Esoterik

Immer wieder kursieren seltsame Nachrichten in den sozialen Onlinenetzwerken, in denen die Urheber behaupten, dass das Immunsystem mit mRNA-Impfstoffen „umprogrammiert” und dies zu schlimmen Langzeitschäden führen würde.

Es eine Vermutung aufgestellt, dass diese Art von Impfstoffen mehr anrichten könne, als sie angeblich helfen würden. Auch wird die Hypothese in den Raum gestellt, dass die Sterblichkeit von Geimpften höher sei.

Die Sache mit den „Langzeitfolgen” ist eine Sache für sich. Wie lange sollte man warten, bis man Langzeitfolgen ausschließen oder beweisen kann? Zudem ist nicht definiert, ob und wie diese sich auswirken und vor allem, was sie bewirken können.
„Langzeitfolgen” kommen meistens erst nach zwanzig, dreißig Jahren zum Vorschein, wenn überhaupt.
Theoretisch dürfte man neue Medikamente, wie zum Beispiel Kopfschmerztabletten die ersten Jahren nicht nehmen, weil man ja erst die „Langzeitfolgen” abwarten müsste.

Die Sache mit der sogenannten „Umprogrammierung” oder „Reprogrammierung” des Immunsystems ist übrigens nicht so weit hergeholt.

Das Immunsystem erkennt Fremdkörper (Bakterien, Viren, Krankheitskeime) und agiert dagegen, stellenweise mit Fieber. Dies ist das „angeborene” Immunsystem.
Das „erworbene” Immunsystem entsteht dadurch, dass man zum Beispiel geimpft ist oder eine Krankheit durchgemacht hat, wogegen es Antikörper und ähnliches gebildet hat.
Das „erworbene” wird also permanent erweitert und die Beständigkeit gegen „Gefahren” wird immer besser.
Man könnte dieses Erweitern im weitesten Sinne als „Umprogrammierung” bezeichnen, oder wenn man bei der Analogie im Computerbereich bleibt, als „Update” oder (System-)Aktualisierung.
Man könnte auch sagen, dass das „erworbene Immunsystem” eine Spezialisierung und Verbesserung des „angeborenem” ist.

„Umprogrammierung” oder „Reprogrammierung” haben eher den Anschein, dass etwas, was schon da ist, geändert wird. Es hat eher den Anschein, dass nicht ein „Update” gemacht wurde, sondern, dass Funktionen sich geändert haben oder alte durch geänderte neue ersetzt wurden.

Dies ist beim Immunsystem nicht der Fall, denn dieses wird aktualisiert.
Angenommen jemand hat eine schwere Influenza durchgemacht und ist jetzt immun dagegen. Das Immunsystem hat diese Information nun gespeichert und weiß, wie es mit dieser Krankheit umgehen muss.
Wenn diese Person nun einen Impfstoff gegen neue Varianten der Influenza bekommt, weiß das Immunsystem, wie es damit umgehen muss. Es hat also eine Aktualisierung bekommen, also ein „Update”.

Da „Umprogrammierung” und „Reprogrammierung” sich negativ anhören, benutzen Covidioten und Impfgegner diese Begriffe, um Stimmung gegen das Impfen zu machen.

Es gibt Studien, die Kurzzeitfolgen von Impfstoffen untersuchen. Diese haben nicht entdeckt, dass diese Auftreten.
In denen geht es nicht um Nebenwirkungen wie Schmerzen an der Einstichstelle oder Übelkeit, sondern um die Veränderungen der Zellen, die zum Immunsystem gehören.

In bekannten Studien wird geschaut, ob sich Zytokine (bestimmte Entzündungsbotenstoffe) vermehrt bilden, wenn Personen geimpft wurden. Die Menge der Zytokine variiert, je nachdem, wie Erreger weiße Blutkörperchen befallen und zu manipulieren versuchen. Die Studien haben aber keine Auffälligkeiten ergeben.

Auch Anomalien, die auf „Langzeitfolgen” hinweisen können, wurden nicht gefunden.

Die Behauptung, dass das Immunsystem und dadurch der ganze Organismus durch Impfungen mit mRNA-Impfstoffe Schaden nehmen können, ist also falsifiziert worden. 

In Diskussionen um das Impfen hört man von Impfgegnern oft das Argument, dass in Impfstoffen Zellen von Embryonen vorhanden seien.
Was vielerorts als Fake-News abgetan wird, hat einen realen Hintergrund.

Im Jahre 1977 wurde zu wissenschaftlichen Zwecken aus einem abgetriebenen Embryo sogenannte HEK-Zellen gewonnen. „Human embryonal kidney“ sind sogenannte 293-Zellen und stammen wie der englische Name „kidney“ verrät, aus den Nieren beziehungsweise aus der Nierenrinde.
Diese Zellen werden seit 1977 permanent kultiviert und vermehrt.
Alle „menschlichen embryonalen Nierenzellen“ sind nachgezüchtete Zellen, der Urzellen von 1977, denn es wurden keine anderen Embryos oder Föten zu diesen Zwecken mehr benutzt.

Die Zellkultur der „HEK-Zellen“ wird benutzt, um Bakterien und Viren und Teile davon zu vermehren.
Die „HEK-Zellen“ haben diese Eigenschaften, die andere Zellen und Zellkulturen nicht oder nur bedingt haben, weswegen immer wieder neue von ihnen nachgezüchtet werden.

Sie können besonders für die neuartigen mRNA- und Vektorimpfstoffe benutzt werden, weswegen sie in den aktuellen Fokus geraten.

Die Zellen wurden – wie oben beschrieben – im Jahre 1977 von einem abgetriebenen Embryo entnommen.
Seitdem sind die „HEK-Zellen“ vermehrt worden. Es gibt seitdem keine Entnahmen mehr, sodass mancherorts von den „unsterblichen Zellen“ gesprochen wird.

Dass Impfgegner diese Sache für sich ausschlachten und es auch dementsprechende Petitionen gibt, dass keine Embryos oder Föten für Impfszwecke benutztt und entnommen werden für diese, sind Dramatisierungen.

Unter welchen Voraussetzungen die Urzellen entnommen wurden, ist nicht ganz klar, auch nicht, ob es wirklich ganz koscher war.
Man kann aber davon ausgehen, dass dies in Ordnung war.

Die Impfgegner schrecken vor nichts zurück, um Lügen und Fake-News zu verbreiten.

Für Samstag, den 22.5.2021, wurden zwei Demonstrationen in Berlin angemeldet. Das Oberverwaltungsgericht hat diese mit Hinblick auf die Erfahrungen voriger Demonstrationen von Gegner der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie verboten.

Wie man es von den Covidioten – Synonym für Corona-Leugner – selbst ernannten „Querdenkern” und anderen Gruppierungen dieser Möchtegern-Szene gewohnt ist, haben sich diese nicht darum geschert. Mehrere hundert Realitätsverweigerer trafen in Berlin ein.
Im Vorfeld hatte die Polizei schon Reisebusse angehalten und diese an der Weiterfahrt gehindert.
Ebenso hatte die Polizei einige Personen aufgehalten, die Bühnen und ähnliches trotz Verbot aufbauen wollten.

Es sollte nicht überraschen, dass die Demonstranten nicht auf die Aufforderungen der Polizei hörten und versuchten, ihre Demonstration beziehungsweise Kundgebung abzuhalten.
Die Polizei nahm 200 Personen in Gewahrsam und erteilte zig Platzverbote. Viele Anzeigen wurden wegen Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz geschrieben.

Es sollte nicht überraschen, dass die Versammelten sich nicht an die Maskenpflicht und Abstandsregeln hielten. Die wenigen, die dies doch taten, kann man an einer Hand abzählen.

Alleine schon das Motto „Friede, Freiheit und Grundrechte” führte sich schon beim ersten Motto-Wort ad absurdum. Die Teilnehmer der Demonstration waren aggressiv der Polizei gegenüber. Peinlich war auch das Grölen von „Wir sind friedlich, was seid Ihr”, wobei die Aggression und Provokation eindeutig von den Covidioten ausging.

Ein Journalist beschrieb die Lage so: „Ich habe ungebildete Schreihälse wirre Parolen schreien hören.”.

In einem Beitrag wird über ein Experiment mit einem zum Tode verurteilen US-Bürger berichtet. Es geht in der Schlussfolgerung um psychosomatische Erscheinungen.
Und noch um etwas Anderes.

Das Experiment gestaltet sich folgendermaßen.
Ein zum Tode Verurteilter wird gefragt, ob er an einem Experiment teilnehmen möchte.
Im Experiment geht es darum, zu untersuchen, wie der Körper reagiert, wenn man Blut verliert.
Dem Probanden wird auf ein Bett arretiert und ihm wird der Puls aufgeschnitten. Er würde also Blut verlieren, das aufgefangen wird in einem Eimer.
Was der Proband nicht weiß, ist, dass man ihm körperlich nichts antut und man eine Flasche mit Wasser langsam in einen Eimer tropfen lässt.
Der Proband hört das vermeintliche Blut tropfen, verliert an Farbe und hat Angst.
In dem Experiment wird untersucht, dass sich die psychische Verfassung auf den Körper auswirkt.
Der Proband reagiert so, als wenn er Blut verlöre, was aber nur einer psychosomatischen Erscheinung geschuldet ist.

Dieses Experiment wird von den Corona-Leugnern – „Covidioten” genannt – als „Beweis” benutzt, dass es gar keine Corona-Pandemie gebe und dass alle nur einer Manipulation aufgesessen seien.
Es sind also die „alten Argumente” in neuer Verpackung.
Dies ist das Prekäre daran, denn die alte „Neue Welt-Ordnung” wird weiter verbreitet.

Das Experiment – wenn es überhaupt stattgefunden hat – beweist nur, dass einem dle Fantasie einen Streich spielen kann und dass das seelische Befinden und Empfinden einen großen Einfluss auf uns hat, was auch das Wohlfühlen betrifft.
Dieses Experiment, das anscheinend in den 1940-er- oder 1950-er-Jahren durchgeführt worden sein mag, wurde nicht so geführt, dass man jemanden angeblich mit einer Krankheit infiziert hat und geschaut hat, wie die Person sich verhält.
Dass der Proband bleich geworden ist, mag aber auch dem geschuldet sein, dass ihm bewusst ist, dass er in Kürze sterben wird.

Die „Argumentation” der Covidioten ist also immer die gleiche.
Sie glauben, dass alle Länder ihren Einwohnern die Pandemie nur vortäuschen und diese gar nicht existiert.

Das Perfide ist, dass die Covidioten nur ihre egoistischen Ziele zu maskieren versuchen.


In Koblenz hat eine Apotheke Corona-Globuli hergestellt und verkauft.
Die Aufsichtsbehörde hat den Verkauf gestoppt und diesen „vorerst” verboten.

Wie die Inhaberin der Apotheke schilderte, habe sie Nachfragen nach einem diesbezüglichen homöopathischen Mittel bekommen.
Sie habe sich Reste aus weggeworfenen Impfampullen aus einer Impfstation besorgt und habe dieses Homöopathikum selbst hergestellt und vertrieben.
Angeblich habe sie es einige dutzendmal verkauft.

Die Globuli – kleine Kügelchen – wurden laut Apothekerin in der Potenz D30 produziert.

Nun muss man wissen, wie Homöopathika hergestellt werden.

Das Ausgangsmaterial soll Comirnaty, der Impfstoff von BioNTech /Pfizer, gewesen sein.

Das Ausgangsmaterial muss die Apothekerin wohl irgendwie aus den Ampullen heraustropfen lassen oder mit einer Pipette herausgenommen haben.
Um eine Potenz von D30 herauszubekommen, tut man Folgendes.
Das Ausgangsmaterial wird mit neun Teilen von Wasser oder Alkohol verdünnt. So entsteht eine Verdünnung, im Homöopathenjargon „Potenzierung” oder „Potenz” von 1 zu 10.
D steht für Dezimal, also 10-er-Potenz, also 10 hoch x.
Dies zehnfach verdünnte Gemisch wird nun zehnmal in Richtung des Erdmittelpunktes auf ein Kissen geklopft. Dann werden neun Teile davon abgegossen
Dann wird wieder verdünnt, geklopft, abgegossen und so weiter.
Diese Prozedur – Verdünnen, Klopfen, Abgießen et cetera – wird insgesamt dreißigmal wiederholt, immer auf die gleiche Weise.
Wenn dieser Vorgang fertig ist, wird diese superverdünnte Lösung auf Zuckerkügelchen gegeben.

Die Sinnhaftigkeit des Klopfens kann übrigens kein Homöopath erklären.
Es gehört dazu.

Nun sollen also die Globuli gegen Corona / Covid-19 helfen …

Das funktioniert aus Sicht der Homöopathie schon nicht.
Laut des „Ähnlichkeitsprinzips” der Homöopathie kann nur „etwas durch ähnliches geheilt werden”. 

Dem Erfinder der Homöopathie, Samuel Hahnemann, war aufgefallen, dass Chinarinde, wenn man sie zu sich nahm, ähnliche Symptome verursachte wie Malaria. Da er Chinarinde im Selbstversuch zu sich nahm und dies an sich bemerkte, schlussfolgerte er, dass man Chinarinde nur verdünnen müsse, damit sie Malaria besiegen könnte. Er kam auf die Verdünnung, weil er meinte, dass der Organismus kleine Teile besser aufnehmen könne und weil man durch Verdünnung nur die „Essenz des Mittels” erhielte.

Wenn man ein Impfmittel zu sich nimmt, verhindert dies ja die Krankheit.
Nimmt man nun Corona-Globuli, wirken diese gegen die Impfung, also gegen das, was sie bewirkt.

Physikalisch und chemisch gesehen, kann übrigens in Globuli kein Wirkstoff sein, denn die Avogadro-Konstante und die Losschmidtsche Zahl bedingen, dass in Globuli kein Wirkstoff mehr enthalten sein kann.
In einer Molmasse kann es nur ca. 6,023 mal 10 hoch 23 Teilchen geben.
Diese Potenz hieße D23.
Die Globuli der Apothekerin waren aber mit D30, also 10 milliarden (10 hoch sieben) mal mehr verdünnt.
Dann auf Globuli aufgetragen, was auch noch mal potenziert.

Das rheinland-pfälzische Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung als Apothekenaufsicht teilte am Freitag mit, man prüfe, ob gegen arzneimittelrechtliche oder sonstige Vorschriften verstoßen wurde.
Das ist ein dummes Argument.
Man hätte sagen können, das Homöopathika nicht wirken, weil sich darin kein Wirkstoff befindet.

Die Gabe der Corona-Globuli solle angebliche Nebenwirkungen vom Impfstoffen mildern.

Homöopathen und deren Gläubigen relativieren irgendwann übrigens immer ihre Argumente.

Jeder kennt die weißen Streifen, die Düsenflugzeuge hinter sich herziehen. Diese entstehen dadurch, dass der Treibstoff verbrannt wird und die Abfallprodukte Wasser und Ruß entstehen. Das Wasser kondensiert – gefriert – in der kalten Atmosphäre und es entstehen Streifen am Himmel.

Um diese Kondensstreifen ranken sich Gerüchte und Verschwörungstheorien.
Anhänger davon glauben, dass die Kondensstreifen gar nicht aus Wasser (und Ruß) bestehen, sondern dass Geheimorganisationen Gifte und Chemikalien versprühen, um die Bevölkerung zu dezimieren, das Wetter zu manipulieren oder die Menschen zu manipulieren.

Diese Verschwörung ist unter dem Namen „Chem Trails” bekannt.

Chem Trails” kann man als „Chemikalienstreifen” übersetzen, denn die Weltverschwörungsgläubigen glauben, dass es keine wasserhaltigen, sondern chemikalienhaltige Streifen sind. Beweise gibt es von deren Seite allerdings nicht, sondern wie es bei jedem Dogma so ist, benötigte man diese nicht, da das „reine Wissen” reicht.

Ausgangspunkt dieser Theorie ist die Verschiedenheit der sogenannten „Chem Trails”. Da manche sich länger, manche sich kürzer halten, manche breite sind und manche schmaler, werden diese „Unregelmäßigkeiten” als Schwadronierargument genommen.
Besonders wichtig sind dabei „gitterförmige” Streifen. Das sind Streifen, die sich überkreuzen und zum Beispiel ein Muster wie ein Maschendrahtzaun bilden.
Ob sich dieser Streifen wirklich überlappen oder überschneiden, kann man nicht sagen.
Man stelle sich vor, man sehe in 50 Meter Entfernung einen Garten in der Nachbarschaft.
Dort stehe eine Holzlatte aufrecht und daran eine schrägverlaufende.
Dies kann ein „schräges Kreuz” sein.
Wenn man nun näherkommt und vielleicht auch noch die Betrachtungsrichtung etwas ändert, sieht man, dass die Latte, die schräg verläuft, ein paar Zentimeter hinter der aufrechten steht und diese sich nicht berühren. Man ist einer Täuschung aufgesessen.

Mit Düsen betriebene Flugzeuge fliegen meist in einer Höhe von fünfzig Kilometern.
Dort kondensieren die Abgase und gefrieren. Es bilden sich kleine Wasserkristalle, aus denen die Kondensstreifen bestehen.
Je nachdem, wie feucht es dort oben ist und wie viel Wind dort weht, verflüchtigen sich die Streifen mal schneller, mal langsamer. Diese Faktoren, zu denen auch die Temperatur gehört, haben einen Einfluss auf die Größe und die „Haltbarkeit”.
Bei den sogenannten „Gittern” können auch Kondensstreifen von Flugzeugen, die von Osten nach Westen fliegen, ein paar Kilometer hinten denen der Flugzeuge, die von Norden nach Süden fliegen, liegen.

Unabhängige Messungen und Interviews sowie Fragebögen haben ergeben, dass man in lufitger Höhe in den Kondensstreifen keine sonstigen Stoffe nachweisen konnte, die nicht zu den Abgasen gehören.
Dies interessiert aber nicht die „Chem-Trail-Gläubigen”, denn sie brauchen keine Beweise und Gegenbeweise zu ihrer „Theorie”. Der reine Glaube reicht.

Wie immer bei Weltverschwörungsjüngern gibt es „geheime Organisationen”, die dafür sorgen, dass nichts an die Öffentlichkeit gelangt.
Die Frage ist, warum dann die „Geheimorganisationen” nicht auch die „„Chem-Trail-Gläubigen” unter Druck setzen und deren Nachrichten zum Beispiel im Internet löschen. Warum gerade die „Chem-Trail-Jünger” nicht dazu genötigt werden, zu schweigen, beantworten diese damit, dass diese sich bei ihnen eben nicht trauten.

Kurios wird es bei Agrarflugzeugen oder bei sogenannten „Hagel-Fliegern”.
Um Hagel zu vermeiden, gibt es zum Beispiel am Flughafen Stuttgart Piloten die losfliegen, wenn Hagel über dem Mercedes-Benz-Werk in Sindelfingen oder in den Werken in Stuttgart und Umgebung gemeldet wurde. Diese versprühen Silber-Iodid-Aceton-Mischungen, um Hagel zu vermeiden. Sinn und Zweck dahinter ist, dass viele fabrikneue Autos im Freien stehen und bei Hagel beschädigt werden können.
Agrarflugzeuge versprühen Dünger oder Mineralien über große Flächen.

Diese Flugzeuge sich nicht in der Betrachtung der „Chem-Trail-Gläubigen”.
Auch scheint niemand von den „Chem-Trail-Gläubigen” wirklich zu wissen, welche Chemikalien oder Mittel sich in den „Chem Trails” befinden. Ab und zu hört man von Aluminium oder Barium, aber das schwankt von Gruppe zu Gruppe.
Man könnte einen Wetterballon starten und sich die Daten der Messung während des Aufsteigens übermitteln lassen.
Diese Apparaturen gibt es schon für 500 Euro, aber das würde ja Beweise schaffen, dass ihre „Lehre” nicht stimmt.

Die Weltverschwörungstheorie „Chem Trails” passt genau in die Kategorie: „Wir wissen, dass es so ist, aber wir wissen nicht, was es ist und wir brauchen keinen Beweis für unseren Glauben liefern, weil wir recht haben.”

Die Forderung nach „Platz für Medienvielfalt in den Medien“ kursiert momentan in Flugblättern und auf Webseiten.
Geht es denen, die es explizit fordern, wirklich darum?

Die oben genannte Forderung flammt in Flyern der Gegner der Corona-Maßnahmen auf.

Sie soll darauf hinweisen, dass es bei uns keine freie Berichterstattung gibt.
Besonders agieren die Autoren der Flugblätter gegen die öffentlich-rechtlichen Medien, respektive ARD und ZDF.
Sie glauben nicht nur – nein, sie sind davon überzeugt, dass die Medien gleichgeschaltet sind und in Deutschland Zensur herrscht. Zudem beklagen sie, dass generell einseitig berichtet und vieles ignoriert würde.

Im Singsang hört man immer wieder den Begriff „Alternative Fakten“.

Fakten sind bewiesene Tatsachen, also kann es keine „alternativen Fakten“ geben.
Wenn man einen Sachverhalt bewiesen, also verifiziert, hat, wird dieser zum Faktum.
Ist dem nicht so, stimmt der Sachverhalt nicht.

Als Beispiel mögen Fotos aus einem Krankenhaus dienen, die leere Flure und leere Zimmer zeigen.

In „Postings“ in sozialen Online-Netzwerken wird behauptet, die Corona-Lage sei gar nicht so schlimm wie berichtet, sondern man sehe ja, dass in den Krankenhäusern Kapazitäten frei seien.
Das Fazit ist, man werde über die In Krankenhäusern behandelten Corona-Kranken belogen. Wo niemand liege, werde niemand behandelt.

Die oben erwähnten Fotos zeigen leere Gänge und auch leere Krankenzimmer. Sie zeigen keine Fotos von Intensivstationen und auch keine Krankenzimmer von dort, allerhöchstens Fotos von den Gängen dorthin.

Diese Fotos sagen nichts über die Anzahl der Kranken auf Intensivstationen aus.

Dies sind dahingehend Fakten, dass diese Foto (un)bestimmte leere Gänge zeigen, mehr nicht.
Die Fotos sind es nicht wert, dass man sowas an die große Glocke hängt.
Doch das wollen diejenigen, die diese Fotos gemacht haben.

Sie nennen es dann „Vielfalt in der Berichterstattung”.

Ein anderes Beispiel ist die sogenannte „Germanische Neue Medizin”, in der davon ausgegangen wird, dass es keine Viren und Bakterien gibt, sondern dass Krankheiten Ungleichgewichte im seelischen Befinden sind.
Wenn die Medien über solchen Unsinn nicht berichten, kommt es davon, dass dies schlicht und ergreifend Falschinformationen oder irrige Annahmen sind.
Es kommt dann ein Anhänger dieser Irrlehre und sagt, man müsse darüber berichten, wegen der „Vielfalt”.
Man kann darüber berichten, aber wenn man wissenschaftliche Maßstäbe anlegt und die These verwirft, wird einem vorgeworfen, Zensur zu üben oder wenn es „harmlose Kritik” ist, dass man nur einseitig berichte.

In den Medien wird ein Bild durch die Bevölkerung in (abstrahierter Form) gezeigt, über alles und jeden wird berichtet, doch manche irrigen Annahmen werden nicht korrekt, wenn man sie wiederholt oder wenn man den Medien vorwirft, einseitig zu sein. 

Vielen, insbesondere den Corona-Leugnern, geht es nur darum, die Medien als „gekauft” und „gleichgeschaltet” zu denunzieren, weil sie nicht deren Unsinn als Wahrheit akzeptieren.

„Über Laschets Brücke musst Du geh’n, sieben Monate Lockdown übersteh’n …„
So könnte man die neue Idee des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten verstehen.
Wenn es nicht so traurig wäre!

Armin Laschet hat wie üblich wieder Fähnchen im Wind gespielt und präsentiert eine „geniale Idee”, wie man seiner Ansicht nach die Corona-Pandemie endlich besiegen kann.

Der Brücken-Lockdown!

Es hieß schon „harter Lockdown” oder auch „Notbremse”, aber gemeint ist damit das Gleiche.
Durch Herunterfahren des öffentlichen Lebens soll die erneute Infektionswelle gebrochen werden.

Und nicht nur das!

Armin Laschet meint allen Ernstes, in dieser Zeit könnte man die Leute so schnell impfen, dass das Corona-Virus nach dem „Brücken-Lockdown” die nicht-vorhandenen Flügel streckt.
Er lobt das Impfen der Bevölkerung und sagt, die Impfquote liege in Deutschland bei zwanzig Prozent und könne sehr schnell 30 oder 40 Prozent erreichen, wenn man den „Brücken-Lockdown” dafür nutze.

Man nennt Armin Laschet nicht umsonst den „Tünnes aus Aachen”, wobei „Tünnes” aus dem Rheinländischen kommt und für „einfältiger Mensch” steht.

Bei der „immensen” Geschwindigkeit der Impfungen in Deutschland mit dem Rekord von 12,68 Prozent seit Ende Dezember 2020 und immerwährenden Engpässen werden 40 ruckzuck erreicht werden können.

Zumindest in Utopia, aber nicht in Deutschland!

Wenn Deutschland seit knapp drei Monaten nicht mal 15 Prozent Impfquote erreicht hat, wird es erfahrungsgemäß einige Monate dauern, bis diese 20 Prozent erreicht sind.
Die 12,68 Prozent bezieht sich nebenbei bemerkt auf die Erstimpfungen. Bei denjenigen die ihre Zweitimpfung bekommen haben, liegt diese Zahl bei etwa sechs. Das bedeutet, dass gerade mal sechs Prozent vollimmunisiert sind.
Erstmal müssen noch circa sieben millionen Bürger die Zweitimpfung bekommen.

Dies ist dem „Tünnes aus Aachen” wohl entgangen!

Man rufe sich auch in Erinnerung, dass Laschet immer wieder darauf hinweist, dass vollimmunisierte Menschen die Krankheit weiter verbreiten können.
Was er von sich gibt, ist nur unüberlegtes Gerede um über die Versäumnisse bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie hinwegzutäuschen.

Erst möchte er wieder Öffnungen wie die Aufhebung des Beherbergungsverbot und vieles mehr, jetzt appelliert er ohne Sinn und Verstand für Utopien, von denen er eigentlich wissen sollte, dass sie nicht funktionieren.

Opportunismus pur!


https://soundcloud.com/syntronica/impfen-und-idioten

Neuer Audio-Kommentar (Podcast) zu neuen Verschwörungen bezüglich Corona-Impfung, Mikro-Roboter, Morgellons und anderem Unsinn.

Kanzleramtschef Braun hat Angst, dass es eine Corona-Virus-Variante geben könnte, die resistent gegen Impfen wäre. Er sagte im gleichen Atemzug, dass dies passieren könnte, wenn der sogenannte „Lockdown” zu früh aufgehoben würde.

Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen.

Der gelernte Arzt warnt vor einer Mutation, die gegen Impfungen resistent sein könnte.
Er spielt wohl auf Bakterien an, die gegen Antibiotika resistent sind, die sogenannten „Multi-Resistenten” (abgekürzt : MRSA).
Das kann man nicht vergleichen.
Im Gegensatz zu Bakterien haben Viren keinen Stoffwechsel.
Man kann Viren kein Antibiotikum einflößen und damit „vergiften”.
Viren muss das Immunsystem bekämpfen.
Man kann dem Immunsystem aber beibringen, wie es auf bestimmte Viren reagieren muss.
Dies geschieht durch Impfungen.

Was Helge Braun gemeint haben könnte, dass es eine Virus-Mutation gibt, gegen die der momentane Impfstoff nicht wirkt.
Das passiert zum Beispiel bei der Impfung gegen Grippe auch. Laufend gibt es neue Grippe-Mutationen, gegen die neue Impfstoffe entwickelt werden müssen. Deswegen sollte man sich ja jedes Jahr gegen Grippe impfen lassen.

Bei den neuen Impfungen mit sogenannten mRNA- oder bei Vektorimpfstoffen werden nur die „Baupläne” des Virus ans Immunsystem übermittelt.
Die Stacheln – englisch: „spikes” – docken an die Zellen an, damit der Virus seine Arbeit beginnen kann.
Man teilt dem Immunsystem mit, wie die Stacheln aussehen, damit das Immunsystem dagegen Antikörper entwickelt. 

Bei den „modernen” Impfmethoden müsste man die „Baupläne” nur etwas ändern beziehungsweise an die neue Mutation anpassen und schon könnte man diese mit dem nachgebesserten Impfstoff bekämpfen.

„Multi-resistente Viren” kann es nicht geben, auch wenn Helge Braun dies glaubt. 

Was er aber ebenfalls konkretisieren sollte, ist die Erklärung seinerseits, dass durch die Aufhebung des „Lockdowns” solche Viren entstehen können.
Wenn die Maskenpflicht wegfiele, gibt es mehr Infizierte, aber keine neuen Mutationen.

Auch hier übertreibt er oder will Panik verbreiten.

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