Verbalmassaker

Was in Berlin vorgestern passiert ist, ist sehr schlimm.
Unsere Trauer ist bei den unschuldigen Opfern, die durch einen fanatischen Geisteskranken heimtückisch ermordet wurden.
Wir werden hier keine Wertung zu dem Anschlag und den Umständen vornehmen.
Was uns genervt hat und worüber wir uns sehr geärgert haben, ist die „Mentalität” mancher Politiker, die uns vorschreiben woll(t)en, wie wir bezüglich des Terroanschlag zu denken und zu fühlen haben.
Ebenso verhält es sich mit vielen Journalisten.
Uns freien Bürgern soll etwas aufoktroyiert werden.
Wir haben Augen zum Sehen, Ohren zum Hören und ein Gehirn, das selbstständig und differenziert denken und bewerten kann.
Unsere Sicht der Dinge können wir uns selbst entwickeln.
Dafür brauchen wir keine Meinungsmacher !
![]() | „Das kann ich jetzt nicht sagen. Ich muss das betrunken entscheiden.” Politik a la Martin Schulz |
„Die Zeit der Lügenpresse läuft in Riesenschritten ab, denn niemand glaubt mehr der Staatspropaganda.” |
![]() | „Gehen Sie ins Theater, solange es noch mit TH geschrieben wird!” Jürgen Bösse |

Wir hatten ja berichtet, dass wir exklusiv bei einem Interview mit Chris de Burgh geladen waren.
Am Rande spielte sich eine Szene ab, über die man ins Grübeln kommt.
Wir saßen während des Interviews mit einer Frau am selben Tisch und unterhielten uns in den Kurzpausen.
Als die Gäste und Mitarbeiter vom SWR1 mach dem Interview zum Buffet gingen, stand vor dem Eingang zur „Doppeldecker-Lounge” eine blinde Frau.
Irgendwann – mitten beim Speisen – kam die Frau, die mit uns oben am Tisch gesessen hatte, mit der Blinden auf uns zu.
„Sie sind doch Journalist”, sagte sie zu mir und beklagte sich bei mir, sie hätte Ärger mit den Mitarbeitern des SWR1 bekommen. Sie hätte die Blinde mitgenommen zum Buffet und hätte ihr etwas zu essen geholt, wobei sie sagte, sie hätte keinen Hunger und zweitens wäre sie ja sowieso alleine gekommen und ihre Begleitung wäre jetzt die blinde Frau.
Uns ist nicht ganz klar, wie sie ihre „Begleitung” zum Buffet hat mitnehmen können, da die geladenen Gäste vor dem Einlass zu „Doppeldecker-Lounge” in der Namensliste kontrolliert wurden und wir alle einen Anstrecker zum Wiedererkennen bekommen hatten.
Die Frau hatte Ärger bekommmen, weil sie die andere einfach mitgenommen hatte. Dann hatte die Nicht-Eingeladene von Buffet gegessen. Ein Mitarbeiter von SWR1 musste wohl gesagt haben, so ginge das nicht.
Nun standen beide also vor uns.
„Als die mich oben gefragt hatte, wer ich bin, habe ich gesagt, ich gehöre zu Frau Köster”, erklärte uns die Blinde. „Frau Köster” – Nicole Köster – hatte Chris de Burgh interviewt.
„Weil, ich habe noch ein Hühnchen zu rupfen wegen dem Tannenzäpfle”, fügte sie hinzu.
Uns blieb weiterhin unbekannt, was es mit dem Ärger um das „Tannenzäpfle” auf sich hatte.
Die Frau, die während des Interviews neben uns gesessen hatte, meinte, es wäre eine Unverschämtheit, was die SWR1-Mitarbeiter sich ihr und der Blinden gegenüber rausgenommen hätten.
Wir sprachen kurz über das Hausrecht des SWR und der Gastronomie, was aber keiner von beiden wirklich hören wollte.
Wir mussten uns noch ein paar Hasstirasden anhören, dann gingen beide kopfschüttelnd Richtung S‑Bahn.
In dem kurzen Gespräch mit den „Empörten” hörten wir heraus, was man über Journalisten denkt.
Journalisten sind wohl dazu da, Dreck auf andere zu schleudern, wenn manche sich „ungerecht” behandelt fühlen.
Wie im obigen Fall gesehen, meinte also die Frau, wir müssten schreibend oder wie auch immer einschreiten, obwohl sie gegen die Regeln verstoßen hatte. Ebenso wurden uns keine Details vonseiten der Blinden geliefert, warum sie überhaupt ein „Hühnchen zu rupfen” hätte. Ging es um einen echten Tannenzapfen oder vielmehr um das Bier namens „Tannenzäpfle” ? Wir wissen es nicht.
Das Argument „Die Frau ist blind.” haben wir beflissentlich überhört, weil diese Mitleidsnummer überhaupt nichts dort zu suchen hatte.
Journalisten sind der Wahrheit verpflichtet, aber in keinster Weise dazu da, sich in „private Querelen” einzumischen, vor allem dann nicht, wenn keine Informationen fließen oder nur einseitig.
![]() | „Es gibt mindestens so viele Ausreden wie gebrochene Versprechen.” |
![]() | „Wenn die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Deutschen Bundestag, Katrin Göring-Eckardt, eine Rede hält oder ein Interview gibt, sagt sie immer etwas Originelles, das es verdient, festgehalten zu werden, damit nachfolgende Generationen sich ein Bild über den Grad der Verwirrung machen können, der in diesen Tagen den politischen Diskurs bestimmt.” Hendryk M. Broder |

In Baden-Württemberg hat die AfD aus dem Stand 14,1 Prozent der Stimmen der zur Wahl gegangenen Wahlberechtigten geholt, in Mecklenburg-Vorpommern am 5.9.2016 holte sie 20,8 Prozent.
Die Altparteien waren bei der Wahl von Mecklenburg-Vorpommern erst in der Schockstarre, dachten kurz nach und erklärten dann, was passiert war.
Die AfD hat verloren, da sie ja nicht 30 Prozent geholt hatte, wie sie eigentlich gesagt hatte.
Die Altparteien haben nicht verloren bei der Wahl. Die Grünen sind zwar nicht mehr im Landtag, doch verloren haben sie nicht, ebenso wenig wie die FDP, die nicht eingezogen ist.
Der Stimmenverlust der CDU hat nichts mit der Politik zu tun, denn was die Kanzlerin macht, ist vollkommen in Ordnung. Das bestätigen ja die Wähler.
Auch das (Ein-) Schleimen der Großen Koalition und der EU bei Erdogan hat nichts mit der Wahl in Mecklenburg-Vorpommern zu tun. Bei der AfD ist das so, denn die machen ja Stimmung gegen die EU.
Keiner weiß, wie es passieren konnte, dass sie Stimmen verloren haben.
Der Wähler – also genau 20,8 Prozent – die die AfD gewählt haben sind schuld, weil sie einfach abscheulich dumm und ungebildet sind, denn sonst würden sie ja nicht die AfD wählen.
Die AfD-Wähler sind ja ebenso wie sie dumm sind, ausnahmslos Protestwähler, die nur mal auf den Busch hauen wollen, aber keine Ahnung haben, wen sie da gewählt haben.
Die Wähler sind bekanntlich schuld, aber die Aufgabe der Politiker der „Etablierten” bzw. der Altparteien ist es nun, die Politik wieder so zu leiten, dass nichts Schlimmes herauskommen kann bei der falschen Wahl.
Die AfD ist nur eine Protestpartei. Die AfD hat nämlich keine Grenze dicht gemacht und auch keinen illegalen Flüchtling nach Hause geschickt, also nichts eingehalten.
Dass die AfD dies genauso wenig wie die anderen Parteiein gemacht hat, ist irrelevant. Auch spielt dabei keine Rolle, dass die Parteien gar nicht dafür zuständig sind.
Wir sehen, dass die Politiker der Altparteien so fest in ihrem realitätsfernen Trott sind, dass sie nicht merken, dass sie eigentlich schuld sind an der Misere, die sie selbst verursacht hasben.
Diese Kaste von Politikern gehört in das Ablagefach der Geschichte und nicht mehr herausgeholt.
![]() | „Manche Politiker sind so toll, da kommt sogar das Essen hoch, um sie zu sehen.” |
![]() | „Abschalten!” Peter Lustig, deutscher Philosoph |
