Baden-Württemberg

In den belebten Straßen einer deutschen Großstadt, wo sich Wolkenkratzer mit historischen Gebäuden abwechselten, lebten Dorothee und Simon Weber.
Ihr Apartment im zehnten Stock eines modernen Wohnkomplexes bot einen atemberaubenden Blick über die Skyline, ein passendes Spiegelbild ihrer scheinbar perfekten Existenz.
Dorothee, eine engagierte Frau Anfang dreißig mit ruhiger Ausstrahlung und stets aufmerksamem Blick, arbeitete als Krankenschwester in der Unfallambulanz eines städtischen Krankenhauses.
Ihr kupferrotes Haar trug sie aus praktischen Gründen meist zu einem einfachen Pferdeschwanz gebunden, ihre grünen Augen strahlten Mitgefühl und Professionalität aus.
Als erfahrenes Mitglied des Notfallteams war sie täglich damit beschäftigt, Patienten mit akuten Verletzungen und Erkrankungen zu versorgen.
Ihr Arbeitsalltag war geprägt von schnellen Entscheidungen, einfühlsamer Patientenbetreuung und enger Zusammenarbeit mit Ärzten und Kollegen.
Sie arbeitete im Schichtdienst, was bedeutete, dass sie manchmal tagsüber, manchmal nachts im Einsatz war.
Trotz der oft herausfordernden Situationen liebte Dorothee ihren Beruf, besonders die Möglichkeit, Menschen in Notsituationen direkt helfen zu können.
Simon, ihr Ehemann seit fünf Jahren, war das perfekte Gegenstück zu Dorothees Intensität.
Mit seinem warmen Lächeln und der ruhigen Art strahlte er eine natürliche Gelassenheit aus, die Menschen in seiner Umgebung sofort für ihn einnahm.
Als Abteilungsleiter in einem mittelständischen IT-Unternehmen hatte er sich einen Ruf als fairer und kompetenter Vorgesetzter erarbeitet.
Seine braunen Augen, umrahmt von einer modischen Brille, spiegelten stets Verständnis und Mitgefühl wider.
Simon war der Fels in der Brandung, nicht nur für seine Mitarbeiter, sondern vor allem für Dorothee.
Ihre Ehe hatte in den letzten Jahren eine subtile, aber bedeutsame Wandlung durchgemacht.
Was einst als Partnerschaft auf Augenhöhe begonnen hatte, hatte sich unmerklich verschoben.
Simon, stets bemüht, Dorothee den Rücken freizuhalten, übernahm mehr und mehr die Rolle des unterstützenden Partners.
Er kümmerte sich immer mehr um den Haushalt, organisierte ihre immer weniger werdenden gemeinsamen sozialen Verpflichtungen und war stets darauf bedacht, Dorothee jeden Stress aus Liebe abzunehmen.
An einem typischen Abend kam Dorothee erschöpft nach Hause, ihr Gesicht von den Strapazen des Tages gezeichnet.
Simon empfing sie mit einem sanften Lächeln.
„Ich habe dir dein Lieblingsgericht gekocht”, sagte er und deutete auf den gedeckten Tisch. „Lachsfilet mit Spargel und Rosmarinkartoffeln.”
Dorothee seufzte schwer. „Ich habe keinen Hunger. Der Tag war die Hölle.”
Sie ging direkt ins Schlafzimmer, um sich umzuziehen, während Simon enttäuscht auf das sorgsam zubereitete Essen blickte.
Solche Szenen wiederholten sich immer häufiger.
Simon, stets verständnisvoll und geduldig, schluckte seine Enttäuschung herunter und räumte schweigend die Küche auf, nach dem er aufgegessen hatte.
Er hatte gelernt, seine eigenen Bedürfnisse zurückzustellen, um Dorothee in ihrem stressigen Alltag zu unterstützen.
Doch das fragile Gleichgewicht ihrer Beziehung sollte bald auf eine harte Probe gestellt werden.
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Wie viele wissen, wurde ich vor einigen Tagen aus mehreren Steampunk-Gruppen ausgeschlossen, weil ich mich weigerte, auf meiner Fotowebseite den Namen der Facebook-Gruppe zu erwähnen, mit der wir aktuell ein Foto-Shooting hatten.
Das ist eine meiner festen Prinzipien: Auf meiner Seite findet man stets die relevanten Informationen zu den Fotos, wie Veranstaltung, Ort und Datum.
Wenn die Bilder nicht von uns stammen, nenne ich gegebenenfalls den Namen des Fotografen.
Der Name einer Gruppe gehört für mich jedoch nicht zu den essenziellen Angaben, vor allem auch nicht, weil das Online-Foto-Album überladen wirkt, insbesondere die kleinen Vorschaubilder mit den Kurz-Informationen.
In einer dieser Gruppen eskalierte eine Diskussion mit einem Mitglied, das nicht aufhörte, mich auf provozierende Weise herauszufordern.
Ich sagte der Frau schließlich, dass sie „Logorhoe“ produziere – ein Wort, das aus dem Griechischen kommt und „Wortfluss“ bedeutet.
Es war eine sachliche Bemerkung, die darauf hinwies, dass sie sich in einem endlosen Redeschwall verlor.
Trotzdem wurde diese Aussage von ihr als Beleidigung aufgefasst, obwohl ich genau erklärte, was der Begriff bedeutet und dass keine negative Absicht dahinterstand.
Kurz darauf wurde ich aus der Gruppe ausgeschlossen, mit der Begründung, ich hätte beleidigend gehandelt.
Dieser Vorfall irritierte mich, da ich stets bemüht bin, klar und respektvoll zu kommunizieren.
Es war unverständlich, dass eine so harmlose Bemerkung eine solch drastische Reaktion auslöste.
Zumal ich das Gefühl hatte, dass der wahre Grund eher in der Weigerung lag, den Gruppennamen auf meiner Webseite zu nennen, als in der vermeintlichen Beleidigung.
Interessanterweise sprach mich am Samstag auf dem Sindelfinger Mittelaltermarkt eine Person auf diesen Vorfall an.
Sie sagte, sie verstehe den Rauswurf nicht und wisse nicht, was ich falsch gemacht haben könnte.
Diese Person hatte sich sogar die Zeit genommen, meine Fotowebseite gründlich zu durchstöbern, und fand nichts, was die Reaktion der Gruppe rechtfertigen würde.
Sie war erstaunt, wie überzogen die Administratoren der Gruppe reagiert hatten, und meinte, dass der eigentliche Grund wahrscheinlich woanders lag – etwa in persönlichen Animositäten wie übertriebenem Machtgehabe oder ähnlichem.
Darüber hinaus erzählte sie mir, dass auch andere Leute mit denselben Interessen wie wir sich über diese Reaktion gewundert hätten.
Mehrere Personen teilten die Meinung, dass sie die ganze Situation nicht nachvollziehen konnten, und waren der Ansicht, dass die Gruppenleiter überreagierten.
Auch sie betonten, dass die Gruppe eigentlich froh sein sollte, Mitglieder wie meine Gattin und mich zu haben, die regelmäßig zur Szene beitragen und aktiv daran teilnehmen.
Kurios wurde es auf demselben Mittelaltermarkt, als zwei Mitglieder dieser Steampunk-Gruppe an unserem Stand vorbeikamen.
Wir begrüßten sie höflich, doch ein tiefergehendes Gespräch ergab sich nicht, obwohl sie über die ganze Angelegenheit sicherlich bestens Bescheid wussten. Sie gehörten nämlich zu den vier Administratoren, die mich aus der Gruppe entfernt hatten und den Rauswurf sogar unterzeichnet hatten beziehungsweise auf dem Rauswurf-Statement mit genannt wurden
Später am Abend, bei einem Konzert, sahen wir alle vier Administratoren der Gruppe als Zuschauer, nur ein paar hundert Meter entfernt.
Ihre Anwesenheit war auffällig, doch keiner von ihnen suchte das Gespräch mit uns oder versuchte, den Konflikt auf irgendeine Weise zu klären.
Wir taten so, als sähen wir alle vier nicht.
In der Rückschau wirkte es auf mich, als ob besonders zwei dieser Administratoren zu feige wären, um sich realen Problemen zu stellen.
Im wirklichen Leben meiden sie jede Konfrontation, doch online spielen sie die selbsternannten großen Bosse, die sich über andere erheben.
Anstatt die Dinge offen zu besprechen und gemeinsam eine Lösung zu finden, ziehen sie es vor, sich hinter ihren Bildschirmen zu verstecken und von dort aus ihre Macht auszuüben.
Eine ikuriose Situation, die zeigt, wie unterschiedlich Menschen in der virtuellen und realen Welt agieren.

Vom 6. bis 8. September 2024 war es wieder soweit: Der Sindelfinger Mittelaltermarkt öffnete seine Tore und lockte Tausende Besucher in eine Welt voller Ritter, Gaukler und fantastischer Geschichten.
Mit dabei waren Sabine Edelfrau von Syntronica, die kurpfälzische Perlenhexe, Kurt Freiherr zu Lippe und ich, Dietmar Edelherr von Syntronica.
Doch nicht nur als Edelleute oder Händler traten wir auf, sondern als Botschafter einer anderen, fiktiven Zeitdimension – als Steampunks und Gründer von Chrono.Tours, einem fiktiven Zeitreisebüro.
Steampunk trifft auf Mittelalter: Chrono.Tours
Unser Stand auf dem Markt war ein Höhepunkt für neugierige Besucher, die nicht nur von den mittelalterlichen Waren und Darbietungen angezogen wurden, sondern auch von unserer einzigartigen Präsenz als Steampunks.
Als Zeitreisende im viktorianischen Stil, ausgestattet mit dampfbetriebenen Apparaturen, Zylindern und Zahnrädern, fügten wir uns stilvoll in das Ambiente ein und brachten gleichzeitig die faszinierende Ästhetik des Steampunks mit auf den Markt.
Viele Marktbesucher stellten die Frage: „Was genau ist Steampunk?“
Wir erklärten ihnen, dass es sich dabei um eine fantasievolle Mischung aus viktorianischer Ästhetik und futuristischer Technologie handelt.
Aber das war nicht alles – wir stellten unser fiktives Zeitreisebüro Chrono.Tours vor, das Besucher theoretisch in jede Epoche der Menschheitsgeschichte transportieren könnte, von der Vergangenheit und vielem mehr.
Chrono.Tours war natürlich ein kreatives Konzept, doch es stieß auf großes Interesse und regte zu vielen spannenden Gesprächen an.
Handgemachter Schmuck von der kurpfälzischen Perlenhexe
Neben der Welt der Zeitreisen war die kurpfälzische Perlenhexe bekannt für Ihre handgefertigten Schmuckstücke, die sie auf dem Markt anbot,
Diese sind wahre Kunstwerke. Sie fertigte sie mit ihren eigenen Händen an, was viele dazu brachte, stehenzubleiben und sich die Schmuckstücke anzuschauen.
Jedes Stück war ein Unikat, das traditionelle Handwerkskunst mit einer Prise Magie und Steampunk-Fantasie verband.
Ihre Kreationen, von Perlenarmbändern bis hin zu detailverliebten Halsketten, fanden bei den Marktbesuchern großen Anklang.
Die Arbeit der kurpfälzischen Perlenhexe fügte sich nahtlos in das Gesamtkonzept unseres gemeinsamen Standes ein, der eine Verbindung zwischen Handwerk, Fantasie und alternativer Technologie schuf.
Besucher, die zuerst wegen des außergewöhnlichen Steampunk-Auftritts neugierig wurden, fanden oft großen Gefallen an der Schmuckkunst und trugen einige Stücke dieser einzigartigen Welt mit nach Hause.
Begegnungen mit Zeitreisenden und Mittelalterbegeisterte
Die Besucherinteraktionen auf dem Markt waren lebendig und vielfältig.
Menschen jeden Alters kamen an unseren Stand, um Fragen zu stellen, unsere Apparaturen zu bestaunen und sich über die Welt des Steampunks und Zeitreisen zu informieren.
Einige Marktbesucher erzählten uns von ihren eigenen Steampunk-Projekten, während andere – vollkommen neu in dieser Subkultur – fasziniert waren von der Möglichkeit, verschiedene Epochen in einem alternativen Kontext zu erleben.
Unser Stand wurde zu einem Treffpunkt für Kreative und Fantasie-Liebhaber.
Wir führten viele spannende Gespräche, in denen die Grenzen zwischen den Zeitaltern verschwammen – das Mittelalter um uns herum und unsere Steampunk-Zeitreise, die Besucher in alternative Welten entführte.
Rückkehr im nächsten Jahr
Der Sindelfinger Mittelaltermärkte 2022, 2023 und 2024 waren für uns eine großartige Erfahrung.
Unser Zeitreisebüro Chrono.Tours und die handgefertigten Schmuckstücke der kurpfälzischen Perlenhexe hinterließen einen bleibenden Eindruck bei den Besuchern.
Die positive Resonanz und das rege Interesse an Steampunk und Zeitreisen haben uns darin bestärkt, auch im kommenden Jahr wieder mit einem Stand vertreten zu sein.
Die Vorbereitungen für 2025 laufen bereits auf Hochtouren.
Wir freuen uns darauf, erneut die Welt von Chrono.Tours vorzustellen und gemeinsam mit den Besuchern in eine Welt voller Magie, Dampf und Geschichte einzutauchen.
Der Sindelfinger Mittelaltermarkt bot eine einzigartige Gelegenheit, die Welten von Vergangenheit, Zukunft und Fantasie miteinander zu verbinden.
Als Betreiber des fiktiven Zeitreisebüros Chrono.Tours haben wir die Besucher nicht nur mit unseren Gewandungen und Apparaturen begeistert, sondern auch durch die handwerkliche Kunst der kurpfälzischen Perlenhexe, deren Schmuckstücke die Zeitreiseidee perfekt ergänzten.
Wir freuen uns bereits auf das nächste Jahr und auf neue, spannende Begegnungen mit Liebhabern von Geschichte und alternativen Welten.

Ein Bekannter von mir, ein erfahrener Jobcoach, erzählte mir kürzlich von einer ungewöhnlichen Anfrage: Auf einem Empfang wurde er gefragt, ob er sich vorstellen könnte, als Honorarkraft in einer Jugendstrafanstalt zu arbeiten.
Es ging um ein staatlich finanziertes Resozialisierungsprojekt, das seit knapp 20 Jahren als fester Bestandteil des Justizministeriums existiert.
Ziel dieses Projekts ist es, straffällig gewordenen Jugendlichen durch gezieltes Coaching und Ausbildungsmaßnahmen die Rückkehr in ein straffreies Leben zu ermöglichen.
Mein Bekannter dachte sich: „Warum nicht?“, und machte einen Termin aus, um sich das Ganze vor Ort anzusehen.
Bereits vorab warnte ihn die Projektleiterin, dass nicht jeder dem Druck in einer solchen Umgebung gewachsen sei; viele würden sich unwohl fühlen und hätten das beklemmende Gefühl, selbst „hinter Gittern“ zu sein.
Davon ließ sich mein Bekannter jedoch nicht abschrecken.
Einen Tag verbrachte er in der JVA, sprach mit den Jugendlichen und dem Personal, und stellte schnell fest, dass die Atmosphäre ihm keine Beklemmung bereitete.
Die Mauern und Sicherheitsvorkehrungen waren für ihn kein Grund, das Angebot abzulehnen, doch schließlich entschied er sich dagegen – und das hatte andere, schwerwiegendere Gründe.
Was ihn letztlich störte, war nicht der Arbeitsort oder die Aufgabe, sondern das Projekt an sich und dessen offensichtlich fragwürdige Wirksamkeit.
Wie er von der Projektleitung erfuhr, bot das Resozialisierungsprogramm den jugendlichen Straftätern die Möglichkeit, während ihrer Haftzeit eine Ausbildung zu beginnen.
Nach ihrer Entlassung könnten sie diese Ausbildung in externen Betrieben fortsetzen, was immerhin einigen eine Perspektive für einen Neustart bot.
Ein gut gemeinter Ansatz, der auf den ersten Blick sinnvoll und unterstützenswert erscheint.
Doch in seinen Gesprächen mit den Jugendlichen erhielt mein Bekannter immer wieder den Eindruck, dass viele Teilnehmer lediglich auf die damit verbundenen Vergünstigungen aus waren.
Er traf auf Jugendliche, die das Projekt anscheinend nur deshalb unterstützten, weil sie sich davon Vorteile für den Haftalltag versprachen – bessere Unterbringung, Vergünstigungen oder schlicht die Möglichkeit, sich die Zeit zu vertreiben.
Wirkliche Motivation oder Einsicht, ihre Lebensweise grundlegend zu ändern, schien bei vielen jedoch zu fehlen.
Der entscheidende Faktor für seine Absage war jedoch die ernüchternde Erfolgsquote des Projekts:
Laut der Projektleiterin werden etwa 85 Prozent der entlassenen Jugendlichen innerhalb eines halben Jahres nach ihrer Entlassung erneut straffällig und landen wieder im Gefängnis.
Mit einer Rückfallquote dieser Größenordnung stellt sich die Frage nach der Sinnhaftigkeit des Projekts auf sehr grundsätzlicher Ebene.
Ein Programm, das seit fast zwei Jahrzehnten mit erheblichem finanziellen Aufwand betrieben wird und dabei eine Erfolgsquote von bestenfalls 15 Prozent aufweist, kann wohl kaum als erfolgreich bezeichnet werden.
Seitdem fragt sich mein Bekannter, ob es sinnvoll ist, ein solches Projekt fortzuführen – mit hohen Steuergeldern, viel Aufwand und vor allem mit einer Bilanz, die eher auf Misserfolg als auf Erfolg hindeutet.
Ein Resozialisierungsprojekt, das für mehr als acht von zehn Teilnehmern langfristig nicht den gewünschten Erfolg bringt, kann kaum als wirksames Mittel zur Bekämpfung der Jugendkriminalität gelten.
Doch stattdessen wird hier Jahr für Jahr investiert, in der Hoffnung auf positive Zahlen, die jedoch nur spärlich zu verzeichnen sind.
Er kritisiert, dass die hohen Kosten in kein Verhältnis zum Resultat stehen und dass das eigentliche Problem – die Ursachen für das Abgleiten in die Kriminalität – offenbar nicht wirklich angegangen wird.
Es fehlt an nachhaltigen Ansätzen, die über die bloße Ausbildung hinausgehen und den Jugendlichen eine echte Perspektive bieten, die sie langfristig an die Gesellschaft bindet.
Nur Ausbildung anzubieten, ohne echte Motivation oder Einsicht bei den Teilnehmern zu wecken, bleibt oberflächlich und erreicht kaum die angestrebte Verhaltensänderung.
Mit dieser Erkenntnis im Hinterkopf stellt sich meinem Bekannten – und eigentlich auch uns als Gesellschaft – die Frage, ob es wirklich sinnvoll ist, Millionen in Projekte zu stecken, die zwar auf dem Papier gut aussehen, aber letztlich kaum die angestrebte Wirkung entfalten.
Statt ein System aufrechtzuerhalten, das vor allem auf kurzfristige Erfolge abzielt und dabei langfristig versagt, sollte über alternative Wege nachgedacht werden.
Die jetzige Praxis scheint vor allem ein teures Placebo zu sein, das kaum mehr leistet, als das Problem temporär zu verschieben, statt es wirklich zu lösen.

An diesem Wochenende – 6. bis 8. September 2024 – sind die Kurpfälzische Perlenhexe, der Freischütz zu Lippe und Chrono.Tours mit einem Stand auf dem Mittelaltermarkt in Sindelfingen vertreten.
Wir sind unten auf der Planiestraße / Obere Bahnhofstraße gegenüber der Bücherei und Verlagshaus Röhm nahe dem Marktplatz zu finden.
Wir freuen uns auf viele Besucherinnen und Besucher.
Parken kann man im „Parkhaus Rathaus”, Rathausplatz 1

Wir waren mit einer Steampunk-Gruppe ja vor einigen Tagen bei einem Foto-Shooting.
Um unsere Wertschätzung für die neue Gemeinschaft zu zeigen, hatten wir ein besonderes Geschenk dabei: ein laser-geschnittenes Logo aus gebürstetem Aluminium nach historischen Vorlagen der Stadt, selbstredend im Steampunk-Stil, das wir extra für die Gruppe anfertigen ließen.
Mehrmals sprachen wir es an, um es zu überreichen, aber scheinbar war alles andere wichtiger.
Das Logo, das wir als Geste des guten Willens und zur Stärkung der Verbindung mit der Gruppe mitgebracht hatten, fand keinerlei Beachtung.
Nach dem etwa einstündigen Foto-Shooting, machten wir uns enttäuscht auf den Heimweg, da unsere Bemühungen völlig ignoriert wurden.
Wir gingen nicht mit zum gemeinsamen Abendessen, verhielten uns aber trotz unseres Ärgers ruhig.
In der darauffolgenden Diskussion online erwähnte ich das Geschenk zunächst nicht.
Ich hatte die Fotos von dem Foto-Shooting veröffentlicht und man forderte ruppig, ich solle den Namen der neuen vier Mitglieder umfassenden Gruppe nennen.
Ich verneinte, dass ich das generell nicht täte.
Ich wollte die Wogen nicht weiter hochschlagen, obwohl die Situation zunehmend eskalierte.
Man wollte genannt werden und war sauer, dass ich – wie gesagt – sowas generell nicht mache.
Es schien, als wollten manche Leute nur Streit provozieren.
Eine Frau aus der Gruppe ging besonders auf Konfrontationskurs und provozierte mich immer wieder mit fadenscheinigen „Argumenten”, wie dass ich „empfangsresistent” oder nicht teamfähig sei.
Schließlich warf ich ihr vor, dass ihr „Redefluss“ daher rühre, weil ich mich weigere, nach ihrer Pfeife zu tanzen.
Dabei verwendete ich den Begriff „Logorhoe“, was ein Fachwort ist, das ich extra erklärte, um Missverständnisse zu vermeiden.
Es bedeutet wörtlich „Redefluss“ und hat nichts mit vulgären Beleidigungen wie „geistiger Durchfall“ zu tun, wie es mir aber unterstellt wurde.
Dieses Wort hat nichts mit dem Wort „Diarrhoe” (Durchfall) zu tun.
Trotzdem erhielt ich eine Ermahnung, weil man mir unterstellte, ich hätte die Frau beleidigt.
Über Nacht wurde ich aus mehreren Gruppen entfernt, angeblich wegen „Beleidigungen“.
Ich hatte nie jemanden persönlich angegriffen, sondern nur versucht, sachlich zu argumentieren und die Situation aufzuklären.
In der „Erklärung”, die mir per WhatsApp gesandt wurde, waren auch die vier Mitglieder der Gruppe genannt, die sich selber als Administratoren eben der diesbezüglichen WhatsApp- und Facebook-Gruppen deklariert hatten.
Nachdem ich die Sache mit dem ignorierten Logo an den Administrator der WhatsApp-Gruppe und zugleich Facebook-Freund geschickt hatte, hätte ich erwartet, dass zumindest ein Dialog zustande kommt.
Doch anstatt auf meine Nachricht einzugehen und das Missverständnis zu klären, blockierte er mich einfach kommentarlos.
Diese Reaktion zeigte mir, dass es einigen nicht um Versöhnung oder Kommunikation geht, sondern eher darum, ihre eigenen Vorstellungen ohne Widerspruch durchzusetzen, aber anderen vorzuwerfen, sie hätten keine Wertschätzung für andere oder wären nicht teamfähig.
Es ist schade, dass eine solche Atmosphäre in einer Gemeinschaft herrscht, die eigentlich für Kreativität, Offenheit und gegenseitigen Respekt stehen sollte.
Doch wir werden unsere Überzeugungen und Werte nicht aufgeben.
Steampunk ist für uns ein Raum der Freiheit und des gemeinsamen Schaffens, und wir werden weiterhin nach vorne schauen, auch wenn uns solche Rückschläge begegnen.

Im Steampunk-Universum unterwegs zu sein, ist für meine Gattin und mich nicht nur ein Hobby, sondern eine Leidenschaft, die uns durch viele Abenteuer und Begegnungen geführt hat.
Unsere Reise durch diese faszinierende Welt, die Vergangenheit und Zukunft auf einzigartige Weise vereint, hat uns nicht nur viel Freude bereitet, sondern auch einen gewissen Bekanntheitsgrad eingebracht.
Wir sind stolz darauf, Teil dieser kreativen Gemeinschaft zu sein, und genießen es, auf Veranstaltungen und Treffen stets herzlich willkommen geheißen zu werden.
Doch wo Erfolg und Anerkennung sind, lässt Neid oft nicht lange auf sich warten.
Leider mussten wir das am eigenen Leib erfahren.
Trotz der zahlreichen positiven Rückmeldungen, die wir für unsere Aktivitäten erhalten haben, gab es immer wieder Menschen, die uns ohne Grund denunzieren wollten.
So wurde uns einst unterstellt, mit der „Reichsbürger“-Bewegung in Verbindung zu stehen – eine absurde Anschuldigung, die sich glücklicherweise schnell als haltlos erwies.
Doch es hörte nicht auf: Man behauptete, wir hätten uns böswillig gegenüber anderen Mitgliedern unseres Steampunk-Stammtisches verhalten, obwohl es dafür keinerlei Beweise gab.
Ein Höhepunkt unseres Engagements war zweifellos unser Event „Picknick im Römermuseum“ bzw. die „Entdeckertage – Zeitenwende“, das bei den Teilnehmern auf überaus positive Resonanz stieß.
Wir investierten viel Herzblut in die Organisation und freuten uns über den großen Anklang.
Aber auch hier regte sich der Neid.
Einige konnten es offenbar nicht ertragen, dass unser Event so erfolgreich war und versuchten, uns in einem schlechten Licht dastehen zu lassen.
Es ist uns wichtig zu betonen, dass meine Gattin und ich uns immer für den Erfolg anderer freuen und diesen auch unterstützen.
Wir meiden niemanden, der Erfolg hat, sondern begrüßen es, wenn andere ebenfalls Anerkennung und Freude in der Steampunk-Welt finden.
Unser Antrieb ist nicht der Wettbewerb, sondern die gemeinsame Begeisterung für diese kreative (Sub-) Kultur.
Unser Engagement blieb nicht unbemerkt: Interviews und Berichte über uns erschienen in verschiedenen Medien, sei es im Fernsehen, Radio oder in Zeitungen.
Wir wurden immer wieder eingeladen, unsere Geschichte zu erzählen und unsere Leidenschaft für Steampunk zu teilen.
Diese öffentliche Anerkennung hat uns natürlich zusätzlich motiviert, weiterhin aktiv zu sein und unsere Kreativität in neue Projekte zu stecken.
Was uns besonders an der Steampunk-Szene gefällt, ist die Freiheit und Ungebundenheit, die sie bietet.
Es gibt keinen festen Verein, der uns bindet, und so haben wir die Möglichkeit, an unterschiedlichsten Events in verschiedenen Städten teilzunehmen.
Diese Unabhängigkeit ermöglicht es uns, neue Menschen kennenzulernen und verschiedene Facetten des Steampunks zu erleben.
Überall, wo wir hinkommen, werden wir freundlich aufgenommen und genießen die Zeit in dieser fantasievollen Gemeinschaft.
Vor Kurzem entstand in einer Stadt eine neue Steampunk-Community, die sich aus einigen Leuten zusammensetzte.
Auch dort nahmen wir an Treffen teil, um uns auszutauschen und die Gemeinschaft zu stärken.
Leider lief nicht alles reibungslos.
Der Ärger begann, als ich es wagte, die aktuellen Fotos des Treffens zu veröffentlichen.
Es ging nicht darum, dass ich die Bilder online gestellt hatte, sondern vielmehr darum, dass ich es versäumt hatte, einen Verweis auf die zugehörige Facebook-Gruppe zu setzen.
Dies führte zu Spannungen, die sich inzwischen auf die gesamte Atmosphäre ausgewirkt haben.
Da die Foto-Web-Seite, die wir betreiben, nicht-kommerziell ist, achten wir besonders darauf, was wir tun, und wie wir beispielsweise Fotografen oder andere Foto-Archive nennen oder Referenzen darauf setzen.
Man versuchte uns massiv unter Druck zu setzen und uns provozieren als „unlernbar” und ähnliches.
Wir blieben hart und machten keine Ausnahme und nannten nicht die sich gerade erst im Entstehen befindliche Gruppe. So wie wir es bei keiner anderen je taten.
Man kann sich denken, dass die Gruppenmitglieder damit nicht klarkamen.
Unser Resümee aus diesen Erfahrungen ist ernüchternd.
Viele Steampunks geben sich weltoffen und tolerant, doch oft zeigt sich, dass sie letztlich nur ihre eigenen Interessen verfolgen.
Diejenigen, die sich anders verhalten oder die Gemeinschaft auf neue Weise bereichern wollen, stoßen schnell auf Widerstand.
Dennoch lassen wir uns nicht entmutigen.
Meine Gattin und ich werden weiterhin unserer Leidenschaft nachgehen und die Steampunk-Welt auf unsere Weise gestalten – unabhängig, kreativ und mit der Freude, die uns diese faszinierende (Sub-) Kultur schenkt.
Nachtrag, 5.9.2024:
In der Diskussion in der WhatsApp-Gruppe eskalierte es gestern den ganzen Tag über.
Während ich meiner Arbeit nachging, schaukelten sich einige Leute gegenseitig auf.
Besonders eine Frau meinte, provozieren zu müssen und unterschwellig Feuer zu legen.
Ich argumentierte sachlich und machte meinen Standpunkt auch zum x‑ten Male klar.
Einer der Administratoren der Gruppe meinte, mich in einem privaten Chat nochmal ins Gebet zu nehmen, ich solle die Gruppe im Foto-Album nennen, was ich wieder verneinte.
Ich machte nochmals klar, dass es keine Ausnahmen gäbe.
Arrogant maß sich der Administrator der sehr kleinen Gruppe (vier offizielle Mitglieder) mit Großveranstaltungen, auf denen stellenweise tausende Teilnehmer sind.
Nachdem die Frau – die Frau des Administrators, wohlgemerkt – weiter provozierte, warf ich ihr vor, dass ich davon ausginge, dass ihre „Logorhoe” darauf schließen lässt, dass sie nicht damit klarkäme, weil ich nicht nach ihrer Pfeife tanzte.
Ich erklärte nach einer Ermahnung, dass dieser Begriff für „Redefluss” stehe, musste aber heute Morgen lesen in einer persönlichen Nachricht auf WhatsApp, dass man mich bei WhatsApp und bei Facebook aus Gruppen, bei denen „seltsamerweise” die oben genannte Person Administrator ist, ausgeschlossen habe.

Die Herrscherin des Chaos: Satirisches Porträt einer „Chefin”
In den glänzenden Hallen des Unternehmens „Erfolg um jeden Preis GmbH” herrscht eine Frau, deren Name allein ausreicht, um selbst den erfahrensten Mitarbeiter erzittern zu lassen.
Gisela Machthaus.
Als Geschäftsführerin des Unternehmens hat sie es geschafft, eine Atmosphäre zu schaffen, die gleichzeitig elektrisierend und lähmend wirkt.
Gisela Machthaus ist eine Frau in ihren Fünfzigern, stets gekleidet in makellose Designeranzüge und mit einer Frisur, die selbst einem Hurrikan standhalten würde.
Ihr Büro, das mehr einem Thronsaal gleicht, ist geschmückt mit zahllosen Auszeichnungen und Trophäen – die meisten davon Selbstverleihungen des firmeneigenen „Mitarbeiter des Monats”-Programms.
Schon am frühen Morgen hallt ihre schrille Stimme durch die Korridore.
„Müller! Wo ist mein Kaffee? Und wehe, er ist nicht auf exakt 63,5 Grad temperiert!”
Der arme Herr Müller, eigentlich Leiter der Finanzabteilung, wurde vor zwei Wochen kurzerhand zum persönlichen Barista degradiert, nachdem Frau Machthaus beschlossen hatte, dass Finanzen „sowieso überbewertet” seien.
In Meetings zeigt sich Giselas wahre Natur in voller Pracht.
Mit theatralischen Gesten und einer Lautstärke, die Flugzeugtriebwerke in den Schatten stellt, verkündet sie ihre neuesten Visionen: „Ab morgen arbeiten wir nur noch in Pink! Pink steigert die Produktivität um 500 Prozent! Das habe ich in einem Traum gesehen!”
Niemand wagt es, zu widersprechen, aus Angst, das nächste Ziel ihrer Tiraden zu werden.
Doch kaum haben die Mitarbeiter begonnen, hektisch rosa Farbe zu kaufen, ändert Gisela ihre Meinung.
„Pink? Wer hat diesen Unsinn verbreitet? Wir brauchen Grün!”
Natürlich wird diese Änderung nur einer ausgewählten Gruppe mitgeteilt, was zu absurden Szenen führt, in denen die eine Hälfte der Belegschaft in einem rosafarbenen und die andere in einem grünen Büro arbeitet.
Ihre Entscheidungsfindung gleicht einem Roulette-Rad auf Steroiden.
In einer Minute verkündet sie stolz den Kauf eines konkurrierenden Unternehmens, nur um in der nächsten zu beschließen, dass die Firma sich komplett aus dem Geschäft zurückziehen und stattdessen eine Ziegenfarm eröffnen sollte.
Die Rechtsabteilung arbeitet rund um die Uhr, um die Folgen ihrer impulsiven Entscheidungen abzumildern.
Lobeshymnen auf sich selbst sind Giselas liebste Freizeitbeschäftigung.
In regelmäßigen Abständen ruft sie Vollversammlungen ein, die mehr Ähnlichkeit mit Krönungszeremonien haben.
„Seht her, wie ich dieses Unternehmen zu ungeahnten Höhen geführt habe!”, ruft sie, während im Hintergrund Konfetti regnet und eine speziell komponierte Hymne zu ihren Ehren erklingt.
Die wenigen Mitarbeiter, die es wagen, Kritik zu äußern oder Verbesserungsvorschläge einzubringen, finden sich schnell in der „Besinnungsecke” wieder, einem Gebäude, auf dessen Schilder „Agentur für Arbeit“ zu lesen ist.
Trotz des offensichtlichen Chaos und der ständigen Veränderungen behauptet Gisela stets, dass alles nach Plan läuft.
„Veränderung ist der Schlüssel zum Erfolg!”, schreit sie, während sie zum dritten Mal in dieser Woche die gesamte Organisationsstruktur umwirft.
„Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit!”
Die Fluktuation in der Firma ist erstaunlich hoch, aber das scheint Gisela nicht zu stören.
„Nur die Stärksten überleben!”, ist ihr Motto, während sie neue Mitarbeiter mit einem Lächeln begrüßt, das mehr an einen Hai als an eine Führungskraft erinnert.
Am Ende eines jeden Tages zieht sich Gisela in ihr Büro zurück, umgeben von Spiegeln, in denen sie ihr eigenes Spiegelbild bewundert.
„Du bist die Größte”, murmelt sie zu sich selbst, während draußen die erschöpften Mitarbeiter versuchen, die Scherben des Tages zusammenzukehren und sich auf den nächsten Sturm vorzubereiten, der unweigerlich kommen wird.
In der Welt von Gisela Machthaus ist jeder Tag eine neue Herausforderung, jede Stunde ein potenzieller Wendepunkt und jeder Moment eine Gelegenheit, ihre Autorität zu demonstrieren.
Für ihre Mitarbeiter ist es ein ständiger Balanceakt zwischen Anpassung und Verzweiflung, in der Hoffnung, dass vielleicht, nur vielleicht, der nächste Tag etwas ruhiger wird – eine Hoffnung, die so flüchtig ist wie Giselas letzte „brillante” Idee.
Die Charaktere und Ereignisse in diesem Text sind so genial konstruiert, dass sie realen Personen und Ereignissen aufs Haar gleichen.
Jede Ähnlichkeit mit tatsächlichen Personen oder Ereignissen ist absolut gewollt, weil wir natürlich sicherstellen wollten, dass Ihr Lese-Erlebnis so echt und vertraut wie möglich wirkt.
Schließlich geht nichts über ein bisschen Realität, um eine Geschichte aufzupeppen!

Kein Gelber Sack, kein Papiercontainer: Der Recycling-Albtraum im Landkreis Böblingen
Im Landkreis Böblingen herrscht eine ungewöhnliche Situation: Es gibt weder eine Gelbe-Sack-Abholung noch eine regelmäßige Papierentsorgung vor der Haustür.
Stattdessen sind die Bürgerinnen und Bürger gezwungen, ihre Recyclingmaterialien selbstständig zu sammeln und diese in regelmäßigen Abständen zum Wertstoffhof zu bringen.
Ein Blick auf die Hintergründe und die Auswirkungen dieser Regelung offenbart eine paradoxe Situation, die weitreichende Folgen für die Umwelt hat.
Hintergrund: Das Duale System und lokale Eigenverantwortung
Das Duale System Deutschland (DSD), das seit 1991 für die Sammlung, Sortierung und Verwertung von Verkaufsverpackungen verantwortlich ist, gibt den Landkreisen die Freiheit, das Abfallsystem nach eigenem Ermessen zu gestalten.
Diese Freiheit führt dazu, dass es in Deutschland erhebliche regionale Unterschiede in der Müllentsorgung gibt.
Während in den meisten Landkreisen der Gelbe Sack oder die Gelbe Tonne direkt vor der Haustür abgeholt wird, hat sich der Landkreis Böblingen für eine andere Lösung entschieden.
Hier müssen die Bürger ihren Verpackungsmüll selbst zum Wertstoffhof bringen.
Recycling im Selbsttransport: Ein Umweltproblem?
Das Grundprinzip des Recyclings ist, die Umwelt zu schonen und Ressourcen zu sparen, doch im Landkreis Böblingen wird dieses Prinzip ad absurdum geführt.
Die Bürgerinnen und Bürger sind gezwungen, ihren Plastik- und Papiermüll auf Balkonen, in Kellern oder in Garagen zu lagern, bis es sich lohnt, einen Ausflug zum Wertstoffhof zu machen.
Das bedeutet, dass regelmäßig private Autos für den Transport von Recyclingmaterialien genutzt werden.
Besonders im Stadtteil Diezenhalde in Böblingen spitzt sich die Situation derzeit zu: Eine wichtige Zufahrtsstraße zum Wertstoffhof ist gesperrt, was die Anwohner zwingt, einen großen Umweg zu fahren.
Dies führt zu einem unnötig hohen Verbrauch von Benzin und Diesel – ein ökologisches Paradoxon, das nicht mehr viel mit Umweltschutz zu tun hat.
Zudem ist die Vorstellung, Abfälle über Wochen in der Wohnung oder auf dem Balkon zu lagern, wenig attraktiv.
Die resultierende Geruchsbelästigung und der Platzmangel stellen weitere Herausforderungen dar.
Die Folgen für die Bewohner
Für die Anwohner, insbesondere im Stadtteil Diezenhalde, ist die Situation nicht nur skurril, sondern auch besonders belastend.
Seit einigen Monaten sind sie mit einer „gefühlt ewigen Baustelle” konfrontiert, die die Zufahrtsstraße zum Wertstoffhof blockiert.
Wo man früher schnell dort war, müssen die Bewohner nun riesige Umwege in Kauf nehmen, um ihren Müll zu entsorgen.
Dieser zusätzliche Aufwand bedeutet nicht nur mehr Zeit, sondern auch einen höheren Verbrauch von Benzin und Diesel – ein ökologisches und logistisches Problem, das den Alltag der Menschen erheblich beeinträchtigt.
Kritik und Forderungen nach Veränderung
Die Kritik an diesem System wächst.
Viele Bürger fordern eine haushaltsnahen Abholung von Verpackungsmüll und Papier.
Sie argumentieren, dass der derzeitige Zustand nicht nur unpraktisch, sondern auch umweltschädlich sei.
Die Tatsache, dass viele Anwohner regelmäßig weite Strecken mit dem Auto zurücklegen müssen, um ihren Müll zu entsorgen, stehe im Widerspruch zu den Zielen des Umweltschutzes.
Es sei höchste Zeit, dass der Landkreis Böblingen die Regelungen überdenkt und eine Lösung findet, die sowohl den Bedürfnissen der Bürger als auch den Anforderungen des Umweltschutzes gerecht wird.
Eine Petition ohne Erfolg
Die Frustration über das bestehende System hat die Anwohner bereits zu einer Petition für die Einführung des Gelben Sacks veranlasst.
Viele Bürger hatten gehofft, dass diese Initiative die Entscheidungsträger im Landkreis Böblingen zum Umdenken bewegen würde, doch die Petition wurde von den verantwortlichen Politikern lapidar abgewiesen.
Ihre Begründung: Es gebe bereits ein „funktionierendes System”, das keinen Änderungsbedarf aufweise.
Diese Reaktion stieß bei vielen Bürgern auf Unverständnis und Unmut, da sie die tatsächlichen Probleme und Belastungen im Alltag der Menschen ignoriert.
Die Forderungen nach einer bürgernahen und umweltfreundlicheren Lösung bleiben daher weiterhin unerfüllt.
Fazit: Ein System auf dem Prüfstand
Die aktuelle Situation im Landkreis Böblingen zeigt, dass die Freiheit der Landkreise, ihr eigenes Abfallsystem zu gestalten, nicht immer zu umweltfreundlichen Ergebnissen führt.
Im Gegenteil: Die Praxis, Müll selbst zum Wertstoffhof zu bringen, scheint mehr Schaden anzurichten, als sie nützt.
Es bleibt zu hoffen, dass die Verantwortlichen im Landkreis Böblingen die Kritik der Bürger ernst nehmen und das System überdenken.
Denn am Ende sollte Recycling nicht nur ein umweltfreundlicher Akt, sondern auch eine praktikable und bürgernahe Lösung sein.

Am Wochenende vom 10. bis zum 11. August 2024 hielten wir uns in Nordrhein-Westfalen auf.
Unser Erlebnis begann mit einem unschönen Vorfall vor knapp einem Jahr: Wir wurden von einem Bekannten aus der Steampunk-Szene als sogenannte „Reichsbürger” denunziert. Diese Unterstellung traf uns hart, denn sie basierte auf keinerlei Tatsachen, sondern lediglich auf Vorurteilen und Missverständnissen. Doch anstatt uns zurückzuziehen und die Situation einfach hinzunehmen, beschlossen wir, uns gegen diese ungerechte Beschuldigung zur Wehr zu setzen.
Wir konfrontierten den Denunzianten mit seiner falschen Anschuldigung.
Unser Bekannter wusste sehr wohl, was der Begriff „Reichsbürger“ bedeutet und dass er in den meisten Fällen eine gefährliche, verfassungsfeindliche Haltung beschreibt.
Dennoch kam es zu einer Fehlwahrnehmung seinerseits, die ihn zu dieser unüberlegten Beschuldigung geführt hatte.
Nachdem wir die Situation ausführlich geklärt hatten, sah er seinen Fehler ein und erkannte, dass seine Anschuldigungen vollkommen unbegründet waren.
Schließlich entschuldigte er sich bei uns für sein Verhalten – eine Entschuldigung, die wir als wichtiges Zeichen der Einsicht und des Respekts akzeptierten.
Nach dieser Entschuldigung wollten wir den Kontakt zu ihm wiederherstellen, um das Verhältnis zu normalisieren. Mehrmals versuchten wir, ein Treffen mit ihm zu organisieren, aber unsere Bemühungen scheiterten aus verschiedenen Gründen immer wieder.
Ob es an unpassenden Terminen, Missverständnissen oder einfach an der unentschlossenen Haltung beider Seiten lag, wissen wir nicht genau. Es schien fast so, als sei das Universum gegen eine Versöhnung.
Doch dann bot sich unerwartet eine Gelegenheit: Beim „Steampunk Jubilee”, einem Treffen von Steampunk-Enthusiasten, das am Alten Schiffshebewerk in Henrichenburg nahe Dortmund stattfand.
Steampunk, eine faszinierende Subkultur, die Elemente der viktorianischen Ära mit Science-Fiction verbindet, war schon lange unser gemeinsames Hobby.
Als wir von dem Event hörten, wussten wir sofort, dass wir dabei sein wollten. Und so kam es, dass wir uns dort endlich zufällig über den Weg liefen.
In der besonderen Atmosphäre des Steampunk-Jubilees, umgeben von Menschen, die ihre Fantasie und Kreativität auslebten, wirkten die früheren Spannungen plötzlich klein und unbedeutend.
Das Alte Schiffshebewerk, ein technisches Denkmal aus vergangenen Zeiten, bot die perfekte Kulisse für diese Zusammenkunft von Individualisten.
Als unser Blick auf den Bekannten fiel, sahen wir keine Feindseligkeit mehr in seinen Augen, sondern ein ehrliches Lächeln.
Der Streit der Vergangenheit schien vergessen.
Wir sprachen miteinander, lachten über die Ironie der Situation und beschlossen, diesen Moment mit einem gemeinsamen Foto festzuhalten.
Es war fast so, als hätte dieses Treffen sein eigenes Schicksal bestimmt – als hätte das Universum endlich beschlossen, dass es an der Zeit war, den Konflikt beizulegen.
Dieses Erlebnis lehrte uns eine wichtige Lektion: Wenn man etwas wirklich möchte, kann man es erreichen, auch wenn die Umstände zunächst schwierig erscheinen.
Unsere Geschichte, die so unglücklich begann, fand einen versöhnlichen Abschluss.
Und obwohl wir uns wohl nie als enge Freunde bezeichnen werden, haben wir doch einen Weg gefunden, in Frieden miteinander zu leben und die Unterschiede beiseitezulegen.