Verbalmassaker

Roll over Beethoven

„Wenn das Streben nach guten Leistungen schon in der Schule zu einem charakterlichen Makel umgemünzt wird, dann stimmt etwas nicht.”

 

Unterhosen Schwarz Rot Gold Deutschland

Am 7.1.2014 wurde ein Anschlag auf die Redaktion des Satire-Magazins „Charlie Hebdo“ verübt. Elf Mitarbeiter starben in dem Kugelhagel der islamistischen Terroristen.

Diese Tat ist grausam, schrecklich.

Unsere Gedanken sind bei den Getöteten.

Ich möchte meinen Augenmerk auf eine „Randerscheinung“ legen.

Am 7.1. hatten viele Leute kondoliert oder ihr Mitgefühl ausgedrückt.
Ein Politiker schrieb kurz nach dem Anschlag auf Facebook, er hoffe nicht, dass die PEGIDA-Bewegung nun diesen Anschlag für ihre „Agitation“ instrumentalisiere.

Am gleichen Abend veröffentlichte ich bei Facebook, dass entgegen allen Unkenrufen der Politiker die PEGIDA nicht den Anschlag für sich instrumentalisiert habe, sondern viel mehr dazu aufrief, dass dies niemandem zustehe. Die Verantwortlichen der PEGIDA schrieben ferner, dass sie in Trauer und Demut schwiegen.

Dies rief einen Politiker auf den Plan, zu schreiben: „Die Terroropfer von Paris haben für freie Medien gekämpft und ihr Leben dabei gelassen. Sie haben bessere Anwälte und Fürsprecher verdient als die Schreihälse, die seit Wochen ‚Lügenpresse, halt die Fresse‘ skandieren.“

Ich kritisierte sein Verhalten und warf ihm vor, dass sein Verhalten genau das sei, dass er am gleichen Tag gemissbilligt habe, nämlich Instrumentalisierung für persänliche  (politische) Zwecke.
Es kam zu einem dumm-dämlichen Schlagabtausch, in dem er zu seiner „Verteidigung“ die Frage stellte, ob die Henne oder das Ei früher da gewesen seien, worauf ich nicht locker ließ und argumentierte, er solle nicht ablenken und relativieren. Andere Facebooker gaben mir recht.
Der Politiker redete sich um Kopf und Kragen, dass er nicht instrumentalisiere, bekam aber weiterhin Kritik für seine Äußerungen, die er nicht zurücknahm.

Irgendwann zog er sich dann zurück, weil der Druck vieler Leute zu groß wurde.

Mit Flucht kann man sich allerdings nicht retten, vor allem, wenn die anderen neben einem stehen und der Raum sehr klein ist.

Roll over Beethoven

„Es muss in einer modernen Gesellschaft ohne Einschränkung erlaubt sein, Ideen und Ideologien schlecht zu finden und zu kritisieren.”

 

Roll over Beethoven

„Viele Menschen würden eher sterben als denken. Und in der Tat: Sie tun es.”

Bertrand Russell

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Die freundliche Begrüßung „Sehr geehrte Damen und Herren!” ist diskriminierend.

Sie haben richtig gelesen, liebe Leserinnen und Leser!

Und damit ist mir auch eine Diskriminierung unterlaufen.

Es muss nämlich „Liebe Lesx” anstatt „Liebe Leserinnen und Leser” heißen, denn wenn ich nur die Leserinnen und Leser erwähne, nenne ich – logischerweise – keine anderen Varianten der (sozialen) Geschlechtlichkeit. Hermaphroditen (im Volksmund Zwitter genannt) oder Transsexuelle sowie „Andere“ werden ja nicht explizit genannt. Deswegen hat eine Genderforscherin, die sich weder dem „gefühlten Geschlecht“ männlich noch weiblich zugehörig fühlt, die Endung „-x“ als genderneutralen Postfix zu benutzen.
Als „Leser“ wird „Lesx“, aus „Professoren“ „Profx“, aus „Studenten“ „Studx“, aus „Bürger“ „Bürgx“ etc. pp.

Wie dies auszusprechen ist, kann niemand von den Gender-Forschx sagen!

In einer E‑Mail weigerte ich mich, Studentinnen, Studenten und „Andere“ mit „Studx“ anzureden, denn für mich ist diese Anrede diskriminierend, weil diese eindeutig weiblich ist.
Das X‑Chromosom trägt weibliches Erbmaterial. Also ist aus diesem Kontext heraus diese Anrede für mich als Mann – sowohl biologisch-anatomisch als auch sozial bzw. gefühlt bzw. empfunden – diskriminierend, denn sie deckt nur die weiblichen Studentinnen ab, keine Männer und keine „anderen Varianten“.
Dies kam natürlich nicht so gut an, denn dies resultiert aus meiner patriarchalischen Erziehung als weißhäutiger männlicher, heterosexueller Mann.

So funktioniert es in der Genderforschung!

Das biologisch-anatomische Geschlecht (sog. Sexus) spielt keine Rolle – auch nicht für die Anrede „Herr“ und „Frau“ – sondern einzig und allein ist die soziologische Rolle (sog. Gender) maßgeblich.
Jedem dürften Transsexuelle geläufig sein. Dies sind Menschen, die zwar ein biologisch-anatomisches Geschlecht haben – z. B. Sexus maskulin – doch sie fühlen sich zum anderen Geschlecht – Sexus feminin – gehörig, indem sie sich so kleiden und sich möglicherweise schminken und/oder sich umoperieren lassen haben.
Dieses Empfinden wird nun als Gender bezeichnet, also das soziale bzw. psychologische Geschlecht.
Als Gender gibt es aber nicht nur männlich und weiblich, sondern theoretisch unendlich viele Varianten und Variationen. Ein (biologischer) Mann, der hochhackige Schuhe trägt, hat einen anderen Gender als ein Mann, der sich die Fingernägel lackiert. Wie diese Gender heißen, ist nicht bekannt und irrelevant.
Wenn ein Mann sich die Fingernägel lang wachsen lässt, ist dieser ein Stückchen mehr gender-feminin als ein Mann, der es nicht tut.

Das biologisch-anatomische Geschlecht spielt in der Genderforschung keine Rolle und resultiert nur daher, weil die Männer ihre patriarchalische Rollendominanz vor den Frauen ausleben wollen, um eben die Frauen weiter zu versklaven. Deswegen umringen sich diese Heterosexuellen – in der Genderforschung in der Regel weißhäutig – mit Machogehabe, die andere Varianaten wie Homosexuelle, Transsexuelle oder Intersexuelle, unterdrücken, um ihre biologische und ebenfalls soziologisch-psychologische Rolle auszubauen.
Die Genderforscher behaupten, dass „männliches“ oder „weibliches“ Rollenverhalten ausschließlich anerzogen ist und einfach umgeswitcht (umgeschaltet) werden kann. Mitte der 1960er- bis Mitte der 1970er-Jahre gab es zu dieser Thematik ein Experiment unter der Leitung des Psychologen Money in Kanada, das aber nicht diese Vorstellung des Umswitchen (Umschalten) verifizierte, sondern auf dramatische Weise falsifizierte.
Dies hätte der „Gegenbeweis“ – Falsifikation – sein sollen, dass „Switchen“ (Umschalten) eben nicht funktioniert, doch diese Falsifikation gab es nie. Vielmehr wurde das „Experiment“ von da an totgeschwiegen und in den nächsten Ausgaben der Bücher, die es beschrieben hatten, nicht mehr erwähnt. Wie bemerkt existieren alte Ausgaben bzw. frühe Auflagen dieser Bücher noch, in denen man dieses „Experiment“ beschreibt.

Genderforschung soll also (im Entferntesten) auch Gleichberechtigung vorantreiben.
Die „Blüten“ sind aber eher „Kasper-Theater-Szenarien“!
So wird sich z. B. damit beschäftigt, eine „neutrale Form“ zu finden, dass sich niemand beleidigt fühlt, wenn er/sie/es etc. angeredet wird (Profx“, „Studx“ etc.).

Ebenso werden die angeblich unendlich vielen Nuancen der Gender untersucht. 
Wenn ein Mann lackierte Fingernägel trägt, wird mit psychologischer Methodik untersucht, warum das so ist. Man geht also von den „Klassischen Rollen“ aus und schaut, wer hineinpasst und wer nicht.
Wenn jemand nicht hinein passt, wird (wissenschaftlich) untersucht, warum das so ist.
Hat irgendwas in seiner Kindheit dazu geführt, dass er sich die Fingerspitzen anmalt?
Ist es anerzogen worden, vielleicht, weil andere es auch machten (just for fun)?

Fragen über Fragen!

Antworten gibt es kaum, aber Ideen, wie man die Gesellschaft umbauen könnte, damit eine „absolute Emanzipation“ stattfinden kann.

Die Anreden „Mann“ und „Frau“ müssen laut Genderforschern erweitert oder ersetzt werden, denn man könnte in ein Fettnäpfchen treten und Jemand / jefrau nist dann beleidigt.

Wenn mir jemand Andrea Müller vorstellt, sollte ich mir überlegen, ob Andrea Müller, die aus meiner Sicht eine Frau ist und sich feminin kleidet, auch als „Frau Müller“ angeredet werden will.
Anders wäre es bei „Dies ist Frau Müller“, denn dort ist die Definition („Frau“ ) schon mitgeliefert und mir kann nichts passieren. Möglicherweise sagt sie dann auch: „Ich bin HERR Müller.“, weil sie sich als Mann sieht oder – aus welchem Grund auch immer – so angesprochen werden will.

Als genderkonforme Alternative wäre vielleicht – im Moment noch – vorzuziehen, jemanden mit dem Vornamen und „Sie“ anzureden.

Genderforschung beschäftigt sich im Grunde genommen mit etwas, was niemanden wirklich interessiert oder bewegt.

Wenn Sie also ein paar abgedrehte Ideen haben, die irgendwas mit Männer und Frauen und vielleicht „Anderen“ zu tun haben, werden Sie Genderforscher, denn dann kann Ihnen nichts passieren.
 

Weiterführende Seiten etc.:

 

Bildquelle: pixelio.de / Denise

 

Roll over Beethoven

„Kinder glauben nicht deswegen an den Weihnachtsmann, weil sie leichtgläubig sind, sondern weil sie ihre Informationen von Quellen haben, denen sie vertrauen: Ihren Eltern.”

Vince Ebert

Die Nachrichten Standpunkt Mindestlohn Dietmar Syntronica

In einem Kleinunternehmen sitzen die Mitglieder der Geschäftsführung wie gelähmt vor ihren Schreibtischen und malen düstere Endzeitszenarien auf Firmenbriefbögen.

So, wie sie mit ihrer Schnappatmung da sitzen, könnte man meinen, sie machten ihre letzten Atemzüge.

Über ihnen schwebt das Damoklesschwert mit der Gravur „Mindestlohn”.

In ihren mit Diamant besetzten Kelchen befindet sich der schwarze Champagner der Agonie, und sie und der Sensenmann prosten sich mit blasser, depressiver Mine zu.

Anstatt sich aufrecht hinzusetzen, liegen sie lieber wie auf den Rückenpanzer gefallene Schildkröten im Meer der Todesangst und strampeln wild mit ihren viel zu kleinen Füßen, ohne Halt zu finden.
Sie setzen sich auch nicht aufs Gesäß.

Obwohl der Mindestlohn definitiv kommt, wehren sie sich mit Hand und Fuß dagegen.
Sie wissen, dass ihre Branche nicht zu den Ausnahmen zählt, doch sie wollen der Belegschaft gegen jeglichem Wissen weismachen, es könnte noch passieren.

Die Diskussion um den Mindestlohn ist nicht neu uund wurde seit einigen Jahren geführt, doch sie tun so, als habe sie unverhofft erst gerade eingesetzt.

Sie wissen auch nicht, was „Mindestlohn” genau bedeutet und haben jeglichen Gedanken im Vorfeld darüber weggeschoben.
Sie sehen nur, dass sie „Mehrausgaben” haben, denn sie verstehen in ihrem (frühkapitalistischem) Egoismus nicht, dass der Mindestlohn der Ausbeutung, die sie an ihren Angestellten begehen, entgegenwirken soll.
Es darf von „Gesetz wegen” nicht mehr sein, dass Angestellte auf „Staatsalmosen” – z.B. in Form von sog. Hartz-IV-Aufstrockung –  angewiesen sind, um überhaupt ihr Existenzminimum zu haben.

Sie betreiben lieber apokalyptische Stimmung gegen die Politiker, weil diese ja dieses „Instrument des Todes” initiiert haben.
Plötzlich sind sie und ihre Angestellten eine „große geschundene Familie”, doch mit dem Unterschied, dass sich die „Untergebebnen” nur die Geschichte ihres Ruins – der „Oberen” – anhören müssen, ansonsten aber zu schweigen haben, weil diese ja keine Probleme haben !
Die Mitarbeiter sind plötzlich der Feind, der Ansprüche stellt.

Dass die „Knechte” und „Sklaven” – die Mitarbeiter – Vorschläge machen, wie es nun weiter geht, interessiert sie – die Gutsherren – nicht, denn nur sie sind intelligent – in ihrem Glauben.

Die Gutsherren haben aufgehört, sich zu bewegen, aber jeder weiß, dass der, der von den Beinen kommt, nie wieder aufstehen kann.

Tacheles Wut Ärger Rage Klartext Dietmar Syntronica Herzbeben

Ein Student ist jemand, der auf die Universität (bzw. die Hochschule) geht. Er ist dort immatrikuliert, also eingeschrieben.

„Student” ist als eine Kategorisierung für diese Menschengruppe.

„Studierend“ bedeutet, dass ein Student in diesem Moment dabei ist, sich Wissen anzueignen, er studiert also momentan, man nennt ihn nach seiner momentanen Tätigkeit auch „Studierender“.

Ein Student, der Semesterferien hat und keine Vorlesungen besucht, ist kein Studierender.
Erst wenn die Vorlesungen wieder beginnen und er diese besucht, ist er ein Studierender, weil dann die Tätigkeit „Studieren“ stattfindet.

Ein Autofahrer ist jemand, der ein Auto fahren kann. Wenn er gerade im Begriff ist, ein Auto zu fahren, ist er (streng genommen) ein „Autofahrender“. Er übt dann die Tätigkeit „Autofahren“ aus.
Wenn der Autofahrer zu Hause ist und Fernsehen, ist er ein Autofahrer, der fernsieht, also ein „Fernsehender“, aber kein „Autofahrender“. „Fernsehender“ und „Autofahrender“ wäre er also nur, wenn er ein Auto führe und gleichzeitig fernsähe.

Das Bildungsministerium in Baden-Württemberg hat jetzt beschlossen, die Studentenvertretung „Allgemeiner Studenten-Ausschuss“ – „AStA“ – in „Allgemeiner Studierenden-Ausschuss“ umzubenennen, um der Emanzipation Rechnung zu tragen, weil der AStA nicht das Wort „Studentinnen“ enthalte.
Man hätte „AStA“ beibehalten können, aber die Langversion „Allgemeiner Studentinnen- und Studenten-Ausschuss“ definieren können, doch man wählte lieber etwas Unpassendes.

Im Bildungsministerium hat man also nichts Vernünftigeres zu tun, als sich um solche Sachen zu kümmern, anstatt eine “Bildungsreform“ zu konzipieren, anstatt Flickschusterei abzuliefern.

Roll over Beethoven

„Gegen eine Dummheit, die gerade in Mode ist, kommt keine Klugheit auf.”

Theodor Fontane

Roll over Beethoven

„Mit einem pubertierendes Kind Schach zu spielen, ist genauso, als wenn man gegen Tauben spielt.

Wenn man gewinnt, werfen sie die Figuren durcheinander, behaupten, gewonnen zu haben und erledigen ihren Dung aufs spielfeld.”

 

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