Theater

Wenn Menschen, die mit einem extrem begrenzten geistigen Horizont ausgestattet sind – und das ist meistens der Fall, da sie in ihrer eigenen, wunderbar abgeschotteten Fantasiewelt leben – anfangen zu träumen, dann ist man auf wahre „geistige Höhepunkte” gefasst.
Für diese illustre Menschengruppe beginnt das Leben praktisch mit einer universellen Rückrufaktion.
Schon bei der Geburt wird das „Produkt Mensch” auf eine lange und vielleicht nie endende Liste von Dingen gesetzt, die zurückgerufen werden müssen, weil sie nicht den Standardanforderungen entsprechen.
Ein Paradebeispiel für diese Spezies sind die sogenannten Job-Plus-Maßnahmen.
In diesen sagenhaften Programmen dürfen die Auserwählten zwei achtwöchige Praktika durchlaufen, die angeblich als Sprungbrett in den mythischen „ersten Arbeitsmarkt” dienen sollen.
Dies wird von den Jobcentern mit einer Überzeugung gepredigt, die beinahe schon religiöse Züge annimmt.
Und dann gibt es da diesen einen „Tiefflieger”, dessen intellektuelle Reife ihn in der rekordverdächtigen Zeit von gerade mal vier Monaten dazu befähigte, ein Praktikum von sage und schreibe EINEM EINZIGEN TAG zu absolvieren.
Der Typ muss wirklich ein Genie in der Kunst des Nichtstuns sein!
Natürlich könnte man auch erwähnen, dass unser „Tiefflieger” eine bemerkenswerte Unlust hat, sich mit dem Gedanken an Arbeit auseinanderzusetzen, aber das wäre fast schon zu banal.
Es könnte auch als seine innovative Methode interpretiert werden, die Welt vor der harten Realität des Arbeitslebens zu schützen.
Wenn der Job-Coach schließlich den Raum betritt und ihn freundlich nach möglichen Arbeits- oder Praktikumsperspektiven fragt, kommt von unserem Helden die glorreiche Antwort, dass er demnächst „Urlaub” habe.
Ja, Urlaub!
Ein großes Thema, das anscheinend wichtiger ist als das banale Streben nach Arbeit.
Auf die Bemerkung hin, dass man wohl kaum sofort in den Genuss von Urlaub kommen kann, wenn man gerade erst eine neue Stelle antritt, entfaltet unser „Tiefflieger” seine vollendete Logik: „Wenn jemand Urlaub machen will, muss der Chef eine Vertretung einstellen.”
Man muss schon tief Luft holen, um die unfassbare Brillanz dieser Argumentation zu begreifen.
Die Vorstellung, dass der Chef mal eben auf Zuruf eine Vertretung engagieren soll, um dem „Urlaubsanspruch” unseres Protagonisten gerecht zu werden, ist schlichtweg ein Meisterwerk des gediegenen Zynismus.
Bravo!
Der „Tiefflieger” hat es tatsächlich geschafft, das Arbeitsleben in ein grandioses Theaterstück der Absurdität zu verwandeln.
Hier wird jeder Arbeitstag zu einer grotesken Komödie, und die Rolle des Helden übernimmt ganz eindeutig unser genialer Träumer.

Melanie war niedergeschlagen und verbittert nach ihrer Niederlage vor Gericht. Ihr Stolz war zutiefst verletzt, und sie war entschlossen, sich um jeden Preis zu rächen und dabei finanziell zu profitieren. Sie war bereit, alle moralischen Grenzen zu überschreiten, um ihr Ziel zu erreichen.
(Teil 7 lesen – hier klicken!)
In ihrer Verzweiflung wandte sich Melanie erneut an Dr. Fabian Mertens, ihren Anwalt, der schon ihre vorherige Klage vertreten hatte. Dieses Mal brachte sie schwerwiegendere Vorwürfe vor: Sie behauptete, ihr Ex-Kollege Jens habe sie sexuell genötigt und zu unangemessenen Handlungen gedrängt. Auch Jens, ein Kollege von Peter, soll sie sexuell gedemütigt haben. Melanie versprach sich von diesen Anschuldigungen, dass das Unternehmen ihr eine hohe Wiedergutmachung zahlen und die öffentliche Empörung über die Vorwürfe Druck auf das Unternehmen ausüben würde.
„Er hat mich dazu gezwungen, Dinge zu tun, die ich nicht wollte,“ sagte Melanie mit gespielter Verzweiflung. „Das Unternehmen hat nichts unternommen, um mich zu schützen. Ich verlange eine angemessene Entschädigung für das, was mir angetan wurde.“
Dr. Mertens, der die Ernsthaftigkeit der Vorwürfe erkannte und die Möglichkeit eines lukrativen Falls witterte, stimmte zu, Melanie erneut zu vertreten. Er reichte eine Klage gegen das Unternehmen ein und forderte eine hohe Entschädigung für die angeblichen Vergehen.
Als die neuen Anschuldigungen bekannt wurden, brach Panik im Unternehmen aus. Die Schwere der Vorwürfe gegen Jens schockierte die Mitarbeiter und die Geschäftsführung. Frau Berger war fassungslos und wusste, dass diese Anschuldigungen ernst genommen werden mussten, auch wenn sie keine stichhaltigen Beweise zu erkennen vermochte, da Jens sehr gut kannte.
„Wir müssen diese Vorwürfe gründlich untersuchen,“ sagte sie in einer Dringlichkeitssitzung. „Die Integrität unseres Unternehmens steht auf dem Spiel. Jens – du werdet nicht beurlaubt, weil die Fronten allen klar sind, aber wir müssen wachsam vorgehen.“
Jens war gleichermaßen erschüttert und wütend. Sie hatten nie erwartet, dass Melanie zu solchen Maßnahmen greifen würde.
Jens, der offen schwul war und sich nie vorstellen konnte, solche Vorwürfe gegen sich erhoben zu sehen, war besonders betroffen.
„Das ist absurd!“ rief Jens. „Ich habe nie auch nur in die Nähe solcher Handlungen gedacht. Sie lügt, um sich zu rächen.“
Peter, der sich immer anständig verhalten hatte, konnte die Situation kaum fassen.
„Wir müssen die Wahrheit ans Licht bringen. Das darf nicht so enden. Jens hat seine Homosexualität nie erwähnt, weil es Privatsache ist, aber vielleicht muss es dieses eine Mal sein.“
Das Unternehmen leitete eine gründliche interne Untersuchung ein, um die Vorwürfe zu prüfen. Unabhängige Berater wurden hinzugezogen, und alle relevanten Beweise und Aussagen wurden gesammelt.
Jens kooperierten vollständig und legten alle Informationen offen.
Die Untersuchung förderte keine Beweise für Melanies Anschuldigungen zutage. Stattdessen wurden Ungereimtheiten in ihrer Darstellung deutlich. Mehrere Kollegen bestätigten, dass Jens nie unangemessenes Verhalten an den Tag gelegt hatte und dass er stets professionell agiert hatte.
Zudem ergaben Sicherheitsaufnahmen und E‑Mail-Protokolle keine Hinweise auf die angeblichen Vorfälle.
Jens’ sexuelle Orientierung und das „Outing” waren ebenfalls ein entscheidender Faktor.
„Die Anschuldigungen passen nicht zum Verhalten oder der sexuellen Identität des Beschuldigten“, stellte einer der Ermittler fest. „Sie haben keinerlei Interesse an Frauen gezeigt, und es gibt keine Hinweise darauf, dass er jemals unangemessen gehandelt hat.“
Trotz der überwältigenden Beweise zu ihren Ungunsten ging Melanie mit der Klage vor Gericht.
Sie hoffte, dass der öffentliche Druck das Unternehmen dazu zwingen würde, sich zu einigen und eine Entschädigung zu zahlen, um die negativen Schlagzeilen zu vermeiden.
Im Gerichtssaal verteidigte Dr. Mertens Melanies Standpunkt mit Vehemenz.
„Meine Mandantin wurde von ihrem Ex-Kollegen missbraucht und gedemütigt,“ erklärte er. „Sie verdient Gerechtigkeit und eine angemessene Entschädigung für das Leid, das ihr zugefügt wurde.“
Dr. Fischer, die Anwältin des Unternehmens, entgegnete entschlossen: „Diese Anschuldigungen sind haltlos und basieren auf keinerlei Beweisen. Jens hat stets professionell gehandelt, und die Untersuchung hat gezeigt, dass die Vorwürfe von Frau Schuster keinerlei Grundlage haben.“
Jens trat zwar als Beschuldigter auf, aber er widerlegte Melanies Anschuldigungen klar und präzise.
Er sprach offen über seine sexuelle Orientierung und wie absurd die Anschuldigungen gegen sie waren. „Ich bin schwul“, sagte Jens vor Gericht. „Ich habe nie Interesse an Frauen gezeigt, und die Anschuldigungen sind absolut falsch, wie sie an der Heiratsurkunde mit meinem Mann Ludwig sehen.“
Sein Mann sprach als Zeuge.
Nach einer intensiven Verhandlung und der Prüfung aller Beweise, Verhöre des Ehegatten von Jens, verkündete das Gericht schließlich sein Urteil.
„Das Gericht befindet, dass die Anschuldigungen von Melanie Schuster gegen Jens Reimann haltlos sind,“ erklärte der Richter. „Es gibt keinerlei Beweise, die die Vorwürfe stützen, und die Aussagen von Frau Schuster stehen im Widerspruch zu den vorgelegten Beweisen und Zeugenaussagen. Die Klage wird abgewiesen, und Frau Schuster wird angewiesen, die Kosten des Verfahrens zu tragen.“
Melanie war erneut geschlagen. Ihre bösartigen Versuche, das Unternehmen und ihre ehemaligen Kollegen zu schädigen, waren gescheitert, und sie stand nun nicht nur ohne Job, sondern auch ohne Aussicht auf finanzielle Entschädigung da.
Ihr Ruf war zerstört, und sie musste sich mit den Konsequenzen ihres Handelns auseinandersetzen.
Nach dem Urteil kehrte Jens auf seinen Arbeitsplatz zurück.
Sie wurden von ihren Kollegen herzlich empfangen, und es herrschte Erleichterung, dass die Wahrheit endlich ans Licht gekommen war.
„Es war eine schwere Zeit,“ sagte Peter in einer Besprechung, „aber ich bin froh, dass wir durchgehalten und die Wahrheit verteidigt haben.“
Jens fügte hinzu: „Wir müssen sicherstellen, dass solche Situationen nicht noch einmal auftreten. Lasst uns zusammenarbeiten und eine sichere und respektvolle Arbeitsumgebung schaffen.“
Die Ereignisse hinterließen tiefe Spuren im Unternehmen. Das Team lernte, wie wichtig es war, zusammenzustehen und für die Wahrheit einzutreten.
Melanies Geschichte endete in Schande, doch für Peter, Jens und das gesamte Team bedeuteten die überstandenen Prüfungen eine stärkere Verbundenheit und eine erneuerte Entschlossenheit, ihre Werte zu verteidigen.
Das Unternehmen blickte nach vorne, bereit, die Herausforderungen der Zukunft anzunehmen, gestärkt durch die Erfahrungen der Vergangenheit und vereint im Streben nach Integrität und Vertrauen.

Gaslighting: Die subtile Macht des Zweifels
Gaslighting ist ein Begriff, der in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen hat, insbesondere im Kontext toxischer Beziehungen und emotionalen Missbrauchs.
Der Begriff stammt aus dem gleichnamigen Theaterstück „Gas Light” von 1938 und dessen Filmadaptionen, in denen ein Mann seine Frau systematisch manipuliert, um sie an ihrem eigenen Verstand zweifeln zu lassen.
Doch was verbirgt sich genau hinter diesem Phänomen, und warum ist es so zerstörerisch?
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Im Büro war das Arbeitsklima nach der letzten Episode wieder eingekehrt, und der Alltag ging seinen gewohnten Gang. Doch die Ruhe war nur oberflächlich, und die latente Spannung zwischen Melanie und Peter schwelte weiter, unsichtbar für die meisten Kollegen, aber stets spürbar.
(Zum zweiten Teil dieser Gesichte – Hier klicken)
Eines Morgens, als die Kollegen ihre Plätze einnahmen und sich auf die anstehenden Aufgaben vorbereiteten, versammelte sich das Team im Konferenzraum für die wöchentliche Besprechung. Frau Berger, die Teamleiterin, hatte eine wichtige Ankündigung zu machen.
„Wir haben eine neue Herausforderung,“ begann sie, während sie das Team musterte. „Es steht ein großes Projekt an, das wir innerhalb der nächsten zwei Monate erfolgreich abschließen müssen. Es ist eine wichtige Chance für unsere Abteilung und könnte entscheidend für unsere zukünftigen Projekte sein. Peter, ich möchte, dass du dieses Projekt leitest. Melanie, du wirst als seine Stellvertreterin agieren.“
Ein Raunen ging durch die Reihen. Melanie und Peter, ausgerechnet die beiden, die zuletzt so viele Spannungen hatten? Die Entscheidung von Frau Berger schien kühn, doch ihre Autorität ließ keinen Raum für Diskussionen.
Peter, der gewohnt war, professionell und effizient zu arbeiten, nahm die Herausforderung an. Er organisierte das Projektteam, verteilte Aufgaben und legte klare Ziele fest. Melanie, obwohl skeptisch und widerwillig, fügte sich in ihre Rolle als Stellvertreterin. Anfangs versuchte sie, Distanz zu Peter zu wahren und ihre Aufgaben eigenständig zu erledigen.
Das Projekt war anspruchsvoll und erforderte intensive Zusammenarbeit. Die Teammitglieder mussten ihre Expertise und Kreativität einbringen, um innovative Lösungen zu entwickeln. Die Zeit war knapp, und jeder Fehler konnte das gesamte Vorhaben gefährden. In dieser stressigen Situation begannen Peter und Melanie, die sich zunächst aus dem Weg gingen, langsam, aber sicher, miteinander zu kommunizieren.
„Hier sind die neuesten Daten, die du angefordert hast,“ sagte Melanie eines Tages und legte Peter ein Dokument auf den Schreibtisch.
Peter nickte und nahm das Dokument entgegen. „Danke, Melanie. Das wird uns weiterhelfen. Kannst du auch die Marktanalyse von letzter Woche überprüfen? Wir müssen sicherstellen, dass alle Zahlen stimmen.“
Diese sachliche, aber kooperative Interaktion war ein zartes Zeichen dafür, dass sie vielleicht doch in der Lage sein könnten, gemeinsam an einem Strang zu ziehen.
Doch die fragile Harmonie wurde bald auf eine harte Probe gestellt. Etwa zur Halbzeit des Projekts kam es zu einem unerwarteten Rückschlag: Ein wichtiger Partner zog sich aus dem Projekt zurück, und die Zeitpläne gerieten ins Wanken. Die Stimmung im Team wurde angespannt, und die Verantwortung lastete schwer auf Peter und Melanie.
In dieser kritischen Phase geschah das Unvermeidliche: Ein hitziger Streit brach aus.
„Das ist nicht meine Schuld! Ich habe alles nach Plan erledigt,“ verteidigte sich Melanie, als Peter sie darauf hinwies, dass eine der Analysen nicht korrekt war.
„Niemand gibt dir die Schuld, Melanie,“ sagte Peter ruhig, doch in seinen Augen war die Müdigkeit deutlich zu erkennen. „Aber wir müssen jetzt alle zusammenhalten und eine Lösung finden. Es bringt nichts, die Fehler auf andere zu schieben.“
Der Streit endete ohne klare Resolution, und die Stimmung war gereizt. Beide erkannten, dass ihre Zusammenarbeit trotz allem unverzichtbar war, und versuchten, den Fokus wieder auf die Arbeit zu richten.
Während sie bis tief in die Nacht arbeiteten, ergab sich schließlich eine Situation, die die Karten neu mischte. Melanie, die vor ihrem Computer saß und fieberhaft nach einer Lösung für das Problem suchte, stieß auf einen alten Bericht, den Peter vor Jahren erstellt hatte. In diesem Bericht fand sie eine Methodik, die auf das aktuelle Problem angewendet werden konnte.
„Peter, schau dir das an,“ sagte sie und zeigte ihm den Bericht. „Das könnte die Lösung sein.“
Peter, der erschöpft und fast entmutigt war, sah sich den Bericht an und erkannte sofort das Potenzial. „Das ist brillant, Melanie. Das könnte tatsächlich funktionieren.“
Gemeinsam setzten sie die Methodik um, und ihre Bemühungen zeigten Erfolg. Der Rückschlag wurde überwunden, und das Projekt kam wieder auf Kurs. Melanie und Peter spürten, dass sie durch diese Krise einen Schritt aufeinander zugegangen waren.
Am Ende des Projekts, das erfolgreich abgeschlossen wurde, herrschte Erleichterung im Team. Es wurde eine kleine Feier organisiert, und die Anspannung der letzten Wochen wich einer freundlicheren Atmosphäre.
Im Büro ging der Alltag weiter, geprägt von den täglichen Herausforderungen und den kleinen Erfolgen, die die Arbeit mit sich brachte. Die Episode mit dem Projekt hatte gezeigt, dass auch die schwierigsten Beziehungen Potenzial für positive Entwicklungen hatten, doch die endgültige Lösung der Spannungen zwischen Melanie und Peter blieb unklar.
Melanie stand an einem Scheideweg: Sollte sie ihre alten Vorbehalte ablegen und die Chance auf eine produktive Zusammenarbeit mit Peter annehmen? Oder würde sie in alte Muster zurückfallen und erneut versuchen, ihre eigenen Wege zu gehen, selbst wenn dies auf Kosten der Teamdynamik ging?
Peter hingegen war entschlossen, weiterhin professionell und hilfsbereit zu bleiben, unabhängig davon, wie Melanie sich entschied. Für ihn war klar, dass das Wohl des Teams über persönlichen Konflikten stehen musste.
Die Frage, wie Melanie und Peter ihr Verhältnis zueinander zukünftig gestalten würden, blieb offen. Und so setzte sich das Leben im Büro fort, mit all seinen Herausforderungen und leisen Siegen, die das Leben in einem modernen Arbeitsumfeld ausmachen. Doch die leise Spannung zwischen den beiden war wie ein unausgesprochenes Versprechen, dass die Geschichte noch nicht ganz zu Ende erzählt war.
Die Charaktere und Ereignisse in diesem Test sind sorgfältig so gestaltet, dass sie realen Personen und Ereignissen ähneln. Jede Ähnlichkeit mit tatsächlichen Personen oder Ereignissen ist voll und ganz beabsichtigt, um das Lese-Erlebnis authentisch und vertraut zu gestalten.

Ach, welch ein herrlicher Hieb der Realität, als ich mich gestern (22.6.2024) am frühen Nachmittag, triefend vor Vorfreude, für den Steampunk-Stammtisch eingeschrieben habe, und dann, kaum dass fünf kümmerliche Stunden vergangen waren, festzustellen, dass meine Anwesenheit dort plötzlich so erwünscht war wie ein Floh im Pelz eines adligen Pudels!
Offenbar gibt es die Vorstellung, dass ich eine Gefahr für die dampfbetriebene Harmonie darstelle.
Der Grund?
Man wirft mir Gehässigkeit vor!
Dies schrieb die Organisatorin des Stammtisches als Antwort darauf, als ich uns (meine Herzallerliebste und mich, samt unserer Hündin Cora) anmeldete.
Die Kommunikation und die Organisation von Steampunk-Stammtischen, ‑Events und ähnlichem läuft größtenteils über das soziale Onlinenetzwerk Facebook.
Besonders erheiternd wird es, wenn man sich vor Augen führt, dass ich vor einigen Monaten im Online-Steampunk-Forum anmerkte, dass einige Mitglieder unseres Stammtisches sich für die exklusive Kaste der Dampfmaschinen-Elite halten, die sich mit Vorliebe in ihren selbstgefälligen Zahnradphantasien wälzen – natürlich ohne auch nur den leisesten Finger außerhalb dieser Gedanken-Kreise zu rühren, geschweige denn sich außerhalb des Stammtisches in Steampunk-Gewandung sehen zu lassen.
Meine prophetischen Fähigkeiten haben mich nicht im Stich gelassen!
Tja, der sogenannte „innere Zirkel“ des Steampunk-Stammtisches, den ich mit unerhörter Präzision als „Clübchen“ tituliert hatte, offenbarte sich als eine wahrhaft elitär-verschlossene Mini-Gesellschaft.
In einer Online-Diskussion vor drei Wochen beklagte sich die Organisatorin des Stammtisches, die auch nichts anderes als den Stammtisch „hat” und auch sonst nirgends zu sehen ist, darüber, dass Interessierte oder Neue sich nicht so kleideten, wie sie es gerne sähe und dass die Fotografen sich auch nicht in Steampunk-Kleidung würfen.
Einige Fotografen sagten, dass sie nicht mehr kämen.
Sie hatten regelmäßig Fotos gemacht und diese veröffentlicht – kostenlos, weil sie uns nett finden.
Im Tenor der Organisatorin des Stammtisches hieß es, dass Fotografen, die man übrigens gar nicht sieht auf den Fotos, gefälligst in Steampunk-Gewandung kommen sollten, weil es sich ja um einen „Steampunk-Stammtisch” handele.
Innerhalb der Diskussion hieß es etwas später, dass jeder willkommen sei, wohl deshalb, weil sich Widerstand regte und der Gegenwind immer stärker geworden war.
Einige von uns taten ihren Unmut kund, dass es beim Stammtisch ein „Clübchen” gäbe, das immer zusammensäße und das nur unter sich bleiben wolle.
Dieses „Clübchen” oder „Innerer Kreis”, zu der auch die Organisatorin des Stammtisches gehört, hat eine offen ablehnende Haltung gegen Neue, auch wenn Mitglieder schon jahrelang zum Stammtisch gehen.
Man wird mit ihnen nicht warm.
Die Mitglieder des „Clübchens” kommen schon sehr früh zu den Stammtischen und setzen sich nebeneinander an die Mitte des Tisches. Sie kapseln sie sich gegen die Andere ab, die nach und nach kommen.
Wir wechseln ab und zu die Plätze, um mit allen sprechen zu können. Die anderen machen es ebenso.
Das „Clübchen” bleibt zusammen und antwortet nur in kurzen Sätzen, wenn es angesprochen wird, und widmet sich wieder sich selbst zu.
Dann schließt sich wieder die abschottende Wand.
Wir sind seit 2017 beim Stammtisch dabei.
Wir haben dadurch Freunde kennengelernt, mit denen wir uns regelmäßig treffen oder anderweitig den Kontakt halten.
Uns war aber nach ein paar Stammtischen aufgefallen, dass ein „Clübchen” existiert.
Besucher von anderen Stammtischen, beispielsweise aus anderen Regionen, kamen ein paar mal, aber berichteten davon, dass man mit „denen, die in der Mitte sitzen”, nicht warm werde.
Die Diskussion über die Möchtegern-Kleiderordnung verlief schleppend, denn das „Clübchen” – allen voran die Organisatorin des Stammtisches – behaarte auf ihren Standpunkt und schob Kritik von sich, ignorierte sie oder antwortete mit Totschlagargumenten.
Dass ich mit meinen aufwallenden Missfallensdämpfen nun die gemütliche Tee-Runde im Schmusekessel empfindlich gestört hatte, scheint wohl nicht zum Plan dieser Wohlfühl-Plauder-Veranstaltung gepasst zu haben.
Dabei wollte ich doch nur ein bisschen frische Luft in das schal riechende Windschattenspiel der eingerosteten Mechaniken und festgeschweißten Trägheitsbolzen bringen.
Es ist wohl zu viel verlangt, von einer Gemeinschaft, die in einer heiligen Dreifaltigkeit aus Messing, Zylindern und Leder versinkt, auch nur eine Spur Empfänglichkeit oder Verständnis für frische Ideen zu erwarten.
Vielleicht ist das Ganze nur eine raffinierte Probe, um zu sehen, ob ich gut genug bin für den exklusiven Club der Dampf-Fanatiker.
Möglicherweise werde ich einer Reihe von Dampf- und Zahnradprüfungen unterzogen, nur um in den erlauchten Kreis der Messingmöwen aufgenommen zu werden.
Bis dahin werde ich die Abende in Gesellschaft meines elektrischen Gefährten, dem Fernseher, verbringen – ein Gerät, das mich wenigstens nicht aufgrund mangelnder Ölqualität ausschließt, wenn über die besten Grillsoßen oder den idealen Rasenmäher-Roboter philosophiert wird.
Erläuterndes:
In einem Beitrag des Steampunk-Forums in Facebook wurde gefragt, wer alles zum Stammtisch komme.
Ich hatte am 22.6.2024 am frühen Vormittag geantwortet, dass meine Herzallerliebste, unsere Hündin und ich kämen.
Wir waren zwei Jahre aus terminlichen Gründen nicht mehr dort gewesen, hatten aber Kontakt über Facebook oder bei Treffen gehalten. Wir waren erfreut, dass wir auch Personen sehen konnten, die wir nur sehr sporadisch oder gar nicht mehr persönlich getroffen hatten.
Nach einer kurzen Zeit von fünf Stunden schrieb mir die Organisatorin des Stammtisches.
Für den Fall, dass das dein Ernst ist: aufgrund deiner provokanten Kommentare und Gehässigkeiten mir gegenüber schließe ich dich hiermit von meinem Stammtisch aus. Du bist nicht willkommen.
O‑Ton der Organisatorin des Stammtisches (Screenshots liegt vor)
Ich erwiderte:
Ich bin mir keiner Schuld bewusst.
Liefere Beweise!
Wo ich mich aufhalte, bestimme (übrigens) ich und wenn es „Towers” ist, ist es „Towers”.
„Towers” ist übrigens das irische Restaurant (Pub), in dem seit einiger Zeit der Stammtisch stattfindet.
Ich schaute mich nachdenklich und etwas verwirrt in unserem Facebook-Forum um und fand keine Beiträge oder sonstiges, wo ich der Organisatorin des Stammtisches gegenüber „gehässig” gewesen bin.
Ein Fotograf hatte bezüglich der Kleiderordnung gesagt, dass er nicht mehr zum Stammtisch komme, worauf ich kommentierte: „Das kann ich nachvollziehen”.
Ein Besucher von einem anderen Stammtisch hatte in einem Statement dazu geschrieben, dass er und seine Bekannten nicht mehr kämen, wegen der Bedingungen, die aufgestellt worden seien.
Darunter schrieb ich: „Vollste Zustimmung.„
Als die Organisatorin des Stammtisches geschrieben hatte, dass alle willkommen seien zu ihren Vorgaben, schrieb ich, dass der Stammtisch ein „Clübchen” sei, bei dem niemand zum „Inneren Kreis” vordringen könne und dies sei unproduktiv für die Gewinnung neuer Mitglieder.
Das waren also die „Gehässigkeiten”.
Heute Morgen (23.6.2024) schaute ich ins Steampunk-Forum bei Facebook.
Ich fand keine Beiträge mehr von der Organisatorin des Stammtisches.
Nachdem ich Recherchen angestellt hatte, kam heraus, dass die Organisatorin des Stammtisches mich auf Facebook geblockt (blockiert) hatte.
Dies bedeutet, dass ich sie bei Facebook nicht mehr sehen kann und sie mich auch nicht, inklusive allem, was wir schreiben und geschrieben haben.
Wir sind dem Anderen gegenüber im übertragenem Sinne unsichtbar geworden, inklusive allem, was bei Facebook vorhanden ist oder war von uns.
Wir können uns nicht mal gegenseitig über die Personensuche finden.
Freunde und Bekannte von uns fanden meine Statements in keinster Weise gehässig.
Mit dem „Clübchen” hatte ich nur deutlich gemacht, was schon lange bekannt war.
Dies hatten aber schon andere Personen früher in die Diskussion „geworfen”.
Nicht nur uns war aufgefallen, dass immer wieder neue Besucher zu großen Veranstaltungen wie Picknicks und Ähnlichem kamen, aber nur ein- oder zweimal zum Stammtisch erschienen.
Man muss erwähnen, dass bei dem „Steampunk-Stammtisch” nie über Veranstaltungen, Meetings oder Picknicks gesprochen wurde, was jeder Teilnehmer aber erwartet.
Termine machten die Mitglieder des „Clübchens” unter sich aus und trafen sich mehr oder weniger privat.
Als die Organisatorin des Stammtisches sich über das Verhalten der Mitglieder mokierte, brach bei vielen der schon länger aufgestaute Ärger und Unmut heraus, was sie auch ausdrückten.
Man kann sich vorstellen, dass bei vielen der letzte Tropfen eintröpfelte und nun das Fass zum Überlaufen brachte.
To be continued … (Kein Ende in Sicht)

Detaillierte Erläuterungen zum Teilen von Fotos von Veranstaltungen und Konzerten in Deutschland
In Deutschland sind die rechtlichen Rahmenbedingungen für das Teilen von Fotos von Veranstaltungen und Konzerten äußerst vielschichtig und müssen sorgfältig beachtet werden, da sie von unterschiedlichen Faktoren beeinflusst werden. Ein entscheidender Faktor ist dabei die Art der Veranstaltung. Handelt es sich um eine öffentliche oder private Veranstaltung? Bei öffentlichen Veranstaltungen gelten andere Regelungen als bei privaten Zusammenkünften, da die Teilnahme in der Regel mit einer impliziten Einwilligung in mögliche Fotoaufnahmen einhergeht.
Darüber hinaus spielt die Anzahl der abgebildeten Personen eine wichtige Rolle. Wenn ein Foto viele Menschen in einer Menschenmenge zeigt, könnte das eher als zulässig angesehen werden, da der Fokus nicht auf einzelnen Personen liegt. Hingegen erfordern Bilder, auf denen Einzelpersonen oder kleine Gruppen deutlich zu erkennen sind, in der Regel die Einwilligung der abgebildeten Personen.
Ein weiterer wesentlicher Aspekt ist der Grad der Erkennbarkeit der Personen auf den Fotos. Wenn Personen klar identifizierbar sind, muss darauf geachtet werden, ob deren Zustimmung zur Veröffentlichung eingeholt wurde. Ohne eine solche Zustimmung kann die Veröffentlichung der Fotos möglicherweise gegen die Rechte dieser Personen verstoßen.
Zusätzlich zu diesen Faktoren sind auch die geltenden Datenschutzbestimmungen zu berücksichtigen. Insbesondere die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) hat erhebliche Auswirkungen auf den Umgang mit personenbezogenen Daten, zu denen auch Fotos gehören. Hier muss sichergestellt werden, dass alle rechtlichen Anforderungen hinsichtlich des Schutzes der Privatsphäre und der Persönlichkeitsrechte der abgebildeten Personen eingehalten werden.
Abschließend ist zu beachten, dass es ratsam ist, sich bei Unsicherheiten rechtlich beraten zu lassen, um mögliche Risiken im Zusammenhang mit dem Teilen von Fotos von Veranstaltungen und Konzerten zu minimieren und sicherzustellen, dass alle geltenden gesetzlichen Bestimmungen eingehalten werden.
WeiterlesenFür Dich, meine Liebe Sabine!
Du bist meine Eine, mein Herz und meine Welt
Mit dir ist jede Stunde wie ein kostbarer Moment
Wenn wir uns umarmen, spüre ich so viel Glück
Du bist der Grund, warum ich atme, warum ich leb’
Du bist meine Eine, mein Sonnenschein im Grau’
Du bringst Farbe in mein Leben, jeden Tag aufs Neu’
Ohne dich ist alles so leer und trist
Du bist die einzige, die mein Herz berührt und icht vermisst (oh-oh-oh)
Du bist meine Eine, meine Liebe Sabine
Ich kann nicht ohne dich sein
Jeder Tag mit dir ist ein Traum, so wunderbar
Du bist meine Eine, ich liebe dich so sehr
Erscheinungsdatum :30 März 2024
Am 19. Februar 2024 strahlte der SWR in seiner Landesschau einen Beitrag über uns aus.
Das kurze Video präsentierte uns als Zeitreisende auf informative und ansprechende Weise.
Der Beitrag gewährte den Zuschauern einen Einblick in unsere „Philosophie”.
Die Zuschauer konnten so einen Eindruck von unserer privaten Atmosphäre gewinnen.
Die Resonanz auf den Beitrag war durchweg positiv.
Das Video wurde auf der Website des SWR, der „ARD Mediathek” und in den sozialen Medien vielfach geteilt und kommentiert.
Zuschauer lobten die informative und ansprechende Gestaltung des Beitrags.
Das Video ist bis zum 19. Februar 2025 in der Mediathek des SWR online verfügbar.
Dieser Zeitraum ist im Rundfunkstaatsvertrag geregelt, der die Verweildauer von Beiträgen in den Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten festlegt.
Der Beitrag in der Landesschau stellt für uns einen wertvollen Beitrag dar.
Wir konnten uns so einer breiten Öffentlichkeit unser Hobby und seine Besonderheiten präsentieren.
- Website des SWR: https://www.swr.de/
- Mediathek des SWR: https://www.ardmediathek.de/swr
- Das Video (im vollem Format) : https://www.ardmediathek.de/embed/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzIwMDU3ODQ

Der 6. Februar 1919 war ein historischer Tag für Deutschland, denn an diesem Datum trat die erste demokratisch gewählte Nationalversammlung in Weimar zusammen.
Sie hatte die Aufgabe, eine Verfassung für die neu gegründete Weimarer Republik auszuarbeiten, die den Übergang von der Monarchie zur parlamentarischen Demokratie gewährleisten sollte.
Die Nationalversammlung war das Ergebnis der Novemberrevolution von 1918, die das Ende des Kaiserreichs und des Ersten Weltkriegs bedeutete.
Die Wahl zur Nationalversammlung fand am 19. Januar 1919 statt und war die erste Wahl in Deutschland, bei der Frauen das aktive und passive Wahlrecht hatten.
Außerdem wurde das Wahlalter von 25 auf 20 Jahre gesenkt.
Die Wahlbeteiligung war mit 83 Prozent sehr hoch.
Die stärkste Partei wurde die sozialdemokratische MSPD mit 37,9 Prozent der Stimmen, gefolgt von der katholischen Zentrumspartei mit 19,7 Prozent und der linksliberalen DDP mit 18,5 Prozent. Die nationalliberale DVP erhielt 10,3 Prozent, die unabhängige sozialdemokratische USPD 7,6 Prozent und die nationalkonservative DNVP 6,6 Prozent. Die kommunistische KPD nahm nicht an der Wahl teil.
Die Nationalversammlung bestand aus 423 Abgeordneten, von denen 37 Frauen waren.
Sie tagte zunächst nicht in Berlin, sondern in Weimar, um den revolutionären Unruhen in der Hauptstadt zu entgehen.
Der Tagungsort war das Nationaltheater, das später zum Symbol der Weimarer Republik wurde.
Die erste Sitzung wurde von Wilhelm Pfannkuch (SPD) als Alterspräsident geleitet.
Die Nationalversammlung wählte Friedrich Ebert (SPD) zum Reichspräsidenten und bestätigte die Regierung unter Philipp Scheidemann (SPD), die aus einer Koalition von MSPD, Zentrum und DDP bestand.
Die wichtigste Aufgabe der Nationalversammlung war die Ausarbeitung einer Verfassung, die die Grundrechte und ‑pflichten der Bürger, die Staatsform, die Staatsgliederung, die Flagge, das Wahlsystem, die Gewaltenteilung, die Rechtspflege, die Kirche, die Bildung, die Wirtschaft und das Eigentum regeln sollte.
Die Verfassungsberatungen dauerten mehrere Monate und waren von intensiven Debatten, Kompromissen und Konflikten geprägt.
Die Verfassung wurde schließlich am 31. Juli 1919 von der Nationalversammlung angenommen und am 11. August 1919 vom Reichspräsidenten unterzeichnet.
Sie trat am 14. August 1919 in Kraft und wurde als Weimarer Verfassung bekannt.
Die Weimarer Verfassung war die erste demokratische Verfassung in der deutschen Geschichte und enthielt viele fortschrittliche Elemente, wie das allgemeine, gleiche, direkte und geheime Wahlrecht für Männer und Frauen, die Volkssouveränität, die parlamentarische Verantwortlichkeit der Regierung, die Möglichkeit von Volksentscheiden, die Anerkennung der Gewerkschaften, die Sozialpflichtigkeit des Eigentums, die Trennung von Kirche und Staat, die Religionsfreiheit, die Pressefreiheit, die Meinungsfreiheit, die Versammlungsfreiheit, die Koalitionsfreiheit, die Gleichberechtigung der Geschlechter, die Abschaffung der Todesstrafe und die Garantie der Menschenwürde.
Die Verfassung war jedoch auch von einigen Schwächen und Widersprüchen geprägt, wie der unklaren Rolle des Reichspräsidenten, der mangelnden Loyalität der Parteien zur Republik, der Zersplitterung des Parteiensystems, der Instabilität der Regierungen, der Unzufriedenheit der Bevölkerung mit dem Versailler Vertrag, der Bedrohung durch den Extremismus und der wirtschaftlichen und sozialen Krise.
Die Nationalversammlung war nicht nur für die Verfassung, sondern auch für andere Gesetze und Entscheidungen zuständig, die das Schicksal der Weimarer Republik beeinflussten.
Dazu gehörten die Annahme des Versailler Vertrags, der den Frieden nach dem Ersten Weltkrieg besiegelte, aber auch hohe Reparationsforderungen, Gebietsverluste und eine Kriegsschuldklausel für Deutschland enthielt, die Ratifizierung des Friedensvertrags mit Österreich. die Einführung der Reichsmark als neue Währung, die Schaffung des Reichswahlgesetzes, das die Verhältniswahl einführte, die Verabschiedung des Reichsnotopfergesetzes, das eine Vermögensabgabe zur Finanzierung der Kriegslasten vorsah, die Gründung des Reichsarbeitsamtes, das die Arbeitslosenversicherung organisierte, die Errichtung des Reichsfinanzhofs, der die Finanzverwaltung kontrollierte,
Zudem war zuständig für die Einführung des Achtstundentags, die Schaffung des Reichsinnenministeriums, die Bildung des Reichsverkehrsministeriums, die Gründung des Reichsjustizministeriums, die Errichtung des Reichswehrministeriums, die Schaffung des Reichswirtschaftsministeriums, das die Wirtschaftspolitik koordinierte, die Einführung des Reichsernährungsministeriums, die Gründung des Reichspostministeriums, das die Post und Telekommunikation verwaltete, die Bildung des Reichsministeriums für Wiederaufbau, um nur einige zu nennen.
Die Nationalversammlung löste sich am 21. Mai 1920 auf, nachdem sie die Wahl zum ersten Reichstag der Weimarer Republik angesetzt hatte.
Die Wahl fand am 6. Juni 1920 statt und brachte einen deutlichen Rechtsruck im Parlament. Die MSPD verlor fast die Hälfte ihrer Stimmen, während die DNVP und die DVP stark zulegten. Die USPD und die KPD gewannen ebenfalls an Stimmen, während die Zentrumspartei und die DDP leicht verloren.
Die Nationalversammlung hatte somit eine kurze, aber bedeutende Existenz, die die Grundlagen für die erste deutsche Demokratie legte, aber auch ihre Grenzen und Herausforderungen aufzeigte.
Die Nationalversammlung war die Geburtsstunde der Weimarer Republik, die von 1919 bis 1933 bestand. Die Weimarer Republik war die erste demokratische Republik in der deutschen Geschichte, die viele Errungenschaften, aber auch viele Probleme hatte. Die Weimarer Republik war geprägt von politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Umbrüchen, die sowohl Chancen als auch Herausforderungen boten. Die Weimarer Republik war eine Zeit der Hoffnung, aber auch der Angst, eine Zeit des Aufbruchs, aber auch des Niedergangs, eine Zeit der Freiheit, aber auch der Gewalt.
Die Weimarer Republik hatte viele positive Aspekte, die sie zu einer modernen und fortschrittlichen Republik machten. Die Weimarer Republik war eine parlamentarische Demokratie, die auf der Weimarer Verfassung basierte, die viele Grundrechte und ‑pflichten garantierte.
Sie war eine föderale Republik, die aus 18 Ländern bestand, die jeweils eigene Verfassungen, Parlamente und Regierungen hatten.
Die Weimarer Republik war eine soziale Republik, die viele soziale Reformen durchführte, wie die Einführung der Arbeitslosenversicherung, der Rentenversicherung, der Krankenversicherung, der Unfallversicherung, der Invalidenversicherung, der Witwen- und Waisenversicherung, der Mutterschutzversicherung, der Kinderfürsorge, der Jugendhilfe, der Altenhilfe, der Wohnungsbauförderung, der Ernährungshilfe, der Gesundheitsförderung, der Bildungsförderung, der Kulturförderung, der Sportförderung, der Umweltförderung und der Friedensförderung.
Die Weimarer Republik war eine kulturelle Republik, die eine Blütezeit der Kunst, der Literatur, der Musik, der Architektur, des Theaters, des Films, der Fotografie, der Malerei, der Bildhauerei, der Grafik, der Mode, der Werbung, der Presse, des Rundfunks, der Wissenschaft, der Technik, der Philosophie und vielem mehr
Die Weimarer Republik hatte aber auch viele negative Aspekte, die sie zu einer instabilen und gefährdeten Republik machten.
Die Weimarer Republik war eine umstrittene Republik, die von vielen Deutschen nicht akzeptiert oder sogar bekämpft wurde.
Die Weimarer Republik war eine bedrohte Republik, die von innen und außen angegriffen wurde. Die Weimarer Republik war eine krisenhafte Republik, die von vielen Schwierigkeiten und Konflikten heimgesucht wurde.
Die Weimarer Republik war eine scheiternde Republik, die von vielen Fehlern und Versäumnissen geplagt wurde.
Die Weimarer Republik war eine untergehende Republik, die von vielen Katastrophen und Niederlagen erschüttert wurde.
Die Weimarer Republik war eine umstrittene Republik, weil sie von vielen Deutschen als illegitim, unerwünscht oder sogar verräterisch angesehen wurde.
Die Weimarer Republik wurde von vielen Deutschen mit dem Versailler Vertrag in Verbindung gebracht, der als Diktatfrieden, Schmachfrieden oder Schandfrieden empfunden wurde.
Die Weimarer Republik wurde von vielen Deutschen mit der Novemberrevolution in Verbindung gebracht, die als Umsturz, Putsch oder Verrat empfunden wurde.
Die Weimarer Republik wurde von vielen Deutschen mit der Demokratie in Verbindung gebracht, die als Schwäche, Zerfall oder Chaos empfunden wurde.
Die Weimarer Republik wurde von vielen Deutschen mit der Republik in Verbindung gebracht, die als Fremdkörper, Abfall oder Abschaum empfunden wurde. Die Weimarer Republik wurde von vielen Deutschen mit der Moderne in Verbindung gebracht, die als Verfall, Verderbnis oder Verwirrung empfunden wurde. Die Weimarer Republik wurde von vielen Deutschen mit der Welt in Verbindung gebracht, die als Feind, Bedrohung oder Gefahr empfunden wurde.
Die Weimarer Republik war eine bedrohte Republik, weil sie von innen und außen angegriffen wurde. Die Weimarer Republik wurde von innen angegriffen durch Putschversuche, wie den Kapp-Putsch, den Hitler-Putsch, den Ruhraufstand, den Hamburger Aufstand, den Rheinlandaufstand, und vielen anderen Heimsuchungen.

Es passiert schon mal, dass man vom Pessimismus eines Freundes angesteckt wird.
Es gibt auch Freunde, die jede Neuanschaffung oder Veränderung negativ kritisieren.
Wenn dies allerdings bewusst und permanent zur Diskreditierung und Manipulation eingesetzt wird, spricht man von „toxischen Menschen”.
Toxischen Menschen machen anderen das Leben schwer, indem sie sie immer wieder kleinreden. Sie stellen den anderen als Verlierer dar, feiern sich aber im gleichen Atemzug als Beispiel, wie man etwas (wirklich) erreicht. Sie schädigen andere gezielt durch ihr destruktives Verhalten.
Durch das Diskreditieren anderer und gezielte Erfinden von Lügen gegen andere in Konfliktsituationen oder bei angespannten Lagen steigern sie ihr vermeintlich eigenes Selbstwertgefühl.
Toxischen Menschen fehlt es an Einfühlungsvermögen und der Eigenschaft, sich selbst kritisch zu betrachten. Sie sind der Reflexion unfähig.
Sie nehmen keine Rücksicht auf die Gefühle anderer.
Sie benutzen gerne erfundene Zeugen, die etwas gesagt haben sollten, gegen die Person, die sich ihnen entgegenstellt.
Diese „Lügengeschichten” und „Zeugenaussagen” werden benutzt, um von sich und seinem eigenen Fehlverhalten abzulenken.
Wenn man nachhakt, wer denn die Behauptungen aufgestellt habe, parieren sie mit Nichtssagendem wie „Du weißt es doch” oder „Das möchte ich nicht sagen”. Es ist eine geheuchelte Vertraulichkeit, um nicht festgenagelt zu werden.
Im gleichen Atemzug bezeichnen sie aber gegen sie erhobene Beschwerden als Lügen und verteidigen sich mit halbseidenen Aussagen wie „Das wurde mir aber anders gesagt. Du hast nämlich…”
Wenn toxische Menschen – wie gesehen – nicht ihre Ziele erreichen, greifen sie zu drastischen Mitteln, um ihre Wünsche durchzusetzen.
Sie manipulieren, lügen, kontrollieren und vereinnahmen andere.
Sie verhalten sich unmoralisch und unsozial.
Sie stellen sich als Opfer von gemeinen anderen Menschen dar und heischen nach Mitleid.
Hat dies geklappt, zersetzen sie wieder die anderen ohne Rücksicht auf Verluste. Sie säen Eifersucht und Missgunst, um andere emotional unter Druck zu setzen, um sie so zu kontrollieren und um zu unterdrücken.
Toxische Menschen spielen ein ausgeklügeltes Spiel auf Kosten anderer und manipulieren bewusst.
Sie benutzen auch das sogenannte „Gas Lighting”, um die Realitätswahrnehrnung anderer Personen bewusst zu stören und das Selbstbewusstsein anderer absichtlich zu zerstören.
„Gas Lighting” geht über Falschdarstellungen hinaus und bedient sich perfider Mittel.
Das Wort „Gas Lighting” geht zurück auf ein Theaterstück aus dem Jahre 1938.
In dem Theaterstück manipuliert der Akteur eine Frau so, dass diese ihrer Wahrnehmung nicht mehr traut und irgendwann die Realität so wahrnimmt, wie der Akteur sie ihr darstellt.
Der Täter tauscht nachts alles Elektrolampen gegen Gaslampen aus und behauptet, dass die Gaslampen immer schon in dem Haus gewesen seien und er es nicht anders kenne.
Dialoge wie: „Du musst nicht die anderen fragen. Sie würden Dich für verrückt halten” zeigen eindeutig die Manipulation auf.
„Gas Lighting” – „Gasbeleuchtung” – hat diesen Begriff der Persönlichkeitszerstörung geprägt.
Einfach gesagt spielt „Gas Lighting” damit, Menschen in ihrer Wahrnehmung zu beeinflussen.
Hinterm Rücken wird etwas gemacht, was man nicht erwartet hätte.
In dem Theaterstück macht der Täter im Obergeschoss Geräusche.
Als das Opfer diese erwähnt, sagt der Täter, dass er nichts höre und im weiteren Verlauf arbeitet er immer weiter daraufhin, dass das Opfer irgendwann glaubt, es habe Halluzinationen.
Jeder weiß, was Intrigen sind oder wenn man unerwartet in eine Intrige hineinkatapultiert wird.
„Gas Lighting” ist schlimmer.
Der „Gas Lighter” – die diese Praktik anwendet – schafft sich erst das völlige Vertrauen seines Opfers. Dann beginnt er schon langsam und sachte, die Realität anders darzustellen, wie sie ist, um sein Opfer zu verunsichern. Gleichzeit stellt er sich aber auch als helfende Hand dar.
Wenn das Selbstbewusstsein des Opfers zerstört ist – das Opfer meint, eine falsche Wahrnehmung der Realität zu haben, weil der Täter es immer anders darstellt – hat der Täter sein Ziel erreicht.
Die Person ist dem Täter höchstwahrscheinlich hörig und tut nur noch, was er will.
Durch Sozialisierungsprobleme wie häusliche Gewalt, mangelnder Aufmerksamkeit oder traumatische Erlebnisse können solche Verhaltensmuster entstehen.
Während Männer offen andere klein halten, um sich selbst zu erhöhen, machen es Frauen hinter dem Rücken anderer, indem sie vermeintliche Freundinnen mit Lügen, Gerüchten und Erpressungen ausspielen, um sich selbst zu feiern.
Toxische Menschen schrecken auch nicht davor zurück, das Umfeld mit einzubeziehen, um mehr Druckmittel zu erhalten.
Da toxische Menschen nicht fähig und bereit sind, ihr Verhalten zu verändern, bleibt als einzige Konsequenz, sich von ihnen fernzuhalten.