkeit.

Es geht um die Eindämmung einer Pandemie und das Retten vieler Menschen und nicht um die Befindlichkeit des eignen Egos.

Ein Virologe formulierte es treffend: „Möchten Sie ein Medikament, das einen Husten erträglicher macht oder möchten Sie, dass das Medikament Sie vor dem Tod bewahrt?“


Einer meiner Kollegen ist fast umgekippt, weil ihm der Blutzucker entgleist ist. Er kam in die Notaufnahme. Der Corona-Schnelltest war positiv. Der Antikörper-Test ebenso. Ein PCR-Test war negativ, der zweite PCR-Test auch.

Ist dies ein Beweis, dass die Corona-Tests nicht das Richtige anzeigen?

Nein!

Wenn jemand in die Notaufnahme kommt, wird vorsichtshalber ein Antigen-Schnelltest gemacht. Dieser liefert nach knapp einer Viertelstunde den Befund.
Wenn dieser positiv ist, wird ein PCR-Test zur Kontrolle gemacht.
Beim Kollegen wurde aber auch Blut abgenommen, um zu bestimmen, ob Antikörper vorhanden sind.
Das ist nämlich auch ein Indiz, ob der an Corona/Covid-19 erkrankt ist.

Die Befunde von den Antigenen und Antikörpern waren beide positiv.
Der PCR-Test dauerte etwas länger als die beiden anderen und lieferte einen negativen Befund, was bedeutet, dass der Kollege keine Corona-Viren-Last in sich hat.

Wie kommen solche Befunde zustande?

Der Kollege hat im Sommer vorigen Jahres eine relativ milde Corona-Infektion gehabt.
Das wusste man aber nicht in der Notaufnahme, in der er wegen seines entgleisten Zuckers war. Er hatte mit seiner Infektion in einem anderen Krankenhaus gelegen.

Wenn jemand eine Virusinfektion durchgemacht hat, bildet das Immunsystem Antigene und Antikörper dagegen.
Das bedeute, dass man sich unter normalen Umständen nicht mehr infizieren kann.

Der Schnelltest liefert das Resultat, dass jemand Antigene hat.
Das kann zweierlei bedeuten.
Die Person hat Antigene oder der Körper bildet gerade Antigene, weil die Person infiziert ist.
Deswegen muss bei einem positiven Befund auch zur Kontrolle ein PCR-Test hinterhergeschoben werden.

Der PCR-Test erkennt, ob Coronaviren vorhanden sind, mehr nicht.
Unabhängig davon zeigt der PCR-Test an, ob jemand in diesem Moment Coronaviren in sich trägt oder nicht.

Nun aber wieder zu meinem Kollegen.

Der obligatorische Schnelltest (Nasenabstrich) hat einen positiven Befund geliefert, weil er eine Infektion mit Corona durchgemacht hatte. Man hat bei ihm auch einen Antikörper-Test (Blutabnahme) gemacht.
Antikörper waren aus demselben Grund auch vorhanden.
Insgesamt wurde vier PCR-Tests bei ihm gemacht, die allesamt „negativ“ waren.

Der Schnelltest und der Bluttest haben „nur“ gesagt, dass Antigene und Antikörper vorhanden sind.
Das kann, wie oben gesehen zweierlei bedeuten.
Die PCR-Tests haben bewiesen, dass er keine Coronaviren in sich trägt.

Es ist eindeutig bewiesen, dass der Kollege Corona hatte, weil er keine Viren in sich trägt.

Quot errat demonstratum.

P.S.:
Dieser Konstellation gibt es auch bei Personen, die gegen das Coronavirus geimpft sind.
Das Immunsystem bildet Antigene und Antikörper.
Diese können mit entsprechenden Tests nachgewiesen werden.
Bei „Frisch-Geimpften“ mit einem mRNA-Impfstoff würde der PCR-Test negativ ausfallen.
Der PCR-Test erkennt zwar die mRNA, aber er muss auch noch zwei anderen „Virus-Komponenten“ erkennen, um „positiv“ auszugeben.


Ob „Justice League“, „Avengers“ und wie immer die Kämpfer für das Gute heißen, sie treten eigentlich auf der Stelle. Das Gute siegt nie wirklich. Wenn es mal passieren sollte, ist dies nur von kurzer Dauer, denn irgendwo zieht sich etwas zusammen.

Die Superhelden könnten ihre vereinten Kräfte zur Veränderung der ganzen Menschheit einsetzen. Sie könnten Armut, Hunger, Ungerechtigkeit beseitigen.
Das ist aber nicht im Sinne des oder der Erfinder(s).
Lieber wird weiter auf die Gegner draufgehauen.
Das Gute siegt, doch die nächsten Bösen stehen schon auf dem Teppich und warten auf den Angriff.

Die Erfinder dieser Heldensagen haben schon längst gemerkt, dass ihre Zwiste und Kämpfe sich mit anderen Akteuren wiederholen und nichts Neues passiert, doch sie machen weiter.

Irgendwann …

Eine mysteriöse Person erscheint und pocht darauf, das das Universum im Gleichgewicht sein müsse, für ewige Zeit.
So war es immer und so muss es immer sein.
Gerne nimmt man das Symbol des Ying und Yang, das darstellt, dass das eine zum anderen gehört und dass beides fest miteinander verwoben ist. Das eine kann ohne das andere nicht existieren. Gerne nimmt man sich die asiatische Philosophie zur Hilfe, mit dem Hintergedanken: „Diese versteht sowieso kein Nicht-Asiate!“

Das klappt in der Regel als Ausrede immer.

Mögen es sogenannte „Hüter“ sein, Magier, mysteriöse Wesen, Halbgötter oder Aliens, die fähig sind, die Realität zu manipulieren!

Diese Wesen sind ewig alt und beobachten die Helden und Schurken.
Sie bewahren das Gleichgewicht zwischen Gut und Böse.
Dieses Gleichgewicht darf weder ein Superheld noch ein Superschurke stören.
Die Bewahrung ist der ewige Kampf im Universum.
Wenn das Gleichgewicht nicht mehr bestünde, wäre alles zerstört.

Einen kleinen Haken haben diese Erzählungen allerdings.

Wenn die Superhelden, also die Vertreter des Guten plötzlich triumphieren und alles „Friede, Freude, Eierkuchen“ ist, kommen diese Wesen oder zumindest eins davon.
Dieses Wesen erklärt dann, dass es eingreifen müsste oder musste, um das Gleichgewicht wieder herzustellen. Die Superhelden dürfen schließlich nicht „Herrscher über das Gute“ sein. Gut und Böse habe es schließlich gegeben seit „Anbeginn aller Zeiten und darüber hinaus“.
Die Geschichte ist so alt wie das Universum selbst und die pseudo-religiösen Erklärungen tun beim Sehen, Hören oder Lesen weh.

So verlieren die Superhelden die Macht zu herrschen und die „Ewige Ordnung“ ist wieder hergestellt.

Das mysteriöse Wesen taucht manchmal auch als Gegner der Superhelden auf und gibt sich irgendwann zu erkennen und legt seine Absichten dar.
Dieses Wesen hat im Gegensatz zu den Superhelden die „ewige Weisheit“ und die Superhelden ordnen sich irgendwann dem „Gleichgewicht“ unter.

Wenn es andersherum läuft, greift dieses Wesen nicht ein, oder nicht wirklich.
Wenn in einer Region des Universums das „Chaos“ regiert, entstehen laut einer „ewigen Weissagung“ plötzlich Superhelden, die das „Chaos“ beseitigen.
Wenn sie es geschafft haben, geht die Geschichte wieder von vorne los mit dem Wesen und dem „Gleichgewicht“.

Wenn „Superschurken“ über eine Region des Universums mit „Chaos“ regieren, greift das Wesen also nicht ein.
Dafür sind ja die Weissagungen und natürlich der unerschütterliche Glaube der Geknechteten zuständig, sich zu erheben. Irgendwann ist das Leid ja so groß, dass es zum Aufstand kommt.
Manchmal gibt es dann auch Superhelden mit ihren Superkräften, die dann die Superschurken besiegen. Diese Superhelden tauchen plötzlich auf.
Die Ausrede ist das, dass es eine „Weissagung“ gab, die angekündigt hätte, dass so ein Superheld – Erlöser (?) – kommen würde.

Bei der Ausgestaltung der Geschichte um das Gleichgewicht gibt es auch Kuriositäten.

So kann es auch passieren, dass das Gute geherrscht hatte und dann jemand seine Macht missbraucht hat. Deswegen gibt es seit Millionen von Jahren den Kampf gegeneinander.

Heldenepen sind so einfach zu durchschauen. 


Allen einen schönen Valentinstag!


Syntronica: Soultime


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