Verschwörungen

Gestern – 31.10.2013 – war Wolfgang Schorlau im „Blauen Haus“ Böblingen und las aus seinem Buch „Rebellen“.
Nach der Vorstellung von Wolfgang Schorlau durch Hans-Jörg Zürn, dem Redaktionsleiter der „SZBZ – Sindelfinger Zeitung / Böblinger Zeitung“ musste Schorlau etwas über Stuttgart 21 (S21) von sich geben, doch dazu später mehr.
Das Buch „Rebellen“ handelt von drei Personen, die sich in den Wogen der „Zeit des Aufbruchs“ und sog. „Achtundsechziger-Bewegung“ kennenlernen und gemeinsam erwachsen werden und sozialisieren.
Paul ist Vollwaise und lebt in einem Waisenhaus, Alexander lebt in „geordneten familiären Verhältnissen“, sein Vater ist Geschäftsmann und besitzt ein Einzelhandelsgeschäft.
Toni, die Psychologiestudentin, trifft erst später auf die beiden Freunde.
Wolfgang Schorlau sagt, dass es in „Rebellen“ darum gehe, dass sich viele Personen in den „Jahren des Aufbruchs und der Veränderung“ Kleidung bzw. Roben übergeworfen hätten, in die sich nicht hineingepasst hätten und die ihnen nicht gestanden hätten.
Viele von denen, die das „Kostüm des proletarischen Revoluzzers“ angehabt hätten, habe dies nicht gepasst und sie hätten das falsche getragen oder nicht wirklich verstanden, was dieses „Kostüm“ darstellte.

Alexander beobachtet eines Abends vorm Ins-Bett-Gehen, wie Paul rauchend vor dem Waisenhaus steht und meint zu erkennen, dass Paul ein freier Mensch sei.
Mit zwölf Jahren schon rauchen, solange aufbleiben wie man will und nicht ins Bett gehen müssen und der „nur“ zwei Jahre ältere Bruder darf noch eine Stunde länger fernsehen.
Die beiden lernen sich irgendwann kennen und finden in dem jeweils anderen, dass, was sie vermissen.
Während Alexander die „Freiheit“ Pauls im Waisenhaus sehr gut findet, sehnt sich Paul nach Geborgenheit, wie er sie vom Waisenhaus aus bei Alexander sieht, die Familie isst zusammen, man unterhält sich.
Alexander erkennt allerdings nicht, dass Paul sich nicht die „Freiheit“ nimmt, ein Messer zu tragen, sondern dieses trägt, weil stellenweise sehr große Drangsalierungen und Schlägereien dort an der Tagesordnung sind.
Alexander, der auf das Gymnasium geht, und Paul, der irgendwann Feinmechaniker lernt, gehen gemeinsam den Weg des Erwachsenwerdens, immer mit Widersprüchen gepaart.
Paul z. B. besorgt – auf der „englischen Art“ – Schallplatten, die auf dem Plattenspieler der Familie Alexanders abgespielt werden könnten, was aber nicht geht, weil die Eltern keine „Neger-Musik“ in deren Haus akzeptieren.
Wenn beide mit dem Mofa zu „Musik-Klubs” fuhren und Mädchen kennenlernten, hatte sich die „Geschichte“ für Paul immer erledigt, wenn die Mädchen erfuhren, dass er im Waisenhaus lebte.
Allerdings kommt Pauls „Zeit“, als die „Achtundsechziger-Revolte“ in den Universitäten umjubelt wird und er als Proletarier – schließlich ist er Feinmechaniker und steht an der Drehbank – gefeiert wird. Als Avantgarde des Proletariats wird er von den Revoluzzern natürlich auch in Agitation und Propaganda geschult und bei jeder Rede, die er hält, sehr umjubelt.
Dieser rote Faden der Widersprüche zieht sich durch das ganze Buch.
Auch das Verhältnis der beiden Freunde Paul und Aleander zu Toni, der Psychologiestudentin, die sich auf der Universität zu ihnen gesellt, ist sehr widersprüchlich.
Die Freundschaft erst der Zwei und dann der Drei hält trotz Widersprüche.
Die Lesung fand in angenehmer Atmosphäre statt.
Wolfgang Schorlau schien nicht mehr so agil wie beim vorigen Mal, als wir ihn bei einer Lesung mit Veit Heinichen kennenlernten. Sein vorpreschender Esprit fehlte. Schorlau wirkte sehr oft so, als wisse er nicht wirklich, was er tat. Beim (Vor)lesen verstrickte er sich stellenweise und stotterte, konnte aber auch in der „Fragestunde“ nicht die Fragen der Zuschauer zur Genüge beantworten.
Er war auch nicht immer konzentriert bei der Sache.
Was uns gestört hatte und was wir auch mit lauten Buh-Rufen „honorierten“, waren seine Seitenhiebe auf Stuttgart 21.
So erzählte er von einem konfusen „Schwabenstreich“ auf dem Time-Square in New York, wo er und der stuttgarter Theaterintendant Lösch zur „Anti-S21-Kundgebung“ treffen wollten, sich aber auf dem nicht gerade großen Time-Square nicht trafen, weil beide falsch standen.
Das anschließende Beteuern „Medienvertreter waren dort.“ Konnte uns nicht überzeugen, zu dem wir buhten, was Schorlau nicht gefiel, er dies aber hinnahm.
Auch gefiel ihm nicht unser lauter Kommentar zu seinem Spruch: „In Stuttgart finden noch die Montagsdemos statt.“, den wir als „Leider … Leider … Leider“ artikulierten.
Hat Schorlau sich selbst gemeint, als er am Anfang der Lesung davon sprach, manche zögen sich „Kostüme“ an, die ihnen nicht passten?
Dafür spricht einiges!

Ja, ja, ja…
Es gäbe zwischen den Grünen und der CDU mehr Differenzen als Gemeinsamkeiten, sagte der Elvis-Verschnitt aus Istanbul Cem Özdemir nach dem zweiten Sondierungsgespräch.
Man sei nicht übereingekommen über „Sozialpolitik“, „Mindestlöhne“, „Europapolitik“, hörte man auch von der Grönaz (Größte Nervensäge aller Zeiten) Claudia Roth, aber auch das „Hauptanliegen“ Energiewende sei kaum konkret gewesen.
Die Ablehnung weiterer Gespräche kam von den Grünen, obwohl CSU-Chef Horst Seehofer noch kurz vorher sehr zuversichtlich klang.
Es sei eine angenehme Atmosphäre gewesen, aber diesmal könne die Brücke keine Legislaturperiode lang halten, setzte Cem Özdemir noch einen drauf und ignorierte, dass die CDU den Grünen in Fragen der (ökologischen) Landwirtschaft, der Flüchtlingspolitik, Integration und sogar im Tierschutz sehr weit entgegengekommen war.
CDU-Generalsekretär Gröhe sah eine Chance für Schwarz-Grün, wurde jedoch ebenso von den Grünen enttäuscht wie die anderen Verhandlungsführer der Christdemokraten.
Den Ausschlag für die Grünen hatte ergeben, dass die CDU keine (enormen) Steuererhöhungen akzeptieren wollte, die zudem für die Wirtschaft schädlich wären.
Dass Cem Özdemir die CDU lobte und eine Koalition vielleicht beim nächsten Mal in Aussicht stellte, zeigt nur den ambivalenten Charakter Özdemirs, der sich immer gerne selbst als Gewinner feiert.
Böse Stimme sagen allerdings, er könne von Glück reden, dass er „Quoten-Türke“ bei den Grünen sei, denn so sagt man, würde man ihn wegen seines Versagens auch im Bundestagswahlkampf nicht einfach so absägen.
Die Grünen haben hoffentlich bemerkt, dass sie mit ihrer Doktrin der Besserwisserei und des moralischen Fingerzeigs nicht weiter kommen.
Aber anstatt der Realität in die Augen zu schauen, leben sie lieber das Fluchtsyndrom aus.

Eine überzeugte „Anthrosophin” knickte beim Herabsteigen einer Treppe auf der letzten Stufe um und zog sich eine schwere Sprunggelenksdistorsion zu.
Da sie der „Schulmedizin” den Kampf angesagt hat, und die „alternative Medizin“ bevorzugt, rieb sie den schmerzende Knöchel mit Arnikasalbe ein, schluckte ein paar Globuli und hing sich einen” Heilstein”, der ihr Kraft geben sollte, um den Hals.
Zwei Tage später erzählte sie freudestrahlend ihrer Umgebung, was ihr widerfahren war, und wie sie sich therapiert hatte.
An gleichem Tag hatte sie sich das Sprunggelenk mit einer schmerzstillenden Salbe, die sie vom Arzt verschrieben bekam, eingerieben und bandagiert.
Nun konnte sie beschwerdefrei laufen.
Wer hat nun den Fuß geheilt?
Die „alternative Medizin” oder Schluss endlich doch die „Schulzmedizin” … ?
In ihren Augen war es die „alternative”, und sie trug den Heilstein immer noch stolz um den Hals.
Doch wenn es so wäre, warum hat sie sich den Knöchel mit „Salbe aus der Schuldmedizin” eingerieben?
Wer heilt hat Recht?

Heute war ich am Stuttgarter Fernsehturm und machte Fotos.
Als ich mich innen umsah, kam ich ins Gespräch mit einem der Techniker.
Da mir eine Frage auf den Nägeln brandte, fragte ich den Techniker, ob es stimme, dass ein Gutachten vorliege, dies aber Fritz Kuhn, (noch amtierender) Oberbürgermeister von Stuttgart, nicht reiche, woraufhin dieser noch zwei „neutrale“ Gutachten zur Verifikation bzw. Falsifikation in Auftrag gegeben hätte.
Dies verneinte der Techniker, indem er sagte, die Stadt Stuttgart – respektive Kuhn – würde kein Geld ausgeben für Gutachten bezüglich des Fernsehturms, denn diese Kosten müsste der Betreiber des Fernsehturms tragen, also der SWR (Südwestrundfunk).
Er sagte, dass der Gutachter verschiedene Vorschläge vorgelegt hätte, wie man den Fernsehturm umgestalten könne, dass er bald wieder in Betrieb gehen könne.
Ich fragte nach der Sache mit dem Theater.
Das stimme, sagte der Techniker, allerdings sei die Genehmigung, die für Schaustellbetriebe wie dem Theater, gelte genauer und engangelegter als die für den „normale“ Betrieb des Fernsehturms.
Ein Problem sei aber auch gewesen, dass die so eben genannte Genehmigung erweitert wurde auf den ganzen Fernsehturm.
Der Fernsehturm ist, weil er der erste Fernsehturm der Welt ist, ein Sonderbauwerk und dafür gelten keine Vorgaben wie bei anderen Bauwerken.
Es schiene aber so, so konnte ich in Erfahrung bringen, dass man dies nicht in vollem Maße berücksichtigt habe, denn nur so ist die kuriose Entscheidung zur Schließung des Fernsehturms gewertet werden.
Ich erfuhr, dass es außerhalb dieser Genehmigung, deren Bewertung zur Schließung geführt hatte, immer diese „Sondergenehmigung der ersten seiner Art“ gegolten habe.
Darin sei eingeschlossen geweesen, dass die Besucher bei einem Brandt hätten auf der Plattform bleiben sollten bzw. über das Treppenhoch – 772 Stufen !!! – auf die Plattform kommen. Im Falle eines Brandes darf der Aufzug nicht benutzt werden.
In dem Fernsehturm sind sehr sensible Branddetektoren eingebaut. Diese sind so sensibel, dass diese einen Brand gemeldet hatten, als bei Wartungsarbeiten im Aufzugsschacht und im Wartungsschacht mit einer Farbdose Markierungen aufgesprüht worden sind.
Es sind Gaslöscher im Aufzugschacht und im Wartungsschacht vorhanden und Sprinkleranlagen in sonstigen Bereichen.
Im Brandfall würde die Gaslöschanlagen einen Brand in den Schächten in kürzester Zeit ersticken.
So kam man nämlich dazu, dass bei einem eventuellen Brand die Besucher auf der Plattform ausharren sollten.
Nach der Löschung könnte man die Besucher wieder zurück auf den Erdboden bringen.
Die Treppen, die als Notausgang gelten könnten, sind an der engsten Stelle dreiundfünfzig Zentimeter breit und im anderen Bereich ca. einen Meter. Nach neuen Vorgaben müsste ein Fluchtweg ein Meter fünfundzwanzig breit sein.
Ironisch meinte der Techniker, dürften eben keine Personen mehr hoch, die breiter als 53 Zentimeter wären.
Ebenso sprach er an, dass im Grunde genommen keine Behinderten mehr auf den Turm mehr dürften.
Man habe dies immer wohlwollend getan, er kritisierte aber auch sich selbst, dass er besonders schwer Geistigbehinderte mit hoch genommen hätte, was im Nachhinein betrachtet sehr schlimm sei, da diese Gruppe Menschen sich überhaupt nicht retten könnten bzw. selbstständig agieren könnte.
Er sagte, dass bei so einem Sonderbauwerk, wie der Stuttgarter Fernsehturm es sei, keine Behinderter mitgenommen werden dürften nach oben, denn z.B. welche, die im Rollstuhl säßen, hätten sehr arge Probleme.
Er sagte aber auch, der Fernsehturm sei zu seiner Bauzeit nicht nach Vorgasben der Jetztzeit, sondern seiner Zeit mit allen gültigen Normen und Vorgasben errichtet worden und gelte eben deswegen schon als Sonderbauwerk.
Nicht zu verstehen ist auch, welche feuerresistenten Materialien schon im Fernsehturm verbaut sind.
Das Interieur des Restaurants „Oben“ musste besonders feuer- und brandsicher sein.
Ein Probesessel wurde gebaut, dieser durch Gutachter versucht in Brand zu setzen, was aber nicht gelangt. Danach wurde ein Gutachten mit Modifikationen und Indikationen der Bauweise des Sessels fixiert. Nach dieser „Anleitung“ wurde noch ein „neuer“ Sessel gebaut und dieser nochmals malträtiert. Nachdem dieser Proforma-Massenprodukt-Sessel nicht brannte, wurde die Erlaubnis erteilt, dass in „Oben“ diese Sessel eingesetzt werden durften.
Es ist klar, dass Brandschutzverordnungen, die auf neuen Erkenntnissen basieren, verfeinert und erweitert wurden, doch man könnte den Stuttgarter Fernsehturm als – was er auch ist – Sonderbauwerk ansehen.
Die Rahmenbedingungen für eine Brandprävention sind schon lange gelegt und umgesetzt, nur muss jemand die Verantwortung übernehmen, dass der Fernsehturm wieder öffnen darf bzw. dürfte.
Dies scheint das Problem zu sein.
Wenn der Fernsehturm nach Vorschlägen aus dem Gutachten umgebaut würde, würde es ungefähr bis zur Wiedereröffnung bis Ende 2014 dauern, da man ja auch nicht ad hoc in ein paar Tagen umbauen könnte.
Anstatt aus der Erfahrung zu schöpfen, wartet man lieber auf TAUSENDPROZENTIGE Erfüllung als auf hundertprozentige.
Nur schade, dass der Fernsehturm – Wahrzeichen Stuttgarts – und Stuttgart unter der Entscheidungsunfähigkeit und Verantwortungsunfähigkeit seines grünes Oberbürgermeisters leiden muss.


In Limburg wird ein neuer Bischofssitz gebaut.
Anfänglich sollten es fünf Millionen Euro sein, dann war von zehn Millionen Euro die Rede und plötzlich – laut Informationen des Bistums Limburg – einunddreißig (31) Millionen!
Der Bischof von Limburg, Tebartz-van Elst, findet dies nicht schlimm, denn schließlich habe er eine große Aufgabe den Menschen gegenüber und sooo teuer sei dies auch nicht.
Ferner gibt er den Medien die Schuld, denn diese hätten permanent gehetzt, hätten gebohrt, gespitzelt und Dreck gegen die neue Bischofsresidenz geschleudert.
Er sieht sich als Opfer!
Er ist vor einigen Wochen übrigens mit einem First-Class-Flug nach Indien geflogen, um „Schäfchen“ zu besuchen, und hatte auch direkt wieder eine Ausrede für die Geldverschwendung parat. Die „Schäfchen“ hätten sich sooo gefreut auf ihn und er wolle eben nicht – wenn er billiger geflogen wäre – schlecht gelaunt und mürrisch sein. Das hätten sich die „Schäfchen“ nicht verdient.
Er findet es auch nicht schlimm, wenn er seine engsten Mitarbeiter anlügt oder falsches Zeugnis vor der Staatsanwalt bezüglich des obengenannten Flugs macht.
Auch seine selbstherrlichen Höhenflüge sind für ihn „normal“, denn schließlich ist er „Gottes Vertreter“ oder zumindest einer (der wichtigste?) davon.
Ebenfalls ist er auch dafür bekannt, Kirchenvermögen in hohem Maße für sich in Anspruch zu nehmen.
Dass er in Münster, Westfalen, als er dort Weihbischof war, eine aufwendige Wendeltreppe im Garten seines damaligen Sitzes bauen lassen wollte, weiß er plötzlich auch nicht mehr. Da dies Vorhaben nicht geklappt hat, kann man es ja „gut” verdrängen.
Die Preisschraube in Limburg haben viele Sonderwünsche nach oben gedreht.
Anstatt eines „normalen“ Adventskranzes musste Tebartz-van Elst einen freischwebenden Prunk-Kranz haben, für den extra nochmals die Decke aufgerissen werden musste, was die Kosten des Kranzes alleine verZEHNfachte.
Koi-Karpfen im Teich eines Designer-Gartens (!!!) lassen natürlich auch Preise nach oben schießen.
Im Wohnbereich hat sich der Teuerste Bischof AlleR (T)Zeiten Luxus pur, wie eine beheizbare Zimmerdecke, eine Sauna, Edelsteinbesätze, eine freistehende Badewanne und nicht zu vergessen einen Weinkeller und viele teure Dinge mehr gegönnt.
Größenwahn könnte man dies nennen!
Das Diozesancaritasdirektorium und der Priesterrat der Diözese Limburg kritisierten vor allem, dass es dort kein Controlling gäbe oder Kritiker mundtot gemacht würden.
Mal ganz zu schweigen vom beinahe-totalitärem Führungsstil Tebartz-van Elsts!
Es scheint aber Licht am Ende des Tunnels zu geben.
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Zollitsch, will den Fall vor dem Papst erörtert sehen und wird ihm berichten.
Aber auch, dass die Hamburger Staatsanwaltschaft einen Strafbefehl gegen Tebartz-van Elst wegen falscher eidesstattlicher Versicherungen in zwei Fällen beantragt – First-Class-Flüge – hat, ist nicht wegzudiskutieren.
Wir sind gespannt, wie es weitergeht, denn auch ein Rücktritt des Skandal-Bischofs ist im Gespräch.
![]() | „Die Schweine sind die gleichen, aber die Tröge ändern sich.”
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Heute wurde der 18. Bundestag der Bundesrepublik Deutschland gewählt.
Die Stimmen verteilen sich wie folgt.
| CDU | 41,5 |
| SPD | 25,7 |
| Grüne | 8,4 |
| Linke | 8,6 |
| FDP | 4,8 |
| AfD | 4,7 |
| sonstige | 6,2 |
Die CDU hat ganz knapp die absolute Mehrheit verfehlt.
Die FDP ist aus dem Bundestag gefallen und die vielbeschworene AfD hat es nicht geschafft.
Das bedeutet, dass Angela Merkel Kanzlerin bleibt.
Herzlichen Glückwunsch!


Heute ist bekanntermaßen Wahl-Tag, an dem der 18. Bundestag der Bundesrepublik Deutschland gewählt wird.
62 Millionen Bundesbürger sind aufgerufen, dies zu tun.
Heute berichten wir von der Waldorfschule, die vor Ort ebenfalls am heutigen Sonntag als Wahllokal dient.
Als Journalisten bzw. Reporter dürfen wir berichten, wie hier gewählt wird.
Da es sich in Deutschland um freie und geheime Wahlen handelt, dürfen wir leider keine Bilder oder Videos veröffentlichen.
In der Waldorf-Schule hier vor Ort sehen die Begebenheiten etwas anders aus.
Anstatt Wahlkabinen mit Abgrenzungen gibt es hier hermetisch abgeriegelte Räume mit quadratischer Grundfläche von fünf mal fünf Metern.
Diese Räume sind mit 3D-Kameras ausgerüstet, die von vereidigten sog. „visuellen Wahlhelfern“ beobachtet werden, die ein Schweigegelübde abgelegt haben.
Nachdem sich die Waldorf-Schüler bzw. ehemaligen Waldorf-Schüler tanzend ausgewiesen haben, wer sie sind, bekommen sie ein der Jahreszeit harmonisch-passendes ätherisches Öl auf die Stirn, um so zu markieren, dass sie nicht zweimal wählen können, denn die Nasen der Waldorf-Wahlhelfer sind sehr gut trainiert und würden sofort einen Wahlbetrug riechen.
Nachdem wir mit Nacktscannern begutachtet wurden, damit wir auch nicht die kleinste Kamera dabei haben, durften wir uns zu den sog. „visuellen Wahlhelfern“ gesellen.
Draußen vor dem Wahlraum war Ruhe, niemand übte. Sie nahmen die geheime (Tanz-) Wahl sehr ernst.
Dann öffnete sich der Raum.
Der erste Waldorf-Wähler trat ein und schaute sich etwas scheu um.
„Setenn Sie den schwarzen Balken vor die Augen!“, sagte der sog. „visuelle Wahlhelfer“.
Der Angesprochene nahm ein schwarzes Brett mit Bügeln und Gummiband und setzte es sich wie eine Brille auf, damit man ihn nicht erkennen konnte.
Stichwort – „Geheime Wahl“ !
„Bitte!“, sagte der sog. „visuelle Wahlhelfer“, „Machen Sie Ihre Wahl!“
Der Waldorf-Wähler ging in die Knie, machte einen Knicks, beschrieb mehrere Kurven und sprang dabei ballet-ähnliche Figuren, ging wieder in die Knie und die Wahl war vollzogen.
Der sog. „visuelle Wahlhelfer“ sprach kurz mit seinen beiden Sitznachbarn und bestätigte: „CDU“.
Wir waren von diesen Zeremoniellen sehr irritiert, doch für die anderen Anwesenden schien es völlig normal.
Wir erhielten die Erlaubnis vor der Waldorf-Schule noch mit ein paar Waldorf-Wählern zu sprechen, um auch zu erfahren, was sie gewählt hatten.
Thomas – Name (eventuell) geändert – sagte, er habe die SPD gewählt und tanzte kurz vor, wie das aussah.
Martin – Name (vielleicht auch) geändert – ist Sohn eines Unternehmers und tanzte uns auch etwas vor, was wir als „SPD“ zu erkennen geglaubt hatten.
Martin sagte uns, es sei „FDP“ und klärte uns tanzend auf, dass das „F“ zwei vertikale Hiebe und ein horizontaler Hieb seien, wobei das „S“ eben eine dreigeteilte abgehackte Linie sei.
Wir hatten verstanden.
Wir erfuhren auch, dass es speziell für Frauen eine Schuhkontrolle seit diesem Jahr gab.
Beim Tanzen bzw. Wählen war es leiderr immer wieder passiert, dass Frauen beim Springen einer Figur bzw. eines Buchstabens nicht richtig aufgekommen waren und mit ihren High-Heels umgekickt waren.
Man wollte nicht wieder Verletzungen riskieren.
Ein zweites Manko war aber auch, wie man die Stimmenabgabe bzw. Tanzeinlage werten sollte, wenn sie unfallbedingt unterbrochen werden musste.
Kurz bevor wir gingen, kam jemand japsend und verschwitzt aus der Waldorf-Schule.
Er erzählte, er habe die „die Partei bibeltreuer Christen“ gewählt und da er nicht gerade eine „Sportskanone“ sei, habe er sich sehr quälen müssen, bis er die „lange Sequenz“ getanzt habe.
Wir bemerkten, er habe doch auch einfach „PBC“ tanzen können, worauf er sich vor die Stirn mit dem ätherischen Öl klatsche und meinte: „Mir fiel die Abkürzung nicht mehr ein. Ich war so nervös, denn es ist schließlich meine erste Wahl.“.
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Heute ist Bundestagswahl.
Viele sind frustriert und resignieren. Sie wollen (leider) nicht wählen gehen.
Sie fühlen sich von den Politikern nicht ernstgenommen oder sehen nicht, dass ihre Wahl etwas bewirkt.
Sie setzen sich also selbst ins Abseits, indem sie nichts tun, um ihre Rolle zu ändern.
Ein anderer Aspekt ist aber auch die Wahlbeteiligung.
Bei der vorigen Bundestagswahl betrug die Wahlbeteiligung 70.8 Prozent.
Das hört sich zwar an, als wäre es viel, doch beim genauen Betrachten nicht mehr.
Bei einer Wahlbeteiligung von 70.8 Prozent bestimmen 35.5 Prozent der Deutschen über eine Regierung.
Es sind etwas mehr als ein Drittel !
Hier kann man wohl kaum noch davon sprechen, dass so eine Demokratie legitimiert ist.
Nun hört man von den Nichtwählern bzw. Wahlverweigerern aber, dass die Politiker angeblich nicht aufs Volk hörten, nur Tantiemen einstrichen, es sich gutgehen etc.
Man hört nie, dass die Nichtwähler etwas dagegen tun.
Nur herum zulabern und zu lamentieren bringt nichts, aber das ist wahrscheinlich das Einzige, was diese faulen Möchtegern-Demokraten und „Politk-Schlaumeier” können.
Laber und nichts tun!
Die Nichtwähler sollten beweisen, dass dem nicht so ist und wählen gehen, also die Zustände, die sie anprangern, ändern!
Alles Andere – Ausreden !!! – ist Heuchlerei!
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„Unser Sohn macht keinen Sport mehr””, polterte es aus dem Vater heraus, als er nach Hause kam, „auch in der Schule nicht!”.
Seine Frau schaute ihn verwundert an und fragte nach dem Warum.
Er habe in einer Zeitung gelesen, dass man sterben könne beim Sport, vor allem, wenn man vorher gegessen habe, meinte der Vater. Denn eben in dieser Zeitung habe er von einem Hund gelesen, der erst gefressen habe und danach mit seinen Besitzern schwimmen gegangen sei.
Nach ein paar Minuten sei der Hund dann gestorben.
Von nun an braucht der Junge, dessen Name Tim, Andreas, Michael, Tom, Nils, Martin oder auch anders sein kann, nicht mehr Sport treiben, auch in der Schule nicht.
Die Schule ist dabei weitaus gefährlicher, denn man isst dort ein Pausenbrot und dann ist der Tod sehr, sehr nah.
Was sich wie ein (guter) Witz anhört, ist in einem real existierendem Paralelluniversum menschlicher (Fehl‑) Wahrnehmung passiert.
Der Junge, von dem hier die Rede ist, ist – um es mal „harmlos” zu umschreiben – „geistig beschränkt”.
Er war zu Anfang auf einer Behindertenschule, hat es aber durch den reslitätsverweigernden Elan der Mutter mittels sog. „Integrationsmaßnahmen” geschafft, auf die Realschule zu kommen.
Wo nix ist, kann nix wachsen!
Und so hat es der Junge trotz permanter Nachhilfe nicht geschafft, dass seine Schulnoten über „Ausreichend” hinausgehen.
Die Mutter ist blind in der Hinsicht, dass ihr Junge nur auf der Realschule geduldet ist, weil er als Behinderter durch „Integrationsmaßnahmen” auf die Realschule kam.
Dies merkt man bei allen „Schulaktivitäten” wie Hausaufgaben, denn was der Sohn nicht kann – eigentlich nichts – bekommt die Mutter irgendwie hin, indem sie viele Leute anruft und Fragen stellt oder Bücher kauft, die nur für Lehrer bestimmt sind, z.B. Lösungsbücher etc..
Verstehen, worum es wirklich geht, können beide – die Mutter und der Junge – nicht, denn ihnen fehlt die Fähigkeit, Zusammenhänge zu begreifen.
Die Mutter, die weiterhin ihr Fluchtsyndrom in Bezug auf die Realität auslebt, wird so weiter machen und nicht begreifen (wollen), dass der Junge nicht zu „Hohem” geboren ist.
Gleichsam verschließt der Vater weiterhin seine Augen vor der Wirklichkeit.
