Geschichte

Pfingsten ist eines der wichtigsten Feste im christlichen Kirchenjahr und wird 50 Tage nach Ostern gefeiert.
Der Name leitet sich vom griechischen Wort „Pentekosté” ab, was „der fünfzigste Tag” bedeutet.
In Deutschland ist Pfingsten ein gesetzlicher Feiertag, der traditionell auf einen Sonntag und den darauffolgenden Montag fällt.
Die Ursprünge von Pfingsten gehen auf ein Ereignis zurück, das im Neuen Testament der Bibel beschrieben wird.
Nach der christlichen Überlieferung versammelten sich die Apostel Jesu etwa sieben Wochen nach seiner Kreuzigung und Auferstehung in Jerusalem.
Während sie beteten, geschah etwas Außergewöhnliches:
Der Heilige Geist kam über sie herab, was sich durch verschiedene Zeichen manifestierte.
Die Apostelgeschichte berichtet von einem Brausen wie von einem gewaltigen Wind, von Feuerzungen, die sich auf ihre Häupter setzten, und davon, dass sie plötzlich in verschiedenen Sprachen sprechen konnten.
Dieses Ereignis hatte dramatische Auswirkungen auf die frühe Christenheit.
Die Apostel, die zuvor voller Furcht und Unsicherheit waren, wurden von einer neuen Kraft erfüllt und begannen mutig, das Evangelium zu verkünden.
Sie sprachen zu Menschen aus verschiedenen Ländern und Kulturen, die alle das Evangelium in ihrer eigenen Sprache hören konnten.
Der Apostel Petrus hielt an diesem Tag eine Predigt, nach der sich etwa 3000 Menschen taufen ließen und der christlichen Gemeinde anschlossen.
Aus diesem Grund wird Pfingsten oft als „Geburtstag der Kirche” bezeichnet.
Es markiert den Moment, in dem aus einer kleinen Gruppe von Anhängern Jesu die weltweite christliche Bewegung entstand.
Der Heilige Geist wird in der christlichen Theologie als die dritte Person der Dreifaltigkeit verstanden und gilt als die Kraft Gottes, die in den Gläubigen wirkt und sie befähigt, christliches Leben zu führen.
Die theologische Bedeutung von Pfingsten ist vielschichtig.
Es symbolisiert die Vollendung des Heilswerks Christi, da nach Jesu Tod, Auferstehung und Himmelfahrt nun der Heilige Geist als bleibende Gegenwart Gottes unter den Menschen wirkt.
Pfingsten steht auch für die Überwindung der babylonischen Sprachverwirrung, da Menschen verschiedener Sprachen und Kulturen das Evangelium verstehen konnten.
Dies unterstreicht den universalen Charakter der christlichen Botschaft.
In der liturgischen Tradition verschiedener christlicher Konfessionen wird Pfingsten unterschiedlich gefeiert.
In der katholischen und orthodoxen Kirche ist es ein Hochfest mit besonderen Gottesdiensten, oft gekennzeichnet durch rote liturgische Gewänder, die das Feuer des Heiligen Geistes symbolisieren.
Protestantische Kirchen begehen das Fest ebenfalls mit besonderen Gottesdiensten und betonen dabei oft die Bedeutung der Geistesgaben und der Mission.
Im Volksglauben und in regionalen Traditionen haben sich über die Jahrhunderte verschiedene Pfingstbräuche entwickelt.
Dazu gehören der Pfingstbaum, das Aufstellen von Birken oder anderen grünen Zweigen, Pfingstfeuer und verschiedene Prozessionen.
In manchen Gegenden wird das Pfingstfest auch mit Naturerlebnissen und Volksfesten verbunden, da es in die Zeit des Frühsommers fällt.
Die kulturelle Bedeutung von Pfingsten reicht über den religiösen Bereich hinaus.
Als verlängertes Wochenende markiert es in Deutschland traditionell den Beginn der Reise- und Urlaubszeit.
Viele Menschen nutzen die Pfingstferien für Ausflüge in die Natur oder für kurze Reisen. Gleichzeitig ist es aber auch eine Zeit der Besinnung und der Gemeinschaft in den christlichen Gemeinden.
Pfingsten verdeutlicht zentrale christliche Überzeugungen: die Gegenwart Gottes in der Welt, die Kraft des Glaubens zur Überwindung von Grenzen und Sprachbarrieren, sowie die Sendung der Christen, das Evangelium zu verkünden.
Es erinnert daran, dass der christliche Glaube nicht nur eine private Angelegenheit ist, sondern eine Kraft, die Menschen verbindet und zur Verkündigung der frohen Botschaft befähigt.

Es gibt Tabus, die zu brechen nicht nur geschmacklos, sondern zutiefst unmoralisch ist.
Dazu gehört der Vergleich zwischen industrieller Massentierhaltung und dem Holocaust.
Dieser Analogie begegnet man immer wieder in radikal-veganen Kreisen – als vermeintlich schockierendes Mittel, um auf Tierleid aufmerksam zu machen, doch wer die systematische Vernichtung von Millionen Menschen mit der Schlachtung von Nutztieren gleichsetzt, verkennt nicht nur die historische Dimension des Holocaust, sondern verhöhnt die Opfer und ihre Nachkommen auf unerträgliche Weise.
Der Holocaust war kein „Tierleid”. Er war Menschenvernichtung aus Hass.
Die nationalsozialistische Mordmaschinerie zielte auf völlige Auslöschung ab.
Jüdische Familien, Homosexuelle, politisch Verfolgte und andere Opfergruppen wurden nicht getötet, weil sie einen „wirtschaftlichen Zweck” erfüllten, sondern weil sie als „minderwertiges Leben” galten, das ausgerottet werden musste.
Kinder wurden vor den Augen ihrer Eltern erschossen, Menschen wie Versuchsobjekte missbraucht, ganze Familien in Gaskammern gejagt.
Dies mit der Schlachtung von Tieren zu vergleichen, ist nicht nur historisch ignorant, sondern moralisch pervers.
Tierleid ist real – aber es ist kein Genozid.
Natürlich ist Massentierhaltung grausam.
Ja, industrielle Schlachtmethoden sind oft barbarisch.
Und selbstverständlich darf und muss man das kritisieren, doch daraus eine Gleichsetzung mit dem Holocaust abzuleiten, ist kein Akt des Mitgefühls, sondern der Verrohung.
Tiere werden nicht aus ideologischem Vernichtungswahn getötet, sondern – so brutal es klingt – als Nahrungsmittel.
Das macht ihr Leid nicht akzeptabel, aber es macht es zu etwas grundlegend anderem als dem, was in Auschwitz, Treblinka oder Sobibor geschah.
Wer Menschen mit Tieren gleichsetzt, verliert jede moralische Glaubwürdigkeit.
Jede Spezies hat ein natürliches Überlebensinteresse – der Mensch ist dabei keine Ausnahme.
Es ist biologisch und ethisch nachvollziehbar, dass wir menschliches Leben höher gewichten als tierisches.
Wer das bestreitet und stattdessen behauptet, ein Huhn in einer Legebatterie erleide „dasselbe” wie ein Kind im Warschauer Ghetto, hat nicht nur ein zynisches Geschichtsverständnis, sondern auch ein gestörtes Verhältnis zur Realität.
Solche Vergleiche dienen nicht der Aufklärung, sondern nur der provokativen Selbstgerechtigkeit.
Ein fiktiver Dialog, der zeigt, warum diese Debatte nicht führbar ist.
Die Diskussion auf dem Wochenmarkt brodelt schon eine Weile, als der Veganer plötzlich den Raum mit einem Satz zum Schweigen bringt:
Veganer: „Ihr regt euch über die Nazis auf, aber was in den Schlachthöfen passiert, ist genau wie der Holocaust – nur dass es heute noch läuft!„
Die Luft bleibt stehen.
Jemand, dessen Großeltern in Auschwitz waren, wirkt, als hätte er gerade eine Faust ins Gesicht bekommen.
Dann kommt die Antwort, langsam, mit eisiger Klarheit:
Gegenüber: „Meine Oma wurde als Kind von ihrer Familie gerissen und in einen Viehwaggon gepfercht. Sie wusste, dass sie vergast werden würde, wenn sie nicht mehr arbeiten konnte. Und du vergleichst das mit einem Schwein im Stall?„
Veganer: „Aber die Systematik, die Industrie dahinter—„
Gegenüber: „Hör auf. Menschen wurden ermordet, weil sie als Ungeziefer galten. Nicht für Schnitzel, sondern weil man sie hasste. Wenn du das nicht verstehst, hast du nicht nur von Geschichte keine Ahnung – sondern auch von Anstand.„
Der Veganer will weitersprechen, doch der Raum hat sich längst abgewandt.
Manche Dinge sind nicht diskutabel.
Der Holocaust war kein „Vergleichbares Ereignis”.
Er war der Abgrund der Menschlichkeit.
Und wer ihn instrumentalisiert, um Tierrechtspropaganda zu machen, hat nicht nur jedes Maß verloren – er hat auch verloren.
Es gibt Grenzen der Debatte, und die sind hier überschritten.
Tierschutz ist wichtig.
Aber wer den Holocaust dafür heranzieht, um seine Argumente aufzuwerten, betreibt keine Aufklärung, sondern Geschichtsrevisionismus schlimmster Art.
Solche Vergleiche sind nicht „radikal”, nicht „provokant”, nicht „tabubrechend” – sie sind schlicht das Letzte.
Und wer sie verwendet, sollte sich nicht wundern, wenn ihm niemand mehr zuhört.

Make America Self-Sufficient Again!
Trumps Masterplan: Die USA baut jetzt alles selbst an (und zwar besser!)
Oh, welch glorreiche Vision!
Donald Trump, der unermüdliche Prophet der amerikanischen Autarkie, hat wieder zugeschlagen.
Warum sich mit lästigen Importen wie Bananen oder Schweizer Schokolade abgeben, wenn die USA einfach alles selbst bauen und anbauen können?
Und zwar besser!
Billiger!
Großartiger!
Die Welt wird neidisch sein, wenn sie sieht, wie Amerika sich endlich von der Tyrannei der ausländischen Güter befreit.
Wer braucht schon Ecuador, Costa Rica oder diese anderen „Bananenrepubliken”?
Die USA werden ihre eigenen Bananen anbauen – und zwar die patriotischsten, rot-weiß-blauesten Bananen der Welt!
Vielleicht sogar mit einem kleinen Trump-Logo auf der Schale.
„Bigly Bananas – They’re YUGE!”
Und falls sie nicht wachsen?
Fake News!
Die Klimaanlagen in den Gewächshäusern werden von Kohlekraftwerken betrieben – wie Gott es vorgesehen hat.
Australien?
Überbewertet.
Die USA werden ihre eigenen Kängurus züchten, und zwar aggressiv freie Kängurus, die kein sozialistisches Gesundheitswesen brauchen.
Sie springen nicht nur, sie fliegen – dank amerikanischer Ingenieurskunst und ein bisschen Helium.
Und wenn sie doch mal ausbüxen?
Kein Problem, dann gibt’s bald „Känguru-Jagd-Saison” – mit AR-15, versteht sich.
Afrika hat den Elefantenvorteil – aber nicht mehr lange!
Trump wird die ersten „Made-in-USA-Elefanten” in den Everglades aussetzen.
Sie werden doppelt so groß sein und goldene Stoßzähne haben (optional mit Diamanten erhältlich).
Und falls sie mal ausrasten? Einfach gegen eine Mauer laufen lassen – die Mexikaner zahlen dafür!
England kann sich seinen überteuerten Earl Grey behalten. Texas wird jetzt seinen eigenen schwarzen Tee anbauen – mit einer Prise Freiheit und einer Kugel Öl im Aroma.
„Lone Star Tea – Brewed with Liberty (and a hint of fracking fluid).”
Und wenn er nicht schmeckt?
Dann war’s halt Absicht – Hauptsache, er ist *nicht britisch*.
Frankreich zittert schon!
Die USA werden ihren eigenen Champagner brauen – natürlich aus Michigan, wo das Wasser so rein ist wie Trumps Steuererklärungen.
„Trumpagne – The Best Bubbles, Some Say the Best Bubbles Ever.”
Und wenn er nach Motorenöl schmeckt?
Das ist kein Fehler, das ist *Innovation*.
Russland und Iran können ihren Kaviar behalten – bald gibt’s „Mississippi Beluga”, gezüchtet in den reinsten Gewässern der Nation (nachdem die Umweltbehörde aufgelöst wurde).
Jeder Eierlikör schmeckt nach Freiheit und ein bisschen nach Industrieabwasser.
Aber hey – Hauptsache „Buy American”!
Österreich?
Nie gehört. Aber Wisconsin wird das beste Schnitzel der Welt machen – aus reinem amerikanischem Kalb (oder notfalls Soja, aber *patriotischem* Soja).
Serviert mit „Freedom Fries” und einem Schuss High-Fructose-Corn-Syrup.
Und wenn es zäh ist?
Dann war’s Absicht – wir nennen es jetzt „Trump-Steak”.
Wer braucht schon Globalisierung, wenn man einfach alles selbst bauen und anbauen kann?
Und falls es doch nicht klappt – dann war’s bestimmt die Schuld der Demokraten, der Chinesen oder der „Woke-Kängurus”.
Aber eines ist sicher: Die USA werden „niemals” wieder auf andere Länder angewiesen sein.
Außer vielleicht für Lithium, Seltene Erden, Mikrochips, Medikamente, und … ach, vergesst es.
MAGA! (Make Autarky Great Again).

Wenn der Himmel brüllt
Lady Hazel von Blitzfell erzählt
Heute, 16 Uhr Ortszeit, Koordinaten: Südflügel des Palazzo dei Venti,
Hausbibliothek mit direkter Verbindung zur windumspielten Veranda.
Ich lag, wie es sich für eine Dame meines Standes geziemt, auf dem mit Moosfasern gepolsterten Diwan. Mein Mensch – der Literat, der Tüftler, der Denker – hatte es sich neben mir bequem gemacht, mit einem leuchtenden Lesegerät, das flimmerte wie ein gezähmter Sturm im Taschenformat und ihm Gedanken in den Kopf schreibt.
Die Tür zur Veranda stand offen.
Die Luft schmeckte nach Kupfer und Vorahnung.
Ich roch es, bevor es geschah.
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Der heilige Rausch
Betrachtungen zum Hochamt des Bollerwagens
Einmal im Jahr, wenn der Frühling die Biergärten auftaut und die Vögel ahnungslos weiter zwitschern, bricht er an: der „Männertag” oder „Vatertag” – jenes Ritual aus archaischen Zeiten, das uns eindrucksvoll beweist, wie tief verwurzelt der Homo sapiens im emotionalen Feuchtbiotop seiner Vorfahren steckt.
Es ist der Heilige Feiertag des heiligen Vollrauschs, das Vatikanische Konzil der Hopfenjünger, der Urknall der Testosteronromantik.
Und es kommt immer schlimmer, als man sich erinnern kann.
Mit martialischer Entschlossenheit und feuchten Augen der Vorfreude ziehen sie aus, die Pilger der Prostata: ausgerüstet mit Bollerwagen, Bierkästen und einer Vorstellung von Männlichkeit, die irgendwo zwischen Bud-Spencer-Filmmarathon und einem Werbeclip von 1963 stehen geblieben ist.
Was fehlt, sind nur noch die Keulen, das Lendentuch und der Grunzer als sprachliche Einheit.
Aber wer braucht schon Worte, wenn man auch in Flaschen kommunizieren kann?
Das Ziel? Unklar. Der Weg? Flüssig.
Der Weg ist das Ziel, das Ziel ist der Weg – Hauptsache, es knallt.
Kilometer um Kilometer ziehen sie durch Wälder, Wiesen und Wohnsiedlungen, ihre Routen verlaufen frei nach Schnapsnase und GPS-Glück, unterbrochen nur von strategisch wichtigen Tankstellen und tragischen Stürzen über die eigenen Füße.
Und natürlich darf er nicht fehlen, der unvermeidliche Moment, in dem mindestens ein Teilnehmer würdevoll seinen Mageninhalt ins Gebüsch übergibt – eine Art ritueller Reinigung, die offenbar zum spirituellen Kern dieser Festivität gehört.
Was an anderen Tagen als „öffentliches Ärgernis“ oder „Belästigung“ durchgeht, wird an diesem einen Tag zur Kulturleistung erhoben.
Wo sonst Alkoholprobleme Anlass zur Sorge geben, ist nun das gezielte Trinken bis zur Selbstverleugnung ein Ehrenkodex.
Der Blutalkoholspiegel ist das Maß aller Dinge, der IQ ein vernachlässigbarer Kollateralschaden.
Derjenige, der am längsten lallt, hat gewonnen – auch wenn niemand mehr weiß, worum es ging.
Feuchtfröhlich ins Patriarchat
Doch halt!
Der „Männertag!” oder „Vatertag” ist mehr als nur Trunkenheit auf Achse.
Er ist eine Art Rücksturz in ein Paralleluniversum, in dem der Mann noch Mann sein darf – also laut, stinkend und emotional nur in Form von Schreiduellen und Schubsern auffällig.
„Männerfreundschaft“ äußert sich hier in Schulterklopfern, die an Körperverletzung grenzen, und im gemeinsamen Urinieren gegen den Wind.
Die Zivilisation bleibt zu Hause, während der primitive Reflex spazieren geht.
Natürlich könnte man den Tag auch als echten „Vatertag” begehen, also wirklich: Väter ehren, Verantwortung feiern, vielleicht mit der Familie grillen und die Kinder hochleben lassen.
Aber das wäre ja fast schon ein gesellschaftlicher Beitrag – und der passt schlecht in den Bollerwagen.
Stattdessen wird die Männlichkeit gefeiert, wie sie die Werbeindustrie von Biermarken in den 60ern definiert hat: mit Hopfen, Hau-drauf-Humor und einem Selbstbild, das irgendwo zwischen Cowboy und Bauarbeiter schwankt.
Das Morgen danach: ein Kater und kein Königreich
Und dann kommt das bittere Erwachen – wortwörtlich.
Der nächste Morgen bringt nicht nur Kopfschmerzen, sondern auch die leise Ahnung, dass die „großartige Tour“ in Wahrheit eine kreisförmige Wanderung um den nächsten Parkteich war.
Der Heldenmut weicht der Migräne, der Gruppenzusammenhalt der gegenseitigen Funkstille.
Die leeren Flaschen bleiben zurück wie Artefakte einer untergegangenen Kultur, in der es einst hieß: „Einer muss noch gehen!“
Doch keine Sorge – in genau einem Jahr ist es wieder so weit.
Dann heißt es wieder: „Prost, Männlichkeit!”
Die Tradition lebt weiter, solange es Bier, Bollerwagen und das Bedürfnis gibt, sich an einem einzigen Tag so daneben zu benehmen, dass es für die restlichen 364 reicht.
Denn wenn der Pegel mehr zählt als der Verstand, ist der Männertag nicht nur ein Feiertag – er ist eine warnende Legende auf zwei Beinen.

Von Bismarck zu Merz?
Wie linke Aktivisten Deutschland erneut zum Kriegstreiber stempeln
Von Dietmar Schneidewind, Journalist
Berlin.
Seit Kanzler Friedrich Merz (CDU) die Aufhebung von Reichweitenbeschränkungen für deutsche Waffenlieferungen an die Ukraine verkündete, überschlagen sich die Reaktionen.
Während Moskau mit „unumkehrbaren Konsequenzen“ droht, erleben deutsche Debattenräume eine makabre Geschichtsstunde von woker linksradikaler Seite: In sozialen Medien und auf „Friedens“-Demos wird Merz bereits als „Kriegskanzler“ verunglimpft – und Deutschland pauschal als ewiger Aggressor dämonisiert.
Die dreiste Gleichung: Waffenlieferungen = Kriegsschuld 3.0
„Deutschland hat 1914 und 1939 die Welt ins Verderben gestürzt – und jetzt legt Merz den Grundstein für Round Three!“, hetzt ein „Antifa“-Aktivist auf Twitter mit über 10.000 Likes.
Auf Protestplakaten vor dem Bundestag prangt Merz’ Konterfei mit Pickelhaube, daneben die Aufschrift: „Die deutsche Kriegsmaschine rollt wieder!“
Selbst in linken Talkshows wird die absurde These vertreten, die Lieferung von Taurus-Raketen an ein angegriffenes Land sei moralisch gleichzusetzen mit Hitlers Überfall auf Polen.
Moskaus nützliche Idioten?
Besonders pikant: Die Argumentation der selbsternannten „Friedensbewegung“ deckt sich frappierend mit Kreml-Propaganda.
Russische Staatsmedien zitieren begeistert deutsche „Experten“, die behaupten: „Die Berliner Eliten haben nichts aus der Geschichte gelernt.“
Dabei ignorieren beide Seiten, dass:
- 1914⁄1939 Deutschland Angreifer war – 2024 die Ukraine verteidigt wird
- Reichweitenlockerungen Defensivwaffen betreffen, keine Invasionstruppen
- ausgerechnet Putin mit seiner Annexionspolitik Hitler-Zitate bedient
Historiker entsetzt: „Pervertierung der Erinnerungskultur“
„Diese Vergleiche sind nicht nur falsch, sie relativieren die NS-Verbrechen“, empört sich Prof. Hedwig Richter (Bundeswehr-Universität München).
Tatsächlich nutzen die Protestierenden bewusst deutsche Schuldkomplexe als emotionales Druckmittel – eine perfide Taktik.
Die Realität: Was Merz wirklich beschloss
Tatsächlich hat die Bundesregierung lediglich grünes Licht gegeben für Präzisionsschläge auf russische Logistikzentren hinter der Front, aber keine Angriffe auf Moskau oder Zivilziele.
„Wir liefern keine Waffen für Eroberungskriege, sondern für die Befreiung besetzten Gebiets“, stellt Bundeskanzler Merz klar.
Fazit: Wenn „Nie wieder!“ zum Kampfbegriff gegen Demokratie wird
Die Instrumentalisierung deutscher Kriegsschuld durch militante woke „Pazifisten“ offenbart eine zynische Strategie:
Statt Putins Imperialismus zu bekämpfen, wird das eigene Land zum Sündenbock stilisiert.
Merz mag umstritten sein – aber ihn zum Nachfolger von Kaiser und Führer zu erklären, ist kein Aktivismus, sondern Geschichtsklitterung.

Fordern, aber nicht fördern
Wie die „Bundesagentur für Arbeit” ihre Versprechen verspielt
Als im Jahr 2004 aus dem „Bundesamt für Arbeit” („Arbeitsamt“) die „Bundesagentur für Arbeit“ („Arbeitsagentur”) wurde, versprach die Politik nicht weniger als einen Neustart.
Weg von der trägen Behörde, hin zu einem modernen Dienstleister des Arbeitsmarktes.
Ein „Kunde“ sollte der Arbeitslose nun sein, betreut, unterstützt, vermittelt.
Der Grundsatz „Fördern und Fordern“ wurde zum Mantra einer neuen Ära, doch über zwanzig Jahre später scheint von diesem Versprechen nicht viel geblieben zu sein – außer dem Zwang zur Unterschrift unter eine immer gleiche Eingliederungsvereinbarung.
Ich habe mit Menschen gesprochen, die sich arbeitslos gemeldet haben, oft mehrfach.
Die Geschichten ähneln sich, ob Akademikerin in den Vierzigern, junger Mann mit Ausbildungsabbruch oder Familienvater auf Jobsuche nach einer Kündigung: Fast alle berichten von Gleichgültigkeit, bürokratischem Automatismus und einer Beratung, die oft nicht mehr ist als ein Termin zur Fristwahrung.
„Alle sechs Monate das gleiche Papier, immer dieselben Phrasen“, sagt Petra M., 43, gelernte Mediengestalterin, die nach der Insolvenz ihres Betriebs in die Arbeitslosigkeit rutschte.
Sie habe ihre Unterlagen „zehnmal hochgeladen, dreimal ausgedruckt mitgebracht“, doch Rückmeldungen gebe es selten.
Vermittlungsvorschläge?
„Meist unpassend. Einmal sollte ich in einem Callcenter arbeiten – ohne Kundenkontakt, was absurd ist.“
Der zuständige Sachbearbeiter habe ihr gesagt, sie müsse „auch mal flexibel sein“.
Auf der anderen Seite sitzen Mitarbeitende, die ebenfalls unter Druck stehen. Zielvorgaben, Kontrollpflichten, Aktenberge.
Ein ehemaliger Mitarbeiter, der anonym bleiben möchte, beschreibt es so: „Wir haben keine Zeit für Menschen, nur für Prozesse.“
Der Computer entscheide, wann jemand wieder eingeladen wird, die Software generiere Vorschläge, oft automatisch.
„Manche Kolleginnen und Kollegen glauben noch an ihre Aufgabe. Andere resignieren. Und wer engagiert berät, wird ausgebremst – weil es das System nicht vorsieht.“
Die „Förderung“ ist zum Nebenschauplatz verkommen.
Wer eine Weiterbildung beantragen will, braucht Geduld und Glück.
Maßnahmeplätze sind begrenzt, Bewilligungen zäh.
Oft steht am Ende ein ablehnender Bescheid – mit der Begründung, man sei „vermittelbar“ oder die Maßnahme „nicht zielführend“.
Für Menschen, die wirklich etwas ändern wollen, ist das frustrierend.
Für ihre Motivation mitunter fatal.
Was fehlt, ist Vertrauen.
In die Institution, in ihre Vertreter.
„Ich habe irgendwann aufgehört zu fragen“, sagt Manfred K., 29, der nach einem Outsourcing aus dem Job fiel und sich Hilfe wünschte – vergeblich.
„Es fühlt sich an, als sei man nur noch eine Pflicht, keine Person mehr.“
Dass sich trotz Reformrhetorik wenig verändert hat, ist nicht nur ein Versäumnis der Behörde, sondern Ausdruck eines politischen Willens, der oft mehr auf Statistik als auf Schicksale setzt.
Die Zahl der Arbeitslosen sinkt?
Gut.
Aber zu welchem Preis?
Prekäre Beschäftigung, Vermittlung in Minijobs, Wegschieben in Maßnahmen ohne Perspektive – das ist keine soziale Politik, sondern Schönfärberei.
Was es bräuchte, ist eine Rückbesinnung auf das, was „Fördern“ wirklich heißt: individuelle Betreuung, echte Beratung, passgenaue Qualifizierung, langfristige Begleitung.
Und ein System, das Zeit für den Menschen einplant – nicht nur für seine Akte.
Bis dahin bleibt die „Bundesagentur für Arbeit” oft das, was sie vor zwanzig Jahren schon war: eine Institution im Reformkostüm, die viel verspricht, aber wenig hält.
Das „Arbeitsamt“ lebt weiter – unter neuem Namen, aber mit alten Mustern.

Warum die Debatte über Sklaverei mehr Ehrlichkeit braucht
Wenn heute über „Nekropolitik“ gesprochen wird – jenen Begriff, den der kamerunische Philosoph Achille Mbembe prägte, um die Macht über Leben und Tod zu analysieren –, richtet sich der kritische Blick meist in eine Richtung: auf die koloniale Gewalt des Westens, den transatlantischen Sklavenhandel, den Rassismus der Gegenwart.
Diese Perspektive ist wichtig.
Sie ist notwendig.
Leider ist und bleibt sie auch auffällig einseitig – und blendet ganze Kapitel globaler Geschichte aus.
Lange bevor europäische Kolonialreiche im 16. Jahrhundert ihre grausamen Netze des Menschenhandels spannten, existierte bereits ein weitreichendes Sklavensystem in der islamischen Welt.
Vom 7. Jahrhundert an wurden Millionen Menschen, vor allem aus Afrika südlich der Sahara, aus dem Kaukasus und Südosteuropa verschleppt und versklavt – für Arbeit, Militärdienst oder als Haremswächter.
Der transsaharische, der osmanische und der sogenannte „arabische“ Sklavenhandel waren integraler Bestandteil frühislamischer und später islamischer Ökonomien und Imperien.
Doch wer diesen historischen Fakt heute ausspricht, läuft Gefahr, in bestimmten Kreisen als „rassistisch“ oder „islamfeindlich“ diffamiert zu werden.
Vor allem im akademischen Milieu und innerhalb woker linker Diskurse wird der Hinweis auf die islamische Beteiligung am globalen Sklavenhandel oft als Relativierung der kolonialen Schuld Europas missverstanden – oder bewusst skandalisiert.
Dabei geht es keineswegs um eine Verharmlosung der westlichen Kolonialverbrechen, sondern um historische Genauigkeit und geistige Redlichkeit.
Achille Mbembe hat mit seinem Begriff der Nekropolitik eine kraftvolle Denkfigur geschaffen.
Er zeigt auf, wie moderne Staaten – postkoloniale ebenso wie kapitalistische – über das Leben bestimmter Gruppen verfügen, indem sie ihnen Schutz verweigern, sie ausgrenzen, verelenden oder gar vernichten lassen.
Nekropolitik ist die Fortsetzung des Krieges mit anderen Mitteln: nicht durch direkte Gewalt, sondern durch strukturelle Vernachlässigung, durch das Entziehen der Lebensgrundlagen.
Diese Theorie ist allerdings nicht frei von Blindstellen.
Denn obwohl Mbembe den Kolonialismus analysiert – auch jenen in Afrika – legt er den Fokus fast ausschließlich auf westliche Machtformationen.
Die koloniale Gewalt islamischer Reiche, ihre Sklavensysteme, ihre ethnischen Hierarchien und imperialen Kriege bleiben weitgehend unbeleuchtet.
Hier zeigt sich ein typisches Defizit vieler postkolonialer und dekolonialer Ansätze:
Sie entwerfen ein Deutungsraster, in dem die Welt in Täter und Opfer aufgeteilt ist – und der Westen stets der Täter bleibt.
Die Fakten sind historisch gut belegt.
Der Sklavenhandel in der islamischen Welt war zahlenmäßig vergleichbar mit dem transatlantischen.
Schätzungen sprechen von bis zu 17 Millionen Menschen, die zwischen dem 7. und dem 20. Jahrhundert durch arabische, persische und osmanische Händler versklavt wurden.
Viele überlebten die brutalen Transporte nicht; andere verschwanden in den Palästen, Haushalten und Armeen der islamischen Oberschichten.
Besonders perfide: Während die europäischen Kolonialreiche ihre Sklaven als reproduktive Arbeitskräfte betrachteten, wurden männliche Sklaven in islamischen Reichen häufig kastriert.
Die Sterberaten unter ihnen waren hoch.
Und auch wenn es keine systematische „rassistische“ Ideologie im modernen Sinne gab, bestanden durchaus ethnische Hierarchien: Schwarze Afrikaner wurden häufig als minderwertig angesehen – ein Echo, das sich bis in moderne arabische Gesellschaften zieht.
Warum also diese massive Scheu, diese historisch selektive Empörung?
Ein Teil der Antwort liegt im politischen Klima.
In Zeiten zunehmender Islamkritik in Europa fürchten viele Linke, mit solchen Hinweisen Wasser auf die Mühlen rechter Kulturkämpfer zu gießen.
Eine edle Absicht – doch sie führt in eine moralische Schieflage.
Denn eine ehrliche Auseinandersetzung mit der Geschichte darf nicht vor religiösen oder kulturellen – und vor allem nicht mit ideologischen – Empfindlichkeiten haltmachen.
Wer Erinnerungspolitik betreibt, muss sie ganz betreiben – oder gar nicht.
Alles andere ist selektive Empörung und damit eine Form von kognitiver Nekropolitik:
Auch hier wird entschieden, welches Leid zählbar ist, und welches ignoriert werden darf.
Die Geschichte der Sklaverei ist eine Geschichte globaler Gewalt, nicht exklusiv europäischer Schuld.
Wer sich ernsthaft für Menschenrechte, Gerechtigkeit und historische Aufklärung einsetzt, muss auch den Mut haben, diese unbequemen Kapitel der islamischen Geschichte zu benennen – ohne deshalb in pauschale Islamkritik zu verfallen.
Nekropolitik darf kein Einbahnstraßenkonzept sein.
Es braucht einen offenen, kritischen, multiperspektivischen Diskurs.
Nur dann können wir verhindern, dass Erinnerung selbst zur Waffe wird – und Geschichte zu einer Bühne für ideologische Kämpfe, in denen nicht Aufklärung zählt, sondern Gesinnung.

Der Bauernkrieg, der das Heilige Römische Reich im frühen 16. Jahrhundert wie ein Sturm erschütterte, entstand aus jahrzehntelanger Unterdrückung und sozialer Ungerechtigkeit.
Das Reich befand sich zu dieser Zeit in einem Zustand des Wandels, durchdrungen von Spannungen und aufkeimenden Konflikten zwischen den privilegierten Adelsklassen und dem zunehmend verzweifelten Bauernstand.
Die Forderungen der Bauern nach mehr Gerechtigkeit und Selbstbestimmung stießen auf eine herrschende Klasse, die fest entschlossen war, ihre Privilegien um jeden Preis zu verteidigen.
Dieser Aufstand, der von den ersten lokalen Rebellionen im Jahr 1524 bis hin zu den großflächigen Erhebungen im Frühjahr 1525 führte, war keineswegs ein bloßer Aufruhr hungernder und elender Menschen.
Vielmehr war er ein politisch motivierter Widerstand, durchdrungen von den reformatorischen Gedanken der Zeit, die seit Martin Luthers Thesenanschlag im Jahr 1517 in ganz Deutschland verbreitet wurden.
Der Bauernkrieg wurde zu einer Bewegung, die die alten Ordnungen infrage stellte und soziale sowie politische Umwälzungen forderte.
Das „Manifest der Zwölf Artikel“, das die Bauern in Memmingen formulierten, stellte den Anspruch auf Freiheit, gerechtere Abgaben und mehr Autonomie und wurde zur Grundlage für ihre Bestrebungen.
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Die Katholische Kirche hat ein neues Oberhaupt – Papst Leo XIV. alias Robert Francis Prevost.
Laut „Insiderwissen“ war Pietro Parolin, Kardinalstaatssekretär, also der ranghöchste Diplomat des Vatikans, der Favorit auf den Heiligen Stuhl.
Nach der vierten geheimen Wahl wurde Robert Francis Prevost allerdings neuer Papst.
Das Konklave, die Wahl des neuen Papstes, findet traditionell in der Sixtinischen Kapelle im Vatikan statt.
Seit 1878 versammeln sich dort die wahlberechtigten Kardinäle, um unter strenger Geheimhaltung den neuen Papst zu bestimmen.
Während des Wahlprozesses sind sie von der Außenwelt abgeschottet – kein Kontakt zu Medien, keine Kommunikation nach außen.
Vorher müssen die Kardinäle einen Eid schwören, dass sie nichts nach außen dringen lassen.
Falls jemand dies täte, kann er exkommuniziert werden.
Die Wahl folgt festen Regeln:
Nach einer Messe im Petersdom ziehen sich die Kardinäle in die Kapelle zurück, wo sie bis zur Wahl eines neuen Papstes bleiben.
Die Abstimmungen erfolgen geheim, und erst wenn eine Zweidrittelmehrheit erreicht ist, wird der neue Papst verkündet – begleitet vom berühmten weißen Rauch, der aus der Kapelle aufsteigt.
Ein Mitarbeiter des Herder-Verlags will nun gehört haben, von einem „Insider“, also einem wahlberechtigten Kardinal, dass Pietro Parolin der nächste Papst wohl werden sollte.
Schon vor dem Einmarsch in die Sixtinische Kapelle hätte er „die Hälfte der erforderlichen Stimmen“ gehabt.
Der Herder-Verlag ist einer der führenden Verlage für Theologie und Religion.
Er veröffentlicht zahlreiche theologische Fachbücher und Zeitschriften, darunter Werke von bekannten Theologen und sogar Päpsten.
Es galt also als „gesichert“ – so nennt man es heute, wenn etwas angeblich unumstößlich ist – dass Kardinal Parolin der nächste, also der 267-te, Papst sein sollte.
Der Papst gilt als gewählt, wenn er mindestens eine Zweidrittelmehrheit erreicht hat.
Wenn Parolin schon, wie von dem Mitarbeiter des Herder-Verlags genannt, „die Hälfte der erforderlichen Stimmen“ gehabt hätte, hieße dies, er hätte knapp 33 Prozent der Stimme auf sich vereinigen können.
Zudem solle Prevost bei der ersten Wahl auf dem letzten Platz gelegen haben.
Lieber Mitarbeiter des Herder-Verlags, kann es sein, dass Ihnen die Fantasie durchgegangen ist?
Wie wollen Sie dies alles gewusst haben?
Klar, Sie dürfen nichts preisgeben – Quellenschutz!
Zudem würde ja ihre Quelle exkommuniziert und das wollen Sie nicht.
Die einige undichte Stelle hat sich Ihnen offenbart, niemandem anders.
Kann es sein, dass Sie einfach irgendetwas verbreitet haben?
Fakten, bitte!