Fernsehen
Auf die Redaktion des Satire-Magazins „Charlie Hebdo” wurde ein schreckliches Attentat verübt, bei dem und in dessen Folge siebzehn Menschen durch Waffen von islamistischen Terroristen sterben mussten.
Am 11.1.2015 fand in Paris ein gigantischer Trauer- und Solidaritätsmarsch mit 1.5 Millionen Teilnehmern statt.

Allem voran gingen Staatschefs von über vierzig Staaten.
Dann sollte uns Glauben gemacht werden, aber es war eine reine Inszenierung.

Was auf dem ersten Bild der Mainstream-Medien solidarisch aussieht, sieht bei diesem Bild, das aus einiger Entfernung von einem Haus aus gemacht wurde, so aus.
Die Staatschefs stellten sich für einige Minuten auf, ließen sich mit demütigem Gehabe ablichten und stiegen danach in ihre Staatskarossen.
Ein reines Armutszeugnis der Heuchlerei!
Diese Politiker sind nicht Charlie!
„Vous n’ êtes pa Charlie.”
(„Ihr seid nicht Charlie.”)
Eine FDP-lerin hatte aber auch schon eine passende Antwort parat:
„… die Demo der Politiker in Paris sei ein Fake, Was erwarten diese Leute eigentlich? Dass Politiker von über 40 Ländern sich unter die Menschenmassen mischen? Bei der Gefahr, die in unserer friedlichen Welt herrscht? Ich finde, dass es ein richtiges Zeichen war, dass diese Menschen gesetzt haben. nur 30 Minuten? Und? Wenn etwas passiert wäre, hätte es geheißen, selber schuld, sie wussten um die Gefahr …”
Dumm gelaufen, wirklich dumm gelaufen, für alle!
![]() | „2011: Kernkraft-Unfall weit weg von Deutschland – Deutsche demonstrieren gegen Kernkraft im eigenen Land. 2014: Islamistische Attentate weit weg von Deutschland – Deutsche demonstrieren gegen Islamismus im eigenen Land. Vince Ebert |
![]() | „Es muss in einer modernen Gesellschaft ohne Einschränkung erlaubt sein, Ideen und Ideologien schlecht zu finden und zu kritisieren.”
|
![]() | „Viele Menschen würden eher sterben als denken. Und in der Tat: Sie tun es.” Bertrand Russell |

In einem Kleinunternehmen sitzen die Mitglieder der Geschäftsführung wie gelähmt vor ihren Schreibtischen und malen düstere Endzeitszenarien auf Firmenbriefbögen.
So, wie sie mit ihrer Schnappatmung da sitzen, könnte man meinen, sie machten ihre letzten Atemzüge.
Über ihnen schwebt das Damoklesschwert mit der Gravur „Mindestlohn”.
In ihren mit Diamant besetzten Kelchen befindet sich der schwarze Champagner der Agonie, und sie und der Sensenmann prosten sich mit blasser, depressiver Mine zu.
Anstatt sich aufrecht hinzusetzen, liegen sie lieber wie auf den Rückenpanzer gefallene Schildkröten im Meer der Todesangst und strampeln wild mit ihren viel zu kleinen Füßen, ohne Halt zu finden.
Sie setzen sich auch nicht aufs Gesäß.
Obwohl der Mindestlohn definitiv kommt, wehren sie sich mit Hand und Fuß dagegen.
Sie wissen, dass ihre Branche nicht zu den Ausnahmen zählt, doch sie wollen der Belegschaft gegen jeglichem Wissen weismachen, es könnte noch passieren.
Die Diskussion um den Mindestlohn ist nicht neu uund wurde seit einigen Jahren geführt, doch sie tun so, als habe sie unverhofft erst gerade eingesetzt.
Sie wissen auch nicht, was „Mindestlohn” genau bedeutet und haben jeglichen Gedanken im Vorfeld darüber weggeschoben.
Sie sehen nur, dass sie „Mehrausgaben” haben, denn sie verstehen in ihrem (frühkapitalistischem) Egoismus nicht, dass der Mindestlohn der Ausbeutung, die sie an ihren Angestellten begehen, entgegenwirken soll.
Es darf von „Gesetz wegen” nicht mehr sein, dass Angestellte auf „Staatsalmosen” – z.B. in Form von sog. Hartz-IV-Aufstrockung – angewiesen sind, um überhaupt ihr Existenzminimum zu haben.
Sie betreiben lieber apokalyptische Stimmung gegen die Politiker, weil diese ja dieses „Instrument des Todes” initiiert haben.
Plötzlich sind sie und ihre Angestellten eine „große geschundene Familie”, doch mit dem Unterschied, dass sich die „Untergebebnen” nur die Geschichte ihres Ruins – der „Oberen” – anhören müssen, ansonsten aber zu schweigen haben, weil diese ja keine Probleme haben !
Die Mitarbeiter sind plötzlich der Feind, der Ansprüche stellt.
Dass die „Knechte” und „Sklaven” – die Mitarbeiter – Vorschläge machen, wie es nun weiter geht, interessiert sie – die Gutsherren – nicht, denn nur sie sind intelligent – in ihrem Glauben.
Die Gutsherren haben aufgehört, sich zu bewegen, aber jeder weiß, dass der, der von den Beinen kommt, nie wieder aufstehen kann.
![]() | „Wenn man tot ist, ist das für einen selber nicht schlimm, weil man ja tot ist. Genauso ist es übrigens, wenn man doof ist …”
|
![]()
Gestern, Sonntag, den 26.10.2014, lief in der ARD ein Tatort mit der Kommissarin Lena Odenthal.
Der Kriminalfall war einfach gestrickt.
Ein Mann verabreichte Frauen K.O.-Tropfen, nahm sie im Halbwachzustand zu sich nach Hause. Dann vergewaltigte er sie vor laufenden Kameras aus mehreren Blickwinkeln.
Nach einigem Hin und Her sowie falschen Annahmen und falschen Verdachten wurde der Nebel gelüftet.
Der Täter wurde gefasst.
Odenthals Assistent Kopper war im Urlaub, weswegen die Analytikerin Stern mitspielte.
Odenthals wirkte ausgebrannt, hatte Kreislaufprobleme und hing daneben.
Einmal kippte sie um, zum Schluss des Film erlitt sie einen Schwächeanfall.
Der ganze Tatort wirkte sehr konstruiert und lahm. Er dümpelte vor sich hin.
Warum Kopper im Urlaub war und Analytikerin Stern da war, wurde nicht klar.
Ebenso wenig wurde nicht klar, was der konstruierte Burnout von Odenthal sollte, denn auch nach dem Schwächeanfall nach dem Showdown des Tatorts passierte nichts.
Der 60. Tatort hatte keinen Unterhaltungswert.
Schade für eine Nummer 60 !
![]() | „Egal, wie tief man die Messlatte für den menschlichen Verstand ansetzt.
|

Dass Cem Özdemir sich einen Fauxpas geliefert hatte, als bei seiner Ice Bucket Challenge (im Anzug !!!) die Hanfpflanze stehen hatte und zeigte, ist unumstritten.
Er will damit unterschwellig seine Kampagne für die Legalisierung von Cannabis u.ä. unterstützen durch das Zeigen.
Der Wind, der nun entfacht wird, ist sehr daneben und mehr als unangebracht.
- Das bloße Zeigen einer Hanfpflanze ist nicht strafbar.
- Es verstößt auch nicht gegen das Bundesbetäubungsmittelgesetz.
Wenn nun irgendwelche Leute rufen, man solle Ermittlungen gegen Özdemir aufnehmen, ist das mehr als überzogen.
Dann müsste man Özdemir auch anzeigen, weil er sich für die Legalisierung von Cannabis einsetzt (und zwar auf seiner Webseite, Facebbok-Seite etc.)
Das wäre lächerlich.
Wie man zur Legalisierung zu Cannabis steht, ist dabei irrelevant.
Also fahrt Euch mal wieder herunter!

Heute habe ich den Fernseher eingeschaltet, und dort lief „Immer wieder sonntags”.
Ich hielt knapp fünfzehn Minuten aus, bis ich umschaltete.
Was dort im elektronischen Programmführer als „ohne Altersbeschränkung” deklariert war, ist eher das Gegenteil.
Dort wurden Leute mit „Schlager” und realitätsfernen Dingen malträtiert.
Stefan Mross sieht zwar jung aus, in seinem Oberstübchen scheint aber Karl Moik zu wohnen.
Was dort dargeboten wird, ist seit entfernt von der Realität.
Mross agiert – aus Überzeugung ??? – wie ein Über-Achtziger, erzählt irgend etwas, was nicht in diese Zeit passt und fühlt sich anscheinend gut dabei. Die Zuschauer, die mindestens so alt sind wie der Geisteszustand von Mross, jubeln, schunkeln und gehen voll mit.
Es singen Milchbubis Schmusesongs, die gar nicht zu ihnen passen, Mädchen trällern Möchtegern-Schlager und hoffen wohl auf den großen Erfolg.
Ein Mädchen singt das Kufstein-Lied.
Bei „Immer wieder sonntags” wird die Darbietung gefeiert ohne Ende, obwohl das Mädchen dafür in der Schule ein Mangelhaft oder Ungenügend bekommen hätte und die Versetzung gefährdet wäre.
Kurz bevor ich umschaltete, gab es ein sog. „Generationen-Quiz”, bei dem eine Familie gegen sich selbst in zwei Gruppen spielte. Mross beschloss, dass alle gewonnen hätten, weil sie ja sowieso alle eine Familie seien und lobte das „Quiz” als „lustig”.
Das Statement, das sich in mir während der fünfzehn Minuten immer und immer manifestierte, ist:
„Der Mross will nicht ernst genommen werden!”

