Seit zweieinhalb Jahren sind meine Gattin und ich nun beim dabei.
ist eine retro-futuristische Kultur, die sich seit den 1980-er-Jahren entwickelt hat.
Als Newcomer gefielen uns vor allem die Umgangsformen, die gepflegt werden: Höflichkeit als erste und oberste Devise.
Uns beeindruckten auch die Erfindungen, die sogenannte „Maker“ – Erfinder – selbst gebaut hatten.
Auch die an das „Viktorianische Zeitalter“ – 1837 bis 1901 – angelehnte Kleidung gefiel uns.
Wir fühlten uns wohl. Wir wurden hier und dort eingeladen. Irgendwo fand und findet immer etwas statt. Es machte Spaß, immer wieder neue Leute kennenzulernen, mit ihnen zu sprechen, Neues zu erfahren und sich beim Picknick oder ähnlichen auszutauschen.

Es gibt jedoch auch Schattenseiten.

Wir ließen bald unserer Kreativität freien Lauf.
Da wir uns unter „nden in viktorianischer Gewandung“ befanden, kam uns in den Sinn, dass es auch eine Behörde geben müsse, die schaut, ob nde nichts Verbotenes tun.

So entstand „Department Z – Die Zeitpolizei“.

Wir ersannen n, die von unseren -Charakteren handelten.
Zu unserer Überraschung wurden wir zu Interviews eingeladen und über uns wurde berichtet. Wir konnten es nicht fassen.

Plötzlich wurden Intrigen gegen uns geschmiedet, die uns erst nicht bewusst waren. Unsere und Bekannten wussten, dass diese der dummen und bösartigen Fantasie von Neidern entstammten.
Einige glaubten den Intriganten allerdings und mieden uns.
Durch unsere offene Art konnten wir einiges klar‑ und richtigstellen. Wir gewannen bei mehreren Personen wieder Land.

Wenn man allerdings meint, die Intriganten hätten aufgehört, ist man gutgläubig und naiv, genau wie wir es waren.

Im Sommer 2019 fand am Karlsruher Schloss ein großes -Picknick statt, zu dem wir explizit von den Organisatoren als Zeitpolizei geladen wurden. Die Zeitpolizei sollte kontrollieren, ob die nden gültige Dokumente hatten und sie gegebenenfalls ermahnen oder festnehmen. Im Schlossgarten sollten wir ebenfalls die Passagiere in der Kleinbahn kontrollieren.
Mit einem anderen Paar hatten wir abgesprochen, dass diese flüchten sollten und wir sie verfolgen und stellen. Der Mann starb im Hagel unserer Waffen und die Frau beugte sich dann weinend über ihn. Dazu spielte die Steam-Folk-Band „Tales of Nebelheym“ den Song „Und sie tanzten bis in die Ewigkeit.“.

Ein riesiger Erfolg!

Aber es kam anders!

Bevor das Picknick losging, bei der Begrüßung durch die Organisatoren am Vorplatz des Schlosses, kam eine Reporterin der „Badener Neuesten Nachrichten“ auf uns zu und wollte wissen, wer wir seien. Wir erklärten, was es mit der Zeitpolizei auf sich habe und was deren Aufgaben seien.
Nach dem Wochenende erschien ein großer Bericht in der Zeitung und uns widmete man – zu unserem Erstaunen – einen großen Absatz.
Etwas später fehlte der Absatz und lapidar stand dort nur noch, dass unter den vielen Teilnehmern auch eine „selbsternannte Zeitpolizei“ gewesen wäre.
Auf Nachhaken erfuhren wir, dass Leute, die sich für die Besten und Tollsten hielten und von sich meinten, die Deutungshoheit über den zu haben, einen verbalen Aufstand gemacht hatten. Sie hatten sich darüber aufgeregt, dass die „Zeitpolizei“ dagewesen war und kontrolliert hatte. Sie machten so viel Druck, dass die Reporterin sich genötigt sah, die Passage über uns herauszunehmen, zumindest in der Onlineausgabe.

Zur gleichen Zeit, ungeachtet dessen, wurden wir als -Botschafter auserkoren, was wir dankend annahmen. Aber das nur nebenbeibemerkt.

Die Attacken gegen uns gingen weiter.

Von „hochoffizieller Stelle“ regte man sich auf, dass die Zeitpolizei sich erdreistet hätte, Ermahnungn zu verteilen. Diese „hochoffizielle Stelle“ hatte niemand legitimiert. Es war genau so eine „Institution“ wie die Zeitpolizei.
Dieses sogenannte „Amt“ – die „hochoffizielle Stelle“ – basiert auf Romanen. Die „Amtleute“ sind bei Treffen, Picknicks und Veranstaltungen anwesend und kleben in die ausweise, die in der Regel jeder hat, Erinnerungsmarken ein.
Im Zuge dieser Querelen erfuhren wir auch, dass wir von den Intriganten als Rechtsradikale denunziert worden waren.
Menschen, die uns nahe stehen, wissen, das ist in keinster Weise stimmt.
Über uns wurden viele Lügen verbreitet.

Der Oberintrigant nimmt übrigens Reißaus, wenn wir nur in seiner Nähe kommen.
Wir haben mit ihm nie Streit gehabt oder Querelen. Er hat uns ignoriert, als der erste Zeitungsartikel über uns am 11.11.2017 veröffentlicht wurde.
Viele unserer sagen, dass er neidisch auf uns sei. Neidisch auf die relativ Neuen, die viel bewegen und mit vielen ein sehr gutes Verhältnis haben.

Auf der „Comic Con 2019“ in Stuttgart gingen wir in -Montur zum Stand der Chefin des „Amts“. Wir redeten freundlich miteinander und man merkte ihr an, dass sie uns mochte. Kurioserweise erfuhr sie erst von uns, dass wir auch die Zeitpolizei mimten. Sie fand diese Idee sehr gut. Wir hatten mit ihr kein Problem.
Währenddessen hetzte einer ihrer „Stellvertreter“ weiter gegen uns in den sozialen Onlinen. Wir wehrten uns.
Als plötzlich bekannt wurde, dass wir mit der „Amtschefin“ gesprochen hatten, ebbte es etwas ab.

Kurios wurde es, als wir uns zu einem „Weltkongress“ in Karlsruhe angemeldet hatten.
Dieser wurde von dem Oberintriganten organisiert.
Von seiner Stellvertreterin wurden wir gefragt, ob wir unbedingt als Zeitpolizei kommen müssten.

Da war nicht angedacht, denn wir wollten „nur“ in viktorianischer Kleidung dorthin gehen.

Der Oberintrigant hatte Angst, dass die Zeitpolizei mehr Aufmerksamkeit erhielte als er. Man bot uns sogar an, dass er uns persönlich in einem Chat einlüde, wenn wir versprächen, dass wir nicht als Zeitpolizei kämen.
So passierte es.
Wir ließen uns aber nicht auf irgendetwas ein.
Jemand, der zwei Jahre gegen uns Intrigen geschmiedet hatte und uns ignoriert hatte, wurde für eine kurze Zeit lammfromm. Wir schnitten den Chat mit ihm mit und zeigten es unseren n, was allgemein zur Erheiterung beitrug.

Dummerweise wurde ich am Morgen des „Weltkongress“ in eine Beißerei zwischen Hunden verwickelt und wurde gebissen. Wegen der Wundversorgung im Krankenhaus mussten wir leider absagen.

Aber nicht nur der Oberintrigant war unser selbst erklärte Feind.
Es gibt andere, die sich aufn, die Deutungshoheit gepachtet zu haben. Diese sind auch „Maker“ und organisieren stellenweise große Veranstaltungen mit. Sie konterkarieren die Gemeinschaft mit ihren Kommerz, denn sie nehmen übermäßig Geld alleine schon für ihr Kommen. Sie haben eigene Regeln aufgestellt, was genau zu sein hat und versuchen mit perfiden Mitteln anderen ihre Meinung aufzuzwingen. Von ewiger schlechter Laune und über die „Dummen“ getrieben, stehen sie über allem.

Eine Frau dieser „Allwissenden“ zettelte eine Diskussion über Integration von „Star Trek“ oder „Star Wars“ und anderen Genres in an.
Laserschwerter, Strahlenpistolen, Aliens und Raumschiffe, die auf antik gestylt werden könnten – Raumschiff Enterprise in Bronze mit Edelsteinen und Zahnräder verziert, Captain Kirk mit blauem Frack und Zylinder auf einem Sessel mit Samtpolster und vieles mehr oder der Wookie Chewbacca im brauen Anzug mit Hut und Gehstock – war nicht Jedermanns Geschmack.
Viele vertraten die Ansicht, solle bleiben ohne Elemente aus anderen Genres.
Viele sprachen sich gegen das sogenannte „Crossover“ aus und argumentierten dagegen.
Die „Allwissende“ wies jedes Argument mit der Behauptung zurück, in der Diskussion gäbe es nur eigene Meinungen und keine Argumentation. Aus diesem Grund sei diese Diskussion nicht relevant und die Gegen‑„;Meinungen“ zählten nicht.

So macht man sich keine oder verliert sie!

Diese Dinge sind allerdings nicht nur uns passiert.

berichten davon, dass es zu viele gäbe, die anderen nichts gönnen oder meinen, sie bevormunden zu müssen.
Sie berichten auch davon, dass sie versucht hätten, zu schlichten oder Kompromisse auszuhandeln, doch es scheiterte leider an denen, die von sich meinten, sie wären etwas Besseren oder sie wären schlauer.

Bei Veranstaltungen ist es so, dass bestimmte Menschen Reißaus nehmen, wenn andere hereinkommen.
Uns interessiert es herzlich wenig, wenn Leute einen Ort verlassen, wenn wir dort auftauchen. Dies ist die Entscheidung jedes Einzelnen. Dies ist aber leider die Auswirkung der Besserwisser und Intriganten. Sie sind nämlich diejenigen, die Unmut und Zwietracht in die Gemeinschaft gleichgesinnter bringen.

Eine relativ neue Sache ist die, „politisch“ gegen andere vorzugehen.

ist ein Hobby. Dort hat Politik nichts zu suchen. Das wurde immer so gehalten und niemand hatte Interesse, dies ins Hobby einzubringen.
Aus welchen Grund auch immer hat das „Amt“ – die „hochoffizielle Stelle“ – Aufnäher herausgebracht mit der Aufschrift „s gegen rechts“.

Beim sind die verschiedensten Leute dabei, verschiedene Nationen, Ethniken, Kulturen.

Es wurde auch nie gehetzt gegen Ausländer oder Andersdenkende.
Plötzlich gab es ohne einen Vorwand oder Vorfall die Aufnäher.

Der Großteil der s sprach sich dafür aus, dass sowas überhaupt nicht nötig wäre, weil die s sowieso ein „bunter Haufen“ wären. Sie lehnten sowas ab.
Eine heftige Diskussion entbrannte mal wieder. Die Mehrheit war der Auffassung, wenn man sich positionieren wolle, es heißen solle „s gegen Extremismus“, wobei sowohl Extremismus von Links als auch von Rechts und sogar religiös-motivierter abgedeckt sein würde.

Von der „Alleswisser-Fraktion“ – Integration und „Crossover“ – wurde eine Diskussion angezettelt, die allen, die gegen die Parole „gegen rechts“ waren, vorwarf, sie würden nur deswegen auf „gegen Extremismus“ drängen, weil sie Rechte bzw. Rechtsradikale seien und so nur ablenken wollten.
Auch taten sie so, als würde die -Kultur von rechtem gut verseucht sein.

Obwohl wir den Standpunkt vertraten, dass Politik nichts bei zu suchen habe, wurden wir in die Diskussion gedrängt. Wir lehnten jede Positionierung ab, aber gaben zu bedenken, dass man jedem überlassen könnte, wenn er es wolle entweder „gegen links“, „gegen rechts“ oder „gegen Extremismus“ auf seine Kleidung nähen.

Trotz aller strittigen Positionen wurde die Variante „gegen rechts“ produziert.
Personen, die nicht mitzogen, wurden als „Rechte“ denunziert und jegliche Diskussion wurde geführt.

Momentan wird leider die -Kultur von innen heraus von bestimmten Personen attackiert. Es werden Gerüchte in die Welt gesetzt, gehetzt gegen bestimmte Personen, Veranstaltungen fallen dem Neid und der Eifersucht anheim.

Dies ist sehr schade.

Trotz vieler Bemühungen ist es bis jetzt nicht gelungen, Einheit wieder herzustellen oder zumindest Kompromisse zu erreichen, mit dem jeder einigermaßen zufrieden sein könnte.

Es ist noch viel zu tun.

Liebe Leserinnen und Leser, Sie haben bemerkt, dass wir keine Namen nennen (wollen).

ist eine welt.
Man stellt sich eine Welt vor, deren technologische Entwicklung anders verlaufen ist als die, die wir kennen. Vorherrschende ist die Dampf und die Mechanik, größtenteils mit Zahnrädern.
Die Mode ist die der „Viktorianischen Zeit“ (ca. 1870 bis 1910) geblieben, allerdings in einer idealisierten Art und Weise. Zudem kommen Applikationen und Accessoires wie Zahnräder, Luftschiffe, Maschinen hinzu.
Obligatorisch sind die „Goggles“, Schweißerbrillen, mit futuristischem Zubehör wie Lupen, Zahnräder, Sextanten et cetera , die an den Hüten und Mützen getragen werden und vieles mehr.
Seit den 1980er-Jahren entwickelt sich die (Sub‑) Kultur „“.
Literarische Vorlagen sind die Bücher von Jules Verne, H.G. Wells und dergleichen mehr.


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