Musik

Am 19. Februar 2024 strahlte der SWR in seiner Landesschau einen Beitrag über uns aus.
Das kurze Video präsentierte uns als Zeitreisende auf informative und ansprechende Weise.

Der Beitrag gewährte den Zuschauern einen Einblick in unsere „Philosophie”.
Die Zuschauer konnten so einen Eindruck von unserer privaten Atmosphäre gewinnen.

Die Resonanz auf den Beitrag war durchweg positiv.
Das Video wurde auf der Website des SWR, der „ARD Mediathek” und in den sozialen Medien vielfach geteilt und kommentiert.
Zuschauer lobten die informative und ansprechende Gestaltung des Beitrags.

Das Video ist bis zum 19. Februar 2025 in der Mediathek des SWR online verfügbar.
Dieser Zeitraum ist im Rundfunkstaatsvertrag geregelt, der die Verweildauer von Beiträgen in den Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten festlegt.

Der Beitrag in der Landesschau stellt für uns einen wertvollen Beitrag dar.
Wir konnten uns so einer breiten Öffentlichkeit unser Hobby und seine Besonderheiten präsentieren.

Am 14. Februar feiert man nach dem alten katholischen Heiligenkalender das Fest des heiligen Valentin. Die Tradition, an diesem Tag einem geliebten Menschen etwas zu schenken, hat ihren Ursprung in Heiligenlegenden und antiken Bräuchen. 

Das Leben des heiligen Valentin ist jedoch von mehr Fragen und Spekulationen als gesicherten Antworten umgeben.

Das Gedenken könnte möglicherweise dem Valentin gelten, der im dritten Jahrhundert als Bischof von Terni in Umbrien diente und um das Jahr 268 in Rom als Märtyrer starb. 

Es könnte aber auch der römische Priester Valentin sein, der am 14. Februar 209 das Martyrium erlitt. Trotz des Verbots von Kaiser Claudius II. soll er Liebespaare nach christlichem Zeremoniell getraut und in Partnerschaftskrisen geholfen haben.

Der Valentinstag hat sowohl kirchliche als auch heidnische Wurzeln. 

Die Tradition, den 14. Februar als Tag der Verliebten zu begehen, könnte auf das kirchliche Fest der Darstellung Jesu im Tempel zurückgehen, das in frühen Zeiten an diesem Tag gefeiert wurde und oft das biblische Bild des Bräutigams verwendete. 

Ursprünglich ein kirchlicher Feiertag, wurde der Valentinstag später zu einem weltlichen Fest, wobei vom himmlischen Bräutigam nur der Bräutigam übrig blieb.

Seit dem späten 14. Jahrhundert wird der Valentinstag in England und Frankreich als „Tag der Verliebten” betrachtet. 

In Deutschland kamen Valentinsgrüße erst viel später in Mode.

Karneval und Fasnet wurzeln zwar beide in der Tradition des vorchristlichen Frühlingsfestes und der späteren christlichen Fastenzeit, unterscheiden sich aber in ihrer spezifischen Ausprägung. 

Der Begriff „Karneval” leitet sich vom lateinischen „carne vale” ab, was „Fleisch, lebe wohl” bedeutet und auf die bevorstehende Zeit des Verzichts hinweist. 

Im Gegensatz dazu steht der Begriff „Fasnet”, der vom mittelhochdeutschen „vaschanc” abstammt und sich auf den „Fastenschank” bezieht, also den letzten Ausschank von alkoholischen Getränken vor der Fastenzeit.

Die Karnevalszeit beginnt traditionell am 11. November um 11:11 Uhr und erreicht ihren Höhepunkt am Rosenmontag mit seinen großen Umzügen und Karnevalssitzungen.
Fasnet hingegen beginnt am Dreikönigstag, dem 6. Januar, und variiert in ihrer Dauer und ihren Höhepunkten je nach Region und Brauchtum.
In einigen Orten finden die Hauptveranstaltungen am Klingeldienstag statt, während in anderen Regionen die Fasnet bis zum Aschermittwoch andauert.

Karneval ist oft geprägt von einer ausgelassenen, fröhlichen Stimmung mit lauten Karnevalsumzügen, Musik und Tanz. Die Kostüme sind meist bunt und extravagant, und politische und satirische Themen werden häufig in Karnevalssitzungen und Büttenreden aufgegriffen.
Fasnet hingegen zeichnet sich durch eine gemütlichere und geselligere Atmosphäre aus.
Traditionelle Musik, gemeinsames Essen und Trinken sowie lokale Bräuche und Spiele stehen im Vordergrund.

Typische Karnevalsfiguren sind Prinzenpaare, Garden und Narren, die in bunten Kostümen und mit aufwändigen Hüten feiern. 

Die Narrenfiguren in der Fasnet hingegen sind vielfältiger und oft regionaltypisch geprägt. Häufig tragen sie Holzmasken, die Tiere oder Fantasiefiguren darstellen, und sind mit Schellen, Glocken oder Peitschen ausgestattet, um böse Geister zu vertreiben.

Neben den hier genannten Unterschieden existieren in den verschiedenen Regionen Deutschlands und Österreichs weitere Besonderheiten und Bräuche im Karneval und in der Fasnet.
Diese Vielfalt trägt zum Erhalt und zur Pflege des Brauchtums bei und macht die „fünfte Jahreszeit” zu einem einzigartigen und abwechslungsreichen Erlebnis.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Karneval und Fasnet zwar beide aus derselben Wurzel stammen, sich aber in ihren regionalen Ausprägungen, ihrem zeitlichen Ablauf, ihrem Stil und ihren Bräuchen deutlich voneinander unterscheiden.
Beide Formen des Brauchtums bieten jedoch eine Möglichkeit, den Winter zu vertreiben, den Frühling zu begrüßen und gemeinsam zu feiern.

Der 6. Februar 1919 war ein historischer Tag für Deutschland, denn an diesem Datum trat die erste demokratisch gewählte Nationalversammlung in Weimar zusammen.
Sie hatte die Aufgabe, eine Verfassung für die neu gegründete Weimarer Republik auszuarbeiten, die den Übergang von der Monarchie zur parlamentarischen Demokratie gewährleisten sollte.
Die Nationalversammlung war das Ergebnis der Novemberrevolution von 1918, die das Ende des Kaiserreichs und des Ersten Weltkriegs bedeutete.

Die Wahl zur Nationalversammlung fand am 19. Januar 1919 statt und war die erste Wahl in Deutschland, bei der Frauen das aktive und passive Wahlrecht hatten.

Außerdem wurde das Wahlalter von 25 auf 20 Jahre gesenkt.
Die Wahlbeteiligung war mit 83 Prozent sehr hoch.
Die stärkste Partei wurde die sozialdemokratische MSPD mit 37,9 Prozent der Stimmen, gefolgt von der katholischen Zentrumspartei mit 19,7 Prozent und der linksliberalen DDP mit 18,5 Prozent. Die nationalliberale DVP erhielt 10,3 Prozent, die unabhängige sozialdemokratische USPD 7,6 Prozent und die nationalkonservative DNVP 6,6 Prozent. Die kommunistische KPD nahm nicht an der Wahl teil.

Die Nationalversammlung bestand aus 423 Abgeordneten, von denen 37 Frauen waren.
Sie tagte zunächst nicht in Berlin, sondern in Weimar, um den revolutionären Unruhen in der Hauptstadt zu entgehen.
Der Tagungsort war das Nationaltheater, das später zum Symbol der Weimarer Republik wurde.
Die erste Sitzung wurde von Wilhelm Pfannkuch (SPD) als Alterspräsident geleitet.
Die Nationalversammlung wählte Friedrich Ebert (SPD) zum Reichspräsidenten und bestätigte die Regierung unter Philipp Scheidemann (SPD), die aus einer Koalition von MSPD, Zentrum und DDP bestand.

Die wichtigste Aufgabe der Nationalversammlung war die Ausarbeitung einer Verfassung, die die Grundrechte und ‑pflichten der Bürger, die Staatsform, die Staatsgliederung, die Flagge, das Wahlsystem, die Gewaltenteilung, die Rechtspflege, die Kirche, die Bildung, die Wirtschaft und das Eigentum regeln sollte.
Die Verfassungsberatungen dauerten mehrere Monate und waren von intensiven Debatten, Kompromissen und Konflikten geprägt.

Die Verfassung wurde schließlich am 31. Juli 1919 von der Nationalversammlung angenommen und am 11. August 1919 vom Reichspräsidenten unterzeichnet.
Sie trat am 14. August 1919 in Kraft und wurde als Weimarer Verfassung bekannt.

Die Weimarer Verfassung war die erste demokratische Verfassung in der deutschen Geschichte und enthielt viele fortschrittliche Elemente, wie das allgemeine, gleiche, direkte und geheime Wahlrecht für Männer und Frauen, die Volkssouveränität, die parlamentarische Verantwortlichkeit der Regierung, die Möglichkeit von Volksentscheiden, die Anerkennung der Gewerkschaften, die Sozialpflichtigkeit des Eigentums, die Trennung von Kirche und Staat, die Religionsfreiheit, die Pressefreiheit, die Meinungsfreiheit, die Versammlungsfreiheit, die Koalitionsfreiheit, die Gleichberechtigung der Geschlechter, die Abschaffung der Todesstrafe und die Garantie der Menschenwürde.

Die Verfassung war jedoch auch von einigen Schwächen und Widersprüchen geprägt, wie der unklaren Rolle des Reichspräsidenten, der mangelnden Loyalität der Parteien zur Republik, der Zersplitterung des Parteiensystems, der Instabilität der Regierungen, der Unzufriedenheit der Bevölkerung mit dem Versailler Vertrag, der Bedrohung durch den Extremismus und der wirtschaftlichen und sozialen Krise.

Die Nationalversammlung war nicht nur für die Verfassung, sondern auch für andere Gesetze und Entscheidungen zuständig, die das Schicksal der Weimarer Republik beeinflussten.
Dazu gehörten die Annahme des Versailler Vertrags, der den Frieden nach dem Ersten Weltkrieg besiegelte, aber auch hohe Reparationsforderungen, Gebietsverluste und eine Kriegsschuldklausel für Deutschland enthielt, die Ratifizierung des Friedensvertrags mit Österreich. die Einführung der Reichsmark als neue Währung, die Schaffung des Reichswahlgesetzes, das die Verhältniswahl einführte, die Verabschiedung des Reichsnotopfergesetzes, das eine Vermögensabgabe zur Finanzierung der Kriegslasten vorsah, die Gründung des Reichsarbeitsamtes, das die Arbeitslosenversicherung organisierte, die Errichtung des Reichsfinanzhofs, der die Finanzverwaltung kontrollierte,

Zudem war zuständig für die Einführung des Achtstundentags, die Schaffung des Reichsinnenministeriums, die Bildung des Reichsverkehrsministeriums, die Gründung des Reichsjustizministeriums, die Errichtung des Reichswehrministeriums, die Schaffung des Reichswirtschaftsministeriums, das die Wirtschaftspolitik koordinierte, die Einführung des Reichsernährungsministeriums, die Gründung des Reichspostministeriums, das die Post und Telekommunikation verwaltete, die Bildung des Reichsministeriums für Wiederaufbau, um nur einige zu nennen.

Die Nationalversammlung löste sich am 21. Mai 1920 auf, nachdem sie die Wahl zum ersten Reichstag der Weimarer Republik angesetzt hatte.

Die Wahl fand am 6. Juni 1920 statt und brachte einen deutlichen Rechtsruck im Parlament. Die MSPD verlor fast die Hälfte ihrer Stimmen, während die DNVP und die DVP stark zulegten. Die USPD und die KPD gewannen ebenfalls an Stimmen, während die Zentrumspartei und die DDP leicht verloren.

Die Nationalversammlung hatte somit eine kurze, aber bedeutende Existenz, die die Grundlagen für die erste deutsche Demokratie legte, aber auch ihre Grenzen und Herausforderungen aufzeigte.

Die Nationalversammlung war die Geburtsstunde der Weimarer Republik, die von 1919 bis 1933 bestand. Die Weimarer Republik war die erste demokratische Republik in der deutschen Geschichte, die viele Errungenschaften, aber auch viele Probleme hatte. Die Weimarer Republik war geprägt von politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Umbrüchen, die sowohl Chancen als auch Herausforderungen boten. Die Weimarer Republik war eine Zeit der Hoffnung, aber auch der Angst, eine Zeit des Aufbruchs, aber auch des Niedergangs, eine Zeit der Freiheit, aber auch der Gewalt.

Die Weimarer Republik hatte viele positive Aspekte, die sie zu einer modernen und fortschrittlichen Republik machten. Die Weimarer Republik war eine parlamentarische Demokratie, die auf der Weimarer Verfassung basierte, die viele Grundrechte und ‑pflichten garantierte.
Sie war eine föderale Republik, die aus 18 Ländern bestand, die jeweils eigene Verfassungen, Parlamente und Regierungen hatten.
Die Weimarer Republik war eine soziale Republik, die viele soziale Reformen durchführte, wie die Einführung der Arbeitslosenversicherung, der Rentenversicherung, der Krankenversicherung, der Unfallversicherung, der Invalidenversicherung, der Witwen- und Waisenversicherung, der Mutterschutzversicherung, der Kinderfürsorge, der Jugendhilfe, der Altenhilfe, der Wohnungsbauförderung, der Ernährungshilfe, der Gesundheitsförderung, der Bildungsförderung, der Kulturförderung, der Sportförderung, der Umweltförderung und der Friedensförderung.

Die Weimarer Republik war eine kulturelle Republik, die eine Blütezeit der Kunst, der Literatur, der Musik, der Architektur, des Theaters, des Films, der Fotografie, der Malerei, der Bildhauerei, der Grafik, der Mode, der Werbung, der Presse, des Rundfunks, der Wissenschaft, der Technik, der Philosophie und vielem mehr

Die Weimarer Republik hatte aber auch viele negative Aspekte, die sie zu einer instabilen und gefährdeten Republik machten.
Die Weimarer Republik war eine umstrittene Republik, die von vielen Deutschen nicht akzeptiert oder sogar bekämpft wurde.
Die Weimarer Republik war eine bedrohte Republik, die von innen und außen angegriffen wurde. Die Weimarer Republik war eine krisenhafte Republik, die von vielen Schwierigkeiten und Konflikten heimgesucht wurde.
Die Weimarer Republik war eine scheiternde Republik, die von vielen Fehlern und Versäumnissen geplagt wurde.
Die Weimarer Republik war eine untergehende Republik, die von vielen Katastrophen und Niederlagen erschüttert wurde.

Die Weimarer Republik war eine umstrittene Republik, weil sie von vielen Deutschen als illegitim, unerwünscht oder sogar verräterisch angesehen wurde.
Die Weimarer Republik wurde von vielen Deutschen mit dem Versailler Vertrag in Verbindung gebracht, der als Diktatfrieden, Schmachfrieden oder Schandfrieden empfunden wurde.
Die Weimarer Republik wurde von vielen Deutschen mit der Novemberrevolution in Verbindung gebracht, die als Umsturz, Putsch oder Verrat empfunden wurde.
Die Weimarer Republik wurde von vielen Deutschen mit der Demokratie in Verbindung gebracht, die als Schwäche, Zerfall oder Chaos empfunden wurde.
Die Weimarer Republik wurde von vielen Deutschen mit der Republik in Verbindung gebracht, die als Fremdkörper, Abfall oder Abschaum empfunden wurde. Die Weimarer Republik wurde von vielen Deutschen mit der Moderne in Verbindung gebracht, die als Verfall, Verderbnis oder Verwirrung empfunden wurde. Die Weimarer Republik wurde von vielen Deutschen mit der Welt in Verbindung gebracht, die als Feind, Bedrohung oder Gefahr empfunden wurde.

Die Weimarer Republik war eine bedrohte Republik, weil sie von innen und außen angegriffen wurde. Die Weimarer Republik wurde von innen angegriffen durch Putschversuche, wie den Kapp-Putsch, den Hitler-Putsch, den Ruhraufstand, den Hamburger Aufstand, den Rheinlandaufstand, und vielen anderen Heimsuchungen.

Am Sonntag lief in der ARD die Folge „Mit Volldampf in den Tod” aus der Krimi-Serie „Brokenwood”.
Diese haben wir uns erst am Dienstagabend in der Mediathek angeschaut.
Nach dreißig Minuten haben wir entschieden, nicht mehr weiter zu schauen.

In der Folge ging es um Folgendes:
In der Kleinstadt Brokenwood feiern Steampunks ein Fest. Während eines Feuerwerks ereignet sich eine Explosion. Der Anführer der Steampunk-Gesellschaft, namens „Aeronautic Society”, kommt bei dieser Gasexplosion ums Leben.
Was zunächst wie ein Unfall erscheint, weckt das kriminalistische Interesse der Polizei. Die Ermittlungen gestalten sich jedoch alles andere als einfach, da die verkaterten Zeugen an Gedächtnislücken leiden.

Die Folge war chaotisch und leider klischeebehaftet.

Was uns am meisten geärgert hat, war die Beschreibung, was Steampunk ist.
Laut eines „Steampunks” aus dem Krimi ist Steampunk eine Art Science-Fiction, welches auf der Vergangenheit fußt. „Steampunks” fänden sich in der jetzigen Welt nicht zurecht und flüchteten sich eben in eine „andere Vergangenheit”. „In Steampunk kann jeder alles sein”, war der die abschließende Bemerkung. 

Mehr wurde nicht erklärt.

Die „Steampunks” wurden generell als „harmlose Irre” dargestellt, die zudem viel Alkohol trinken.

Bei Vernehmungen der „Aeronautic Society”, wie der Verein der „Steampunks” hieß, hatten alle Zeugen seltsamerweise Erinnerungslücken, weil sie durch den Konsum von Alkohol am Vortag völlig verkatert waren.
Dem Autor dieser Folge war es sehr wichtig, dass ein „Steampunk” einen Toilettenmietservice besaß. Dieser durfte seine völlig verkorkste Weltansicht über das Geschäftsleben ad absurdum führen.
Ein anderer hatte eine Spielzeughandlung, in der Eisenbahnenanlagen aufgebaut waren. Dieser lebte in einer parallelen Realität und hatte nur Augen für seine Loks und Züge.

Was uns sehr geärgert hat, war die dumm-dämliche Darstellung der „Steampunks”.

Steampunk ist eine (Sub-)Kultur des sogenannten „Retrofuturismus”,
Man stelle sich vor, dass die Welt so geworden wäre, wie Jules Verne und H.G. Wells sie in ihren Romanen beschrieben haben. Das hieße, dass der Kleidungsstil immer noch der viktorianische wäre, also Männer mit eleganten Anzügen und Zylindern, Frauen mit glockenförmigen Kleidung mit viel Spitze. Steampunk-Treffen sind in einer Atmosphäre vergangener Zeiten: Mit Picknick-Körben auf Decken, dazu Musik, die früher gehört wurde.
Die vorherrschenden Techniken und Technologien wären Dampf und Mechanik
Viele Steampunks sehen sich als Zeitreisende und interessieren sich sehr für Geschichte.
Basierend auf der Annahme antiker Wissenschaftler, dass sich Lichtwellen über das Medium Äther fortpflanzen würden, wird die Äther-Theorie weitergesponnen, dass man damit durch die Zeitreisen könnte.
Bei den Steampunks sind Bastler, Tüftler, Schneider, Geschichtenerzähler, Künstler, Sänger und vieles mehr dabei. 

Für jeden ist es lohnenswert, eine Steampunk-Veranstaltung zu besuchen.

In dem Krimi wurde nicht über „Steampunk” recherchiert, was dazuführte, dass diese kulturelle Bewegung als Alkohol-trinkende „Spezies” abgetan wird.

Was daran lustig gewesen sein soll, kann ich nicht entdecken.

Das dumme Geschwafel über Steampunk kommt einer Denunziation sehr nahe.

Von Freitag, den 8. September bis Sonntag, den 10. September 2023, fand in der Sindelfinger Altstadt der Mittelaltermarkt statt.

Es gab viele Stände, an denen informiert wurde oder aber auch Waren feilgeboten wurden.
Aber auch der kulturelle Teil kam nicht zu kurz.
Musici legten ihre Klangteppiche aus, Künstler zeigten ihre Werke.
Ein schönes Highlight für uns speziell war die Steampunk-Musikband „IRXN”, die genau gegenüber von uns mit ihrem Hard Folk knapp vier Stunden nicht nur uns, sondern auch alle Anwesenden einheizte.

Auch wir Steampunks waren geladen.
Wir – Sabine Edelfrau von Syntronica, die Kurpfälzische Perlenhexe, Kurt Freiherr zu Lippe und Dietmar Edelherr von Syntronica – waren präsent.

Die Perlenhexe und der Freiherr boten von der Perlenhexe selbst gefertigte Schmuckstücke und Schmücker an.

„Kurpfälzische Perlenhexe – Schmuck und Accessoires für Zeitreisende“

In unbeobachteten Augenblicken fliegt die Perlenhexe mit ihrem Hexenbesen auf Zeitreise durch ihren Zeitreisespiegel. Während ihrer Zeitreisen geht sie auf der Jagd nach Perlen, Juwelen und Edelsteine.
Zurück in ihrer Heimatzeit verarbeitet sie die Beute zu Schmuckstücken.

Sabine und Dietmar Edelleute von Syntronica, Inhaberin und Inhaber des Zeitreisebüros Chrono.Tours, konnten viele Kundinnen und Kunden für Zeitreisen und Zeitkreuzfahrten gewinnen und sind trotz schleppendem Samstag sehr zufrieden.
Für Damen war besonders die Fahrt von Bertha Benz und ihren Söhnen Eugen und Richard mit der „pferdelosen Kutsche” ihres Mannes sehr interessant.

Bertha Benz war der erste Mensch, der /  die ein Auto gefahren hat, also die erste Autofahrerin der Welt.
Sie hatte Geld in die Erfindung ihres Mannes gesteckt und war es leid, dass dieser immer und immer nur an dem „Ding”, das irgendwann „Automobil” genannt wurde, herumtüftelte und sich nicht traute, eine Probefahrt zu machen.
So begann sie ihre Fahrt von Pforzheim nach Mannheim und zurück, um den Beweis anzutreten, dass die Erfindung ihres Mannes alltagstauglich war.
Hinter jedem starken Mann steht eine starke Frau, was man bei Familie Benz nicht unbedingt behaupten kann. Es war eher andersherum.

Das Wichtigste sind allerdings die geknüpften sozialen Kontakte.

Wir danken dem Veranstalter „MK Events” für die sehr gute Organisation und die Betreuung während des Mittelaltermarktes! 

Der nächste Mittelaltermarkt in Sindelfingen findet aller Voraussicht nach vom
6. September bis zum 8. September 2024 statt.
Näheres wird in Kürze bekannt gegeben.

Nebenbei bemerkt:
Im Vorfeld des Mittelaltermarktes hatte es wieder Querelen wegen angeblichen Lärm durch Bewohner der Altstadt gegeben. Ein Bewohner machte Stimmung, dass er nicht wolle, dass nahe seines Hauses Musik aufgeführt werde. Ein Mitglied des Veranstaltungsteams sagte, dass dies nicht so vorgesehen sei und lud ihn ein, zusammen über den Mittelaltermarkt zu gehen.
Der Bewohner sagte, dies gehe nicht, weil er mehrere Tage, inklusive des Mittelalter-Wochenendes, außerhalb Sindelfingens im Urlaub sei. 

Die „Comic Con” und die „Messe Stuttgart” haben uns freundlicherweise ein Interview zur Verfügung gestellt, das heute, Donnerstag, den 22.9.2022, veröffentlicht wurde.
Dort geht es darum, wie sich unser Stand, den wir auf der „Comic Con Stuttgart” betreiben, gestaltet und was wir genau machen.
Vielen Dank!

Mit Steampunks auf Zeitreise

Zeitreisebüro Chrono.Tours entführt Besucherinnen und Besucher der Comic Con Stuttgart in vergangene Welten

Sie nennen sich Steampunks und betreiben das Reisebüro Chrono.Tours, das Zeitreisen zu besonderen Ereignissen in der Geschichte anbietet. Was sie an diesem Genre fasziniert, erzählen Sabine Edelfrau von Syntronica und Dietmar Edelherr von Syntronica im Gespräch mit Axel Recht. Auf der CCON | Comic Con Stuttgart (CCON) ist das Steampunk-Paar mit seinem Zeitreisebüro im L‑Bank-Forum Halle 1 zu finden.

Wohin führte Sie Ihre letzte Zeitreise und warum gerade dorthin?

Sabine Edelfrau von Syntronica: Zur ersten Erdölbohrung der Welt. Ich wollte wissen, wo sie eigentlich stattgefunden hat. Auf jeden Fall nicht in Nordamerika, wie die meisten glauben, sondern hier in Deutschland. Ich machte mich also mit unserem Luftschiff auf in das Jahr 1858 nach Wieze in die Lüneburger Heide. Dort wurde ich Zeugin, wie sich die Erde öffnete und das schwarze Gold geradezu in die Luft schoss. Prof. Konrad Hunäus war damals auf der Suche nach der erhofften Braunkohle in der Tiefe „nur“ auf Erdöl gestoßen. So ging diese unbeabsichtigte, aber erfolgreiche Bohrung nach Erdöl weltweit in die Geschichte ein.

Dietmar Edelherr von Syntronica: Ich befand mich auf einer Zeitreise zur Krönung Karl des Großen am 25. Dezember im Jahr 800. Dies interessierte mich deswegen, weil es der Wiedereinsetzung eines römischen Kaisers wie in der Antike gleichkam. Karl regierte von Aachen aus und die Edelfrau von Syntronica stammt ja aus Aachen. Außerdem wollte ich mir gern den Petersdom in Rom anschauen, wo Karl zum Kaiser gekrönt wurde.

Wie und wann sind Sie zu diesem Hobby gekommen, gab es einen besonderen Anlass?

Sabine Edelfrau von Syntronica: Vor fünf Jahren hat mich ein DJ via Facebook als Fotografin zu einem Steampunk-Picknick eingeladen. In der Einladung stand, dass man stilecht gekleidet kommen sollte. Also begann ich zu recherchieren, wie man sich für einen solchen Anlass kleidet. Ich war leicht überfordert und so suchte ich damals in „Karnevalsläden“ nach einer passenden Bekleidung. Nachdem ich mein Outfit gefunden hatte, ging ich, ausgestattet mit Picknickdecke und Picknickkorb zum Schloss Monrepos. Als ich dort ankam, staunte ich nicht schlecht. Auf der Wiese saßen Herren im edlen Zwirn und mit Zylinder sowie die Damen in feinster Spitze. Alle saßen auf Picknickdecken oder an kleinen Tischen und zelebrierten ihre mitgebrachten Speisen und Getränke. Kleine Törtchen standen auf Etageren und man speiste auf wertvollem Porzellan. Ein dampfgetriebenes Grammophon spielte wunderbare Musik und wir tauchten fasziniert ein in die Welt des Schriftstellers Jules Verne.

Dietmar Edelherr von Syntronica: Bei mir war es im Prinzip ganz ähnlich. Derselbe DJ machte mich darauf aufmerksam, dass ein Steampunk-Picknick am Schloss Monrepos in Ludwigsburg stattfände. Er meinte, das wäre doch bestimmt etwas für mich als Fotografen. Darauf zog ich mich in etwa so an, wie ich mir Steampunks vorstellte. Ich wurde freudig aufgenommen und, obwohl ich eher ein Karnevalskostüm trug, zu weiteren Events eingeladen. So wuchsen meine Frau und ich in die „Community“ hinein. Wir wurden quasi vom Steampunk-Virus „infiziert“.

Was hat Sie gerade am Thema Steampunk fasziniert?

Sabine Edelfrau von Syntronica: Es ist wie Eintauchen in eine respektvolle höfliche Szene, die Werte aus einer längst vergangenen Zeit auslebt. Dann die individuelle Gestaltung der Gewandung sowie die kreative Umsetzung von dampfbetriebenen Maschinen. Das Ausleben der eigenen Phantasie und das Erschaffen von etwas Neuem, was mit dieser Zeit, dem ausgehenden 19. Jahrhundert (Industrialisierung und Aufbruchstimmung), zu tun hat.

Dietmar Edelherr von Syntronica: Gerade die Form, wie miteinander umgegangen wird, hat mich fasziniert. Wir nennen es immer „Höflichkeit und Dampftechnologie“. Die Steampunks haben Respekt voreinander und benehmen sich sehr kultiviert. Was für mich sehr fasziniert, ist deren Kreativität. Einmal sind es die Objekte, die manche Gleichgesinnten basteln, wie mit Dampf betriebene Kaffeemaschinen, oder auch die Gewandung und die Accessoires.

Stellen Sie ihre Gewandungen selbst her und falls ja, was sind die Herausforderungen dabei?

Sabine Edelfrau von Syntronica: Also ich style meine Kleidung um. Ich besorge mir beispielsweise in Maastricht oder Roermond passende Kleidung, die meinen Vorstellungen entspricht und dekoriere sie mit Elementen wie Zahnräder, Schlüssel und Uhren.

Dietmar Edelherr von Syntronica: Zudem kennen wir einen Hutmacher, der für uns Hüte nach unseren Vorstellungen gestaltet.

Haben Sie eine / mehrere Lieblingsfiguren in der Literatur / Comics / Film etc., an denen Sie sich orientieren und beeinflussen lassen oder kreieren Sie Ihre eigenen Charaktere?

Sabine Edelfrau von Syntronica: Unsere Charaktere, die wir spielen, basieren auf unserer eigenen Kreativität. Wir lesen viel, wie die Geschichten von Jules Verne oder generell Literatur, die im Viktorianischen Zeitalter (ca. 1830 bis 1901) spielt. So wissen wir auch, wie damals interagiert wurde.

Dietmar Edelherr von Syntronica: Zudem recherchieren wir sehr genau, wenn wir zu einem geschichtlichen Ereignis eine Zeitreise anbieten, um keine Fehler zu machen.

Was werden wir von Ihnen auf der Comic Con in Stuttgart erwarten können?

Sabine Edelfrau von Syntronica: Auf der Comic Con entführen wir die Besucherinnen und Besucher auf faszinierenden Reisen. Wir erklären Ihnen detailreich, wie eine Zeitreise vonstattengeht. Im Vorjahr waren wir auch schon mit einem Stand da und haben die Besucher intensiv mitgenommen. Es ging so weit, dass manche wirklich geglaubt haben, dass eine Reise in die Vergangenheit funktioniert.

Was kann man sich konkret unter dem Angebot von Chrono.Tours vorstellen?

Dietmar Edelherr von Syntronica: Chrono.Tours bietet Zeitreisen zu unterschiedlichen geschichtlichen Ereignissen an. Natürlich nicht real, sondern als „Kopfkino“. Wir erzählen den potenziellen „Kunden“, wie eine Zeitreise aussehen könnte. Geben ihnen Details, beschreiben die Orte und vieles mehr. Wir sind dabei so glaubwürdig, dass wir gefragt wurden, ob die Zeitreise schon stattfände.

Sabine Edelfrau von Syntronica: Am 25. Dezember 2021 überlegten wir uns, dass man eine Reise zur Krönung Karls des Großen machen könne. Eigentlich wäre Irene von Byzanz die Kaiserin geworden, doch die katholische Kirche akzeptierte keine Frau in der Militärführung, also ging die Kaiserkrone an Karl. Wenn wir nun eine Reisegruppe haben, in der Frauen sind, kann es durchaus passieren, dass diese ihren Unmut über die fehlende Emanzipation kundtun. Dies müssen wir versuchen zu verhindern, da es theoretisch zu „Querelen“ mit den Menschen aus der Ziel-Zeit kommen könnte. Deshalb haben wir uns dazu entschieden, ganz oben das Geschehen von der Empore hinter eine Glasscheibe aus zu beobachten.

Welche Tipps haben Sie für angehende Steampunks?

Dietmar Edelherr von Syntronica: Man sollte sich schon eingehend mit dem Thema befassen. Und dann der Kreativität absolut freien Lauf lassen. Die Steampunks sind offen für Ideen. Im Zweifel ansonsten einfach fragen. Wir beißen nicht.

Weiterführendes:

Der Ravensburger Verlag hat Bücher aus der Kinderreihe „Der junge Winnetou” aus dem Programm genommen und zurückgezogen.
Dies ist geschehen, weil es Kritik gab, dass in den Büchern kulturelle Ressentiments und stellenweise rassistische Stereotypen auftauchen.

Nun muss man wissen, dass die Originalvorlagen aus dem 19. Jahrhundert stammen.
Karl May, der Autor, war niemals in Amerika gewesen und hat auch nie Cowboys, Trapper oder Indianer getroffen, bevor er seine bekannten Bücher verfasst hat.
Die Geschichten, die im sogenannten „Wilden Westen” spielen, drehen sich um den Indianerhäuptling Winnetou, seinen Freunden wie Old Shatterhand, Old Firehand und um Siedler und Trapper.
Karl May benutzte Reiseberichte, Zeitungsartikel und Dokumentationen über den „Wilden Westen”, um seine Bücher zu schreiben.

Im 19. Jahrhundert, in dem die Bücher entstanden, gab es Vorbehalte vor anderen Kulturen. Sie galten als „ablehnenswert” und als minderwertig gegenüber der Kultur in Europa, aus der viele der Siedler stammten.
Es fehlte zu dieser Zeit die Toleranz gegenüber anderen Lebensweisen und Lebensarten.

Auf diese Vorbehalte basieren auch die Geschichten Karl Mays.
Für die Siedler in Amerika ist es selbstverständlich, dass sie sich eine Existenz in der Steppe aufbauen. Sie bauen Häuser, graben nach Bodenschätzen, züchten Vieh und vieles mehr.
Dabei geraten sie immer wieder mit den Ureinwohnern – den Indianern – in Konflikt, weil diese die Eindringlinge vertreiben möchten.
Winnetou ist ein edler Häuptling, der zusammen mit seinen Freunden die Konflikte löst.
Dabei treffen sie größtenteils auf skrupellose Geschäftsmacher, die die Indianer ermorden und sie mit Intrigen gegeneinander aufhetzen.
Diese Bilder tauchen in den Karl-May-Büchern immer wieder auf.
Zum Schluss geht aber alles für alle gut aus.

Im Vorwort der Bücherreihe wird darauf allerdings eingegangen, was aber vielen nicht ausreicht.
Es wird auch von „Kultureller Aneignung” gesprochen.

Von kultureller Aneignung spricht man, wenn sich Mitglieder einer weißen dominanten Mehrheitsgesellschaft an Elementen einer Kultur bedienen und/oder sogar bereichern, deren Angehörige sie systematisch unterdrückt haben. Wenn weiße Personen etwa Dreadlocks tragen, ist dies Kritikern zufolge respektlos gegenüber der Black-Hair-Bewegung und dem Befreiungskampf schwarzhäutiger Menschen.

In der Schweiz stand in Bern in einer Brasserie ein Konzert statt, das wegen Beschwerden abgebrochen wurde.
Der Vorwurf gegen die Musiker war, dass die Band aus fünf weißen Männer bestehe, von denen welche Rastalocken trügen. Sie seien nicht „berechtigt“, Reggae zu spielen.
Die, die sich beschwerten, brachten das Wort „Kulturaneignung“ ins Spiel.

Bei Winnetou ist es eben so, dass die Weißen die Indianer unterdrückt haben und sich deren Kultur nun „aneignen” würden.

Bei den Wild-West-Geschichten von Karl May handelt es sich allerdings um Fantasien, wie Karl May anhand von Berichten et cetera sich die Indianer und deren Abenteuer im Nordwesten Amerikas vorgestellt hat.
Er kritisiert nicht explizit die Unterdrückung der Indianer, weil es ihn möglicherweise auch nicht interessiert hat.
Bei den Personen, die in seinen Büchern auftauchen, handelt es sich zum großen Teil um Schwarz-Weiß-Eingruppierungen.
Der Indianer ist heroisch und lässt sich durch die Siedler erstmal übers Ohr hauen.
Bei den Siedlern gibt es viele Bösewichte, die versuchen, die Indianer zu betrügen oder ihnen Reichtümer abzuluchsen. Dabei gehen sie über Leichen.
Winnetou, Old Shatterhand, Old Firehand, Old Surehand und anderen Freunden gelingt es aber nach anfänglichen Schwierigkeiten, die Bösewichte zu besiegen und wieder Frieden herzustellen. 

Die Indianer gelangen immer wieder ins Hintertreffen, weil sie naiv sind und den Bösewichten erstmal Glauben schenken und deren „Freundschaft” annehmen.
Sie rechnen wohl auch nicht damit, dass die Siedler sie zu Anfangs umgarnen, um sich als „gute Freunde” darzustellen. Dass die „Bösen” sie in die Bredouille gebracht haben, merken sie erst, wenn es zu spät ist.
So kann es passieren, dass die üblen Geschäftemacher einen Häuptlingssohn ermorden, und dies Winnetou und seinen Freunden in die Schuhe schieben. Diese bekommen den Hass der Stammesangehörigen zu spüren. Am Ende der Geschichten können Winnetou und seine Freunde aber ihre Unschuld und die Schuld der Intriganten und Geschäftemacher aufdecken.
Die Bösewichte bekommen ihre „gerechte Strafe”.

Man sollte erklären, warum die Handlungen, die aus der Sicht der Jetztzeit Befremdlichkeiten auslösen können, entstanden sind.
Man kann die Entstehung und die Zeit erklären und dann sollte eigentlich alles erklärt sein und man kann Geschichten und Berichte einordnen und verstehen.
Das Problem dabei ist aber, dass die „Moralaposteln” immer wieder etwas Negatives finden.

Am Privatfernsehen läuft schon ziemlicher Schwachsinn.
Eine „Low Intelligence”-Serie, die ich noch nicht kannte, ist „Die Schrebergärtner”, mit dem Zusatz „Säen, mähen, Trophäen”.

Patrick, genannt „Möhrchen-Patrick”, aus Thüringen hat einen ganz kleinen Schrebergarten, glänzt aber dadurch, dass er riesiges Gemüse züchtet und auch schon viele Meisterschaften – Er nennt sie „Wiege-Meisterschaften”. – gewonnen hat.
Das Kamerateam begleitet ihn beispielsweise zu einem Zoo, bei dem er sich Elefantendung besorgt.
Dann wird gezeigt, wie er ihn in seinem Schrebergarten ausbringt.
Möhrchen-Patrick erzählt munter von seiner „Philosophie”, wie er sich denkt, wie Gemüse übermäßig groß wird. Er spielt den Pflanzen Popmusik, wie Hits von Modern Talking, vor, damit sie besser wachsen, da sich die Pflanzen ja bei Musik gut fühlen.

In Bochum wollen zwei Freunde namens Martin und Thomas eine Gartenparty machen. Irgendwie klappt es nicht. Die beiden Langweiler laden immer wieder welche ein, aber die beiden geben nicht auf.
Fazit von Martin: „Leider klappt es nicht mit spontanen Partys. Die Leute sind eben anders eingespannt.„
Dann begannen die beiden damit, den Schrebergarten und das Häuschen zu reinigen.
Nach dem lahmen Aufbauen einer Billig-Couch genehmigen sich die beiden mal wieder ein „Bierchen”.
Thomas trägt Lederkleidung bei Sonnenschein.

Es spielen sich in den Augen der Schrebergärtner Dramen ab,
Zwischendurch „lernt” man nämlich, dass die Fahnenstange immer senkrecht stehen muss.

In Dessau ist der „Waschbären-Sheriff” unterwegs, um der Waschbärenplage Herr zu werden.
Die Schrebergärtner haben das Wohnrecht laut „Sheriff” hier, weil sie schon im 19. Jahrhundert im Stadtarchiv genannt worden waren.
Um die Kirschbäume zu schützen, werden um die Bäume transparente Plastikrohre angebracht.
Daran sollen die Waschbären mit ihren Pfoten abrutschen und die Kirschbäume dadurch unattraktiv werden. Diese „Wunderwaffe” wird erstmal an einem Baum getestet.

In Berlin haben zwei Schwule einen Schrebergarten. Ein altes Sofa muss entsorgt werden, da es niemand – nicht mal geschenkt – haben möchte. Danach geht es ans Ausmisten des Häuschens und um einen kleinen Umbau.
An der Grenze des Schrebergartens wuchs etwas ins Nachbargehege, weswegen die beiden Unkraut jäten mussten. Der Nachbarin gefiel dies aber nicht, weil sie die Wurzeln nicht vollständig entfernt haben.

Bei dieser Möchtegern-Berichterstattung passierte nichts, außer dass die Schrebergärtner ihre „Weltansicht” nahebringen durften und mussten.

Die Folge, die ich nebenher geschaut habe, hat mich sehr amüsiert.
Sie kam wie eine Real-Satire daher.

Fazit: Ausschalten!


In Bern fand ein Konzert statt, das allerdings wegen Beschwerden von Zuschauern nach der Pause beendet wurde.
Einige Zuschauer hatten sich beschwert, dass den Sängern nicht zustehe, Reggae-Musik zu machen.

In Bern sollte in einer Brasserie ein Konzert stattfinden, doch kurz vorher sagte die schon vor Wochen eingeplante Band ab.
Man akquirierte und konnte die schweizer Mundart-Band Lauwarm gewinnen.

„Lauwarm” macht Musik in den Genres Reggae und Pop. Die Texte sind auf Schwizerdütsch.

Der Vorwurf gegen die Musiker war, dass die Band aus fünf weißen Männer bestehe, von denen auch noch welche Rasta-Frisuren trügen. „Lauwarm” sei nicht berechtigt, Reggae zu spielen.
Die, die sich beschwerten, brachten das Wort „Kulturaneignung” ins Spiel.

Im Klartext heißt dies also, dass sich Zuschauer aufregten, dass die schweizer Band Reggae spielt.

Der Geschäftsführer der Brasserie hatte in der Pause die Band gedrängt, das Konzert abzubrechen. 

Er sprach davon, dass er sich vorher nicht erkundigt hatte, was „Kultur-Sensibilisierung” sei und wolle nicht die „Emotionen” anderer provozieren.

Seltsam mutet an, dass einer der Musiker mit einer schwarz-afrikanischen Frau verheiratet ist und diese auch Musikerin im Genre Reggae ist.

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