Mathematik

Roll over Beethoven

„Wer sich mit Platz 13 in der Bildung zufrieden gibt, darf sich auch nicht über hintere Ränge bei Wohlstand und Wachstum wundern,”

Christian Lindner, zur Misere in Nordrhein-Westfalen

MV-2016

Ergebnisse der Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern 4.9.2016

AfD20,8 % 
CDU19,0 % 
SPD30,6 %
Linke13,2 %
Grüne4,8 %
Andere11,6 %

Die AfD – Alternative für Deutschland – hat aus dem Stand mehr als 20 Prozent und ist der Wahlgewinner.
Die Grünen haben es nicht geschafft, die FDP ebenfalls nicht.

Nachrichten Baden Württemberg BW Dietmar Syntronica Herzbeben
Wolfgang Gedeon wurde des Antisemitismus überführt.
Er hatte einige antisemitische und verschwörungstheoretische Bücher unter dem Pseudonym W.G. Meister geschrieben.

Jörg Meuthen, Fraktionsvorsitzender der AfD – Alternative für Deutschland –  im Landtag von Baden-Württemberg, reagierte direkt und traf sich mit Herrn Gedeon. Dabei kam heraus, dass Herr Gedeon eindeutig eine antisemitische Gesinnung hatte. Auch sein Denken über Frauen deutete Jörg Meuthen als realitätsfern. Gedeon hatte den Aufbau des weiblichen Hirns als für Mathematik als unfähig bezeichnet. Er postulierte weiterhin, dass Frauen nicht abstrakt denken könnten.
Man muss nicht unbedingt in der Biologie aufgepasst haben, um solche Behauptungen der Lüge zu überführen und den Urheber solchen Gedankenguts als Idioten zu überführen.

Meuthen wollte die AfD-Fraktion abstimmen lassen, ob Gedeon aus der Fraktion ausgeschlossen würde.
Wie es ausging, wissen wir.
Da es keine 2/3‑Mehrheit gab, gingen Meuthen und dreizehn Andere und verließen die Fraktion.
Im Nachhinein schaffte es die AfD-Vorsitzende Frauke Petry, dass Gedeon doch die AfD-Fraktion verließ.

Nicht erst hier fängt der Stumpfsinn an, sondern schon während des Gesprächs Meuthen-Gedeon.
Meuthen als Fraktionsvorsitzender und Mitglied des Bundesvorstands der AfD hätte den „Judenhasser” Gedeon so unter Druck setzen müssen, dass er gegangen wäre.
Die Aufforderung an Gedeon, selbst das Handtuch zu werfen, war sehr dumm.
Auch die Abstimmung war ein schwerer Fehler.

Man rufe sich ins Gedächtnis, dass die Fraktion sich bei der ersten Sitzung über Gedeon, sich darauf „geeinigt“ hatte, Gutachter zu bestellen, die prüfen sollten, ob Gedeon in seinen Büchern unter W.G. Meister wirklich antisemitische Äußterungen getätigt habe.

Der Gang der insgesamt vierzehn AfD-ler aus der AfD-Fraktion und das Gesuch, eine eigene unter dem Namen „Alternative für Baden-Württemberg“ zu gründen, zeigt nur, wie dämlich man sein kann.
Meuthen hätte seine Muskeln spielen lassen sollen gegen Gedeon und seine Befürworter, nicht heulend nach Hause gehen sollen!

So macht man eine Partei unglaubwürdig!

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Dieser Artikel ist auch bei Oximity erschienen

„Alternativ, aber gleichsam dumml”

Wir Knödler - Interview - Bild von
Michael Knödler (links) ist der Spitzenkandidat der Piratenpartei für die Landtagswahl am 13.3.2016 in Baden-Württemberg.

Wir haben am Samstag, den 6.2.2016, kurz mit ihm reden können, als er damit beschäftigt war, nachmittags Wahlkampfplakate in der Stuttgarter City aufzuhängen, und sich Zeit für uns nahm.

Knödler sagte uns vor zwei Jahren, er wolle aus der Piratenpartei austreten, wenn seine Partei nicht in den Kreistagen einzöge, weswegen etwas unverständlich ist, dass er sich trotz alle dem nicht lösen kann. Dazu ignorierte er diesbezügliche Fragen bzw. relativierte er sie.

Er hatte das sog. „Zappeln gegen das Tanzverbot“ organisiert.
Die Piratenpartei positionierte sich zu der Zeit vor knapp einem Jahr noch gegen das gesetzliche Tanzverbot an Feiertagen, wie Weihnachten, Ostern etc.
Bei dem „Zappeln“ kamen knapp zehn, zwanzig Leute.
Das Seltsame an der ganzen Sache ist, dass in der grün-roten Landesregierung von Baden-Württemberg sowieso das Tanzverbot schon lange auf der Kippe stand.
So konnte man sich gut dranhängen und nach der Aufhebung des Tanzverbots behaupten, man hätte es durchgesetzt.
Wir bekamen aber mit, dass keiner von den Teilnehmern vom „Zappeln“ auch an Weihnachten in die Disco oder irgendwo anders zum Tanztee ging.

Als Nächstes riefen er und die Piratenpartei zum „Öffentlichen Smoke-in“ auf.
Dies sollte eine Veranstaltung sein, um Cannabis und Marihuana zu legalisieren.
Auf den Einladungsfotos waren brennende Joints zu sehen, ebenso in den Videos.

Knödler, der bei öffentlichen Auftritten immer eine Flagge der Piratenpartei als Cape trägt, relativiert gerne in Interviews.

Wir unterhielten uns kurz über den sog. „Stresstest zu Stuttgart 21“. Er  hob hervor, er sei Mathematiker und könne die Fehler im Stresstest nachweisen. Syntronica, Diplom-Informatiker, hielt allerdings dagegen und erwiderte im gleichen Tonfall: „Ich bin by the way Diplom-Informatiker und habe die Annahmen der Verkehrsprofis analysiert, sehe aber keine Fehler.” Daraufhin knickte sein Gegenüber direkt ein.

Knödler ist als „Clickmichi“ bekannt, bei dessen Online-Profilen er eher eine ambivalente Rolle spielt.

Er spricht sich in der Öffentlichkeit gegen Stuttgart 21 aus, sagte uns aber bei einem Gespräch nahe der St.-Maria-Kirche in Stuttgart, dass er wisse, dass S21 zu Ende gebaut werde und dass jeglicher Widerstand dagegen zwecklos sei. Auch sei ein Rückbau des Bahnhofs völlig unrealistisch. Er weiß auch, dass die sog. „Montagsdemos gegen S21“ nur noch Proforma-Veranstaltungen seien, um nicht zugeben zu müssen, man habe verloren.
Er meinte zum Schluss dazu noch: „Vielleicht kommt die Bahn dazu, S21 doch einzustampfen.”

Er macht auch mit bei der sog. „Internet-for-Regugees-Bewegung“ mit, d. h. einer Plattform, die sich weiter für Aufnahme von Flüchtlingen ausspricht. Es wird aber irgendwann klar, was die Piratenpartei damit bezwecken will.
Dozenten – vornehmlich der „Piraten“ – sollen nämlich in Asylantenheime gehen und Asylanten die Benutzung von Computern näherbringen. Die Computer soll der Staat bezahlen. Auch sollen in Asylantenheimen Internet-Cafés eingerichtet werden.

Ein Manko von Knödler ist auch, seine gerne zur Schau gestellte Toleranz.
Wenn es aber mal eine Meinung gibt, die ihm nicht gefällt, kann man insbesondere bei sozialen Online-Netzwerken andere blockieren und dann Lügen verbreiten, um sich selbst zu rechtfertigen.

Zwei konkrete Situation taten sich uns auf.

Zum Möchtegern-Jahrestag des nicht stattgefundenen „Schwarzen Donnerstag“ kritisierten wir, dass wir nicht verstünden, wie man Warnungen der Polizei, aus der Schussweite von Wasserwerfern zu gehen, mehrmals ignorieren konnte, sich aber dann beschwerte, wenn man eine Wasserladung abbekäme. Daraufhin wurde uns von Knödler vorgeworfen, wir wären Provokateure und sollten schweigen, da dieses Thema zu schwerwiegend sei. Weitere Kommentare von uns wurden gelöscht.

In der Flüchtlingssache war vor einigen Monaten ein Bild von einem ertrunkenem Kind am Strand von Bodrum aufgetaucht. Wir hatten recherchiert, dass dieses Bild drapiert gewesen sei, und konnten auch mit einem Presseartikel „glänzen“.
Er bezeichnete uns daraufhin als Rassisten und Rechtsradikale.
Auf ein Ansinnen, diese Titulierung zu löschen, reagierte er nur mit weiteren Beleidigungen.

Was Knödler wirklich außer Partei- und Durchhalteparolen bezweckt, bleibt also schleierhaft, wie bei jedem Politiker.

Die Zeit der Piratenpartei ist allerdings schon längst abgelaufen.

Was so interessant begonnen hatte, wurde leider von vielen „Piraten“ im politischen Irrglaube selbst zerstört.

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Im VW-Diesel-Skandal habe ich mich  gefragt, wie die ominöse Manipulationssoftware wohl funktionieren mag.

Wenn man einen Abgastest an einem PKW vornimmt, wird das Auto mit einem Kabel an einen Computer angeschlossen.
Der Zentralcomputer des Autos identifiziert sich zuerst.
Dann gibt die Abgastest-Software dem Znetralcomputer Anweisungen, welche Drehzahlen der Motor durchlaufen soll. Alles nach einem genau aufgezeichnetem Vorgang.
Dort steht z.B. „Stelle Drehzahl auf 3000 min-1 ein!” 
Der Motor stellt nun dementsprechend die Drehzahl ein und die Sensoren messen die Abgaswerte (am Auspuff).
So geht es einige Minuten mit immer wieder veränderten Drehzahlen und Messungen weiter.

Die Manipulationssoftware greift von „außen” in die Abgasmessung ein.

„Stelle Drehzahl auf 3000 min -1 ein!” bewirkt z.B., dass die Drehzahl nur 2000 min -1 beträgt.
Die Manipulationssoftware liefert aber als Parameter zurück: „Drehzahl auf 3000 min -1 eingestellt.”

Die Abgasmessung merkt von dem aber nichts, sondern protokolliert die entstandenene Abgasmengen und ‑komponenten über den Sensor mit ” … bei Drehzahl 3000 min -1 … ” und so weiter, obwohl diese bedingt durch die niedrigere Drehzahl nicht so hoch sind, wie sie unter normalen Bedingungen wären.

So funktioniert das ominöse Programm.
Es kommt einzig und allein bei der Abgasprüfung zum Einsatz und manipuliert so Daten. 
Die realen Mengen – wenn reale Drezahlen benutzt würden – wären aber anders – höher.

Was ich mich allerdings frage oder worüber ich schon öfters nachgedacht habe …

Darüber, dass Herr Winterkorn Chef bei VW wurde, waren nicht alle Vorstandsmitglieder erfreut.
Bei so einer großeangelegten Manipulationssache war nicht nur einer bzw. ganz wenige eingeweiht.
Hat man nur etwas gesucht, um Herrn Winterkorn abservieren zu können?

 

Bildquelle: Pixelio.de / Bernd Kasper

Roll over Beethoven

„Die reine Mathematik in ihrer modernen Entwicklung kann beanspruchen, die originärste Schöpfung des menschlichen Geistes zu sein. Diesen Anspruch teilt sie mit der Musik.”

Alfred North Whitehead

Roll over Beethoven

„Viele Menschen würden eher sterben als denken. Und in der Tat: Sie tun es.”

Bertrand Russell

Roll over Beethoven

„Wenn man tot ist, ist das für einen selber nicht schlimm, weil man ja tot ist.
Schlimm ist es aber für die Anderen.

Genauso ist es übrigens, wenn man doof ist …”

 

Roll over Beethoven

„Egal, wie tief man die Messlatte für den menschlichen Verstand ansetzt.
Täglich läuft jemand aufrecht drunter her.”

 

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45 Jahre – 21.7.1969, 3:55 Uhr (MEZ) – ist es her, dass der erste Mensch den Mond betrat.

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