Fisch

Sternekoch, Restaurant-Coach und Fernsehkoch Frank Rosin hat eine neue Serie beim Sender „Kabel.1” erkoren. Er möchte Leuten, die nie eine Chance hatten, eine Ausbildung als Koch ermöglichen. Dazu müssen sie sich bewähren.

Die Kandidaten sind „Verlierer”, die nie etwas erreicht haben, ehemalige Drogensüchtige, welche, die in der Justizvollzugsanstalt saßen, sowie welche, die durch widrige Umstände nichts zustande bekommen haben oder einfach „aus der Gesellschaft und dem Arbeitsmarkt herausgefallen” sind. 

In „Rosins Heldenküche – Letzte Chance Traumjob” treten zehn Personen an, die auf eine Ausbildung in einem (Sterne-)Restaurant oder in Frank Rosins Restaurant hoffen. Dazu sind sie knapp zwei Monate in Obhut von Frank Rosin und seinem Team, um kochen zu lernen.

Die Serie ist nichts Neues, denn es gab von dem ehemaligen TV-Restauranttester Christian Rach schon so etwas im Jahr 2010.

Die Kandidaten oder Teilnehmer haben keinen Schulabschluss, was auch einer der Gründe neben der schlimmen Lage, in der sie sich befanden und befinden, ist, sie nicht einzustellen, sei es als Auszubildender oder eine Stelle mit mehr oder weniger Vollzeit.

Rosin erklärt seinen „Schützlingen” zu Beginn, worauf es ankommt: Pünktlichkeit, Disziplin und Teamarbeit sowie Hygiene.
Mit der Disziplin und der Pünktlichkeit hapert es schon am ersten Ausbildungstag.
Einer der Teilnehmer verschläft am ersten Tag und kommt erst am nächsten, anstatt am ersten später zu erscheinen.
Eine Frau hat nach dem ersten Tag Bauchschmerzen und meldet sich krank.
Ein anderer meldet sich am darauf folgenden Tag krank, weil er Knieprobleme vom Stehen hat.
Rosin versucht, beide zum Weitermachen zu animieren, doch es scheitert.

Aber auch beim Kochen funktioniert es nicht wirklich.

Einfache Aufgaben wie ein Wiener Schnitzel nach Vorgaben inklusive mehrmaligem Zeigen, wie es funktioniert, zu braten oder das Zubereiten von Reibekuchen erfordert bei den meisten schon die ganze Konzentration. Nach kurzer Zeit ist die Aufmerksamkeit auf die Aufgabe zu Ende.
Bei der Teamfähigkeit sieht man auch Probleme, denn die meisten hatten noch nie mit anderen zusammen an einem Strick gezogen.

Das, was dort passiert, ist nichts Ungewöhnliches …

Ich habe für das damalige Arbeitsamt und für die Jobagentur beziehungsweise für das Job-Center zum Teil auch Langzeitarbeitslose umgeschult zu Fachinformatikern Applikationsentwicklung. Zudem war ich auch bei der Integration von Arbeitslosen in den Arbeitsmarkt tätig.
Wir hatten „Problemfälle” zuhauf, nicht nur bei den Fachinformatikern, sondern auch bei der Integration. 

Bei den Fachinformatikern hatte ich einen Kurs übernommen, bei dem es arge Probleme gab.
Meine Vorgänger, die diesen Kurs leiteten, traten mit hehren Zielen an.
Sie rekrutierten aus Kursen rund um „Bürosoftware” – Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und ähnliches – ihre Auszubildenden und Umschüler.
Dabei hatten sie anscheinend ein zu großes Herz.
Der Kurs ging fast nach einem Jahr den Bach herunter, weil man mehr auf „Problemfälle” das Augenmerk legte als auf Qualifikation und Kenntnisse.
Es gab welche, die am sogenannten Fluchtsyndrom litten.
Wenn es Programmieraufgaben gab oder Klausuren anstanden oder unangekündigt stattfanden, fehlten einige oder meldeten kurz danach krank.
Das hatte bei meinen Vorgängern funktioniert.
Ich ließ mich auch erst blauäugig darauf ein.

Bei einem Delinquenten – Bernhard genannt – war es extrem.
Wenn es eine Aufgabe gab, meldete er sich mit Bauchschmerzen krank und war dann erstmal weg.
Ein oder zwei Tage später war er wieder da.
Das ließ ich mir ein paarmal gefallen, doch dann nahm ich ihn aus dem Unterricht und ließ ihn sich bei mir im Büro am Computer anmelden und gab ihm die Aufgaben, die er versäumt hatte.
Er verspürte urplötzlich Bauchschmerzen und wollte sich krankmelden.
Ich machte ihm klar, dass ich keine Bewertungsgrundlage hätte und er mir jetzt etwas liefern müsse.
Er redete sich heraus, dass er sich schlecht fühle und gerade an diesem Tag sei es extrem schlimm.
Nach einem kurzen klärenden Gespräch mit mir, entschied er sich, die Umschulung abzubrechen, weil er sich laut eigenem Bekunden nicht von uns Ausbildern schikanieren ließe.
Die anderen, die immer flüchteten oder sich herausredeten, wenn etwas daneben ging, gingen irgendwann auch von allein, weil sie merkten, dass mit mir nicht gut Kirschen essen war.

Genau diese Strukturen und Situationen passieren bei Rosins Heldenküche beziehungsweise Heldenköche auch.

Anstatt sich einzugestehen, dass man nicht fähig ist, Aufgaben zu lösen, rennt man zuerst davon und flüchtet sich in Krankheiten. Danach sucht man bei anderen die Probleme.
Bei Rosin sah man das bei dem jungen Mann mit den Knieproblemen.
Er sagte bei der „Wiener-Schnitzel-Challenge”, dass es nicht geklappt habe, ließ aber anklingen, dass er Schmerzen im Knie habe.
Rosin ging am nächsten Tag mit ihm zum Arzt und wartete draußen.
Der Arzt hatte den jungen Kochanwärter krankgeschrieben.
Rosin sagte, er solle sich überlegen, ob es mit dem Knie überhaupt ginge, den Beruf als Koch auszuüben, wenn er schon nach einem Tag Probleme hätte.
Der junge Mann hatte vor über einem Jahr eine angerissene Kniescheibe gehabt, die aber verheilt gewesen war.
Anstatt aber einzusehen, dass ein Beruf, bei dem er lange stehen und viel laufen muss, nichts für ihn wäre, attackierte er Rosin mit Vorwürfen, dieser sei nicht anders als die „anderen” und würde ihm auch keine Chance geben.
Rosin wollte ihn eigentlich herauswerfen, entschied sich dann doch anders. 

Weiter ging es mit der „Party-Generation”.
Ein paar Personen hatten an einem Abend lange gefeiert und waren einen Tag nicht voll bei der Sache.
Als Ausrede hieß es von ihnen, dass jeder in seiner Ausbildung mal über die Stränge geschlagen habe.
Am darauffolgenden Morgen – nach wieder einer durchzechten Nacht – warf Rosin einem von der Clique allerdings vor, er solle nicht immer mit Ausreden kommen, sondern zumindest für sich Verantwortung übernehmen und die Chance nutzen, die er bekommen habe.

Da mir das Gehabe von den Kandidaten irgendwann auf den Geist ging, da ich genau die gleiche Erfahrung gemacht hatte, schaltete ich den Fernseher aus.

Ich dachte noch einige Zeit über das Gesehene nach.

Ich hatte im Anfang auch gedacht, dass man Leute nur motivieren müsste.
Leider war dem nicht so.
Rosin wird es irgendwann auch merken, bedauerlicherweise! 

Selten passiert es, dass ich aus Langeweile durch die Sender zappe. Ich bin bei „Rosins Restaurants” hängengeblieben. Was sich „Sternekoch” Frank Rosin geleistet hat, ist nicht Beratung für gescheiterte Gastronomen, sondern nur Stänkern und Pöbeln.

Die Inhaber des Restaurants „Hafen Extra” aus Aurich haben Frank Rosin um Hilfe gerufen.
Sie hatten im Februar 2020 das Restaurant übernommen, doch dann kam der sogenannte „Lockdown”. Wegen wenigem Startkapital stand „Hafen Extra” nach ein paar Wochen so gut wie vor dem Ruin.

Rosin unterhielt sich anfangs mit dem Gastronomen-Ehepaar des „Hafen Extra” und bekam heraus, dass sie finanziell gesehen kaum noch atmen konnten. Die Pacht war zwar gestundet worden und drei Monate standen aus, und dies ließ nicht mal Spielraum, einen Abholservice anzubieten, da die beiden kein Geld hatten, Verpackungsmaterial geschweige denn Flugblätter und ähnliches zu kaufen.
Rosin sprach davon, dass sie es sich in einer „Komfortzone” bequem gemacht hätten und nichts sonst getan hätten.
Der Gastronom widersprach und wies auf die klammen Mittel hin, was Rosin aber vollkommen ignorierte und immer wieder darauf hinwies, die beiden hätten nichts getan, außer sich selbst zu bedauern.
Er machte auch beim wiederholten Einspruch weiter, ohne wahrzunehmen, wo das Problem wirklich lag.

Er wurde zusehends ungemütlicher, brach aber irgendwann aus unerklärlichen Gründen ab und kam darauf zu sprechen, dass am nächsten Tag das Testessen anstünde und die beiden sich vier Gerichte zum Mitnehmen ausdenken sollten, die von den Testessern bewertet würden.

Seltsamerweise besorgte er auch Verpackungsmaterial und kam damit am nächsten Morgen herein.

„Was habt Ihr Euch ausgedacht?”, wollte er wissen.
Es sollte Schnitzel, Burger und (vegetarisches) Schmorgemüse geben.

Dies gefiel Rosin ganz und gar nicht, denn er argumentierte damit, dass Aurich eine Stadt in Friesland sei und man Fischgerichte anbieten solle.
Die zwei vom „Hafen Extra” argumentierten, dass sie extra keine Fischgerichte anbieten wollten, weil dies im Prinzip jeder machte in Aurich.
Dies passte Rosin nicht, denn er mag anscheinend keine Widerworte. Nachdem er nochmals darauf eingegangen war, wurde die „Diskussion” niveaulos und Rosin redete davon, dass die beiden keine Fischgerichte zubereiten könnten, obwohl sie aus Aurich kämmen und dies nur vertuschen wollten, indem sie etwas Anderes verkaufen wollten.
Er sprach in immer aggressiverem Ton davon, dass sie keine Ahnung hätten, was die Leute wollten und sich „endlich aus der Komfortzone” herauskommen müssten.
Er attackierte sie hart und ließ keine Gegenargumente zu, indem er den beiden das Wort abschnitt und sie beleidigte, was er als „positive Kritik” verkaufte. Die Inhaber waren beleidigt und wütend, was man deutlich sehen konnte.

In diesem Moment überlegte ich, ob ich den Fernseher vom Tisch treten oder umschalten sollte.
Ich entschied mich fürs Umschalten.

„Rosins Restaurants” habe ich schon einige Male in unregelmäßigen Abständen geschaut.
Rosin will Reststrandinhabern und ‑betreibern aus einer Notlage helfen und neue Perspektiven zeigen.
Was er allerdings macht, hat nichts damit zu tun. Er oktroyiert den Hilfesuchenden seine eigene Minung und tarnt dies als „kulinarisache Neuausrichtung”.
Er denkt sich nämlich etwas aus. Dann bekommen die Hilfesuchenden die „Hausaufgaben”, eine neue Karte mit möglichst neuen Gerichten zusammenzustellen.
Am nächsten Tag – wobei „nächster Tag” relativ ist – schaut er sie sich an und schimpft, dass dies nicht das richtige sei und ‚man wohl bei „sowas” nicht von einer „kulinarischen Idee” sprechen könne.
Die Meinungen der Hilfesuchenden interessieren nicht.

Der Inneneinrichter, der zu Rosins Team gehört, schließt sich auch nicht mit den Hilfesuchenden kurz, sondern agiert genauso wie Rosin. Er tut das, was er für richtig hält. Ob es den Hilfesuchenden gefällt,. spielt keine Rolle. Es wird getan, was er meint.
Das Design des neuen Aushängeschilds des Restaurants wird auch nicht besprochen, sondern man präsentiert es als Überraschung. Manchmal kann man sehen, wie die Leute darauf negativ reagieren.

Die Serie „Rosins Restaurants” hält ironischerweise genau das, was der Name verspricht.
Rosin gestaltet die Restaurants so, wie er meint.
Es entstehen „Rosins Restaurants”.

Etwa fünfzig Schaupieler sind angetreten und haben in Videobotschaften ihren Unmut über die Corona-Politik des Bundes kundgetan. Es sollte überspitzt und satirisch sein, was sie sagten, doch sie haben das Gegenteil erreicht.

Die Intention ihrer Botschaft sollte sein, dass die Bundesregierung die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie völlig überziehe und viele ihren Job und ihre Existenzgrundlage verlören.
Das ist zwar faktisch richtig, doch die Art der Darstellung und der Umgang mit der pandemischen Lage in den möchte-gern-lustigen Clips ging daneben und führte die gut gemeinte Aktion selbst ad absurdum.

Richy Müller atmete aus einem Müllbeutel ein und atmete in einen andere aus und meinte, dies wäre die Lösung, um die Pandemie zu besiegen.
Dies war die zynische Ausuferung der Kritik schlechthin.

Viele Corona-Infizierte werden fremdbeatmet, weil deren Lungen stark in Mitleidenschaft gezogen sind. Die Wahrscheinlichkeit, dass diese Menschen überleben, ist sehr gering.

Richy Müller meint jedoch mit seiner Müllbeutel-Atmung, dies wäre lustig.

Mitgefühl scheint manchen der Protagonisten der sogenannten Aktion „allesdichtmachen“ sehr zu fehlen, denn alle Videos sind gleichgestrickt. Nirgends wird ein Krankenpfleger oder eine Krankenschwester gelobt für deren uneingeschränkten Einsatz, Schwerst-Covid-Erkrankten das Leben retten zu wollen.

Der „Mitleid“ bezieht sich eher darauf, dass man selbst zwar über die Runde kommt, aber eigentlich alles andere den Bach heruntergeht.
Auch die Forderung, man sollte „alles dicht machen“, kommt in den vermeintlichen „Botschaften“ der Akteure nicht an, wenn man bedenkt, dass auf höchsten Niveau zwar geklagt, andererseits aber offen gelassen wird, welche Alternativen sie vorschlagen.
Zudem kommt, dass andere Schauspieler und Kulturschaffende sich von der Aktion distanzieren und den Akteuren von „allesdichtmachen“ vorwerfen, billigen Populismus zu machen. Auch sagten die Kritiker, dass die Aktion nach hinten losgegangen sei.

Einige von den Akteuren zeigten nach der Kritik vordergründig Reue, doch dies ist nur ein Armutszeugnis ihres fehlenden Selbstbewusstseins.
Wenn man von manchen hört, sie hätten sich keine Gedanken gemacht, was sie anrichten hätten können oder dass man einfach mitgemacht hätte aus „Solidarität“, kann man sich schon vor die Stirn klatschen und schlussfolgern, ob einige nur tote Fische sind, die gerne mit den anderen mitschwimmen, anstatt sich umzudrehen und gegen den Strom zu schwimmen.

Es geht hierbei um Meinungsfreiheit und Kulturfreiheit, aber wer erst mitmacht, weil er oder sie es „cool“ findet und beim ersten Gegenwind die Segel neu anstreicht, beweist nur, ein Massenschwimmer zu sein.

„Beforeigners” mit dem deutschen Zusatz „Mörderische Zeiten” ist eine Krimiseire durchmischt mit Fantasy-Elementen und kann momentan über die ARD-Mediathek angeschaut werden.
Die Hintergrundgeschichte ist, dass Menschen aus verschiedenen Epochen seit Jahren unter anderem im Wasser des Osloer Hafens auftauchen. Diese integrieren sich mehr oder weniger in die „Jetztzeit”.

Am Hafen wird eine ermorderte „Zeit-Migrantin” aus der Steinzeit gefunden.
Im Ermittlerteam ist auch eine „Zeit-Migrantin” aus der Wikingerzeit des elften Jahrhunderts dabei, die eine Ausbildung als Polizistin absolviert hat.
Bei den Ermittlungen treffen die Polizisten auf einen Menschenhändlerring, der „Zeit-Migrantinnen” aus dem Wasser fischt und sie an Bordelle und ähnliches verkauft.

Diese Serie geht über sechs Episoden, die jeweils 45 Minuten lang sind.

Die Handlung der Serie plätschert vor sich hin. Langeweile macht sich breit beim Schauen und man hat Probleme, nicht einzuschlafen.
Die ganze Geschichte um den Menschenhändlerring hätte man in zwei Episoden abhandeln können, doch die Autoren der Serie wollten wohl eher die „Zeit-Migranten” wie Steinzeitmenschen, Wikinger und Personen aus dem neunzehnten Jahrhundert umfangreich beschreiben. Gelungen ist es ihnen aber nicht, obwohl einige gute Ansätze dabei sind.
Im Polizeiteam wird die „Neue” angefeindet, weil sie manchen nicht ins Bild passt, Darstellungen von der nicht mehr existieren Kultur der „Zeit-Migranten” überzeugen nicht. Alles ist sehr oberflächlich und deckt nur Klischees ab, mehr leider nicht.

Der interessante Name „Beforeigners” ist ein Misch aus „before” (vorher) und „Foreigner” (Ausländer).

Ich habe mir die Serie angeschaut, weil ich gehofft hatte, das irgendetwas Spektakuläres passiert, doch das ist nicht geschehen.

In den viereinhalb Stunden der Serie wird leider nicht aufgeklärt, warum die „Zeit-Migranten” auftauchen.
In einer Szene wird auch gezeigt, dass es mindestens ein Mädchen gilt, dass von der „Jetztzeit” in die Wikingerzeit kam.
Kurioserweise ist es das Mädchen, dass irgendwann als Erwachsene in die „Jetztzeit” kommt und Polizistin wird.

Ich bin ja Fan von Science-Fiction und Zeitreisegeschichten, doch mich hat „Beforeigners” nicht vom Hocker gehauen.
Die Serie lohnt sich nicht anzuschauen.

Zu den Corona-Tests – den sogenannten PCR-Tests – kursieren Gerüchte und Unterstellungen. Eins der Möchtegern-Argumente ist, dass diese Tests auch Grippe-Viren feststellen können und diese als „Corona Positiv” bewerten.

Wie immer bei Halbwahrheiten muss man die ganze Geschichte kennen.

Der PCR-Test ist im Grunde genommen ein allgemeiner Test.
Durch die Polymerase-Ketten-Reaktion (PCR – english: „polymerase chain reaction”) können viele Bestandteile entdeckt werden. Man kann damit nicht nur Krankheitserreger erkennen, sondern weit viel mehr. Er wird auch benutzt, um zu schauen, ob jemand eine Erbkrankheit hat.
Gelinde gesprochen kann man dem PCR-Test sagen, was er erkennen soll.
Es gibt auch spezifische Tests, die zum Beispiel „nur” für Corona (Covid-19) entwickelt sind.

Nun sollte es klar sein, wo bei der „Argumentation” der selbst ernannten Spezialisten der Fehler liegt.

Sie hören das Wort „PCR-Test”, dann schauen sie bei „Doktor Google” nach, was das ist und lesen, dass dieser Test, Corona, Gruppe, Erkältungsviren und vieles mehr erkennen kann.
Diese „Erkenntnis” reicht ihnen, um zu „wissen” das der Test Corona und Grippe erkennen kann. Zusammen gemixt mit der Unkenntnis, dass es spezielle angepasste gibt, behauptet man, der „Corona-Test” erkenne auch Grippe und würde dies als „Corona” ausgeben.

Dazu kommen noch Personen, die trotz besseren Wissens lügen und dies ebenso verbreiten.

Somit wird eine Lawine der Unkenntnis und Fake-News losgetreten. 

Roll over Beethoven

„Wenn Sie in die Türkei fahren, vergessen sie nicht die Anti-Haft-Creme!.”

Onkel Fisch

Nachrichten Deutschland Politik Dietmar Syntronica Herzbeben

Petra Hinz, SPD, hat ihr Mandat als MdB – Mitglied des Bundestags – aufgekündigt.

Journalistenkollegen von der „Westfälischen Allgemeinen Zeitung”, dem „Informer-Magazin” und der „Neuen Rhein-Zeitung” hatten aufgedeckt, dass Petra Hinz ihren Lebenslauf gefälscht hatte.

Sie hatte behauptet, sie besäße das Abitur und habe ein Jura-Studium mit zwei Staatsexamen abgeschlossen.

Nachdem Schweigen und Ignorieren nichts genutzt hatte, trat nicht die Betrügerin, Frau Hinz selbst, sondern ihr Anwalt an die Öffentlichkeit und verkündete ihren Rückzug.
Man muss sich zwei „Highlights” im Statement des Anwalts auf der Zunge zergehen lassen.

„In der Rückschau vermag Frau Hinz nicht zu erkennen, welche Gründe sie seinerzeit veranlasst haben, mit der falschen Angabe über ihren Schulabschluss den Grundstein zu legen für weitere unzutreffende Behauptungen über ihre juristische Ausbildung und Tätigkeit.”

und 

„Frau Hinz hatte  1983 am heutigen Erich-Brost-Berufskolleg der Stadt Essen die Fachhochschulreife erworben. Mitte der 1990er Jahre unternahm sie den Versuch, auf dem zweiten Bildungsweg das Abitur nachzuholen und so zumindest einen Teil ihrer biografischen Falschangaben zu heilen.”

Soviel also zum Schuldeingeständnis und zur Reue!

Der Bundestag druckt in verschiedenen Publikations die Daten der MdB ab. Für die Dasten, die sie einreichen, sind die Abgeordneten selbt verantwortlich. Diese werden also nicht geprüft.

Da Frau Hinz Immunität als MdB genießt, steht eine Anklage ggf. mit Bestrafung in den Sternen. 

Was mir persönlich aufstieß, ist die lapidare Bemerkung des Vorsitzenden der Bundesverwaltung. dass es keinen Ansatzpunkt für rechtliche Konsequenzen in Richtung der Betrügerin, Frau Hinz, gebe.

Warum dem Herrn nicht §132a StGB in den Sinn kam, ist mir schleierhaft. 

Im Klartext heißt dies also, dass nichts passiert, weil eine Krähe der anderen kein Auge auskratzt.

Dumm nur, dass Frau Hinzes Lügen aufgefallen waren!

Nachtrag:

Es ist schon „beachtlich”, wie schnell plötzlich ein Lebenslauf geändert wird.

Talkshow Sabine Dietmar Superfliege Syntronica Glühwürmchen Herzbeben

Wenn man wie ich als Journalist arbeitet, ist man der Wahrheit und der Objektivität verpflichtet.

Wir Journalisten werden ja immer in einen Topf geworfen, und man schimpft uns die „Kampfpresse“ oder schlimmer noch die „Lügenpresse“.
Ich möchte ein Beispiel geben, was guter und was schlechter Journalismus ist.

Vor ein paar Wochen bekam ich etwas „gesteckt”.
Es ging um ein Thema, das nicht wirklich mein Bereich ist – Biologie und Tierversuche.
Problem – Ich schreibe im Metier Astrophysik, „Kritik von Pseudo-Wissenschaften“ sowie Evolution.

Ein Student, nennen wir ihn Mike*, erzählte mir, dass er im Rahmen seiner Nebentätigkeit mit Mikroplastik arbeite.
Die chinesische Regierung ist an dem Projekt beteiligt und sein Mentor Jing* lässt ihn Versuche mit Fischen machen.
Die Fische werden ausgebrütet und kommen dann in ein Verhaltensbecken, in dem sich Chemikalien befinden. Nach 120 Stunden werden die Fische dann getötet, sesziert, untersucht und das Ergebnis dokumentiert.
Die Versuche werden mit verschiedenen Chemikalien wiederholt.

Mike arbeitet auch sonntags, weil laut ihm die Fischen nach 120 Stunden getötet werden müssen, weil es sonst als Tierversuch gelte.

Das stieß mir auf und ich recherchierte im Internet, fand aber nichts mit 120 Stunden in den Gesetzen wie Tierversuchsgesetze, Tierschutzgesetze etc. pp.

Diskussionen mit Tierschützern, Tierärzten etc. brachten auch nichts.
Mir schwebten die Bilder der armen Tiere vor Augen und diese Aussage: „Wenn wir die Fische innerhalb 120 Stunden töten, gilt es de jura nicht als Tierversuch.“

Es hört sich also erstmal so an:
„Die Chinesen umgehen das Tierschutzgesetz.“

Das wäre ein Hammer!

Die Recherche brachte, wie gesagt nichts, und mir kam in den Sinn, dass Jing Mike’s Gutgläubigkeit und Naivität ausnutzte.
Mir taten auch die Fische leid.
Laut TierSchuG müssen Versuche angemeldet und genehmigt werden, bei denen Tieren Leid, Schmerz u.ä. zugefügt wird.

Ich schrieb daraufhin nochmals mehrere offizielle Stellen an, Tierschutzbeauftragte, Tierärzte usw.
Keiner konnte etwas bestätigen, niemand kannte irgendwas mit 120 Stunden.
Ich begann daraufhin, das TierSchuG näher anzuschauen.
Die ganze Sache galt für Wirbeltier, Kopffüssler und Weichtiere. Fische waren also drin.
Dann fiel mir eine Stelle auf, dass Tiere fähig sein mussten, sich selbstständig zu ernähren.
Das könnte der Punkt sein.

Ich wandte mich nochmals an eine Ärztin, die mir zweimall zurückgemailt hatte und wissen wollte, wie es weiter ginge.
Wir diskutierten über Stadien von Fischen, wann ein Fisch selbstständig essen könne.
Dann stolperte ich über das sog. „Tierversuchsanordnungsgesetz“ und einige EU-Richtlinien.
In einer Beurteilung der Rasse Zebra-Bärbling in Tierversuchen stand:

“As per Article 1(3)(a)(i) of Directive 2010/63/EU (EU 2010) on the protection of animals used for scientific purposes, live nonuman vertebrate animals including independently feeding larval forms are covered by its scope. According to the description of OECD TG236, the zebrafish embryos are used until 96 h post-rtilisation. Zebrafish is generally not considered as being capable of independent feeding until five days post-fertilisation. This is confirmed by the Commission Implementing Decision 2012/707/EU (EU 2012b) on a common format on collection of information on the use of animals for scientific purposes in the EU states that „Fish should be counted from the stage of being capable of independent feeding onward. Zebrafish kept in optimal breeding conditions (approximately + 28°C) should be counted 5 days post fertilisation”.
Considering the foregoing, the embryos in question should not be considered as „independently feeding larval forms„within the meaning of the Directive and therefore the procedure, as far as the embryos are concerned, does not fall within its scope.”

Das war also die Lösung.

Die 120 Stunden, die Mike als „de jura” deklariert hatte bzw. man ihm so mitgeteilt hatte, waren also falsch. Vielleicht hatte man es ihm einfach so gesagt, um ihn ruhig zu stellen.

Also Entwarnung.

Ich dachte drüber nach. Mir taten die Fisch-Embryonen leid.
De jura und de scienta wurden Regeln festgesetzt.

Die „Kampfpresse” hätte wohl etwas anderes daraus gemacht.
Illegale Tierversuche
Chinesische Regierung unterläuft Tierschutz.

Ich hoffe, ich konnte an einem Beispiel klar machen, was gute Pressearbeit (inklusive Sorgfalt) und was schlechte ist.

oxi-d-sch-2

Dieser Artikel ist auch bei Oximity erschienen

„Der Wahrheit und der Sorgfalt verpflichtet”

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Heute waren wir im „Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe”.

Die Bilder – u.a. spektakuläre vom Eisbären – haben wir online gestellt.

 

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