Verbalmassaker

Schweißgebadet schreckt Thomas auf und setzt sich aufrecht ins Bett. Da waren die Szenen wieder.
Er befand sich inmitten von Demonstranten, die immer wieder „Wir sind friedlich, was seid Ihr?” in Richtung der Polizei skandierten. Plötzlich rückte die Polizei ohne ersichtlichen Grund aus, prügelte wie wild auf die Demonstranten ein und verscheuchte sie, obwohl diese nichts getan hatten. Einer von ihnen verlor sogar sein Augenlicht.
Diesen Albtraum macht Thomas immer wieder durch.

Thomas gehörte vor knapp zehn Jahren zur Horde von radikalen und aufgehetzten Demonstranten, die vor der Polizei stand und laut gebetsmühlenartig „Wir sind friedlich, was seid Ihr?” riefen. Gleichzeitig warfen sie immer wieder mit voller Absicht gezielt kleine Steine gegen die Visiere der Polizisten, die vor ihnen standen. Diese blieben ruhig, obwohl der Steinhagel, der schon über längere Zeit auf sie einprasselte, zu nerven begann. Das schnelle „Tack-Tack-Tack” der Steine, die auf die Visiere trafen, rieb stetig die Nerven auf, weil es nicht aufhörte.
Die Polizei hatte mehrmals schon die Demonstration für aufgelöst erklärt, doch die Demonstranten hielten sich nicht daran und provozierten die Polizisten weiter, mit nicht-endenwollenden Sprechchören und Steinhagel.

Im Vorfeld der Demonstration hatten sogenannte „Trainings” stattgefunden, bei denen gezeigt wurde, wie man sich verhält, wenn man sich im „passiven Widerstand befindend” von der Polizei wegtragen lässt.
Dort wurden auch Windeln als Mittel für das Durchhalten angepriesen nach dem Motto: „Falls es länger dauert und Ihr nicht wegkönnt, wenn es drückt.”.
Auch wurden Zelt- und andere Planen verteilt, falls die Polizei Wasserwerfer einsetzen sollte. Man hatte also mit allem gerechnet und nahm es in Kauf.

Da die Organisatoren der Demonstration immer und immer mehr Leute in den Schlossgarten schickten, musste die Polizei irgendwann durchgreifen. Sie ließ mehrmals über Lautsprecher verkünden, dass unter Einsatz von Wasserwerfern die Demonstration auflöst würde, wenn die Demonstranten nicht freiwillig gingen. Diese interessierte es aber nicht. Sie machten einfach weiter.
Dann rieselte es Wasser. Immer wieder warnte die Polizei Demonstranten, sie mögen sich aus der Schusslinie des Wasserwerfers entfernen. Diese hielten ihre Planen fest und blieben (noch) stehen.
Ein besonders penetranter Demonstrant suchte immer wieder den Wasserstrahl und breitete auch die Arme aus.
Er wurde mehrmals aufgefordert, aus dem Bereich des Wasserwerfers zu gehen, kehrte aber immer wieder dorthin zurück. Es passiert ein Unfall, bei dem der Wasserstrahl den Mann ins Gesicht traf. Er erblindete leider fast.

Der Rädelsführer der Demonstration sagte als Erstes lapidar: „Solche Bilder brauchen wir.”

Die selbsternannten Widerständler stilisierten diesen Tag zu ihrem eigenen Gedenktag hoch, zum sogenannten „Schwarzen Donnerstag”, damit sie ihre eigenen Niderlage nicht in Vergessenheit geriet.

Die Rädelsführer besorgten sich einen alten Wasserwerfer und zogen damit bei jeder Montagsdemo oder Spontandemo umher. So provozierten sie ihre Sympathisanten und nutzten deren Emotionen zum Hass gegen die Polizei aus.
Sie hetzten permanent gegen die Polizei als „Prügel-Polizei”, um Stimmung gegen diese zu machen und sich selbst reinzuwaschen.

Ein Untersuchungsausschuss und auch Gerichte kamen nach ein paar Jahren zu dem Schluss, dass Teile des Polizeieinsatzes nicht rechtmäßig waren. Das war gefundenes Fressen für die „friedlichen Demonstranten”. Sie stilisierten alles ins unermesslich Schlimme und behaupten, dass sie ja immer gesagt hätten, dass es sich um eine „Prügel-Polizei” gehandelt habe.
Dass nur Teile des Einsatzes nicht rechtmäßig waren, sagten sie nicht, sie behaupteten es von dem ganzen Einsatz.
Dass welche von den Radikalen, die zu ihnen gehörten, Baumaschinen zerstört oder Material kaputtgemacht hatten, war plötzlich nicht mehr wichtig. Auch hatten sie „vergessen”, dass sie Bauzäune zerstört hatten, um auf die Baustelle zu kommen. Einzig und allein zählte die „hehre gemeinsame Sache”. Sie verbreiteten Lügen – Heute würde man „Fake-News” sagen. – von der Demonstration. Diese wurden in unregelmäßigen Abständen wiederholt.
Eine Lüge wird allerdings nicht zur Wahrheit, nur weil man sie immer wiederholt.

Sie vergessen nur, dass die Beurteilung des Polizeieinsatzes als stellenweise unrechtmäßig ihnen keinen Ablassbrief ausstellt.
Von den Demonstranten wurden auch viele wegen Sachbeschädigung, Haus- und Landesfriedensbruch, und Beamtenbeleidigung oder Widerstand gegen Vollzugsbeamte sowie Körperverletzung verurteilt. Dies verschwiegen sie aber. Sowas passt ja nicht zum „großen Plan”.

Wie es immer bei selbsternannten Revolutionären ist, feiern sie sich selbst und sehen sich als „Friedensengel” an. Die Eigensicht und die Fremdsicht (anderer auf sie) differiert hier gewaltig.
Zeugen, die die Demonstration und deren Ausgang mit der Niederlage für die „Revoluzzer” beobachteten, erzählten von der aggressiven Stimmung der Demonstranten gegenüber der Polizei. Sie sagten einhellig, dass diese die Lage selbst herbeigeführt hätten. Manche meinten auch, dass der Fast-Erblindete selbst schuld an seiner Lage sei, da er immer wieder den „Wasserstrahl gesucht” habe.

So tragisch es für manche sein mag, eine Niederlage ertragen zu müssen, so zweideutig verhielten sich die Rädelsführer, die immer noch nach über zehn Jahren nicht anerkennen wollen, dass ihr Protest nichts gebracht hat.
Sie sonnen sich in ihren angeblichen Erfolg, der einzig und allein darin besteht, dass Teile des Polizeieinsatzes gerügt wurden.

Der Bahnhof – Stuttgart 21 (S21) – wird gebaut.

Sie schmähen den Baufortschritt und verbreiten Falschinformationen, indem sie behaupten, alle träten auf der Stelle und es passiere nichts. Laut ihrer irrigen Darstellung kann man alles noch rückbauen und den so Kopfbahnhof renovieren.
Schade nur, dass sie so von ihrer eigenen Utopie so geblendet sind, dass sie außer Acht lassen, dass es nie eine Kostenerhebung und Kostenrechnung für die Renovierung des Kopfbahnhofes gegeben hat.
Sie gehen lieber jeden Montag auf die Straße und tun so, als könnten sie gegen den weit fortgeschrittenen Bau noch etwas unternehmen. Dass Einzige, was sie tun ist, sich und ihre Bekannte zu blenden.
Sie sind auf dem Stand von vor zehn Jahren stehengeblieben.
Vor zehn Jahren konnten sie erzählen, dass alles noch in der Schwebe sei, doch Anbetracht der heutigen Lage ist dies nur noch lächerlich.
Dies bemerkt man auch, wie sich immer noch ihre Taten zu rechtfertigen versuchen.
Wenn zum Beispiel in Blogs über die reinen Fakten von „Stuttgart 21″ berichtet wird und man dann auf die teilweise radikalen Handlungen bei Demos zu sprechen kommt, springt mindestens einer der „Revoluzzer” darauf an und versucht eine Diskussion anzuzetteln, dass man nicht vergessen dürfe, dass der (ganze) Polizeieinsatz unrechtmäßig gewesen sei. Dass diese Aussage nur teilweise stimmt, ist ihnen egal, Hauptsache sie können über ihre Taten hinwegsehen und andere darüber täuschen.

Es hört sich nur noch an wie das bockige Gehabe kleiner Kinder, die ihren Willen nicht bekommen haben.

Ab nächster Woche kann der Einzelhandel wieder unter Auflagen seine Pforten öffnen. Mittels eines Stufenplans wird es auch wieder Öffnungen in der Gastronomie und vielem mehr geben.
Aber wie man es kennt, schimpfen viele wieder herum.

Erst konnte es nicht schnell genug gehen für die Einzelhändler, nun ist es wieder nicht richtig.

Der kleine Schritt des englischen Mischmasch-Wortes „Click and Meet“ genügt dem Einzelhandel erstmal nicht als ersten Schritt, wie verlautbart wurde.

Wenn die Inzidenz stabil bleibt, kann es aber wieder Öffnungen im großen Umfang geben.
Dann können Einkaufszentren wieder öffnen, aber iregendwann alle Geschäfte auch wieder.

Der nächste Schritt sieht dann vor, dass erstmal die Außengastronomie dran, da bekannt ist, dass dort die Ansteckung durch Aerosole geringer ist als in Restaurants selbst.

In langsamen Schritten mit Auge auf die Inzidenz wird dann peu a peu geöffnet.

In Böblingen hat der Inhaber der Schönbuch-Brauerei mit angeschlossener Gastronomie auch geklagt auf höchstem Niveau.
Er meinte, die Öffnungen kämen zu schnell, da man als Brauer die Produktion nicht mal eben so beschleunigen könnte und auch wenn plötzlich bei steigender Inzidenz wieder geschlossen werden müsse, könnte man nicht einfach wieder alles auf null herunterfahren.

Was nicht nur hier ein Paradebeispiel ist, ist leider das Hickhack der Gewerbetreibenden bei uns in Deutschland.

Vor knapp einem Jahr hat die Weltgesundheitsorganisation die Pandemie ausgerufen.

So wie es scheint, hat aber niemand von den Gewerbetreibenden in diesem Jahr des Lockdowns und damit einhergehenden Verzichts nachgedacht.
Viele Betreiber von Bekleidungsgeschäften klagen darüber, dass sie „verderbliche Waren“ hätten. Sie argumentieren, dass sie die Winterkollektion, die sie nicht losgeworden sind, wegwerfen könnten, da es im nächsten Jahr eine neue Winterkollektion gäbe.
2020 war ein Ausnahmejahr, indem es vorrangig darum ging, Menschen vor einer potenziell tödlichen Krankheit zu schützen.
Man könnte im Winter 2021/2022 die aktuelle Winterkollektion verkaufen.

Die Zeit der Pandemie hat niemand genutzt, um über die Lage wie Modediktatur, Konsumzwang und vieles mehr nachzudenken.

In Deutschland gibt es momentan drei Impfstoffe: der von Biontech, der von Moderna und der von AstraZeneca. Während man von Modern so gut wie nichts hört, hört man von Biontech und AstraZeneca umso mehr.

Nachdem alle laut nach einem Impfstoff gegen die Corona-Pandemie geschrien haben, scheint es mal wieder nicht richtig zu sein, was momentan verimpft wird.

Es geht dabei nicht um die Beschaffungslogistik.

Nachdem die ersten Chargen von BionTech / Pfizer verimpft wurden, wird nun mit dem Impfstoff von AstraZeneca geimpft.
Beschäftigte in Impfzentren erzählen davon, dass viele Menschen beim Aufklärungsgespräche explizit nach dem Impfstoff „Comirnaty“ von BionTech fragen.
Nicht gerade wenige haben es abgelehnt, den Impfstoff von AstraZeneca zu bekommen.
Dann kommen Nachrücker an die Reihe.

Generell scheint es in der Bevölkerung eine Abneigung gegen dieses Vakzin zu geben.
„Comirnaty“ scheint wohl – aus welchen Gründen auch immer – das bevorzugte Vakzin zu sein, während alles andere als minderwertig angesehen wird.
Diese Sichtweise resultiert aus dem Luxusanspruch vieler Menschen, die für sich entschieden haben, dass sie sich aussuchen können, was sie geimpft bekommen.

Dieses Verhalten ist das gleiche wie an einer Klinik in unmittelbarer Nähe. In der Corona-Verordnung wurde gesagt, dass Mitarbeiter FFP2-Masken – die sogenannten „Kaffeefilter“ – tragen müssen. 

In dem Klinikum wurde diskutiert, man hätte verschiedene Muster und Marken bestellen können, damit sich jeder beim Eintreten zur Arbeit individuell entscheiden kann, welche Maske er möchte.
Dabei ging es nicht um Farben, sondern um verschiedenen Formen der Masken, wie zum Beispiel der „Kaffeefilter“, flache Formen oder die Ausarbeitung der Bänder et cetera.

Jeder scheint zu meinen, er habe in allem das Sagen und könne bestimmen, was er persönlich möchte.
Bei der Bereitstellung von Masken kann man die nehmen, die es momentan gibt.
Wenn man individuelle Vorlieben hat, kann man sich gerne welche selber kaufen und dann benutzen.

Beim Impfen ist es nicht viel anders.
Das Luxusdenken bestimmt auch hier den Anspruch der Zuimpfenden, nicht die Wirksamkeit.

Es geht um die Eindämmung einer Pandemie und das Retten vieler Menschen und nicht um die Befindlichkeit des eignen Egos.

Ein Virologe formulierte es treffend: „Möchten Sie ein Medikament, das einen Husten erträglicher macht oder möchten Sie, dass das Medikament Sie vor dem Tod bewahrt?“

Laut Neuerungen der Corona-Verordnung müssen Personen, die stationäre Patienten besuchen möchten, einen negativen Corona-Test vorweisen.

Da es nicht immer möglich ist, bieten manche Krankenhäuser an, Schnelltests zu machen, wenn die Besucher kommen.

“Das ist mein Job”, erzählt der Student Eric, “Wenn Besucher kommen, müssen sie als Erstes zur Einlasskontrolle. Diese prüft, ob er eine Genehmigung hat. Erst dann kommt er zu mir.”

So wie Eric es beschreibt, ist es auch in anderen Krankenhäusern, manche haben allerdings nicht so harten Regeln, wie dort, wo Eric seinen Job versieht.

Die generellen Regeln gelten allerdings überall. 

“Ein Besuch pro Tag für eine Stunde, wenn ein negativer Corona-Test vorliegt, der nicht älter als 48 Stunden alt ist”, ist die Devise. Dazu kommt meistens noch ein Zeitraum, wann besucht werden darf, zum Beispiel zwischen 15 und 18 Uhr.

Nicht überall gibt es Listen, wer jemanden besuchen darf.

Wenn jemand besuchen möchte, wird nach dem Corona-Test gefragt.

Kann der Besucher keinen vorweisen, wird ein Abstrich genommen. Nach etwa zwanzig Minuten zeigt der Schnelltest an, ob man “positiv” (infiziert) oder “negativ” (nicht infiziert) ist.

Ist der Test negativ, darf der Besucher in der Regel hinein.

Es hat sich natürlich herumgesprochen, dass die Schnelltests nichts kosten.

So hat es schon mehrmals Beschwerden gegeben, dass sich manche Personen einen Test abnehmen lassen, nur um zu wissen, ob sie sich mit dem Coronavirus infiziert haben.

“Ich habe mich gewundert, dass die Nachnamen der sechs Besucher gleich waren”, erzählt ein anderer von der Einlasskontrolle, “Es hat mich stutzig gemacht und beim Nachhaken kam heraus, dass alle sechs nur einen Schnelltest wollten. Sie wollten nicht einsehen, dass das so nicht geht.”

Kevin erzählt, dass er sie an die Testzentren verwiesen habe, die es im Ort gibt und die eigens dafür eingerichtet wurden.
“Sie waren sauer und relativierten. Wir sollten uns mal nicht so anstellen”, sagt Kevin kopfschüttelnd.

An dem Krankenhaus, an dem Erik arbeitet, kann dies nicht passieren.
Zu den Besucherregeln muss  jeder eine Genehmigung der Station, die er besuchen möchte, vorzeigen. Erst dann kann diese Person getestet werden, falls sie keinen “negativen Befund” dabei hat.

Es herrscht leider bei vielen Krankenhäusern Nachholbedarf. 

Während ich im Büro saß und Dokumente für Statistiken aufbereitete, rief mich eine Kollegin an. Sie ist tätig in der Patientenaufnahme und am Eingangsfoyer. An diesem Tag war sie mit einer Situation vollkommen überfordert.

„Kannst du bitte zu mir kommen?“, fragte sie, „Wir brauchen einen Vermittler hier. Bitte beeil‘ Dich!“

Am Eingang für Besucher stand eine Menschentraube von 25 bis 30 Personen.
Meine Kollegin hatte mich am Telefon instruiert, ich möge meine Mitarbeiterkarte abnehmen und solle mir meinen Presseausweis umhängen.

Die Situation am Eingang war prekär.
Das Oberhaupt einer Großfamilie hatte eine schwere Operation hinter sich und befand sich auf der Intensivstation. Es sah nicht gut für ihn aus, sodass Mitglieder der Familie gekommen waren, um sich von ihm zu verabschieden.

Es herrschte allerdings die epidemische Lage nationaler Tragweite und die Delta-Variante des Coronavirus wütete.
Da es schon Ausbrüche im Krankenhaus gegeben hatte, war momentan Besucherstopp.

Da das erwähnte Familienoberhaupt wohl im Sterben lag, hatte man sich gedacht, ihn (vorsorglich) zu besuchen.
Ich wusste Bescheid, was zu tun war. Meine Kollegin hatte mich gerufen, weil jemand gedroht hatte, er wolle die Presse einschalten. Da war ich in ihren Augen der richtige, um Druck aus der Situation zu nehmen.
Ich habe Journalistik studiert und bin akkreditierter Journalist.
Jemand aus der vor dem Eingang stehendem Menschenpulk hatte schließlich nach der Presse gerufen.

Ich schlenderte also vom Verwaltungsgebäude kommend zum Eingangsbereich des Krankenhauses und tat so, als wäre ich ein „normaler“ Besucher.
Meine Kollegin ignorierte mich, denn das hatte ich vorgeschlagen. Es sollte niemand wissen, dass ich kein Besucher war.
Der Oberarzt der Intensivstation stand vor der sogenannten Einlasskontrolle und versuchte mit aufgebrachten Leuten zu reden. Es klappte kaum, denn er konnte sagen, was er wollte, er wurde angefeindet. Die potenziellen Besucher sagten immer wieder, dass das Familienoberhaupt im Sterben läge und sich jeder verabschieden wolle. Etwas weiter entfernt stand die Security und war ebenso in Endlosdiskussionen verwickelt. Die Angestellten waren genauso wie die potenziellen Besucher vollkommen überfordert.

Ich lotete die Masse der Leute aus und hörte irgendwann das Wort „Presse“.
Dem folgte ich und sprach jemanden darauf an. Er war aufbrausend und fragte mich, was ich wolle.
Ich zeigte meinen Presseausweis und sagte ihm, dass ich jemandem besucht hätte und verwundert sei, was hier passierte.
„Dann schreiben Sie, was hier passiert. Unmenschliche Zustände herrschen hier.“

Ich gab mich erstaunt und ließ mir alles berichten. Es war das Gleiche, was meine Kollegin mir berichtet hatte und was ich in der kurzen Zeit meiner Anwesenheit dort im Foyer gesehen hatte.

Er erzählte mir ziemlich hektisch und aggressiv, dass alle jetzt endlich zu seinem Vater wollten und dass alle das Recht dazu hätten.
Der Oberarzt fragte plötzlich, wer denn die Frau und der älteste Sohn des Patienten sei.
Mein Gegenüber rief, dass er das sei und der Oberarzt kam auf uns zu. Er kannte mich „glücklicherweise“ nicht.
Mein stellte sich kurz gegenseitig vor, während ich mich dezent im Hintergrund hielt.
„In Anbetracht der Lage können drei Personen zu Herrn Süleyman. Das ist nur eine Ausnahme“, sagte der Oberarzt, „Normalerweise ginge nur eine Person für eine Stunde. Wir befinden uns in der Pandemie. Ich habe entschieden, dass ich heute ein Auge zudrücke.“
Der Mann, der ebenfalls Süleyman hieß, forderte wortstark, dass die anderen auch zu seinem Vater wollten und dass dies eben so wäre in deren Kultur.
Während der Oberarzt nochmals sagte, dass er verstehen könne, dass man enttäuscht sei, aber schließlich sei man in einer Situation, die dies nicht zulasse.
Der Sohn des anscheinend im Sterben liegenden wurde ruppig und forderte mich aggressiv auf, ich solle „dies“ schreiben. Dann hätte ich „endlich“ eine Story.
Der Arzt schaute mich fragend an und ich erklärte ihn, dass ich bei jemandem zu Besuch gewesen wäre und hier zufälligerweise hineingeraten sei.
Ich versuchte zu vermitteln, doch musste merken, dass Herr Süleyman in keinster Weise bereit war, auch nur den kleinsten Kompromiss zu akzeptieren. Er beharrte darauf, dass alle hinein wollten.
Ich erklärte, dass es aus Infektionsgründen momentan nicht möglich wäre und der Oberarzt extra eine Entscheidung für diesen Fall eine Ausnahmesituation etwas erwirkt hätte.
Da Süleyman stur blieb und ich in seinen Augen mein „Fach“ nicht gelernt hätte, blieb die Situation unangenehm für alle.
Ich erklärte ihm, dass der Oberarzt an Gesetze, in diesem Falle das Infektionsschutzgesetz und an die Landes-Corona-Verordnung gebunden sei. Zudem müsse er darauf achten, dass im Krankenhaus niemand infiziert werde, wenn jemand von außen das Coronavirus hineintrage.
Das wollte der aufgebrachte Mann nicht hören, ebenso wenig, wie die anderen Familienangehörigen auch.
Sie beschimpften uns als unmenschliche „Was-auch-immer“.
Irgendwann meinte Süleyman zu mir: „Ihr Nazis haltet immer zusammen!“

Das war für mich die Aufforderung, zu gehen. Ich muss mich nicht beleidigen lassen.

Ich beobachtete die Situation noch etwas und sah, dass die Polizei mit mehreren Autos anrückte.
Meine Kollegin sagte mir später, dass die Großfamilie irgendwann gegangen sei.
Drei Leute hatten den im Sterben Liegenden besucht.

Voriges Jahr, am 27.1.2020, wurde der erste Corona-Infizierte in Deutschland identifiziert und verifiziert. Es war ein Mann aus Bayern, der auf einem Seminar mit einer chinesischen Kollegin war und sich bei ihr angesteckt hatte. 

Laut der behandelnden Ärztin war diese Krankheit neuartig, da man infiziert und infektiös sein konnte, ohne Symptome zu zeigen.
Der Ärztin wurde leider erst nicht geglaubt.

Seitdem ist ein Jahr ins Land beziehungsweise in die Welt gezogen.

Die traurige Bilanz ist, dass weltweit fast hundertmillionen erkrankt und mehr als zweimillionen Menschen leider an Corona (Covid-19) verstorben sind.
In Deutschland sind es circa 2.1 millionen Infizierte und etwas mehr als 53 000 Tote.

Am 11.3.2020 rief die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Pandemie aus, was bedeutet, dass die Seuche sich über die ganze Welt unkontrolliert ausbreitetet.
Etwas ein Dreivierteljahr danach sind endlich Impfstoffe verfügbar und viele Menschen sind schon geimpft.
Ein Licht am Ende des Tunnels ist zu sehen.

Was in dieser Zeit alles passiert ist!

Meine Gattin und ich waren im Februar vorigen Jahres auf der Intergastra, der internationalen Gastronomiemesse, in Stuttgart, als noch niemand wirklich die Krankheit ernstnahm. Es hieß, sie sei weit weg, obwohl manche Koch-Teams aus Asien zu Hause blieben, weil es bei ihnen Infizierte gab oder sie noch oder schon wieder in Quarantäne waren.
Am Wochenende wurden dann vorsorglich Automaten mit Desinfektionsmittel aufgestellt, mehr allerdings pro forma.
Bei der Kochmeisterschaft feierten wir mit Niederländern, Thailändern, Schweden und vielen anderen mehr.
Überall war ausgelassene Stimmung.

Dann wurde es ernster.
Die Zahlen in Deutschland stiegen langsam, aber stetig an. Als es knapp 27 000 Infizierte gab, wurde der erste sogenannte „Lockdown” initiiert.
Kurz vorher dachte noch niemand daran, beim Einkaufen eine Maske zu tragen.
Zu der Zeit gab es „Schlachten“ um Toilettenpapier.
Abstand wurde eingehalten, wenn es ging.

Im Sommer flachten die Zahlen der Neuinfizierten ab beziehungsweise hielten sich auf niedrigem Niveau, was auch durch die Maskenpflicht geschuldet war.
Niemanden überraschte wirklich, dass sie nach dem Sommer wieder stiegen.
Im Herbst und jetzt über den Winter kam es dann zum Fiasko. Es gab Tage, da waren die Neuinfektionen höher als die Insgesamtinfizierten im Frühjahr, als der erste „Lockdown“ kam.

In den Medien wurde die Pandemie Anfang 2020 zwar als schlimm bezeichnet, doch die Politiker spielten sie erstmal herunter.
Ich muss zugeben, dass meine Gattin und ich sie auch erst für harmlos hielten. Irgendwann kam aber das Erwachen. Leider!

Meine Gattin und ich tragen Masken und halten Abstand, vermeiden Treffen und viele Menschenaufläufe.
Wir sind nicht erkrankt.

Vorige Woche bekam ich die Impfung gegen Corona (Covid-19), weil ich an einem Arbeitsplatz tätig bin, der hoch-aerosol- und virus-behaftet ist.
Meine Gattin bekommt ihre Impfung Mitte dieser Woche. Die zweite Impfung, also die Folgeimpfung, bekommen wir Anfang und Mitte Februar.

Innerhalb der „Pandemie-Zeit“ häuften sich sogenannte Fake-News, also wissentlich gestreute Falschmeldungen.

Während Anfang 2020 noch gesagt wurde, dass die Regierung die Krankheit nicht ernstnähme – Überschrift: „Frau Merkel, diese 1000 Corona-Toten gehen auf Ihr Konto.“ – veränderten sich die Hetzkampagnen in genau das Gegenteil.
Es wurde gegen die Regierung gehetzt, dass sie es übertriebe mit den Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie und vieles mehr.
Das war schon seltsam, denn genau die gleichen Medien postulierten genau das Gegenteil als noch vor ein paar Wochen.
Gepaart mit Hetze, Fake-News und angeblich wissenschaftlichen Erkenntnissen, die nicht empirisch verifiziert wurden oder Blablabla und Lügen waren, wurde behauptet, die Pandemie wäre nicht so schlimm.
Die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie wurden als falsch und überzogen dargestellt. Immer wieder gossen die gleichen Personen die altbekannten und schon falsifizierten Nachrichten von Neuem auf.
Dazu kam die Unzufriedenheit vieler Unternehmer und Privatpersonen, bei denen auch sehr oft nur die eigene Lage im Fokus stand und nicht auf das große Ganze gesehen wurde.

Auch dass Rechtspopulisten „Leugnern“ und Lügnern eine Plattform boten, war schlimm.

Momentan konzentrieren sich die Fake-News auf das Impfen.
Kurios ist übrigens die Berichterstattung eines auch in Deutschland bekannten in Russland beheimateten Fernsehsenders.
Als in Russland der Impfstoff „Sputnik 4“ zugelassen und verimpft wurde, gab es Lobeshymnen auf die Forscher und in deren Berichterstattung gab es keine negativen Stimmen aus der Bevölkerung. In Russland scheint es keine Impfgegner zu geben.
Nach ein paar Wochen schimpft genau die gleiche Mediengesellschaft über das Impfen in Deutschland wie die Kesselflicker. Es werden Horrorszenarien gemalt, die in den Mad-Max-Filmen nicht besser hätten sein können. Impfnebenwirkungen werden hochstilisiert und massiv übertrieben.
Es wird geschwafelt von „Genmanipulation“ und „Genozid“ durchs Impfen und dergleichen mehr. Man verbreitet schon längst bewiesene Falschdarstellungen als „neue Erkenntnisse” zum Selbstzweck, nur um hetzen zu können, mehr nicht.

Was mich sehr bedrückt hat, ist, dass ich wie viele Andere erkennen musste, in welchem egoistischen und egozentrischen „System“ wird leben.

Jeder meint, die Welt sei seine Bühne.

Anstatt sich an die Maskenpflicht zu halten, um andere zu schützen, kämpft man nur um die Abschaffung, um sich selbst nicht verbiegen zu müssen. Man klammert sich, auch wissentlich, an Halbwahrheiten und Lügen und verbreitet diese, um bloß nicht Einschnitte hinnehmen zu müssen. Man sieht um sich herum nicht die anderen Menschen, die stellenweise schwer leiden.
Alles nur, weil man seine egoistischen „Freiheiten“ nicht für eine kurze Zeit für Andere opfern will. Dazu koaliert man auch mit Rechtspopulisten und Hetzern. Nur das eigene Bedürfnis und das eigene Ziel ist wichtig.

Die Pandemie hat gezeigt, in welcher „Welt“ viele von uns leben.

Dazu kommt noch die selbstverursachte Bildungsmisere.
Lehrer sind kaum bereit, digitalen Unterricht zu machen und kopieren lieber Papierblätter mit Aufgaben und verschicken diese an Schüler und sammeln diese wieder wie normale Hausaufgaben ein.
KITA-Mitarbeiter suhlen sich in Weltuntergangsszenarien, anstatt über ihren eigenen Schatten zu springen.

Über den Winter wird mit den Kindern Schlitten gefahren. Dazu treffen sich viele Familien, als wenn es keine Pandemie gäbe. Der Tenor scheint wohl zu sein, man kenne sich ja und Bekannte steckten sich nicht gegenseitig an.
Dies sind übrigens die Gleichen, die sich dagegen aussprechen, dass Schulen, Kindergärten und ähnliches wieder öffnen dürfen, weil die Infektiosität in den Räumen zu hoch sei.

Dann kam Ende Dezember die Impfung dran.

Während vornehmlich in Altenheimen geimpft wird, läuft parallel auch die Akquirierung der Personengruppen über 80, sowie Krankenhaus- und Pflegepersonal, aus der Gruppe, die viel Kontakt mit Infizierten haben.
Leider glänzten auch hier wieder die Egoisten, wie hier schon berichtet wurde. Mitarbeiter aus Krankenhausverwaltungen, die noch kein Anrecht auf eine Impfung haben, haben sich Impfungen erschlichen und feiern sich groß. Durch Aufdeckungen und Kommunikation mit zum Beispiel dem baden-württembergischen Sozialminister, der auch den Gesundheitsbereich abdeckt, kommt dem zumindest ein Riegel, wenn auch noch ein kleiner, vorgeschoben werden.

Unzufriedenheit hat auch die Beschaffungslogistik der Bundesregierung geschürt. Aber auch die EU hat sich nicht gerade, vorsichtig ausgedrückt, hervorgetan, was vernünftige Beschaffung angeht.
BioNTech/Pfizer, Moderna und nun auch AstraZeneca können nicht soviel produzieren, wie sie erst behauptet haben.
BioNTech/Pfizer hatte sich zudem bei der Bundesregierung beschwert, dass aus einer Ampulle statt fünf nun sechs Dosen gezogen wurden. Das Unternehmen fordert nun Nachverhandlungen, da nicht mit ihnen abgesprochen war, dass mehr – in diesem Fall zwanzig Prozent – aus einer Lieferung herausgeholt würde. Dass zu wenig Impfdosen geliefert wurden, interessiert dieses Unternehmen in keinster Weise.
Pures Kapitalinteresse gegen Verantwortung!

Die Pandemie hat uns gezeigt, woran wir gesellschaftlich und psycho-soziologisch wirklich arbeiten müssen.

Jens Spahn hat sich erfreulich dazu geäußert, dass das Pharmaunternehmen AstraZenenca bei der Europäischen Gesundheitsbehörde beantragt hatte, ihren Impfstoff gegen Corona (Covid-19) zuzulassen.

Anscheinend immer noch angeschlagen von dem Beschaffungsdebakel bezüglich BioNTech/Pfizer äußert er sich im meinungslosen Politiker-Slang darüber, dass AstraZeneca gar nicht soviel liefern könne, wie bestellt wurde. Das ist interessant, denn der Impfstoff ist noch nicht zugelassen, aber die Beschaffung ist in die Knie gegangen.

Hat sich Jens Spahn möglicherweise bei Karl Lauterbach mit dem Schwartmal-Sydrom angesteckt?
Einen seltsamen Lichtblick kommuniziert er allerdings.

Ich erwarte die Zulassung des Impfstoffes von AstraZeneca in einer Woche. Ich hoffe, dass dann auch im Februar Lieferungen geben wird von AstraZeneca und zwar in einer Größenordnung, da bin ich weiterhin zuversichtlich, die schon im Februar einen Unterschied machen wird im Vergleich zu, wenn wir AstraZeneca nicht hätten

Man lasse sich dies auf der Zunge zergehen!

Frei nach dem Statement von Jens Spahn zu Impfstoff von AstraZeneca kann man auch folgendes schlussfolgern: 

„Wenn ich Bonbons kaufe, habe ich mehr (in einer Größenordnung), als wenn ich keine hätte.”

Als mein Kollege Konstantin vor etwa einem halben Jahr in „meiner” Abteilung anfing, erzählte er davon, dass er im März 2020 an Corona (Covid-19) erkrankt gewesen sei. Er erzählte von dem Verlust des Geschmacks- und Geruchssinns und wie es war, als er ihn wiedererlangte. Schmecken sei seitdem anders, aktiver und bewusster. Man achte eben mehr auf einzelne verschiedene Geschmäcker in Speisen und Getränken.

Gestern wurde entschieden, dass wir, die Mitarbeiter der Coronavirus-Abstrichstation, geimpft werden.
Wir zählen zur „Gruppe 1”, denn wir sind bei knapp 100 potenziell an Corona infizierten Personen, die uns täglich besuchen, einer hohen Last von virus-kontaminierten Aerosolen trotz FFP2-Masken und Isolierkleidung ausgesetzt. Wir lüften zwar fast permanent, aber man ist trotz alledem angespannt. Bei circa zehn Prozent von den Personen, die bei uns sind, ergibt der Befund „Positiv an Corona erkrankt”, aber das nur nebenbei bemerkt. 

Der betriebsärztliche Dienst rief mich spontan an und teilte mir überraschend mit, dass ich in einer Viertelstunde zum Impfen kommen könnte. Ich war erster von uns an der Reihe.
Ich habe keine Nebenwirkungen von der Impfung, nicht mal die “obligatorischen” Schmerzen am Oberarm an der Einstichstelle, von denen nicht wenige berichten. Auch sonst ist mir weder schlecht noch schwindelig. Von der „Aufregung” vom Arbeitsplatz zur Impfstation mal abgesehen ist alles in Ordnung!

Heute kam dann der nächste Kollege dran.

Konstantin rief auch bei der hausinternen Impfstation an und fragte wegen eines Termins. Er wollte sich impfen lassen gegen das Coronavirus.

Jetzt wird es kurios und kurioser.

Im März 2020 wäre seine Erkrankung angeblich nicht „offiziell” gewesen, auch der positive Befund, dass er Corona gehabt hätte, nicht „offiziell”.
Ebenso sollen die achtwöchigen Laborbefunde bezüglich seines sogenannten Titers – Dieser beschreibt, einfach ausgedrückt, in welchem Maße man gegen eine Krankheit immunisiert ist. – auch nicht “offiziell” gewesen sein.
Er meinte auch, dass er die Impfung benötigte, weil man sonst ohne Impfung und Impfbescheinigung bald nirgends – Kinos, Konzerte, Veranstaltungen et cetera – (mehr) hingehen dürfe.

Er widerspricht sich also selber.

Es ist davon auszugehen, dass der “Kollege” sich profilieren wollte und nie an Corona erkrankt war. 

Bei solchen Kollegen geht man auf Distanz und glaubt nichts mehr.

Zehn Jahre ist es jetzt her, dass wir den sogenannten „Schwabenstreich“ von ein paar Verwirrten in Bonn verhindert haben.
In Stuttgart wird der neue unterirdische Durchgangsbahnhof mit dem Namen „Stuttgart 21“ alias „S21“ gebaut.
Als mit dem Bau angefangen wurde, formierten sich die sogenannten „K21-er“, also Anhänger einer nicht näher beschriebenen Variante, den bestehenden Kopfbahnhof zu sanieren. Dieses Projekt ist unter den S21-Gegnern als „Kopfbahnhof 21“ oder „K21“ bekannt. Es gibt aber keine Projektbeschreibung davon und auch keine Kostenrechnung.
Jeden Montag finden (immer noch) in Stuttgart seit über zehn Jahren Demonstrationen gegen S21 statt, obwohl der Neubau beziehungsweise Umbau schon sehr weit fortgeschritten ist.
Zu Anfang der Proteste wurden sogenannte „Schwabenstreiche“ veranstaltet.
Um ihren Unmut auszudrücken, nahmen die K21-er, auch „Keintologen“ genannt, Trillerpfeifen und machten montags zu Beginn der Demonstrationen Lärm.
Diese sogenannten „Schwabenstreiche“ fanden auch von S21-Gegnern statt, die nicht in Stuttgart wohnten oder sich gerade nicht dort aufhielten.
Schwabenstreiche sind historisch gesehen Handlungen, die entweder als töricht oder als wagemutig angesehen werden können, je nachdem, ob man sie positiv oder negativ interpretiert. Der Begriff stammt ursprünglich von den Erzählungen über „Die Sieben Schwaben“, die sich ungeschickt verhielten, und wurde später von dem Dichter Ludwig Uhland in seiner Ballade “Der wackere Schwabe” umgedeutet, um eine heldenhafte Tat eines schwäbischen Ritters zu beschreiben.
Aber nun wieder zum Thema!
Wir sind bekanntermaßen S21-Befürworter und sind damit direkt erklärte Feinde der K21-er.
Da die K21-er sich sektengleich als „Inhaber der Wahrheit“ ansehen, sind in deren Augen S21-Befürworter Idioten und man darf uns denunzieren und so weiter.
Wie bei jeder Sekte verkaufen die K21-er ihre Lügen, Halbwahrheiten und Tatsachenverdrehungen als „Wahrheit“ und folglich sind alle andern „Lügner“.
Wir hielten uns am 8.1.2011 in Bonn auf und hatten beruflich dort zu tun.
Mit unseren Kindern besuchten wir das deutsche Museum und waren anschließend nebenan Eislaufen.
Gegen 19 Uhr wollten wir wieder nach Hause fahren, doch wir sahen, wie sich ein paar S21-Gegner – „K21-er“ – sich mit Transparenten und Trillerpfeifen formierten.
Ich packte mein Videoequipment aus und drehte mir aus einem Poster eine sogenannten „Flüstertüte“.
Die Front der knapp zehn K21-er stand und skandierte die immergleichen Parolen „Baustopp jetzt“, „S21 will niemand“, „Oben bleiben“ und so weiter.
Ich hielt sprach in meine „Flüstertüte“ und bot ihnen Paroli und machte sie vor den Passanten lächelich.
Die Passanten fanden die Aktion interessant und lachten sehr über die „Aktion“.
Wir hatten dies alles filmisch aufgenommen und auf YouTube hochgeladen.
Als wir es zwei Tage online hatten, funktionierte plötzlich das Video nicht mehr.
Wir erfuhren, dass die S21-Gegner, die von uns Fotos gemacht und diese gegen unseren Willen online gestellt hatten, bei YouTube einspruch gegen unsere Auffzeichnungen eingelegt hatten mit dem Argument „Recht am eigenen Bild.“
Jetzt wurde es komisch.
Die S21-Gegner, die ihren Unmut mehr oder weniger durch meine Störung kundtun wollten und uns fotografierten und dies onlinestellten (Unsere Tochter war zu der Zeit noch minderjährig.) gingen hin und schwärzten uns bei YoutTube wegen „Recht am eignen Bild“ an.
Es wurde aber noch abstruser.
Die S21-Gegner zogen über uns bei Twitter her und behaupteten, erstens wir wären zu blöd ein Video zu bveröffentlichen und zweitens es hätte in Bonn keinen sogenannten „Schwabenstreich“ gegeben. Fotos, die wir bei Twitter als Beweis veröffentlichten, verschwanden, weil man uns wegen „Recht am eigenen Bild“ angeschwärzt hatte. Twitter scloss uns deswegen einige Tage aus. Genauso verhilet es sich bei Facebook, wo wir einigen Tage ausgeschlossen wurden, weil wir die „Persönlichkeitsrechte“ der abgelichteten Personen verletzt hätten.
Unser Abwesenheit wurde vekauft als „Resignation unsererseits, dass unsere „Lügen“ nicht funktioniert hätten.
Glauben Sie nicht alles, was die K21-er alias S21-Gegner erzählen!

Ambulanz © Syntronica.Net

Eddie ist sauer. 

Das Merkel-Regime, so sagt er, habe die ganze Wirtschaft kaputtgemacht. Das ist schlimm. Vor allen Dingen ist schlimm, dass keine Mallorca-Partys mehr stattfinden dürfen.
Eddie brüstet sich in sozialen Onlinenetzwerken, Foto-Plattformen und vielem mehr als Besucher eben dieser Partys, bei denen Alkoholika in rauen Mengen fließen und die meisten Teilnehmer nachher gar nicht mehr wissen, zu welcher grausigen Musik sie den Körper bewegt haben.

Nun ist er also sauer, dass die Wirtschaft kaputtgeht und man nichts mehr darf.
So ist eben, wenn eine Situation plötzlich da ist, die man noch nicht erlebt hat.
Zumindest nicht unsere Generation!

Ausgehend von China hat sich die Seuche über den ganzen Erdball verteilt, mit fatalen Folgen.
Seit knapp einem Jahr wurden nachweislich 80 Millionen Coronainfizierte und etwa 1,8 Millionen ursächlich an Corona Verstorbene gezählt.

Eine Seuche, die man so nicht kannte.

Der erste Lockdown hatte gezeigt, dass man die Zahl der Neuinfizierten auf ein Zehntel drücken konnte.
Das Schlüsselwort heißt immer noch „Kontaktvermeidung“.
Eine Party zu feiern, hieße genau das Gegenteil.
„Kontaktvermeidung!“ heißt, nicht zu feiern und nichts zu trinken.
Eddie kommt nicht auf seine Kosten.

Viele Wirtschaftsbetriebe nagen am Band der Existenzangst. Das ist verständlich.
Das hat Eddie auch verstanden und hat auch die Verursacherin allen Übels gefunden: 

Angela Merkel.

Angela Merkel hat mit den Parlamenten Maßnahmen beschlossen, um die Seuche einzudämmen. Damit die Wirtschaftsunternehmen überleben können, gibt es Hilfspakete.

Diese sieht Eddie aber nicht.
Eddie sieht nur die leeren Plätze der Mallorca-Partys.

Deswegen ist er sauer – auf alles und jeden.

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