Fernsehen

Gehirn Puzzle Augen Einzelteile

Deutschland ist ein laizistischer Staat, d. h. es herrscht eine Trennung von Staat und Religion (de facto).

Seltsam mutet aber die Präsenz der Religion – der Kirche(n) – im Alltag an.
Morgens und auch tagsüber sowie abends gibt es in (fast) allen Radioprogrammen ungewollt die religiöse Missionierung in Form von „Morgengedanken“, „Abendgedanken“,  „Anstößen“, „Moment mal!“ und dergleichen; im Fernsehen läuft samstags „Das Wort zum Sonntag“, bei Magazinsendungen dürfen „Kirchenmänner“ ihren realitätsfernen Senf dazu tun; die Zeitungen sparen auch nicht mit Artikeln, die das Thema Religion behandeln.
Das Geschwafel und Geschreibe über Religion und verwandte Themen zieht sich durch Massenmedien, ob man damit einverstanden ist oder nicht.

Das ungeschminkte Verbreiten der „Frohen Botschaft“ mutierte schon vor langer Zeit zur indoktrinierten Mission der ganzen Bevölkerung. Das „Wort Gottes“ soll schließlich jeden erreichen!

Gleichzeitig predigt „man“ natürlich Toleranz, weil des ja „erste Christenpflicht“ sei, denn der „Herr Jesus“ hat dies ja auch getan!

Aber…!

Wenn man mal desavouiert wird oder (sonst wie) herbe Kritik einstecken muss, schreit man direkt nach der Justiz, denn dort gibt es Paragraf 166, der die Beschimpfung von Bekenntnissen, Religionsgesellschaften und Weltanschauungsvereinigungen unter Strafe stellen kann oder man beruft sich auf das Recht der Religionsausübung oder skandiert dann „Störung der Religionsausübung”.

Als Atheist muss man sich schon fragen, ob die „Kirchenmänner“ nicht merken, was sie verzapfen,
und meine Antwort heißt immer „Nein!“

Sie sind so in ihrer eigenen heilen Christus-Welt gefangen, dass sie das Recht der freien Entfaltung zwar für sich in Anspruch nehmen, dies aber in die andere Richtung – der Ablehnung und Kritik der Religion – nicht akzeptieren, weil „Gott“ ja existiere.
Wenn dann Kritiker – wie Humanisten oder Atheisten – hinterfragen und sich Antworten ergeben, dass man eben „Gott“ nicht mathematisch – wie viele „Kirchenmänner“ es trotzdem postulieren – beweisbar sei, dann krähen sie lauthals und krakeelen, man beleidige ihr Ehrgefühl und „bitten“ penetrant um „Respekt“, der aber nur ihnen gegenüber gilt.
Gleichzeitig noch mit den noch nicht verklungenen Schreien prügeln sie verbal auf die Kritiker ein und faseln einen ziemlichen Sermon, über Atheisten, die Angst vorm Tod hätten und / oder kurz davor doch gläubig geworden wären, darüber dass „Atheismus“ eben auch eine Religion sei und dergleichen mehr.

Als Atheist – „Freie Entfaltung“ – nervt es mich sehr, dass ich mir sonntags das Kirchengeläute anhören muss, die o. g. Sendungen beim Einschalten des Autoradios anhören muss etc.

Diskutiert man mit „religiösen Menschen“ und plötzlich überschreitet man deren selbst (?) gesetzte Grenze der „Toleranz“, ist es geschehen, sie sagen dann, dass man ihren „Glauben“ und ihre „religiösen Gefühle“  beleidigt hätte und nun mal Schluss sein müsse.
Sie kommen dann mit abstrusen „Argumenten“, dass alleine schon der „gesunde Menchenverstand“ gebiete, dass „Gott“ existent sei, denn alles habe ja einen Sinn und wie solle dies denn ohne einen „Obersten Gestzgeber“ und „Schöpfer“ funktionieren!
Sie sind aber der Ansicht, dass die Sache mit dem „Gesunden Menschenverstand” in diesem Kontext keine Beleidigung darstelle und gerechtfertigt sei, weil es ja eben so ist.
Ebenso argumentieren sie, dass man dumm sei bzw. dummes Zeuge rede.
Das stellt ebenso in deren Welt keine Beleidigung dar, denn wer nicht „glaubt”, kann nur dumm sein.

Klar!

Also, wenn man dies glaubt und nicht wirklich hinterfragt!

Ein weiterer Stereotyp ist dann der Satz: „Ich sage dazu nix mehr.„
Dies soll den gegnerischen Gesprächspartner „ultiimativ” in die Ecke „Es gibt nichts mehr zu diskutieren, weil DIR die Argumente fehlen.”.
Es stellt aber ein „geistiges Armutszeugnis” dar, weil man nichts verstanden hat und sich nicht versdtehen will, was der andere sagt.

Es gibt aber noch ein „Argument”: „Du kannst es aber nicht bweisen!”, was aber nur eine Todesphrase darstellt, die nur ablenken soll.
Wenn man aus der Erkenntnis entscheidet und aus wissenschaftlichen Erwägungen schlussfolgert, es könne keine „Götter” (oder einen „Gott” geben, muss man nichts gegen-beweisen. Der Beweis ist die Erkenntnis.

Von mir aus können Christen, Moslems, Hindus etc. ihre Religion ausüben wie sie wollen, wenn sie mich in Ruhe lassen oder mir nicht in die Quere kommen.

„Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden.“

 

eat style
Im Kontext des Stuttgarter Messeherbstes fand vom 22. bis zum 24.10.2013 in Halle 7 „Eat & Style – Die Genuss-Messe” statt.

Dort wurde sehr lecker gekocht, z. B. die „Speisemeisterei”, ansässig im Schloss Hohenheim bei Stuttgart, zeigte sehr interessante Gerichte.
Mein Highlight – Kaninchen-Salami.
Als Kenner und Genießer diverser Salamisorten vom Rind über Esel und Pferd war dies ein besonderes Geschmackserlebnis.

Auf dem Stand der Schweiz gab es sehr viele bekannte, aber auch unbekannte Käsesorten.
Beim sog. „Käsehimmel” gab es ebenso viel Käse, den man wie üblich auf solchen Messen probieren konnte.
Schokoladen-Macher zeigten eye to eye vor den Messebesuchern, wie Schokolade gemacht wurde und verteilten das teilweise noch warme Produkt zur Geschmacksprobe.

Wenn man jedes Mal bei einer Aufforderung einen Wein probiert hätte, hätte man nach knapp zwei Stunden nicht mehr aktiv das Messegeschehen verfolgen können.
So ähnlich galt dies fü das Probieren von Speisen.

stefan-marquard-2

Am Samstag kochte der Fernsehkoch Stefan Marquard auf der Eventbühne und erzählte – Das habe ich mir besonders gemerkt. – viele Details zum Umgang mit Rosmarin beim Kochen.
Wir waren direkt bei dem Kochevent dabei und sprachen kurz mit Stefan Marquard, der wie immer sehr gut gelaunt war.

Weitere Berichte zum Stuttgarer Messeherbst folgen.

Wolfgang Schorlau und Hans-Jörg Zürn im Blauen Haus Böblingen

Gestern – 31.10.2013 –  war Wolfgang Schorlau im „Blauen Haus“ Böblingen und las aus seinem Buch „Rebellen“.

Nach der Vorstellung von Wolfgang Schorlau durch Hans-Jörg Zürn, dem Redaktionsleiter der „SZBZ – Sindelfinger Zeitung / Böblinger Zeitung“ musste Schorlau etwas über Stuttgart 21 (S21) von sich geben, doch dazu später mehr.

Das Buch „Rebellen“ handelt von drei Personen, die sich in den Wogen der „Zeit des Aufbruchs“ und sog. „Achtundsechziger-Bewegung“ kennenlernen und gemeinsam erwachsen werden und sozialisieren.

Paul ist Vollwaise und lebt in einem Waisenhaus, Alexander lebt in „geordneten familiären Verhältnissen“, sein Vater ist Geschäftsmann und besitzt ein Einzelhandelsgeschäft.
Toni, die Psychologiestudentin, trifft erst später auf die beiden Freunde.

Wolfgang Schorlau sagt, dass es in „Rebellen“ darum gehe, dass sich viele Personen in den „Jahren des Aufbruchs und der Veränderung“ Kleidung bzw. Roben übergeworfen hätten, in die sich nicht hineingepasst hätten und die ihnen nicht gestanden hätten.
Viele von denen, die das „Kostüm des proletarischen Revoluzzers“ angehabt hätten, habe dies nicht gepasst und sie hätten das falsche getragen oder nicht wirklich verstanden, was dieses „Kostüm“ darstellte.

Wolfgang Schorlau im Blauen Haus Böblingen

Alexander beobachtet eines Abends vorm Ins-Bett-Gehen, wie Paul rauchend vor dem Waisenhaus steht und meint zu erkennen, dass Paul ein freier Mensch sei.
Mit zwölf Jahren schon rauchen, solange aufbleiben wie man will und nicht ins Bett gehen müssen und der „nur“ zwei Jahre ältere Bruder darf noch eine Stunde länger fernsehen.

Die beiden lernen sich irgendwann kennen und finden in dem jeweils anderen, dass, was sie vermissen.
Während Alexander die „Freiheit“ Pauls im Waisenhaus sehr gut findet, sehnt sich Paul nach Geborgenheit, wie er sie vom Waisenhaus aus bei Alexander sieht, die Familie isst zusammen, man unterhält sich.
Alexander erkennt allerdings nicht, dass Paul sich nicht die „Freiheit“ nimmt, ein Messer zu tragen, sondern dieses trägt, weil stellenweise sehr große Drangsalierungen und Schlägereien dort an der Tagesordnung sind.

Alexander, der auf das Gymnasium geht, und Paul, der irgendwann Feinmechaniker lernt, gehen gemeinsam den Weg des Erwachsenwerdens, immer mit Widersprüchen gepaart.
Paul z. B. besorgt – auf der „englischen Art“ – Schallplatten, die auf dem Plattenspieler der Familie Alexanders abgespielt werden könnten, was aber nicht geht, weil die Eltern keine „Neger-Musik“ in deren Haus akzeptieren.

Wenn beide mit dem Mofa zu „Musik-Klubs” fuhren und Mädchen kennenlernten, hatte sich die „Geschichte“ für Paul immer erledigt, wenn die Mädchen erfuhren, dass er im Waisenhaus lebte.
Allerdings kommt Pauls „Zeit“, als die „Achtundsechziger-Revolte“ in den Universitäten umjubelt wird und er als Proletarier – schließlich ist er Feinmechaniker und steht an der Drehbank – gefeiert wird. Als Avantgarde des Proletariats wird er von den Revoluzzern natürlich auch in Agitation und Propaganda geschult und bei jeder Rede, die er hält, sehr umjubelt.

Dieser rote Faden der Widersprüche zieht sich durch das ganze Buch.

Auch das Verhältnis der beiden Freunde Paul und Aleander zu Toni, der Psychologiestudentin, die sich auf der Universität zu ihnen gesellt, ist sehr widersprüchlich.
Die Freundschaft erst der Zwei und dann der Drei hält trotz Widersprüche.

Die Lesung fand in angenehmer Atmosphäre statt.

Wolfgang Schorlau schien nicht mehr so agil wie beim vorigen Mal, als wir ihn bei einer Lesung mit Veit Heinichen kennenlernten. Sein vorpreschender Esprit fehlte. Schorlau wirkte sehr oft so, als wisse er nicht wirklich, was er tat. Beim (Vor)lesen verstrickte er sich stellenweise und stotterte, konnte aber auch in der „Fragestunde“ nicht die Fragen der Zuschauer zur Genüge beantworten.
Er war auch nicht immer konzentriert bei der Sache.

Was uns gestört hatte und was wir auch mit lauten Buh-Rufen „honorierten“, waren seine Seitenhiebe auf Stuttgart 21.

So erzählte er von einem konfusen „Schwabenstreich“ auf dem Time-Square in New York, wo er und der stuttgarter Theaterintendant Lösch zur „Anti-S21-Kundgebung“ treffen wollten, sich aber auf dem nicht gerade großen Time-Square nicht trafen, weil beide falsch standen.
Das anschließende Beteuern „Medienvertreter waren dort.“ Konnte uns nicht überzeugen, zu dem wir buhten, was Schorlau nicht gefiel, er dies aber hinnahm.
Auch gefiel ihm nicht unser lauter Kommentar zu seinem Spruch: „In Stuttgart finden noch die Montagsdemos statt.“, den wir als „Leider … Leider … Leider“ artikulierten.

Hat Schorlau sich selbst gemeint, als er am Anfang der Lesung davon sprach, manche zögen sich „Kostüme“ an, die ihnen nicht passten?
Dafür spricht einiges!

Stuttgarter Fernsehturm

Heute war ich am Stuttgarter Fernsehturm und machte Fotos.

Als ich mich innen umsah, kam ich ins Gespräch mit einem der Techniker.

Da mir eine Frage auf den Nägeln brandte, fragte ich den Techniker, ob es stimme, dass ein Gutachten vorliege, dies aber Fritz Kuhn, (noch amtierender) Oberbürgermeister von Stuttgart, nicht reiche, woraufhin dieser noch zwei „neutrale“ Gutachten zur Verifikation bzw. Falsifikation in Auftrag gegeben hätte.

Dies verneinte der Techniker, indem er sagte, die Stadt Stuttgart – respektive Kuhn – würde kein Geld ausgeben für Gutachten bezüglich des Fernsehturms, denn diese Kosten müsste der Betreiber des Fernsehturms tragen, also der SWR (Südwestrundfunk).

Er sagte, dass der Gutachter verschiedene Vorschläge vorgelegt hätte, wie man den Fernsehturm umgestalten könne, dass er bald wieder in Betrieb gehen könne.

Ich fragte nach der Sache mit dem Theater.
Das stimme, sagte der Techniker, allerdings sei die Genehmigung, die für Schaustellbetriebe wie dem Theater, gelte genauer und engangelegter als die für den „normale“ Betrieb des Fernsehturms.
Ein Problem sei aber auch gewesen, dass die so eben genannte Genehmigung erweitert wurde auf den ganzen Fernsehturm.
Der Fernsehturm ist, weil er der erste Fernsehturm der Welt ist, ein Sonderbauwerk und dafür gelten keine Vorgaben wie bei anderen Bauwerken.
Es schiene aber so, so konnte ich in Erfahrung bringen, dass man dies nicht in vollem Maße berücksichtigt habe, denn nur so ist die kuriose Entscheidung zur Schließung des Fernsehturms gewertet werden.

Ich erfuhr, dass es außerhalb dieser Genehmigung, deren Bewertung zur Schließung geführt hatte, immer diese „Sondergenehmigung der ersten seiner Art“ gegolten habe.
Darin sei eingeschlossen geweesen, dass die Besucher bei einem Brandt hätten auf der Plattform bleiben sollten bzw. über das Treppenhoch – 772 Stufen !!! – auf die Plattform kommen. Im Falle eines Brandes darf der Aufzug nicht benutzt werden.

In dem Fernsehturm sind sehr sensible Branddetektoren eingebaut. Diese sind so sensibel, dass diese einen Brand gemeldet hatten, als bei Wartungsarbeiten im Aufzugsschacht und im Wartungsschacht mit einer Farbdose Markierungen aufgesprüht worden sind.

Es sind Gaslöscher im Aufzugschacht und im Wartungsschacht vorhanden und Sprinkleranlagen in sonstigen Bereichen.
Im Brandfall würde die Gaslöschanlagen einen Brand in den Schächten in kürzester Zeit ersticken.

So kam man nämlich dazu, dass bei einem eventuellen Brand die Besucher auf der Plattform ausharren sollten.
Nach der Löschung könnte man die Besucher wieder zurück auf den Erdboden bringen.

Die Treppen, die als Notausgang gelten könnten, sind an der engsten Stelle dreiundfünfzig Zentimeter breit und im anderen Bereich ca. einen Meter. Nach neuen Vorgaben müsste ein Fluchtweg ein Meter fünfundzwanzig breit sein.

Ironisch meinte der Techniker, dürften eben keine Personen mehr hoch, die breiter als 53 Zentimeter wären.

Ebenso sprach er an, dass im Grunde genommen keine Behinderten mehr auf den Turm mehr dürften.
Man habe dies immer wohlwollend getan, er kritisierte aber auch sich selbst, dass er besonders schwer Geistigbehinderte mit hoch genommen hätte, was im Nachhinein betrachtet sehr schlimm sei, da diese Gruppe Menschen sich überhaupt nicht retten könnten bzw. selbstständig agieren könnte.
Er sagte, dass bei so einem Sonderbauwerk, wie der Stuttgarter Fernsehturm es sei, keine Behinderter mitgenommen werden dürften nach oben, denn z.B. welche, die im Rollstuhl säßen, hätten sehr arge Probleme.

Er sagte aber auch, der Fernsehturm sei zu seiner Bauzeit nicht nach Vorgasben der Jetztzeit, sondern seiner Zeit mit allen gültigen Normen und Vorgasben errichtet worden und gelte eben deswegen schon als Sonderbauwerk.

Nicht zu verstehen ist auch, welche feuerresistenten Materialien schon im Fernsehturm verbaut sind.
Das Interieur des Restaurants „Oben“ musste besonders feuer- und brandsicher sein.
Ein Probesessel wurde gebaut, dieser durch Gutachter versucht in Brand zu setzen, was aber nicht gelangt. Danach wurde ein Gutachten mit Modifikationen und Indikationen der Bauweise des Sessels fixiert. Nach dieser „Anleitung“ wurde noch ein „neuer“ Sessel gebaut und dieser nochmals malträtiert. Nachdem dieser Proforma-Massenprodukt-Sessel nicht brannte, wurde die Erlaubnis erteilt, dass in „Oben“ diese Sessel eingesetzt werden durften.

Es ist klar, dass Brandschutzverordnungen, die auf neuen Erkenntnissen basieren, verfeinert und erweitert wurden, doch man könnte den Stuttgarter Fernsehturm als – was er auch ist – Sonderbauwerk ansehen.
Die Rahmenbedingungen für eine Brandprävention sind schon lange gelegt und umgesetzt, nur muss jemand die Verantwortung übernehmen, dass der Fernsehturm wieder öffnen darf bzw. dürfte.

Dies scheint das Problem zu sein.

Wenn der Fernsehturm nach Vorschlägen aus dem Gutachten umgebaut würde, würde es ungefähr bis zur Wiedereröffnung bis Ende 2014 dauern, da man ja auch nicht ad hoc in ein paar Tagen umbauen könnte.

Anstatt aus der Erfahrung zu schöpfen, wartet man lieber auf TAUSENDPROZENTIGE Erfüllung als auf hundertprozentige.

Nur schade, dass der Fernsehturm – Wahrzeichen Stuttgarts – und Stuttgart unter der Entscheidungsunfähigkeit und Verantwortungsunfähigkeit seines grünes Oberbürgermeisters leiden muss. 

Auf bald, Stuttgarter Fernsehturm

TV-Duell Angela Merkel Peer Steinbrück 2013 Bundestagswahl Deutschland

Gestern war das sog. „TV-Duell” zu sehen, bei dem sich die amtierende Bundeskanzlerin Angela Merkel und der Kanzler-Aspirant Peer Steinbrück ein verbales Gefecht lieferten.

Beide Teilnehmer zeigten ihre unterschiedlichen Betrachtungsweise.
Während Angela Merkel souverän den Bürgern und Mitmenschen vertraut, konnte Peer Steinbrück nur die Ideen „Seiner SPD” darstellen, die u.a. auch auf viele Verbote und Bevormundungen bzw. Reglementierungen setzt.

Der „Veggie-Day” lässt grüßen!

Steinbrück verhedderte sich bei „schlechten Dingen”, die auch die SPD beschlossen oder mitbeschlossen hatte.
Steinbrück fühlte sich sehr oft an den Pranger gestellt und provoziert. Er wirkte nicht ausgeglichen.
Während er sich einige Fauxpas leistete, konnte er nicht überzeugen, was die SPD bei einem (theoretischen) Wahlsieg besser machen würde.

Angela Merkel brachte authentisch herüber, was die Regierung geschafft hatte, wie die Regierung zusammengefunden hatte und zeigte auf, was der Status Quo des Wissens ist. Sie widersprasch sich nicht.
Sie integrierte Beschlüsse von der „großen Koalition” und stellte dar, wie die schwarz-gelbe Regierung diese weiterentwickelt hatte und weiterentwickeln wird.
Sie konnte mehrmals widerlegen, dass Steinbrück gelogen geflunkert hatte.

Ein großer und sehr auffälligerr Unterschied zwischen beiden zeigte sich, wenn es ums konkret werden ging.

Merkel wurde konkret und realistisch, während Steinbrück sich in Utopien übte und vieles offen ließ.

Steinbrück meinte zu Klöppel, dieser solle Wikipedia zu Rate ziehen, wenn er sich nicht auskenne.
Auch die Frage, ob Politiker zu viel, zu wenig oder angemessen verdienten, sah er als Provokation gegen ihn und weigerte sich massiv, diese Frage zu beantworten, während Merkl mit „Wir verdienen schon gut” konkretisierte.

Steinbrück patzte, als er den Weg einer E‑Mail zu beschreiben versuchte: „Eine E‑Mail kann direkt kommen, über einen Sateliten geleitet werden, durch das Transatlantikkabel gehen oder durchs Internet.”

Aua, aua, Herr Steinbrück, E‑Mail ist ein Teil des Internets, genauso wie WWW, FTP etc.!

Steinbrück konnte nicht herüberbringen, was er denn besser machen würde, redete sich stellenweise fest, indem er auf Angela Merkel und deren Regierung (niveaulos umd unüberlegt) einprügelte.
Die Kanzlerin zeigte, warum man sie scherzhaft „Mutti” nennt und reichte allen Bürgern die Hand mit ihr gemeinsam die Zukunft zu gestalten.

 

Gewitter im Kopf

Der selbstdeklarierte „Musiker” Bushido hat mal wieder die Grenze des Anstands mit seinem neuen Song „Stress ohne Grund” überschritten.
Er wünscht u. a. mehreren Politikern Tod und Folter an den Hals.

In einem Interview, bei dem dies thematisiert wurde, tut Bushido mal wieder so, als wäre alles anders gewesen und verkriecht sich – wie immer – in die Ecke des unschuldigen Opfers.
„Claudia Roth, ich schließe auf dich!” ist laut Bushido völlig anders gemeint und man habe ihn missverstanden.
Nur, was missverstanden wurde oder was er genau damit sagen wollte, sagt er nicht, sondern palavert herum, es sei eben seine Art, zu zeigen, dass ihm etwas nicht passe.
Berlins Oberbürgermeister Wowereit hat Strafanzeige gegen Bushido erstattet, was Bushido „natürlich” nicht versteht.

Ansonsten tut er aber tolerant und „kuschelt” schon mal mit Politikern herum.
In dem Interview der Tagesschau sagt er allerdings, die Bambi-Verleihung und das Zeigen mit Politikern sei nicht seine Welt.

Das glaube ich ihm sofort, denn wer bei dem Interview, das übrigens auf der Webseite der Tagesschau zu finden war, mit seinem Auto vor laufender Kamera auf einen Behinderten-Parkplatz fährt und mit nichts-sagendem, emotionslosem Gesicht fragt, ob das in Ordnung sei, hat keinen Anstand gezeigt und kann niemandem weismachen, er sei tolerant gegenüber anderen.

Auch die Entscheidung der Video-Plattform, das vor Hass und Gewalt triefenden Video zu sperren, ist richtig.

Bushido beweist, dass er nicht bereit ist, mit jemandem zu kooperieren.
Auch die hohle Phrase, er sei übergangen worden, als die Strafanzeigen – u. a. von Oberbürgermeister Wowereit – gegen ihn gestellt wurden, zeugt davon, dass er nur einseitige Toleranz zu lässt – ihm selbst gegenüber!

 Justizia

Am 17. April findet der Prozess bezüglich der sog. NSU-Morde in München statt.
Mal davon abgesehen, ob die Polizei Fehler gemacht hat oder nicht, geht es in diesem Beitrag bzw. Artikel um die Platzvergabe für Medienvertreter.
Als freier Journalist – natürlich (auch) Inhaber eines Presseausweises – ist mir das sog. Akkreditierungsverfahren bekannt.
In der Platzvergabe zum o.g. Prozess hat das Gericht nach dem Motto „Wer zu erst kommt, mahlt zuerst“ entschieden, da dies das gerechteste Verfahren ist.
Nun haben zuerst Vertreter der türkische Zeitung „Hürriyet“ gesagt, das Verfahren sei nicht in Ordnung gewesen, weil man nicht richtig informiert worden sei.
Laut „Hürriyet“ habe man angeblich mehrmals angerufen am Gericht und darum gebeten, angerufen zu werden, wenn die Akkreditierungszeit beginnt, was wie erwartet nicht geschehen ist, weil dies nicht die Aufgabe des Gerichts ist.

Wohl wurden aber E‑Mails mit den Informationen versandt.

Vonseiten „Hürriyet“ hört man nichts mehr, wohl aber von der Zeitung „Sabah“.

Mitarbeiter von „Sabah“ haben Klage gegen das Verfahren eingereicht, weil kein türkischer Journalist zugelassen ist.
Im Vorfeld hat aber der türkische Ministerpräsident Errdogan schon versucht, Druck auf den deutschen Außenminister, Westerwelle, auszuüben, was dieser aber nicht zuließ.

Wir haben in Deutschland eine strikte Trennung von Politik und Recht, was auch kleinkarierte „Medienvertreter“ und „Ministerpräsidenten” einsehen sollten und zudem anerkennen sollten, dass man mit Palaver nicht in unser Rechtssystem eingreifen kann.

Laut „Sabah“ ist die E‑Mails des Gerichts mit den Akkreditierungsinformationen kurz vor Neun herausgeschickt worden, bei der „Sabah“ sei sie aber erst gegen halb Zehn eingetroffen, und da sei es schon zu spät gewesen und die Plätze vergeben gewesen.

Jetzt wird es aber peinlich!

Die E‑Mail hätte angeblich vom Gericht zur „Sabah“ eine halbe Stunde gebraucht und in dieser halben Stunde hätten sich alle anderen „Medienvertreter“ eingeschrieben und die Plätze seien weg gewesen.

Wie kommt das?

Der Zentralcomputer, der bei „Sabah“ eingehende E‑Mails entgegennimmt und intern weiterverteilt, hat wohl „Pause“ gemacht und eine halbe Stunde vertrödelt.

Dies kann man dem Gericht nicht anlasten.

In Kontext von „Sabah“ hieße es also: „Wenn jemand mir am Montag eine Postkarte schickt und ich diese aber erst am Freitag bekomme, weil ich nicht in meinen Briefkasten geschaut habe, ist der Absender schuld.“.

offen bleiben Fernsehturm Stuttgart

Laut einer Verfügung des Oberbürgemeisters – Fitz Kuhn, Grüne – bleibt der Fernsehturm von Stuttgart bis auf Weiteres geschlossen.

Die gastronomischen Einrichtungen bleiben leider auch geschlossen, ebenso kann man nicht mehr mit dem Aufzug auf die Aussichtsplattform fahren.

Die Angestellten können bis auf Weiteres leider ihre (Arbeits-) Tage zu Hause verbringen.

In der offiziellen Stellungnahme wird der Trauer kundgetan.

Siegfried Dannwolf, Geschäftsführer der SWR Media Services GmbH zur Schließung des Fernsehturms:
„Wir haben im Zuge der Turmsanierung 2011 mit Millionen Aufwand den Brandschutz auf den neuesten Stand gebracht, weil dies in unserem eigenen Interesse lag und wir alle Auflagen der Städtischen Behörden erfüllen wollten. Dass der Fernsehturm jetzt aus Sicherheitsgründen vorübergehend (?) geschlossen werden muss, trifft uns völlig unvorbereitet. Wir werden jetzt prüfen, wie wir die für uns neuen und nicht absehbaren Auflagen erfüllen können und ob ein wirtschaftlicher Betrieb dann überhaupt noch möglich ist. Unser Ziel wird es sein, dieses einzigartige Bauwerk baldmöglichst wieder voll nutzbar zu machen. Wir hoffen auf eine konstruktive Mitwirkung der Stadt Stuttgart, das Wahrzeichen der Landeshauptstadt weiterhin für die Bürgerinnen und Bürger einträglich zu erhalten.”

Originalstellungnahme auf der Webseite des Fernsehturms

Das Prekäre dabei ist, dass die Branschutzauflagen durchleuchtet wurden und angeblich herausgekommen sein soll, dass der Fernsehturm nicht mehr sicher sei und dies so schlimm sei, dass er sofort geschlossen werden musste.

Der Oberbürgermeister – Fritz Kuhn, Grüne – gab „seine” Verfügung erst heraus, nachdem er dies erstmal vor den Medien kundtat, ohne  vorher mit dem Betreiber des Ferrnsehturms, dem SWR – Südwestrundfunk –  mit Sitz in Stuttgart, gesprochen zu haben.
Deswegen kam dies, wie in der Stellungnahme von Herrn Dannwolf dargestellt, völlig unvorbereitet (für den SWR).

Man bedenke, dass der Stuttgarter Fernsehturm der erste  Fernsehturm der Welt ist, und eins der Symbole bzw. Wahrzeichen von Stuttgart ist.
Der Fernsehturm wird von zig Leuten besucht.

Warum der Fernsehturm sofort geschlossen werden musste, weiß moch niemand, nur dass angeblich der Brandschutz  „in hohem Maße” nicht gewährleistet sei.

Was uns aufstößt, ist das Gehabe des Oberbürgermeisters.
Anstattzuerst mit dem Betreiber zu sprechen und ein Meeting einzuberufen, um zu klären, was man tun bzw. verbessern kann, wird administrativ eine „Verfügung” erlassen.

Dies zeigt, dass Fritz Kuhn als Oberbürgermeister – als „erster Bürger Stuttgarts”- nichts taugt.

Roll over Beethoven

 

„Es ist eine besonders hübsche Kunst, sich in Dinge einweihen zu lassen, über die man Bescheid weiß, und zwar von Leuten, die nicht Bescheid wissen.”

Alain Peyrefitte

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