Fisch

Detaillierte Erläuterungen zum Teilen von Fotos von Veranstaltungen und Konzerten in Deutschland
In Deutschland sind die rechtlichen Rahmenbedingungen für das Teilen von Fotos von Veranstaltungen und Konzerten äußerst vielschichtig und müssen sorgfältig beachtet werden, da sie von unterschiedlichen Faktoren beeinflusst werden. Ein entscheidender Faktor ist dabei die Art der Veranstaltung. Handelt es sich um eine öffentliche oder private Veranstaltung? Bei öffentlichen Veranstaltungen gelten andere Regelungen als bei privaten Zusammenkünften, da die Teilnahme in der Regel mit einer impliziten Einwilligung in mögliche Fotoaufnahmen einhergeht.
Darüber hinaus spielt die Anzahl der abgebildeten Personen eine wichtige Rolle. Wenn ein Foto viele Menschen in einer Menschenmenge zeigt, könnte das eher als zulässig angesehen werden, da der Fokus nicht auf einzelnen Personen liegt. Hingegen erfordern Bilder, auf denen Einzelpersonen oder kleine Gruppen deutlich zu erkennen sind, in der Regel die Einwilligung der abgebildeten Personen.
Ein weiterer wesentlicher Aspekt ist der Grad der Erkennbarkeit der Personen auf den Fotos. Wenn Personen klar identifizierbar sind, muss darauf geachtet werden, ob deren Zustimmung zur Veröffentlichung eingeholt wurde. Ohne eine solche Zustimmung kann die Veröffentlichung der Fotos möglicherweise gegen die Rechte dieser Personen verstoßen.
Zusätzlich zu diesen Faktoren sind auch die geltenden Datenschutzbestimmungen zu berücksichtigen. Insbesondere die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) hat erhebliche Auswirkungen auf den Umgang mit personenbezogenen Daten, zu denen auch Fotos gehören. Hier muss sichergestellt werden, dass alle rechtlichen Anforderungen hinsichtlich des Schutzes der Privatsphäre und der Persönlichkeitsrechte der abgebildeten Personen eingehalten werden.
Abschließend ist zu beachten, dass es ratsam ist, sich bei Unsicherheiten rechtlich beraten zu lassen, um mögliche Risiken im Zusammenhang mit dem Teilen von Fotos von Veranstaltungen und Konzerten zu minimieren und sicherzustellen, dass alle geltenden gesetzlichen Bestimmungen eingehalten werden.
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Bürgergeld und neue Sanktionen
Das Bürgergeld, eine Form der staatlichen Unterstützung, wird aus Steuermitteln finanziert und dient als Sozialleistung für Bürger, die bestimmte Kriterien erfüllen.
Beim Bürgergeld sind gewisse Verpflichtungen für die Empfänger vorgesehen. Die als Mitwirkungspflicht deklariert sind.
Diese Pflichten können von der Suche nach Arbeit bis zur Teilnahme an Qualifizierungsmaßnahmen reichen.
Das Jobcenter überwacht die Einhaltung dieser Pflichten und kann bei Nichterfüllung Sanktionen verhängen.
Diese Sanktionen sollen die Betroffenen dazu anregen, wieder ihren Pflichten nachzukommen.
Dabei kann es sich beispielsweise um die Kürzung des Geldbetrags oder um andere Maßnahmen handeln, die darauf abzielen, die Leistungsempfänger zu motivieren, ihre Verpflichtungen zu erfüllen.
Was sind Bürgergeldsanktionen?
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Willkommen zu den Historischen Nachrichten!
Heute ist der 5. März.
Ripen, 1460: Der Vertrag von Ripen
Im Jahr 1460 unterzeichnete der dänische König Christian I. den Vertrag von Ripen. Durch diese Unterzeichnung wurde Christian I. auch zum Herrscher über Schleswig und Holstein. Der Vertrag von Ripen markierte einen bedeutenden historischen Wendepunkt. Mit diesem Ereignis festigte Christian I. seine Macht über die Region. Schleswig und Holstein wurden unter der Herrschaft von Christian I. Teil des dänischen Königreichs.
Hanau, 1661: Erste Fayence-Manufaktur auf deutschem Boden
Im Jahr 1661 gewährte Graf Friedrich Casimir von Hanau-Lichtenberg ein Privileg zur Herstellung von Fayencen. Infolge dieses Privilegs wurde in Hanau die erste Fayence-Manufaktur auf deutschem Boden errichtet. Die Gründung dieser Manufaktur markierte einen bedeutenden Schritt in der Geschichte der Keramikherstellung in Deutschland. Die Fayencen-Manufaktur trug zur Förderung der lokalen Wirtschaft bei und festigte Hanau als Zentrum für hochwertige Keramikproduktion. Das Privileg von 1661 legte den Grundstein für eine lange Tradition der Fayence-Herstellung in der Region.
Heidelberg, 1848: Einsetzung des Siebener-Ausschusses
In der „Heidelberger Versammlung der 51,” wurde auf Vorschlag von Carl Theodor Welcker beschlossen, einen Siebener-Ausschuss einzusetzen. Der Siebener-Ausschuss spielte eine entscheidende Rolle bei der Vorbereitung der Frankfurter Nationalversammlung. Die Entscheidung zur Einsetzung des Siebener-Ausschusses war ein bedeutender Schritt in Richtung der nationalen Einheit und Demokratie während dieser historischen Periode. Dieser Ausschuss lud schließlich zum Vorparlament ein, was als wesentliche Vorentscheidung für die Entstehung der Frankfurter Nationalversammlung gilt. Die „Heidelberger Versammlung der 51” legte somit den Grundstein für die folgenden Entwicklungen Deutschlands.
Anglesey, 1850: Verbindung der Insel Anglesey mit Wales
Die Eröffnung der Britannia-Brücke markierte einen historischen Moment. Die Eisenbahnbrücke verbindet die Insel Anglesey in der Irischen See mit dem walisischen Festland. Die Brücke spielte eine entscheidende Rolle in der Verbesserung der Verkehrsverbindungen zwischen Anglesey und Wales. Ihre Konstruktion, mit dem innovativen Einsatz von Gusseisen, zeugte von fortschrittlicher Ingenieurskunst der Zeit. Die Britannia-Brücke bleibt ein symbolisches Bauwerk und ein wichtiger Bestandteil der regionalen Infrastruktur.
New York, 1853: Gründung von „Steinway & Sons“
Die Gründung erfolgte als Beitrag des deutschen Einwanderers zur Musikinstrumentenindustrie im Jahr 1853. „Steinway & Sons” hat sich zu einem weltweit führenden Hersteller von hochwertigen Klavieren entwickelt. Das Unternehmen unterhält heute Produktionsstätten sowohl in New York City als auch in Hamburg. Durch die kontinuierliche Qualität und Innovation ist „Steinway & Sons” zu einer Ikone in der Klavierwelt geworden.
New York, 1872: Die Druckluftbremse für Eisenbahnen
George Westinghouse erhielt ein Patent in den USA für seine bahnbrechende Entwicklung, die Druckluftbremse für den Eisenbahnbetrieb. Diese Erfindung revolutionierte die Sicherheit und Effizienz im Schienenverkehr. Die Druckluftbremse ermöglichte eine zentralisierte Kontrolle über die Bremsen aller Waggons, was zu schnelleren und sichereren Bremsmanövern führte. Westinghouse’ Beitrag trug maßgeblich zur Weiterentwicklung des Eisenbahnwesens bei und prägte die moderne Transporttechnologie. Das Patent für die Druckluftbremse markierte einen Meilenstein in Westinghouse’s’ beeindruckender Karriere als Erfinder und Unternehmer.
Berlin, 1884: Die Deutsche Freisinnige Partei
Im Jahr 1884 wurde die Deutsche Freisinnige Partei gegründet, indem die Deutsche Fortschrittspartei und die Liberale Vereinigung fusionierten. Die Deutsche Freisinnige Partei entstand unter der Führung von Franz August Schenk von Stauffenberg. Die Partei repräsentierte eine linksliberale Ausrichtung und entstand als Abspaltung der Nationalliberalen Partei. Die Fusion war ein strategischer Schritt, um die politische Einflussnahme der liberalen Kräfte in Deutschland zu stärken. Die Deutsche Freisinnige Partei spielte in den darauf folgenden Jahren eine wichtige Rolle im politischen Geschehen des Deutschen Kaiserreichs.
Lodwar, 1888: Entdeckung des Rudolf-Sees
1888 entdeckten die österreichisch-ungarischen Afrikaforscher Samuel Teleki und Ludwig von Höhnel ein bisher unbekanntes Gewässer in Ostafrika. Sie benannten es zunächst zu Ehren des österreichischen Thronfolgers Kronprinz Rudolf als Rudolf-See. Dieser See ist heute besser bekannt als der Turkana-See und markiert einen bedeutenden Moment in der Erforschung der Region. Die Entdeckung trug zur Erweiterung des geografischen Wissens über Ostafrika bei und bleibt als historisches Ereignis in der Geschichte der Afrikaforschung erhalten. Der Turkana-See behält seine Bedeutung als größter permanenter alkalischer See und spielt eine wichtige Rolle in der ökologischen Vielfalt der Region.
Und ganz wichtig!
Heute ist der Namenstag von Dietmar.
Das waren die Historischen Nachrichten vom 5. März.
Seien Sie auch beim nächsten Mal wieder dabei!

Impfen und Autismus: Die widerlegte Hypothese
Eine These, die besagt, dass Impfungen Autismus verursachen, stellt eine weitverbreitete und dennoch empirisch am deutlichsten widerlegte Hypothese unserer Epoche dar. Zahlreiche wissenschaftliche Studien und umfassende Forschungsarbeiten haben eindeutig und konsistent gezeigt, dass es keinen kausalen Zusammenhang zwischen Impfungen und der Entstehung von Autismus gibt. Diese Hypothese basiert auf falschen Annahmen und wurde durch umfangreiche Evidenz widerlegt.
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Die Entstehung der protoplanetarischen Scheibe des Saturn, aus der sich der Planet und seine Monde bildeten, ist ein komplexer Prozess, der noch nicht vollständig verstanden ist.
Es gibt allerdings verschiedene Theorien dazu.

Mülltrennung ist ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz und zur Ressourcenschonung.
Durch die getrennte Sammlung und Verwertung von unterschiedlichen Abfallarten können wertvolle Rohstoffe zurückgewonnen und weniger Energie verbraucht werden.
Außerdem wird die Menge an Restmüll reduziert, die verbrannt oder deponiert werden muss. Das ist gut für das Klima und die Gesundheit.
In Deutschland beginnt die Mülltrennung schon beim Verbraucher.
Jeder Haushalt muss seinen Müll selbst sortieren und in verschiedene Tonnen und Container werfen. Dabei gibt es einige Regeln zu beachten, die je nach Region variieren können. Im Folgenden werden die wichtigsten Abfallarten und ihre Entsorgungswege erklärt.
Gelber Sack / Gelbe Tonne
In den gelben Sack oder die gelbe Tonne gehören Verpackungen aus Kunststoff, Metall oder Verbundmaterialien, wie zum Beispiel:
- Folien, Beutel, Tüten
- Flaschen, Becher, Schalen, Deckel
- Tuben, Dosen, Spraydosen, Kronkorken
- Getränkekartons, Milchkartons, Saftkartons
Es ist nicht wichtig, ob die Verpackungen einen Grünen Punkt oder ein anderes Zeichen haben.
Alle Hersteller müssen sich einem dualen System angeschlossen haben, das die Verpackungen dem Recycling zuführt. Die Verpackungen müssen nicht gespült werden, aber theoretisch „löffelrein” sein. Das heißt, sie sollten keine Essensreste oder Flüssigkeiten enthalten.
Außerdem sollten verschiedene Materialien voneinander getrennt werden, wenn es möglich ist.
Zum Beispiel sollte bei einem Joghurtbecher der Deckel abgezogen und die Papiermanschette entfernt werden.
Nicht in den gelben Sack oder die gelbe Tonne gehören:
- Spielzeug, Kleiderbügel, Zahnbürsten und andere Gegenstände aus Kunststoff, die keine Verpackungen sind
- Alufolie, Backpapier, Kaffeekapseln und andere Metallgegenstände, die keine Verpackungen sind
- Windeln, Binden, Taschentücher und andere Hygieneartikel
- Styropor, das nicht als Verpackung dient
- CDs, DVDs, Kassetten und andere Datenträger
Diese Abfälle müssen über die Restmülltonne oder andere Sammelstellen entsorgt werden.
Glascontainer
In den Glascontainer gehören Glasflaschen und ‑gläser, die als Verpackungen dienen, wie zum Beispiel:
- Bierflaschen, Weinflaschen, Sektflaschen
- Saftflaschen, Mineralwasserflaschen, Limonadenflaschen
- Marmeladengläser, Gurkengläser, Honiggläser
- Babygläschen, Konservengläser, Senfgläser
Das Glas muss nach Farben sortiert werden: weiß, grün und braun.
Blaues oder anderes farbiges Glas gehört in den grünen Container.
Die Deckel müssen vorher abgeschraubt und in den gelben Sack oder die gelbe Tonne geworfen werden. Das Glas muss nicht gespült werden, aber leer sein.
Nicht in den Glascontainer gehören:
- Porzellan, Keramik, Steingut und andere Geschirrteile
- Spiegel, Fensterglas, Bilderrahmen und andere Glasgegenstände, die keine Verpackungen sind
- Glühbirnen, Energiesparlampen, LED-Lampen und andere Leuchtmittel
- Trinkgläser, Vasen, Schalen und andere Glasgegenstände, die noch gebrauchsfähig sind
Diese Abfälle müssen über die Restmülltonne, den Sondermüll oder die Sperrmüllabfuhr entsorgt werden.
Papiertonne
In die Papiertonne gehören Papier und Pappe, die als Verpackungen oder Schreibmaterialien dienen, wie zum Beispiel:
- Zeitungen, Zeitschriften, Prospekte, Kataloge
- Bücher, Hefte, Blöcke, Briefe, Notizen
- Kartons, Schachteln, Pappbecher, Eierkartons
- Geschenkpapier, Servietten, Papiertüten
Das Papier muss trocken und sauber sein. Es sollte nicht zerknüllt oder zerrissen werden, sondern flach gefaltet in die Tonne gelegt werden. Die Papiermenge sollte nicht zu groß sein, damit die Tonne nicht überfüllt wird.
Nicht in die Papiertonne gehören:
- Tapeten, Fotos, Aufkleber und andere beschichtete oder selbstklebende Papiere
- Hygienepapiere, wie Küchenrolle, Toilettenpapier, Taschentücher oder Wattepads
- Milchund Saftkartons, die aus Verbundmaterialien bestehen
- Pizzakartons, die mit Fett oder Käse verschmutzt sind
Diese Abfälle müssen über die Restmülltonne oder den gelben Sack entsorgt werden.
Biotonne / Kompost
In die Biotonne oder den Kompost gehören organische Abfälle, die verrotten können, wie zum Beispiel:
- Obst und Gemüsereste, Schalen, Kerne, Strünke
- Brot und Gebäckreste, Nudeln, Reis, Kartoffeln
- Eierschalen, Kaffeesatz, Teebeutel, Filtertüten
- Blumen, Pflanzen, Gras, Laub, Zweige, Rinde
Die organischen Abfälle sollten möglichst klein geschnitten werden, damit sie schneller kompostieren.
Sie sollten nicht in Plastiktüten oder anderen Behältern verpackt werden, sondern lose oder in speziellen kompostierbaren Beuteln in die Tonne oder auf den Komposthaufen gegeben werden.
Die Biotonne sollte regelmäßig geleert und gereinigt werden, um Gerüche und Ungeziefer zu vermeiden.
Nicht in die Biotonne oder den Kompost gehören:
- Fleischund Fischreste, Knochen, Muscheln, Wurst
- Käse, Milchprodukte, Speiseöle, Fette
- Asche, Zigarettenkippen, Streichhölzer
- Kunststoffe, Metalle, Glas, Textilien
Diese Abfälle müssen über die Restmülltonne oder andere Sammelstellen entsorgt werden.
Sondermüll
Sondermüll sind Abfälle, die schädliche oder gefährliche Stoffe enthalten, die nicht über die normalen Tonnen entsorgt werden dürfen, wie zum Beispiel:
- Batterien, Akkus, Knopfzellen
- Farben, Lacke, Lösungsmittel, Klebstoffe
- Medikamente, Spritzen, Verbandsmaterial
- Pflanzenschutzmittel, Dünger, Chemikalien
Sondermüll muss gesondert gesammelt und abgegeben werden, um eine fachgerechte Entsorgung zu gewährleisten.
Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie zum Beispiel:
- Rückgabe im Handel, zum Beispiel bei Batterien, Akkus oder Leuchtmitteln
- Abgabe bei Sammelstellen, zum Beispiel bei Schadstoffmobilen, Recyclinghöfen oder Apotheken
- Abholung durch die Müllabfuhr, zum Beispiel bei Sperrmüll, Elektrogeräten oder Problemstoffen
Sondermüll sollte immer in der Originalverpackung oder in einem dicht verschlossenen Behälter aufbewahrt und transportiert werden.
Er sollte nicht mit anderen Abfällen vermischt oder in die Umwelt gelangt werden.
Restmülltonne
In die Restmülltonne gehören alle Abfälle, die nicht zu den oben genannten Abfallarten gehören oder die nicht verwertet werden können, wie zum Beispiel:
- Hygieneartikel, wie Windeln, Binden, Tampons, Watte
- Verschmutzte Verpackungen, wie Pizzakartons, Kaffeekapseln, Alufolie
- Nicht recycelbare Kunststoffe, wie Spielzeug, Kleiderbügel, Zahnbürsten
- Nicht recycelbare Textilien, wie Leder, Gummi, Kunstfasern
Die Restmülltonne sollte möglichst wenig gefüllt werden, da die Entsorgungskosten davon abhängen. Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass keine Abfälle in die Restmülltonne gelangen, die wiederverwertbar sind oder die Sondermüll sind.
Der Restmüll wird in der Regel verbrannt oder deponiert, was die Umwelt belastet und wertvolle Ressourcen verschwendet.
Fazit
Mülltrennung ist eine einfache und effektive Maßnahme, um die Umwelt zu schützen und die Ressourcen zu schonen. Jeder kann dazu beitragen, indem er seinen Müll richtig sortiert und entsorgt.
Dadurch wird die Menge an Restmüll verringert und die Qualität der Recyclingstoffe erhöht.
Das spart Energie, Geld und schont das Klima.
Mülltrennung ist also nicht nur eine Pflicht, sondern auch eine Chance für eine nachhaltige Zukunft.

Karneval und Fasnet wurzeln zwar beide in der Tradition des vorchristlichen Frühlingsfestes und der späteren christlichen Fastenzeit, unterscheiden sich aber in ihrer spezifischen Ausprägung.
Der Begriff „Karneval” leitet sich vom lateinischen „carne vale” ab, was „Fleisch, lebe wohl” bedeutet und auf die bevorstehende Zeit des Verzichts hinweist.
Im Gegensatz dazu steht der Begriff „Fasnet”, der vom mittelhochdeutschen „vaschanc” abstammt und sich auf den „Fastenschank” bezieht, also den letzten Ausschank von alkoholischen Getränken vor der Fastenzeit.
Die Karnevalszeit beginnt traditionell am 11. November um 11:11 Uhr und erreicht ihren Höhepunkt am Rosenmontag mit seinen großen Umzügen und Karnevalssitzungen.
Fasnet hingegen beginnt am Dreikönigstag, dem 6. Januar, und variiert in ihrer Dauer und ihren Höhepunkten je nach Region und Brauchtum.
In einigen Orten finden die Hauptveranstaltungen am Klingeldienstag statt, während in anderen Regionen die Fasnet bis zum Aschermittwoch andauert.
Karneval ist oft geprägt von einer ausgelassenen, fröhlichen Stimmung mit lauten Karnevalsumzügen, Musik und Tanz. Die Kostüme sind meist bunt und extravagant, und politische und satirische Themen werden häufig in Karnevalssitzungen und Büttenreden aufgegriffen.
Fasnet hingegen zeichnet sich durch eine gemütlichere und geselligere Atmosphäre aus.
Traditionelle Musik, gemeinsames Essen und Trinken sowie lokale Bräuche und Spiele stehen im Vordergrund.
Typische Karnevalsfiguren sind Prinzenpaare, Garden und Narren, die in bunten Kostümen und mit aufwändigen Hüten feiern.
Die Narrenfiguren in der Fasnet hingegen sind vielfältiger und oft regionaltypisch geprägt. Häufig tragen sie Holzmasken, die Tiere oder Fantasiefiguren darstellen, und sind mit Schellen, Glocken oder Peitschen ausgestattet, um böse Geister zu vertreiben.
Neben den hier genannten Unterschieden existieren in den verschiedenen Regionen Deutschlands und Österreichs weitere Besonderheiten und Bräuche im Karneval und in der Fasnet.
Diese Vielfalt trägt zum Erhalt und zur Pflege des Brauchtums bei und macht die „fünfte Jahreszeit” zu einem einzigartigen und abwechslungsreichen Erlebnis.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Karneval und Fasnet zwar beide aus derselben Wurzel stammen, sich aber in ihren regionalen Ausprägungen, ihrem zeitlichen Ablauf, ihrem Stil und ihren Bräuchen deutlich voneinander unterscheiden.
Beide Formen des Brauchtums bieten jedoch eine Möglichkeit, den Winter zu vertreiben, den Frühling zu begrüßen und gemeinsam zu feiern.

Das Stockacher Narrengericht, eine faszinierende und tief verwurzelte Tradition der schwäbisch-alemannischen Fastnacht, zeugt von einer bemerkenswerten Verschmelzung von politischer Satire und historischen Ursprüngen.
Die Wurzeln dieser einzigartigen Veranstaltung lassen sich bis ins Jahr 1315 zurückverfolgen, als die „Schlacht am Morgarten” einen ungewöhnlichen Wendepunkt in der Geschichte markierte.
Während dieser Schlacht soll der Hofnarr Kuony von Stocken dem habsburgischen Herzog Leopold einen klugen Rat erteilt haben, der jedoch unbeachtet blieb.
Als Dank für seine unverstandene Weisheit erhielt der Narr ein Privileg für seine Heimatstadt Stockach. Dieses Privileg erlaubte es ihm, einmal im Jahr ein Narrengericht abzuhalten. Eine beeindruckende Entwicklung, die durch die Ausstellung des Privilegs im Jahr 1351 durch den habsburgischen Herzog Albrecht dokumentiert ist und in einer Abschrift von 1743 erhalten geblieben ist.
Das Narrengericht selbst ist eine Institution von beeindruckendem Ausmaß.
Unter der Leitung eines Narrenrichters und seines Stellvertreters, dem Laufnarrenvater, besteht es aus 21 Mitgliedern, die eine Vielzahl von Rollen bekleiden, darunter ein Narrenschreiber, ein Säckelmeister, ein Ordenmeister, ein Kämmerer, ein Archivar und ein Zeugmeister.
Diese breit gefächerte Struktur verleiht der Veranstaltung nicht nur eine formelle Organisation, sondern auch eine tiefe Verbindung zu den Traditionen der Fastnacht. Die Verhandlung selbst wird alljährlich am „Schmotzigen Dunschtig” – auch als „Weiberfastnacht” (dem Donnerstag vor Karneval / Fasnet / Fastnacht) bekannt – abgehalten und erfährt durch die Übertragung des SWR eine weite Verbreitung, was die Popularität und den kulturellen Einfluss dieser einzigartigen Veranstaltung unterstreicht.
Die Strafe, die bei diesem ungewöhnlichen Narrengericht verhängt wird, ist nicht nur symbolisch, sondern auch von unterhaltsamer Raffinesse geprägt.
Die Festlegung der Strafe in „Eimern Wein” als Maßeinheit verleiht nicht nur einen humorvollen Anklang, sondern erzeugt auch eine denkwürdige und amüsante Dimension der „Bestrafung”.
Ein Eimer Wein repräsentiert dabei stolze 60 Liter, was die Großzügigkeit und den spielerischen Charakter dieser unkonventionellen Sanktion unterstreicht.
In der reichen Historie des Stockacher Narrengerichts haben zahlreiche prominente Persönlichkeiten aus der Landes- und Bundespolitik den Weg auf die Anklagebank gefunden.
Namen wie Angela Merkel, Winfried Kretschmann, Heiner Geißler, Gerhard Schröder, Joschka Fischer, Edmund Stoiber und viele andere zieren die illustre Liste der Angeklagten, die sich dem satirischen Urteil dieses einzigartigen Narrengerichts stellen mussten.
Diese breite Palette von Angeklagten spiegelt nicht nur die Vielfalt der politischen Landschaft wider, sondern betont auch die Bedeutung dieses traditionsreichen Ereignisses als eine bedeutende Plattform für politische Kritik und Humor in der schwäbisch-alemannischen Fastnacht.

Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe hat heute, den 23. 1.2024, entschieden, der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands (NPD), die sich mittlerweile in „Die Heimat” umbenannt hat, für einen Zeitraum von sechs Jahren die staatliche Parteienfinanzierung zu entziehen.
Die Richter begründeten ihre Entscheidung damit, dass die Partei darauf abzielt, die freiheitlich-demokratische Grundordnung zu beeinträchtigen oder zu beseitigen.
Dieses Urteil markiert das erste Verfahren dieser Art vor dem höchsten deutschen Gericht.
Im Jahr 2017 wurde die Partei NPD aka „Die Heimat” nicht verboten, da sie nach Ansicht des Gerichts ihre verfassungsfeindlichen Ziele aufgrund mangelnden Einflusses nicht erreichen könnte.
Infolgedessen erfolgte eine Grundgesetzergänzung, die besagt, dass einer Partei auch dann staatliche Finanzmittel entzogen werden können, wenn sie nicht verboten ist.
Der Bundestag, der Bundesrat und die Bundesregierung stellten beim Verfassungsgericht den Antrag, die NPD und mögliche Ersatzparteien für sechs Jahre von der Parteienfinanzierung auszuschließen, wie es gesetzlich vorgeschrieben ist.
Die Konsequenzen des Urteils umfassen nicht nur den Entzug staatlicher Finanzmittel, sondern auch das Erlöschen steuerlicher Begünstigungen, insbesondere bei Spenden an die Partei, sofern diese oder ihre Anhänger verfassungsfeindliche Ziele verfolgen. Im Gegensatz zu einem Parteiverbot setzt die Aberkennung staatlicher Gelder nicht voraus, dass die betroffene Partei ihre verfassungsfeindlichen Ziele potenziell erreichen kann.
Die Richter argumentierten, dass der Ausschluss von der Parteienfinanzierung nicht gegen das Prinzip der Chancengleichheit der Parteien verstößt. Die Voraussetzungen für diesen Ausschluss gemäß dem Grundgesetz seien bei „Die Heimat” erfüllt, einschließlich des ethnischen Volksbegriffs, der im Widerspruch zum Artikel 1 des Grundgesetzes steht.
Die Partei strebt zudem die Einführung eines autoritären Nationalstaats an und zeigt eine Wesensverwandtschaft zum Nationalsozialismus.
Bundesinnenministerin Nancy Faeser begrüßte das Urteil und betonte, dass es ein klares Signal aussende: Der demokratische Staat finanziere keine Verfassungsfeinde. Trotz der hohen verfassungsrechtlichen Hürden für zukünftige Verfahren sei nun ein weiteres Instrument zum Schutz der Demokratie vorhanden.
Das Urteil wirft auch die Frage auf, ob die rechtspopulistische AfD ebenfalls von der staatlichen Parteienfinanzierung ausgeschlossen werden kann.
Politische Gegner der AfD fordern dies, indem sie behaupten, dass die Partei eine potenzielle Gefahr für die Demokratie darstellt.
Die Anwendbarkeit des heutigen Urteils auf die AfD müsste jedoch separat geprüft werden, wobei die spezifischen Kriterien des Grundgesetzes berücksichtigt werden müssen, wie beispielsweise der ethnische Volksbegriff.

Die Schulleiterin Julia kommt auf eine kleine Insel und möchte das dort kürzlich gekaufte Haus anschauen und einrichten.
Es stellt sich jedoch heraus, dass sie dem Heiratsschwindler John aufgesessen ist, der ihr zudem noch die 350 000 Euro für das Haus abgeluchst hat.
Abgebrannt kommt sie bei dem vorerst unsympathischen Hotelbesitzer Rick unter, der ihr hilft, die Betrugssache aufzuklären, denn die Polizei handelt und ermittelt nur sehr schleppend.
Als sich beide ineinander verlieben, kommt heraus, dass John der Bruder von Rick ist.
Nach einer kurzen Querele macht Rick Julia einen Heiratsantrag und meldet John als Vertrauensbeweis der Polizei, woraufhin dieser verhaftet wird.
Die Hochzeit wird zelebriert.
Dieser Fernsehfilm – „Katie Fforde: Zimmer mit Meerblick“ – lief am Sonntag, den 29.5.2022, abends im ZDF.
Die oben beschriebene Handlung war öde und langweilig. Außer dem Aufkochen von Klischees war nicht viel in dem Film zu finden. Vieles war unlogisch aufgebaut.
Dass Julia Schulleiterin war, sollte anscheinend nur unterstreichen, dass es auch „intelligenten“ Menschen passieren kann, auf leere Versprechungen hereinzufallen. Zudem gab es ja noch Julias Mutter, die ihr immer zur Vorsicht vor „großen Versprechen“ und „Männer“ im Allgemeinen gewarnt hatte, aber erstmal sicher war, dass John der Richtige für ihre Tochter sei, obwohl niemand – nicht mal Julia – John „live“ gesehen hatte.
Rick erkannte seinen Bruder anfangs schon auf einem Fahndungsfoto, sprach kurz mit ihm, ließ sich aber von ihm wie immer manipulieren, dass Rick der Mutter versprochen hatte, auf ihn aufzupassen und zu schützen.
Als dies herauskam, nachdem er und Julia sich ineinander verliebt hatten, kam es zum riesigen Eklat, denn Julia glaubte, er wäre in John Betrug gegen sie involviert. Rick warf daraufhin alle Familienbande über Bord. Er habe sich genau wie Julia von John vorführen und manipulieren lassen und werde dies nicht mehr tun, sagte er huldvoll, denn er habe bemerkt, dass Julia ihm alles bedeute.
Zufälligerweise hat er der Polizei kurz vor dem Eklat gesagt, wo John sich aufhält und diese verhaftete ihn, kurz bevor er türmen wollte.
Das Schlussplädoyer von Julias Mutter, dass es nicht so wichtig sei, ob die 350 000 Euro wieder auftauchten, sondern Hauptsache ihre Tochter sei glücklich, hätte man sich sparen können.
Der Film tröpfelte langsam vor sich hin. Es passierte nichts Aufregendes.
Die Dialoge waren abgedroschen, ebenso wie die Charaktere, die dargestellt wurden.
Einsamer Fischer und Hotelier, der ein Aussteiger war, weil er eine gescheiterte Ehe hinter sich hatte, kam zusammen mit einer über den Tisch gezogenen Schulleiterin. Die Polizeibeamten betonten bei jeder Nachfrage, dass sie „dran“ seien und bald „Erfolge“ verzeichnen könnten, taten außer Selbstdarstellung aber nichts. Die Mutter Julias schützte ihr Küken und nahm es ihr auch nicht krumm, dass sie ihre Rente verprasst hatte. Auch der cassandrische Spruch: „Alles was passiert, hat einen tieferen Sinn.“ schaffte einmal mehr, dass man aus dem Gähnen nicht herauskam.
Solche „Unterhaltung“ soll für den Durchschnittszuschauer gemacht worden sein.
Wenn dies die große Masse möchte, dann aber „Gute Nacht, Deutschland!“!