Schulungen

Mein Kollege Konstantin glänzte ja dadurch, dass er behauptet hatte, er hätte Corona (Covid-19) schon vor einem Dreivierteljahr durchgemacht, wollte aber trotzdem eine Impfung haben.

Nun ging es darum, sich am besagten Tag in der Impfstation einzufinden.

Konstantin rief erstmal ein paar Bekannte an und schrieb sich über diverse Messenger mit ihnen, ob denn alles in Ordnung sei und kommunizierte mit seinen Freunden über Langzeitschäden, die auftreten könnten, über Impfkomplikationen und dergleichen mehr.
Er schien plötzlich kalte Füße bekommen zu haben.

Nun ist die Frage, was „real” geschehen ist.

Fragen über Fragen!

Er hat ja immer gesagt, er habe schon Covid durchgemacht. Diese Woche kam ja der Schwenk, es sei alles nicht „offiziell” gewesen.
In einer Coronavirus-Abstrichstation haben wir sehr oft – auch mit Patienten – über die Pandemie, die Krankheit und Impfung gesprochen, auch untereinander. Als Mitarbeiter bei der „Corona Task Force” liegen einem auch neueste Erkenntnisse im medizinisch-wissenschaftlichem Bereich vor. Dies haben wir in unserer Abteilung diskutiert.

Nun ist es seltsam, dass Konstantin sich trotz Termin nicht hat impfen lassen.

Was hat ihn bewogen, den Rückzieher zu machen?
Er hat sich mit dem Thema Impfung, insbesondere der mRNA-Impfung (BioNTech, Moderne, Curevac) befasst und gut eingeschätzt, dass diese Impfstoff sehr verträglich sind.

Möglicherweise hat jemand ihm gesagt, dass er schon Corona durchgemacht habe und (momentan) kein Anrecht auf eine Impfung habe!

Sehr geehrter Herr Tolzin aus Herrenberg-Kuppingen,
gestern musste ich erstaunt feststellen, dass sich in meinem Briefkasten trotz Aufkleber „Keine Werbung, … , keine sonstigen Blätter“ plötzlich einer Ihrer Flyer befand.

Er trägt die Überschrift „Kreis Böblingen steht auf.“.

Ich habe mich gefragt, wie es Ihnen als informierter Bürger, Journalist und Bürgerrechtler passieren konnte, dass dort „Kreis“ und nicht „Landkreis“ stand.

Vielleicht läuft man in Kuppingen auf der Widdersteinstraße ja im Kreis, so wie Sie Ihre Argumentation immer wiederholen, als wenn Sie im Kreis laufen oder sich in einer niemals enden wollenden Schleife ohne Wiederkehr befinden. Die Widdersteinstraße hat bekanntermaßen einen Ausleger, der in eine Sackgasse endet und davor ist eben der Kreis, der einen Rundverkehr in rechteckiger Form gleicht.
Wenn man nur immer rechts herumläuft, kommt man nicht heraus.
Vielleicht befindet sich im Schwerpunkt die „Deutsche Mitte”.

Wie dem auch sei!

Verrannt haben Sie sich allemal!

„Kreis Böblingen steht“ … jedenfalls nicht auf. 

Es sind, einige Leute, die wissenschaftliche Erkenntnisse nicht (wirklich) verstehen oder aus einem Schutzreflex heraus die Wahrheit nicht sehen wollen.
Vielleicht steht ja der „Kreis“ in der Widdersteinstraße auf, also die, die in diesem Rechteck wohnen und wegen eines möglichen Rechtsdralls nicht mehr herauskommen.
Ich muss übrigens sagen, dass ich die Widdersteinstraße erst auf der Landkarte nicht gefunden habe, da ich aufgrund Ihrer Aussagen und Argumentation darauf „hereingefallen” war, dass es „Widerstandstraße“ geheißen haben könnte.

Auf der Vorderseite des Flyers ist eine ganz tolle Grafik zu sehen, die die Intensivbettenbelegung zeigt.
Dabei ist Ihnen beziehungsweise ihrem Freund Schiffmann aber der Fehler unterlaufen, dass dies zwei Statistiken sind, die andere Anfangsanforderungen und Betrachtungsräume haben.
Man kann nicht die Verteilung und Belegung der Intensivbetten über ganz 2019 mit der Belegung über die Zeit des Anstiegs der Corona-Infizierten im Spätherbst 2020 vergleichen.

Das müssen Sie doch gewusst haben, denn Journalisten müssen ja Statistiken verstehen können, weil es zum Handwerk gehört!

Ganz oben auf der Vorderseite geht es um den PCR-Test.
Der PCR-Test, der auf das Corona-Virus geeicht ist, kann nur anzeigen, ob ein Corona-Test „positiv“ oder „negativ” ist. 

Das wissen Sie als ehemaliger „gesundheitspolitischer Sprecher”.

Dann kommen Sie auf den sogenannten „CT-Wert“ zu sprechen.

Sie vergessen aber dabei, dass ein Vermehrungszyklus von unter 30 – CT-Wert unter 30 – darauf schließen lässt, dass der, von dem die Probe genommen wurde, infektiös ist.
Dann weisen Sie darauf hin, dass der PCR-Test auch Erbmaterial und vieles andere erkennen kann.
Das stimmt, denn der PCR-Test ist nur eine Verfahrensbeschreibung.
Er kann eingesetzt werden, um alle möglichen Gen-Ketten, Viren und vieles mehr wie Erbkrankheiten oder schwere Krankheiten erkennen.

So gibt es zum Beispiel einen PCR-Test, der auf das Corona-Virus geeicht ist.

Zu Beginn war der Test fehleranfälliger, Das geben auch Experten zu. Inzwischen ist er aber sicher, weil Biologen bessere Kriterien entwickelt haben, wie sie das Virus in einer Probe sicher finden können: Eine Genregion – sei sie noch so corona-typisch – reicht nicht aus. Es muss eine zweite positiv anschlagen. Das ist wie bei der Fahndung nach einem Verdächtigen. Er kann nicht nur anhand der Augenfarbe überführt werden, auch seine Fingerabdrücke müssen stimmen.

Es ist aber so – das muss ich Ihnen nicht erklären – , dass neuerdings drei Sequenzen gefunden werden müssen. Wenn alle drei „positiv“ ausschlagen, ist der Patient positiv an Corona (Covid) erkrankt.
Wenn nur eine Sequenz „positiv“ detektiert wird, muss man weitersuchen oder es kann nach 50 Vermehrungszyklen abgebrochen werden.

Zwei „Richtige“ bedeutet übrigens „schwach positiv“.

Bei einem „Richtigen“ wird sehr oft angeordnet, den Test wiederholen zu müssen.

Die Teste können übrigens keine „sonstigen Dinge“ erkennen, da sie dafür (nicht) geeicht oder ausgelegt sind, Corona zu erkennen.

Jedem steht laut Artikel 5 des Grundgesetzes zu, sich überall zu informieren, wo man will.

Das machen Sie ja auch, Herr Tolzin.

Sie schauen gerne Servus-TV, wie ich dem Flyer entnehmen kann.
Bei Servus-TV darf Herr Bhakdi behaupten, dass die Pandemie zu Ende sei, auch wenn in Deutschland momentan von einem Tag auf den nächsten ungefähr 25 000 Menschen neu am Corona-Virus erkranken und grob überschlagen 600 sterben.

Weltweit gehen die Corona-Infizierten in Richtung 80 Millionen, die Todesfälle sind bei mehr als 1,7 Millionen.

Bei momentan 524 065 Neufällen weltweit kann man von einem Ende der Pandemie sprechen.
Das gestattet ja Artikel 5.
Man muss sich dann nur fragen lassen, ob man noch in dieser Realität beheimatet ist.
Über circa 500 000 tägliche neuinfizierte Menschen hinwegzusehen, fällt schon in die Kategorie „Menschenverachtung“.

Diese Aussage darf ich machen wegen Artikel 5.

Auf der aufgeschlagenen Innenseite des Flyers folgen QR-Codes mit Gruppen wie „Eltern stehen auf“ und „Expertengruppen“.
Diese Expertengruppen verweisen auf andere Expertengruppen, die wieder auf die vorigen verweisen.
„Experte A“ hat sein Wissen von „Experte B“, der dies wiederum von der Webseite von „Experte A“ hat.

Das ist so, als wenn der Paketbote in der Widdersteinstraße beim Nachbarn von Ihnen ein Paket abgeben hätte und sich die Nachbarn Meier und Müller immer daraus einen Spaß mit Ihnen machen, Sie immer wieder von Meier nach Müller und zurück zuschicken, weil diese immer wieder sagen: „Der hat das Paket.”.

Irgendwann würden Sie aber merken, dass man Sie hochgenommen hat oder zumindest, dass etwas nicht stimmt.

Nun kommt das schon zigmal widerlegte Wissen, dass Masken schädlich seien.
Es wird in Videos gezeigt, dass sogenannte CO2-Messgeräte Alarm schlagen, wenn man (aus)atmet. Diese Geräte alarmieren, wenn der CO2-Gehalt über 10 000 ppm gemessen wird. In der Luft, die man ausatmet, sind aber schon 40 000 ppm vorhanden.

Messungen von Lungenärzten haben zudem mehrfach ergeben, dass der Sauerstoffgehalt beim Atmen unter der Maske nicht sinkt und der Kohlendioxidgehalt (CO2) nicht steigt. Das kann man mithilfe von kleinen Geräten nachweisen, wie hoch die sogenannte Sauerstoffsättigung des Blutes mittels eines Sensors, der auf einen Finger gesteckt wird, ist.

Angeblich halten Masken nichts zurück.

Dann können diese ja auch kein Sauerstoff zurückhalten. Sauerstoff ist wesentlich kleiner als ein Virus.
Ein Kohlendioxid-Moleküle hat nur ein Atom mehr als ein Sauerstoff-Molekül.
Man muss bei der generellen Aussage „Masken halten nichts zurück.” unterscheiden, ob man medizinische oder selbst-gehäkelte Masken meint.

Jetzt kommt auf der hintersten Seite das Infektionsschutzgesetz zur Sprache..
Die dritte Variante heißt übrigens „Drittes Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite“ und nicht „Ermächtigungsgesetz.“.
Das Ermächtigungsgesetz gab – salopp gesagt – den Nazis die Möglichkeit, Gesetze ohne Zustimmung des Parlaments abzuschaffen oder neue zu erlassen.

„Das dritte Gesetz …“ legt die Grundlage, dass das Parlament in jede Einscheidung mit eingebunden werden muss, wenn etwas entschieden wird, das zum Beispiel die Corona-Krise betrifft.
Die Ministerpräsidentenkonferenz wie vor dem „zweiten Lockdown“ war so etwas. Jedes Landesparlament musste ratifizieren und zustimmen.
Das nennt man „parlamentarische Kontrolle“.

Das muss man aber einem Ex-Mitglied der „Deutschen Mitte”, wie Sie es sind, nicht erklären. Zudem waren Sie dort „gesundheitspolitischer Sprecher”, bevor Sie aus der Partei „entfernt” wurden.
Kann ja mal passieren.
Man muss nicht darauf verweisen, dass diese Partei rechtskonservativ ist, man kann dies aber tun.
Diese Partei unterstützt die „Germanische Neue Medizin”, die als Scharlatanerie bekannt ist, aber Schwamm drüber!

Sehr geehrter Herr Tolzin,
nun bin ich gespannt, ob und wenn, wie Sie (gegen)argumentieren.

Mit freundlichem Gruß aus Böblingen

Dietmar Schneidewind

P.S.: Alle Fakten und auch Ihre Adresse habe ich aus dem oben genannten Flyer, der Sie als Verantwortlicher nennt. Dort kann jeder diese Angaben nachlesen.

Angeblich könnte man sich auf PCR-Tests und Schnelltests ja nicht verlassen, behaupten die Corona-Leugner. Sie behaupten, dass ein PCR-Test auch Influenza-Viren erkennen könne.

In dem Beitrag, wie ein PCR-Test funktioniert, wurde bewiesen, warum ein PCR-Test, der Corona-Viren erkennen soll, keine Influenza-Viren erkennen kann.

Nun folgt eine Testreihe, um zu erklären, wie Corona-Leugner auf widersprüchliche Aussagen zu Schnell- und PCR-Test kommen.
Die Grenze zwischen Wahrheit und Unwahrheit der Corona-Leugner ist dabei sehr dünn.

Allen PCR-Tests liegen Verfahrensregeln zugrunde, die für jeden PCR-Test gelten.
PCR-Test ist der Oberbegriff. Um etwas Spezielles erkennen zu können, werden PCR-Test extra „abgestimmt“ auf das, was sie erkennen sollen.
Ein spezialisierter PCR-Test kann nur zwei Aussagen treffen, nämlich die, ob etwas gefunden wurde oder nicht.
„Gefunden“ heißt „positiv“, „nicht gefunden“ „negativ“.

Einer Person wird ein Abstrich aus dem Rachen und der Nase genommen.
Dazu wird ein PCR-Test angewandt, der darauf ausgelegt ist, Corona-Viren zu erkennen. Der PCR-Test ist „negativ“, was bedeutet, dass die Person nicht mit Corona-Viren infiziert ist.
Nun wird ein weiterer Abstrich von Rachen und Nase bei der gleichen Person genommen.
Nach der Anwendung eines auf Influenza (Grippe) geeichten PCR-Tests kommt heraus, dass dieser „positiv“ verläuft. Dies bedeutet, dass die Person mit Influenza infiziert ist.

Ein PCR-Test kann nur immer nach einer Sache suchen.

Wenn er für Influenza geeicht ist, schaut er nur noch Influenza-Viren. Spürt er sie auf, ist das Ergebnis „positiv“, ansonsten „negativ“.
Ein PCR-Test für Corona-Viren kann nur Corona-Viren aufspüren.
Ein PCR-Test, der auf Masern geeicht ist, nur Masern-Viren.

PCR-Tests, können nicht nur Viren erkennen, sondern auch andere Krankheiten und sogar Erbkrankheiten oder Gendefekte.
Sie benutzen „genetische Fingerabdrücke“ zu Erkennung.

Ein PCR-Test, der zum Beispiel nach dem „genetischen Fingerabdruck“ von Corona-Viren sucht, kann nicht Influenza, Masern et cetera erkennen.

Das Verfahren, wie ein PCR-Test funktioniert, ist hier sehr einfach dargestellt.

Nun ist der Fokus wieder auf der Person weiter oben.

Der „Corona-PCR-Test“ war „negativ“, der „Influenza-PCR-Test“ war „positiv“.

Man musste ja zwei Abstriche machen, weil man zwei PCR-Tests angewandt hat.

Jetzt nimmt man von der Personen einen Schnelltest, der für Corona-Viren geeicht ist.
Nach knapp einer Viertelstunde zeigt dieser Test an, dass man „positiv“ auf Corona getestet wurde.

Ein Widerspruch?

Keinesfalls!

Der Schnelltest basiert auf Antikörper – sogenanntes Immunglobulin G und Immunglobulin M – und zeigt eine Konstellation an.
Die Person, die getestet wurde, hat vor einigen Monaten eine Corona-Erkrankung gehabt und ist davon genesen.
Der (Antikörper-) Schnelltest zeigte an, dass die Person Antikörper zu Corona hat.
Der Schnelltest sagt unter anderem nicht nur aus, ob man gerade infiziert ist, sondern ob man infiziert war (und Antikörper gebildet hat).

Nun wird auch klar, weswegen jemand, der laut Schnelltest „positiv“ ist, danach einen PCR-Test machen sollte.
Der PCR-Test sucht explizit nach dem Corona-Viren.
Er sucht nicht nach Antikörpern.

Zusammen mit dem „positiven“ Schnelltest sagt ein „negativer“ PCR-Test aus, dass die Person an Corona erkrankt gewesen (und genesen) ist.
Sind beide Tests „positiv“, bedeutet dies, dass die Antikörper sich gerade bilden und dass im Körper Corona-Viren gefunden wurden.

Es sollte nach dieser Darstellung klar sein, warum der Schnelltest und der PCR-Test bei der gleichen Indikation verschiedene Ergebnisse liefern können.

Seit heute kann man sich die Corona-Warn-App der Bundesregierung beziehungsweise des Robert-Koch-Instituts herunterladen.

Da die Corona-Warn-App sehr schlecht kommuniziert wurde, fragt man sich, wie sie denn funktioniert.

Der Benutzer der App erhält eine Zufallszahl als Identifikation, die nur auf seinem Handy gespeichert wird. Wenn sich nun Benutzer begegnen, tauschen die Handys die anonymen Zufallszahlen (Identifikationen) aus.
Dazu muss auf dem Handy Bluetooth eingeschaltet sein.
Diese Daten werden zwei Wochen gespeichert und danach gelöscht.

Die Reichweite einer Bluetooth-Verbindung ist abhängig davon, welche Variante benutzt wird. Variante 1 kann maximal einhundert Meter auf freier Fläche (!) abdecken, Variante 2 fünfzig und Variante 3 zehn Meter.

Wenn nun ein Benutzer in diesem Zeitfenster von zwei Wochen – die Inkubationszeit (maximale Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch einer Krankheit) – auf Corona (Covid-19) positiv getestet wird, bekommt diese Person nun eine Zahlenkombination. Die kann er freiwillig in die App eingeben. Die App identifiziert ihn dadurch als Corona-Infizierten.

Dann passiert Folgendes.

Das Handy des Corona-Infizierten sendet nun an alle, die dieser Person in den letzten zwei Wochen begegnet sind, eine Mitteilung, dass man einen Corona-Test machen solle.
Weil man ja in den letzten zwei Wochen im Kontakt mit einem Infizierten war, hätte man sich ja anstecken können.

In der App werden nur anonyme Daten gespeichert.

Laut dem TÜV ist die App datenschutzkonform.

Vielerorts sieht man Personen, die sich vor Corona zu schützen versuchen.
Viele tragen Einmalgummihandschuhe,
Leider wissen viele nicht, wie man sie richtig benutzt.

Einmalgummihandschuhe kennt man von der Arztpraxis oder aus den Ambulanzen.
Um sich mit ihnen richtig zu schützen, reicht es nicht, diese anzuziehen.

Haben Sie Berichte gesehen, in denen gezeigt wird, dass sich Klinikpersonal, bevor sie diese Handschuhe anzieht, die Hände wäscht und desinfiziert und nachdem Anziehen gegebenenfalls noch mal die Hände wäscht?

Diese Handschuhe, die aus Polyvinylchlorid (PVC), Latex oder Neopren hergestellt wurden, halten Feuchtigkeit, die Keime enthalten kann, von den Händen fern.
Dieses Fernhalten funktioniert aber auch anderes herum, nämlich vom Inneren des Handschuhs nach außen.

Zöge man die Handschuhe, ohne sich vorher die Hände zu waschen und zu desinfizieren, an, klebten ja Keime an den Händen, die nun in den Handschuhen „verpackt” wären.
Innen ist nun ein „perfektes Klima” vorhanden, dass Keime sich vermehren. Durch das Arbeiten schwitzen die Hände und durch die Körpertemperatur herrscht dort ein feucht-warmes Klima, was für die Vermehrung vom Keimen sorgt. Man kann von einer „Brutkammer für Keime” sprechen.
Beim Ausziehen hat man mehr Keime an der Hand als vorher.

  1. Bevor man die Handschuhe anzieht, wäscht man sich erst die Hände, desinfiziert diese und wartet kurz.
  2. Wenn man diese wieder auszieht, wäscht man erst die Hände mit ihnen zusammen.
  3. Dann zieht man sie aus und entsorgt sie.
  4. Nun wäscht und desinfiziert man nochmals die Hände.

Wenn man dies beachtet, helfen auch diese Handschuhe.

Corona-Neuerkrankungen zum Vortag – Quelle: Robert-Koch-Institut, 2.4.2020

Die Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte gestern, dass man über Lockerungen der Ausgangsbeschränkungen reden könne, wenn die Verdoppelung der Infizierten mindestens zehn Tage betrage.

Das hört sich vordergründig erstmal gut an.

Wenn man sich die Statistiken des Robert-Koch-Instituts anschaut, erkennt man das innerhalb der letzten Wochen mehrmals eine Verdoppelung der Neu-Infizierten.
Von knapp 7 000 auf 15 000 in zwei Tagen, von ungefähr 15 000 auf 30 000 in vier Tagen scheint eine gute Ausgangslage zu sein.

Anders sieht es aus, wenn man die Anzahl der Neu-Unfizierten betrachtet.
Diese steigen von einem Tag auf den anderen um etwa fünf bis sechstausend.

Von 7 000 auf 15 000 in zwei Tagen ist rein rechnerisch gesehen nachvollziehbar. In diesem Zeitraum war die Anzahl der Neu-Infizierten etwas niedriger. Dann ging es rapide auf 30 000 hoch. Auch diese Rechnung kann man nachvollziehen, wenn man die Zahlen von Vortag zum aktuellen hinzuaddiert.
Von 30 000 auf 60 000 ist eine Differenz von 30 000. Korreliert man nun die Neu-Infizierten täglich, scheint es langsamer zu gehen.
Eine größere Differenz (30 000 auf 60 000) wird langsamer eingeholt, als eine kleinere (15 000 auf 30 000).

Hier ist der Fehler in der Betrachtung.

Eine Eindämmung oder Verlangsamung kann erst dann eintreten, wenn die Zahl der täglichen Neu-Infizierten rückläufig ist. 

Es ist nicht nur die Langeweile wegen der Ausgangsbeschränkungen bezüglich der Corona-Krise, die frustiert und nachdenklich werden lässt. Es sind auch die immer noch desolaten diesbezüglichen Informationen. 

In den letzten drei Tagen sind die Zahlen der Neuerkrankungen dramatisch und drastisch angestiegen: ca. 4200, 5500 und 6300 im Vergleich zu den Vortagen. 

Auch wenn ich Vorlesungen über Statistik besucht und in den Klausuren gut abgeschnitten habe, überrascht es mich, wie mit Zahlen umgegangen und jongliert wird. 

Beim Robert-Koch-Institut (RKI) gibt es morgens eine Aktualisierung der Anzahl der Erkrankten.
Irgendwann kam eine Kurve in Orange zu der blauen hinzu.
Wenn zum Beispiel am 15.3. einer Person mit Verdacht ein Abstrich aus dem Rachenbereich genommen wird und dieser am 20.3. zurückkommt, wird dieser Test, falls er positiv ist, nachträglich dem 15.3. hinzugefügt. Dieser ist dann in Orange gekennzeichnet. 

Dies wird seit ein paar Tagen so gehandhabt.

Die täglichen Aktualisierung verwenden bei den aktuellen Zahlen nun Orange, einen Tag später werden diese blau.
Wenn die vom Vortag nun blau geworden sind und vom Vortag schon positive Ergebnisse vorliegen, erscheinen diese über dem Blau in Orange.

Nun wird es kurios, denn die Idee, alle Infizierten zu erfassen nach Labor- beziehungsweise Abstrichdatum einzusortieren, führt sich hier ad absurdum.

Daten werden nämlich im Nachhinein geändert, was in Grenzfällen die Neuerkrankungen von einem Tag in Bezug auf einen anderen von der Aussagekraft völlig verändern kann.
Die absolute Anzahl aller Erkrankten, die zu einem bestimmten Zeitpunkt veröffentlicht wurden – zum Beispiel „Fälle in Deutschland“ -, ändert sich dadurch nicht. Ob den Verdachtsfällen nun am Vortag, vor zwei, drei oder mehr Tagen ein Abstrich genommen wurde, spielt bei dieser Zahl keine Rolle. 

Die Zahl der Erkrankten an einem Tag in der Vergangenheit ändert sich allerdings.
Dies kann im Nachhinein betrachtet zu Verzerrungen kommen, da sich auch die Steigung der Kurve ändern kann. 

Exemplarisch möchte ich meine persönliche Tabelle erklären. Diese ist oben als Erstes in diesem Artikel zu sehen. 

Die Tabelle erfasst die absoluten Zahlen von einem bestimmten Tag (Datum).
In der Spalte daneben wird die Zahl der Neuerkrankten berechnet.
Die Grafik zeigt die Anzahl der Neuerkrankten an und verbindet die Punkte.
Wenn die Kurve abflacht – Die Steigung ändert sich also – , bedeutet dies, dass die Zahl der Neuerkrankten abgenommen hat. 

Im Mathematikstudium werden nur Statistiken erstellt, betrachtet und ausgewertet.
Im Journalismusstudium wurde besonderen Wert darauf gelegt, dass Texte und Tabelle ( Statistiken eingeschlossen) für jedermann verständlich sein müssen.
Bei den Statistiken vom RKI sehe ich dies nicht.

Manchmal ist es einfach besser, „abzutauchen“ und Gassi zu gehen oder sich Filme oder Serien anzuschauen, um sich nicht mit dem Kram beschäftigen und ärgern zu müssen.

Das Wirtschaftssystem, das permanent als unverwundbar gelobt wurde, hat nach ein paar Tagen des Herumkränkelns schon die Flügel gestreckt. Anhand von Meldungen aus allen Bereichen der Wirtschaft kann man sehen, wie anfällig das hochgelobte System in Wirklichkeit ist.

Man kann nicht darüber hinwegsehen, dass viele Unternehmen momentan die Produktion schließen und ihre Kapazitäten herunterfahren.
Es kommt kaum Geld herein.
Großunternehmen haben sich in ihren als Feiertagen zelebrierten Jahresabschlüssen Lobeshymnen gesungen, wie toll sie Gewinne eingefahren haben und dass sie für die Zukunft gerüstet seien.

Und jetzt kommt ein Virus daher und die Wirtschaft, die „bestens” für die Zukunft gerüstet ist und Krisen – Digitalisierung, E‑Autos et cetera – übersteht, liegt am Boden.

Einfach so, wo gerade mal erst alles gedrosselt wurde!

Die Corona-Krise zeigt, wie angreifbar doch alles ist.

Sie offenbart aber auch den puren Egoismus.

Das System „Investmentbanking” zeigte sein menschenverachtendes Gesicht, als Profitsüchtige Geld auf den Niedergang des Systems setzten, um dadurch gewaltig hohe Profite einzustreichen. 

Der Coronavirus verschont niemanden, nur weil er ein Geldpolster hat. 

Der Glaube, Geld und Gold machten unverwundbar, ist am Boden zerstört. 

Die häufigsten Aussagen, die man von einem klingonischen
Softwareentwickler hört:

„Spezifikationen sind für die Schwachen und Ängstlichen.”

„Die Maschine ist ein Stück GAGH! Ich brauche ein Dual-Pentium III
System, damit ich mit diesem Code richtig kämpfen kann.”

„Einrückungen im Code?! Ich zeige Dir wie man einrückt, wenn ich Deinen
Schädel einrücke.”

„Was soll das Gerede mit der ‚Freigabe´? Klingonen erstellen für ihre
Software keine Freigabe´. Wir lassen die Software aus ihrem Käfig, damit sie eine blutige Spur von Designern und Qualitätsprüfern hinter sich herzieht.”

„Klingonische Funktionsaufrufe haben keine Parameter – sie haben Argumente – wage nicht zu widersprechen.”

„Debugging? Klingonen debuggen nicht. Unsere Software ist nicht dazu
gedacht, die Schwachen zu verhätscheln.”

„Ich habe die Abteilung vom technischen Qualitätsmanagement in einem
Batlheth-Wettkampf besiegt. Sie werden uns nie wieder belästigen.”

„Ein ECHTER klingonischer Programmierer kommentiert seinen Code nicht!”

„Mit dem Entwurf dieser Anforderungsliste hast Du die Ehre meiner Familie beleidigt. Mache Dich bereit zu sterben!”

„Du stellst den Sinn meines Codes in Frage? Ich sollte Dich auf der
Stelle töten, gerade so wie Du jetzt dastehst!”

„Unsere Nutzer werden Furcht und Achtung vor unserer Software haben. Laßt die Software los! Laßt sie los, auf daß die Nutzer wie die Hunde fliehen, die sie sind!”

Roll over Beethoven

„Kritik ist kein Hass, Diskussionen kein Spalten, und unangenehme Tatsachen sind keine Fehlinformationen.
Demokratie ist nicht, wenn alle klatschen müssen.”

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