
Am 7.1.2014 wurde ein Anschlag auf die Redaktion des Satire-Magazins „Charlie Hebdo“ verübt. Elf Mitarbeiter starben in dem Kugelhagel der islamistischen Terroristen.
Diese Tat ist grausam, schrecklich.
Unsere Gedanken sind bei den Getöteten.
Ich möchte meinen Augenmerk auf eine „Randerscheinung“ legen.
Am 7.1. hatten viele Leute kondoliert oder ihr Mitgefühl ausgedrückt.
Ein Politiker schrieb kurz nach dem Anschlag auf Facebook, er hoffe nicht, dass die PEGIDA-Bewegung nun diesen Anschlag für ihre „Agitation“ instrumentalisiere.
Am gleichen Abend veröffentlichte ich bei Facebook, dass entgegen allen Unkenrufen der Politiker die PEGIDA nicht den Anschlag für sich instrumentalisiert habe, sondern viel mehr dazu aufrief, dass dies niemandem zustehe. Die Verantwortlichen der PEGIDA schrieben ferner, dass sie in Trauer und Demut schwiegen.
Dies rief einen Politiker auf den Plan, zu schreiben: „Die Terroropfer von Paris haben für freie Medien gekämpft und ihr Leben dabei gelassen. Sie haben bessere Anwälte und Fürsprecher verdient als die Schreihälse, die seit Wochen ‚Lügenpresse, halt die Fresse‘ skandieren.“
Ich kritisierte sein Verhalten und warf ihm vor, dass sein Verhalten genau das sei, dass er am gleichen Tag gemissbilligt habe, nämlich Instrumentalisierung für persänliche (politische) Zwecke.
Es kam zu einem dumm-dämlichen Schlagabtausch, in dem er zu seiner „Verteidigung“ die Frage stellte, ob die Henne oder das Ei früher da gewesen seien, worauf ich nicht locker ließ und argumentierte, er solle nicht ablenken und relativieren. Andere Facebooker gaben mir recht.
Der Politiker redete sich um Kopf und Kragen, dass er nicht instrumentalisiere, bekam aber weiterhin Kritik für seine Äußerungen, die er nicht zurücknahm.
Irgendwann zog er sich dann zurück, weil der Druck vieler Leute zu groß wurde.
Mit Flucht kann man sich allerdings nicht retten, vor allem, wenn die anderen neben einem stehen und der Raum sehr klein ist.






Schreibe einen Kommentar