
Die freundliche Begrüßung „Sehr geehrte Damen und Herren!” ist diskriminierend.
Sie haben richtig gelesen, liebe Leserinnen und Leser!
Und damit ist mir auch eine Diskriminierung unterlaufen.
Es muss nämlich „Liebe Lesx” anstatt „Liebe Leserinnen und Leser” heißen, denn wenn ich nur die Leserinnen und Leser erwähne, nenne ich – logischerweise – keine anderen Varianten der (sozialen) Geschlechtlichkeit. Hermaphroditen (im Volksmund Zwitter genannt) oder Transsexuelle sowie „Andere“ werden ja nicht explizit genannt. Deswegen hat eine Genderforscherin, die sich weder dem „gefühlten Geschlecht“ männlich noch weiblich zugehörig fühlt, die Endung „-x“ als genderneutralen Postfix zu benutzen.
Als „Leser“ wird „Lesx“, aus „Professoren“ „Profx“, aus „Studenten“ „Studx“, aus „Bürger“ „Bürgx“ etc. pp.
Wie dies auszusprechen ist, kann niemand von den Gender-Forschx sagen!
In einer E‑Mail weigerte ich mich, Studentinnen, Studenten und „Andere“ mit „Studx“ anzureden, denn für mich ist diese Anrede diskriminierend, weil diese eindeutig weiblich ist.
Das X‑Chromosom trägt weibliches Erbmaterial. Also ist aus diesem Kontext heraus diese Anrede für mich als Mann – sowohl biologisch-anatomisch als auch sozial bzw. gefühlt bzw. empfunden – diskriminierend, denn sie deckt nur die weiblichen Studentinnen ab, keine Männer und keine „anderen Varianten“.
Dies kam natürlich nicht so gut an, denn dies resultiert aus meiner patriarchalischen Erziehung als weißhäutiger männlicher, heterosexueller Mann.
So funktioniert es in der Genderforschung!
Das biologisch-anatomische Geschlecht (sog. Sexus) spielt keine Rolle – auch nicht für die Anrede „Herr“ und „Frau“ – sondern einzig und allein ist die soziologische Rolle (sog. Gender) maßgeblich.
Jedem dürften Transsexuelle geläufig sein. Dies sind Menschen, die zwar ein biologisch-anatomisches Geschlecht haben – z. B. Sexus maskulin – doch sie fühlen sich zum anderen Geschlecht – Sexus feminin – gehörig, indem sie sich so kleiden und sich möglicherweise schminken und/oder sich umoperieren lassen haben.
Dieses Empfinden wird nun als Gender bezeichnet, also das soziale bzw. psychologische Geschlecht.
Als Gender gibt es aber nicht nur männlich und weiblich, sondern theoretisch unendlich viele Varianten und Variationen. Ein (biologischer) Mann, der hochhackige Schuhe trägt, hat einen anderen Gender als ein Mann, der sich die Fingernägel lackiert. Wie diese Gender heißen, ist nicht bekannt und irrelevant.
Wenn ein Mann sich die Fingernägel lang wachsen lässt, ist dieser ein Stückchen mehr gender-feminin als ein Mann, der es nicht tut.
Das biologisch-anatomische Geschlecht spielt in der Genderforschung keine Rolle und resultiert nur daher, weil die Männer ihre patriarchalische Rollendominanz vor den Frauen ausleben wollen, um eben die Frauen weiter zu versklaven. Deswegen umringen sich diese Heterosexuellen – in der Genderforschung in der Regel weißhäutig – mit Machogehabe, die andere Varianaten wie Homosexuelle, Transsexuelle oder Intersexuelle, unterdrücken, um ihre biologische und ebenfalls soziologisch-psychologische Rolle auszubauen.
Die Genderforscher behaupten, dass „männliches“ oder „weibliches“ Rollenverhalten ausschließlich anerzogen ist und einfach umgeswitcht (umgeschaltet) werden kann. Mitte der 1960er- bis Mitte der 1970er-Jahre gab es zu dieser Thematik ein Experiment unter der Leitung des Psychologen Money in Kanada, das aber nicht diese Vorstellung des Umswitchen (Umschalten) verifizierte, sondern auf dramatische Weise falsifizierte.
Dies hätte der „Gegenbeweis“ – Falsifikation – sein sollen, dass „Switchen“ (Umschalten) eben nicht funktioniert, doch diese Falsifikation gab es nie. Vielmehr wurde das „Experiment“ von da an totgeschwiegen und in den nächsten Ausgaben der Bücher, die es beschrieben hatten, nicht mehr erwähnt. Wie bemerkt existieren alte Ausgaben bzw. frühe Auflagen dieser Bücher noch, in denen man dieses „Experiment“ beschreibt.
Genderforschung soll also (im Entferntesten) auch Gleichberechtigung vorantreiben.
Die „Blüten“ sind aber eher „Kasper-Theater-Szenarien“!
So wird sich z. B. damit beschäftigt, eine „neutrale Form“ zu finden, dass sich niemand beleidigt fühlt, wenn er/sie/es etc. angeredet wird (Profx“, „Studx“ etc.).
Ebenso werden die angeblich unendlich vielen Nuancen der Gender untersucht.
Wenn ein Mann lackierte Fingernägel trägt, wird mit psychologischer Methodik untersucht, warum das so ist. Man geht also von den „Klassischen Rollen“ aus und schaut, wer hineinpasst und wer nicht.
Wenn jemand nicht hinein passt, wird (wissenschaftlich) untersucht, warum das so ist.
Hat irgendwas in seiner Kindheit dazu geführt, dass er sich die Fingerspitzen anmalt?
Ist es anerzogen worden, vielleicht, weil andere es auch machten (just for fun)?
Fragen über Fragen!
Antworten gibt es kaum, aber Ideen, wie man die Gesellschaft umbauen könnte, damit eine „absolute Emanzipation“ stattfinden kann.
Die Anreden „Mann“ und „Frau“ müssen laut Genderforschern erweitert oder ersetzt werden, denn man könnte in ein Fettnäpfchen treten und Jemand / jefrau nist dann beleidigt.
Wenn mir jemand Andrea Müller vorstellt, sollte ich mir überlegen, ob Andrea Müller, die aus meiner Sicht eine Frau ist und sich feminin kleidet, auch als „Frau Müller“ angeredet werden will.
Anders wäre es bei „Dies ist Frau Müller“, denn dort ist die Definition („Frau“ ) schon mitgeliefert und mir kann nichts passieren. Möglicherweise sagt sie dann auch: „Ich bin HERR Müller.“, weil sie sich als Mann sieht oder – aus welchem Grund auch immer – so angesprochen werden will.
Als genderkonforme Alternative wäre vielleicht – im Moment noch – vorzuziehen, jemanden mit dem Vornamen und „Sie“ anzureden.
Genderforschung beschäftigt sich im Grunde genommen mit etwas, was niemanden wirklich interessiert oder bewegt.
Wenn Sie also ein paar abgedrehte Ideen haben, die irgendwas mit Männer und Frauen und vielleicht „Anderen“ zu tun haben, werden Sie Genderforscher, denn dann kann Ihnen nichts passieren.
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Bildquelle: pixelio.de / Denise






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