Verbalmassaker

Heute ist mir etwas in Böblingen passiert, was man durchaus mit „Polizei-Willkür” bezeichnen könnte.
Ich habe einen Bekannten von Böblingen zum Sterncenter, einem Einkaufszentrum in Sindelfingen, gefahren.
Unterwegs wollte er kurz noch zur Kreissparkasse und wir machten einen kleinen „Umweg”.

Dieser Umweg ist rot eingezeichnet (von oben gesehen sind wir gegen den Uhrzeigersinn gefahren).
Was danach passierte, ist für Außenstehende, die es nicht miterlebt haben, unglaublich und unbegreiflich. Wenn ich es nicht selbst erlebt hätte, würde ich wohl auch glauben, dass dies, was passiert ist, eine Erfindung eines kreativen Geistes gewesen sei.
Ich wollte eigentlich die blau eingezeichnete Strecke nehmen, wir waren aber so vertieft im Gespräch über das Fußballspiel Deutschland gegen Portugal (4:0), dass ich aus Versehen eine Straße vorher abbog (rot, Pfeil nach unten).
Ich sah, dass ich nicht links abbiegen durfte, wo ich eigentlich hinwollte, denn ein weißer Pfeil zeigte auf einem blauen runden Schild nach rechts. Ich überlegte noch einen Sekundenbruchteil, ob ich nach links … doch an der kreuzenden Straße war neben mir ein Polizeiauto.
Ich bog also von uns gesehen rechts ab, fuhr über die Straße und wollte eine Kehrtwende fahren, doch ich musste kurz warten, weil mir Autos auf der Gegenspur entgegenkamen.
Während die anderen Verkehrsteilnehmer hupten, weil sie trotz rechter Parallelspur nicht weiterfahren wollten, sah mein Bekannter, der Portugiese ist, wie das Polizeiauto mit Blaulicht neben uns herfuhr Richtung Ehningen.
Nach ein paar Sekunden konnte ich die Kehrtwende vollziehen und war wieder auf der Herrenberger Straße Richtung Sindelfingen.
Hinter mir stand das Polizeiauto.
„Meinen die uns?”, fragte ich, doch mein Bekannter winkte ab: „Nein, das Blaulicht ist schon aus.”
Nach zwei Grünphasen stand ich vor der roten Ampel und eine Polizistin wollte meine Papiere – Führerschein und Fahrzeugschein – sehen.
„Ich müsste an meinen Kofferraum und an meinen Rucksack, denn dort habe ich meine Papiere”, sagte ich freundlich und bot an, dass wir zum nahe gelegenen Parkplatz bei der Volksbank fahren könnten, da ich der Erste vor der Ampel sei.
Ich hielt etwas später an und nach einer Überprüfung meiner Papiere wurde mir eröffnet, dass ich mich verkehrswidrig verhalten habe und eine Strafe von 30 Euro wegen Verkehrsbehinderung auf mich zukäme. Ich intervenierte, dass man mich auch darauf hinweisen könnte – mündliche Ermahnung – doch der Polizist und die Polizistin würgten meine Widerrede ab. Ich gab nichts zu, unterschrieb auch nichts, und verwies darauf, dass ich nervös sei und gerade nicht klar denken könnte.
Mein Bekannter stand neben mir und bekam alles mit, wurde aber mehrmals verwiesen, er solle ins Auto gehen, er würde stören.
Ich bekam meine Papiere wieder, kramte etwas rum. Die Polizisten verabschiedeten sich überschwänglich und mein Bekannter sagte auf Portugiesisch: „Adeus” („Auf Wiedersehen!”).
Der Polizist, der neben mir noch stand, raunzte mich an: „Geht es Ihnen gut. Das ‚FUCK YOU’ habe ich gehört.”
„Entschuldigung, aber ich habe nichts gesagt. Das kann mein Bekannter bezeugen. Er sitzt neben mir.”
Die Polizistin, die gerade ins Polizeiauto einsteigen wollte, sprang rüber zu uns und meinte, sie habe das „FUCK YOU” auch gehört.
Mein Bekannter sagte, ich habe nichts gesagt, allerdings er habe „Adeus” – gesprochen „Adjusch!” – gesagt, was Portugiesisch sei und „Auf Wiedersehen!” hieße.
Obwohl ich sagte, ich habe nicht „FUCK YOU” sondern „Adjusch” gehört, blieben die Polizisten bei ihrem „FUCK YOU”.
Ich telefonierte kurz und wandte mich ab, weil ich jemanden besuchen wollte, und sagte, ich käme später.
Als ich fertig war, versuchte mein Bekannter immer noch, die Polizisten davon zu überzeugen, was er gesagt habe und was er nicht gesagt habe.
Die Polizisten blieben auch stur, als er sagte: „Ich bin Portugiese und bin gerade sehr nervös, weil ich ein wichtiges Gespräche im Sterncenter habe und nicht zu spät kommen möchte. Falls Sie ‚FUCK YOU’ statt ‚Adeus’ verstanden haben, tut es mir leid.”
Plötzlich hielt ein zweites Polizeiauto neben mir und zwei Polizisten sprangen hektisch heraus, positionierten sich vor den Portugiesen und einer sagte laut und herrisch: „Ihre Papiere!”
Der Angesprochene machte eine ausladende Geste und meinte: „Haben Ihre Kollegen. Ich habe Ihre Kollegen nicht beleidigt und würde gerne gehen, weil ich ein wichtiges Gespräch habe.”
Ich wollte von einen der neu erschienenen Polizisten wissen, welcher Film gerade spiele und durfte mir anhören, ich solle mich heraushalten, weil „dieser Mann” aggressiv geworden sei gegenüber den Kollegen. Zur gleichen Zeit hielt noch ein Polizeiauto neben uns, und vor meinem Bekannten standen vier Polizisten in dominanter Art.
Ich versuchte zu schlichten, doch das interessierte niemanden wirklich.
Zwei von den Polizisten zogen auf Anordnung der ersten beiden wieder ab, weil die „Gefährdungslage nicht so hoch sei.”.
Angeblich sei dieses Auto zufällig vorbeigekommen.
Dieses Polizeiauto fuhr aber von der gegenüberliegenden Straße mit Hupen über die Gegenspur zum Platz an der Volksbank, wo wir standen, und stand gegen der Fahrtrichtung suf dem Platz.
Da keiner nachgab, obwohl ich schlichtend und mediatorisch einwirkte, „entließen” uns die Polizisten wieder in den Straßenverkehr.
Bis jetzt weiß ich nicht, was diese „Polizeiaktion” sollte. Ich kam mir vor wie in einem falschen Film. Ein nervöser Portugiese soll angeblich die Polizisten beleidigt haben, dann sei er angeblich aggressiv geworden und so weiter!!!
Mein Bekannter wird dies nicht auf sich beruhen lassen und Revision bzw. Widerspruch einlegen und ich bin Zeuge.
Mit den 30 Euro für die „Ordnungswidrigkeit” kann ich leben, doch die „Aktion” danach wird definitiv ein Nachspiel haben.
Ebenso fühlte ich mich verkohlt, als der Streifenpolizist sagte, er sei vom BKA.
Für mich ist die Lage mit der Kehrtwende klar.
Ich habe leider eine falsche Straße benutzt, von der man nicht nach links abbiegen durfte und wollte einfach kurz drehen.
Dass die Polizei dies sah, andere Verkehrsteilnehmer stur waren und hupten anstatt auf der freien rechten Parallelspur zu fahren, ist einfach so gewesen. Es war ersichtlich, dass ich dort, wo ich stand nicht wegkonnte. Anstatt zu warten und sich zu sagen: „Gut, dann warte ich einige Augenblicke. Jeder macht mal Fehler.” hupt man eben.
Der Polizei sagte ich, dass ich die Lage nicht dramatisch gewesen sei, niemsnd sei zu Schaden gekommen..
Man hätte es bei einer mündlichen Ermahnung a la „Nächste Mal bitte nicht tun.” belassen können, wie ich es in Sindelfingen erlebt hatte, als ich zu Arbeit fuhr und aus Versehen in eine am Vortag noch nicht gesperrte Straße einfuhr, die zum Arbeitsplatz führte.
Die Sache mit dem „FUCK YOU”, das ein „Adeus” war, kann ich nicht verstehen.
Was ich für sehr zweifelhaft halte, ist die Polizistiin, die im Begriff war, einzusteigen, als mein Bekannter „Adeus” sagte.
Sie will „FUCK YOU” laut und deutlich gehört haben und schrieb schon etwas in ihr Notizbuch, als sie zu meinem Auto zurückkam.
Mein Beschwichtigen, die Quasi-Entschuldigung meines Bekannten, dass es ihm leid täte, wenn sie etwas anderes verstanden hätten, verfehlte jede Wirkung, die beiden Polizisten blieben bei ihrer Version der Lage.
Ebenso missfielen mir die Dominanzspielchen des Polizisten, der mehrmals meinem Bekannten anraunzte, er solle die Hände aus den Hosentaschen nehmen. Ebenso die „Taktik”, mich und meinen Bekannten auseinander zu halten, damit wir nicht alles vom anderen mitbekamen!
Es war auch sehr zweifelhaft, gerade in dem Moment ein „agressives Verhalten” zu deklarieren, als ich mich zum Telefonieren wegdrehte.
Diese ganze Aktion, die meinem Bekannten in eine missliche Lage katapultierte war sehr kurios.
Mir kam es so vor, dass die Polizisten nur nicht zugeben wollten, sich verhört zu haben und deswegen ein „aggressives Verhalten” konstruierten, um sich reinzuwaschen – wovor auch immer !
Armes Deutschland !
![]() | „Um Feinde zu bekommen, ist es nicht nötig, den Krieg zu erklären. Martin Luther King |
![]() | „Wir kämpfen mit Argumenten und unsere ungewollten Gegner fordern nur Respekt, weil ihnen keine Argumente zur Verfügung stehen.” Bert Fritz |

Am Karfreitag ist der höchste evangelische Feiertag.
Aus Respekt gegenüber den Evangelen darf es heute keine öffentlichen Tanzveranstaltungen und auch keine öffentlichen Feiern geben.
Seit Jahren gibt es eine Diskussion – die gerne ignoriert wird – das Tanzverbot zu revidieren.
Wie die Tradition der religiösen Ausübung tauchen auch zu Karfreitag vermehrt Beiträge auf, die das Tanzverbot zu rechtfertigen versuchen.
Kirchenvertreter fordern zusammen mit Politikern die „Einkehr” und schlagen erst mal auf die „Ungläubigen” ein, weil diese sooo „respektlos” und „intolerant” seien und auf dem höchsten der Feiertag auch noch in die Disco oder zum „Tanz-Tee” gehen wollten.
„Ungläubige”, „Nicht-Religiöse”, „Religionslose”, Atheisten etc. werden dabei gleichgestellt und als „Respektlose” dargestellt.
„Es ist ja nur ein Tag”, kommt das Argument und dann fordert man „Respekt” gegenüber den „Gläubigen”.
Schließlich ist Karfreitag auch ein Trauertag und jeder soll trauern!
Wenn man dies will, aus religiöser Intention heraus.
Wer aber sagt, er möchte lieber Tanzen gehen oder feiern, sollte dies auch tun (dürfen).
Es ist dabei nicht angebracht, zu sagen: „Respekt, ich bin gläubig!” und alles zu verteufeln.
Wenn Nicht-Religiöse die Aufhebung des Tanzverbots fordern, werfen manche Politiker oder „Würdenträger” diese Leute in die Ecke „Linke Gruppe” (linkradikal oder anarchistisch), wobei dies ein dumm-dämliches Hetzen ist, weil man unbeweglich auf seinem Stuhl sitzt und die Scheuklappen einen nicht alles sehen lassen.
Ein richtig dummes Argument ist, dass man den Nicht-Religiösen vorwirft, in ihnen herrsche eine große „dämonische” Kraft, weswegen man gegen den Glauben opponiere.
Die Welt ist bei denen so einfach, denn man wird eben vom „Bösen” gesteuert.
Aber zurück zur Überlegung, das Tanzverbot aufzuheben, auch wenn es gerichtlich nochmals bestätigt wurde!
Wenn den Evangelen Respekt gezollt werden soll, ihren höchsten Feiertag zu zelebrieren, sollte es auch jedem freigestellt sein, zu feiern oder zu tanzen (auch Evangelen).
Das wäre Respekt in beide Richtungen und hat nichts mit der Verletzung von „religiösen Gefühlen” zu tun.

Ulrich (UlI) Hoeneß wurde heute zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt.
Hoeneß hatte zugegeben, 3.5 Mio Euro am Fiskus her geführt zu haben und hatte mit einer Selbstanzeige versucht, einen Ablasshandel einzuleiten.
Reue zeigen und Steuern nachzahlen!
Und Straffreiheit als Belohnung.
Im Verlauf der Verhandlung gab Hoeneß zu, dass es eine Kleinigkeit mehr gewesen sei – 18.5 Millionen.
Einen Verhandlungstag später kam dank einer Steuerfahnderin, die als Zeugin geladen war, heraus, dass es 27.2 Millionen war.
Man kann sich ja mal versprechen!
Nun „darf” Uli Hoeneß in den „Bau”.
Ob er Präsident der Fußballmannschaft der Justizvollzugsanstalt München wird, steht noch nicht fest …
Hoeneß hat allerdings nicht eigennützig gehandelt …
… sondern für Deutschland!
Wenn der FC Bayern München im Ausland spielt, repräsentiert er Deutschland, weil das Ausland ja nicht weiß, dass Bayern gar nicht Deutschland ist.
So hat Hoeneß, als „kluger Manager” für Deutschland, seine 27.2 Millionen Euro nicht an das Finanzamt abgeführt, sondern hat sich gedacht, er könne etwas tun, um Bayern Deutschland gut da stehen lassen vor der Welt.
Er hat als „Topmanager” also bestimmt, Steuergelder direkt zu investieren, anstatt über Umwege!
Er wollte für insgesamt 27.2 Millionen sogar Ronaldo und Messi einkaufen, um dem bayerischen deutschen Fußball und somit dem Ansehen Bayerns Deutschlands einen Gefallen zu tun.
Hehre Ideen!
Es will aber keiner wahrhbaben, dass Hoeneß so weit denkt!
![]() | „Die Grüne Politik des Gehörtwerdens ist Weghören.”
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Heute, Samstag, den 1.3.2014, fanden in Stuttgart zwei Demonstrationen statt.
Eine mit 800 Teilnehmer GEGEN die „Sexuelle Vielfalt in der Schule als Lern- bzw. Lehrziel im Bildungsplan des Landes Baden-Württemberg” und eine sehr kleine DAFÜR.
Wir kamen durch Zufall heute nach Stuttgart, weil wir Shoppen wollten, und waren „mittendrin” in der DAGEGEN-Demonstration am Schlossplatz.
Da man als Journalist im Prinzip immer im Einsatz ist, entschlossen wir uns, Fotos zu machen und zu beobachten, wie die Demonstration verlief, Stimmungen einzufangen sowie festzuhalten.
Die Demonstration GEGEN die Lernpläne bezüglich „sexueller Vielfalt” war sehr friedlich.
Wir wurden Zeuge, wie einige Personen von der Polizei kurzfristig eingekesselt wurden.
Bei diesen stellte sich heraus, dass sie die DAGEGEN-Protestierenden stören wollten.
Dies versuchten sie auch, als sie wieder „freigelassen” wurden.
Ob sie zu denjenigen gehörten, die auch die Polizisten mit Gegenständen beworfen hatten, wissen wir nicht. Es lässt aber von ihrer Aggressivität darauf schließen.

Ebenso liefen einige Personen um die DAGEGENER herum und zeigten Mini-Schilder, auf denen Sprüche PRO „Intersexualität” zu lesen waren.
Diese schienen auch zu der gleichen „Gruppe” zu gehören wie die, die eingekesselt waren.
Schade war aber, dass diese sich vermummt hatten. Sie standen also nicht mit allen Konsequenzen zu ihrem Tun. Als sie uns sahen, hielten sie sich zudem noch die Schilder schützend vors Gesicht.
Aus gut informierten Quellen erfuhren wir, dass die Polizei schon morgens und am frühen Nachmittag am Stuttgarter Hauptbahnhof verstärkt präsent war und einige gewaltbereite Personen der links-autonomen Szene vorläufig in Gewahrsam nahm.
Demonstrationsteilnehmer der Fraktion„DAGEGEN” wurden denunziert als „Nazis” und „Faschisten”, was die Realitätsferne der links-automonen Störenfriede zeigte.
Eine kuriose Situation gibt es in Bezug auf uns.
Wir fotografierten die Demonstranten und die Umherlaufenden sowie die Polizei.
Plötzlich rief ein bekannter Stuttgart-21-Gegner, den wir überhaupt nicht wahrgenommen hatten, unser Pseudonym, das wir bei Twitter haben und krakeelte, wir sollten ihn nicht fotografieren.
Wir bemerkten kurz, dass wir diese im Rahmen des „Öffentlichen Aufzugs” – Eine Demonstration wird juristisch auch so genannt. – schon längst gemacht hätten und sagten, dass er ein „Nichts” sei, im Kontext völlig irrelevant für die Politik bzw. für eine Berichterstattung.

Nun schlug uns die ganze Feigheit entgegen, indem die Gruppe, zu der er gehörte sich die Kapuzen aufsetzte und sich wegdrehten.
Wir spielten etwas mit der Gruppe, indem wir die Kamera auf sie hielten und sie drehten sich wieder ganz mit den Rücken zu uns.
Dies ist der Widerspruch derjenigen, die sich selbst als die „Instanz von Recht und Ordnung” darstellen.
Sie schreien andere an, man dürfe sie nicht ablichten, vergessen aber, dass sie an einen „öffentlichen Aufzug” teilnehmen, was erlaubt ist, wenn keine einzelnen Personen der „vielen” fokussiert werden.
Wenn sie uns fotografiert hätten, wäre es strafbar gewesen, weil wir einzelne – zwei – Personen und keine Gruppe sind.
Wir fragen uns, weswegen die Befürworter der „Intersexualität” die DAGEGENER störten.
Die Antwort liegt anscheinend in einer falschen Wahrnehmung von sich selbst, im Besitz der „einzigen” Wahrheit zu sein und „vollkommen im Recht” zu sein.
Ist es nicht eher fehlendes Selbstbewusstsein?

Viele Webseiten finanzieren sich durch Werbung.
Leider hat das Aufkommen der Werbung immens zugenommen.
Weil das Herunterladen von Werbeinblendungen auch Zeit und Speicherplatz benötigt, gibt es seit einigen Jahren sog. Werbe-Blocker – im IT-Jargon AdBlock (Advertising Blocker) genannt.
Diese haben den Sinn, die Webseiten nach bekannten Mustern zu durchsuchen und dann erkannte Werbung zu blocken bzw. nicht anzuzeigen.
Heute habe ich mich gewundert, warum bei mir im Browser – damit zeigt man Internetseiten an. – eine Meldung erschien, ich solle die Sicherheit meines Browsers wiederherstellen.
Ich fragte mich auch, warum diese Meldung nicht vom Virenscanner kam.
Ich probierte etwas hin und her und bemerkte, dass die Meldung nur auf – bis dato mir bekannte – drei Webseiten eingeblendet wurde: 1&1 Media GmbH, GMX und Web.de.
Zu dem „Problem Sicherheit des Browsers wiederherstellen“ gab es direkt auch eine Webseite, die von 1&1 betrieben wurde bzw. steht dieses Unternehmen im nicht so einfach zu findenden Impressum.
Auf der kuriosen Webseite wird im IT-Slang bzw. mit vielen IT-Begriffen jongliert und behauptet, dass viele Benutzer „seitenmanipulierende Erweiterungen“ einsetzten, ohne es zu wissen. Dabei wird Panik gemacht, dass diese Erweiterungen spionieren könnten, den PC lahmlegen etc.
Dann wird auf Adblocker verwiesen und gesagt, dass diese Werbe-Blocker im Handumdrehen umfunktioniert werden könnten und den PC schädigen könnten. Auch wird behauptet, dass, wenn so ein umfunktioniertes Programm eingesetzt würde, kein Virenscanner erkennen könne, was dort im Busch sei. Dies könnten allerhöchstens sehr teure Maschinen mit sehr hoher Effizienz.
Weiterhin sei dies auch mit diesen Super-Rechner nur schwer nachvollziehbar etc. pp.
Der „Otto-Normal-Benutzer“ meint, er sei von einem immensen Schadprogramm betroffen.
Er zieht natürlich bereitwillig die Notbremse und macht, wie im auf der Webseite gesagt wird.
Er löscht nämlich Werbe-Blocker aus seinem Browser.
In der oberen Hälfte der Liste mit den Schadprogrammen stehen nämlich nur Adblocker und darunter Programm bzw. Erweiterungen, die schon längst als Werbe-Einblender – das Gegenteil von Adblockern – bekannt sind.
Ich fragte mich, was dieses technische Gebrabbel, das wohl nur IT-Spezialisten (Insider) verstehen können, gemischt mit Panikmache zu tun habe.
1&1, GMX und Web.de stellen viele Dienste gratis zur Verfügung und finanzieren sich mit Werbung.
So recherchierte ich, dass es bei mehreren Programmierern von Adblockern schon zu Attacken der Werbetreibenden gab und die Programmierer wohl irgendwann eine Erkennung einbauten, ob ein Adblocker installiert war oder nicht. Diese haben viele aber wieder entfernt.
Auch gibt es eine verbal aggressive Front gegen die Adblocker, besonders von einschlägigen Werbeverteilern!
Stellenweise pöbeln Programmierer herum und beklagen Umsatzeinbrüche bis zu hundert Prozent (!!!) durch die Werbeblocker.
So fügt sich alles zusammen.
1&1 und deren Partner ließen sich etwas einfallen, wie sie die Werbeblocker wegbekommen könnten.
Sie setzen auch Schlagworte ein, die momentan die Internetbenutzer plagen. Sie setzen Panikmache gezielt ein und behaupten, dass „seitenmanipulierende Programme“ – der Browser liest die Seite ein und der Werbeblocker löscht die Werbung, manipuliert also die Seite !!! – den PC zerstören könnten bzw. ausspionieren könnten. Damit es sich noch dramatischer anhört, behaupten sie, dass dies niemand – auch kein Virenscanner – bemerken könnte, was natürlich völliger Quatsch ist, denn Virenscanner durchleuchten die Aktivitäten und Zugriffe aller Programme auf dem PC und bemerken, wenn etwas nicht stimmt.
Weil sich niemand einen Super-Rechner leisten kann, der dies bemerken könnte, kommen sie mit der Idee, man solle die Adblocker, die zudem leicht zu manipulieren seien, löschen bzw. deinstallieren.
Als Quelle, wie „schlimm“ es hergehen kann auf dem PC, gibt die 1&1‑Webseite GMX und Web.de (beides Tochterunternehmen von 1&1) an.
Diese Kampagne will auf Biegen und Brechen, dass die Nutzer die Werbeblocker löschen, damit Werbung weder angezeigt werden kann, womit diese Unternehmen sehr gut verdienen.
Diese sog. Kampagne ist nur schäbig und eigennützend, mehr nicht.
![]() | „Tradition ? Bob Singleton |

