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Am Samstag, den 27. Februar 2016, war der amtierende Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann, im Böblinger Congress Center geladen. Dies fand im Rahmen des Wahlkampfes zur Landtagswahl (13.3.2016) statt. Eingeladen war er von der Landesvorsitzende der Grünen, Thekla Walker, sowie den Grünen in Böblingen.
Zu Anfang begrüßte Thekla Walker, Kandidatin des Wahlkreises 5, die Besucher. Sie umriss kurz, wofür die Grünen stünden und machte auch deutlich, dass der (aller)erste grüne Ortsverein 1979 in Böblingen und Sindelfingen gegründet wurde.
Danach ging es übergangslos zur „Fragestunde“ mit Winfried Kretschmann und Thekla Walker weiter.
Winfried Kretschmann sprach nicht zu den Besuchern.
Was schade war und uns überrascht hatte, war, dass bei der „Fragestunde“ keine direkten Fragen von den Besuchern im Publikum zugelassen waren. Im Vorfeld scheint es wohl möglich gewesen zu sein, Fragen auf eine Karte zu schreiben, die laut der Moderatorin angeblich durch „Zufallsprinzip“ gezogen worden wäre. Das Ziehen der Karten und die Vor-Auswahl hatten vor der Plauderrunde stattgefunden.
Auch war seltsam, dass die Fragen der Böblinger zum Schluss dran kamen. Dabei wurden kurz drei bis vier Themen angerissen und das war’s.
Die Runde war wohl vorher besprochen und organisiert worden, sollte aber als spontan verkauft werden.
Der „grüne Landes-Opa“, wie Kretschmann auch ironisch genannt wird, ging kurz darauf ein, wie es war, als die Grünen plötzlich die Regierung in Baden-Württemberg stellten. „Wenn man in der Opposition ist, glaubt man: ‚Die Regierung tut nichts.‘“, sagte er, „doch wenn man dann selbst dran ist, sieht man, dass es nicht so schnell geht. Einmal steht europäisches Recht im Weg, ein anderes Mal gibt es dann Probleme mit unserer Verfassung, vielen Vorschriften und dergleichen.“
Es ging auch darum, wie die Grünen den ÖPNV – Öffentlicher Personen-Nah-Verkehr – neu regeln wollen. Allerdings war das Argument von Thekla Walker, man wolle 60 Prozent des Verkehrsetats in den ÖPNV stecken, sehr schwach.
Auf Telematik wurde nur kurz eingegangen. Kretschmann erzählte langatmig, aber nicht informativ, dass es „Kommunikation zwischen Autos” etc. gäbe, kam aber nicht zum Punkt.
Kurze Statements zu Volksentscheiden kamen uns eher wie auswendig gelernte Floskeln vor, die damit endeten, dass es mit dem Volksentscheid zu Stuttgart 21 eine Befriedung der Bevölkerung gegeben hätte.
Wer im Thema steckt, wird etwas anderes sagen, denn es ist immer noch wie vor fünf Jahren so, dass die Stuttgart-21-Gegner weiterhin verbal randalieren. Die Stuttgart-21-Gegner hetzen weiterhin gegen alle, die nicht ihrer Meinung sind, prügeln verbal auf diese ein und wiederholen permanent Parolen und Thesen, die schon längst mehrfach gegenbewiesen sind.
Eine Befriedung ausgehend von diesen Reihen gibt es nicht.
Es ging auch kurz um die Flüchtlingspolitik, aber mehr als Appelle, dass alle etwas leisten sollten, kamen nicht.
In Gesprächen mit Grünen während und am Rande der Veranstaltung merkte man, dass sich keiner traute, etwas gegen die „offizielle Linie” zu sagen.
Auch die Thesen, die „Neuen” brächten viel mit, was Deutschland gebrauchen könnte, zog nicht.
Kretschmann sagte, dass – Stichwort „Integration” – ebenfalls viele Deutsche auch nicht in unserer Gesellschaft integriert seien, nämlich die, die Brandsätze auf Asylantenheime würfen. Dies kam nicht bzw. nur schwach an bei den Zuhörern.
Kretschmann meinte in einem Nebensatz, er möge die „Alternative für Deutschland“ nicht und log, indem er sagte, die AfD sei rechtsradikal.
Dann ging es um das „Gehört-Werden“, was aber urplötzlich gar nicht mehr so offenohrig war, wie es die Grünen immer behauptet hatten. Man müsse auch mal „Kante zeigen“, sagte Kretschmann, relativierte aber wieder, nachdem er von „Durchregieren“ gesprochen hatte.
Kretschmann kam in diesem Kontext darauf zu sprechen, was er „Gesellschaft des Streits” nannte. Eine Gesellschaft sollte dies sein, die Transparenz bei Entscheideúngen wolle und ihren Unmut oder aber aber auch Vorschläge kundtue. Denn nur mit „zivilisiertem Streit” – also der Auseinandersetzung – könne man dies erreichen. Aber schnell kam er wieder aufs „Durchregieren” zu sprechen, da es nicht dazu kommen dürfe, dass nur noch diskutiert würde. Die Entscheidung, ob eine Diskussion zu Ende sei, bestimmte nach Kretschmanns Worten die Regierung.
„Gehört-Werden” klang eher nach „Reden, solange wir wollen”.
Es ging auch um ökologische Wirtschaftskonzepte, doch dies war eher im Bereich „Utopia“ angesiedelt. Kretschmann und Walker sprachen davon, dass Ökologie und Ökonomie unter einen Hut zu bringen seien, redeten von Fortschritten im Vorzeigeland Baden-Württemberg, ließen aber konkrete Beispiele weg.
Kretschman und Walker lobten, dass im Landkreis Böblingen sehr viele IT-Unternehmen angesiedelt seien, erzählten, welche Wirkung es hätte, wenn gerade diese Firmen ökologisch agierten, kamen aber nicht darauf zu sprechen, welche tollen Innovationen davon ausgingen.
Viele der Themen, die auf „Karten” von einigen der angeblich 800 Besucher aufgeschrieben worden waren, wurden nur bruchstückhaft beantwortet, viel Konkretes ließ und lässt auf sich warten. Kretschmann wirkte auch stellenweise sehr zerstreut, und es schien so, er wäre nicht bei der Sache.
Viele Antworten waren sehr realitätsfern.

Eine kleine „Aktion”, die wir geplant hatten, gelang uns auch.
Wir trugen Pro-Stuttgart-21-T-Shirts mit der Aufschrift „Lieber unten durch als zurückgeblieben.“
„Superfliege” schaffte es, sich von Medien wie „Energy Radio“, „ARD“, oder „Sindelfinger / Böblinger Zeitung“ u.v.m. zusammen mit Kretschmann – Stuttgart-21-Gegner – ablichten zu lassen.
Das T‑Shirt ist deutlich auf den Fotos zu sehen.
Was allerdings ebenso einen negativen Geschmack hatte, war der Umgang von Sicherheitsleuten mit uns als Pressevertreter.
Uns wurde mehr oder minder „befohlen”, die Taschen sowie unsere Mäntel an der Garderobe abzugeben.
Wir gingen zurück ins Parkdeck und nahmen nur noch die Kamerautensilien, einen Schreibblock und den Presseausweis mit.
Als wir wieder hineinkamen, wurde vor uns jemand mit großer Tasche hereingelassen.
Wir ntervenierten, warum dies gehe.
„Der Mann ist von der Zeitung”, wurde uns gesagt.
Nach nochmaligem Vorzeigen des Presseausweises ruderte man plötzlich zurück und entschuldigte sich für die „forschen jungen Männer am Eingang”.

Momentan sind in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt die „heißen Wahlkampfphasen” zu den Landtagswahlen.
Das politische Klima wird immer unerträglicher, besonders bei den Altparteien – CDU, SPD, FDP und Grüne – setzt sehr oft Schnappatmung ein.
Der Stein des Anstoßes ist …
Die Alternative für Deutschland (AfD).
Die AfD legt rasant zu, und laut Prognosen stehen die Quoten bei zehn bis zwölf Prozent.
Wären Bundestagswahlen, könnte die AfD auch mit knapp zehn Prozent in den Bundestag einziehen. Bei der vorigen Bundestagswahl scheiterten sie mit 4,7 Prozent an der Fünf-Prozent-Klausel.
Da die Altparteien nicht mit den rasanten Aufstieg klarkommen. befinden sie sich in einem permanenten Schockzustand.
Aber anstatt über sich nachzudenken oder zu analysieren, wie es passieren konnte, dass ihnen die Wähler weglaufen, beißen sie wie wilde verletzte Tiere um sich.
Argumente gegen die AfD haben sie nicht, auch aufgebauschte Szenen vor AfD-Kundgebungen, die sie in den Medien hochpuschen, verhallen wieder und haben keine Relevanz für die Quoten der AfD.
Die Altparteien haben es verlernt, Lösungen zu entwerfen und diese durchzuziehen.
Innerhalb der „political correctness” darf man auch nicht stolz sein auf Deutschland. Man wird sofort als „Nazi” gebrandmarkt, wenn man sagt, man stehe zur deutschen Kultur oder den Leistungen, die Deutschland erbringt.
Wenn eine harmlose Partei als „Nazi-Partei” diffamiert wird, ist das eine Beleidigung der Opfer des Naziregimes.
Gleichzeitig relativiert man die Nazis als „gar nicht” so schlimm.
Die AfD spricht aus, was die Leute denken, aber die Altparteien nicht artikulieren wollen.
Die AfD wertet den Patriotismus auf, sagt aber gleichzeitig, dass Patriotismus nicht Nationalismus ist.
Die AfD hat nichts gegen Flüchtlinge, auch nichts gegen Ausländer, wie die Altparteien es behaupten. Die AfD sagt nur, dass Gäste sich an die anzupassen haben, die hier leben.
Sie steht für die Werte, die Deutschland sich seit Langem erarbeitet hat.
Die Altparteien sehen nur, dass die AfD des „Deutschtum“ hochhält, und schließen daraus, dass sie andere diffamiert und deswegen in den „Alt-Partei-Augen” eine „Nazi-Partei” ist..
So ist es leider bei ihnen. Sie stellen sich lieber unter das Licht der Gäste und verleugnen bzw. geben ihre kulturellen Errungenschaften auf, um ja nichts falsch zu machen, was ein kleiner größenwahnsinniger Österreicher negiert hatte.
Das Trauma 33⁄45 !
Die AfD kritisiert genauso „den Österreicher”, distanziert sich in jeder Form von ihm, wird aber als rechtsradikal gebrandmarkt. Denn, wenn jemand als rechtsradikal verleumdet wird, dreht sich ja jeder weg von ihm.
Keiner will solche Freunde oder Bekannten haben.
Das ist das perfide Spiel der Altparteien.
Die Altparteien wollen nicht begreifen, dass die Deutschen, denen dieses Land gehört, wollen, dass sich Gäste anpassen. Sie merken auch nicht, dass die Deutschen nicht bereit sind, Einschnitte hinnehmen zu müssen, um dann kurz später erfahren zu müssen, dass doch Geld da ist, für die „Neuen“.
Was ist daran, deutsche Werte in den Vordergrund zu stellen, ohne andere zu erniedrigen?
Nichts!
Die Altparteien ziehen lieber ihre verfahrene Linie weiter durch, anstatt aufzustehen und auf das Volk zu hören.
Jeder potenzielle Fehltritt der AfD wird von ihnen dokumentiert und aufgebauscht, doch das zieht nicht mehr, die Deutschen haben angefangen, über sich selbst und die Altparteien nachzudenken, und sie mögen „Ihre alten“ Parteien nicht mehr.
Das Volk begreift die Lügen und Intrigen und macht nicht (mehr) mit.
Der Wind dreht sich.
Wer seine Segel nicht in den Wind dreht, wird nicht in den Häfen – den Landtagen – ankommen.
Man muss nicht die AfD wählen, man sollte nur begreifen, wie Altparteien ticken und perfide agieren, wenn sie Angst um ihre Stimmen bekommen.
![]() | „Wenn Journalisten in vorauseilendem Gehorsam so berichten, wie es der Staat will – dann verraten Sie ihren Beruf.” |

Im Artikel 5 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland (Art. 5 GG) steht folgendes.
(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.
(2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.
(3) Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung.
Dies haben aber manche Politiker falsch verstanden.
Am 13.5.2016 wird ein neuer Landtag in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz gewählt.
Der SWR – Südwestrundfunk – lud daraufhin alle „etablierten” und aussichtsreichen Parteien zu einer „Elefantenrunde”. Dort sollten über deren Programme und Pläne diskutiert werden.
So gut, so schön.

Die SPD maulte jedoch laut herum. Sie wollten nicht auftreten bzw. teilnehmen, wenn auch die AfD – Alternative für Deutschland – teilnehmen dürfte.
Die AfD ist eine zugelassene Partei und gilt als Kandidatin, die die Fünf-Prozent-Hürde nehmen und ín den Landtag Baden-Württembergs einziehen wird. Umfrageergebnisse bzw. Prognosen liegen zwischen acht und fünfzehn Prozent der Wählerstimmen.
Nun meinte die SPD auf den SWR den Druck erhöhen zu müssen, was dann auch – leider – gelang.
Der SWR lud die AfD aus. Dummerweise gab der SWR kurz danach auch zu, dass dies auf Druck der SPD – und einiger Grüner – geschehen war.
Der SWR – Die Pressefreiheit ist wie oben ersichtlich, gewährleistet per Grundgesetz – lädt relevante Parteien zur „Elefantenrunde” ein. Die SPD beschwert sich und der SWR lädt die „Persona non grata der SPD” aus.
Dies ist in zweierlei Hinsiicht undemokratisch.
Da in Rheinand-Pfalz ebenfalls am gleichen Tag Landtagswahl ist, hat die dortige SPD auch schonmal angekündigt, dass sie an keinen Diskussionen teilnehme, bei denen auch die AfD geladen sei. Auch hier ist übrigens der SWR zuständig.
Auch die Landeschefin von NRW, Hannelore Kraft, rief schon mal prophylaktisch das Gleiche.
Die SPD hat nebenbeibemerkt kein Problem, wenn die SED-Nachfolgepartei „Die Linke” dabei ist.
Als vor knapp fünf Jahren in Baden-Württemberg die CDU-FDP-Regierung durch die Grüne-SPD-Regierung abgelöst wurde, war die neue und immer wiederholte Phrase „Zuhören und gehört werden”.
Dies wurde bei jedem noch so kleinen Disput als Fingerzeig hervorgehoben.
Zugehört hat niemand von der neuen Regierung, obwohl die Baden-Württemberger oft genug laut waren, um gehört zu werden.
Nun beweist die SPD mal wieder, wie sie auf das Volk hört. Man kann eine zugelassenen Partei, die zudem noch große Chancen hat, ins Parlament einzuziehen, nicht einfach ignorieren.
Malu Dreyer, amitierende Landeschefin von Rheinland-Pfalz, hatte anlässlich des Hambacher Disputs gesagt: „Ich halte es – bezogen auf die AfD – übrigens für wichtig, dass man diese Partei durchaus ernstnimmt und ihr deutlich Paroli bietet, anstatt sie bloß zu ignorieren.”
Ebenso posaunt Nils Schmid, amtierender stellvertretender Landeschef von Baden-Württemberg, bei jeder größeren Versammlung heraus, es sei so einfach, der AfD die Segel aus dem Wind zu nehmen, wenn es darauf ankommt, zieht er sich aber lieber in die Heul-Ecke zurück und schmollt.
Er und die SPD scheinen wohl Angst zu haben, dass ihnen nicht gelingt, der AfD Paroli zu bieten.
Feige!
Das Verhalten der SPD und das Druckausüben ist sehr undemokratisch und zeigt, dass die SPD die Pressefreiheit aushebelt.
Der SWR spielt dabei leider mit.
Malu Dreyer, die sich ja auch öffentlich sehr laut gegen die Auftritte der AfD bei öffentlichen Diskussionen und der „Elefantenrunde” ausspricht ist nebenbeibemerkt Vorsitzende der Rundfunkkommission der Länder.
Sie sollte – wie ihre SPD-Genossen – wissen, was Pressefreiheit bedeutet.
Sollte!
![]() | „Es gibt keine Grenzen. Weder für Gedanken, noch für Gefühle. Es ist die Angst, die immer Grenzen setzt.” |
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Xavier Naidoo hält sich bekanntermaßen sehr oft bei den sog. „Reichbürgern“, der NPD und anderen rechten Gruppen auf.
Ebenso verbreitet er solche idiotischen Ideen, wie dass Deutschland kein freies Land sei, weil es von den USA besetzt sei etc.
Als er von ARD nominiert wurde, im „European Song Contest“ (ESC) für Deutschland anzutreten, ging eine Kritiklawine los (sog. „Shit-Storm“). Die ARD zog dann die Nominierung zurück.
Was nun sehr, sehr schade ist, ist die Aktion von Herbert Grönemeyer, Til Schweiger, Rea Garvey, Michael Mittermeyer und einigen anderen, die sich für sehr wichtig halten.
Der Tenor ist alles Andere als kritisch, denn die „Unterstützer“ von Xavier Naidoo erklären plump, dass der sog. „Shit-Storm“ nur Pöbelei sei und sonst nichts.
Man hört von ihnen nur, welch überragender Sänger er doch sei. Lobeshymnen über seine Einfühlsamkeit hören nicht auf.
Daneben und durchmischt mit Möchtegern-Argumenten, die Presse rede nur die Unwahrheit und manipuliere, weil man ihn nicht wolle und es ihm nicht gönne!
Dass er bei den sog. „Reichsbürgern“ Reden geschwungen hatte, bei rechtsradikalen Aufmärschen dabei war (auch als Redner) hört man nicht.
Denn es ist diesmal alles anders!
Wenn Xavier Naidoo rechtes Gedankengut hat, muss man das eben als Teil seiner Kultur sehen, denn er ist schließlich Kulturschaffender.
Die, die sonst direkt verbal auf die AfD einschlagen, die Pegida oder Asyl-Kritiker pauschal als „Rechtes Pack“ beschimpfen, nehmen einen der „Ihren“ genauso pauschal in Schutz, obwohl es genug Quellen gibt, das Xavier Naidoo rechte Gedanken äußert.
Was für Heuchler!

Vor ein paar Wochen fuhr ich auf der Autobahn A81 in der Nähe von Sindelfingen und Böblingen.
Da an den Autobahnbrücken ab und zu Transparente hängen, maß ich dem dort gesehenen mit Wortfetzen „Kinder … sterben … Allah“ – die mir ins Auge fielen – keine Bedeutung bei.
Durch Zufall las ich etwas später bei Facebook einen verlinkten Artikel, in dem berichtet wurde, dass der Staatsschutz Ermittlungen aufgenommen hätte bezüglich eines Transparents, das mit der Aufschrift „Eure Kinder sterben, wenn sie nicht Allah (an) beten“ an einer Brücke der A81 gehangen hatte.
Ich erinnerte mich, dass ich genau dies gesehen hatte.
Zu meiner Überraschung erfuhr ich von meiner Frau, dass sie es auch gesehen hatte.
Auf einer Webseite, die sich zum Ziel gesetzt hatte, Kettenbriefe, Fälschungen und Viren bei Facebook aufzuspüren, las ich erstaunt, dass dort – Mimikana.at – berichtet wurde, das Transparent habe es niemals gegeben, weil es eine Fotomontage sei.
Unsere Kommentare, dass wir beide es gesehen hätten, wurde nicht eingegangen.
Auf der o. g. Webseite stand auch, dass dieses Foto auf einer Webseite eines Mannes aus Krems auch aufgetaucht sei. Dies sprach ich in Kommentaren auch an und stellte klar, dass Krems (Niederösterreich) eine Partnerstadt von Böblingen sei. Es gab leider kein Feedback auf unsere Einsprüche von der „offiziellen Seite“.
Auf der o. g. Webseite hatte man übrigens auch Unwahrheiten bzw. Falschinformationen über ein ertrunkenes Kind, das in Bodrum (Türkei) angespült worden war, verbreitet.
Es scheint für die Betreiber wichtiger zu sein, angebliche Stimmungsmache mit dem Bild aufzudecken, als an der Authentizität des Bildes zu rütteln.
Von einer Mitarbeiterin an der Pforte im Klinikum Sindelfingen erfuhren wir, dass Flüchtlinge, auch wenn sie nur ambulant dort waren, einen Transportschein bekämen, um wieder zurückzukommen, ins Flüchtlingsheim.
Bei anderen muss dies (langwierig) im Vorfeld von der Krankenkasse genehmigt werden, im Zweifelsfall muss erst Vorkasse geleistet werden.
Nicht mal arme Menschen – Hartz-IV-Empfänger z. B. – bekommen ohne Probleme einen Transportschein.
Die Fahrten der Flüchtlinge werden ohne vorherige Genehmigung vom Kreissozialamt beglichen beim Taxiunternehmen.
In einer Klinik in Aachen (Nordrhein-Westfalen) wurde uns Folgendes erzählt.
Dort hielten sich in der Ambulanz ungefähr zeitgleich ein Flüchtling und eine Frau auf, die von ihrem Mann schwer misshandelt worden war.
Nach der Behandlung wurden dem Flüchtling – wie in Sindelfingen ohne Aufheben – ein Transportschein ausgestellt.
Das Personal in der Ambulanz legte Geld zusammen, damit die Frau in ein Frauenhaus fahren konnte, denn niemand übernahm sonst die Fahrt.
Wir fragten beim Landratsamt Böblingen nach und erhielten auch eine Antwort:
Sehr geehrter Herr Schneidewind,
zu Einzelfällen geben wir aus Datenschutzgründen keine Auskunft.
In der Regel sollten Patienten, die in Gemeinschaftsunterkünften wohnen, wenn möglich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln heimkehren. Bedarf es der Schonung ist die zuständige Heimleitung zu informieren, die wenn möglich den Patienten abholt. Diesen Kontakt kann der Flüchtling selbst herstellen. Sollte dies nicht möglich sein, so ist ein Taxi zu bestellen. Die Kosten übernimmt dann der Landkreis.
Mit freundlichen Grüßen
*********
Landratsamt Böblingen
– Zentralstelle/Presse- und Öffentlichkeitsarbeit –
Da irgendwas in unserem Deutschen Lande falsch läuft– und nicht nur sporadisch – erfuhren wir von einem Polizisten in Messtetten. Er war dort, um unter anderem für die Sicherheit an der Landeserstaufnahmestelle (LEA) zu sorgen.
Er sagte uns, dass die Polizisten auf die Einzelhandelsläden und der Bevölkerung einwirken sollten, dass Diebstähle, die von Flüchtlingen getätigt würden, im Sande verlaufen.
Er war frustriert, dass er wegsehen musste und auch die Bürger sowie Mitarbeiter von Läden dazu anregen sollte. Diese Anordnung kam von „ganz oben“.
Von einer Mitarbeiterin eines Discounters in Chemnitz erfuhren wir, dass dort Folgendes ablief.
Wenn Flüchtlinge etwas stehlen, sollten darüber weggesehen werden. Die Discounter sollen wegen des Frieden willens niemanden anzeigen. Das zuständige Landratsamt (LRA) rief dazu auf, man solle öfters „Inventur“ machen und das Manko würde das LRA begleichen.
Einer unserer Bekannten sagte uns, dass der Oberbürgermeister von Ostfildern ebenfalls dazu aufgerufen hatte, über Ladendiebstahl hinwegzusehen. Als Grund nannte er, dass die „Neuen“ noch nicht so konform seien und man noch darüber wegsehen müsste.
Wer ist hier eigentlich der Rassist?
Auf der o. g. Webseite sowie einigen Zeitungen – u. a. der Stuttgarter Zeitung – erschienen Artikel, die dieses als Ammenmärchen und Gerüchte sowie rechter Hetze abtaten, doch wir hatten dies alles Eye to Eye erfahren.
Nun erscheint eines dieser angeblichen „Ammenmärchen“ plötzlich als Wahrheit.
Es kursieren sog. „Gerüchte“, dass Flüchtlinge sich bei einem Discounter die Taschen vollgepackt hätten, damit ohne zu bezahlen, durch den Kassenbereich gegangen zu sein, ohne dass das Kassenpersonal eingegriffen hätte.
Nun betrachte man die Direktiven, bei Diebstahl wegzusehen und dass das LRA in Chemnitz die Fehlbeträge erstatten wolle.
Wenn nun weggesehen wird, können sich Ladendiebe die Taschen vollpacken und ohne zu bezahlen, raus gehen.
Quot erat demonstrantum.
Nun kommt ein CDU-Politiker aus Düren, Michael Brogmus, auf den Plan.
Wir hatten auf Facebook kurz erwähnt, dass Polizisten in Messtetten angehalten würden, wegzusehen, und kündigten an, dies in Kürze online zu stellen und erwähnten auch dabei, dass wir noch andere Dinge heraus bekommen hätten.
Michael Brogmus hielt dagegen und warf uns erst mal vor, wie lögen.
Er ließ sich auch nicht beirren von der Geschichte des Transparents an der Autobahn bei Sindelfingen. Er erwähnte laufend die o. g. Webseite, wollte aber nicht im Geringsten einschwenken, als wir Fakten lieferten, die auch in diesem Beitrag zu lesen sind.
Er kam mit Dingen wie, dass de Polizei gar nicht wegsehen dürfe und dass ein Bürgermeister gar nicht Befugnisse hätte, anzuordnen, Discounter sollten wegsehen.
Ebenso sprach er davon, dass die LRA Flüchtlingen die Fahrten in die Unterkunft nicht bezahlten, obwohl ich die Mail bekannt machte (s. o.).
Als er von unseren Fakten mit Zeugen und Aussagen anderer Facebook-Leute überhäuft wurde, kündigte er mir die Facebook-Freundschaft.
So entzog er sich der Realität.
Was er nicht mehr sah, existierte eben nicht mehr.
Diese Vor-Fakten-Wegducken etc. sind nur ein kleiner Teil, wie es in Deutschland momentan aussieht.
Die Realität wird verleugnet und die, die es anprangern, werden als (rechte) Denunzianten deklassiert.
Wir lassen uns nicht einschüchtern!
Wir bleiben dran und werden weiter berichten!
![]() | Dieser Artikel ist auch bei Oximity erschienen |

Paris, nous sommes unis!
![]() | „Die Willkommenskultur hat zu keiner Zeit die Mehrheit des Volkes repräsentiert..” |

Wir bitten um eine Schweigeminute für alle, die bei Facebook, Twitter, Tumblr, GooglePlus und den anderen sozialen Online-Netzwerken nicht begriffen haben, was Meinungsfreiheit und Demokratie bedeutet.
Bild: www.pixelio.de ID: 38474 von www.einstellungstest-polizei-zoll.de

