Telefonieren

IT-Ausfall im Klinikum Stuttgart: Kein Zusammenhang mit der Digitalisierung
Das Klinikum Stuttgart steht derzeit vor erheblichen Herausforderungen, da ein Ausfall der IT-Infrastruktur den Betrieb stark beeinträchtigt.
Seit dem Morgen sind zahlreiche Systeme nicht verfügbar, was zu erheblichen Einschränkungen im Klinikalltag führt.
In den sozialen Medien machen einige Personen ihrem Unmut Luft und behaupten, die Probleme seien eine Folge der fortschreitenden Digitalisierung. Diese Annahme ist jedoch nicht korrekt. Der aktuelle IT-Ausfall hat nichts mit den allgemeinen Digitalisierungsbestrebungen zu tun, sondern ist auf spezifische technische Probleme zurückzuführen.
Laut einer Stellungnahme des Klinikums handelt es sich um eine Störung in der IT-Infrastruktur, die weitreichende Auswirkungen auf den Betrieb hat. Die genaue Ursache wird derzeit untersucht, und es wird mit Hochdruck an einer Lösung gearbeitet.
Die Reaktionen in den sozialen Medien zeigen, dass viele Menschen die Komplexität und die Ursachen solcher IT-Probleme nicht vollständig verstehen. Digitalisierung bedeutet nicht zwangsläufig, dass Systeme anfälliger für Ausfälle sind. Vielmehr geht es darum, Prozesse zu optimieren und die Effizienz zu steigern. Technische Störungen können in jedem System auftreten, unabhängig davon, ob es digitalisiert ist oder nicht.
Der aktuelle IT-Ausfall im Klinikum Stuttgart ist ein bedauerlicher Vorfall, der jedoch nichts mit den allgemeinen Digitalisierungsbemühungen zu tun hat. Es ist wichtig, die Ursachen solcher Probleme differenziert zu betrachten und nicht voreilige Schlüsse zu ziehen. Das Klinikum arbeitet intensiv daran, den Normalbetrieb so schnell wie möglich wiederherzustellen und die Patientenversorgung sicherzustellen.

WhatsApp, eine der weltweit am häufigsten genutzten Messenger-Apps, hat eine neue Funktion eingeführt, die die Privatsphäre der Nutzer erheblich verbessern soll.
Diese neue Funktion ermöglicht es den Nutzern, ihre Telefonnummer vor fremden Personen in Gruppen und Communitys zu verbergen.
Ziel ist es, den Nutzern eine sicherere und komfortablere Kommunikation zu ermöglichen, ohne dass sie ihre persönlichen Kontaktdaten preisgeben müssen.
Mit der neuen Funktion können Nutzer weiterhin aktiv an Gruppen- und Community-Diskussionen teilnehmen, ohne dass ihre Telefonnummer für alle Mitglieder sichtbar ist.
Nur Administratoren und private Kontakte können die Telefonnummer sehen.
Dies bietet eine zusätzliche Schutzschicht, besonders in großen Gruppen oder öffentlichen Communitys, in denen nicht alle Mitglieder bekannt sind.
Sobald die Funktion verfügbar ist, werden die Nutzer durch eine Benachrichtigung darauf hingewiesen.
Diese Benachrichtigung enthält eine detaillierte Erklärung, wie die neue Privatsphäre-Option aktiviert und genutzt werden kann.
Nutzer können in den Datenschutzeinstellungen von WhatsApp festlegen, ob ihre Telefonnummer verborgen bleiben soll oder nicht.
Falls ein Mitglied einer Gruppe oder Community dennoch die Telefonnummer eines anderen Nutzers benötigt, gibt es die Möglichkeit, eine Anfrage zur Freigabe der Nummer zu senden.
Der angefragte Nutzer erhält dann eine Benachrichtigung und kann selbst entscheiden, ob er seine Telefonnummer freigeben möchte oder nicht.
Diese Kontrolle liegt vollständig bei dem Nutzer, was ein hohes Maß an Datenschutz und Selbstbestimmung gewährleistet.
Derzeit wird die neue Funktion eingehend getestet.
Diese Testphase ist entscheidend, um sicherzustellen, dass die Funktion reibungslos funktioniert und den gewünschten Schutz bietet.
WhatsApp hat angekündigt, dass nach erfolgreicher Testphase die Funktion für alle Nutzer weltweit ausgerollt wird.
Die Einführung dieser Funktion wurde von vielen Nutzern und Datenschützern positiv aufgenommen.
In einer Zeit, in der digitale Privatsphäre immer wichtiger wird, zeigt WhatsApp mit dieser Neuerung, dass sie die Bedenken ihrer Nutzer ernst nehmen und kontinuierlich daran arbeiten, deren Sicherheit zu verbessern.
Besonders in Zeiten, in denen Online-Kommunikation eine immer größere Rolle spielt, ist es von zentraler Bedeutung, dass persönliche Daten geschützt werden.
WhatsApp setzt damit einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung verbesserter Privatsphäre und Sicherheit für seine Nutzer.
Durch die Möglichkeit, die eigene Telefonnummer vor Fremden zu verbergen, wird nicht nur der Datenschutz erhöht, sondern auch das Vertrauen in die Nutzung der App gestärkt.
Insgesamt zeigt diese neue Funktion, dass WhatsApp bestrebt ist, seinen Nutzern ein sicheres und privates Kommunikationsumfeld zu bieten, das den heutigen Anforderungen an Datenschutz und Sicherheit gerecht wird.

In den letzten Jahren hat sich ein bemerkenswerter Wandel in unserem täglichen Leben vollzogen: Das Smartphone ist zu einem allgegenwärtigen Begleiter geworden, der unsere Art zu kommunizieren, zu arbeiten und zu leben grundlegend verändert hat. Diese Entwicklung bringt sowohl Chancen als auch Herausforderungen mit sich, die es genauer zu betrachten gilt.
Seit der Einführung des ersten Smartphones, zu dem Zeitpunkt noch „digitaler Assitent“genannt, im Jahr 2007 hat sich das Smartphone rasant verbreitet und ist heute aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken.
Es hat das Telefonieren revolutioniert und bietet nun weit mehr Funktionen als seine Vorgänger.
Von der Kommunikation über soziale Medien und E‑Mail bis hin zur Navigation, Online-Banking und dem Konsum von Medieninhalten hat das Smartphone zahlreiche Lebensbereiche durchdrungen und neu gestaltet.
Eine der größten Errungenschaften des Smartphones ist die verbesserte Kommunikation. Menschen können jederzeit und überall miteinander in Kontakt treten.
Dies hat nicht nur private, sondern auch geschäftliche Beziehungen revolutioniert.
So können Teams auf der ganzen Welt in Echtzeit zusammenarbeiten, was die Produktivität und Effizienz steigert.
Smartphones haben den Zugang zu Informationen radikal vereinfacht.
Wissen ist nur einen Klick entfernt, und Bildungsressourcen sind oft kostenlos oder kostengünstig zugänglich.
Online-Kurse und Lern-Apps bieten flexible Lernmöglichkeiten, die den traditionellen Bildungsmodellen überlegen sein können.
Die Möglichkeit, jederzeit und überall erreichbar zu sein, hat unsere Kommunikationsgewohnheiten revolutioniert.
Einerseits ermöglicht dies eine nie dagewesene Flexibilität in der Arbeits- und Privatsphäre. Wir können wichtige Nachrichten sofort empfangen, in Notfällen schnell reagieren und mit Freunden und Familie in Kontakt bleiben, unabhängig von räumlichen Distanzen.
Andererseits führt diese ständige Erreichbarkeit oft zu einem Gefühl der Überforderung und des Stresses.
Die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit verschwimmen, und viele Menschen fühlen sich verpflichtet, rund um die Uhr verfügbar zu sein.
Dies kann zu Burnout und einer Beeinträchtigung der Wohlfühlens führen.

In der heutigen schnelllebigen Welt, in der Technologie und soziale Medien eine zentrale Rolle spielen, ist es nicht ungewöhnlich, dass Menschen einen Großteil ihrer Zeit in Messenger-Apps wie WhatsApp verbringen.
Diese digitalen Plattformen bieten zwar eine bequeme Möglichkeit, in Kontakt zu bleiben, aber sie können auch dazu führen, dass wir die Welt um uns herum aus den Augen verlieren.
Es ist eine Ironie unserer Zeit: Während wir durch Technologie in der Lage sind, mit Menschen auf der ganzen Welt zu kommunizieren, verpassen wir oft die Gelegenheit, uns mit den Menschen und der Umgebung direkt vor uns zu verbinden.
Wir übersehen die kleinen Freuden des Lebens – das Lächeln eines Kindes, die Schönheit eines Sonnenuntergangs oder die Ruhe eines Spaziergangs im Park – weil unsere Blicke auf Bildschirme fixiert sind.
Die Zeit, die wir in Messenger-Apps verbringen, ist nicht nur verlorene Zeit, sondern auch verpasste Gelegenheit.
Jede Minute, die wir scrollend und tippend verbringen, ist eine Minute, in der wir nicht lesen, lernen oder kreativ sein könnten. Es ist eine Minute, in der wir nicht mit unseren Liebsten sprechen oder neue Fähigkeiten erlernen könnten.
Noch besorgniserregender ist, dass diese Gewohnheit, ständig online zu sein, unsere Beziehungen und Ehen beeinträchtigen und sogar zerstören kann.
Kommunikation über Textnachrichten kann zu Missverständnissen führen, da der Kontext und die nonverbale Kommunikation fehlen.
Darüber hinaus kann die ständige Erreichbarkeit und die Erwartung, sofort zu antworten, Stress verursachen.
In einigen Fällen hat die übermäßige Nutzung von Messenger-Apps sogar zu Eheproblemen geführt, da Partner sich vernachlässigt fühlen oder Eifersucht aufkommt, wenn der andere ständig am Handy ist.
Es ist an der Zeit, dass wir einen Schritt zurücktreten und unsere Gewohnheiten überdenken.
Wir müssen lernen, unsere Zeit online bewusster zu gestalten und Grenzen zu setzen, um sicherzustellen, dass unsere digitalen Aktivitäten unsere realen Beziehungen und unser Wohlbefinden nicht beeinträchtigen.
Vielleicht ist es an der Zeit, das Handy beiseite zu legen und wieder zu lernen, die Welt um uns herum wertzuschätzen – nicht nur durch einen Bildschirm.

Detaillierte Erläuterungen zum Teilen von Fotos von Veranstaltungen und Konzerten in Deutschland
In Deutschland sind die rechtlichen Rahmenbedingungen für das Teilen von Fotos von Veranstaltungen und Konzerten äußerst vielschichtig und müssen sorgfältig beachtet werden, da sie von unterschiedlichen Faktoren beeinflusst werden. Ein entscheidender Faktor ist dabei die Art der Veranstaltung. Handelt es sich um eine öffentliche oder private Veranstaltung? Bei öffentlichen Veranstaltungen gelten andere Regelungen als bei privaten Zusammenkünften, da die Teilnahme in der Regel mit einer impliziten Einwilligung in mögliche Fotoaufnahmen einhergeht.
Darüber hinaus spielt die Anzahl der abgebildeten Personen eine wichtige Rolle. Wenn ein Foto viele Menschen in einer Menschenmenge zeigt, könnte das eher als zulässig angesehen werden, da der Fokus nicht auf einzelnen Personen liegt. Hingegen erfordern Bilder, auf denen Einzelpersonen oder kleine Gruppen deutlich zu erkennen sind, in der Regel die Einwilligung der abgebildeten Personen.
Ein weiterer wesentlicher Aspekt ist der Grad der Erkennbarkeit der Personen auf den Fotos. Wenn Personen klar identifizierbar sind, muss darauf geachtet werden, ob deren Zustimmung zur Veröffentlichung eingeholt wurde. Ohne eine solche Zustimmung kann die Veröffentlichung der Fotos möglicherweise gegen die Rechte dieser Personen verstoßen.
Zusätzlich zu diesen Faktoren sind auch die geltenden Datenschutzbestimmungen zu berücksichtigen. Insbesondere die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) hat erhebliche Auswirkungen auf den Umgang mit personenbezogenen Daten, zu denen auch Fotos gehören. Hier muss sichergestellt werden, dass alle rechtlichen Anforderungen hinsichtlich des Schutzes der Privatsphäre und der Persönlichkeitsrechte der abgebildeten Personen eingehalten werden.
Abschließend ist zu beachten, dass es ratsam ist, sich bei Unsicherheiten rechtlich beraten zu lassen, um mögliche Risiken im Zusammenhang mit dem Teilen von Fotos von Veranstaltungen und Konzerten zu minimieren und sicherzustellen, dass alle geltenden gesetzlichen Bestimmungen eingehalten werden.
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Heute, Donnerstag, den 19. Oktober 2023, waren wir wieder beim „Hitmach-Duell” beim SWR1 Baden-Württemberg anwesend, das diesmal zeitgleich in Lahr und in Rottenburg am Neckar stattfand.
Da wir am Mittwoch, den 18. Oktober 2023, bei dem Moderator Max Oehl waren, gingen wir nach Rottenburg am Neckar, um Benedict Walesch kennenzulernen.
Wir kamen gegen 14:30 Uhr an und machten uns bekannt.
Nach dem kurzen Gespräch und dem (obligatorischen) Selfie mit Benedict Walesch, das von ihm ausging, wurden wir von Jungen einer Schulklasse „belagert”. Sie waren etwa zehn bis zwölf Jahre alt.
Wir erklärten ihnen, dass wir Zeitreisende aus dem Jahre 1867 seien, was man unschwer an unserer Gewandung sehen könne.
Einer rief, dass es Zeitreisen nicht gebe.
Meine Erwiderung war, dass wir „natürlich” Zeitreisende seien, da wir sonst wohl nicht hier sein könnten. Das leuchtete einigen ein, aber von weiter hinten kam der Einwand, dass sich jeder solche „Klamotten” bei Amazon kaufen könne.
Wir fragten, worum es sich Amazon handle.
„Eine Webseite, wo man kaufen kann”, antwortete einer, „kennt doch jeder.”.
Wir, aus dem Jahre 1867 kommend, schauten uns verdutzt an und sagten, dass wir nicht wüssten, was eine Webseite sei.
„Isso im Internet und mit ’ner App”, wurden wir belehrt, was uns aber auch nicht weiterhalf.
Man konnte uns nicht erklären, was das Internet ist und worum es sich bei einer App handelt.
Dazwischen kamen wieder Rufe, dass die Sache mit uns Zeitreisende gar nicht stimme und wir lögen.
Wir ließen uns nicht aus der Fassung bringen, stellten uns „dumm” und hakten nach, was das denn für Dinge seien wie Amazon, ein Handy, eine App et cetera.
Die Kinder setzten voraus, dass wir das wissen müssten, während ein paar „Oberschlaue” wieder riefen, dass wir sie nur hochnehmen wollten oder lögen.
Die „Oberschlauen” mischten weiter undiszipliniert auf und die, die sich noch Bilder im Kopf gemalt hatten, zweifelten jetzt auch an unserer Erzählung, weil die „Oberschlauen” permanent mit ihren unqualifizierten „Einsprüchen” und Bemerkungen dazwischenfunkten.
Eine Lehrerin grätschte hinein und forderte die Kinder auf, sich vorzustellen, dass es stimmte, was wir erzählten.
Sie hatte damit keinen Erfolg, denn die „Oberschlauen” hatten lautstark die Gruppenführung übernommen und alle Schüler konterten, was das Zeug hielt.
Wir hielten uns wacker und spielten unsere Rolle der „Unwissenden” (wie immer) weiter. Wir konnten ja nicht wissen, was es im 21. Jahrhundert gibt, weil wir aus dem neunzehnten kamen.
Die Lehrerin versuchte den Schülern klarzumachen, dass wir nicht wüssten, was ein Handy sei und man es uns erklären solle.
Mit einem Handy könne man telefonieren, erklärte man uns.
Uns zu erklären, was Telefonieren ist, bekam niemand hin, denn „Wenn ich mit meinem Kumpel spreche” war eine Erklärung, die nichts-sagend war.
Irgendwann gab die Lehrerin auf, die Kinder motivieren zu wollen, sich vorzustellen, dass wir wirklich Zeitreisende wären und etwas so für Personen aus einer vergangenen Zeit zu erklären, dass sie dies auch verstünden. Auch sagte sie mehrmals, dass es in der Zeit, aus der wir kämen, das Internet, App und Handys nicht gab und wir dies alles folgerichtig nicht kennen.
Das funktionierte nicht, da man eins mit dem fast gleichem erklärte.
„Handy isso wie Telefonieren, nur anders.”
„Wie anders?”
„Handy, eben.”
„Was ist ein Handy?”
„Sie haben doch eins.”
„Nein! Ich weiß nicht mal, was Du meinst, weil ich das Wort zum ersten Mal gehört habe.”
„Telefonieren eben”, kam einer der „Oberschauen” aus sich heraus.
„Telefonieren durch ein Kabel”, half ich nach und versuchte, einen Anstoß zu geben.
„Nee”, kam zurück, „Sie kennen doch Telefon.”
„Klar, das wurde zu meiner Zeit, also 1861, erfunden.”
„Schon wieder ’ne Lüge.„
So ging es die ganze Zeit.
Da es etwas regnete, hatten wir Schirme aufgespannt.
Ein anderer „Oberschlauer” meinte, erkannt zu haben, dass die Regenschirme „falsch” wären, denn die Automarke Mercedes habe es gar nicht bei uns gegeben.
Ich machte ihm klar, dass Bertha Benz schon im Jahre 1888 mit dem Gefährt ihres Mannes von Mannheim nach Pforzheim gefahren war und dass es die Marke „Mercedes” schon seit 1905 gab, der Mercedes-Stern seit 1909 den Gebrauchsmusterschutz innehabe und seit 1911 im Warenzeichenregister eingetragen sei.
Da verstummte er für einen Augenblick, weil er wohl nicht verstanden hatte, was ich sagte,
Ein „Oberschlauer” warf uns vor, dass es Schirme zu unserer Zeit noch nicht gegeben habe.
Da lag er falsch, denn Schirme hatte es schon vor viertausend Jahren laut Zeichnungen und Überlieferungen aus China gegeben, aber das sagte ich ihm nicht.
Der Regenschirm, so wie man ihn heute kennt, geht übrigens auf das Jahr 1715 zurück, aber wurde erst 1852 alltags- und gebrauchstauglich. Dies sagte ich ihm allerdings.
Der „Oberschlaue” sagte plakativ: „Das stimmt nicht.”
Ich erzählte, dass wir aus unserem Luftschiff ausgestiegen wären und auf unserem Weg hierher habe es angefangen zu regnen.
Deswegen hätte man uns freundlicherweise zwei Schirme im benachbarten Restaurant geliehen.
Der „Oberschlaue” meinte, dass man das dort gar nichts ausleihen könne.
Auf mein Nachhaken musste er zugeben, dass er nie in dem Restaurant gewesen sei, worauf ich dann erwiderte, er könne dort nach einen Schirm fragen, wenn er mal dort essen gehe.
Ich machte ihm weis, dass uns jemand vom Restaurant gesehen habe und uns zwei Schirme mit den Worten „Damit Eure teure Kleidung nicht nass wird” in die Hand gedrückt habe.
Da verstummten die Schüler wieder mal.
Die Lehrerin hörte nur noch zu, weil sie mit ihrem Latein anscheinend am Ende war.
Man versuchte weiter, uns permanent der „Lüge” zu bezichtigen, anstatt sich auf das „Kopf-Kino” einzulassen.
Die „oberschlauen” Krakeeler übertünchten mit ihrem Unwissen, ihren Bezichtigungen und ihrer lauten Stimme jede Kommunikation.
Wir überhörten das immer wiederkehrende „Das stimmt gar nicht.” oder „Das ist eine Lüge.” und andere Totschlagargumente, die darauf hinwiesen, dass die Schüler keine Fantasie hatten.
Kurz wurden die Schüler zu Benedict Walesch gerufen, der mit ihnen „on air” war und ihr Jubeln an die Radiohörer geschickt hatte.
Sie schienen sich wohl abgesprochen zu haben, wie man uns „besser” aus der Reserve locken könnte, denn bevor sie zu uns kamen, tuschelten sie miteinander und schauten immer wieder zu uns, während ein paar von ihnen nickten.
Einige fragte meine Gattin etwas und andere fragten mich das Gleiche.
Wenn beides nicht genau stimmte, bezichtigte man uns der Lüge.
Einer fragte meine Gattin, woher sie käme. Sie antwortete: „Stolberg”.
Als ich auf die Frage, wo ich herkäme, „Beckum” sagte, riefen die „Oberschlauen”, dass wir lögen, weil „sie” etwas anderes gesagt hatte.
Ich klärte auf, dass wir in Böblingen wohnten, meine Gattin in Stolberg (NRW) geboren sei und ich in Beckum (NRW). Wir also aus Stolberg und Beckum kämen, wenn man es so wolle, wir aber nun in Böblingen zusammen wohnten. Heute seien wir zusammen von Böblingen hierher nach Rottenburg am Neckar gekommen.
Das verstanden sie nicht und wurden noch „heftiger” mit ihrer verbaler „Bedrängung”, die uns aber kaltließ, da wir uns auf unsere Intuition und Spontanëität verlassen können.
Die „Oberschlauen” beobachteten links und rechts, was wir sagten und / oder bekamen gesagt, was wir geantwortet hatten. Das nahmen sie als „Aufhänger”.
Andere von ihnen wiederholten immer die gleichen Fragen, was auch darauf schließen ließ, dass sie „Lügen” suchten, wenn eine Antwort anders ausfiel als vorher oder sie hörten nicht zu beziehungsweise es interessierte sie nicht, was meine Gattin sagte.
Wir blieben ruhig und gelassen und ließen uns nicht provozieren.
Niemand kann uns „moderne Geschichtenerzähler” aus der Ruhe bringen kann.
Wir waren jedoch froh, als die Klasse endlich weg war.
Kurioserweise gehörte die Lehrerin, die sich eingemischt hatte, gar nicht zu der Klasse, sondern sie betreute an ihrem freien (Schul-)Tag mit ihrem Mann und den Kindern zusammen das Volleyball-Feld, auf dem das „Hitmach-Duell” stattfand.
An diesem Tag mussten die Anwesenden Weitsprung machen, inspiriert von dem Van-Halen-Song „Jump”.
Je nachdem, wie viele Meter zusammenkamen, entschied dies für den Sieg, entweder für Rottenburg oder für Lahr.
Die Lehrerin und der Lehrer, die ihre Klasse zum Volleyball-Feld gebracht hatten, sprachen nicht mit uns und schienen sich auch nicht für uns zu interessieren. Möglicherweise hielten sie uns für „Kinderbelustiger”, die der SWR in ihren Augen engagiert hatte.
Sie standen auch abseits der Schlange der Schüler, die sich im Weitsprung betätigten, und motivierten sie nicht wirklich.
Die Lehrerin, die geblieben war, erzählte uns, dass sie es schlimm fände, dass die Kinder nicht mehr kreativ und fantasievoll seien. Ihr Sohn baue sehr viel mit LEGO und würde von den Mitschülern nicht ernst genommen, weil er nicht so viel Zeit am Smartphone oder am PC verbringe wie die Anderen.
Ihr Sohn war sehr froh, als ich ihm sagte, dass ich (als Erwachsener) auch LEGO baue.
Dieses Gehabe der Kinder kennen wir zur Genüge. Sehr oft sind aber die Eltern daran schuld, dass die Kinder ihrer Fantasie keinen freien Lauf lassen (dürfen), denn schließlich müsse man realistisch denken und handeln.
Was Kreativität angeht, sehen wir für die Zukunft schwarz.
Ein kleines Highlight gab es doch.
Als die Rasselbande der „Verleugner” und „Fantasielosen” endlich weg war, unterhielten wir uns mit zwei Mädchen.
Diese kannten auch Jules Verne, denn eine von den beiden hatte ein Referat über „Reise zum Mittelpunkt der Erde” gehalten. Sie wussten, wovon wir sprachen und worum es ging.
Sie fanden es ganz toll, sich mit uns unterhalten zu haben.
Die Fantasie ist nicht bei allen verloren.
Nachtrag:
Gestern beim „Hitmach-Duell” hat Rottenburg am Neckar mit 1 635 Metern gewonnen.
In Lahr kamen 1 264 Meter zusammen.

Am Montag, den 21.2.2022, rief mein Vater mich an, um mir mitzuteilen, dass er in Kürze ins Krankenhaus käme. Er wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Seine Sauerstoffsättigung im Blut sah nicht gerade gut aus.
Wir redeten noch ein paar Minuten miteinander, dann legte er auf, weil er noch ein paar Bekannte anrufen wollte.
Mein Vater wohnt in einem Altenheim in Nordrhein-Westfalen, etwa 600 Kilometer von mir entfernt.
Ich machte mir Sorgen, weil er an der Lungenkrankheit COPD litt.
Zwei Wochen könnte ich ihn wohl erstmal nicht besuchen, weil er auf die Covid-Station kommen sollte und dort ist kein Besuch erlaubt.
Morgens gegen zehn erfuhr ich vom Personal im Altenheim, dass er im Evangelischen Krankenhaus war.
Überraschenderweise wusste dort niemand, wo er war.
Nach langem Hin und Her erfuhr ich, dass die Covid-Station des Evangelischen Krankenhauses am Abend zuvor abgemeldet wurde, weil sie niemanden mehr aufnehmen konnte.
Keiner wusste, wo mein Vater sich befand.
Nach langem Herumtelefonieren bei mehreren Krankenhäusern kam heraus, dass das Marienhospital ihn aufgenommen hatte.
Ich erfuhr, dass man ihm Sauerstoff gab und dass er wieder eine höhere Sättigung hatte.
Man muss sich in meine Situation hineinversetzen.
Ich rufe beim Evangelischen Krankenhaus an und erfahre, dass niemand weiß, in welches Krankenhaus er gekommen ist. Er war in der Notaufnahme dort gewesen, doch das Krankenhaus konnte ihn nicht aufnehmen, weil die Covid-Station keine Kapazitäten mehr hatte. Der Krankenwagen war weitergefahren. Niemand im Evangelischen Krankenhaus hatte erfahren, wohin es anschließend ging: Vielleicht hatte das Personal des Krankenwagens auch noch einige Absagen bekommen unterwegs.
Ich suchte mir einige Krankenhäuser heraus und telefonierte hinter meinem Vater hinterher.
Nach einigen nervenaufreibenden Telefonaten erfuhr ich, wo er lag.
Das Gute war, dass das Personal der Covid-Station mir gegenüber sehr nett und zuvorkommend war.
Meinem Vater ging es gut. Geschuldet ist dem auch, dass er gegen das Coronavirus geimpft und geboostert ist. Angst hatte ich anfangs, weil er an COPD leidet, doch er „steckte” Covid einfach so weg.
Nachdem mein Vater nach knapp zwei Wochen von der Covid-Station auf die geriatrische zum Auskurieren verlegt wurde, konnte ich endlich wieder mit ihm telefonieren. Ich hatte ihm vom Personal der Covid-Station jeden Tag schöne Grüße bestellen lassen, worüber er sich sehr gefreut hatte.
Ich versprach ihm, dass wir an dem Freitag danach zu Besuch kämen.
Einen halben Tag später wurde bei mir eine Infektion mit dem Coronavirus festgestellt.
So musste ich meinem Vater leider wieder absagen.
Ich telefonierte im täglichen Wechsel mit meinem Vater und dem Personal der Geriatrie.
Am Samstag, den 12.3.2022, passierte es dann!
Ich rief auf der Station an. Eine neue Krankenschwester, die laut eigenem Bekunden erst seit diesem Tag dort beschäftigt war, kannte ihn nicht und eröffnete mir, er sei entlassen worden.
Voller Freude rief ich beim Altenheim an, doch dort wusste niemand etwas.
Ich intervenierte, dass mein Vater vielleicht noch unterwegs sein könnte, doch man sagte, wenn so etwas einträfe, informiere man das Altenheim.
Die Pflegerin hatte seit der Einlieferung meines Vaters nichts mehr von ihm gehört und erfahren.
Ich berichtete ihr, was vorgefallen war.
Dann rief ich beim Marienhospital wieder an und sagte, ob sie sich sicher gewesen sei, dass mein Vater an diesem Tag entlassen worden wäre.
Nach einigem Hin und Her und vielen Ausreden und Ausflüchten erfuhr ich, nachdem ich etwas „ungemütlich” geworden war und mit einem Anruf bei der Klinikleitung gedroht hatte, dass er „irgendwie” entlassen worden wäre, aber „irgendwie” doch nicht. Er war verlegt worden ins Evangelische Krankenhaus.
Das wurde mir dort auch bestätigt.
Beim Altenheim sagte ich freundlicherweise Bescheid.
Gäbe es mehr Personal, hätte man sicherlich besser Auskunft geben können!
Man sieht eindeutig, dass seit vielen Jahren Krankenhäuser und Pflegeheime kaputtgespart werden.
Es gibt sogenannte „diagnosebezogene Fallgruppen” (sogenannte „DRG”), die eindeutig festlegen, welche Leistung wie lange dauern darf und wie viel Geld dafür abgerechnet werden darf.
Zum Beispiel wird für eine Blinddarmoperation festgelegt, wie lange der Patient im Krankenhaus verweilen darf und wann er wieder „gesund” zu sein hat. Was über diese „Leistung” hinausgeht, kann nicht abgerechnet werden. Jeder Tag mehr wird nicht berechnet.
In einem Personalschlüssel wird zudem festgelegt, wie viele Personen vom Personal einen Kranken betreuen müssen.
Auch muss alles exakt und gründlich dokumentiert werden, was zusätzlich gemacht werden musste.
Es kann ja sein, dass bei einer Person die Heilung beziehungsweise Genesung nicht so schnell vorangeht, wie in den DRG vorgeschrieben.
Man kann verstehen, dass Krankenhaus- und Pflegepersonal kaum mehr zu etwas kommen, um möglichst zeitnah laut DRG ihre Arbeit zu machen.

Heute feiern wir wieder Hochzeitstag.

Heute war ich wieder im Krankenhaus, um einen Freund zu besuchen.
An der Einlasskontrolle war die studentische Hilfskraft tätig, die mir beim vorigen Mal eine seltsame Geschichte erzählt hatte.
Sie hatte einen Oberarzt freundlich darauf hingewiesen, er möge bitte seinen Mund-Nasen-Schutz aufsetzen. Dieser hat sie etwas später vor anderen Ärzten vorgeführt.
Der Vorgesetzte der studentischen Hilfskraft hatte ihr allerdings Eskalation vorgeworfen und sie gerügt.
„Sie sind doch der nette Herr”, begrüßte sie mich, „Die Sache, die ihnen voriges Mal erzählt habe, hat eine positive Wendung für mich genommen.”
Ich schaute sie fragend an und sie machte eine Geste, zu folgen: „Es kommt ja momentan kaum jemand. Das schafft mein Kollege alleine hin.” Wir gingen ein paar Meter von ihrer Arbeitsstelle in die Nähe einer Sitzecke.
Dann berichtete sie mir.
Noch am selben Tag kam eine Ärztin zu uns und brachte uns die Liste mit den genehmigten Besuchern.
Ich wunderte mich, dass sie mich so anstarrte. Ich dachte erst, das läge an mein grelles, pinkfarbenes T‑Shirt.
Auf mein Nachhaken, ob wir uns kennen, nickte sie leicht und bestätigte auch, dass sie vor dem Besprechungsraum gestanden habe, als der Oberarzt mich denunziert hatte.
Sie habe nichts gehört und hätte nichts mitbekommen von dem, was der Oberarzt oder ich gesagt hätten.
Dann war sie wieder schnell weg.
Aber jetzt kommt’s!
Am nächsten Tag war ich beim Stellvertreter von meinem Vorgesetzten, weil ich etwas benötigte. Er wollte wissen, was denn genau passiert sei. Schließlich habe sich der Oberarzt lauthals über mich bei meinem Chef beschwert.
Ich erklärte es ihm. Dann riefen wir bei der Ärztin an, die mir die Listen gebracht hatte.
Diese versuchte sich wieder herauszureden, sie habe nichts gehört.
Dann rief ich den Denunzianten direkt an. Er lachte arrogant und meinte, eine Entschuldigung meinerseits wäre wohl angebracht. Schließlich hätte ich in vor seinem Team lächerlich gemacht.
Das Telefon hatte ich übrigens wie bei der Ärztin auf laut geschaltet, damit mein Kollege mithören konnte.
Er schüttelte den Kopf. Ich bluffte und sagte dem Oberarzt, eine Zeugin hätte ausgesagt, dass er sehr laut und aggressiv gewesen sei und diese hätte sich beschwert, weil er keine Maske getragen hätte.
Bevor er den Hörer auflegte, meinte er in lautem Tonfall, ich solle keinen Keil in sein Team treiben. Ich sollte meine Lügen zugeben.
Mein Kollege rief unseren Chef an und berichtete, was gerade passiert sei.
Dies passte ihm nicht und er ermahnte uns, die Sache zu vergessen.
Und man soll nicht meinen, unser Chef schickte mir einen Tag später eine Mail.
Er hatte mit der Ärztin gesprochen, die erst ausweichen wollte, dann aber sagte, ich wäre trotz lautem Getöse ruhig geblieben. Dann hatte er den Oberarzt angerufen und etwas klarzustellen und durfte sich dessen Hass einfangen. Der Oberarzt klatschte den Hörer auf und sagte ihn, das hätte ein Nachspiel.
Das war eine gute Nachricht.
Es zeigt, dass man mit Beharrlichkeit und Geradlinigkeit weiterkommt, auch wenn einem Steine in den Weg gelegt werden.

Vor dreizehn Jahren haben wir uns
das erste Mal real getroffen.
Seitdem brennt die Flamme in uns.