Ausbildung

Im Kontext des Stuttgarter Messeherbstes fand vom 22. bis zum 24.10.2013 in Halle 7 „Eat & Style – Die Genuss-Messe” statt.
Dort wurde sehr lecker gekocht, z. B. die „Speisemeisterei”, ansässig im Schloss Hohenheim bei Stuttgart, zeigte sehr interessante Gerichte.
Mein Highlight – Kaninchen-Salami.
Als Kenner und Genießer diverser Salamisorten vom Rind über Esel und Pferd war dies ein besonderes Geschmackserlebnis.
Auf dem Stand der Schweiz gab es sehr viele bekannte, aber auch unbekannte Käsesorten.
Beim sog. „Käsehimmel” gab es ebenso viel Käse, den man wie üblich auf solchen Messen probieren konnte.
Schokoladen-Macher zeigten eye to eye vor den Messebesuchern, wie Schokolade gemacht wurde und verteilten das teilweise noch warme Produkt zur Geschmacksprobe.
Wenn man jedes Mal bei einer Aufforderung einen Wein probiert hätte, hätte man nach knapp zwei Stunden nicht mehr aktiv das Messegeschehen verfolgen können.
So ähnlich galt dies fü das Probieren von Speisen.

Am Samstag kochte der Fernsehkoch Stefan Marquard auf der Eventbühne und erzählte – Das habe ich mir besonders gemerkt. – viele Details zum Umgang mit Rosmarin beim Kochen.
Wir waren direkt bei dem Kochevent dabei und sprachen kurz mit Stefan Marquard, der wie immer sehr gut gelaunt war.
Weitere Berichte zum Stuttgarer Messeherbst folgen.

Am 16. November 2013 fand in Böblingen (und in Sindelfingen) die gemeinsame Lange Nacht der Museen statt.
Wir starteten in Böblingen auf dem Marktplatz, sprachen mit Museumsverantwortlichen, Besuchern, etc.

Die Gebäude auf dem Böblinger Marktplatz, die parallel zur Stadtgrabenstraße stehen, das alte Rathaus, sowie die Zehntscheuer und Galerie Concept wurden mit bunten, wechselnden Mustern angestrahlt, genauso wie die Kirche auf dem Schlossberg.
Unsere Tour startete im Fleischermuseum. Dort werden momentan, noch bis zum 23. März 2014, Cartoons von Gerhard Glück gezeigt.

Im Dachgeschoss ist bekanntermaßen eine Wehrmachtausstellung mit authentischen Uniformen und Utensilien, wie auch Dokumente über „Wüstenfuchs Rommel”.

In der Zehntscheuer machten wir uns mit der Geschichte der Bauernkriege bekannt.

Weiter in der Galerie Contact stellte die neue Chefin Gemälde von Künstlern der abstrakten Malerei mit Schwerpunkt Stuttgarter Schule vor.
Auf dem Schlossberg neben dem Fruchthaus hatte das schwäbische Comedy-Duo „I‑Dipferle” ihren Auftritt.
Die Vogtscheune beherbergt Dokumente uns Ausstellungsstücke aus dem Nordböhmischen Niederland.
Dann begaben wir uns nach einigen Stunden nach Sindelfingen.
Die Galerie und das Stadtmuseum glänzten mit „Negativem”.
Wir traten freundlich grüßend in die Galerie ein, wurden aber ignoriert oder abweisend behandelt.
Die Anwesenden standen zu Grüppchen zusammen, die Köpfe in die Runde, die Rücken abweisend nach außen. Sie wollten sich nicht für Besucher bzw. Interessierte öffnen und lieber unter sich bleiben.
Ebenso im Stadtmuseum!
Die Künstler und Fans waren dort genauso abweisend und standen in den gleichen Grüppchen zusammen.
Zurückgrüßen kannten auch sie nicht.
Was uns im Stadtmuseum Sindelfingen sehr zuwider war:
Ein Mann saß am Tresen und aß etwas, das wie Chili con Carne aussah.
Er hustete kurz, spie irgendwas in seine Hand, leckte dies ab, schluckte es runter und aß dann weiter.
Wie haben hier auf diesbezügliche Fotos verzichtet, denn wo man nicht willkommen ist, nimmt man nichts mit und gibt auch nichts.

Im Webermuseum war es etwas besser. Es lag vielleicht auch daran, dass wir schon alte Webmaschinen im Friedrich-Engels-Haus, Wuppertal-Barmen, gesehen hatten.

Das Highlight in Sindelfingen war das „Schauwerk”.
Wir erhielten dort eine Foto- und Filmgenehmigung, weswegen wir auch Fotos zeigen dürfen.

Die Werke von Incontri und ROTesque muss jeder gesehen haben, den davon kann man lange positiv zehren.

Das Schauwerk ist sehr vielfältig.
Sindelfingen konnte mit Böblingen in keinster Weise mithalten.
Solange Böblingen und Sindelfingen nicht zu einer Stadt verschmolzen sind, sollte Böblingen die „Lange Nacht der Museen” alleine ausrichten, denn während in Böblingen der „Bär tanzte”, war in Sindelfingen nur Leichenschmausstimmung,
Weiterführende Webseiten:
- Lange Nacht der Museen Böblingen und Sindelfingen
- Lange Nacht auf der Webseite von Böblingen
- Bauernkriegsmuseum Böblingen
- Galerie Contact
- Deutsches Fleischermuseum
- Museum Nordböhmisches Niederland
- Schauwerk Sindelfingen

Diese Geschichte, die ich erlebt habe, hätte in der Chronologie dieses Blogs – Internet-Tagebuchs – besser noch vor dem 22. September 2013, dem Tag der Bundestagswahl, gepasst, doch ich erfuhr erst vor kurzem davon.
Ein Taxifahrer hatte einen bekannten SpezialSozialdemokraten an Bord, und die Beiden kamen auf der etwa vierzig Kilometer betragenden Wegstrecke ins Gespräch.
Der Sozi fragte den Taxifahrer, was er denn von der momentanen Bundesregierung halte.
Irgendwann kamen sie auf die Entlohnung des Taxifahrers und den Arbeitsbedingungen zu sprechen.
Der Taxifahrer erzählte, dass er zu der Gattung „sportlicher Taxifahrer” gehöre und danach bezahlt werde, was er einnehme.
Er sei „sportlich” und fahre zu Ereignis zu Ereignis, wenn er über Funk mitbekäme, dass irgendwo viele Leute stünden.
Dies könne der Bahnhof sein, wenn viele Reisende ankämen, oder der Flughafen, bestimmte Stellen, wo nach Geschäftsschluss viele Menschen aufliefen etc.
Er besorge sich größtenteils seine Fahrgästre selbst, wobei er je nach Motivation viel oder wenig verdiene, weil er nur einen bestimmten, festgelegten Prozentsatz der Einnahmen verdiene.
Für ihn sei es wichtig, seinen Arbeitstag selbst zu gestalten und sportlich von Brennpunkt hier nach Brennpunkt dort zu fshren und zu hoffen, gute Geschäfte zu machen.
Der Fahrgast verstand und kam auf den Mindestlohn zu sprechen.
Der Taxifahrer sagte, das Problem sei, dass die Fahrgäste dann mehr bezahlen müssten, weil die Lohnkosten ja irgendwie verteilt werden müssten.
Er betonte nochmal, dass die „Sportlichkeit” der Taxifahrer ertragreich sei, denn der, der nicht freundlich, zuvorkommend und hilfsbereit sei, bekäme eben weniger Trinkgeld, was die „Sportlichkeit” ebenfalls mit sich brächte.
So fiele „notgedrungen” auch das Trinkgeld weg, weil alles teurer würde.
Er beklagte aber, es sei manchmal nicht schön, wenn kaum etwas zu tun sei. Da könne er sich einen Mindestlohn schon vorstellen, aber nur bei dieser Implikation. Und an diesem Tag sei eben so ein Tag, an dem kaum etwas „liefe”.
Die „Sportlichkeit” ginge aber flöten, meinte er, wenn man immer das gleiche Geld bekäme. Denn so födere man Faulheit. Warum sollte jemand „sportlich” sein, wenn er immer das gleiche Geld hätte?
Der Fahrgast hört sich das Statement des Taxifshrers an und schien nachzudenken über „Sportlichkeit”, Trinkgeld und Lethargie.
Sie unterhielten sich noch weiter, doch irgendwann war die Fahrt zu Ende.
Der Fahrgast, der wie er sagte, in wenigen Minuten an einer großen, wichtigen Versammlung der SPD teilmähme, bedankte sich bei dem sehr freundlichen Fahrer, der auch seinen Koffer getragen und sicher verstaut hatte.
Nachdem der Fahrgast eine Quittung bekommen hatte, bezahlte er.
Auf den Cent genau, nicht mehr!
Der Taxifahrer öffnete von innen den Kofferraum und blieb sitzen, als der Fahrgast den Koffer entnahm.
„Schließen Sie die Klappe wieder”, sagte der Taxifahrer, was der (ehemalige) Fahrgast auch tat.
„Heuchler”, zischte der Taxifahrer.

Gestern – 31.10.2013 – war Wolfgang Schorlau im „Blauen Haus“ Böblingen und las aus seinem Buch „Rebellen“.
Nach der Vorstellung von Wolfgang Schorlau durch Hans-Jörg Zürn, dem Redaktionsleiter der „SZBZ – Sindelfinger Zeitung / Böblinger Zeitung“ musste Schorlau etwas über Stuttgart 21 (S21) von sich geben, doch dazu später mehr.
Das Buch „Rebellen“ handelt von drei Personen, die sich in den Wogen der „Zeit des Aufbruchs“ und sog. „Achtundsechziger-Bewegung“ kennenlernen und gemeinsam erwachsen werden und sozialisieren.
Paul ist Vollwaise und lebt in einem Waisenhaus, Alexander lebt in „geordneten familiären Verhältnissen“, sein Vater ist Geschäftsmann und besitzt ein Einzelhandelsgeschäft.
Toni, die Psychologiestudentin, trifft erst später auf die beiden Freunde.
Wolfgang Schorlau sagt, dass es in „Rebellen“ darum gehe, dass sich viele Personen in den „Jahren des Aufbruchs und der Veränderung“ Kleidung bzw. Roben übergeworfen hätten, in die sich nicht hineingepasst hätten und die ihnen nicht gestanden hätten.
Viele von denen, die das „Kostüm des proletarischen Revoluzzers“ angehabt hätten, habe dies nicht gepasst und sie hätten das falsche getragen oder nicht wirklich verstanden, was dieses „Kostüm“ darstellte.

Alexander beobachtet eines Abends vorm Ins-Bett-Gehen, wie Paul rauchend vor dem Waisenhaus steht und meint zu erkennen, dass Paul ein freier Mensch sei.
Mit zwölf Jahren schon rauchen, solange aufbleiben wie man will und nicht ins Bett gehen müssen und der „nur“ zwei Jahre ältere Bruder darf noch eine Stunde länger fernsehen.
Die beiden lernen sich irgendwann kennen und finden in dem jeweils anderen, dass, was sie vermissen.
Während Alexander die „Freiheit“ Pauls im Waisenhaus sehr gut findet, sehnt sich Paul nach Geborgenheit, wie er sie vom Waisenhaus aus bei Alexander sieht, die Familie isst zusammen, man unterhält sich.
Alexander erkennt allerdings nicht, dass Paul sich nicht die „Freiheit“ nimmt, ein Messer zu tragen, sondern dieses trägt, weil stellenweise sehr große Drangsalierungen und Schlägereien dort an der Tagesordnung sind.
Alexander, der auf das Gymnasium geht, und Paul, der irgendwann Feinmechaniker lernt, gehen gemeinsam den Weg des Erwachsenwerdens, immer mit Widersprüchen gepaart.
Paul z. B. besorgt – auf der „englischen Art“ – Schallplatten, die auf dem Plattenspieler der Familie Alexanders abgespielt werden könnten, was aber nicht geht, weil die Eltern keine „Neger-Musik“ in deren Haus akzeptieren.
Wenn beide mit dem Mofa zu „Musik-Klubs” fuhren und Mädchen kennenlernten, hatte sich die „Geschichte“ für Paul immer erledigt, wenn die Mädchen erfuhren, dass er im Waisenhaus lebte.
Allerdings kommt Pauls „Zeit“, als die „Achtundsechziger-Revolte“ in den Universitäten umjubelt wird und er als Proletarier – schließlich ist er Feinmechaniker und steht an der Drehbank – gefeiert wird. Als Avantgarde des Proletariats wird er von den Revoluzzern natürlich auch in Agitation und Propaganda geschult und bei jeder Rede, die er hält, sehr umjubelt.
Dieser rote Faden der Widersprüche zieht sich durch das ganze Buch.
Auch das Verhältnis der beiden Freunde Paul und Aleander zu Toni, der Psychologiestudentin, die sich auf der Universität zu ihnen gesellt, ist sehr widersprüchlich.
Die Freundschaft erst der Zwei und dann der Drei hält trotz Widersprüche.
Die Lesung fand in angenehmer Atmosphäre statt.
Wolfgang Schorlau schien nicht mehr so agil wie beim vorigen Mal, als wir ihn bei einer Lesung mit Veit Heinichen kennenlernten. Sein vorpreschender Esprit fehlte. Schorlau wirkte sehr oft so, als wisse er nicht wirklich, was er tat. Beim (Vor)lesen verstrickte er sich stellenweise und stotterte, konnte aber auch in der „Fragestunde“ nicht die Fragen der Zuschauer zur Genüge beantworten.
Er war auch nicht immer konzentriert bei der Sache.
Was uns gestört hatte und was wir auch mit lauten Buh-Rufen „honorierten“, waren seine Seitenhiebe auf Stuttgart 21.
So erzählte er von einem konfusen „Schwabenstreich“ auf dem Time-Square in New York, wo er und der stuttgarter Theaterintendant Lösch zur „Anti-S21-Kundgebung“ treffen wollten, sich aber auf dem nicht gerade großen Time-Square nicht trafen, weil beide falsch standen.
Das anschließende Beteuern „Medienvertreter waren dort.“ Konnte uns nicht überzeugen, zu dem wir buhten, was Schorlau nicht gefiel, er dies aber hinnahm.
Auch gefiel ihm nicht unser lauter Kommentar zu seinem Spruch: „In Stuttgart finden noch die Montagsdemos statt.“, den wir als „Leider … Leider … Leider“ artikulierten.
Hat Schorlau sich selbst gemeint, als er am Anfang der Lesung davon sprach, manche zögen sich „Kostüme“ an, die ihnen nicht passten?
Dafür spricht einiges!

Im Linden-Museum Stuttgart findet in Kooperation mit dem Ausstellungszentrum Lokschuppen Rosenheim vom 12.10.13 bis zum 16.03.14 die Ausstellug „INKA – Könige der Anden” statt.
Die Ausstellung ist die erste dieser Art in Europa.
Wir haben uns die Ausstellung heute angeschaut.
Neben der Geschichte der Inka lernt man vieles über die Lebensumstände der Inkas (kennen).
Es werden die Hierarchien von Adeligen, Priestern, „normalen Bürgern” etc. aufgezeigt, und deren Bezug zur Herkunft, Abstammung, Religion, Sprache sowie wirtschaftlicher Bewegung und Betätigung wird hergestellt.
Alles wird gemengt mit Textilien, Teppichen, Fellen, Waffen, Schmuck und Prunkstücken wie Opferschalen und vielem mehr.
Auch die Replik einer heiligen Mumie ist dort zu sehen.
Das Problem für mich war, dass es für mich kaum etwas Neues gab, da ich vieles der Inka-Kultur bereits kenne und mir u.v.a. auch bewusst ist, dass die Inkas Schnüre mit Knoten benutzten, um zu kommunizieren, weil bis dato keine Schrift von ihnen bekannt ist.
Leider blieb vieles in der Ausstellung unbeantwortet, was aber den Stand der geschichtlichen bzw. wissenschaftlichen Aufarbeitung der Inka-Kultur bedingt.
Eins ist uns allerdings an der Kasse aufgestoßen.
Als ich in Bezug auf das Fotoverbot freundlich fragte, ob es eine Foto-Erlaubnis für Journalisten, wie im Landesmuseum Württemberg, gäbe,wurde harsch darauf hingewiesen, dass Fotoapparate bzw. u.ä. Geräte direkt konfisziert würden und erst nach Löschung der Bilder in frühestens einer Woche zurückgegeben würden.
Der weißhaarige Mann mit dem Schnurrbart bewertete seine Kompetenzen über, denn Kameras konfizieren dürfen nur Polizisten bzw. Exekutivbeamten (gegen Quittung und „offizieller” Begründung), ansonsten wäre es räuberischer Diebstahl gemäß §252 StGB.
Ebenso darf niemand ohne richterliche Verfügung Fotos von Kamera löschen , was Sachbeschädigung gemäß §303 StGB und bei digitalen Speichermedien eine rechtswidrige Datenveränderung gemäß §303a StGB wäre.

Ja, ja, ja…
Es gäbe zwischen den Grünen und der CDU mehr Differenzen als Gemeinsamkeiten, sagte der Elvis-Verschnitt aus Istanbul Cem Özdemir nach dem zweiten Sondierungsgespräch.
Man sei nicht übereingekommen über „Sozialpolitik“, „Mindestlöhne“, „Europapolitik“, hörte man auch von der Grönaz (Größte Nervensäge aller Zeiten) Claudia Roth, aber auch das „Hauptanliegen“ Energiewende sei kaum konkret gewesen.
Die Ablehnung weiterer Gespräche kam von den Grünen, obwohl CSU-Chef Horst Seehofer noch kurz vorher sehr zuversichtlich klang.
Es sei eine angenehme Atmosphäre gewesen, aber diesmal könne die Brücke keine Legislaturperiode lang halten, setzte Cem Özdemir noch einen drauf und ignorierte, dass die CDU den Grünen in Fragen der (ökologischen) Landwirtschaft, der Flüchtlingspolitik, Integration und sogar im Tierschutz sehr weit entgegengekommen war.
CDU-Generalsekretär Gröhe sah eine Chance für Schwarz-Grün, wurde jedoch ebenso von den Grünen enttäuscht wie die anderen Verhandlungsführer der Christdemokraten.
Den Ausschlag für die Grünen hatte ergeben, dass die CDU keine (enormen) Steuererhöhungen akzeptieren wollte, die zudem für die Wirtschaft schädlich wären.
Dass Cem Özdemir die CDU lobte und eine Koalition vielleicht beim nächsten Mal in Aussicht stellte, zeigt nur den ambivalenten Charakter Özdemirs, der sich immer gerne selbst als Gewinner feiert.
Böse Stimme sagen allerdings, er könne von Glück reden, dass er „Quoten-Türke“ bei den Grünen sei, denn so sagt man, würde man ihn wegen seines Versagens auch im Bundestagswahlkampf nicht einfach so absägen.
Die Grünen haben hoffentlich bemerkt, dass sie mit ihrer Doktrin der Besserwisserei und des moralischen Fingerzeigs nicht weiter kommen.
Aber anstatt der Realität in die Augen zu schauen, leben sie lieber das Fluchtsyndrom aus.

Eine überzeugte „Anthrosophin” knickte beim Herabsteigen einer Treppe auf der letzten Stufe um und zog sich eine schwere Sprunggelenksdistorsion zu.
Da sie der „Schulmedizin” den Kampf angesagt hat, und die „alternative Medizin“ bevorzugt, rieb sie den schmerzende Knöchel mit Arnikasalbe ein, schluckte ein paar Globuli und hing sich einen” Heilstein”, der ihr Kraft geben sollte, um den Hals.
Zwei Tage später erzählte sie freudestrahlend ihrer Umgebung, was ihr widerfahren war, und wie sie sich therapiert hatte.
An gleichem Tag hatte sie sich das Sprunggelenk mit einer schmerzstillenden Salbe, die sie vom Arzt verschrieben bekam, eingerieben und bandagiert.
Nun konnte sie beschwerdefrei laufen.
Wer hat nun den Fuß geheilt?
Die „alternative Medizin” oder Schluss endlich doch die „Schulzmedizin” … ?
In ihren Augen war es die „alternative”, und sie trug den Heilstein immer noch stolz um den Hals.
Doch wenn es so wäre, warum hat sie sich den Knöchel mit „Salbe aus der Schuldmedizin” eingerieben?
Wer heilt hat Recht?

Heute war ich am Stuttgarter Fernsehturm und machte Fotos.
Als ich mich innen umsah, kam ich ins Gespräch mit einem der Techniker.
Da mir eine Frage auf den Nägeln brandte, fragte ich den Techniker, ob es stimme, dass ein Gutachten vorliege, dies aber Fritz Kuhn, (noch amtierender) Oberbürgermeister von Stuttgart, nicht reiche, woraufhin dieser noch zwei „neutrale“ Gutachten zur Verifikation bzw. Falsifikation in Auftrag gegeben hätte.
Dies verneinte der Techniker, indem er sagte, die Stadt Stuttgart – respektive Kuhn – würde kein Geld ausgeben für Gutachten bezüglich des Fernsehturms, denn diese Kosten müsste der Betreiber des Fernsehturms tragen, also der SWR (Südwestrundfunk).
Er sagte, dass der Gutachter verschiedene Vorschläge vorgelegt hätte, wie man den Fernsehturm umgestalten könne, dass er bald wieder in Betrieb gehen könne.
Ich fragte nach der Sache mit dem Theater.
Das stimme, sagte der Techniker, allerdings sei die Genehmigung, die für Schaustellbetriebe wie dem Theater, gelte genauer und engangelegter als die für den „normale“ Betrieb des Fernsehturms.
Ein Problem sei aber auch gewesen, dass die so eben genannte Genehmigung erweitert wurde auf den ganzen Fernsehturm.
Der Fernsehturm ist, weil er der erste Fernsehturm der Welt ist, ein Sonderbauwerk und dafür gelten keine Vorgaben wie bei anderen Bauwerken.
Es schiene aber so, so konnte ich in Erfahrung bringen, dass man dies nicht in vollem Maße berücksichtigt habe, denn nur so ist die kuriose Entscheidung zur Schließung des Fernsehturms gewertet werden.
Ich erfuhr, dass es außerhalb dieser Genehmigung, deren Bewertung zur Schließung geführt hatte, immer diese „Sondergenehmigung der ersten seiner Art“ gegolten habe.
Darin sei eingeschlossen geweesen, dass die Besucher bei einem Brandt hätten auf der Plattform bleiben sollten bzw. über das Treppenhoch – 772 Stufen !!! – auf die Plattform kommen. Im Falle eines Brandes darf der Aufzug nicht benutzt werden.
In dem Fernsehturm sind sehr sensible Branddetektoren eingebaut. Diese sind so sensibel, dass diese einen Brand gemeldet hatten, als bei Wartungsarbeiten im Aufzugsschacht und im Wartungsschacht mit einer Farbdose Markierungen aufgesprüht worden sind.
Es sind Gaslöscher im Aufzugschacht und im Wartungsschacht vorhanden und Sprinkleranlagen in sonstigen Bereichen.
Im Brandfall würde die Gaslöschanlagen einen Brand in den Schächten in kürzester Zeit ersticken.
So kam man nämlich dazu, dass bei einem eventuellen Brand die Besucher auf der Plattform ausharren sollten.
Nach der Löschung könnte man die Besucher wieder zurück auf den Erdboden bringen.
Die Treppen, die als Notausgang gelten könnten, sind an der engsten Stelle dreiundfünfzig Zentimeter breit und im anderen Bereich ca. einen Meter. Nach neuen Vorgaben müsste ein Fluchtweg ein Meter fünfundzwanzig breit sein.
Ironisch meinte der Techniker, dürften eben keine Personen mehr hoch, die breiter als 53 Zentimeter wären.
Ebenso sprach er an, dass im Grunde genommen keine Behinderten mehr auf den Turm mehr dürften.
Man habe dies immer wohlwollend getan, er kritisierte aber auch sich selbst, dass er besonders schwer Geistigbehinderte mit hoch genommen hätte, was im Nachhinein betrachtet sehr schlimm sei, da diese Gruppe Menschen sich überhaupt nicht retten könnten bzw. selbstständig agieren könnte.
Er sagte, dass bei so einem Sonderbauwerk, wie der Stuttgarter Fernsehturm es sei, keine Behinderter mitgenommen werden dürften nach oben, denn z.B. welche, die im Rollstuhl säßen, hätten sehr arge Probleme.
Er sagte aber auch, der Fernsehturm sei zu seiner Bauzeit nicht nach Vorgasben der Jetztzeit, sondern seiner Zeit mit allen gültigen Normen und Vorgasben errichtet worden und gelte eben deswegen schon als Sonderbauwerk.
Nicht zu verstehen ist auch, welche feuerresistenten Materialien schon im Fernsehturm verbaut sind.
Das Interieur des Restaurants „Oben“ musste besonders feuer- und brandsicher sein.
Ein Probesessel wurde gebaut, dieser durch Gutachter versucht in Brand zu setzen, was aber nicht gelangt. Danach wurde ein Gutachten mit Modifikationen und Indikationen der Bauweise des Sessels fixiert. Nach dieser „Anleitung“ wurde noch ein „neuer“ Sessel gebaut und dieser nochmals malträtiert. Nachdem dieser Proforma-Massenprodukt-Sessel nicht brannte, wurde die Erlaubnis erteilt, dass in „Oben“ diese Sessel eingesetzt werden durften.
Es ist klar, dass Brandschutzverordnungen, die auf neuen Erkenntnissen basieren, verfeinert und erweitert wurden, doch man könnte den Stuttgarter Fernsehturm als – was er auch ist – Sonderbauwerk ansehen.
Die Rahmenbedingungen für eine Brandprävention sind schon lange gelegt und umgesetzt, nur muss jemand die Verantwortung übernehmen, dass der Fernsehturm wieder öffnen darf bzw. dürfte.
Dies scheint das Problem zu sein.
Wenn der Fernsehturm nach Vorschlägen aus dem Gutachten umgebaut würde, würde es ungefähr bis zur Wiedereröffnung bis Ende 2014 dauern, da man ja auch nicht ad hoc in ein paar Tagen umbauen könnte.
Anstatt aus der Erfahrung zu schöpfen, wartet man lieber auf TAUSENDPROZENTIGE Erfüllung als auf hundertprozentige.
Nur schade, dass der Fernsehturm – Wahrzeichen Stuttgarts – und Stuttgart unter der Entscheidungsunfähigkeit und Verantwortungsunfähigkeit seines grünes Oberbürgermeisters leiden muss.


In Limburg wird ein neuer Bischofssitz gebaut.
Anfänglich sollten es fünf Millionen Euro sein, dann war von zehn Millionen Euro die Rede und plötzlich – laut Informationen des Bistums Limburg – einunddreißig (31) Millionen!
Der Bischof von Limburg, Tebartz-van Elst, findet dies nicht schlimm, denn schließlich habe er eine große Aufgabe den Menschen gegenüber und sooo teuer sei dies auch nicht.
Ferner gibt er den Medien die Schuld, denn diese hätten permanent gehetzt, hätten gebohrt, gespitzelt und Dreck gegen die neue Bischofsresidenz geschleudert.
Er sieht sich als Opfer!
Er ist vor einigen Wochen übrigens mit einem First-Class-Flug nach Indien geflogen, um „Schäfchen“ zu besuchen, und hatte auch direkt wieder eine Ausrede für die Geldverschwendung parat. Die „Schäfchen“ hätten sich sooo gefreut auf ihn und er wolle eben nicht – wenn er billiger geflogen wäre – schlecht gelaunt und mürrisch sein. Das hätten sich die „Schäfchen“ nicht verdient.
Er findet es auch nicht schlimm, wenn er seine engsten Mitarbeiter anlügt oder falsches Zeugnis vor der Staatsanwalt bezüglich des obengenannten Flugs macht.
Auch seine selbstherrlichen Höhenflüge sind für ihn „normal“, denn schließlich ist er „Gottes Vertreter“ oder zumindest einer (der wichtigste?) davon.
Ebenfalls ist er auch dafür bekannt, Kirchenvermögen in hohem Maße für sich in Anspruch zu nehmen.
Dass er in Münster, Westfalen, als er dort Weihbischof war, eine aufwendige Wendeltreppe im Garten seines damaligen Sitzes bauen lassen wollte, weiß er plötzlich auch nicht mehr. Da dies Vorhaben nicht geklappt hat, kann man es ja „gut” verdrängen.
Die Preisschraube in Limburg haben viele Sonderwünsche nach oben gedreht.
Anstatt eines „normalen“ Adventskranzes musste Tebartz-van Elst einen freischwebenden Prunk-Kranz haben, für den extra nochmals die Decke aufgerissen werden musste, was die Kosten des Kranzes alleine verZEHNfachte.
Koi-Karpfen im Teich eines Designer-Gartens (!!!) lassen natürlich auch Preise nach oben schießen.
Im Wohnbereich hat sich der Teuerste Bischof AlleR (T)Zeiten Luxus pur, wie eine beheizbare Zimmerdecke, eine Sauna, Edelsteinbesätze, eine freistehende Badewanne und nicht zu vergessen einen Weinkeller und viele teure Dinge mehr gegönnt.
Größenwahn könnte man dies nennen!
Das Diozesancaritasdirektorium und der Priesterrat der Diözese Limburg kritisierten vor allem, dass es dort kein Controlling gäbe oder Kritiker mundtot gemacht würden.
Mal ganz zu schweigen vom beinahe-totalitärem Führungsstil Tebartz-van Elsts!
Es scheint aber Licht am Ende des Tunnels zu geben.
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Zollitsch, will den Fall vor dem Papst erörtert sehen und wird ihm berichten.
Aber auch, dass die Hamburger Staatsanwaltschaft einen Strafbefehl gegen Tebartz-van Elst wegen falscher eidesstattlicher Versicherungen in zwei Fällen beantragt – First-Class-Flüge – hat, ist nicht wegzudiskutieren.
Wir sind gespannt, wie es weitergeht, denn auch ein Rücktritt des Skandal-Bischofs ist im Gespräch.

Am 5.10.2013 gewann Teutonia Weiden mit 5 zu 1 gegen Sportsfreunde Hörn, wobei Nina Gundlach zwei Tore für Weiden schoss.
Die Bilder zu dem Mädchen-Fussball-Spiel sind unter http://www.syntronica.com/teutonia/ zu finden.
Teutonia Weiden hält sich weiter auf den ersten Platz.
- Bilder zu dem Spiel