Theater

„Es sollte nur ein Gag sein”, sagt Dominik und schüttelt den Kopf.
Er und seine Freunde haben etwas gemacht, was für Schlagzeilen in den Nachrichten gesorgt hat, doch dies war nur unbewusst geschehen.
Am vorigen Wochenende war eine Demonstration gegen den Lockdown in Wien.
Im Vorfeld warnten die Corona-Leugner und Impfgegner die Teilnehmenden, dass sie festes Schuhwerk anziehen sollten. Sie sagten auch, dass sie sich einen Schutz um die Unterbeine ähnlich eines Schienbeinschutzes (wie beim Fußball) anlegen sollten. Zudem wäre es auch hilfreich, dicke Pappe, Plastikstücke oder Bretter mitzunehmen.
Es geht um den Impfzwang, der angeblich durch Gullydeckel insgeheim durchgeführt werden soll.
Was sich völlig abstrus anhört, ist wirklich so von den Veranstaltern kommuniziert worden.
Der Hintergrund, dass durch den Gullydeckel geimpft werden soll, hat einen mehr oder weniger ironisch-sarkastischen Hintergrund.
In verschiedenen Foren, Chats, (un)sozialen Onlinenetzwerken und besonders in Kanälen von Telegram wurde massiv Stimmung gemacht und von den Covidioten und den Impfgegnern zu der oben genannten Demonstration aufgerufen.
„Als streitbare Bürger versuchen wir immer Fakten zu liefern und klarzustellen, wenn Fake-News verbreitet werden oder Personen Daten unter anderem aus Statistiken möglicherweise auch willentlich falsch interpretieren”, erzählt Dominik, „Dies machten wir natürlich auch diesmal.„
Er berichtet darüber, wie die Diskussion wie immer härter wurde und die Argumente von den Covidioten, Impfgegnern und anderen Realitätsfeinden wie gewohnt in eine verschwörungstheoretische Fantasiewelt abdrifteten. Auch wäre es zusehends beleidigender geworden, so wie immer, wenn einem die Argumente ausgingen und fehlten.
Immer wieder hätten die Impfgegner gebetsmühlenartig erklärt, dass sie sich – egal was passiere – nicht impfen ließen.
„Da die Diskussion ohne Sinn und Verstand von Covidioten‑ und Impfgegnerseite geführt wurde, ließ jemand von uns einen folgenschweren Satz fallen”, sagt Dominik, „wir konnten ja nicht wissen, was diese nicht-ernstgemeinte beziehungsweise ironisch-sarkastische Bemerkung auslösen könnte. Es wurde ja zu einer regelrechten Welle!”
„Ihr wisst aber schon, dass die österreichische Regierung beschlossen hat, dass auf Eurer Demo die Teilnehmer von unten über die Gullydeckel geimpft werden sollen?“
Verbrämtes Schweigen habe laut Dominik geherrscht, nach dem dieser Satz gefallen war. Als man sich gefangen hatte, gingen unverwunden die Hasstiraden wieder los.
„Das werden wir verhindern“, konterten einige von ihnen.
„Wir stichelten noch etwas mit Sätzen wie: „Wie wollt Ihr das verhindern?“, „Das Militär hat schon in der Kanalisation Behausungen und Büros eingerichtet.“, „Auf geheimen Fotos sieht man LKW kommen und Uniformierte die Impfdosen durch geöffnete Gullydeckel hineinschaffen.“, und vielen Unsinn mehr”, erzählt Dominik weiter, „Jeder hätte merken müssen, das sowas nicht ernstgemeint sein konnte.”.
Auf Seiten der Impfgegner wurde daraufhin eine „Idee“ geboren.
Man solle sich zur Demonstration mit Schutz ausrüsten, proklamierten sie.
Da von unten „angegriffen“ würde, solle man festes Schuhwerk tragen, am besten trittsichere Gummistiefel, also mit dünner Metallverstärkung an und in der Sohle.
Diese Sicherheitsstiefel gibt es – nebenbei bemerkt – wirklich und sie werden vornehmlich auf Baustellen benutzt, damit sich niemand zum Beispiel Nägel, Drahtstücke, Steine oder Moniereisen in die Füße eintritt. Dünne flexibel Metall‑ beziehungsweise Blechstreifen befinden sich bei diesen Stiefeln und sind in den Sohlen eingearbeitet.
Zudem wäre es angebracht, die Gullydeckel mit Pappe, Plastikstücken oder Holzbrettern abzudecken. Es wurde auch dazu aufgerufen, am besten im Abstand zu Gullydeckeln zu laufen.
Was eigentlich ein Gag sein sollte, wurde zum Selbstläufer.
Dominik und seine Freunde klinkten sich irgendwann aus den dumm-dämlichen Diskussionen aus.
Dominik ist sichtlich erregt, als er meint: „Als wir in den Nachrichten hörten, dass die Impfgegner und ihre Freunde dazu aufgerufen hatten, sich vor Gullys in Acht zu nehmen und sich zu schützen, weil von unten geimpft würde, blieb uns erstmal die Spucke weg.”
„Liebe Leute, es sollte ein Witz sein, mehr nicht!”, sagt Dominik.

Seit heute Morgen, Mittwoch, den 17.11.2021, gilt in Baden-Württemberg die sogenannte „Alarmstufe” in Bezug auf die Corona-Pandemie. Dies bedeutet de facto Einschränkungen für Freiwillig-Ungeimpfte.
Es gibt die 2G-Regel.
Am Montag wurde erstmals der für die „Alarmstufe” entscheidende Wert von 390 mit Covid-Infizierten belegten Intensivbetten überschritten, weswegen sie ausgerufen wurde.
Gleiches würde gelten, wenn die Hospitalisierungsinzidenz von über zwölf (12) innerhalb einer Woche erreicht würde.
Dies bedeutet, dass innerhalb einer Woche zwölf Patienten – umgerechnet auf 100 000 Einwohnern – (mit Covid) auf die Intensivstation kämen. Momentan ist dieser Wert bei knapp fünf.
Die „Alarmstufe” ist zum Schutz derjenigen, die nicht geimpft sind. Geimpfte und Genesene haben eine deutlich geringe Wahrscheinlichkeit zu erkranken als diese Gruppe.
Kinos, Museen und Theater oder Fitnessstudios und Schwimmbäder können Freiwillig-Ungeimpfte während der „Alarmstufe” nicht besuchen, auch nicht mit einem PCR- oder Antigen-Test.
Für Innenräume von Restaurants oder Cafés gilt genau dasselbe.
Für die Übernachtung im Hotel müssen Freiwillig-Ungeimpfte einen PCR-Test vorlegen.
Beim Friseur oder im Nagelstudio gilt in der „Alarmstufe” das sogenannte 3G mit zusätzlichem PCR-Test für Freiwillig-Ungeimpfte.
Für den Einzelhandel, der nicht der Grundversorgung dient, ist ebenso die 3G-Regel vorgeschrieben. Hier ist jedoch ein negativer Antigen-Schnelltest ausreichend. Bei Geschäften, die die Grundversorgung abdecken – wie etwa Supermärkte – gibt es auch in der „Alarmstufe” keine zusätzlichen Beschränkungen.
Als Grundversorgung gilt der Lebensmittelhandel, Tiermärkte, Tabakwarenhandel und die Floristik.
Für Personen, die freiwillig nicht gegen das Coronavirus geimpft sind, werden die Kontaktbeschränkungen verschärft. Treffen sind dann nur noch für einen Haushalt und für eine weitere Person erlaubt. Ausgenommen davon sind Geimpfte, Genesene und Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können.
Wenn an fünf aufeinander folgenden Tagen – zwischen Montag und Freitag, also ohne die Wochenenden – der Wert unter 390 liegt, gilt wieder die „Warnstufe”.

Heute, Dienstag, den 26.10.2021, ist die konstituierende Sitzung des neuen Bundestags. Damit ist die Vorgängerregierung außer Dienst, übernimmt aber geschäftsführende Aufgaben, bis die aktuelle Regierung in Gänze steht und somit handlungsfähig ist.
Um elf Uhr wird der sogenannte „Alterspräsident”, Wolfgang Schäuble, die erste Sitzung des neugewähllten Bundestags mit dem obligatorischen Gong eröffnen.
Den Posten als Bundestagspräsidentin wird Bärbel Bas von der SPD übernehmen, da dieser immer von der Fraktion übernommen wird, die die meisten Sitze hat.
Die Stellvertreter werden von jeder anderen Fraktion gestellt, was aber schon während der vorigen Legislaturperiode kuriose Auswüchse insbesondere der rechtsgerichteten AfD gegenüber annahm.
Für die Vizepräsidenten gibt es eine Pro-Forma-Wahl, aber sie stehen eigentlich schon vorher fest.
Die anderen Fraktionen stieß das „Demokratie-Verständnis” der AfD auf, weswegen sie ihr routinemäßiges Abnicken aussetzten, um anscheinend ein Zeichen setzen zu wollen.
Diese Verweigerungshaltung zog sich bei allen Kandidaten der AfD durch und der Posten wurde ihr verweigert.
Im Vorfeld der konstituierenden Sitzung vor vier Jahren wurde der sogenannte „Alterspräsident” umdefiniert.
Per definitionem war bis dahin derjenige „Alterspräsident”, der die meisten Lebensjahre auf dem Buckel gehabt hat.
Die Prognosen sprachen dafür, dass die AfD in den Bundetag einziehen würde, also wäre Alexander Gauland von der AfD der „Alterspräsident” gewesen.
Dies wollten aber die anderen Fraktionen nicht und so wurde der „Alterspräsident” nicht mehr nach Lebensjahren, sondern nach den Jahren im Bundestag (Amtszeit) bestimmt.
Da Gauland sein erstes Bundestagsmandat hatte, wurde dies Wolfgang Schäuble, der seit 1972 Mitglied des Bundestages gewesen ist.
Ein Begriff, den man selten hört, wird nach der „Ära Merkel” wieder öfters benutzt, wenn es um die neue Regierung geht.
Das sogenannte „Versteinerungsgebot”!
Man möchte ein handlungsfähiges Land und kein versteinertes, das sich nicht bewegt..
Diess bedeutet zudem, dass von der alten, nur noch geschäftsführenden, Regierung keine Grundsatzentscheidungen mehr getroffen und keine Posten mehr vergeben werden können.
Über den Begriff „Versteinerungsgebot” kann man selbstverständlich streiten.
Heute wird also nur das Bundespräsidium gewählt.
Im Vorfeld hat die FDP schon geweint, weil sie nicht neben der AfD sitzen will.
Ob es so kommen wird, weiß niemand.
Außer, dass im Grunde genommen alle sich selbst lobpreisen, wird nicht viel passieren.
Nachtrag:
Entschieden wurde erneut, dass im Präsidium jede Fraktion mit einem Vizeposten vertreten sein werde.
Bärbel Bas forderte einen respektvollen Umgang im Parlament und versprach die Präsidentin aller Abgeordneten zu sein.

Wir sind geladen zu Probe der Aufführung von „Hänsel und Gretel”.
Wir hatten nämlich alle an einem Preisausschreiben der Lebkuchen-Fabrikation Metzler teilgenommen und als Gewinner sitzen wir nun hier auf dem außengelegenen Anwesen nahe dem Weiher im Freien.

Gerade kommt die Seniorfirmenchefin Thekla Metzler zu uns und erzählt etwas über das Unternehmen sowie die Philosophie und vor allem, dass man niemanden alleine lasse und immer aus großer Verantwortung den Angestellten gegenüber handle.
Auch ihre Enkelin Johanna, die die Firma bald übernehmen soll, ist anwesend.
Sie hat die Regie über die Aufführung.

Caroline, die Darstellerin von Gretel, Vince alias Hänsel, Mareille als (Stief-) Mutter von Hänsel und Gretel, betreten die aus Paletten zusammengelegte Bühne. Romy spielt das Hexenhaus und trägt ein Kostüm, das wie aneinander gelegte Lebkuchen aussieht.

Als Thekla Metzler an die baldige Juniorchefin weitergeben will, damit die Probe losgehen kann, stürmt ein weißhaariger Mann auf den Platz.
Er warnt „die alte Metzler”, wie er sie nennt, dass er alles aufklären wolle und meint, alles käme ans Tageslicht.
„Die alte Metzler” solle sich nicht so aufspielen und so unschuldig tun.
„Die alte Metzler” wird ungehalten und hält dagegen, dass der Mann, der sich als Georg Ossegg vorstellt, verschwinden solle, zumal er ja überhaupt nicht wisse, wovon er spreche, während dieser aus seinem Rucksack Beweise unter das Publikum verteilt.

Da sie Schaden vom Unternehmen abwenden will, schlägt sie vor, sich mit ihm unter vier Augen zu unterhalten. Beide ziehen von dannen, nachdem an die baldige Juniorchefin übergeben wurde.

Auf der Bühne beginnt die Probe mit einem Fauxpas, da der Vater von Hänsel und Gretel nicht da ist.
Der Schauspieler musste in häusliche Quarantäne wegen Corona.
Die Juniorchefin liest holperig die Passagen des Vaters vor.
Nach kurzer Zeit hört man einen lauten Schrei, der sich anhört, als käme er von Georg Ossegg aus dem Wald.
Weiterlesen
Artikel 5 des deutschen Grundgesetzes enthält zahlreiche Grundrechte, welche die freie Kommunikation schützen.
Unter Absatz 1 des obengenannten Artikels steht eindeutig, dass eine Zensur nicht stattfinde.
Unter Zensur oder Informationskontrolle versteht man ein Instrument oder Instrumentarium, welches dazu da ist, nur „genehme” Meinungen beziehungsweise Berichte zu veröffentlichen.
Abweichendes wird dadurch verhindert.
Bei der Zensur, wie sie im Grundgesetz genannt wird oder wie sie de jure behandelt wird, handelt es sich genaugenommen um eine Vorab-Zensur.
Wenn ein Journalist, Reporter oder Autor etwas veröffentlichen möchte, muss er dies der Zensurbehörde vorlegen und prüfen lassen. Diese entscheidet darüber, ob veröffentlicht wird oder darauf hingewirkt wird, es so zu verändern, dass es doch veröffentlicht werden kann. So wird verhindert, dass etwas an die Öffentlichkeit kommt, was nicht erwünscht ist.
Artikel 5 beschreibt aber auch, dass man niemandes Ehre verletzen darf.
Hat man etwas veröffentlicht, kann es passieren, zum Beispiel in Online-Medien, dass dies mit Blick auf Wahrhaftigkeit und Objektivität oder Ehrverletzung wieder herausgenommen wird.
Dabei handelt es sich dann nicht um Zensur, denn hier wurde nur Recht angewandt und umgesetzt.
Wenn jemand etwas geschrieben hat und es sich herausstellt, dass es zum Beispiel ehrverletzend ist, kann man dies wieder löschen.
In Internetforen oder in sozialen Onlinenetzwerken gibt es zudem Nutzungsbedingungen, die sogenannte Netiquette, in denen beschrieben wird, was erlaubt ist und was nicht. Wenn jemand gegen diese verstößt, kann der Betreiber Kommentare oder Beiträge löschen, im schlimmsten Fall sogar Nutzer ausschließen.
Da es den verfassungsgemäß garantierten Minderheitenschutz gibt, darf niemand für seine Meinung verfolgt werden.
Wenn beispielsweise jemand behauptet, dass Bären generell ein blaues Fell hätten, ist dies seine freie Meinung, auch wenn es faktisch nicht stimmt. Eine angemessene Diskussion darüber kann selbstverständlich geführt werden.
Die Behauptung der blauen Bären sollte allerdings zurückgenommen werden, muss es aber nicht.
Dass diese Person keine Nachteile durch seine Äußerung bekommt, garantiert der Minderheitenschutz.
Das mit den blauen Bären war ein Beispiel, das man auf politische Ansichten übertragen könnte.
Minderheitenschutz heißt, dass Minderheiten nicht verfolgt werden dürfen, zum Beispiel für deren Meinung, Weltansicht, Religion und so weiter.

Nun ist die Entscheidung gefallen.
In Baden-Württemberg und einigen anderen Bundesländern gibt es keine Entgeltentschädigungen (Lohnfortzahlungen) mehr für „Freiwillig Ungeimpfte”, wenn sie in Quarantäne bezüglich Covid-19 gehen müssen.
„Liebe” Impf-Verweigerer!
Jeder hat ein Impfangebot bekommen und jeder hätte sich impfen lassen können.
Die Impfreihenfolge und die Priorisierung wurden aufgehoben.
Genug Impfstoff ist vorhanden.
Es gab keine Engpässe mehr bei der Terminvergabe, also hätte jeder zur Impfung gehen können.
Vielerorts konnte man auch spontan zum Impfen erscheinen ohne Termin.
In vielen Städten gab es den sogenannten „Impf-Marathon”, zu dem jeder ohne Voranmeldung hätte kommen können.
Das wolltet Ihr nicht annehmen.
Nun müsst Ihr die Konsequenzen aus Eurer Verweigerungshaltung ziehen!
So ist das nun mal!
„Freiwillig ungeimpft” bedeutet, dass eine Person sich willentlich nicht impfen lassen hat, obwohl sie es hätte machen können, vom gesundheitlichen Gesichtspunkt aus gesehen. Es war also ihre eigene Entscheidung, es nicht zu tun.
Die Betonung liegt auf „freiwillig”.
Personen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht geimpft werden dürfen oder durften, fallen nicht darunter.
Für diese Personengruppe gilt die Lohnfortzahlung weiterhin im Quarantänefall.
Als Kind im Kindergarten oder in der Tagesstätte wird man stellenweise von den anderen Kindern ausgeschlossen oder gemieden, wenn man nicht am gleichen Strang zieht wie sie oder wenn man quertreibt.
In der Schule läuft es genauso.
Team- und Gruppenarbeit gibt es überall und dies zählt.
Im ganzen Leben!
Man hat immer die Möglichkeit, freiwillig mitzuziehen oder es freiwillig nicht zu tun.
In der Arbeitswelt kann es beispielsweise passieren, dass man wegen seiner Blockadehaltung oder wegen Eigenbrötlerei seinen Job verliert.
Im Privatleben wird man zum Beispiel wegen seines negativen Verhaltens gemieden.
Seit über eineinhalb Jahren kursiert nun leider die weltumspannende Seuche namens Covid, die viele Menschen schon dahingerafft hat. Das einzige Mittel, das es momentan gibt, um sie in den Griff zu bekommen, ist (neben Hygienemaßnahmen und Kontaktbeschränkungen) das Impfen.
Gegen Virenerkrankungen gibt es so gut wie keine Medikamente.
Antibiotika wirken gegen Viren nicht, sondern nur gegen bakterielle Infekte.
Bei Virenerkrankungen unterstützen Medikamente die Genesung, kämpfen aber nicht gegen die Viren oder die Krankheit selbst. Das muss das Immunsystem bewerkstelligen. Sie können nur unterstützend wirken und die Symptome lindern.
Mittel gegen „grippale Infekte” gibt es zwar, aber sogenannte „grippale Infekte” sind keine Grippeerkrankungen, sondern in der Regel mehr oder weniger starke Erkältungen.
Eine Grippe kann im Gegensatz dazu sehr schlimm sein beziehungsweise schlimm ausgehen.
Wäre ein „grippaler Infekt” das gleiche wie die Grippe, hieße er logischerweise „Grippe”.
Die bekannten Mittel aus der Werbung unterstützen den Körper, mehr aber nicht.
Sie sind zum Beispiel schmerz- oder fiebersenkend und auch schleim- oder hustenlösend.
Zudem sind „grippale Infekte” zum größten Teil relativ harmlose Erkrankungen der Atemwege, die man nach ein paar Tagen überstanden hat.
Bei potenziell tödlich verlaufenden Krankheiten wie Covid-19 bleibt im Vorfeld nur die Impfung, um eine Infektion damit zu vermeiden und zu verhindern.
Je mehr Menschen geimpft sind, desto weniger können sich gegenseitig anstecken oder die Krankheit auf andere übertragen.
So kann man die Pandemie in den Griff bekommen.
In Baden-Württemberg bekommen Personen, die wegen eines positiven Befunds vom Corona-Test in Quarantäne geschickt werden, keine Lohnfortzahlung mehr, wenn sich sich freiwillig nicht haben impfen lassen.
Bei Personen, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen dürfen oder durften, ist dies nicht so, denn sie bekommen diese weiterhin.
Bei einer Hospitalisierungsinzidenz ab zwölf oder der Belegung von mindestens 390 Betten mit Covid-Patienten der Krankenhäuser in Baden-Württemberg kommt die „Warnstufe 2” beziehungsweise die „erste Alarmstufe” zum Tragen, die vorsieht, dass „Freiwillig Ungeimpfte” nicht mehr in Restaurants, Theatern, Kinos et cetera gehen dürfen, auch nicht mit „negativem Test”.
Bei „Warnstufe 1” – Hospitalisierungsinzidenz ab acht und 250 belegten Betten – gilt, dass „Freiwillig Ungeimpfte” bei obengenannten Besuchen von einen gültigen, zeitnahen PCR-Test mit negativem Befund vorlegen müssen.
Bei Ungeimpften ist das Risiko sehr hoch. dass sie das Coronavirus weitergeben können.
Dass Genesene und Geimpfte das Virus nicht weitergeben können, ist wissenschaftlich bewiesen.
Das Gegenteil behaupten ja immer wieder Leute, die sich, ohne nachzudenken, von Fake-News-Verbreitern oder Unwissenden manipulieren lassen oder die nicht oder falsch informiert sind, was dieses Thema angeht.
Der Sinn und der Zweck einer Impfung ist, dass man die Krankheit weder bekommen, noch andere damit anstecken kann.
Dies nennt sich „sterile Immunität”.
Nun wieder zu Euch, „liebe” Impfgegner!
Ihr seid beleidigt und kräht etwas von „Gleichheit”, „Gerechtigkeit” und so weiter.
Das, was Ihr als „Gleichheit” und „Gerechtigkeit” gerne sehen möchtet, ist es allerdings nicht.
Sondern das, was Ihr meint, ist nur Euer Eigennutz, also purer Egoismus, wie immer von Eurer Seite.
Ihr seid diejenigen, die sich um nichts Anderes kümmern als um Euch selbst.
Es ist Euch egal, ob Ihr andere Menschen mit Covid-19 ansteckt und diesen damit einen etwaigen schweren Schaden zufügt.
Ihr tretet mit den Füßen auf andere und deren Recht auf körperliche Unversehrtheit herum und nennt es „Freiheit”.
Es ist nicht die von Euch gerne propagierte „persönliche Freiheit”, sondern Eure „egoistische Freiheit”, von der Ihr immer glaubt, Ihr dürftet sie Euch auf Kosten Anderen immer wieder nehmen.
Ihr meint ja auch, dass das Abwenden einer weltweit kursierenden Seuche durch Maßnahmen wie Maskenpflicht, Hygiene, Abstandsregeln oder Corona-Tests ein Angriff auf die „Demokratie” oder „Freiheit” sei.
Dabei geht es Euch nicht um die „Demokratie” oder „Einschnitte der Freiheit”.
Ihr offenbart nur Eure soziale Inkompetenz.
Wenn Ihr Verantwortung für Andere übernehmen müsst, seid Ihr nämlich die Verlierer auf ganzer Linie.
„Freiheitsberaubung” ist nur vorgeschoben, wie immer, wenn man Disziplin und (Eigen-)Verantwortung üben soll, genauso wie andere Ausreden und hohle, nichtssagende Phrasen, wenn man etwas von Euch, insbesondere für Andere, zum Beispiel Rücksichtnahme, fordert.
Weil Ihr Angst vor ein bisschen „Aua” habt, lasst Ihr Euch nicht impfen.
Es könnte ja wehtun!
Was seid Ihr verweichlicht!
Ihr seid wie kleine Kinder, die Angst vorm „Onkel Doktor” und der Spritze haben.
Ihr seid so erbärmlich und meint, wir sähen nicht, warum Ihr Eure Schein-Argumente so laut herausposaunt!
Wir haben schon längst erkannt, dass Ihr keine Verantwortung für Euch und andere übernehmt und meint, dies durch „tolle Sprüche” und Schein-Argumente kaschieren zu können.
Ihr seid die Spalter der Gesellschaft , denn Ihr seht nur Euch und meint, alle müssten auf Euch Rücksicht nehmen.
Wir ignorieren schon lange Eure Pfeife, von der Ihr meint, dass wir danach tanzen müssten.
Ihr seht es bloß nur nicht denn um den Horizont einer anderen Person zu sehen, muss man über den eigenen hinübersehen.
Das könnt und wollt Ihr aber nicht.
Ihr schafft es ebenso nicht, für Eure eigene Entscheidung Verantwortung zu übernehmen, geschweige denn Konsequenzen daraus zu ziehen oder daraus etwas zu lernen.
Ihr habt entschieden, dass Ihr Euch freiwillig nicht impfen lasst.
Ihr wusstet schon lange im Vorfeld, dass Ihr somit als potenzielle Überträger der Krankheit geltet.
Nun hat die Landesregierung gehandelt und beschlossen, dass Ihr im Gegensatz zu Geimpften Eure durch das Infektionsschutzgesetz temporär eingeschränkten Rechte noch nicht in dem Maße zurückbekommen könnt wie Geimpfte sie zurückbekommen.
Damit kommt Ihr nicht klar und wollt es auch nicht wahrhaben, aber diese Entscheidung ist eine Konsequenz der Landesregierung aus Eurem (Nicht-)Handeln und Eurer unsolidarischen Blockadehaltung anderen gegenüber.
Sie muss schließlich Menschen vor einer schlimmen Krankheit schützen.
Ihr habt es Euch selbst eingebrockt.
Niemand Anderer ist dafür verantwortlich.
Keiner hat Euch gesagt, dass Ihr Euch nicht impfen lassen sollt.
Niemand hat Euch das Sich-Impfen-Lassen verboten.
Ihr habt es einzig und allein so entschieden, für Euch.
Die bittere Suppe, in die Ihr zudem noch hereingespuckt habt, dürft Ihr selbst auslöffeln, denn andere werden es nicht für Euch tun, weil Ihr für andere ja auch nichts tut, nicht mal während einer prekären Notlage, von der die ganze Welt betroffen ist.
Das nennt man „Gerechtigkeit”, auch wenn Ihr meint, dass „Gerechtigkeit” bedeutet, dass Ihr unbeschadet und ungestraft alles tun dürftet, was Euch beliebt und vorschwebt.
Mein Mitleid, mein Verständnis oder meine Toleranz Euch gegenüber?
Von mir bekommt Ihr nichts davon.

In einem zwanzigminütigem Video, das im Internet kursiert, wird darüber geredet, dass Impfstoffe Thromben und noch vieles mehr verursachen könnten und man deswegen speziell auf eine Corona-Impfung verzichten solle.
Stimmen die Mutmaßungen?
In dem Video werden diese Behauptungen mit dubiosen „Fakten” und reinem Wunschdenken vermischt und offenbaren den Charakter von Fake-News.
Zuerst geht es um die Toxizität von Impfmitteln, insbesondere gegen das Coronavirus.
Es wird gesagt, dass Impfungen gegen Corona im Körper Blutgerinnsel verursachten und dadurch sehr viel passieren könne.
Bei den Impfstoffen von AstraZeneca und Johnson & Johnson sind zwei Arten von Thrombosen aufgetreten.
Sinusthrombosen Hirnvenenthrombosen sind Blutgerinnsel, die sich in Gefäßen des Gehirns bilden, die das Blut vom Gehirn zurück zum Herzen leiten. Sie können zu Lähmungen und schlimmstenfalls zum Schlaganfall führen, oder sogar zum Tod.
Splanchnische Venenthrombosen betreffen die Eingeweidevenen der großen Bauchorgane wie etwa der Leber oder Milz. Diese können auch bei einem Zehntel bis einem Drittel der Betroffenen Lungenembolien verursachen.
Diese wurden bestätigt und teilweise wurden Impfungen mit diesen Vakzinen ausgesetzt und nicht mehr durchgeführt.
Diese Thrombosen wurden erst nicht entdeckt, denn sie sind schwer zu diagnostizieren und die Behandlung ist nicht gerade einfach. Es können viele Komplikationen auftauchen. Außerdem hängen sie auch nicht so stark mit den klassischen Risikofaktoren wie Bewegungsmangel, Alter oder Übergewicht zusammen wie bei Beinvenenthrombosen.
Es ist auch bekannt, dass die Antibabypille das Auftauchen von Thrombosen verstärken kann.
Bis Ende April 2021 wurden laut PEI 63 Fälle gemeldet, bei denen sich im Zuge der AstraZeneca-Impfung Sinusvenenthrombosen gebildet hatten.
Demgegenüber stehen millionen von Menschen, die ohne Nebenwirkungen mit AstraZeneca geimpft wurden.
Die EMA das diese bei 0,001 Prozent der Geimpften auftritt, was eine Person auf 100 000 darstellt.
Dies sind Fakten.
In dem Video wird behauptet, dass dies sehr häufig auftreten würde.
Laut einer neuen Studie ist das Risiko während einer Covid-19-Erkrankung eine Sinusthrombose zu entwickelt fast einhundert mal höher als die Nebenwirkung bei einer Impfung mit Vektor-Impfstoffen.
Die zweite Behauptung ist, dass die sogenannten „Spike-Proteine” verheerende Auswirkungen auf den Organismus hätten.
Nach Impfung sowohl mit mRNA-Vakzinen als auch Vektor-Impfstoffen produziert der Körper sogenannte „Spike-Proteine”. Mittels deren würde ein intaktes Virus Zellen befallen. Dies wäre, wenn man so will, die Andockstelle.
Diese Spike-Proteine können sich von alleine nicht vermehren und sind völlig inaktiv.
Der Körper – das Immunsystem – erkennt diese und „baut” Antikörper dagegen.
Auf die Unterschiede zwischen mRNA- und Vektor-Impfstoffen soll nicht weiter eingegangen werden.
Die Antikörper und Antigene bekämpfen nun die Eindringlinge.
Sie werden auch von Körper vernichtet und abgebaut. Nach spätestens fünfzehn Tage verschwinden diese ganz.
Das Immunsystem hat sich gemerkt, was es tun muss, falls ein Coronavirus in denen Körper eintritt und kann eine etwaige Infektion sehr schnell bekämpften.
Angeblich würden die Spike-Proteine sich auch im Blut ausbreiten und in Organe gelangen.
Dies stimmt definitiv nicht. Sie bilden sich in einem relativ kleinen Bereich um die Einstichstelle.
Sollte es passieren, dass sie ins Blut gelängen, würden sie als Fremdkörper erkannt und abgebaut.
Die sogenannten „Fresszellen” leisten hervorragende Arbeit.
Auch der zum Himmel schreiende Unfug, die Spike-Proteine könnten Blutzellen, zum Beispiel rote Blutkörperchen, zum Bersten bringen, ist symptomatisch für Covidioten.
Spike-Proteine können auch keine Adern von innen heraus zerstören, wie die Covidioten in dem Video es gerne hätten.
Spike-Proteine sind auch nicht in der Lage, Organe zu schädigen.
In dem Video werden immer wieder Fakten verdreht und Kontexte nicht eingehalten.
Vakzine auf mRNA-Basis verursachen keine Thrombosen, Vektor-Impfstoffe schon.
Da beide den Körper dazu bringen, Spike-Proteine zu bauen, wird hier das eine mit dem anderen vermischt.
Dazu kommen noch Studien, die weder bestätigt noch verifiziert sind.
Die Studien, die genannt werden und deren „Hypothesen” stützen sollen, sagen nichts zu dem eigentlichen Thema aus oder sie wurde schon längst als falsch oder unwissenschaftlich deklariert.
Es geht in dem Video noch weiter.
Es wird darauf hingewiesen, dass das Coronavirus schon einige Zeit kursiere.
Auch bei Nicht-Erkrankten, Nicht-Infizierten oder Genesenen hätte das menschliche Immunsystem auf das Virus reagiert und schon Kräfte dagegen mobilisiert.
Bei Genesenen ist dies korrekt, denn das Immunsystem hat Antikörper und Antigene gebildet.
Bei Personen, die nicht infiziert sind oder waren, ist dies völliger Unsinn.
Das Immunsystem kann nicht gegen etwas Antikörper bilden, dass es nicht kennt.
Hier begibt man sich in Gefilden der sogenannten „Morphogenetischen Felder”.
Diese „Theorie” aus der Esoterik fantasiert darüber, dass alles eine „formgebende Verursachung” hätte.
Es geht so weit, dass die Anhänger dieses Unfugs glauben, dass es möglich wäre, dass eine Person auf etwas zugreifen könne, was es noch nicht kennt, weil eine andere Person damit Erfahrung hatte.
Wenn eine Person zum Beispiel eine Stadt nicht kennt, könnte sie über die „morphogenetischen Felder” auf das Wissen einer anderen Person zugreifen und wüsste dann, wo sie hergehen müsste, um irgendwo hinzugelangen.
Dass die „Theorie” über die „morphogenetischen Felder” völlig Unsinn ist, erklärt sich von sich selbst.
Die Analogie soll nun auch auf das Immunsystem zu treffen.
Die krude „These”, dass das Immunsystem angeblich gegen das Coronavirus gefeit ist, ist schon kriminell, da aus diesem Irrglauben heraus geschlussfolgert wird, man bräuchte sich nicht zu impfen und auch keine Hygieneregeln wie Abstand zu halten, einen Mund-Nasen-Schutz aufzusetzen oder Hygiene zu wahren, einzuhalten.
So wird der Pandemie Vorschub geleistet.
Falls jemand mit dem elenden Lügen-Video konfrontiert wird, sollte man es einfach ausschalten.

… auch nicht, wenn sie messing- oder kupferfarben lackiert sind.
Auf Steampunk-Treffen und vielen anderen Steampunk-Veranstaltungen sieht man seltsame Personen, die man irgendwie kennt, aber die nicht wirklich hineinpassen.
Aktuell tauchten zwei Stormtroopers (Sturmtruppen-Soldaten) auf, die den Star-Wars- beziehungsweise Krieg-der-Sterne-Filmen entstammten.
Ihre Uniformen waren messingfarben lackiert, um die Zugehörigkeit zu Steampunk zu demonstrieren.
Einige von den Steampunk fanden die zwei Leute sehr interessant. Mich beeindruckt so etwas in keinster Weise, denn es zeigt nur, dass diese Personen sich nicht entscheiden können.
Steampunk und Star-Wars haben nicht mal gemeinsame Wurzeln.
Steampunk basiert auf die Welt im neunzehnten Jahrhundert und bewegt sich in der Welt, die Jules Verne und H.G. Wells erzählt haben.
Star-Wars ist eine Weltraum-Saga, die irgendwo im Universum spielt. Man weiß nicht mal, in welcher Zeit. Die Erde wird überhaupt nicht erwähnt.
Wir sind als Botschafter zwischen den verschiedensten Gruppen und Gruppierungen – Mittelalter, Rokoko, Biedermeier, Wikinger, Western, Kelten, Römer und vielem mehr – bekannt und bringen diese auch zusammen.
Es ist nicht immer möglich, alle zusammenzubringen, weil die Unterschiede oft zu groß sind.
Dies ist auch aus obengenannten Gründen bei Star-Wars nicht möglich.

Selten passiert es, dass ich aus Langeweile durch die Sender zappe. Ich bin bei „Rosins Restaurants” hängengeblieben. Was sich „Sternekoch” Frank Rosin geleistet hat, ist nicht Beratung für gescheiterte Gastronomen, sondern nur Stänkern und Pöbeln.
Die Inhaber des Restaurants „Hafen Extra” aus Aurich haben Frank Rosin um Hilfe gerufen.
Sie hatten im Februar 2020 das Restaurant übernommen, doch dann kam der sogenannte „Lockdown”. Wegen wenigem Startkapital stand „Hafen Extra” nach ein paar Wochen so gut wie vor dem Ruin.
Rosin unterhielt sich anfangs mit dem Gastronomen-Ehepaar des „Hafen Extra” und bekam heraus, dass sie finanziell gesehen kaum noch atmen konnten. Die Pacht war zwar gestundet worden und drei Monate standen aus, und dies ließ nicht mal Spielraum, einen Abholservice anzubieten, da die beiden kein Geld hatten, Verpackungsmaterial geschweige denn Flugblätter und ähnliches zu kaufen.
Rosin sprach davon, dass sie es sich in einer „Komfortzone” bequem gemacht hätten und nichts sonst getan hätten.
Der Gastronom widersprach und wies auf die klammen Mittel hin, was Rosin aber vollkommen ignorierte und immer wieder darauf hinwies, die beiden hätten nichts getan, außer sich selbst zu bedauern.
Er machte auch beim wiederholten Einspruch weiter, ohne wahrzunehmen, wo das Problem wirklich lag.
Er wurde zusehends ungemütlicher, brach aber irgendwann aus unerklärlichen Gründen ab und kam darauf zu sprechen, dass am nächsten Tag das Testessen anstünde und die beiden sich vier Gerichte zum Mitnehmen ausdenken sollten, die von den Testessern bewertet würden.
Seltsamerweise besorgte er auch Verpackungsmaterial und kam damit am nächsten Morgen herein.
„Was habt Ihr Euch ausgedacht?”, wollte er wissen.
Es sollte Schnitzel, Burger und (vegetarisches) Schmorgemüse geben.
Dies gefiel Rosin ganz und gar nicht, denn er argumentierte damit, dass Aurich eine Stadt in Friesland sei und man Fischgerichte anbieten solle.
Die zwei vom „Hafen Extra” argumentierten, dass sie extra keine Fischgerichte anbieten wollten, weil dies im Prinzip jeder machte in Aurich.
Dies passte Rosin nicht, denn er mag anscheinend keine Widerworte. Nachdem er nochmals darauf eingegangen war, wurde die „Diskussion” niveaulos und Rosin redete davon, dass die beiden keine Fischgerichte zubereiten könnten, obwohl sie aus Aurich kämmen und dies nur vertuschen wollten, indem sie etwas Anderes verkaufen wollten.
Er sprach in immer aggressiverem Ton davon, dass sie keine Ahnung hätten, was die Leute wollten und sich „endlich aus der Komfortzone” herauskommen müssten.
Er attackierte sie hart und ließ keine Gegenargumente zu, indem er den beiden das Wort abschnitt und sie beleidigte, was er als „positive Kritik” verkaufte. Die Inhaber waren beleidigt und wütend, was man deutlich sehen konnte.
In diesem Moment überlegte ich, ob ich den Fernseher vom Tisch treten oder umschalten sollte.
Ich entschied mich fürs Umschalten.
„Rosins Restaurants” habe ich schon einige Male in unregelmäßigen Abständen geschaut.
Rosin will Reststrandinhabern und ‑betreibern aus einer Notlage helfen und neue Perspektiven zeigen.
Was er allerdings macht, hat nichts damit zu tun. Er oktroyiert den Hilfesuchenden seine eigene Minung und tarnt dies als „kulinarisache Neuausrichtung”.
Er denkt sich nämlich etwas aus. Dann bekommen die Hilfesuchenden die „Hausaufgaben”, eine neue Karte mit möglichst neuen Gerichten zusammenzustellen.
Am nächsten Tag – wobei „nächster Tag” relativ ist – schaut er sie sich an und schimpft, dass dies nicht das richtige sei und ‚man wohl bei „sowas” nicht von einer „kulinarischen Idee” sprechen könne.
Die Meinungen der Hilfesuchenden interessieren nicht.
Der Inneneinrichter, der zu Rosins Team gehört, schließt sich auch nicht mit den Hilfesuchenden kurz, sondern agiert genauso wie Rosin. Er tut das, was er für richtig hält. Ob es den Hilfesuchenden gefällt,. spielt keine Rolle. Es wird getan, was er meint.
Das Design des neuen Aushängeschilds des Restaurants wird auch nicht besprochen, sondern man präsentiert es als Überraschung. Manchmal kann man sehen, wie die Leute darauf negativ reagieren.
Die Serie „Rosins Restaurants” hält ironischerweise genau das, was der Name verspricht.
Rosin gestaltet die Restaurants so, wie er meint.
Es entstehen „Rosins Restaurants”.

Das Bild dort oben ist ein Selfie, zumindest meinen das viele Leute. Sie haben dabei vergessen, dass die Handys eine Kamera auf der Vorderseite haben. Sie posieren vor dem Spiegel und fotografieren sich mit dem Handy in der Hand. Das soll „super cool” sein.
Die Rede ist hier, wie man sich vorstellen kann, von Selbstdarstellern und sogenannten „Influencern” in sozialen Online-Netzwerken.
Diese „Spezies” ist besonders penetrant und zudem sehr aktiv.
Sie sind auch der Meinung, dass sie die Superstars sind und eigentlich das Sagen haben, vor allem was Trends, Mode und so weiter angeht.
Soziale Themen inklusive Politik interessiert sie nicht. Es zählt nur die Selbstdarstellung und die eventuell damit verbundene Kommerzialisierung, auch des eigenen Egos. Das Handy mit der Vorderseite auf den Fußboden stellen und dann mit der Vorderseitenkamera Videos mit Aufnahmeverzögerung aufnehmen, aus der Froschperspektive ist bei ihnen auch sehr wichtig.
Dass Videos in Hochformat den Regeln widersprechen, ist ihnen egal.
Hauptsache, sie posten – veröffentlichen – irgendetwas.
Auch viele, die sich als gewiefte Profis und Alleskönner darstellen, haben nicht mal den Unterschied zwischen Hochkant- und Querformatbildern verstanden. Es wird geknipst und nicht fotografiert.
Es zählt nur, was man selbst empfindet und Regeln sind in deren Augen etwas für „Verlierer”.
Zudem kommt, dass sie in überheblicher Weise von sich überzeugt sind und sich auch als Vorbilder für andere sehen.
Dabei vergessen sie aber, dass das Sammeln von „Likes” und „Followern” nur ein kleiner Teil ist, was die sozialen Online-Netzwerke ausmachen.
Sie sonnen sich in der vereinfachten Online-Welt und kommen außerhalb – in der realen Welt – kaum klar.
Sie übertragen ihre „Erfahrungen” aus der Online-Welt in die reale und kommen nicht damit klar.
Man bekommt eben nicht nur Lob, wenn man in der realen Welt an einem Tisch sitzt und Eis isst.
In der Online-Welt bekommt man Lob oder zumindest geheucheltes Lob, wenn man das Foto eines Eisbechers postet, in der realen Welt hebt niemand den Daumen, wenn man dort sitzt und jemand kommt vorbei.
Die Überheblichkeit, ein Online-Superstar zu sein, ufert darin aus, dass man nicht mit Kritik umgehen kann und sich Dramen abspielen.
„Das ist so niederträchtig, was mir die Leute schreiben”, berichtete eine sogenannte „Influencerin”, „Hier steht: ‚Du gefällst mir nicht und für mich siehst Du auch nicht schön aus, wie manche meinen.’ Das ist so eine niederträchtige Beleidigung.„
Wo dies eine „niederträchtige Beleidigung” ist, wurde erst klar, nach dem sie in die Lobeswelle eintauchte und sich wieder über diese „krass” freute.
Aber sie beantworte alle „persönlichen Nachrichten” oder E‑Mails, wie sie weitererzählt, alleine schon aus Höflichkeit.
Sie rechtfertigt, dass andere sie loben und sie hübsch finden und das sagt sie auch den „niederträchtigen Beleidigern”, um in ihrer Sprach-Welt zu bleiben. Wenn die Mehrheit das sagt, gilt es eben für alle und das ist schließlich Balsam für ihre Seele.
Sie sagte auch, dass es besser wäre, dass solche „niederträchtigen Beleidigungen” direkt gelöscht werden sollen, schließlich gebe es ja „diesen Paragrafen gegen Hate-Postings”.
Was die Intention der vielen selbsternannten „Superstars” ist, muss sich einem nicht eröffnen.
Manche nutzen ihre Online-Präsenz, um Werbeverträge an Land zu ziehen und preisen dann Produkte an. Für die Werbewirtschaft eine gelungene Sache, denn so kommen sie indirekt in die Schulen hinein. Werbung in der Nähe von Schule und innerhalb dieser ist nämlich verboten.
Wenn aber eine Klassenkameradin ihre neue Shoppingtour mit Bildern und Videos posten, schauen dies die Klassenkameraden und kaufen etwas ein, um nicht „out” zu sein.
Das Modediktat funktioniert so in zweifacher Hinsicht. Was die „Influencerin” als „in” bezeichnet, muss man aus dem Herden- und Mitschwimmertrieb mitmachen und zweitens fühlt sich die „Influencerin” bestätigt, weil andere das Gleiche kaufen wie sie.
Die Werbetreibenden machen so gute Einnahmen.
Die Welt der „Influencer” und „Superstars” funkioniert.
Allerdings nur in eigenen Gesetzen, wobei Gesetze und Regeln ansonsten als „No Go” gelten.