Fernsehen

Roll over Beethoven

 

„Wenn die Klügeren immer nachgeben
… machen Sie nur das, was die Dummen wollen!”

 

 

ja-nein-torte

Vor einem Jahr haben die (wahlberechtigten) Bürger von Baden-Württemberg in einem sog. Volksentscheid bzw. Volksabstimmung darüber entschieden, dass das Land Baden-Württemberg weiterhin Partner und Investor bei dem Bahnhofumbau – Projekt Stuttgart 21 (S21) – bleibt.

Die Entscheidung fiel so aus, dass 58.8 % der Wahlberechtigten „Nein zum Ausstieg” sagten.

Die S21-Gegner zeigt schon vor einem Jahr ihr wahres Gesicht, obwohl sie sich ja selbst als „Demokraten” deklarierten, indem sie den von ihnen geforderten Volksentscheid nicht akzeptierten und dümmlich behaupteten, dieser sei nicht „legal” abgelaufen.
Übrigens genau so wenig wie das Ergebnis der von ihnen geforderten Schlichtung zu S21, den von ihnen geforderten Stresstest und dergleichen mehr!

Selbst ernannte Experten, die größtenteils aus anderen Ressorts kommen, machen sich über Gutachten her oder meinen, sie könnten irgendetwas falsifizieren, was aber bei näherem Hinschauen nur peinlich ist.
Die „Methodik” funktioniert dabei nach folgendem Muster:

  1. „Gutachter”: „Dieser Punkt stimmt nicht, weil die Bahn nicht die Eingangsparameter offenlegt.”
  2. Bahn: „Wir haben alle Parameter offengelegt.”
  3. „Gutachter”: „Haben Sie nicht.”
  4. So geht es dann hin und her, bis die Gegner nach kürzester Zeit „Lügenpack” in Richtung der Bahn gröhlen.
  5. Bahn: „Welche Parameter haben Sie benutzt, um zu dem Urteil zu kommen?”
  6. „Gutachter”: „Die gleichen wie Sie”
  7. Bahn: „Welches Simulationprogramm haben Sie benutzt?”
  8. „Gutachter”: „Ein altermatives, Ihnen wohl nicht bekanntes, das besser ist als das,was Sie benutzen”

Es kursieren auch die wildesten Verschwörungstheorien.
Ein Paradebespiel ist „Stuttgart erstickt”.
Es werden bekanntermaßen ca. 200 Bäume gefällt und 5000 (!!!!!) neue gepflanzt. Es wurden aber auch zig Bäume mit einem Riesen-Aufwand versetzt und so erhalten.
Irgendein Gärtner bzw. Gartenbauer meinte, wenn die Bäume gefällt würden, ersticke Stuttgart, weil diese „Unmengen” an Sauerstoff erzeugten. Dieser Sachverhalt ist schon deswegen abwegig, weil schon ca. 150 Bäume gefällt wurden und Stuttgart nicht erstickt. Andererseits gibt es in Stuttgart ca. 100 000 Bäume, wobei 200 irrelevant sind.
Diese Lügerei, bei der auch behauptet wird, dass die neuen 5000 Bäume nicht soviel Sauerstoff erzeugen könnten wie die alten 200, wird immer und immer wieder aufgetischt, egal wie oft sie schon widerlegt wurde.

So geht das Geplänkel hin und her. Die „Gutachter” reden sich den Mund mit Halbwahrheiten fusselig und sagen nichts zur Sache, aber tönen groß herum.

Die Offenheit, die die Gegner fordern, halten sie also selbst nicht ein.

Nachdem Fritz Kuhn nun zum Oberbürgermeister von Stuttgart gewählt wurde, hat er sich sehr weit aus dem Fenster gelehnt und wollte einen Bürgerentsched bezüglich der Weiterfinanzierung von S21, wobei er aber vonseiten der SPD Ärger bekam.

Von den Keintologen – hämisch für S21-Gegner – gibt es nichts Neues.

Sie wollen einfach nicht die Realität anerkennen und tischen dabei weiter ihre Lügen auf.

Volksentscheid ist Volksentscheid!

 

Wir hatten ja kurz vom Besuch der Bundeskanzlerin in Stuttgart berichtet und angekündigt, noch mal auf das schlechte Benehmen der Keintologen – hämisch für Stuttgart-21-Gegner – einzugehen.

Wie es der Zufall wollte, kam um kurz vor 15 Uhr noch mal eine Vielzahl von S21-Gegner auf den Marktplatz.
Dann marschierten Angela Merkel zusammen mit Oberbürgermeisterkandidat Sebastian Turner, gefolgt von Sicherheitsbeamten, durch die Masse über den Marktplatz zur Bühne.
Währenddessen erhöhte sich die Lautstärke der S21-Gegner ins Unermessliche – Trillerpfeifen, Sirenen (mit Kurbeln), Tröten und Vuvuzelas.
Dieser Lärmterror ging nur von einer Ecke aus, nämlich dort, wo die Prominenten herliefen.

Nachdem die Kanzlerin auf der Bühne angelangt war, wurden alle, die nicht meinungskonform mit den S21-Gegnern waren, von eben denen als „Lügenpack“ bezeichnet.
Manche Transparente, die hochgehalten wurden, konnte man mit gesundem Menschenverstand nicht verstehen.

Während die Kanzlerin und Herr Turner sprachen, kam man sich beim Beobachten der Keintologen vor, als entsprängen sie einem Kuriositätenkabinett.

Ein Blinder, der laut eigenem Bezeugen nur noch Licht und Schatten als dunkle oder helle Schemen sehe, aber nichts Greifbares daraus erkennen könne, ging zielstrebig durch die Masse, ohne jemanden anzurempeln, auf Freunde zu und ging eben so zielstrebig nach der Unterhaltung mit ihnen, wie schon auf dem Weg zu ihnen, ohne weißen Stock oder sonstigem Taster ohne Holpern die Treppen zum Rathaus hoch.

Während Angela Merkel sagte, es ginge gar nicht nur um Stuttgart 21, und Baden-Württemberg als das Land der Tüftler und Industriegrößen hervorhob, wurde die Lautstärke der S21-Gegner nicht leiser, sondern bewies einmal mehr, dass es nicht darum ging, die Meinung anderer überhaupt anzuhören, sondern direkt unhörbar zu machen.

Beim Thema Stuttgart 21 (S21) (re)agierten sie wie pawlowsche Hunde und bellten bzw. krakeelten noch lauter „Lügenpack“ herum als am Anfang. Sie beleidigten also weiter Andersdenkende und pfiffen wieder wie verrückt.

Durch die Masse stiefelten auch Aufwiegler.
Einer schaute, wo viele Leute standen, und begann mit Hasstiraden a la „Haut ab – Haut ab!“
Dafür bekam er Ärger mit Leuten vor uns, die Tacheles mit ihm redeten.
Wie erwartet schnappte er laut und aggressiv um sich, erhielt aber nur als Antwort: „Wenn es dir nicht gefällt, dann geh doch!“ und verzog sich dann.
Er machte aber an anderer Stelle unbeirrt aggressiv weiter.

Man stellt sich als Demokrat und Humanist die Frage, was bei diesem Gesocks Klientel verkehrt gelaufen sein muss.
Sie behaupten von sich, dass sie demokratisch seien und sich dementsprechend verhielten.
Gleichzeitig bedienen sie sich aber der Trillerpfeife, damit niemand anders mehr gehört werden kann, eben die gegenteilige Meinung nicht.
Es ist auch in deren Augen die Meinungsfreiheit eingehalten, weil sich ja jeder angeblich eine Trillerpfeife besorgen könnte.
Trillerpfeife gegen Trillerpfeife!!!

Ein Bekannter von uns ist nach der Veranstaltung – beide mit Turner-Brezel – an Revers – an der sog. Wahnmache – Mahnwache – vorbeigelaufen.
Beide wurden von denen aus der Wahnmache direkt beleidigt, obwohl sie nichts sagten und einfach nur davor herliefen.

micelin-publikum

Der „Kleine Dicke” ist tot.

Bei Facebbok, Google Plus, Twitter und anderen sozialen Netzwerken hat fast jeder etwas dazu veröffentlicht – Artikel auf Nachrichten-Seiten, Zeitungen, Bilder von ihm etc. pp.

Man trauerte – Jeder schien zu trauern.

Wir – jeder von uns – veröffentlichten bei Facebook Folgendes:

Ich habe ihn noch nie gemocht, und jetzt, wo er tot ist, heuchle ich auch keine Trauer und hebe ihn auch nicht kondolierend in den Himmel.

Direkt wurden einige „treue Fans” vom „Kleinen Dicken” in ihrer „Trauer” gestört und gingen uns an als welche, die ein Sakrileg begangen hätte.

Wie kann man auch nur die „Trauer” damit stören, indem man „sowas Gemeines” sagt?

Es tauchte wieder der Spruch man dürfe über Tote nichts Negatives sagen, worauf wir damit konterten, dass „De mortuis nihil nisi bene” bedeute, man dürfe Verstorbene auch kritisieren, aber auf eine faire Weise (da sie sich nicht mehr verteidigen könnten).
Das wollte die trauernde Gemeinde nicht hören und schlug verbal auf uns ein.

Einige Facebook-Freunde kündigten uns die Freundschaft. Einer blockierte Glühwürmchen alias Superfliege sogar, so dass er für sie unsichtbar wurde.

Das Kuriose dabei ist allerdings auch, dass auch diejenigen uns angegangen haben, die den „Kleinen Dicken” nicht mochten und sich ausließen, dass er fett gewesen sei, seine Witze meistens unter die Gürtellienie gingen und so weiter.

Es lebe der Opportunismus!

Lesezeichen Kissenschlacht - Glühwürmchen und Herzbeben - IKEA

Wir hatten kürzlich geschrieben, dass wir mit der schwedischen Möbelkette IKEA angebändelt hatten, um als Models zu starten.

Nun gibt es auch IKEA-Lesezeichen von uns mit dem Spruch:

„Erstmal eine Kissenschlacht anzetteln”

Roll over Beethoven

 

„Der Grad zwischen perfekter Lüge und Schizzophrenie ist sehr sehr dünn.”

 

 

3D - Muster

Wir waren kürzlich bei einem Markt für Unterhaltungselektronik und schauten uns auch bei den 3D-Fernsehern um.

Zwei Jugendliche versuchten, dreidimensionales Fernsehen zu schauen.

Sie trugen Brillen. Einer von ihnen ging nach vorne, wieder zurück, schwankte und setzte dann die Brille wieder ab.

Er sagte:

„Das bringt nix. Mein Gehirn ist dafür nicht gelevelt.”

brain-storming

Gestern abend war Bambi-Verleihung.

Peter Plate von Rosenstolz, die auch einen Bambi für das gelungenste Comeback bekamen, ging in seiner Dankesrede darauf ein, dass er den Bambi als große Auszeichung ansehe, die auch Verantwortung trage, und gab zu bedenken, dass er es nicht gutheißen könne, dass jemand einen Bambi bekomme, dessen Texte seiner Musik von Diffamierungen gegen Andersgläubige und Homosexuelle, Sexismus und Frauenfeindlichkeit strotzten.

Gemeint war der „Skandal-Rapper” Bushido, der den „Bambi für Integration” verliehen bekam.

Bushido, der vor seiner „Karriere” als Rapper in der der Drogen-(Kriminalitäts-)Szene zu Hause war setze sich für Integration Jugendlicher ein, wobei er auch solche Projekte (persönlich) unterstütze, ging der Laudator Peter Maffay auf Bushido ein.

Bushido hielt keine Dankesrede.

Er wirkte sehr unsicher und nervös, seine Rede war sehr abgehackt, stellenweise inkontextuell, weil er sich mehrmals wiederholte und seine Grundstimmung war aggressiv.
Man konnte ihm anmerken, dass er mit der Kritik, die auf ihn einprasselte, nicht umgehen konnte.
Das mehrmalige Wiederholen der Phrase: „Mir ist egal, was man über mich denkt und sagt” und das eigene In-Abrede-stellen, dass die Kritik in träfe, war ein Armutzeugnis seiner selbst.

Inhaltlich kam außer dieser Rechtfertigung seiner eigenen Kritikunfähigkeit leider nichts herüber, auch wenn er sich bemühte, irgendetwas zum Thema „Integration” von sich zu geben und mehrmals von „zweiter Chance” zu brabbeln.

So ist es eben, wenn man selbst gerne austeilt, aber keine Kritik einstecken kann!

„Isch weiß, wo Dein Haus wohnt.”

Nachtrag, 12.11.2011

Heino, Volksmusiksänger, hat sein Bambi zurückgegeben mit der Begründung:

„Ich bin oft beschimpft und unberechtigt in die rechte Ecke gestellt worden, weil ich deutsche Volkslieder singe, die ein Teil unseres Kulturgutes sind. Und dieser Kerl, der offen menschenverachtende Lieder singt, bekommt auch noch einen Preis? Wo leben wir denn eigentlich?“

Endlich mal jemand, der Tacheles redet und handelt!

Undercover Incognito ::: 434320_R_B_by_johannes vortmann_pixelio.de

Man muss nicht (wirklich) alle Folgen gesehen haben …

In der Fernsehreihe „Undercover-Boss” wollten Manager „ganz unten” in der Firmenhierarchie arbeiten, um zu sehen, wie es dort zugeht und ob man Prozesse optimieren kann.

Das wollte man uns zumindest Glauben machen!

Die „Undercover-Bosse” arbeiten ingonito als Lagerarbeiter, Küchenhelfer und Zimmermädchen bzw. Roomboy.
Niemand wusste, wer die Neuen wirklich sind und so konnten sie sich umschauen, wie es „ganz unten” aussah.

Die „Undercover-Bosse” hatten nach ein paar Tagen alles gesehen und riefen die „Kollegen” zum Rapport.
Die „Kollegen” erfuhren dann, mit wem sie gearbeitet hatten.
Es gab Lob, und die Mitarbeiter wurden geehrt.
Es gab einen Kochkurs, eine Reise, mehr Lohn und eine Beförderung, nicht zu vergessen der Lob!

Das war es auch schon!

Was sich so toll anghört hatte, entpuppte sich als heiße Luft.
Die „Undercover-Bosse” redeten vor laufender Kamera davon, wieviel die Mitarbeiter leisteten.
Laut eigenem Bekunden hatten sie viel gelernt über die Arbeitsabläufe.
Was es aber genau war, blieben sie schuldig.
Sie übten sich in Standard-Floskeln, die jeder kennen sollte und schon zum Repertoire jedes Verantwortlichen gehören und die man schon unendlich oft gehört hatte.

Die naiven Mitarbeiter waren beeindruckt von den „tollen Chefs”, die extra zu ihnen gekommen waren und von denen sie unabhängig voneinander sagten, dass es schön wäre, dass sie nicht kontrolliert worden seien, um dann bestraft zu werden, sondern genossen es laut eigener Aussagen, in gepflegter Runde zu reden.

Die angespannten Gesichter, als sie in den Foyers der Chefs warteten, und dann das Aufatmen, als sie erfuhren, worum es „wirklich” ging, war schon von vornherein klar.
Man kann es sich schnell klarmachen.
Ein „kleines Licht” wird nach „ganz oben” zitiert und hat erstmal Angst.
Die Anpannung ist sichtbar, und die Erleichterung ist einer Erlösung gleichzusetzen.

Was an der Resummèe-Folge schade war, ist, dass die Chefs nur abgedroschene Phrasen von sich gaben und in keinster Weise konkret wurden, was sie denn nun gelernt hatten und was sie nun ändern wollten.
Es kam keine Bemerkung wie z.B.: „Das Zimmermädchen bekommt mehr Zeit, um die Zimmer auf Vordermann zu bringen.” oder : „Wir werden mehr Personal einstellen.”.

Sehr schade!

Die Intention der Serie wurde nicht deutlich, ebenso wenig wurden Versprechen eingehalten.

 

Bild: Piexelio / Vortmann

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