
Vorigen Samstag, den 8. Januar 2011, waren wir am Haus der Geschichte in Bonn. Um 19 Uhr ist folgendes passiert.
Wir waren noch Eislaufen und gerade damit nahe dem Kunstmuseum fertig.
Neben dem Kunstmuseum, Kulturmeile Bonn, ist eine Eisbahn aufgebaut.
Vor dem Haus der Geschichte sahen wir Leute aufmarschieren, nicht viele, vielleicht zehn, zwölf. Sie waren „bewaffnet” mit grünen K21-Buttons und Trillerpfeifen.
Sie wollten den sog. Schwabenstreich machen, also in Bonn pfeifen, damit in Stuttgart der neue Tiefbahnhof nicht weitergebaut werden soll.
Die „Schwabenstreicher” wollten gerade loslegen.
Wir hatten das Videoequipment bei, weil wir ja in Bonn Videos aufgenommen hatten.

Leider funktioniert das Video nicht mehr, weil die „Schwabenstreicher” es auf YouTube wegen „Recht am eigenen Bild” haben löschen lassen.
„Meine Damen und Herren, hier versuchen sich in ein paar Sekunden ein paar Leute lächerlich zu machen, indem sie meinen, man könnte pfeifen, damit der Stuttgarter Bahnhof nicht zu Ende gebaut wird.”
Die „Schwabenstreicher” hielten inne.
Wir sprachen mehrmals das Gleiche in unsere „Flüstertüten”, die wir aus Postern zusammen gerollt hatten.
Anschließend holten die die Videokamera heraus und haben die Leute zum Interview aufgefordert.
- „Stuttgart 21 ist zu teuer.”
- „Stuttgart 21 wird nicht gebaut.”
- „Der Kopfbahnhof ist besser, billiger …”
Wenn wir die Argumente widerlegten oder hinterfragten, hatten wir nur heiße Luft in den Gesichtern.
Sie wollten die Fakten aus dem Schlichterspruch nicht anerkennen, sprachen von der „Prügelpolizei”, vom Diktator Mappus und vieles mehr
Ihr Realitätsverlust und / oder ihre Realitätsverweigerung wurde sichtbar.
Die Argumente waren nur stakkatohafte Parolen.
Wenn sie skandierten „Lügenpack!”, hielten wir sofort wieder mit den „Flüstertüten” dagegen.
„Die S21-Gegner stellen alle Fakten als Lügen dar. Bitte nicht ernstnehmen! Argumente haben sie nicht, nur nicht-beweisbare Parolen! Sie hängen einem Phantom nach!”
Die Passanten haben sich abgerollt vor Lachen, fanden die „Schwabenstreicher” komisch und hakten deren „Schwabenstreich” ab.
Die Passanten versuchten nämlich auch stellenweise mit ihnen zu reden, aber merkten sehr schnell, dass die Argumente für K21 nur die Negation von S21 waren und null und nichtig waren.
So kann es gehen!
Dann sind die „Schwabenstreicher” frustriert abgezogen!
Wir riefen hinterher: „So macht man keine Politik mit Abhauen!” und bekamen Applaus von den Passanten.
Wir sahen Stinkefinger von den „Schwabenstreichern”, hörten aber keine Trillerpfeifen mehr.
Wir diskutierten noch einige Zeit mit den Passanten und spürten, was das Volk wirklich über S21 denkt.

K21 ist und bleibt ein Phantom.
S21 wird zu Ende gebaut.






10 Responses to Verhinderter „Schwabenstreich” am 8.1.2011