Baden-Württemberg

Man könne ja Politikern nicht vertrauen und dass keiner etwas tue, sagen sie den ganzen lieben Tag … 

„Die kann man nicht wählen”, „Die machen sowieso nur, was sie wollen”, „Sie halten ihre Versprechen nicht ein” argumentieren sie.
Sie schimpfen und schimpfen über die Politiker, die sich nur selbst bereichern, die unehrlich sind und ihre Wähler – „uns” – belügen.

Sie lassen ihrem Unmut freien Lauf, besonders in den sozialen Onlinenetzwerken. Sie machen Stimmung gegen „die da oben”.

Nun versuche ich, mit ihnen ins Gespräch und frage sie, worüber sie sich denn gerade aktuell aufregen und was sie meinen, könne man besser machen.
Als Antwort kommen die oben genannten Phrasen und Floskeln, in diesem oder anderem Wortlaut.

Sie sind politik- und politikerverdrossen und resignieren, weil „man” nichts tun kann. Sie schimpfen aber, was falsch läuft und dass es falsch läuft. 

Momentan findet in Böblingen der Parteitag der AfD statt. Im Vorfeld wird darüber Unmut geäußert, über die „Nazis” und „Faschisten”. Und natürlich, dass diese verboten gehörten und dass man ihnen zeigen solle, dass sie „hier” nicht hingehörten.

„Warum geht Ihr denn nicht einfach zur Kongresshalle und schließt Euch den Demonstranten an? Ihr kommt doch aus Böblingen.”
„Wir wollen mit den Nazis nix zu tun haben.”
„Das ist mir schon klar. Ihr geht doch samstags zum Wochenmarkt und könntet dann kurz die paar Meter um die Ecke gehen und Präsenz zeigen, damit die Nazis sehen, dass Böblingen sie nicht will. Wir können uns ja dort treffen, wenn Ihr Euch nicht alleine traut.”

Man kann diese notorischen Motzer nicht auf sowas festnageln.

Die, die von den Politikern fordern, dass diese ihren Worten Taten folgen lassen, lassen ihren Worten selbst keine Taten folgen. 

Die Ausreden sind genauso vielfältig wie ihre Schimpftiraden, nicht minder aggressiv und inhaltslos.

Sie wollen, dass andere etwas machen, aber sie sind nur faul und feige.
In den sozialen Onlinenetzwerken können sie sich austoben und feiern, wie „politisch” aktiv sie sind, doch außerhalb im realen Leben scheitern sie schon im Ansatz.

Seit zweieinhalb Jahren sind meine Gattin und ich nun beim Steampunk dabei.

Steampunk ist eine retro-futuristische Kultur, die sich seit den 1980-er-Jahren entwickelt hat.

Als Newcomer gefielen uns vor allem die Umgangsformen, die gepflegt werden: Höflichkeit als erste und oberste Devise.
Uns beeindruckten auch die Erfindungen, die sogenannte „Maker“ – Erfinder – selbst gebaut hatten.
Auch die an das „Viktorianische Zeitalter“ – 1837 bis 1901 – angelehnte Kleidung gefiel uns.
Wir fühlten uns wohl. Wir wurden hier und dort eingeladen. Irgendwo fand und findet immer etwas statt. Es machte Spaß, immer wieder neue Leute kennenzulernen, mit ihnen zu sprechen, Neues zu erfahren und sich beim Picknick oder ähnlichen auszutauschen.

Es gibt jedoch auch Schattenseiten.

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Am 3. Februar war ich zu Gast beim „Stadtgespräch Böblingen”.
Der Verlagsleiter und Chefredakteur der „Sindelfinger Zeitung / Böblinger Zeitung” interviewte mich zum Thema „Zeitreisen und Steampunk” für „Regio TV Stuttgart”.

Vielen Dank!

Der Verband der Automobilindustrie e. V. (VDA) mit Sitz in Berlin hat beschlossen, dass die Internationale Automobil-Ausstellung im Jahr 2021 nicht mehr in Frankfurt stattfinden solle.
 
Unter den sechs Bewerbern gehörte auch die Messegesellschaft Stuttgart.
Diese ist allerdings nicht in die engere Auswahl einbezogen worden.
In Stuttgart wird nun Maulaffen feilgehalten.

Wenn wundert es, dass Stuttgart abgelehnt wurde?

In Stuttgart werden Autofahrer – insbesondere Dieselfahrer – ohne Ende drangsaliert.
2019 wurde ein Dieselfahrverbot für Autos unterhalb der EU-Norm 5 erlassen, bei dem es angeblich keine Kontrollen gebe. Wenn jemand allerdings ein „Knöllchen“ wegen geringer Delikte wie zum Beispiel Falschparken bekommt, wird kontrolliert, welche Abgasnorm das Auto hat und gegebenenfalls eine Strafe von 108,50 Euro zusätzlich zum anderen Vergehen verhängt. Ab 2020 gilt für Dieselautos, die der EU-Norm 5 entsprechen, stellenweise Fahrverbote auf bestimmten strecken ebenso ein Fahrverbot. Es werden Überlegungen angestellt, Dieselautos mit EU-Norm 6 bis 6‑C auch zu verbieten.

Autofahrer werden als Umweltsünder gebrandmarkt und generell für die Umweltverschmutzung verantwortlich gemacht.

Nun hat sich die Messe Stuttgart um die Ausrichtung der IAA 2021 beworben und man ist traurig, dass man es nicht mal in die engere Auswahl geschafft hat.

Warum sollte der Verband der Automobilindustrie die IAA in einer Stadt und in einem Bundesland abhalten, in dem Autofahrer drangsaliert werden und als Prügelknabe Nummer Eins gelten?

Morgen ist für Sabine Schneidewind und ihre Kolleginnen ein großer Tag.
Der Klinikverbund Südwest startet seine Werbekampagne, auf dessen Plakate unter anderen Sabine Schneidewind zu sehen ist.

Der Klinikverbund Südwest hatte eine Mediengesellschaft beauftragt, eine Werbekampagne zu starten. Großen Wert wurde darauf gelegt, Mitarbeiterinnen in den Kliniken auf die Plakate, Flugblätter et cetera zu nehmen.

Nach einer Ausschreibung traf das Los auch Sabine Schneidewind.

Im Sommer fand das Fotoshooting statt.

Morgen, Montag, den 27.1.2020, startet die Kampagne mit einer internen Vorstellung mit allen Mitwirkenden.

In ein paar Tagen wird man Sabine Schneidewind und ihre Kolleginnen auf Plakatwänden und Werbeblättern sehen.

Die Tourismus-Messe CMT ist nun beendet.

Am Stand von „Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg” posierten wir für ein Foto (oben) und luden es für ein Gewinnspiel bei Instagram hoch.

Heute erreichte uns die Gewinnbenachrichtigung.

Lieber Herr Schneidewind,
Sie haben die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden­
Württemberg am Stand auf der GMT besucht und an unserem
lnstagram-Gewinnspiel #unendlichschoen2020 teilgenommen.
Herzlichen Glückwunsch zum Gewinn einer Schlosscard für die
Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg!
Mit Ihrer Schlosscard erhalten Sie ein Jahr lang freien Eintritt
in 26 unserer Monumente im ganzen Land. Besuchen Sie uns
zum Themenjahr 2020 „Unendlich schön. Monumente für die
Ewigkeit”.

Vielen Dank!

Dies sind die Termine für den Steampunk-Stammtisch in Ludwigsburg.

  • 25. Januar
  • 29. Februar
  • 28. März
  • 25. April
  • 23. Mai
  • 27. Juni
  • 25. Juli
  • 29. August
  • 19. September
  • 24. Oktober
  • 21. Novermber
  • 26. Dezember (???)

Weitere Informationen und Änderungen zum Steampunk-Stammtisch in Ludwigsburg gibt es bei „Steampunk Stuttgart” auf Facebook.

Am 17.12.2019 gegen 13:15 Uhr wollten meine Gattin und ich die Wilhelma besuchen.

Da ich das Private mit dem Angenehmen verbinden wollte, stellte ich mich bei der Frau an der Kasse vor. Ich hatte von Umbauarbeiten gehört , wollte mehr über den „Christmas Garden” erfahren und auch darüber berichten. Ich hoffte auch, eine Pressemappe zu bekommen.

Mehr als „Guten Tag, mein Name ist …” konnte ich nicht sagen, weil mich die Frau an der Kasse patzig und ungehobelt unterbrach mit den Worten: „Die erkennen wir nicht an.„
Auf mein verwirrtes Nachfragen sagte sie, dass die Wilhelma nur deutsche Presseausweise anerkenne.
Da hatte ich schlechte Karten, weil ich einen internationalen habe.
Sie zeigte mir ein einlaminiertes Dokument, wie ein Presseausweis auszusehen habe. Ich erklärte ihr, dass ich bei der Europäischen Journalistenkammer ( „European Chamber of Journalists”) akkreditiert und auch Mitglied der „European Press Federation” sei.

Was in die Frau gefahren war, eröffnete sich uns nicht, da sie sich abwandte und keine Anstalten machte, uns Eintrittskarten zu verkaufen. Sie entfernte sich aus ihrem Bereich. Wir sahen, wie sie Zettel ordnete.
Meine Gattin und ich warteten noch etwas, da wir erst glaubten, dass sie sich mit jemanden kurzschließen wollte. Nach einigen Minuten entschieden, uns in einer anderen Stadt einen schönen Nachmittag zu machen.

Am nächsten Morgen schreib ich eine E‑Mail an die Wilhelma und stellte den Sachverhalt nüchtern dar.
Ich forderte die Wilhelma auf, uns die Beweggründe zu nennen, weswegen man uns nicht mal hineinließ. 

Es dauerte etwa eine Woche, bis mir der PR- und Marketing-Verantwortliche der Wilhelma antwortete.
Er klärte das Missverständnis auf und versprach mir, die Frau an der Kasse besser zu schulen.

Er erklärte mir, dass die Wilhelma nur noch Journalisten mit dem „bundeseinheitlichen Presseausweis” akzeptiere. Alle anderen müssen sich im Vorfeld melden und ihr Anliegen beschreiben.

Ich erklärte ihm, um was es sich bei der „„European Chamber of Journalists” handelte und führte aus, dass die Mitglieder dieser Vereinigung, zu der auch die „European Press Federation” gehöre, zum größten Teil europaweit arbeiteten. Ich führte aus, dass die ECJ und EPF im Register der Europäischen Union als Berufs- und Interessenvertretung von Journalisten eingetragen sei.
Daraufhin legte ich dar, wie die EPF arbeitet und zeigte ihm Unterschiede zur Arbeit der Journalisten, die den sogenannten „bundeseinheitlichen Presseausweis” besäßen.
Anschließend beschrieb ich, welche Unterschiede es zwischen dem „Pressecodex des Deutschen Presserates und dem der „European Chamber of Journalists” gäbe.

Nach wieder knapp einer Woche Wartezeit bekam ich Antwort.

Nach dem Lesen der Mail fragte ich mich, weswegen ich eigentlich ausgeführt hatte, was die Europaweite Pressevereinigung (EPF) macht, welche Ziel sie verfolgt und wie sie agiert.
Er bedankte sich lapidar für meine Ausführungen, schrieb allerdings lediglich, dass die Wilhelma nur eben den oben beschriebenen Presseausweis akzeptiere.
Das hießt, dass das Ausland von der Berichterstattung ausgeschlossen ist.

Er schrieb, dass Journalisten auch freien Eintritt hätten, wenn die Wilhelma einverstanden sei.
nun wird es kurios.
Er möchte nur Journalisten, die Mitglieder des Deutschen Presserates und deren „Töchter” sind, um anscheinend sichergehen zu können, dass der Pressecodex” eingehalten wird.
Im Pressecodex gibt es allerdings eine Klausel. 

Ziffer 15 – Vergünstigungen:
Die Annahme von Vorteilen jeder Art, die geeignet sein könnten, die Entscheidungsfreiheit von Verlag und Redaktion zu beeinträchtigen, sind mit dem Ansehen, der Unabhängigkeit und der Aufgabe der Presse unvereinbar. Wer sich für die Verbreitung oder Unterdrückung von Nachrichten bestechen lässt, handelt unehrenhaft und berufswidrig.

In Baden-Württemberg wird seit längerem diskutiert, ob bei Polizeimeldungen die Ethnie oder die Nationalität eines Täters oder Tatverdächtigen genannt werden solle.
Hier scheiden sich die Geister nicht nur konservativer und progressiver Politiker.

Viele Politiker berufen sich auf den „Pressecodex des Deutschen Presserats”.
Unter Ziffer 12. 1 und Ziffer 12.2 werden Richtlinien über Diskriminierung beschrieben.
Einfach gesagt sollte die Ethnie, Nationalität oder Weltanschauung eines Täters oder Verdächtigen nur erwähnt werden, wenn dies für die Berichterstattung relevant ist.
Dies ist ein weitgefasster Begriff. Die Entscheidung der Nennung obliegt den Richtlinien des Mediums oder des Redakteurs.

Das Kuriose ist, dass Politiker bezüglich Pressemitteilungen der Polizei den Pressecodex als Bestätigung ihrer Ansicht heranziehen.
Wenn man gegen die Nennung der Ehtnie ist, kann man sich hinter den Pressecodex verstecken. Ist man anderer Ansicht, kann man argumentieren, dass derjenige, der die Pressemeldung verfasst, selbst entscheiden kann.

Als Journalist lernt man, dass Pressemeldungen oder Pressemitteilungen nur sehr entfernt etwas mit journalistischer Berichterstattung zu tun haben. Diese beschreiben aus dem Blickwinkel des Schreibenden – der Behörde, Organisation, des Unternehmens etc. – die Sicht der Dinge. Hierbei kommt es zu Lobpreisungen und der Benutzung von steigernden Adjektiven bis zum Superlative oder sogar der Erfindung neuer Wörter und Begrifflichkeiten. Es wird nur Positives beschrieben.

In der Diskussion bezog sich Hans-Ulrich Sckerl von den Grünen auf den Pressecodex und sagte sogar, dass eine Ethnie nicht genannt werden dürfe. Dieses angebliche Verbot gibt es nirgends, auch nicht in den Erläuterungen zum Pressecodex.

Innenminister Thomas Strobl sagte, es müsse eine gemeinsame Einigung über die Nennung oder Nicht-Nennung aller Landesinnenminister beziehungsweise der Landespolizeien geben. Diese gemeinsame Entscheidung trüge er mit.

Zwei „Meinungen”, die nichts aussagen und die nebenbei bemerkt nicht fundiert sind!

Bis zu einer Entscheidung, ob die Polizei in Baden-Württemberg Ethnie, Nationalität und mehr nennen darf oder nicht, wird wohl noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

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