Esoterik

Der Große Komet von 1106 war ein spektakuläres Himmelsphänomen, das im Februar und März des Jahres 1106 in vielen Teilen der Welt beobachtet werden konnte.
Er gehört zu den sogenannten Großen Kometen, die sich durch ihre außergewöhnliche Helligkeit und Schweiflänge auszeichnen.
Der Komet war ein Mitglied der Kreutz-Gruppe, einer Familie von Kometen, die aus einem gemeinsamen Ursprungskörper hervorgegangen sind und sehr nahe an der Sonne vorbeiziehen. Die Kreutz-Gruppe ist nach dem deutschen Astronomen Heinrich Kreutz benannt, der im 19. Jahrhundert die Verwandtschaft dieser Kometen erkannte.
Die Kometen dieser Gruppe haben sehr kleine Kerne, die oft bei der Annäherung an die Sonne zerfallen oder verdampfen.
Der Komet wurde zum ersten Mal am 2. Februar 1106 in Belgien und Italien gesichtet, wo er als ein Stern in der Nähe der Sonne erschien.
Er war so hell, dass er sogar den Mond überstrahlte. In den folgenden Tagen wurde er auch in Palästina, Japan, China und Korea wahrgenommen, wo er einen langen und breiten Schweif zeigte, der bis zu 100 Grad am Himmel spannte. Der Schweif war weiß oder bunt und hatte manchmal mehrere Strahlen, die in verschiedene Richtungen wiesen.
Der Kometenkopf war so hell, dass er auch am Tag sichtbar war. Er wurde oft mit der Venus oder dem Jupiter verwechselt, die ebenfalls in der Nähe der Sonne standen.
Der Komet war besonders imposant, als er am 9. Februar die Sonne passierte und einen großen Bogen am Himmel bildete.
Der Komet erregte die Aufmerksamkeit und das Staunen vieler Menschen, die ihn als ein Zeichen Gottes, ein Omen oder eine Naturerscheinung deuteten. In vielen Chroniken, Geschichtsbüchern, Gedichten und Kunstwerken wurde der Komet beschrieben und dargestellt.
Einige sahen in ihm einen Zusammenhang mit dem Tod des Kaisers Heinrich IV., der kurz vor dem Erscheinen des Kometen gestorben war. Der Kaiser war ein umstrittener Herrscher, der sich mit dem Papst und den Fürsten anlegte und mehrmals exkommuniziert wurde. Sein Tod löste einen Machtkampf zwischen seinen Söhnen und seinen Gegnern aus.
Andere verbanden den Kometen mit politischen, religiösen oder klimatischen Ereignissen, die in jener Zeit stattfanden.
So wurde der Komet in Japan als ein Vorbote für den Sieg des Kaisers Toba über die Rebellen angesehen, die sich gegen seine Herrschaft erhoben hatten.
In China wurde der Komet als ein Symbol für die Schwäche der Song-Dynastie interpretiert, die von den nomadischen Liao und Jin bedroht wurde.
In Europa wurde der Komet mit der Ersten Kreuzzugsbewegung in Verbindung gebracht, die im Jahr 1095 begonnen hatte und bis 1099 andauerte.
Der Komet wurde auch mit einer Reihe von Naturkatastrophen in Verbindung gebracht, wie Erdbeben, Vulkanausbrüchen, Dürren, Hungersnöten und Seuchen.
Der Komet blieb bis Mitte März sichtbar, bevor er hinter der Sonne verschwand.
Seine genaue Umlaufbahn ist nicht bekannt, da die historischen Berichte zu widersprüchlich sind.
Er könnte aber mit den Kometen von 1843, 1882 und 1965 verwandt sein, die ebenfalls zur Kreutz-Gruppe gehören und sehr helle Erscheinungen waren.
Diese Kometen haben ähnliche Umlaufzeiten von etwa 800 Jahren und könnten aus einem größeren Kometen entstanden sein, der vor mehreren Jahrtausenden zerbrochen ist.
Der Komet von 1106 ist somit ein faszinierendes Beispiel für die Wirkung eines Himmelskörpers auf die menschliche Kultur und Geschichte. Er zeigt, wie die Menschen versuchten, die Bedeutung und den Einfluss eines solchen Ereignisses zu verstehen und zu deuten.
Er ist auch ein Zeugnis für die wissenschaftliche und künstlerische Beobachtung und Dokumentation eines astronomischen Phänomens, das die Grenzen von Raum und Zeit überschritt.

Die Welt der sogenannten „Querdenker” – Ursprung, Beweggründe und potenzielle Gefahren
Die Faszination der sogenannten „Querdenker”-Bewegung
Die sogenannte „Querdenker”-Bewegung hat in den letzten Jahren zunehmend an Aufmerksamkeit gewonnen und überschreitet dabei gesellschaftliche Grenzen. Es ist von entscheidender Bedeutung, zu verstehen, wer genau diese Menschen sind, die sich selbst als sogenannte „Querdenker” bezeichnen, und wie diese Bewegung entstanden ist. Ein umfassenderer Blick auf die Ursprünge dieser Gruppierung kann dazu beitragen, nicht nur ihre Dynamik zu beleuchten, sondern auch potenzielle Gefahren im Zusammenhang mit ihrem Gedankengut zu erkennen.
Die Wurzeln der sogenannten „Querdenker”-Bewegung können auf verschiedene gesellschaftliche und politische Entwicklungen zurückgeführt werden.
Ein wesentlicher Faktor ist der wachsende Unmut und die Unzufriedenheit in Teilen der Bevölkerung über politische Entscheidungen, gesellschaftliche Veränderungen und staatliche Maßnahmen. Diese Unzufriedenheit hat in vielen Fällen zu einem Gefühl der Entfremdung und des Vertrauensverlusts gegenüber etablierten Institutionen geführt.
Ein weiterer entscheidender Faktor für das Entstehen der sogenannten „Querdenker”-Bewegung ist die Rolle der sozialen Medien und digitalen Plattformen. Diese haben es ermöglicht, dass Meinungen und Informationen sich schneller und breiter verbreiten können als je zuvor. Die Bildung von Online-Gemeinschaften und ‑Gruppen, die sich kritisch gegenüber offiziellen Darstellungen positionieren, wurde durch die digitalen Möglichkeiten stark begünstigt.
Hierbei spielte insbesondere die Verbreitung von Verschwörungstheorien und alternativen Erklärungsansätzen für gesellschaftliche Entwicklungen eine maßgebliche Rolle.
Die sogenannte „Querdenker”-Bewegung selbst hat ihren Ursprung in verschiedenen Protestbewegungen, die sich gegen bestimmte politische Entscheidungen oder Maßnahmen richteten. Insbesondere im Kontext der COVID-19-Pandemie haben sich viele Menschen, die sich von staatlichen Beschränkungen betroffen fühlten, in dieser Bewegung zusammengefunden. Der Wunsch nach mehr individueller, egoistischer Freiheit und ich-bezogene Autonomie stand dabei im Vordergrund. Die Bewegung wurde durch Demonstrationen und Veranstaltungen sichtbar, bei denen die Teilnehmer ihre Ablehnung gegenüber staatlichen Maßnahmen und ihrer Kritik an als zu restriktiv empfundenen Regelungen ausdrückten.
Es ist wichtig zu betonen, dass die sogenannte „Querdenker”-Bewegung eine heterogene Gruppierung ist, die verschiedene Strömungen und Ansichten vereint. Einige Mitglieder der Bewegung suchen lediglich den Austausch von „alternativen Meinungen”, während andere extreme Positionen und Verschwörungstheorien vertreten. Die Bewegung wurde in einigen Fällen auch von rechtsextremen Elementen infiltriert, was zu einer weiteren Fragmentierung und Kontroversen innerhalb der Gruppierung führte.
Insgesamt ist die Entstehung der sogenannten „Querdenker”-Bewegung das Ergebnis komplexer sozialer, politischer und technologischer Entwicklungen. Ihr Einfluss auf die Gesellschaft sollte nicht nur im Kontext ihrer Proteste, sondern auch im Hinblick auf die potenziellen Risiken ihres Gedankenguts betrachtet werden. Ein differenziertes Verständnis dieser Bewegung ist entscheidend, um konstruktive Diskussionen zu ermöglichen und angemessene Gegenmaßnahmen zu ergreifen, wenn es um die Bewahrung von demokratischen Werten und gesellschaftlichem Zusammenhalt geht.
Zwischen Kritik und Kontroversen
Der Terminus „Querdenker” fand seinen Ursprung in der ursprünglichen Definition für Personen, die konventionelle Meinungen und etablierte Denkmuster hinterfragen, mit dem Ziel, kreative und innovative Lösungen zu generieren.
Dieser Begriff wurde im Laufe der Zeit jedoch transformiert, und heutzutage charakterisiert er oft Individuen, die nicht nur gängige Meinungen in Frage stellen, sondern sich aktiv gegen staatliche Maßnahmen, wissenschaftliche Konsensen und etablierte gesellschaftliche Normen positionieren.
Die Entwicklung dieser Begriffsveränderung spiegelt einen Wandel in der Wahrnehmung und Praxis der sogenannten „Querdenker” wider.
Ursprünglich als positive Bezeichnung für innovative Denker genutzt, hat sich der Begriff nun zu einer Beschreibung für eine Bewegung entwickelt, die sich gegen etablierte Strukturen auflehnt.
Dieser Wandel wirft nicht nur Fragen über die Motivationen und Ziele dieser Gruppierung auf, sondern ruft auch eine Vielzahl von Reaktionen hervor, von Befürwortung bis hin zu ernsthafter Besorgnis.
Diejenigen, die die sogenannten „Querdenker” als notwendiges Korrektiv betrachten, betonen oft die Bedeutung des kritischen Denkens und der Vielfalt der Meinungen in einer demokratischen Gesellschaft. Sie argumentieren, dass die Fähigkeit, etablierte Ansichten zu hinterfragen, einen wesentlichen Beitrag zur Weiterentwicklung von Ideen und zur Identifizierung von Problemlösungen leistet. In dieser Perspektive wird die sogenannte „Querdenker”-Bewegung als Stimme der Opposition gegen mögliche Dogmen und Bequemlichkeit innerhalb der Gesellschaft gesehen.
Gleichzeitig hegen Kritiker ernsthafte Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen dieser Bewegung auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die aktive Ablehnung staatlicher Maßnahmen und wissenschaftlicher Erkenntnisse könnte, so argumentieren sie, potenziell zu gefährlichen Situationen führen, insbesondere in Bezug auf öffentliche Gesundheit und Sicherheit. Die Kritiker betonen auch, dass die sogenannte „Querdenker”-Bewegung in einigen Fällen von extremistischen Elementen infiltriert wurde, was zu weiterer Fragmentierung und Konflikten innerhalb der Gruppierung führte.
Ein tieferes Verständnis dieser Dynamik erfordert eine differenzierte Betrachtung der Vielfalt innerhalb der sogenannten „Querdenker”-Bewegung.
Es ist wichtig, zwischen denjenigen zu unterscheiden, die legitime Bedenken und „alternative Perspektiven” äußern, und denjenigen, die extremistische Ansichten vertreten.
Der Dialog und eine offene Diskussion über die Beweggründe und Ziele dieser Gruppierung sind entscheidend, um die zugrunde liegenden Probleme zu adressieren und gleichzeitig den demokratischen Austausch von Ideen zu bewahren.
Eine Reaktion auf Unsicherheiten
Die Ursprünge der sogenannten „Querdenker-Bewegung” sind vielfältig und lassen sich auf verschiedene Faktoren zurückführen, die oft als Reaktion auf gesellschaftliche Unsicherheiten, politische Unruhen oder wirtschaftliche Probleme entstehen. In Zeiten von Krisen neigen Menschen dazu, nach Erklärungen und Lösungen zu suchen, und einige finden ihren Weg zu Bewegungen, die „alternative Fakten” bieten und eine vermeintliche Klarheit versprechen.
Gesellschaftliche Unsicherheiten, sei es durch wirtschaftliche Instabilität oder soziale Veränderungen, können ein Nährboden für die Entstehung von Bewegungen wie den sogenannten „Querdenkern” sein.
In diesen Phasen erleben Menschen häufig einen Verlust an Vertrauen in etablierte Institutionen und suchen nach neuen Erklärungen für die Herausforderungen, denen sie gegenüberstehen. Die sogenannten „Querdenker” bieten in solchen Situationen eine Plattform, auf der „alternative Perspektiven” und Erklärungen angeboten werden, die den Unzufriedenen eine scheinbare Alternative zu den herrschenden Ansichten präsentieren.
Politische Unruhen und Spannungen können ebenfalls als Auslöser für die Entstehung von sogenannten „Querdenker”-Bewegungen dienen.
Der Wunsch nach Veränderung und die Ablehnung von als ungerecht empfundenen politischen Entscheidungen können Menschen dazu motivieren, sich in Gruppierungen zu organisieren, die einen Widerstand gegen das bestehende System repräsentieren. Dieser Widerstand kann sich in Form von kritischen Meinungen, Demonstrationen oder Protestaktionen manifestieren, wobei die sogenannten „Querdenker” als Plattform für die Artikulation dieser Unzufriedenheit dienen.
Wirtschaftliche Probleme und Unsicherheiten können ebenfalls einen Beitrag zur Entstehung der sogenannten „Querdenker”-Bewegung leisten.
In Zeiten wirtschaftlicher Krisen suchen Menschen oft nach Schuldigen und Erklärungen für ihre prekäre Lage. Hierbei bieten Bewegungen wie die sogenannten „Querdenker” „alternative Erklärungsansätze” und Lösungsvorschläge an, die eine einfache Sichtweise auf komplexe Probleme versprechen. Dies kann besonders anziehend wirken, wenn Menschen das Gefühl haben, dass die traditionellen Strukturen und Institutionen ihnen keine zufriedenstellenden Antworten liefern.
Die Rolle von „alternativen Fakten” in der „sogenannten Querdenker”-Bewegung ist entscheidend. Diese Bewegung bietet oft Erzählungen, die abweichend von etablierten Wahrheiten sind und als Gegenentwurf zu den vorherrschenden Meinungen und Erklärungen dienen. Diese „alternativen Fakten” versprechen Klarheit in einer unsicheren Welt und appellieren an Menschen, die nach Orientierung suchen.
Es ist wichtig zu beachten, dass die Motivationen und Überzeugungen innerhalb der sogenannten „Querdenker”-Bewegung heterogen sind. Ein differenzierter Blick auf die verschiedenen Strömungen und Beweggründe innerhalb dieser Gruppierung ist entscheidend, um ein umfassendes Verständnis für ihre Entstehung und ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft zu entwickeln.
Social Media und Verschwörungstheorien
Die Verbreitung von sogenannten „Querdenker”-Ideen wurde maßgeblich durch die rasante Entwicklung von Social Media begünstigt. Plattformen wie Facebook, Twitter und Telegram dienen als effektive Bühne für die Verbreitung von „alternativen Meinungen” und Verschwörungstheorien. Diese digitalen Plattformen ermöglichen eine weitreichende und sofortige Verbreitung von Informationen, oft ohne ausreichende Überprüfung oder redaktionelle Kontrolle.
Die leicht zugängliche Verbreitung von Informationen über Social Media kann zu einer schnellen Radikalisierung und Vernetzung von sogenannten „Querdenkern” führen. Die Nutzer dieser Plattformen können in kurzer Zeit mit einer Vielzahl von Meinungen und Ansichten konfrontiert werden, die von etablierten Wahrheiten abweichen. Dies schafft eine Atmosphäre, in der „alternative Perspektiven” und Verschwörungstheorien leichter Akzeptanz finden können, insbesondere wenn sie den Unmut und die Unzufriedenheit der Menschen adressieren.
Ein weiterer bedeutender Aspekt ist die Bildung von sogenannten „Echo-Kammern” auf Social-Media-Plattformen. Hierbei handelt es sich um geschlossene Gruppen oder Netzwerke, in denen Menschen mit ähnlichen Ansichten und Überzeugungen miteinander interagieren. Innerhalb dieser „Echo-Kammern” werden die Überzeugungen nicht nur verstärkt, sondern auch radikalisiert, da abweichende Meinungen oft ausgeblendet oder abgelehnt werden. Dies führt zu einer Spirale der Verstärkung, in der die Mitglieder zunehmend extreme Ansichten annehmen und sich in einer digitalen Blase abschotten.
Die Interaktion in diesen digitalen Gemeinschaften kann dazu führen, dass sogenannte „Querdenker”-Ideen nicht nur verbreitet, sondern auch „legitimiert” werden. Menschen, die sich in solchen Online-Gemeinschaften engagieren, finden Bestätigung und Unterstützung für ihre Ansichten, was dazu beitragen kann, ihre Überzeugungen zu festigen und ihre Haltung gegenüber etablierten Meinungen zu verschärfen.
Es ist wichtig zu betonen, dass die Nutzung von Social Media nicht per se negativ ist.
Diese Plattformen können eine wichtige Rolle bei der Verbreitung von Informationen und der Förderung des Austauschs spielen. Dennoch birgt die schnelle und unkontrollierte Verbreitung von soegenannten „Querdenker”-Ideen über Social Media auch Risiken, insbesondere wenn sie zu einer Radikalisierung und einer Fragmentierung der öffentlichen Meinung führt. Ein kritischer Umgang mit Informationen und die Förderung von Medienkompetenz sind daher entscheidende Elemente, um den Einfluss von sogenannten „Querdenker”-Ideen im digitalen Raum einzudämmen.
Von der Radikalisierung zur Spaltung
Die Verbreitung von sogenannten „Querdenker”-Ideen wurde maßgeblich durch die rasante Entwicklung von Social Media begünstigt. Plattformen wie Facebook, Twitter und Telegram fungieren als effektive Bühne für „alternative Meinungen” und Verschwörungstheorien. Diese digitalen Plattformen ermöglichen eine unmittelbare und breite Verbreitung von Informationen, häufig ohne ausreichende Überprüfung oder redaktionelle Kontrolle.
Die leicht zugängliche Verbreitung von Informationen über Social Media kann zu einer raschen Radikalisierung und Vernetzung von sogenannten „Querdenkern” führen. Nutzer dieser Plattformen werden innerhalb kürzester Zeit mit einer Vielzahl von Meinungen und Ansichten konfrontiert, die von etablierten Wahrheiten abweichen. Dies schafft eine Umgebung, in der alternative Perspektiven und Verschwörungstheorien leichter Akzeptanz finden können, besonders wenn sie die Unzufriedenheit und Bedenken der Menschen ansprechen.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Entstehung von sogenannten „Echo-Kammern” auf Social-Media-Plattformen. Diese geschlossenen Gruppen oder Netzwerke bilden sich, wenn Menschen mit ähnlichen Ansichten und Überzeugungen miteinander interagieren. Innerhalb dieser „Echo-Kammern” werden die Überzeugungen nicht nur verstärkt, sondern auch radikalisiert, da abweichende Meinungen oft ausgeblendet oder abgelehnt werden. Dies führt zu einer Spirale der Verstärkung, in der die Mitglieder zunehmend extreme Ansichten annehmen und sich in einer digitalen Blase abschotten.
Die Balance zwischen Kritik und Vernunft
Die Welt der sogenannten „Querdenker” ist in der Tat komplex und vielschichtig. Es ist von großer Bedeutung, Raum für Kritik und „alternative Perspektiven” zu lassen, um eine vielfältige Meinungsbildung in der Gesellschaft zu fördern. Gleichzeitig ist jedoch Vorsicht geboten, um nicht in extremistische Strömungen abzudriften oder Verschwörungstheorien zu unterstützen, die auf unbegründeten Annahmen basieren.
Der Schlüssel zu einem konstruktiven Umgang mit der sogenannten „Querdenker-Bewegung” liegt möglicherweise in einem offenen Dialog, der auf evidenzbasierten Fakten beruht. Die Förderung von kritischem Denken spielt hierbei eine entscheidende Rolle. Dies bedeutet, dass Diskussionen und Debatten auf einer soliden Grundlage von nachweisbaren Informationen und wissenschaftlichen Erkenntnissen geführt werden sollten, um die Grundpfeiler der Vernunft nicht zu gefährden.
Die Betonung eines ausgewogenen Ansatzes ist unerlässlich, um die Herausforderungen, die mit der sogenannten „Querdenker-Bewegung” verbunden sind, konstruktiv anzugehen. Es erfordert ein Bewusstsein dafür, dass unterschiedliche Standpunkte existieren können, ohne dabei die Prinzipien der Vernunft und der Gemeinschaftssolidarität zu untergraben. Dies ermöglicht es, die tatsächlichen Bedenken und Anliegen, die möglicherweise in der Bewegung vorhanden sind, zu verstehen und anzugehen.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Förderung von Respekt und Verständnis im Dialog.
Ein konstruktiver Austausch kann nur stattfinden, wenn Menschen bereit sind, einander zuzuhören und Meinungsverschiedenheiten respektvoll zu behandeln. Dies erfordert eine gemeinsame Anstrengung, Vorurteile abzubauen und eine offene Kommunikation zu fördern.
Letztlich ist es entscheidend, einen gemeinsamen Dialog zu pflegen, der auf einer breiten Basis von Respekt, Verständnis und evidenzbasiertem Denken basiert.
Nur so können wir die potenziellen Gefahren für unsere Gesellschaft minimieren und eine nachhaltige, ausgewogene Zukunft gestalten. Es ist eine Herausforderung, die Zusammenarbeit und das Verständnis zwischen verschiedenen Gruppen zu fördern, aber es ist ein notwendiger Schritt, um eine Gesellschaft zu schaffen, die auf den Prinzipien der Vernunft, Solidarität und gegenseitigem Respekt aufbaut.

Ein düstere und erschreckende Zeit kehrte in Europa ein, in der man dem Wahn erlegen war, dass hinter allerlei Schäden – Missernten, Tode, Unwetter und dergleichen mehr – Hexen stünden.
In der „Hexenzeitung”, die in Tübingen erschien, konnte man im Jahre 1616 Folgendes lesen:
Auß dem Hertzogthumb Würtenberg: Wie der Hertzog zu Würtenberg in unterschiedlichen Stätten das Hexenbrennen auch angefangen. Der Hertzog zu Würtenberg hatt das Hexenbrennen auch angefangen in den Stätten Sündelfingen …
Tübinger „Hexenzeitung”, 1616
Es ist bedauerlich zu erfahren, dass die Hexenverfolgung in Sindelfingen eine tragische und umfangreiche Episode in der Geschichte der Stadt war.
Zwischen 1562 und 1684 wurden 34 Frauen des Hexereiverdachts beschuldigt, wovon 19 zum Tode verurteilt und verbrannt wurden. Die Mehrheit der Opfer waren offenbar arme, alte oder unverheiratete Frauen, die verschiedene Anklagepunkte wie „Segenssprechen”, „Heilung” oder „Schadenzauber” auf sich zogen.
Die Hexenprozesse wurden vom Sindelfinger Stadtgericht geleitet, das aus zwölf Männern der städtischen Oberschicht bestand. Der Vogt Wendel von Maur übernahm die Rolle des öffentlichen Anklägers und vertrat die Interessen des Herzogs von Stuttgart. Dies verdeutlichte die politische Dimension und die Beteiligung hochrangiger Persönlichkeiten an diesen traurigen Ereignissen.
Die Hexenverfolgung in Sindelfingen war Teil einer breiteren Hexenverfolgungswelle in Württemberg, die etwa 600 Menschenleben forderte. Diese dunkle Periode in der Geschichte zeugt von den irrationalen Ängsten und Vorurteilen jener Zeit, die zu großem Leid geführt hatten.
Tauchen wir ein in die düstere Vergangenheit Sindelfingens während des 16. und 17. Jahrhunderts, als die Stadt schwer unter dem grassierenden Hexenwahn in Europa litt!
Die malerische Kleinstadt mit etwa 1.400 Einwohnern im Jahre 1600 sah sich zwischen 1563 und 1616 mit einer erschreckenden Realität konfrontiert: Mindestens 17 Frauen wurden wegen Hexerei angeklagt und auf dem Scheiterhaufen verbrannt.
Die grausamen Prozesse fanden im ehrwürdigen Rathaus statt. Während zuerst die kirchliche Inquisition die Hexenjagd vorantrieb, übernahmen im Laufe des 16. Jahrhunderts weltliche Gerichte die Verantwortung. Selbst nach der Reformation wurde in Sindelfingen die düstere Tradition der Hexenverfolgung fortgesetzt.
Die traurige Bestrafung der verurteilten Frauen fand in der Regel in aller Öffentlichkeit statt, wenn sie bei lebendigem Leib verbrannt wurden. Der Goldberg wird als der Ort angenommen, an dem diese schrecklichen Hinrichtungen in Sindelfingen durchgeführt wurden. Ein Ort, der nun stumm von den düsteren Schatten der Vergangenheit erzählt.
Der „Hexensprung”, dessen Name auf die allgemein verbreiteten Hexenproben anspielt, die in den Prozessen angewandt wurden, um den angeklagten Frauen übernatürliche Kräfte nachzuweisen und somit ihre Schuld zu bestätigen.
Interessanterweise finden sich in den Prozessakten von Sindelfingen keine Hinweise auf solche übernatürlichen Prüfungen, allerdings gibt es Erwähnungen der sogenannte „Peinliche Befragung”. Dieser Terminus wurde verharmlosend verwendet, um nicht das Wort „Folter” zu benutzen.
Auch eine Verbindung zwischen dem Gebäude und seinen Bewohnern zu den historischen Hexenverfolgungen lässt sich nicht herstellen. Das Gebäude erhielt erst im 19. Jahrhundert die Bezeichnung „Hexensprung”. Möglicherweise beflügelte in dieser romantischen Ära der schräge Anbau die Vorstellung, dass es sich hier um ein „Hexenhaus” handelte.
Eine Fügung der Phantasie in einer Zeit, in der die Vergangenheit mit einer mystischen Aura umgeben wurde.
Das Haus des Bürgermeisters, das von Leonhard Speidel im Jahr 1603 erbaut wurde, war auch eingebunden. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts hatten die Hexenprozesse in Sindelfingen ihren Höhepunkt erreicht, und in dieser Zeit bekleidete Leonhard Speidel das Amt des Bürgermeisters. Es ist anzunehmen, dass er in dieser Funktion an verschiedenen Hexenprozessen teilgenommen hat.
Interessanterweise waren die meisten der angeklagten Frauen aus der weitgehend mittellosen Unterschicht, aber gelegentlich richteten sich die Prozesse auch gegen Angehörige besser gestellter Familien. Ein bezeichnendes Beispiel war Anna Krumm, die im Jahr 1563, als Frau eines wohlhabenden Bürgermeisters, verurteilt und hingerichtet wurde. Ebenso erging es im Jahr 1615 Katharina Heubacher, der Schwester des Bürgermeisters Michel Schäfer.
Diese traurigen Geschichten verdeutlichen, dass die Hexenverfolgungen in Sindelfingen nicht vor sozialen Unterschieden Halt machten und Menschen aus allen Gesellschaftsschichten betrafen.
In den Räumen des Oberen Turmes fanden im 16. und 17. Jahrhundert die „Peinlichen Befragungen” (die gewaltsamen Verhöre und Folterungen) der Frauen statt, die unter dem Verdacht der Hexerei standen.
Es scheint, dass auch in Sindelfingen die Prozesse nach den Richtlinien des „Hexenhammers” geführt wurden, einer Schrift zur Hexenverfolgung aus dem 15. Jahrhundert.
Die vermeintlichen Geständnisse der Frauen wurden unter massivem Druck und oft unter grausamer Folter erzwungen. Der Obere Turm wurde somit zu einem düsteren Ort, an dem die Schreie der Angeklagten und die traurigen Verhöre widerhallten. Diese Stätte war einst ein Zeuge der Unmenschlichkeit und des Schreckens, der während der Hexenverfolgungen über die Stadt gekommen war.
An der Propstei, deren Ursprünge vermutlich bis ins Jahr 1420 als Chorherrenhaus zurückreichen, gibt es eine wechselvolle Geschichte. Nach ihrer Zeit als Residenz für Stifts- und Klostervorsteher wurde die Propstei nach der Auflösung des Klosters schließlich zum Amts- und Wohnsitz des Vogtes.
Der Vogt, als höchster herrschaftlicher Beamter vor Ort, spielte eine zentrale Rolle in den Hexenprozessen. Er hatte die Macht, über die Anklageerhebung zu entscheiden, die Verhöre zu leiten und den Herzog sowie das städtische Gericht zu informieren. Seine Interpretationen und Entscheidungen konnten über Leben und Tod der Angeklagten entscheiden.
Die schlimmste Zeit der Hexenverfolgungen in Sindelfingen (1600−1616) koinzidiert mit der Amtszeit des Vogtes Wendel von Maur, der sich als besonders fanatischer Hexenjäger hervortat. Die Mauern der Propstei, einst Zeuge von Macht und Entscheidungen, spiegeln somit die düsteren Schatten der Hexenprozesse wider, die diese Stadt heimgesucht hatten.
In der ehrwürdigen Martinskirche begann im Sommer 1611 eine düstere Episode, als die über 70-jährige Witwe Barbara Ada nach einer Predigt des damaligen Pfarrers Heerbrand ein „unchristliches Geschrei” ausstieß, wie es in den Protokollen vermerkt ist. Pfarrer Heerbrand hatte in seiner Predigt Hexerei als mögliche Ursache für ein vorangegangenes Hagelunwetter nicht ausgeschlossen. In Anbetracht ihres bereits bestehenden Verdachts der Hexerei fühlte sich Barbara Ada offensichtlich angegriffen und setzte somit den Prozess gegen sich selbst in Gang.
Da Teile der Bevölkerung von ihrer Unschuld überzeugt waren und es sogar Drohbriefe gegen den Pfarrer und den Bürgermeister gab, wurde Barbara Ada im Herbst 1611 zunächst freigelassen. Das traurige Schicksal nahm jedoch erneut seinen Lauf, als sie im Jahr 1615 erneut angeklagt wurde.
Die Martinskirche, ein Ort des Glaubens, wurde somit auch zum Schauplatz der Verzweiflung und der Tragödie, als die düsteren Schatten der Hexenverfolgung über die Gemeinschaft fielen.
Im ehemaligen Diebs-Turm wurden während der Hexenprozesse angeklagte Frauen gefangen gehalten.
Für die Verhöre wurden sie über die Stadtmauer zum Oberen Turm geführt.
Der Diebs-Turm war somit ein düsterer Ort, an dem diejenigen, die unter dem Verdacht der Hexerei standen, inhaftiert waren.
An der Stadtmauer am Schaffhauser Platz enthüllt sich eine weitere tragische Episode in der Geschichte Sindelfingens. Hier, im Jahr 1615, wurde Barbara Ada, die erneut der Hexerei angeklagt und verhaftet worden war, vom Diebs-Turm über die Stadtmauer zum Oberen Turm zum Verhör geführt, doch in einem verzweifelten Akt sprang sie aus Angst vor den drohenden Konsequenzen in selbstmörderischer Absicht von der Mauer.
Überraschenderweise überlebte Barbara Ada den Sturz, jedoch setzte sich der Prozess gegen sie fort und endete schließlich mit ihrem Todesurteil.
Die Hexenprozesswelle von 1615 und 1616 markierte den Höhepunkt und gleichzeitig das tragische Ende dieser dunklen Kapitel in Sindelfingens Geschichte.
Die Zwangslage der angeklagten Frauen, weitere Verdächtige zu benennen, führte letztendlich dazu, dass 19 Frauen in die Prozesse verwickelt wurden, wobei mindestens 10 von ihnen auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurden.
Für Sindelfingen waren die Hexenprozesse damit beendet, jedoch dauerte es bis zum Ende des 18. Jahrhunderts, bis sie im deutschsprachigen Raum endgültig aufhörten.
Die Stadtmauer am Schaffhauser Platz steht somit als stummer Zeuge dieser dunklen Zeit und erinnert an das Leid und Unrecht, das den unschuldigen Frauen widerfahren ist.

Zwischen Wunschdenken und Tradition – Der Anstieg des Esoterik-Trends
Unter dem Einfluss einer wachsenden Anzahl von Menschen, die sich der Esoterik zuwenden, verschwimmen die Grenzen zwischen Religion, persönlichem Wunschdenken und einer Vielzahl unwissenschaftlicher Praktiken. Dieser Trend spiegelt sich nicht nur in alternativen Lebensstilen wider, sondern auch in der Umdeutung traditioneller Feiertage.
Immer mehr Menschen suchen in der Esoterik nach Antworten auf Lebensfragen, Trost oder einer Verbindung zu einer höheren Macht.
Esoterik, ein Begriff, der einen bunten Mix aus spirituellen Praktiken, esoterischer „Philosophie” und unwissenschaftlichen Überzeugungen umfasst, gewinnt zunehmend an Popularität.
Ein auffälliges Phänomen in diesem Kontext ist die Neigung, alternative Festlichkeiten zu zelebrieren, die ihren Ursprung in antiken Kulturen haben oder durch die Jahrhunderte zu uns gelangten.
Ein Beispiel dafür ist die Umkehrung von Weihnachten zugunsten des sogenannten „Yul-Fests”, das angeblich von den Kelten gefeiert wurde. Dieser Trend wirft nicht nur Fragen zur Authentizität und Historizität auf, sondern hat auch Auswirkungen auf etablierte Feierlichkeiten und Traditionen.
Der Wandel von Weihnachten zu „Yul” steht beispielhaft für die Verschiebung von festen religiösen Überzeugungen hin zu esoterischen Praktiken.
Weihnachten, als zentraler Feiertag im christlichen Glauben, gerät so in den Hintergrund.
Die tiefe spirituelle Bedeutung der Geburt Christi weicht dem vermeintlich mystischen Charakter des Yul-Fests.
Ein verlorenes Bekenntnis zum christlichen Glauben könnte in dieser Entwicklung begründet liegen, was zu einer Herausforderung für traditionelle Werte und Bräuche führt.
In diesem Kontext stellt sich die Frage, wie Esoteriker Ostern, einen weiteren wichtigen christlichen Feiertag, interpretieren und feiern.
Ostern, als Zelebration der Auferstehung Jesu Christi, nimmt eine zentrale Rolle im christlichen Glauben ein.
Es ist interessant zu untersuchen, ob und wie Esoteriker diese Feierlichkeiten umdeuten oder alternative Rituale etablieren, die ihren esoterischen Überzeugungen entsprechen.
Dieser Trend wirft nicht nur gesellschaftliche, sondern auch kulturelle und religiöse Fragen auf.
In einer Zeit, in der die Vielfalt der Lebensstile und Überzeugungen zunimmt, stehen etablierte Normen und Traditionen vor neuen Herausforderungen.
Es bleibt abzuwarten, wie sich dieser Wandel in den kommenden Jahren weiterentwickelt und welche Auswirkungen er auf die Gesellschaft und ihre Werte haben wird.

Auch in der Tiermedizin existieren zahlreiche Geschichten und Legenden.
Eine davon handelt von einem Pferdeapfel, der Hunden angeblich schaden kann, doch diese Geschichte ist tatsächlich wahr.
Es ist wichtig zu betonen, dass dies äußerst selten vorkommt und nur unter ganz spezifischen Bedingungen geschieht, die zwei bestimmte Voraussetzungen erfordern:
Der betroffene Hund muss einen sogenannten MDR1-Defekt aufweisen.
Das Pferd muss mit dem Wirkstoff IVERMECTIN entwurmt worden sein.
Bei Hunden, die den MDR1-Defekt aufweisen, zeigt sich eine gestörte Funktion der sogenannten Blut-Hirn-Schranke.
Diese Schranke verhindert bei gesunden Hunden, dass zirkulierende Stoffe im Blut, einschließlich Medikamente, in das Gehirn gelangen.
Beim Vorhandensein des MDR1-Defekts ist diese Schranke jedoch durchlässig, was vielen Substanzen ermöglicht, ins Gehirn einzudringen.
Dadurch entfaltet das Medikament eine Wirkung im Gehirn des betroffenen Hundes, was sich unter anderem durch Lähmungserscheinungen oder Störung des Zentralen Nervensystems äußern kann.
Der Wirkstoff IVERMECTIN wird zur Bekämpfung einer breiten Palette von Parasiten im Magen-Darm-Trakt verwendet.
Beim Pferd erfolgt der vorwiegende Einsatz von Ivermectin im Zeitraum von November bis Dezember zur Behandlung von Fliegenlarven.
Die Verabreichung des Entwurmungsmittels erfolgt typischerweise in Form einer oralen Paste.
Hierbei kann es dazu kommen, dass in den Pferdeäpfeln potenziell ausreichend hohe Konzentrationen von Ivermectin enthalten sind.
Unter normalen Bedingungen der intakten Blut-Hirn-Schranke ist die Anwendung unbedenklich.
Diese könnten bei Hunden mit MDR1-Defekt nach Aufnahme zu deutlichen Symptomen oder sogar zum Tod führen.
Die unerwartete Wirkung dieses Stoffs wurde in den 1990er-Jahren zufällig entdeckt, als die Krankenstationen der Tierkliniken förmlich überfüllt waren mit Hunden, die von den Fliegenlarven befallen waren.
Zu jener Zeit wurden Präparate mit diesem Stoff routinemäßig zur Entwurmung von Hunden eingesetzt, jedoch war der MDR1-Defekt zu dieser Zeit noch unbekannt und führte zu unerwarteten Reaktionen.

„Dominik ist wirklich sehr nett und zuvorkommend und ich mag ihn wirklich”, dachte Sarah, „aber unsere Sternenkonstellation ist nicht für die Liebe gemacht.„
In ihrem Kopf, vorm inneren Auge, sah sie etwas von Horoskopen und Aszendenten, die nicht im Einklang stünden und auf kurz oder lang nicht zuließen, dass die Liebe glücklich würde, über kurz oder lang.
Dominik schaut von ihr weg, nachdem er sie angeschaut hatte, als sie sprach. Sein Gesicht zeigte Enttäuschung. Auch war ihm anzusehen, dass er genervt war.
Das erste Date zwischen ihnen war gut verlaufen. Sie hatten sich sehr angenehm unterhalten, doch irgendwann leitete Sarah das Gespräch in die esoterische Ebene und fragte ihn aus, wann er geboren sei. Dann bestimmte sie sein Horoskop und erzählte in einem langen Statement, wie Horoskope das Leben – und insbesondere ihres – bestimmten und sie sich vollkommen auf diese verließe.
Dominik hörte erst gutgelaunt zu, doch dann driftete ab und tauchte immer weiter in die Astrologie ein.
Es wurde unangenehm, da die Frau, die er gerade beim „First Date” im Hotel kennengelernt hatte, plötzlich in eine esoterische Bahn einschwenkte.
Man sah besonders Sarah an, dass ihr Dominik gefiel. Sie „himmelte” ihn an, wenn er etwas erzählte. Ihre Mimik sprach Bände.
Das Gespräch war anfangs sehr angenehm, bis Sarah ihr „Lieblingsthema” anschnitt. Dominik hatte noch interveniert mit: „Ich glaube nicht an Horoskope” und hatte gedacht, dass er das Thema abwenden gekonnt hätte, doch das hatte nicht geklappt, da Sarah es als Mission sah, ihn zu bekehren.
Er hatte keine Chance, dem zu entkommen. Er schnitt ein anderes Thema an, sie schaffte es, immer wieder auf die Horoskope zu sprechen zu kommen.
Sie wollte ihn darauf stoßen, doch einen anderen Standpunkt anzunehmen, um die „Dinge” anders betrachten zu können.
Mit anfänglicher Freundlichkeit und diplomatischem Verhalten hatte er nichts erreicht, denn Sarah spulte ihren Sermon herunter und war in ihrem Element. Er resignierte irgendwann und sagte nur noch „Ja und Amen”, doch sie merkte nicht, dass aus dem redseligen Dominik ein desinteressierte „Zuhörer” wurde, der nur noch „Hm”, „Ja” und ähnliches sagte. Er begann sich zu langweilen und ging auf die Toilette. Dort programmierte er auf seinem Smartphone den Wecker. Wenn das Gespräch nach der kurzen „Zwangspause” wieder in die normale Bahn ginge, könnte der den Wecker ja lapidar abhaken.
Zurück am Tisch begann Dominik ein neues Thema, merkte jedoch, dass sein Gegenüber wieder abdriftete.
Irgendwann läutete der Wecker und er trat so, als ob er mit jemandem sprach. Ein Kollege hatte ihn angeblich angerufen und er müsse ihn abholen, da er eine Autopanne gehabt hätte. Dann trennten sie sich und jeder ging seinen Weg.
Irgendwie hatte die „Prognose” von Sarah ja gestimmt.
Sie hatten sich nicht „gefunden”.

Bei politischen Entscheidungen ist stellenweise gang und gäbe, dass gelogen – oder besser ausgedrückt: „die Tatsachen ’nachgerichtet’ werden” – wird, was das Zeug hält. Es kommen abstruse „Wahrheiten” ans Tageslicht, die man sehr schnell entkräften kann.
Nicht nur erst seit der Corona-Pandemie, sondern schon wesentlich früher, hat man sich von der Lügner- und Leugnerseite gedacht, dass man „schlagende Beweise” erbringen müsste, damit andere den Lügensermon glauben.
Vor ein paar Jahren beobachtete ich in der Diskussion rundum den Volksentscheid zum neuen Stuttgarter Durchgangsbahnhof, Stuttgart 21 oder S21 genannt – besorgniserregende Tendenzen.
So wurde von der Gegnerschaft des neuen Bahnhofs beim Mitteilungsdienst Twitter von zwei Akteuren – ein gewisser Tilman und ein gewisser Peter – gefordert, man solle bei Wikipedia Einträge zu S21 ins richtige, wahre Licht setzen, um den „Lügen” der Bahn und der Politik Einhalt zu gebieten.
Bei der weltumfassenden Enzyklopädie kann jeder mitmachen.
Es gibt zwar Mitglieder, die Einträge auf Korrektheit untersuchen, aber was steht, steht bis zur Revision erstmal dort.
Furore machte ein bearbeiteter Eintrag über den damaligen Verteidigungsminister Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg, dem ein paar Vornamen mehr bei Wikipedia angedichtet wurden als er hatte.
Die Bildzeitung hatte blind kopiert und durfte sich dafür Häme des Spaßvogels gefallen lassen.
Momentan versuchen Coronaleugner, Impfgegner, sogenannte „Querdenker”, Covidioten und Weltverschwörungstheoretiker ihre verschobenen „Wahrheiten” an die Öffentlichkeit zu bringen.
Bei Wikipedia fiel ein Artikel über das Weltwirtschaftsforum (WEF) auf.
Das vom Wirtschaftswissenschaftler Dr. Klaus Schwab gegründete Weltwirtschaftsforum (World Economic Forum, WEF) ist eine im Kanton Genf ansässige Stiftung bzw. die gleichnamige jährlich stattfindende Veranstaltung, auf der Politiker, Wissenschaftler, Wirtschaftsvertreter und andere Personen diskutieren.
Das WEF fordert, dass eine globalisierte Welt von einer Koalition aus multinationalen Unternehmen, Regierungen und ausgewählten zivilgesellschaftlichen Organisationen anstelle von klassischen demokratischen Strukturen regiert werden soll.
Falschinformationen in einem Artikel bei Wikipedia
Der Originalbautor dieses Artikels bestätigte, dass er dies nie geschrieben habe.
Innerhalb kurzer Zeit wurde dieser Artikel wieder korrigiert und die Fake-News entfernt. Es tauchten allerdings Screenshots dieses Artikels auf. Diese wurden massenhaft in den (un)sozialen Onlinenetzwerken verteilt, mit dem einzigen Zweck, Falschinformationen zu verbreiten und Hetze zu schüren.
Der Autor oder die Autorin war neu bei Wikipedia und hatte den Namen „Polynesia2024”.
Diese Person war besonders dadurch aufgefallen, dass sie auch in anderen Artikel verschwörungstheoretische Inhalte geschrieben hatte. Diese sind auch verschwunden.
Die Quellen, die „Polynesia2024” angegeben hatte, um den Unfug zu belegen, sind als Verbreiter von verschwörungstheoretischem Unsinn bekannt.
Verschwörungstheoretiker und deren Anhänger sowie Mitläufer schrecken leider vor nichts zurück.

Ein kanadischer Prediger behauptet in einem Online-Video, dass Impfstoffe den Sinn hätten, Menschen etwas zu implantieren, um sie fernsteuern zu können. Dieser Stumpfsinn kursiert momentan in den (un)sozialen Onlinenetzwerken.
In der Predigt, die von 1995 stammt, wird behauptet, dass sogenannte „Flüssigkristalle” in das Blut der Menschen gespritzt würden. Diese würden sich den Weg ins Gehirn suchen und dann die Gedanken ausschalten.
Da die Menschen nicht mehr denken könnten, würden sie ferngesteuert und in Mord-Maschinen (Zombies) verwandelt.
Zombies sind in Horrorfilmen von den Toten auferstandene brutale und grausam mordende Kreaturen.
Diese morden angeblich, weil das einzige, was sie noch haben, der Überlebensdrang ist. Deswegen müssen sie andere fressen, um Energie zu bekommen. Sie können nicht getötet werden, sondern es bedarf „besonderer Mittel”, sie auszulöschen.
Der Prediger behauptet weiter, dass der Völkermord in Ruanda im Jahre 1994 genauso durch die „Erzeugung von Zombies mithilfe von Flüssigkristallen” passiert sei.
Die Bevölkerungsmehrheit der Hutu hatte 1994 ein Massaker unter den Tutsi angerichtet, was allerdings durch langwierige Stammeskriege und Hetze gegen die Minderheit bedingt war. Ausschlaggebend für den Genozid war der Abschuss des Flugzeugs des ruandischen Präsidenten.
Auch dies stimmt also nicht.
Der Prediger sagt weiter, dass Flüssigkristalle durch niederfrequente Ultraschallwellen manipuliert werden könnten und so ihre Struktur ändern könnten.
Flüssigkristalle haben ihre Anwendung übrigens auch bei modernen Flachbildschirmen oder Monitoren.
Ultraschall ist eine hochfrequente, für das normale menschliche Ohr nicht hörbare Schallwelle.
Einfach gesagt ist Ultraschall ein sehr hoher Ton, den der Mensch allerdings nicht hören kann, Hunde allerdings schon.
„Niederfreguenten Ultraschall” gibt es also nicht, alleine schon per definitionem, denn dann wäre es kein Ultraschall.
Zudem kommt noch hinzu, dass man durch Beschallung mit hohen Bereich, Flüssigkristalle nicht manipulieren kann.
Auch die „Hypothese”, man könne diese durch magnetische Strahlung beeinflussen, entbiert jeder physikalischen Gesetzmäßigkeit.
In dem Video, das original aus dem Jahr 1995 stammt, werden auch andere Videosequenzen eingeblendet, die angeblich zeigen sollen, dass Impfungen den Menschen „magnetisch” machen sollen.
Es wird gezeigt, wie Magnete und Metallstreifen auf der Einstichstelle der Impfung „kleben”.
Jeder kann ein Stück Papier nehmen und es sich auf den Arm drücken. Durch den Körperschweiß oder die Talgschicht der Haut klebt dies auch. Das funktioniert übrigens auch mit Metallteilen.
Wenn etwas eine Magnetwirkung entwickeln könnte, müsste es mindestens ein Metallwürfel mit einer Kantenlänge von fünf Millimetern sein. Soviel kann man nicht einfach in einer Impfspritze „unsichtbar” machen.
Die Aussage der Covidioten, dass der Prediger der Was-auch-immer-Kirche sagt, hat nichts mit der Corona-Pandemie 2020⁄21 zu tun.
Covidioten und Impfgegner behaupten dies aber und stilisieren seine Hirngespinste zu „Weissagungen” hoch.
Es dürfte klar sein, welcher Unfug kursiert.

Als vom 4. auf den 5. Oktober 2021 für ein paar Stunden das soziale Online-Netzwerk Facebook samt angegliederter Dienste ausgefallen war, witterten Verschwörungstheoretiker die „Reinigung“. Mit der „Reinigung“ oder „Befreiung“ solle angeblich die „Wahrheit“ ans Licht kommen.
In Verschwörungstheorien geht es im Prinzip immer darum, dass eine „geheime Macht“, die aus Reichen, Politikern und Prominenten und deren Schergen besteht, die Fäden zieht. Diese „geheime Macht“ steuert die Entwicklung der Welt nach ihren Vorstellungen. Hungersnöte, Katastrophen und sogar Kriege sollen von ihr inszeniert sein, um die Ziele zu erreichen.
Die einigen, die den Durchblick haben, wie dies alles vonstatten geht, sind die Verschwörungstheoretiker.
Laut „Prophezeiungen“ gibt es allerdings irgendwann eine „Reinigung“, was bedeutet, dass in nicht all weiter Zukunft die „Herrschenden“ weggefegt werden. Die Erde wird also von ihnen gereinigt.
Diese „Prophezeiungen“ sind nicht konkret, sondern man muss eben die „Zeichen“ zu deuten wissen.
Eigentlich hätte die „Reinigung“ am 14. Juli 2021 beginnen sollen, doch da hat wohl jemand die „Zeichen“ falsch gedeutet.
Am 14. und 15. Juli hatte extremer Starkregen eine Flutwelle im rheinland-pfälzischen Ahrtal ausgelöst und weite Teile des Tals unter Wasser gesetzt und zerstört. Dabei kamen leider 133 Menschen ums Leben.
Die „Reinigung“ solle laut Verschwörungstheoretiker mit zehntägigen Verdunkelung beginnen.
Dies bedeutet aber nicht, dass die Erde zerstört wird, sondern diese Tage können auch eine „Revolution“ der „Wahren und Guten“ sein. Nach diesen zehn Tagen ist die Welt anders, weil die „geheime Macht“ weggefegt wurde.
Den Starkregen im Ahrtal hatte man erst als Ankündigung des Fortspülens der „Mächtigen“ gesehen, doch da die Zerstörung auf einer relativ kleinen Region beschränkt blieb, entschied man sich wohl anders.
In den „zehn Tage der Verdunkelung“ kann übrigens auch ein Bürgerkrieg stattfinden, in dem die „Wahren und Guten“ aufstehen. Sie wecken die „Schlafschafe“ auf und ziehen mit ihnen ins Gefecht gegen die „Mächtigen“, um so eine Welt ohne „geheime Strippenzieher“ zu schaffen.
Als „Schlafschafe“ bezeichnen die Verschwörungstheoretiker diejenigen, in ihren Augen nichts gegen die „Mächtigen“ tun wollen und mit den Zuständen zufrieden sind. Sie sind lieber bequem und ziehen mit der „Schafherde“ überall hin, wohin sie getrieben werden, ohne zu meckern oder sich dagegen zu entscheiden. Dabei schlafen sie lieber als etwas zu tun.
Die „Schlafschafe“ sind allerdings diejenigen, die den zum Himmel schreienden Unfug der Verschwörungstheoretiker keinen Glauben schenken und ihnen widersprechen.
Nach der „Verdunkelung“ ist selbstredend alles anders und vorallem besser. Keiner kann außer Utopien und Wunschdenken nichts Genaueres sagen.
Den Ausfall von Facebook und Co. deuteten die Verschwörungstheoretiker so, dass die „Mächtigen“ sich nicht mehr verständigen können. Facebook ist schließlich das größte soziale Online-Netzwerk.
So kann man aber auch konstruieren, dass eine „höhere Macht“ dies steuert.
Wie üblich gibt es wieder zwei Versionen, weswegen der Ausfall die Initialzündung der „zehn Tage“ gewesen sein sollte.
Erstens kann niemand von den „Mächtigen“ mehr kommunizieren.
Zweitens ist dies erst der Anfang vom Ausfall aller Kommunikation weltweit.
Facebook ist am Abend ausgefallen und es hat knapp fünf Stunden gedauert, bis wieder alles lief.
Da es abends dunkel wird, kann man (jeden Tag) von einer „Verdunkelung“ sprechen.
Diese hält allerdings nur bis zum Morgengrauen an und nicht zehn Tage lang.
Die Starkregen vom Ahrtal dauerte zwei Tage, also auch nicht zehn Tage.
Wieder hat sich eine „Prophezeiung“ der Weltverschwörungstheoretiker nicht bewahrheitet.
Es ist so ungefähr wie mit zweien meiner Ex-Kollegen, die zu den „Zeugen Jehovas“ gehörten.
Als ich in den späten 1990-er-Jahren in einem Unternehmen gearbeitet hatte, sagten die „Oberhäupter“ der „Zeugen Jehovas“ den Untergang der Welt voraus.
Die beiden (Ex‑) Kollegen nahmen sich daraufhin Urlaub, um dem beizuwohnen.
Ich fragte sie, warum sie sich denn Urlaub nähmen, wenn sich doch in ein paar Tagen alles sowieso erledigt hätte.
Sie antworteten, dass alles seine Ordnung haben müsse.
Man kann sich vorstellen, welche ironischen Bemerkungen sich die (Ex‑)Kollegen gefallen lassen mussten, als sie einen Tag nach dem angeblichen Ende der Welt wieder arbeiten kamen.
Die Ausrede war, dass sich die „Wissenden“ verrechnet hätten, weil sie die Bibel falsch interpretiert hätten.
Aber sie waren forscher Dinge, dass bald wieder Weltuntergang wäre.

Jeder kann in die Politik gehen. Man kann aber auch in den (un)sozialen Onlinenetzwerken „Politik” machen. Bei den meisten „Online-Politikern” ist deren Interaktion reines Nörgeln und Diskreditieren, ohne auch nur einen Vorschlag zur Verbesserung zu machen.
Egal, welches Thema die „neuen Politiker” finden, es gibt nur etwas zu kritisieren, und das nur negativ.
Wenn in Stuttgart seit gestern (2.10.2021) bis Ende Dezember ein Riesenrad auf dem Schlossplatz steht, kann man sich daran nicht erfreuen, sondern man spricht sich dafür aus, dass der Erlös armen Menschen zugutekommen können, anstatt es der Stadt oder den Schaustellern in den Rachen zu werfen. Diese bereicherten sich ja auf alle erdenklichen Wege.
Kurz vorher hat man zwar bemängelt, dass durch das Ausfallen des Cannstatter Wasens eben diese Schausteller pleite gingen, aber das ist egal.
Wer weiß schon, was man kurz vorher gesagt oder geschrieben hat!
Zu jedem Thema, über das sie lesen und über das sie philosophieren, gibt es eigentlich nur Negatives.
Etwas Anderes können sie nicht, und tun sie auch nicht.
Sie sind permanent unzufrieden mit sich und der Welt, was aber in ihnen begründet liegt.
Was Politik wirklich ist, wissen sie nicht, denn das, was sie von sich geben, ist völlig irrelevant.