Geographie

Im Rahmen unseres Urlaubs in Nürnberg haben meine Herzallerliebste und ich einen Aufenthalt in einem Hotel genossen, das uns einmal mehr mit einem lästigen Phänomen konfrontierte: dem sogenannten „Handtuch-Territorium“.
Eines schönen Nachmittags beschlossen wir, im Poolbereich des Hotels zu entspannen.
Der Pool war etwa zehn mal zehn Meter groß, und an einer Seite standen sechs Liegen, die zum Entspannen einluden, doch unser Vorhaben, uns am Wasser zu entspannen, wurde schnell getrübt.
Kaum hatten wir uns am Pool niedergelassen, bemerkten wir, dass alle der sechs Liegen bereits mit Handtüchern belegt waren – von einem Ehepaar, das zwei Liegen reserviert hatte, und einer Familie mit zwei Kindern, die sich gleich vier Liegen sicherten.
Dabei waren die besetzten Liegen von den Gästen gar nicht in Gebrauch.
Stattdessen genossen sie die Zeit im Wasser, im Saunabereich oder im Bereich mit den Massageliegen, während ihre Handtücher den Platz der Liegen einnahmen.
Diese Situation ärgerte uns nicht nur, weil wir selbst auf der Suche nach einer Liege waren, sondern auch, weil es gegen die klaren Regeln des Hotels verstieß.
Laut Aushang im Poolbereich war es verboten, Liegen (vorab) zu reservieren, um jedem Gast die gleiche Chance zu geben, einen Platz zu finden, doch das schien für die anderen Gäste nicht zu gelten.
Es war frustrierend zu sehen, wie egoistisch manche Reisende auftraten und ihre Bedürfnisse über die der anderen stellten.
Das Handtuch wurde hier zum Symbol für puren Egoismus.
Während wir uns bemühten, unseren Platz zu finden und das Urlaubsgefühl zu genießen, waren wir Zeugen eines Verhaltens, das nicht nur unhöflich war, sondern auch den Gemeinschaftssinn untergrub.
Wir konnten nicht umhin zu denken, dass diese Art von Rücksichtslosigkeit kein Einzelfall ist, sondern ein weit verbreitetes Verhalten in unserer Gesellschaft.
In diesem Moment wurde uns einmal mehr bewusst, wie wichtig es ist, Regeln nicht nur aufzustellen, sondern sie auch konsequent durchzusetzen.
Das Handtuch auf der Liege wurde zum stillen Wächter eines vermeintlichen Anspruchsdenkens, das oft über das Wohl der Gemeinschaft siegt.
Unsere Enttäuschung über die Situation wurde nur noch verstärkt durch die Einsicht, dass wir nicht die einzigen waren, die sich in diesem Moment benachteiligt fühlten.
Es war ein kleiner, aber aufschlussreicher Einblick in eine Problematik, die weit über unseren Urlaub hinausgeht.
Schließlich blieb uns nichts anderes übrig, als den Tag zu genießen, während wir in Gedanken über die Bedeutung von Rücksichtnahme und Fairness reflektierten.
Unser Aufenthalt in Nürnberg war eine lehrreiche Erfahrung, die uns einmal mehr vor Augen führte, wie wichtig es ist, im Urlaub nicht nur an sich selbst zu denken, sondern auch an die Mitmenschen, die sich in der gleichen Situation befinden.

Es war eine bewusste Entscheidung, den 7. Dezember 1835 als Ziel unserer (Zeit-)Reise zu wählen.
Mit dem Wissen, wie revolutionär diese Zeit war, wollten wir einen historischen Moment selbst erleben – die erste deutsche Eisenbahnfahrt mit dem „Adler“.
Unsere Mission war klar: Ein Stück Vergangenheit mit eigenen Augen zu sehen und das Gefühl dieser Zeit unmittelbar zu spüren.
Als wir in Nürnberg ankamen, befanden wir uns inmitten einer aufgeregten Menschenmenge.
Die Luft war erfüllt von einem gewissen elektrisierenden Prickeln.
Die Straßen waren gesäumt von neugierigen Bürgern, und ich konnte ihre Aufregung nachvollziehen.
Für sie war dies ein Sprung ins Unbekannte.
In unserer Welt ist die Eisenbahn längst Alltag, doch hier und heute in 1835 war sie eine Sensation.
Vor uns stand die Lokomotive „Adler“, eine Erscheinung, die ich zwar aus Büchern kannte, doch nun zum Leben erwacht vor uns sahen.
Diese Dampflok, mit ihrem wuchtigen Kessel und den mächtigen Rädern, strotzte vor roher Kraft.
Sie war laut, zischend, und der Rauch, der aus ihrem Schornstein quoll, schien uns wie ein Symbol für den beginnenden Fortschritt, doch auch wenn sie für uns vertraut wirkte, war uns klar, dass die Menschen um uns herum sich noch nicht sicher waren, ob diese Maschine ein Triumph der Technik oder eine gefährliche Spielerei war.
Wir wollten diese Fahrt bewusst miterleben, um die Euphorie und die Bedenken der Menschen zu verstehen, die sich in den engen Waggons einfanden.
Als der Zug langsam Fahrt aufnahm, spürten wir, wie die Kraft der Lokomotive die Wagen ruckartig in Bewegung setzte.
Für uns als moderne Reisende war das kaum bemerkenswert, aber die Menschen um uns herum hielten den Atem an.
Sie waren fasziniert und verängstigt zugleich.
Für viele von ihnen war es die erste Erfahrung mit einer solchen Geschwindigkeit, obwohl der „Adler“ gerade einmal 30 Kilometer pro Stunde erreichte.
Die Menschen sahen sich um, tauschten Blicke, als ob sie etwas Unglaubliches erlebten.
Die Strecke zwischen Nürnberg und Fürth betrug nur sechs Kilometer, doch die Landschaft, die draußen an uns vorbeizog, wirkte für die damaligen Fahrgäste fast surreal.
Die Maschine ratterte über die Schienen, und obwohl wir das moderne Reisen gewohnt waren, konnten wir nicht umhin, uns von der Energie dieses Augenblicks mitreißen zu lassen.
Es war der Beginn einer neuen Ära, und wir waren Augenzeugen dieses Wendepunkts.
Für die Menschen von 1835 war dies mehr als nur eine Fahrt.
Es war ein Symbol für Hoffnung und Veränderung, aber auch für die Unsicherheit gegenüber dem Fortschritt.
Einige Menschen sprachen von der Möglichkeit, dass die Geschwindigkeit schädlich für den menschlichen Körper sein könnte.
Andere hatten Angst, dass sie durch die Eisenbahn dem Bösen näherkamen, während wieder andere die unermesslichen Möglichkeiten sahen, die sich durch die Überwindung von Entfernungen eröffneten.
Als wir Fürth erreichten, wurde der Zug mit Jubel empfangen.
Für uns war dies nicht nur ein technisches Wunder, sondern ein kultureller Meilenstein.
Die Menschen sahen in der Eisenbahn eine neue Zukunft, auch wenn sie diese noch nicht vollständig begreifen konnten.
Die Eisenbahn würde ihre Welt verändern – die Wirtschaft, die Gesellschaft und ihre Wahrnehmung von Raum und Zeit.
Diese Fahrt war mehr als nur eine historische Episode für uns, Zeitreisende aus einer relativen Zukunft, in der Züge sich geschmeidig und fast lautlos durch das Land bewegen.
Sie erinnerte uns daran, wie jeder Fortschritt – so selbstverständlich er uns auch erscheinen mag – stets mit Neugier, Angst und Hoffnung verbunden ist.
Wir standen inmitten von Menschen, die am Anfang dieses Wandels standen, und obwohl wir ihre Zukunft kannten, waren wir tief bewegt von ihrem Mut und ihrer Offenheit gegenüber dem Unbekannten.
Wenn wir in unsere Zeit zurückkehren, werden wir diesen Tag in unseren Herzen tragen – als Erinnerung daran, dass auch der größte Fortschritt mit einem ersten mutigen Schritt beginnt.

Prozess gegen Michael Ballweg: Gründer der “Querdenker” vor Gericht
Am Morgen des heutigen 2. Oktober 2024 begann vor der Wirtschaftskammer des Stuttgarter Landgerichts der mit Spannung erwartete Prozess gegen Michael Ballweg, den Gründer der realitätsfernen “Querdenker”.
Ballweg, der während der COVID-19-Pandemie durch seine Protestbewegung gegen die staatlichen Maßnahmen bekannt wurde, sieht sich nun schwerwiegenden Vorwürfen gegenüber.
Die Staatsanwaltschaft wirft Ballweg versuchte Steuerhinterziehung, vollendete Steuerhinterziehung sowie versuchten Betrug in insgesamt 9.450 Fällen vor.
Laut Anklage soll Ballweg durch seine Aktivitäten und Spendenaufrufe rund 1,2 Millionen Euro gesammelt haben.
Ein erheblicher Teil dieser Gelder soll jedoch nicht, wie angegeben, für die Bewegung verwendet worden sein, sondern in Ballwegs eigene Taschen geflossen sein.
Die Ermittlungen ergaben, dass Ballweg falsche Angaben über die Verwendung der Spenden gemacht haben soll, um sich persönlich zu bereichern.
Die “Querdenker”-Bewegung entstand im Frühjahr 2020 und organisierte zahlreiche Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung.
Ballweg, ein IT-Unternehmer aus Stuttgart, wurde schnell zum Gesicht der Bewegung, die sich gegen Maskenpflicht, Lockdowns und Impfungen aussprach.
Die Bewegung zog sowohl Unterstützer als auch Kritiker an und geriet immer wieder in die Schlagzeilen. Die Demonstrationen, die oft zehntausende Teilnehmer anzogen, wurden von der Polizei begleitet und führten zu zahlreichen Auseinandersetzungen.
Der erste Verhandlungstag begann mit einem großen Medienaufgebot und zahlreichen Zuschauern im Gerichtssaal.
Vor dem Gerichtsgebäude versammelten sich sowohl Anhänger als auch Gegner der “Querdenker”, um ihre Solidarität oder ihren Protest auszudrücken.
Die Verteidigung Ballwegs wies die Vorwürfe zurück und kündigte an, alle Anschuldigungen energisch zu bestreiten.
Ballwegs Anwälte argumentierten, dass die Anklagepunkte auf Missverständnissen und Fehlinterpretationen basieren würden.
Die Reaktionen auf den Prozess sind gemischt.
Während einige die strafrechtliche Verfolgung Ballwegs als längst überfällig betrachten, sehen andere darin einen Angriff auf die Meinungsfreiheit und die Bürgerrechte, vornehmlich vonseiten der „Querdenker” und Verschwörungstheoretiker.
Der Prozess wird voraussichtlich mehrere Wochen dauern und könnte weitreichende Konsequenzen für Ballweg und die “Querdenker”-Bewegung haben.
Es bleibt abzuwarten, wie das Gericht die Beweise bewertet und welche Strafen im Falle einer Verurteilung verhängt werden.
Klar ist jedoch, dass dieser Prozess nicht nur für Ballweg persönlich, sondern auch für die politische Landschaft in Deutschland von großer Bedeutung ist.
Die Berichterstattung über den Prozess ist intensiv.
Zahlreiche Medienvertreter sind vor Ort, um über die Entwicklungen zu berichten.
Die öffentliche Meinung ist gespalten, und die Medien spielen eine entscheidende Rolle dabei, wie der Prozess und die beteiligten Personen wahrgenommen werden.
Einige Medien konzentrieren sich auf die Vorwürfe und die möglichen strafrechtlichen Konsequenzen, während andere die politischen und gesellschaftlichen Implikationen des Prozesses beleuchten.
Der Prozess gegen Ballweg hat eine breite gesellschaftliche Debatte ausgelöst.
Befürworter der “Querdenker”-Bewegung sehen in Ballweg einen Helden, der für die Freiheit und gegen staatliche Übergriffe kämpft.
Kritiker hingegen betrachten ihn als gefährlichen Demagogen, der mit falschen Informationen und Verschwörungstheorien die öffentliche Gesundheit und Sicherheit gefährdet hat.
Diese Debatte spiegelt die tiefe Spaltung in der Gesellschaft wider, die durch die Pandemie und die Maßnahmen zu ihrer Bekämpfung entstanden ist.
Sollte Ballweg verurteilt werden, könnte dies nicht nur persönliche Konsequenzen für ihn haben, sondern auch die Zukunft der “Querdenker”-Bewegung beeinflussen.
Eine Verurteilung könnte die Bewegung schwächen und ihre Glaubwürdigkeit untergraben.
Andererseits könnte ein Freispruch Ballweg und seine Anhänger bestärken und ihnen neuen Auftrieb geben.
In jedem Fall wird der Ausgang des Prozesses weitreichende Auswirkungen haben.
Der Prozess gegen Michael Ballweg ist ein bedeutendes Ereignis, das weit über die strafrechtlichen Vorwürfe hinausgeht.
Er berührt grundlegende Fragen der Meinungsfreiheit, der Bürgerrechte und der gesellschaftlichen Verantwortung.
Die kommenden Wochen werden zeigen, wie das Gericht diese komplexen Fragen bewertet und welche Konsequenzen dies für Ballweg, die “Querdenker”-Bewegung und die deutsche Gesellschaft insgesamt haben wird.

Es ist schon faszinierend, wie viele Menschen heutzutage mit einer Smartwatch am Handgelenk durch die Welt schreiten, während sie fest behaupten, sie ließen sich von diesem technischen Wunderwerk keineswegs kontrollieren.
Schließlich, so betonen sie stets mit Nachdruck, sei die App lediglich ein praktisches Werkzeug, um den Überblick zu behalten, aber keinesfalls eine Autorität, die ihr Leben bestimmt.
Nein, nein, sie lassen sich nicht von einer App vorschreiben, wie sie ihren Tag gestalten sollen!
Sie laufen nur, weil sie Lust darauf haben, völlig unabhängig, ganz nach Gutdünken und Laune.
Es ist dabei reiner Zufall, dass ihre täglichen Spaziergänge häufig auf den Punkt genau die mystische Grenze von 10.000 Schritten erreichen – diese angeblich von Wissenschaftlern festgelegte magische Zahl, die einem angeblich ewige Gesundheit und Fitness verleiht.
Natürlich betonen sie, dass ihnen diese Zahl völlig egal ist.
Sie laufen mit dem Hund, weil sie es gerne tun, und nicht, weil eine App ihnen sagt, wie viele Schritte sie noch zu machen haben.
Und doch, wenn man genauer hinhört, erfährt man beiläufig in fast jedem Gespräch, dass sie heute schon 7.832 Schritte gemacht haben und vielleicht noch ein kurzer Abendspaziergang nötig ist, um die runde 10.000 zu knacken.
Aber das ist, wie gesagt, reiner Zufall und keineswegs eine Verpflichtung.
Sie könnten genauso gut 9.876 Schritte machen und wären damit völlig zufrieden.
Kein Zwang, keine Kontrolle!
Besonders amüsant wird es, wenn sie betonen, dass es ihnen absolut egal sei, ob sie nun 5.000 oder 15.000 Schritte laufen.
Die Zahlen seien schließlich nur das Ergebnis dessen, was sie ohnehin tun würden – ein kleiner Nebeneffekt, nichts weiter.
Dennoch zieht es sie, wie von unsichtbarer Hand geleitet, abends noch einmal auf eine „ganz spontane“ Runde durch die Nachbarschaft, wenn das Ziel von 10.000 Schritten noch nicht erreicht wurde.
Aber nein, das habe natürlich nichts mit der App zu tun!
Sie wollten ohnehin noch einmal raus und den Sonnenuntergang genießen.
Die Schritte?
Ach, das wäre ja bloß eine nette Zusatzinfo.
Und so geht es weiter.
Die Smartwatch am Handgelenk vibriert sanft und informiert sie über die Anzahl der Kilometer, die sie heute zurückgelegt haben.
„Wirklich? Schon 7 Kilometer? Interessant, aber wie gesagt, ich achte da gar nicht so genau drauf.“
Natürlich nicht.
Es ist bloß ein Zufall, dass sie immer ganz genau wissen, wie viele Schritte oder Kilometer sie am Tag gemacht haben und dass sie mit fast schon mathematischer Präzision diese Informationen in jedes zweite Gespräch einfließen lassen.
„Heute Morgen bin ich mit dem Hund herausgegangen, ach, das waren so ungefähr 4.300 Schritte. Aber das ist ja eigentlich unwichtig.“
Und dann diese Momente, wenn sie stolz verkünden, dass sie „ganz ohne Zwang“ ihren Tag gestaltet haben.
„Ach, ich war heute einfach unterwegs, habe mich treiben lassen – und siehe da, am Ende des Tages waren es zufällig 10.023 Schritte. Aber wie gesagt, das spielt für mich überhaupt keine Rolle!“
Natürlich nicht, das wäre ja geradezu absurd.
Schließlich wird jeder Mensch täglich von einem inneren Drang erfasst, abends noch einmal um den Block zu spazieren, ganz unabhängig von der kleinen Zahl auf dem Bildschirm, die einem verrät, dass noch 1.167 Schritte fehlen.
Es bleibt also festzuhalten, dass die Smartwatch-Besitzer keineswegs von ihren Geräten beherrscht werden.
Sie leben frei und ungezwungen, völlig unabhängig von den schleichenden Einflüssen einer App, die nur hin und wieder ein paar nützliche Informationen liefert.
Sie gehen spazieren, weil sie es wollen, nicht weil sie müssen, und wenn sie am Ende des Tages zufällig die 10.000er-Marke überschreiten, dann ist das eben so mit nochmaligem „An-der-frischen-Luft-Spazieren-Gehen”.
Man muss ihnen fast gratulieren zu dieser Disziplin, die es ihnen ermöglicht, ihren Tagesablauf völlig zufällig so zu gestalten, dass er exakt den Empfehlungen der Smartwatch entspricht.
Aber lassen wir uns nichts vormachen:
Das ist natürlich reiner Zufall und hat nichts, aber auch gar nichts mit Kontrolle durch eine App zu tun.

Politologen haben kurz nach der Landtagswahl in Brandenburg – 22.9.2024 – gesagt, dass sie eine Chance im „Bündnis Sahra Wagenknecht“ (BSW) sehen, dass die AfD Stimmen verliere.
Um den Thesen, dass das „Bündnis Sahra Wagenknecht” die AfD eindämmen kann, zu widersprechen, lässt sich eine kritische Perspektive einnehmen.
Zunächst einmal basiert der Gedanke, dass linke Strömungen wie das „Bündnis Sahra Wagenknecht“ die rechtspopulistische AfD in ihre Schranken weisen könnten, auf einem fundamentalen Missverständnis.
Die politische Ideologie und die Wählerbasis der AfD haben sich in den vergangenen Jahren zunehmend verfestigt, basierend auf nationalistischer, rechtspopulistischer Rhetorik, die Angst und Ablehnung gegenüber dem politischen Establishment instrumentalisiert.
Ein Bündnis von links könnte in dieser Situation nur schwer als Gegenpol wirken, da es einerseits die Polarisierung nicht überwindet, sondern sie sogar verstärken könnte.
Das Bündnis um Sahra Wagenknecht setzt sich aus ehemaligen SED-Mitgliedern und anderen linksideologischen Kräften zusammen.
Diese Verbindungen zur SED, die unbestreitbar die DDR-Diktatur initiiert und aufrechterhalten hat, werfen große Zweifel daran auf, ob eine solche Bewegung in der Lage ist, einen demokratischen Diskurs gegen rechte Kräfte wie die AfD zu führen.
Historische Lasten und die autoritären Züge, die die DDR-Diktatur prägten, machen es schwer, das Bündnis als glaubhafte Kraft gegen Extremismus darzustellen.
Es wird unweigerlich eine Angriffsfläche für Kritiker bieten, die den autoritären und undemokratischen Hintergrund des Bündnisses aufzeigen und damit den Diskurs weiter verschärfen könnten, anstatt ihn zu deeskalieren.
Die Vorstellung, dass eine linkspopulistische Bewegung wie das „Bündnis Sahra Wagenknecht” die AfD stoppen kann, geht von einer falschen Annahme aus: dass man rechte, nationalistische Tendenzen mit linken, populistischen Strategien bekämpfen könne, doch das führt zu keiner nachhaltigen Lösung, sondern nur zu einem Austausch extremer Positionen.
Das Bündnis könnte kurzfristig einige Wähler aus Protest anziehen, jedoch keine wirkliche Alternative zur AfD bieten, da es ebenfalls auf Populismus setzt und in der Vergangenheit keine Bereitschaft gezeigt hat, zu einer konstruktiven politischen Debatte beizutragen.
Eine Politologin argumentiert, dass SPD und CDU jüngere Wähler besser erreichen müssen, um die AfD einzudämmen.
Dieser Ansatz scheint weitaus pragmatischer und erfolgversprechender als der von Wagenknecht verfolgte.
Während das Bündnis um Wagenknecht auf die Entfremdung und den Protest vieler Menschen im Osten setzt, die sich von der herrschenden Politik abgewendet haben, wäre es klüger, die sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Ursachen dieser Entfremdung ernsthaft anzugehen.
Es ist nicht die Radikalisierung einer Seite, die Radikale auf der anderen Seite besänftigen wird, sondern der Aufbau einer mitbestimmenden und sozialen Politik, die die Bedürfnisse der Menschen in den Mittelpunkt stellt.
Sahra Wagenknecht und ihr Bündnis setzen auf eine linkspopulistische Gegenbewegung zur AfD, die auf ähnliche Emotionen und Ressentiments abzielt, doch anstatt die AfD einzudämmen, besteht die Gefahr, dass sie die Polarisierung in der Gesellschaft weiter anheizen.
Populismus, ob von links oder rechts, führt selten zu echten Lösungen für die Probleme der Menschen.
Stattdessen sollten SPD und CDU ihre Verantwortung als zentrale demokratische Parteien wahrnehmen, um die AfD durch gezielte soziale und wirtschaftliche Maßnahmen, die die Wähler erreichen, zu marginalisieren.

Manchmal sitzt man vor dem Fernseher, kurz vor den Abendnachrichten, und hat das unheimliche Gefühl, man sei auf einen anderen Planeten gebeamt worden.
Da stehen diese Typen in Menschengestalt – ja, sie haben Arme, Beine, und manche tragen sogar Krawatten – und sie sprechen eine Sprache, die entfernt an Deutsch erinnert.
Doch irgendwie wirkt sie, als wäre sie von einer fernen Galaxie direkt ins heimische Wohnzimmer übertragen worden.
„Die Märkte sind nervös“, sagen sie mit ernster Miene.
Aha.
Die Märkte sind also nervös.
Was genau sind das für Märkte?
Sind das Wochenmärkte, auf denen nervöse Tomaten hektisch von einem Stand zum anderen rollen?
Oder ist es der Viehmarkt, auf dem panische Kühe sich gegenseitig die neuesten Kursentwicklungen ins Ohr muhen?
Man weiß es nicht.
Man weiß nur: Die Märkte sind nervös.
Immer.
Offensichtlich leiden sie an chronischem Lampenfieber.
Dann folgt das Wort „Volatilität“, als wäre es die Lösung für alle Probleme.
Es ist erstaunlich, wie oft sogenannte „Börsenanalysten“ dieses Wort verwenden, ohne jemals wirklich zu erklären, was es bedeutet.
Es klingt wichtig.
Es klingt wie die Art von Wort, die man benutzt, um auf einer Cocktailparty Eindruck zu schinden, wenn man sich über den langweiligen Smalltalk hinwegschwindeln will.
„Ja, die Volatilität am Markt, wissen Sie, hat sich in letzter Zeit signifikant erhöht.“
Und zack, schon hat man die Aufmerksamkeit der Runde. Dabei könnte
„Volatilität“ genauso gut ein seltenes tropisches Virus sein, das nur auf den Börsenparketts der Welt wütet.
Überhaupt, diese sogenannten „Analysten“ – man könnte meinen, sie seien hochgebildete Wirtschaftsexperten, aber in Wirklichkeit wirken sie eher wie rückwärtsgewandte Wahrsager.
Sie „analysieren“ nicht wirklich die Zukunft, nein, sie beschäftigen sich hauptsächlich damit, das Geschehene zu deuten, als hätten sie vorher schon alles gewusst.
Natürlich wussten sie, dass der DAX gestern abgestürzt ist – jetzt, wo es passiert ist!
Ihre Aufgabe ist es, uns im Nachhinein zu beruhigen: „Keine Sorge, der Markt hat nur eine Korrektur durchlaufen.“
Ach so, eine Korrektur!
Es war also ein simpler Fehler im System, der nun „korrigiert“ wurde.
Aber Moment mal, wenn der Markt ständig korrigiert werden muss, wer hat ihn dann falsch programmiert?
Wirklich absurd wird es, wenn sie uns die Gründe für die Bewegungen auf den Märkten erklären wollen.
Da heißt es dann, „die Unsicherheiten auf dem chinesischen Baumwollexportmarkt haben die globalen Finanzen ins Wanken gebracht“.
Aha, natürlich!
Die chinesische Baumwolle.
Wie konnte man das übersehen?
Es ist immer etwas Exotisches, Fernes, das die Marktteilnehmer angeblich in Panik versetzt.
Irgendwo, weit weg, fällt eine Baumwollkugel um, und bei uns brechen die Kurse ein.
Man könnte fast meinen, die Börse sei ein riesiges, empfindliches Ökosystem, in dem ein kleiner Flügelschlag eines exotischen Schmetterlings einen finanziellen Tornado auslöst.
Und dann kommt das Beste: die „Tipps“.
Man könnte ja fast meinen, diese „Analysten“ hätten wirklich einen Plan.
„Investieren Sie in Technologieaktien“, raten sie einem. „Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt.“
Fünf Minuten später kommen die neuesten Zahlen rein und plötzlich ist die Technologiebranche angeblich dem Untergang geweiht.
„Haben wir so nicht kommen sehen, aber es lag auf der Hand“, murmeln sie, während sie hastig in ihren Akten blättern.
Ein besonders herrliches Beispiel für die Kunst der sogenannten „Börsenberatung“ ist die Geschichte des Bauern Heinrich.
Heinrich war ein einfacher Mann, der sein Geld mit dem Verkauf von Eiern und Hühnern verdiente.
Eines Tages traf er auf einen dieser selbst deklarierten „Börsenexperten“, der ihm flüsterte: „Heinrich, der Sommer kommt, und mit ihm die steigende Nachfrage nach exklusivem Hühnchenfleisch. Du musst jetzt unbedingt in teure, edle Hühnerrassen investieren. Die Gourmets werden Schlange stehen! 100 Prozent sicher!“
Heinrich, geblendet von der Aussicht auf Reichtum, tat, was jeder kluge Bauer tun würde: Er setzte sein gesamtes Erspartes ein und kaufte sich diese überteuerten Edel-Hühner.
Eine prächtige neue Scheune ließ er bauen, extra für seine neue, schicke Geflügelherde.
Alles sah gut aus – bis, ja, bis es in der Nacht zum ersten Sommerregen kam.
Ein Unwetter zog auf, und die neue, teure Scheune stellte sich als zu dicht heraus.
Das Wasser strömte von oben herein, und die armen Hühner, die nun weder edel noch lebendig waren, tranken und tranken … und starben.
Verzweifelt stand Heinrich am nächsten Morgen in einer Pfütze aus Wasser vor seinem kostspieligen Hühnerträumen.
Der „Börsenexperte“ kam vorbei, schaute sich das Dilemma an und zuckte nur mit den Schultern.
„Tja“, sagte er mit einem süffisanten Lächeln, „du hättest besser Enten nehmen sollen. Die können schwimmen.“
So ist das eben mit den „Börsenweisheiten“ – im Nachhinein ist man immer klüger.

In den letzten Wochen sind wir Ziel absurder und geradezu dreister Vorwürfe geworden, die offenbar einzig und allein darauf abzielen, uns öffentlich in ein schlechtes Licht zu rücken und uns zu diskreditieren.
Eines der Hauptargumente, das trotz besseren Wissens dabei immer wieder ins Feld geführt wird, ist die falsche Behauptung, dass wir auf unserer eigenen Fotowebseite die Namen der Fotografen nicht genannt hätten.
Diese Anschuldigung entbehrt jedoch jeder Grundlage, denn jeder, der sich die Mühe macht, unsere Fotowebseite zu besuchen, kann mit eigenen Augen sehen, dass die Fotografen dort korrekt genannt werden.
Die Informationen sind klar und deutlich auf unserer Seite zu lesen, und dennoch wird uns vorgeworfen, wir hätten diese Nennungen unterlassen.
Bilder, die wir selbst anfertigten, werden logischerweise nicht mit unseren Namen als Fotografen genannt.
Es scheint fast so, als würden diese Personen absichtlich falsche Tatsachen verbreiten, um uns in Misskredit zu bringen.
Doch damit nicht genug.
Es wurde uns auch vorgeschrieben, dass wir auf unserer eigenen Fotowebseite, auf der wir unser eigenes Logo und unsere eigene Markenidentität präsentieren, dieses Logo durch den Namen einer Steampunk-Gruppe ersetzen sollten.
Diese Forderung ging sogar so weit, dass man von uns verlangte, eine Danksagung für die „tolle Organisation eines kleinen Fotoshootings“ einzubauen, das mit dieser Gruppe in Zusammenhang stand.
Eine solche Forderung ist nicht nur unverschämt, sondern auch völlig absurd, da es sich um unsere persönliche Webseite handelt, auf der wir selbstverständlich unser eigenes Logo und unsere eigene Markenidentität – sprich: unseren eigenen Markenauftritt und unsere eigene Präsenz – präsentieren.
Es steht niemandem zu, uns vorzuschreiben, wie wir unsere Webseite zu gestalten haben, und schon gar nicht, uns dazu zu zwingen, eine Gruppe zu erwähnen, die wir nicht in dieser Form hervorheben möchten.
In den letzten Wochen hat sich diese Situation immer weiter zugespitzt, und es wurde uns erneut deutlich gemacht, wie sehr manche Menschen versuchen, andere in einem schlechten Licht dastehen zu lassen, nur um sich selbst besser zu fühlen oder ihre eigene Position zu stärken.
Der Versuch, uns kleinzumachen, uns zu diffamieren und uns als die „Bösen“ hinzustellen, war besonders offensichtlich.
Es scheint, als könnten bestimmte Personen aus der Steampunk-Szene es nicht ertragen, dass wir uns ihrem Willen nicht unterwerfen wollen.
Statt uns beugen zu lassen, haben wir uns gewehrt und uns nicht in die Enge treiben lassen.
Wir haben es nicht zugelassen, dass man uns vorschreibt, wie wir uns auf unserer eigenen Plattform zu verhalten haben.
Doch diese Standhaftigkeit hat uns nicht nur den Zorn dieser Personen eingebracht, sondern führte auch dazu, dass wir öffentlich angeklagt und aus den Kreisen dieser selbstherrlichen Gruppe ausgeschlossen wurden.
Dieser Ausschluss kam nicht überraschend, denn er war die direkte Folge unserer Entscheidung, uns gegen die haltlosen Vorwürfe zu wehren.
Es ging dabei nicht nur um die lächerliche Behauptung, wir hätten die Fotografen nicht genannt, obwohl das nachweislich falsch ist.
Uns wurde auch immer wieder vorgeworfen, wir seien „nicht teamfähig“, „beratungsresistent“ und – was auch immer das bedeuten mag – „empfangsunfähig“.
Diese Diffamierungen wurden offenbar gezielt eingesetzt, um uns weiter zu diskreditieren und uns als unkooperative Störenfriede hinzustellen, nur weil wir uns nicht den völlig überzogenen Forderungen dieser Gruppe beugen wollten.
Doch wir haben uns nicht beirren lassen.
Wir haben unsere Position deutlich gemacht und uns klar und öffentlich gegen diese haltlosen Vorwürfe verteidigt.
Es ist erstaunlich, wie sehr einige dieser selbstherrlichen Personen der Meinung sind, sie könnten über andere bestimmen, nach Belieben Regeln aufstellen und erwarten, dass man sich widerspruchslos daran hält.
Diese Personen sehen sich offenbar als Elite, der sich alle anderen zu unterwerfen haben, und empfinden sich als überlegen, nur weil sie sich in einer bestimmten Subkultur bewegen.
Doch wir haben klargestellt, dass wir uns nicht nach ihren Regeln richten werden.
Die Situation eskalierte weiter, als ein Fotograf, der erst seit kurzem versucht, sich in der Steampunk-Szene einen Namen zu machen, die Gelegenheit nutzte, um Öl ins Feuer zu gießen.
Anstatt sich neutral zu verhalten, schloss sich dieser Fotograf den Diffamierungen an, die von der Gruppe ausgingen.
Er verbreitete Lügen und falsche Behauptungen über uns, die ihm offenbar von den Mitgliedern dieser Gruppe zugetragen wurden.
Dabei versuchte er, uns weiter zu diskreditieren, indem er falsche Geschichten über uns in Umlauf brachte.
Doch wir ließen uns auch hier nicht einschüchtern.
An diesem Punkt sah ich mich gezwungen, Klartext zu reden und die Dinge beim Namen zu nennen.
Doch wie nicht anders zu erwarten, folgte auf meine deutlichen Worte die typische Reaktion: Der Fotograf versuchte sich in die Opferrolle zu flüchten und spielte die „Mitleidskarte“.
Er tat so, als würde er von uns zu Unrecht angegriffen, ignorierte jedoch gleichzeitig alle Argumente, die von uns vorgebracht wurden, und setzte seine Lügen fort.
Dieses Verhalten ist nicht nur peinlich, es ist auch ein klares Zeichen dafür, wie tief manche Menschen sinken, wenn sie sich in die Ecke gedrängt fühlen.
Anstatt sich mit den vorgebrachten Argumenten und Richtigstellungen auseinanderzusetzen, versuchte er, die Tatsachen zu verdrehen und sich selbst als das unschuldige Opfer darzustellen, doch es war offensichtlich, dass es ihm nur darum ging, uns weiter in Misskredit zu bringen und seine eigene Position zu stärken.
Der Gipfel dieses absurden Dramas wurde erreicht, als dieser Fotograf uns schließlich vorwarf, wir hätten „Fotodiebstahl“ begangen.
Diese Anschuldigung ist natürlich völlig haltlos.
Er hat Bilder von uns gemacht und diese online gestellt.
Wir haben dieselben Bilder ebenfalls online veröffentlicht und dabei seinen Namen korrekt angegeben.
Es gab also keinerlei Grund für diese Anschuldigung, zumal er selbst zuvor betont hatte, dass es ihm egal sei, wo seine Bilder erscheinen, solange sein Name dabei genannt wird.
Diese Behauptung, die uns eines schweren Vergehens bezichtigt, ist nicht nur unbegründet, sondern zeigt auch, wie sehr dieser Fotograf versucht, sich in eine Opferrolle zu manövrieren, um von seinem eigenen Fehlverhalten abzulenken.
Trotz der offensichtlichen Lächerlichkeit dieser Anschuldigungen wird unser Anwalt nun die Angelegenheit der Beleidigung prüfen.
Es ist bedauerlich, dass die Situation derart eskaliert ist, aber manchmal ist es einfach notwendig, rechtliche Schritte einzuleiten, um sich gegen haltlose Vorwürfe und Verleumdungen zu wehren.
Auch wenn es sich auf den ersten Blick um eine scheinbar triviale Angelegenheit handelt, ist es wichtig, klarzumachen, dass wir uns nicht alles gefallen lassen und uns gegen solche Angriffe zur Wehr setzen werden.
Diese ganze Angelegenheit zeigt einmal mehr, wie schnell Menschen bereit sind, andere zu diffamieren, um ihre eigenen Interessen zu wahren oder sich selbst ins rechte Licht zu rücken.
Doch dieser Plan ist gescheitert.
Wir lassen uns nicht einschüchtern oder kleinmachen.
Wir stehen für die Wahrheit ein und verteidigen uns gegen jede Lüge und jede Anmaßung, die gegen uns vorgebracht wird.

Wie viele wissen, wurde ich vor einigen Tagen aus mehreren Steampunk-Gruppen ausgeschlossen, weil ich mich weigerte, auf meiner Fotowebseite den Namen der Facebook-Gruppe zu erwähnen, mit der wir aktuell ein Foto-Shooting hatten.
Das ist eine meiner festen Prinzipien: Auf meiner Seite findet man stets die relevanten Informationen zu den Fotos, wie Veranstaltung, Ort und Datum.
Wenn die Bilder nicht von uns stammen, nenne ich gegebenenfalls den Namen des Fotografen.
Der Name einer Gruppe gehört für mich jedoch nicht zu den essenziellen Angaben, vor allem auch nicht, weil das Online-Foto-Album überladen wirkt, insbesondere die kleinen Vorschaubilder mit den Kurz-Informationen.
In einer dieser Gruppen eskalierte eine Diskussion mit einem Mitglied, das nicht aufhörte, mich auf provozierende Weise herauszufordern.
Ich sagte der Frau schließlich, dass sie „Logorhoe“ produziere – ein Wort, das aus dem Griechischen kommt und „Wortfluss“ bedeutet.
Es war eine sachliche Bemerkung, die darauf hinwies, dass sie sich in einem endlosen Redeschwall verlor.
Trotzdem wurde diese Aussage von ihr als Beleidigung aufgefasst, obwohl ich genau erklärte, was der Begriff bedeutet und dass keine negative Absicht dahinterstand.
Kurz darauf wurde ich aus der Gruppe ausgeschlossen, mit der Begründung, ich hätte beleidigend gehandelt.
Dieser Vorfall irritierte mich, da ich stets bemüht bin, klar und respektvoll zu kommunizieren.
Es war unverständlich, dass eine so harmlose Bemerkung eine solch drastische Reaktion auslöste.
Zumal ich das Gefühl hatte, dass der wahre Grund eher in der Weigerung lag, den Gruppennamen auf meiner Webseite zu nennen, als in der vermeintlichen Beleidigung.
Interessanterweise sprach mich am Samstag auf dem Sindelfinger Mittelaltermarkt eine Person auf diesen Vorfall an.
Sie sagte, sie verstehe den Rauswurf nicht und wisse nicht, was ich falsch gemacht haben könnte.
Diese Person hatte sich sogar die Zeit genommen, meine Fotowebseite gründlich zu durchstöbern, und fand nichts, was die Reaktion der Gruppe rechtfertigen würde.
Sie war erstaunt, wie überzogen die Administratoren der Gruppe reagiert hatten, und meinte, dass der eigentliche Grund wahrscheinlich woanders lag – etwa in persönlichen Animositäten wie übertriebenem Machtgehabe oder ähnlichem.
Darüber hinaus erzählte sie mir, dass auch andere Leute mit denselben Interessen wie wir sich über diese Reaktion gewundert hätten.
Mehrere Personen teilten die Meinung, dass sie die ganze Situation nicht nachvollziehen konnten, und waren der Ansicht, dass die Gruppenleiter überreagierten.
Auch sie betonten, dass die Gruppe eigentlich froh sein sollte, Mitglieder wie meine Gattin und mich zu haben, die regelmäßig zur Szene beitragen und aktiv daran teilnehmen.
Kurios wurde es auf demselben Mittelaltermarkt, als zwei Mitglieder dieser Steampunk-Gruppe an unserem Stand vorbeikamen.
Wir begrüßten sie höflich, doch ein tiefergehendes Gespräch ergab sich nicht, obwohl sie über die ganze Angelegenheit sicherlich bestens Bescheid wussten. Sie gehörten nämlich zu den vier Administratoren, die mich aus der Gruppe entfernt hatten und den Rauswurf sogar unterzeichnet hatten beziehungsweise auf dem Rauswurf-Statement mit genannt wurden
Später am Abend, bei einem Konzert, sahen wir alle vier Administratoren der Gruppe als Zuschauer, nur ein paar hundert Meter entfernt.
Ihre Anwesenheit war auffällig, doch keiner von ihnen suchte das Gespräch mit uns oder versuchte, den Konflikt auf irgendeine Weise zu klären.
Wir taten so, als sähen wir alle vier nicht.
In der Rückschau wirkte es auf mich, als ob besonders zwei dieser Administratoren zu feige wären, um sich realen Problemen zu stellen.
Im wirklichen Leben meiden sie jede Konfrontation, doch online spielen sie die selbsternannten großen Bosse, die sich über andere erheben.
Anstatt die Dinge offen zu besprechen und gemeinsam eine Lösung zu finden, ziehen sie es vor, sich hinter ihren Bildschirmen zu verstecken und von dort aus ihre Macht auszuüben.
Eine ikuriose Situation, die zeigt, wie unterschiedlich Menschen in der virtuellen und realen Welt agieren.

Vom 6. bis 8. September 2024 war es wieder soweit: Der Sindelfinger Mittelaltermarkt öffnete seine Tore und lockte Tausende Besucher in eine Welt voller Ritter, Gaukler und fantastischer Geschichten.
Mit dabei waren Sabine Edelfrau von Syntronica, die kurpfälzische Perlenhexe, Kurt Freiherr zu Lippe und ich, Dietmar Edelherr von Syntronica.
Doch nicht nur als Edelleute oder Händler traten wir auf, sondern als Botschafter einer anderen, fiktiven Zeitdimension – als Steampunks und Gründer von Chrono.Tours, einem fiktiven Zeitreisebüro.
Steampunk trifft auf Mittelalter: Chrono.Tours
Unser Stand auf dem Markt war ein Höhepunkt für neugierige Besucher, die nicht nur von den mittelalterlichen Waren und Darbietungen angezogen wurden, sondern auch von unserer einzigartigen Präsenz als Steampunks.
Als Zeitreisende im viktorianischen Stil, ausgestattet mit dampfbetriebenen Apparaturen, Zylindern und Zahnrädern, fügten wir uns stilvoll in das Ambiente ein und brachten gleichzeitig die faszinierende Ästhetik des Steampunks mit auf den Markt.
Viele Marktbesucher stellten die Frage: „Was genau ist Steampunk?“
Wir erklärten ihnen, dass es sich dabei um eine fantasievolle Mischung aus viktorianischer Ästhetik und futuristischer Technologie handelt.
Aber das war nicht alles – wir stellten unser fiktives Zeitreisebüro Chrono.Tours vor, das Besucher theoretisch in jede Epoche der Menschheitsgeschichte transportieren könnte, von der Vergangenheit und vielem mehr.
Chrono.Tours war natürlich ein kreatives Konzept, doch es stieß auf großes Interesse und regte zu vielen spannenden Gesprächen an.
Handgemachter Schmuck von der kurpfälzischen Perlenhexe
Neben der Welt der Zeitreisen war die kurpfälzische Perlenhexe bekannt für Ihre handgefertigten Schmuckstücke, die sie auf dem Markt anbot,
Diese sind wahre Kunstwerke. Sie fertigte sie mit ihren eigenen Händen an, was viele dazu brachte, stehenzubleiben und sich die Schmuckstücke anzuschauen.
Jedes Stück war ein Unikat, das traditionelle Handwerkskunst mit einer Prise Magie und Steampunk-Fantasie verband.
Ihre Kreationen, von Perlenarmbändern bis hin zu detailverliebten Halsketten, fanden bei den Marktbesuchern großen Anklang.
Die Arbeit der kurpfälzischen Perlenhexe fügte sich nahtlos in das Gesamtkonzept unseres gemeinsamen Standes ein, der eine Verbindung zwischen Handwerk, Fantasie und alternativer Technologie schuf.
Besucher, die zuerst wegen des außergewöhnlichen Steampunk-Auftritts neugierig wurden, fanden oft großen Gefallen an der Schmuckkunst und trugen einige Stücke dieser einzigartigen Welt mit nach Hause.
Begegnungen mit Zeitreisenden und Mittelalterbegeisterte
Die Besucherinteraktionen auf dem Markt waren lebendig und vielfältig.
Menschen jeden Alters kamen an unseren Stand, um Fragen zu stellen, unsere Apparaturen zu bestaunen und sich über die Welt des Steampunks und Zeitreisen zu informieren.
Einige Marktbesucher erzählten uns von ihren eigenen Steampunk-Projekten, während andere – vollkommen neu in dieser Subkultur – fasziniert waren von der Möglichkeit, verschiedene Epochen in einem alternativen Kontext zu erleben.
Unser Stand wurde zu einem Treffpunkt für Kreative und Fantasie-Liebhaber.
Wir führten viele spannende Gespräche, in denen die Grenzen zwischen den Zeitaltern verschwammen – das Mittelalter um uns herum und unsere Steampunk-Zeitreise, die Besucher in alternative Welten entführte.
Rückkehr im nächsten Jahr
Der Sindelfinger Mittelaltermärkte 2022, 2023 und 2024 waren für uns eine großartige Erfahrung.
Unser Zeitreisebüro Chrono.Tours und die handgefertigten Schmuckstücke der kurpfälzischen Perlenhexe hinterließen einen bleibenden Eindruck bei den Besuchern.
Die positive Resonanz und das rege Interesse an Steampunk und Zeitreisen haben uns darin bestärkt, auch im kommenden Jahr wieder mit einem Stand vertreten zu sein.
Die Vorbereitungen für 2025 laufen bereits auf Hochtouren.
Wir freuen uns darauf, erneut die Welt von Chrono.Tours vorzustellen und gemeinsam mit den Besuchern in eine Welt voller Magie, Dampf und Geschichte einzutauchen.
Der Sindelfinger Mittelaltermarkt bot eine einzigartige Gelegenheit, die Welten von Vergangenheit, Zukunft und Fantasie miteinander zu verbinden.
Als Betreiber des fiktiven Zeitreisebüros Chrono.Tours haben wir die Besucher nicht nur mit unseren Gewandungen und Apparaturen begeistert, sondern auch durch die handwerkliche Kunst der kurpfälzischen Perlenhexe, deren Schmuckstücke die Zeitreiseidee perfekt ergänzten.
Wir freuen uns bereits auf das nächste Jahr und auf neue, spannende Begegnungen mit Liebhabern von Geschichte und alternativen Welten.

Ein Bekannter von mir, ein erfahrener Jobcoach, erzählte mir kürzlich von einer ungewöhnlichen Anfrage: Auf einem Empfang wurde er gefragt, ob er sich vorstellen könnte, als Honorarkraft in einer Jugendstrafanstalt zu arbeiten.
Es ging um ein staatlich finanziertes Resozialisierungsprojekt, das seit knapp 20 Jahren als fester Bestandteil des Justizministeriums existiert.
Ziel dieses Projekts ist es, straffällig gewordenen Jugendlichen durch gezieltes Coaching und Ausbildungsmaßnahmen die Rückkehr in ein straffreies Leben zu ermöglichen.
Mein Bekannter dachte sich: „Warum nicht?“, und machte einen Termin aus, um sich das Ganze vor Ort anzusehen.
Bereits vorab warnte ihn die Projektleiterin, dass nicht jeder dem Druck in einer solchen Umgebung gewachsen sei; viele würden sich unwohl fühlen und hätten das beklemmende Gefühl, selbst „hinter Gittern“ zu sein.
Davon ließ sich mein Bekannter jedoch nicht abschrecken.
Einen Tag verbrachte er in der JVA, sprach mit den Jugendlichen und dem Personal, und stellte schnell fest, dass die Atmosphäre ihm keine Beklemmung bereitete.
Die Mauern und Sicherheitsvorkehrungen waren für ihn kein Grund, das Angebot abzulehnen, doch schließlich entschied er sich dagegen – und das hatte andere, schwerwiegendere Gründe.
Was ihn letztlich störte, war nicht der Arbeitsort oder die Aufgabe, sondern das Projekt an sich und dessen offensichtlich fragwürdige Wirksamkeit.
Wie er von der Projektleitung erfuhr, bot das Resozialisierungsprogramm den jugendlichen Straftätern die Möglichkeit, während ihrer Haftzeit eine Ausbildung zu beginnen.
Nach ihrer Entlassung könnten sie diese Ausbildung in externen Betrieben fortsetzen, was immerhin einigen eine Perspektive für einen Neustart bot.
Ein gut gemeinter Ansatz, der auf den ersten Blick sinnvoll und unterstützenswert erscheint.
Doch in seinen Gesprächen mit den Jugendlichen erhielt mein Bekannter immer wieder den Eindruck, dass viele Teilnehmer lediglich auf die damit verbundenen Vergünstigungen aus waren.
Er traf auf Jugendliche, die das Projekt anscheinend nur deshalb unterstützten, weil sie sich davon Vorteile für den Haftalltag versprachen – bessere Unterbringung, Vergünstigungen oder schlicht die Möglichkeit, sich die Zeit zu vertreiben.
Wirkliche Motivation oder Einsicht, ihre Lebensweise grundlegend zu ändern, schien bei vielen jedoch zu fehlen.
Der entscheidende Faktor für seine Absage war jedoch die ernüchternde Erfolgsquote des Projekts:
Laut der Projektleiterin werden etwa 85 Prozent der entlassenen Jugendlichen innerhalb eines halben Jahres nach ihrer Entlassung erneut straffällig und landen wieder im Gefängnis.
Mit einer Rückfallquote dieser Größenordnung stellt sich die Frage nach der Sinnhaftigkeit des Projekts auf sehr grundsätzlicher Ebene.
Ein Programm, das seit fast zwei Jahrzehnten mit erheblichem finanziellen Aufwand betrieben wird und dabei eine Erfolgsquote von bestenfalls 15 Prozent aufweist, kann wohl kaum als erfolgreich bezeichnet werden.
Seitdem fragt sich mein Bekannter, ob es sinnvoll ist, ein solches Projekt fortzuführen – mit hohen Steuergeldern, viel Aufwand und vor allem mit einer Bilanz, die eher auf Misserfolg als auf Erfolg hindeutet.
Ein Resozialisierungsprojekt, das für mehr als acht von zehn Teilnehmern langfristig nicht den gewünschten Erfolg bringt, kann kaum als wirksames Mittel zur Bekämpfung der Jugendkriminalität gelten.
Doch stattdessen wird hier Jahr für Jahr investiert, in der Hoffnung auf positive Zahlen, die jedoch nur spärlich zu verzeichnen sind.
Er kritisiert, dass die hohen Kosten in kein Verhältnis zum Resultat stehen und dass das eigentliche Problem – die Ursachen für das Abgleiten in die Kriminalität – offenbar nicht wirklich angegangen wird.
Es fehlt an nachhaltigen Ansätzen, die über die bloße Ausbildung hinausgehen und den Jugendlichen eine echte Perspektive bieten, die sie langfristig an die Gesellschaft bindet.
Nur Ausbildung anzubieten, ohne echte Motivation oder Einsicht bei den Teilnehmern zu wecken, bleibt oberflächlich und erreicht kaum die angestrebte Verhaltensänderung.
Mit dieser Erkenntnis im Hinterkopf stellt sich meinem Bekannten – und eigentlich auch uns als Gesellschaft – die Frage, ob es wirklich sinnvoll ist, Millionen in Projekte zu stecken, die zwar auf dem Papier gut aussehen, aber letztlich kaum die angestrebte Wirkung entfalten.
Statt ein System aufrechtzuerhalten, das vor allem auf kurzfristige Erfolge abzielt und dabei langfristig versagt, sollte über alternative Wege nachgedacht werden.
Die jetzige Praxis scheint vor allem ein teures Placebo zu sein, das kaum mehr leistet, als das Problem temporär zu verschieben, statt es wirklich zu lösen.