
Ein Student ist jemand, der auf die Universität (bzw. die Hochschule) geht. Er ist dort immatrikuliert, also eingeschrieben.
„Student” ist als eine Kategorisierung für diese Menschengruppe.
„Studierend“ bedeutet, dass ein Student in diesem Moment dabei ist, sich Wissen anzueignen, er studiert also momentan, man nennt ihn nach seiner momentanen Tätigkeit auch „Studierender“.
Ein Student, der Semesterferien hat und keine Vorlesungen besucht, ist kein Studierender.
Erst wenn die Vorlesungen wieder beginnen und er diese besucht, ist er ein Studierender, weil dann die Tätigkeit „Studieren“ stattfindet.
Ein Autofahrer ist jemand, der ein Auto fahren kann. Wenn er gerade im Begriff ist, ein Auto zu fahren, ist er (streng genommen) ein „Autofahrender“. Er übt dann die Tätigkeit „Autofahren“ aus.
Wenn der Autofahrer zu Hause ist und Fernsehen, ist er ein Autofahrer, der fernsieht, also ein „Fernsehender“, aber kein „Autofahrender“. „Fernsehender“ und „Autofahrender“ wäre er also nur, wenn er ein Auto führe und gleichzeitig fernsähe.
Das Bildungsministerium in Baden-Württemberg hat jetzt beschlossen, die Studentenvertretung „Allgemeiner Studenten-Ausschuss“ – „AStA“ – in „Allgemeiner Studierenden-Ausschuss“ umzubenennen, um der Emanzipation Rechnung zu tragen, weil der AStA nicht das Wort „Studentinnen“ enthalte.
Man hätte „AStA“ beibehalten können, aber die Langversion „Allgemeiner Studentinnen- und Studenten-Ausschuss“ definieren können, doch man wählte lieber etwas Unpassendes.
Im Bildungsministerium hat man also nichts Vernünftigeres zu tun, als sich um solche Sachen zu kümmern, anstatt eine “Bildungsreform“ zu konzipieren, anstatt Flickschusterei abzuliefern.






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