Tiere

Es passiert schon mal, dass man vom Pessimismus eines Freundes angesteckt wird.
Es gibt auch Freunde, die jede Neuanschaffung oder Veränderung negativ kritisieren.
Wenn dies allerdings bewusst und permanent zur Diskreditierung und Manipulation eingesetzt wird, spricht man von „toxischen Menschen”.
Toxischen Menschen machen anderen das Leben schwer, indem sie sie immer wieder kleinreden. Sie stellen den anderen als Verlierer dar, feiern sich aber im gleichen Atemzug als Beispiel, wie man etwas (wirklich) erreicht. Sie schädigen andere gezielt durch ihr destruktives Verhalten.
Durch das Diskreditieren anderer und gezielte Erfinden von Lügen gegen andere in Konfliktsituationen oder bei angespannten Lagen steigern sie ihr vermeintlich eigenes Selbstwertgefühl.
Toxischen Menschen fehlt es an Einfühlungsvermögen und der Eigenschaft, sich selbst kritisch zu betrachten. Sie sind der Reflexion unfähig.
Sie nehmen keine Rücksicht auf die Gefühle anderer.
Sie benutzen gerne erfundene Zeugen, die etwas gesagt haben sollten, gegen die Person, die sich ihnen entgegenstellt.
Diese „Lügengeschichten” und „Zeugenaussagen” werden benutzt, um von sich und seinem eigenen Fehlverhalten abzulenken.
Wenn man nachhakt, wer denn die Behauptungen aufgestellt habe, parieren sie mit Nichtssagendem wie „Du weißt es doch” oder „Das möchte ich nicht sagen”. Es ist eine geheuchelte Vertraulichkeit, um nicht festgenagelt zu werden.
Im gleichen Atemzug bezeichnen sie aber gegen sie erhobene Beschwerden als Lügen und verteidigen sich mit halbseidenen Aussagen wie „Das wurde mir aber anders gesagt. Du hast nämlich…”
Wenn toxische Menschen – wie gesehen – nicht ihre Ziele erreichen, greifen sie zu drastischen Mitteln, um ihre Wünsche durchzusetzen.
Sie manipulieren, lügen, kontrollieren und vereinnahmen andere.
Sie verhalten sich unmoralisch und unsozial.
Sie stellen sich als Opfer von gemeinen anderen Menschen dar und heischen nach Mitleid.
Hat dies geklappt, zersetzen sie wieder die anderen ohne Rücksicht auf Verluste. Sie säen Eifersucht und Missgunst, um andere emotional unter Druck zu setzen, um sie so zu kontrollieren und um zu unterdrücken.
Toxische Menschen spielen ein ausgeklügeltes Spiel auf Kosten anderer und manipulieren bewusst.
Sie benutzen auch das sogenannte „Gas Lighting”, um die Realitätswahrnehrnung anderer Personen bewusst zu stören und das Selbstbewusstsein anderer absichtlich zu zerstören.
„Gas Lighting” geht über Falschdarstellungen hinaus und bedient sich perfider Mittel.
Das Wort „Gas Lighting” geht zurück auf ein Theaterstück aus dem Jahre 1938.
In dem Theaterstück manipuliert der Akteur eine Frau so, dass diese ihrer Wahrnehmung nicht mehr traut und irgendwann die Realität so wahrnimmt, wie der Akteur sie ihr darstellt.
Der Täter tauscht nachts alles Elektrolampen gegen Gaslampen aus und behauptet, dass die Gaslampen immer schon in dem Haus gewesen seien und er es nicht anders kenne.
Dialoge wie: „Du musst nicht die anderen fragen. Sie würden Dich für verrückt halten” zeigen eindeutig die Manipulation auf.
„Gas Lighting” – „Gasbeleuchtung” – hat diesen Begriff der Persönlichkeitszerstörung geprägt.
Einfach gesagt spielt „Gas Lighting” damit, Menschen in ihrer Wahrnehmung zu beeinflussen.
Hinterm Rücken wird etwas gemacht, was man nicht erwartet hätte.
In dem Theaterstück macht der Täter im Obergeschoss Geräusche.
Als das Opfer diese erwähnt, sagt der Täter, dass er nichts höre und im weiteren Verlauf arbeitet er immer weiter daraufhin, dass das Opfer irgendwann glaubt, es habe Halluzinationen.
Jeder weiß, was Intrigen sind oder wenn man unerwartet in eine Intrige hineinkatapultiert wird.
„Gas Lighting” ist schlimmer.
Der „Gas Lighter” – die diese Praktik anwendet – schafft sich erst das völlige Vertrauen seines Opfers. Dann beginnt er schon langsam und sachte, die Realität anders darzustellen, wie sie ist, um sein Opfer zu verunsichern. Gleichzeit stellt er sich aber auch als helfende Hand dar.
Wenn das Selbstbewusstsein des Opfers zerstört ist – das Opfer meint, eine falsche Wahrnehmung der Realität zu haben, weil der Täter es immer anders darstellt – hat der Täter sein Ziel erreicht.
Die Person ist dem Täter höchstwahrscheinlich hörig und tut nur noch, was er will.
Durch Sozialisierungsprobleme wie häusliche Gewalt, mangelnder Aufmerksamkeit oder traumatische Erlebnisse können solche Verhaltensmuster entstehen.
Während Männer offen andere klein halten, um sich selbst zu erhöhen, machen es Frauen hinter dem Rücken anderer, indem sie vermeintliche Freundinnen mit Lügen, Gerüchten und Erpressungen ausspielen, um sich selbst zu feiern.
Toxische Menschen schrecken auch nicht davor zurück, das Umfeld mit einzubeziehen, um mehr Druckmittel zu erhalten.
Da toxische Menschen nicht fähig und bereit sind, ihr Verhalten zu verändern, bleibt als einzige Konsequenz, sich von ihnen fernzuhalten.

In den (un)sozialen Onlinenetzwerken kursiert ein Beitrag, in dem behauptet wird, dass die Spanische Grippe dadurch entstanden sei, dass gegen Pocken, Typhus und die Pest geimpft wurde.
Dies wurde durch eine Augenzeugin bestätigt.
Es ist schon kurios …
Die Spanische Grippe kursierte von 1918 bis ins Jahr 1920 und forderte 20 bis 50 Millionen Leben bei circa zwei milliarden Infizierten.
Eine Augenzeugin müsste über 110 Jahre alt sein, wenn man davon ausgeht, dass ein zehnjähriges Kind einigermaßen gut einschätzen kann, was es sieht und erlebt.
In einem fast gleichen Beitrag wird allerdings behauptet, dies hätten Virologen (aus der Gegenwart) behauptet, die mit der Erforschung der Spanischen Grippe beschäftigt seien.
In einem ähnlichen Beitrag wird beschrieben, es wären bis dato geheimgehaltene Daten aus den frühen Jahren des 20. Jahrhunderts aufgetaucht.
Alleine schon diese Möchtegern-Revisionen sind nicht sehr glaubwürdig.
In den ähnlichen beziehungsweise fast gleichen Texten wird gemunkelt, dass bei der Pest, Typhus und den Pocken die gleichen Symptome aufträten wie bei der Spanischen Grippe.
Die Verfasser glauben erstens, dass die Symptome von den Impfungen als Nebenwirkungen gekommen seien, es also zweifelhaft wäre, ob es die Spanische Grippe überhaupt gab.
Zweitens wird gesagt, erst durch die Gabe der Impfungen wäre das Virus entstanden, dass die Spanische Grippe ausgelöst habe.
So wird geglaubt, dass die gesamte Bevölkerung zu der Zeit mit angeblich giftigen Impfstoffen verseucht worden wäre und dass laut der „Geheimdokumente” ausschließlich Geimpfte an der Spanischen Grippe erkrankt seien.
Impfgegner, Covidioten und andere Realitätsverweigerer behaupten bekanntermaßen, dass nur gegen das Coronavirus Geimpfte auf den Stationen in den Krankenhäusern lägen.
So ein Zufall!
Bei den genannten Impfstoffen gibt es übrigens eine Diskrepanz.
Die Verfasser des Beitrags wusste zwar, dass es die Impfstoffe gegen Pest und Typhus schon gab.
Sie wurden gegen 1890 entwickelt.
Den Impfstoff gegen Pocken gab es übrigens schon Ende des 18. Jahrhunderts.
Der Verfasser nennt ebenfalls eine „bakterielle Lungenentzündung”, mit der die Lungenerkrankung verursacht durch sogenannte „Pneumokokken” gemeint sein wird.
Der Impfstoff gegen die „Pneumokokken-Pneumonie” wurde allerdings erst in den 1970-er-Jahren entwickelt.
Er konnte also gar nicht bei den Impfungen zur Zeit vor der Spanischen Grippe verimpft worden sein.
Es sind also „kleine Fehlerchen”, die den Beitrag sehr unglaubwürdig machen.
Vom virologischen, mikrobiologischen und genetischem Standpunkt her kann eine Impfung gegen Pocken, Typhus und Pest keinen Erreger mutieren lassen. Der Erreger „A/H1N1”, der die Spanische Grippe verursacht hat, kann sich auch nicht aus anderen entwickelt haben, da die Stämme sehr verschieden sind.
Eine Impfung gegen Bakterien – Pneumokokken – kann sowieso nicht Viren manipulieren oder mutieren lassen.
Der Beitrag ist so zu sehen, dass nur Stimmung gegen die Corona-Impfung und gegen Impfungen allgemein gemacht werden soll.

Bei politischen Entscheidungen ist stellenweise gang und gäbe, dass gelogen – oder besser ausgedrückt: „die Tatsachen ’nachgerichtet’ werden” – wird, was das Zeug hält. Es kommen abstruse „Wahrheiten” ans Tageslicht, die man sehr schnell entkräften kann.
Nicht nur erst seit der Corona-Pandemie, sondern schon wesentlich früher, hat man sich von der Lügner- und Leugnerseite gedacht, dass man „schlagende Beweise” erbringen müsste, damit andere den Lügensermon glauben.
Vor ein paar Jahren beobachtete ich in der Diskussion rundum den Volksentscheid zum neuen Stuttgarter Durchgangsbahnhof, Stuttgart 21 oder S21 genannt – besorgniserregende Tendenzen.
So wurde von der Gegnerschaft des neuen Bahnhofs beim Mitteilungsdienst Twitter von zwei Akteuren – ein gewisser Tilman und ein gewisser Peter – gefordert, man solle bei Wikipedia Einträge zu S21 ins richtige, wahre Licht setzen, um den „Lügen” der Bahn und der Politik Einhalt zu gebieten.
Bei der weltumfassenden Enzyklopädie kann jeder mitmachen.
Es gibt zwar Mitglieder, die Einträge auf Korrektheit untersuchen, aber was steht, steht bis zur Revision erstmal dort.
Furore machte ein bearbeiteter Eintrag über den damaligen Verteidigungsminister Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg, dem ein paar Vornamen mehr bei Wikipedia angedichtet wurden als er hatte.
Die Bildzeitung hatte blind kopiert und durfte sich dafür Häme des Spaßvogels gefallen lassen.
Momentan versuchen Coronaleugner, Impfgegner, sogenannte „Querdenker”, Covidioten und Weltverschwörungstheoretiker ihre verschobenen „Wahrheiten” an die Öffentlichkeit zu bringen.
Bei Wikipedia fiel ein Artikel über das Weltwirtschaftsforum (WEF) auf.
Das vom Wirtschaftswissenschaftler Dr. Klaus Schwab gegründete Weltwirtschaftsforum (World Economic Forum, WEF) ist eine im Kanton Genf ansässige Stiftung bzw. die gleichnamige jährlich stattfindende Veranstaltung, auf der Politiker, Wissenschaftler, Wirtschaftsvertreter und andere Personen diskutieren.
Das WEF fordert, dass eine globalisierte Welt von einer Koalition aus multinationalen Unternehmen, Regierungen und ausgewählten zivilgesellschaftlichen Organisationen anstelle von klassischen demokratischen Strukturen regiert werden soll.
Falschinformationen in einem Artikel bei Wikipedia
Der Originalbautor dieses Artikels bestätigte, dass er dies nie geschrieben habe.
Innerhalb kurzer Zeit wurde dieser Artikel wieder korrigiert und die Fake-News entfernt. Es tauchten allerdings Screenshots dieses Artikels auf. Diese wurden massenhaft in den (un)sozialen Onlinenetzwerken verteilt, mit dem einzigen Zweck, Falschinformationen zu verbreiten und Hetze zu schüren.
Der Autor oder die Autorin war neu bei Wikipedia und hatte den Namen „Polynesia2024”.
Diese Person war besonders dadurch aufgefallen, dass sie auch in anderen Artikel verschwörungstheoretische Inhalte geschrieben hatte. Diese sind auch verschwunden.
Die Quellen, die „Polynesia2024” angegeben hatte, um den Unfug zu belegen, sind als Verbreiter von verschwörungstheoretischem Unsinn bekannt.
Verschwörungstheoretiker und deren Anhänger sowie Mitläufer schrecken leider vor nichts zurück.

Die „Comic Con Stuttgart 2021” ist vorüber.
Wir waren dort im „Steampunk-House” vertreten.
- Chrono.Tours bietet und bot Zeitreisen zu geschichtlichen Ereignissen an, wie die Krönung Karls des Großen. Auch kann man bei einer Predigt von Martin Luther anwesend sein.
- Der Bastler und Tüfftler Ludovicus von Castle zeigte seine Zeitreise-Accessoires (Gadgets), die er selbst gebaut hat, in einer Art Bastler-Werkstatt.
- Die „Ehrenwerte Teeduell Gesellschaft Württemberg“ zeigte wunderschöne Teekannen und –tassen in einem viktorianischen Teezimmer, in dem die „Tee-Damen” auch saßen und posierten.
Wir von Chrono.Tours können behaupten, dass wir einen riesigen Erfolg hatten.
Die Besucher standen stellenweise bei uns in einer Schlange an und lauschten sehr aufmerksam unseren Ausführungen, wie wir ihnen (fiktive) Zeitreisen schmackhaft machten und ihr Kopfkino anregten.
Wir hätten nicht gedacht, dass unsere Idee mit dem (fiktiven) Zeitreisebüro Chrono.Tours solchen Anklang fände.
Auch das Medienecho war sehr positiv.
Es gibt mehrere Interviews in Zeitungen, im Fernsehen und auf Videoplattformen.
Wermutstropfen gibt und gab es trotz alledem.
Die Organisation oblag nicht uns, denn wir waren „Kooperationspartner” des Initiators des Steampunk-Houses, Ludovicus von Castle.
Die Zusammenarbeit war allerdings sehr schwach und irritierend dazu.
Es gab keine gemeinsamen Treffen zwischen dem Tüftler und Bastler Ludovicus von Castle, der „Teeduellgesellschaft” und uns, da er der Auffassung war und immer noch ist, dass Chrono.Tours und die „Tee-Damen” zwei völlig verschiedene Dinge seien und nichts gemeinsam hätten.
Vorschläge unsererseits zu gemeinsamen Treffen wurden generell abgeblockt beziehungsweise ignoriert.
Es gab nur Treffen zwischen ihm und den „Tee-Damen” einerseits sowie Treffen zwischen uns und ihm andererseits.
Die wenigen Treffen zwischen ihm und uns waren nur informeller Natur von seiner Seite, da er uns nur erklärte, was er geplant habe und wir zu tun hätten.
Vorschläge von uns wurden mit Totschlagargumenten verworfen oder einfach ignoriert.
Treffen mit den „Tee-Damen” wurden erst im Nachhinein publik, sodass wir gar nicht reagieren hätten können, um theoretisch dazu zu kommen.
Die „Tee-Damen”, zu denen auch die Frau des Organisators gehört(e) durften also nichts sagen.
Wir erfuhren es erst, als die Treffen schon lange vorüber waren, und dies durch Zufall.
Ich, als „Kundiger der sozialen Netze“, konnte den Organisator nicht dazu bringen, dass er ein Statement für Werbung von sich gab oder mir mitteilte, wie er sich Werbung vorstellte.
Er meinte, wir bräuchten keine Werbung, weil genug Personen auf die „Comic Con” kämen.
Der Organisator war in seiner Engstirnigkeit davon überzeugt, dass unsere Präsenz auf der „Comic Con“ ausreichen würde und die Steampunks sowieso kämen.
Da der Organisator alles bis zur „Comic Con” geheimhalten wollte, machte ich für das „Steampunk-House” eigenverantwortlich auf unseren eigenen Plattformen (Blogs und Webseiten) sowie in den zahlreichen sozialen Online-Netzwerken Werbung.
Wir waren nämlich irgendwann frustriert und machten unser „eigenes Ding”.
Die Werbung in den sozialen Netzen finanzierten meine Gattin und ich aus unserer eigenen Tasche.
Ohne unsere Werbung hätte übrigens niemand von der Steampunk-Community gewusst, dass es ein „Steampunk-House” auf der „Comic Con” gab. Das erfuhren wir auf der „Comic Con”.
Vom Pressebereich kommend oder bei kurzen Rundgängen trafen wir auch mehrmals Steampunks, denen nichts von einem „Steampunk-House” bekannt war.
Wir lotsten sie zu uns.
Es stelte sich übrigens heraus, dass viele extra wegen unserer Werbung in den sozialen Netzen zu uns gekommen waren.
Ludovicus von Castle wollte alles besser machen als seine selbst-deklarierte „minderbemittelte” Konkurrenz „Steampunk-Village” und meinte, niemand dürfe etwas wissen, weil man das Steampunk-House ansonsten wegen der „besseren Qualität” plagiieren würde.
Pressetermine, die ich für ihn machte, wurden von ihm verworfen, mit Begründungen, dass wir „sowas” nicht bräuchten oder „nicht nötig” hätten.
Er begriff nicht, wie wichtig „Publicity” war.
Mehrmals fragte ich ihn, warum er mich nicht mit ins Boot nähme, da ich Journalismus studiert habe. Diesbezügliche Anfragen oder Wünsche wurden in „Dummer-Kinder-Manier” so „gerechtfertigt”, dass es nicht nötig sei, weil die „Comic Con” viele Leute anzöge.
Immer wieder wurde lapidar „argumentiert”, angeblich nicht daran gedacht zu haben, mir bescheid zu sagen.
Er teilte mir drei (!!!) Pressetermine des Veranstalters nicht mit und ging zu dem einen alleine hin und nahm die anderen nicht wahr, weil der eine angeblich ausreichen würde.
Während der „Comic Con” wurden meine Gattin und ich, sehr oft interviewt und auch angesprochen.
Wir sprachen mit den Interviewern und verwiesen sie immer weiter an den Organisator.
Unter Außendarstellung oder Darstellung verstehen wir etwas anderes, als mit beiden Händen in Victory-Finger-Stellung1 in die Kamera zu schauen und laut „Steampunk rules„2 zu gröhlen, wie der Organisator Ludovicus von Castle es mehrmals tat.
Die Interviews mit ihm waren lahm und ohne Pep. Er redete sich stellenweise um Kopf und Kragen. Er erklärte nicht die Steampunk-Ausdrücke, die für Außenstehende ein Buch mit sieben Siegeln darstellten, was man auch an der Mimik und den Reaktionen der Reporter sah.
Wir hatten den Eindruck, dass er sich keine Gedanken über seine „Bastler-Werkstatt” gemacht hatte, die er auf der „Comic Con” zeigte.
Die „Tee-Damen” gaben generell keine Interviews und verwiesen auf Ludovicus von Castle.
Zwei Wochen vor der „Comic Con“ bekam ich übrigens einen Rüffel3 dafür, dass ich ein „Medien-Feuerwerk“ (Original-Bezeichnung von Ludovicus von Castle) gezündet hätte und der Organisator fragte mich allen Ernstes, wie meine Gattin und ich uns eine weitere „vertrauenswürdige“ Zusammenarbeit mit ihm vorstellten.
Zu dem Zeitpunkt erlaubte ich mir nämlich kurz vorher die Frage zu stellen, wann wir die Aussteller- und Parkausweise bekämen.
Die Antwort war, dass er diese an dem Donnerstag vor der „Comic Con“ bei der Post aufgeben wolle. Ebenso gab es keine Aussage dazu, ob der Organisator sich darum gekümmert hatte, ob wir eine Sondergenehmigung für unsere Hündin Cora bekämen.
Wir können unsere Hündin nicht zwei Tage alleine lassen und die Sondergenehmigung war das Kriterium, dass wir erscheinen.
Wenn er am Donnerstag die Unterlagen verschickt hätte, wäre es knapp geworden, dass wir sie Freitag zum Aufbau in den Händen gehabt hätten.
Schlimmstenfalls hätte man uns nicht in die Hallen gelassen.
Ausgehend von der Nicht-Kommunikation und dem Hinhalten machte ich massiven Druck und beraumte mit ihm ein Treffen in einem mexikanischen Restaurant nahe unserer Wohnung an.
Ein Treffen bei uns zuhause lehnte er ab.
Dieses Treffen fand eine Wochen vor der „Comic Con” statt.
Seltsamerweise erschien er mit allen Unterlagen, die angeblich zufälligerweise erst online gegangen wären, als er vor dem Losfahren zufälligerweise nochmals bei der „Comic Con” online gegangen wäre.
Er beschwerte sich, dass wir ihn heftig angegangen hätten, worauf wir klarmachten, wir stünden dazu, denn ein Informationsaustausch habe nicht stattgefunden. Wir krititiserten nochmals, dass es keine Treffen aller Beteiligten gegeben habe. Wir sprachen auch die „fehlende” Werbemotivation von seiner Seite an.
Dies war übrigens das einzige Mal, dass wir mit ihm aneinander gerieten.
Wir hatten uns sonst immer ruhig verhalten.
Wir hatten nur in regelmäßigen Abständen gefragt, was es Neues gebe.
Kurioserweise musste der Organisator zugeben, dass er keine Ahnung habe, wie man mit sozialen Netzen umgehe. Wir machten darauf aufmerksam, dass wir ihm immer wieder vorgeschlagen hätten, diese Aufgabe zu übernehmen, denn schließlich seien wir ein Team.
Er ignorierte dies auch nach mehrmaligen Ansprechen unsererseits.
Er hielt die Werbung immer noch für unsinnig, da auf der „Comic Con” genug zu uns kämen, wie er sagte. Ihm reichte laut eigenem Bekunden, dass das „Steampunk-House” auf der Webseite der „Comic Con” genannt wurde.
Ich machte ungeachtet dessen weiter mit meiner Werbung in den sozialen Netzen.
Der Freitag, der Aufbautag, war dementsprechend, dass meine Gattin und ich halfen, wo wir nur konnten.
Nach einigen Stunden war alles aufgebaut.
Während wir die „Wandtapeten” 4, dicke bedruckte Folien für die Wandverkleidung, aufhängten, räumten die Tee-Damen das viktorianische Teezimmer ein. Der Organisator stellte seine Erfindungen (Gadgets) in seiner „Bastler-Werkstatt” auf und war ansonsten mit Nichts beschäftigt.
Die Logistik des Aufbauen des „Steampunk-Houses” hatten meine Gattin und ich übernommen.
Wir machten uns in „unserer” Ecke mit Chrono.Tours erst breit, nachdem alle „Wandtapeten” aufgehangen und die Teppiche der „Tee-Damen” lagen und gegen Verrutschen arrettiert waren.
Freitagnachmittag fuhren alle zufrieden nach Hause und freuten sich auf den Samstag, an dem es losgehen sollte.
Das Design und die Inhalte auf den Wandtapeten wurden, nebenbei bemerkt, mit niemandem im Vorfeld abgesprochen, sondern vom Organisator in Eigenregie anfertigen gelassen.
Da sie, gelinde gesprochen, nun da waren, machten wir „gute Miene zum bösen Spiel” und akzeptierten diese, obwohl sie uns nicht gefielen.
Das Symbol von Chrono.Tours, das auf der „Wandtapete” war, war nicht mehr aktuell und schon seit über zwei Jahre nicht mehr in Gebrauch.
Auch unsere Visitenkarten hatten schon das neue hellblaue statt des alten braunen Designs, ebenso die Webseite.
Samstag ging es um 10 Uhr los. Wir waren um 9 Uhr schon da, wie es sich für Aussteller gehörte.
Der Andrang war enorm, besonders bei uns.
Niemand hatte zuvor von einem (fiktiven) Zeitreisebüro gehört.
Sonntag war der Andrang bei uns noch größer.
Der erste Eklat passierte kurz vor 12 Uhr mittags am Samstag, also knapp zwei Stunden nach der Eröffnung der „Comic Con”.
Wir hatten mit dem Organisator des „Steampunk-Houses” ausgemacht, dass wir, weil wir an Pressekonferenzen teilnehmen mussten, zwischen 12 Uhr und etwa 13 Uhr nicht anwesend wären.
Dies hatten wir auch nochmals bei dem persönlichen Treffen im mexikanischen Restaurant abgesprochen.
Der Organisator sagte am Samstag urplötzlich, dass dies nicht gehe, weil wir „Präsenzpflicht” hätten.
Außerdem sei die Vertretung (!) noch nicht da beziehungsweise sei draußen und rauchte.
Diese hätte laut des Organisators morgens um elf Uhr kommen sollen, war aber erst „gerade” um kurz vor Zwölf erst eingetroffen. Er sagte auch nicht, wer es war.
So schauten wir draußen vor der Halle und erblickten Bekannte. Es stellte sich heraus, dass diese die Vertretung waren. Sie waren vorher auch nicht am Stand des „Steampunk-Houses” gewesen.
Zudem hatten wir keine Zeit, mit ihnen zu besprechen, was sie den Interessenten sagen sollten.
Es muss wohl so gewesen sein, dass sie die Interessenten auf später vertröstet hatten.
Dies sagten uns Personen, die zurückkamen, als wir wieder da waren.
Nach einer Viertelstunde, in der wir die Vertretung gesucht hatten, konnten wir endlich in die Presse-Lounge gehen und trafen zufälligerweise den Schauspieler Martin Semmelrogge, den wir als sehr angenehmen Zeitgenossen kennenlernten.
Wir kamen übrigens eine Viertelstunde zu spät zur Pressekonferenz.
Wir wurden „belohnt” dadurch, dass wir den Schauspieler Martin Semmelrogge trafen und mit ihm im Anschluss an der Pressekonferenz zusammensaßen und plauderten.
Er fand unsere Hüte „total cool” und setzte sich zu uns. Wir unterhielten uns mit ihm, als wenn wir schon lange Freunde wären. Er kuschelte auch sehr mit unserer Hündin Cora. Wir mussten extra für ihn mit mit unserer Hündin Cora ein Foto machen und es ihm schicken, was wir natürlich gemacht haben.
Die Selfies, die wir mit ihm machten und direkt online gestellt hatten, passten dem Organisator nicht.
Wir hatten die vielen Presseleute und Schauspieler, unter Anderem Martin Semmelrogge, auf das „Steampunk-House” aufmerksam gemacht.
Sie kamen erstmal zu uns. Wir eklärten und zeigten ihnen das „Steampunk-House”.
Danach übergaben wir an den Organisator, der sich selbst zum Pressesprecher des „Steampunk-Houses” erklärt hatte.
Oftmals gröhlte er wieder „Steampunk rules” und machte das Victory-Zeichen dabei.
Am Sonntag gab es keine Vertretung, worauf wir in weiser Voraussicht eine Absperrkette mitgebracht hatten und diese vor unser Chrono.Tours-„Büro” hängten.
Das behagte dem Organisator überhaupt nicht.
Als wir gegen 13 Uhr zurückkamen, warteten schon einige Besucher vor Chrono.Tours.
Auch besuchten uns wieder Pressevertreter und Schauspieler, die wir eingeladen hatten.
Dem Organisator passte es nicht, dass diese zuerst zu uns kamen, was aber daher resultierte, dass wir sie explizit in der VIP und in der Presse-Lounge auf das „Steampunk-House hingewiesen hatten.
Logischerweise redeten sie zuerst mit denen, die sie kannten.
Wir hatten als Dank für die Organisation extra ein Poster anfertigen lassen, auf dem im Vorfeld alle Mitwirkenden unterschrieben hatten.
Es zeigte das „Steampunk-House” sowie die Bilder der Mitwirkenden, und Dankesworte an den Organisator rundeten das große Poster samt Unterschriften ab.
Meine Gattin und ich überreichten es dem Organisator am Sonntag gegen 14 Uhr und dankte ihm im Namen der Mitwirkenden.
Er schaute das Poster kurz an, rollte es ohne eine Regung und ohne ein Wort des Dankes zusammen und fragte uns allen Ernstes, was er damit machen beziehungsweise anfangen solle.
Er lächtelte nicht einmal.
Ich antworte wegen seiner fehlenden Freude schroff: „Pack’ es einfach in irgendeine von Deinen Kisten!”.
Dies tat er zu meinem Erstaunen.
Seine Reaktion war für meine Gattin und mich das Zeichen, zumindest bei dieser „Comic Con” keine Pressevertreter oder Prominente mehr zu ihm zu delegieren.
Wir unterhileten uns mit Schauspielern und machten Fotos mit ihnen, ohne Norbert Ludovicus von Castle einzubeziehen.
Sonntag ab 18 Uhr wurde abgebaut. Wir halfen, wo wir nur konnten.
Um 22:30 Uhr konnten alle Mitwirkenden vom „Steampunk-House” nach Hause fahren.
Ab dem Zeitpunkt des Endes der „Comic Con” (Sonntag, 22:30 Uhr, nach dem Abbau) kommunizierte der Organisator nicht mehr mit uns.
Auch seine Frau, die mit meiner Gattin sehr oft – mehrmals täglich – über WhatsApp kommunizierte und mit ihr mindestens einmal pro Woche länger telefoniert hatte, stellte alles ein.
Wenn wir etwas von ihnen wollten, dauerte eine Antwort, wenn eine überhaupt kam, sehr lange.
Wir erfuhren auf Anfrage nicht, was der Grund war.
Schade, anstatt zu merken, dass man mit Kooperationspartnern kommunizieren sollte, wurden wir wohl als „Querulanten” vom Organisator angesehen.
Fußnoten
- Zeige- und Mittelfinger bilden ein „V” für „Victory” („Sieg”, „Erfolg”, „Triumpf”). ↩︎
- Frei übersetzt: „Steampunk herrscht” ↩︎
- Tadel, heftige Kritik ↩︎
- In Grunde genommen dünne, winddurchlässige Planen, die an Baustellen(absperrgittern) aufgehängt werden, die man aber nach eigenen Vorstellungen bedrucken lassen kann. ↩︎

„Es sollte nur ein Gag sein”, sagt Dominik und schüttelt den Kopf.
Er und seine Freunde haben etwas gemacht, was für Schlagzeilen in den Nachrichten gesorgt hat, doch dies war nur unbewusst geschehen.
Am vorigen Wochenende war eine Demonstration gegen den Lockdown in Wien.
Im Vorfeld warnten die Corona-Leugner und Impfgegner die Teilnehmenden, dass sie festes Schuhwerk anziehen sollten. Sie sagten auch, dass sie sich einen Schutz um die Unterbeine ähnlich eines Schienbeinschutzes (wie beim Fußball) anlegen sollten. Zudem wäre es auch hilfreich, dicke Pappe, Plastikstücke oder Bretter mitzunehmen.
Es geht um den Impfzwang, der angeblich durch Gullydeckel insgeheim durchgeführt werden soll.
Was sich völlig abstrus anhört, ist wirklich so von den Veranstaltern kommuniziert worden.
Der Hintergrund, dass durch den Gullydeckel geimpft werden soll, hat einen mehr oder weniger ironisch-sarkastischen Hintergrund.
In verschiedenen Foren, Chats, (un)sozialen Onlinenetzwerken und besonders in Kanälen von Telegram wurde massiv Stimmung gemacht und von den Covidioten und den Impfgegnern zu der oben genannten Demonstration aufgerufen.
„Als streitbare Bürger versuchen wir immer Fakten zu liefern und klarzustellen, wenn Fake-News verbreitet werden oder Personen Daten unter anderem aus Statistiken möglicherweise auch willentlich falsch interpretieren”, erzählt Dominik, „Dies machten wir natürlich auch diesmal.„
Er berichtet darüber, wie die Diskussion wie immer härter wurde und die Argumente von den Covidioten, Impfgegnern und anderen Realitätsfeinden wie gewohnt in eine verschwörungstheoretische Fantasiewelt abdrifteten. Auch wäre es zusehends beleidigender geworden, so wie immer, wenn einem die Argumente ausgingen und fehlten.
Immer wieder hätten die Impfgegner gebetsmühlenartig erklärt, dass sie sich – egal was passiere – nicht impfen ließen.
„Da die Diskussion ohne Sinn und Verstand von Covidioten‑ und Impfgegnerseite geführt wurde, ließ jemand von uns einen folgenschweren Satz fallen”, sagt Dominik, „wir konnten ja nicht wissen, was diese nicht-ernstgemeinte beziehungsweise ironisch-sarkastische Bemerkung auslösen könnte. Es wurde ja zu einer regelrechten Welle!”
„Ihr wisst aber schon, dass die österreichische Regierung beschlossen hat, dass auf Eurer Demo die Teilnehmer von unten über die Gullydeckel geimpft werden sollen?“
Verbrämtes Schweigen habe laut Dominik geherrscht, nach dem dieser Satz gefallen war. Als man sich gefangen hatte, gingen unverwunden die Hasstiraden wieder los.
„Das werden wir verhindern“, konterten einige von ihnen.
„Wir stichelten noch etwas mit Sätzen wie: „Wie wollt Ihr das verhindern?“, „Das Militär hat schon in der Kanalisation Behausungen und Büros eingerichtet.“, „Auf geheimen Fotos sieht man LKW kommen und Uniformierte die Impfdosen durch geöffnete Gullydeckel hineinschaffen.“, und vielen Unsinn mehr”, erzählt Dominik weiter, „Jeder hätte merken müssen, das sowas nicht ernstgemeint sein konnte.”.
Auf Seiten der Impfgegner wurde daraufhin eine „Idee“ geboren.
Man solle sich zur Demonstration mit Schutz ausrüsten, proklamierten sie.
Da von unten „angegriffen“ würde, solle man festes Schuhwerk tragen, am besten trittsichere Gummistiefel, also mit dünner Metallverstärkung an und in der Sohle.
Diese Sicherheitsstiefel gibt es – nebenbei bemerkt – wirklich und sie werden vornehmlich auf Baustellen benutzt, damit sich niemand zum Beispiel Nägel, Drahtstücke, Steine oder Moniereisen in die Füße eintritt. Dünne flexibel Metall‑ beziehungsweise Blechstreifen befinden sich bei diesen Stiefeln und sind in den Sohlen eingearbeitet.
Zudem wäre es angebracht, die Gullydeckel mit Pappe, Plastikstücken oder Holzbrettern abzudecken. Es wurde auch dazu aufgerufen, am besten im Abstand zu Gullydeckeln zu laufen.
Was eigentlich ein Gag sein sollte, wurde zum Selbstläufer.
Dominik und seine Freunde klinkten sich irgendwann aus den dumm-dämlichen Diskussionen aus.
Dominik ist sichtlich erregt, als er meint: „Als wir in den Nachrichten hörten, dass die Impfgegner und ihre Freunde dazu aufgerufen hatten, sich vor Gullys in Acht zu nehmen und sich zu schützen, weil von unten geimpft würde, blieb uns erstmal die Spucke weg.”
„Liebe Leute, es sollte ein Witz sein, mehr nicht!”, sagt Dominik.

In Deutschland gibt es keine Impfpflicht. Auch in Anbetracht der verheerenden Corona-Lage ist es sogar für Krankenschwestern und ‑pfleger sowie GUKs nicht verständlich, dass sie sich impfen lassen. Sie haben sich so entschieden und müssen auch mit allen Konsequenzen leben.
Nun nehmen sie sich aber selbst aus der Schusslinie, doch dazu später mehr.
Wer sich nicht dagegen impfen lässt, ist potenziell gefährdet, an Covid-19 zu erkranken.
Welche „Sinnhaftigkeit” dahinter steckt, sich nicht impfen zu lassen, verstehe ich nicht.
Bei manchen ist die Angst da, sich durch die Impfung zu schädigen.
Dies ist aber völlig unbegründet.
Als ich gegen Covid geimpft wurde, hatte ich auch ein mulmiges Gefühl im Magen. Es kursierten Anfang diesen Jahres schon Gerüchte um die neuartigen mRNA-Impfstoffe. Auch wenn man glaubt darüber zu stehen, hat man etwas Angst, wenn es so weit ist. Dann beobachtet man die anderen und sich, wenn man mit ihnen nach erfolgter Impfung kurz im „Beobachtungsraum” sitzt.
Auch wenn mich die dritte Impfung – die sogenannte „Boosterimpfung” – mitgenommen hat, kann ich jedem nur ans Herz legen, sich impfen zu lassen, um sich und andere zu schützen.
Nun aber wieder zu den ungeimpften Krankenschwestern!
Jedem ist es selbst überlassen, sich impfen zu lassen.
Jeder, ob geimpft oder ungeimpft, muss seiner beruflichen Tätigkeit nachgehen.
In einer nicht näher genannten Klinik werden die Mitarbeiterinnen der Notaufnahme auch in der Fieberambulanz eingesetzt. In der Fieberambulanz nimmt man Personen auf, die erstens Fieber haben und / oder (zweitens) im Verdacht stehen, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben.
Im Wechsel muss jede Person für ein paar Stunden täglich in die Fieberambulanz.
Die ungeimpften Mitarbeiterinnen argumentieren aber so, dass sie ja durch ihren Status „ungeimpft” besonders gefährdet seien und weigern sich erstmal, in dieser Abteilung eingesetzt zu werden.
Die Überzeugung, sich nicht impfen zu lassen, war für sie höherwertiger als das Risiko, an Covid zu erkranken.
Als sie aber immer wieder mit Covid-Patienten konfrontiert wurden, bekamen sie wohl doch Angst.
Da aber immer noch für sie keine Notwendigkeit besteht, sich impfen zulassen, sollten sie ihrer Tätigkeit nachgehen und einfach so weitermachen wie bisher. Das ist ihre Aufgabe.
Diejenigen, die schreien, dass sie die gleichen Rechte und Freiheiten wie Geimpfte haben wollen, schreien jetzt nach Einschränkungen derer, die schon die temporär entzogenen Rechte und Freiheiten durch die Impfung zurückbekamen.
Sie wären im anderen Fall die Ersten, die schrien, dass es „unfair” wäre, wenn sie keine Coronaprämie bekämen!

Ein kanadischer Prediger behauptet in einem Online-Video, dass Impfstoffe den Sinn hätten, Menschen etwas zu implantieren, um sie fernsteuern zu können. Dieser Stumpfsinn kursiert momentan in den (un)sozialen Onlinenetzwerken.
In der Predigt, die von 1995 stammt, wird behauptet, dass sogenannte „Flüssigkristalle” in das Blut der Menschen gespritzt würden. Diese würden sich den Weg ins Gehirn suchen und dann die Gedanken ausschalten.
Da die Menschen nicht mehr denken könnten, würden sie ferngesteuert und in Mord-Maschinen (Zombies) verwandelt.
Zombies sind in Horrorfilmen von den Toten auferstandene brutale und grausam mordende Kreaturen.
Diese morden angeblich, weil das einzige, was sie noch haben, der Überlebensdrang ist. Deswegen müssen sie andere fressen, um Energie zu bekommen. Sie können nicht getötet werden, sondern es bedarf „besonderer Mittel”, sie auszulöschen.
Der Prediger behauptet weiter, dass der Völkermord in Ruanda im Jahre 1994 genauso durch die „Erzeugung von Zombies mithilfe von Flüssigkristallen” passiert sei.
Die Bevölkerungsmehrheit der Hutu hatte 1994 ein Massaker unter den Tutsi angerichtet, was allerdings durch langwierige Stammeskriege und Hetze gegen die Minderheit bedingt war. Ausschlaggebend für den Genozid war der Abschuss des Flugzeugs des ruandischen Präsidenten.
Auch dies stimmt also nicht.
Der Prediger sagt weiter, dass Flüssigkristalle durch niederfrequente Ultraschallwellen manipuliert werden könnten und so ihre Struktur ändern könnten.
Flüssigkristalle haben ihre Anwendung übrigens auch bei modernen Flachbildschirmen oder Monitoren.
Ultraschall ist eine hochfrequente, für das normale menschliche Ohr nicht hörbare Schallwelle.
Einfach gesagt ist Ultraschall ein sehr hoher Ton, den der Mensch allerdings nicht hören kann, Hunde allerdings schon.
„Niederfreguenten Ultraschall” gibt es also nicht, alleine schon per definitionem, denn dann wäre es kein Ultraschall.
Zudem kommt noch hinzu, dass man durch Beschallung mit hohen Bereich, Flüssigkristalle nicht manipulieren kann.
Auch die „Hypothese”, man könne diese durch magnetische Strahlung beeinflussen, entbiert jeder physikalischen Gesetzmäßigkeit.
In dem Video, das original aus dem Jahr 1995 stammt, werden auch andere Videosequenzen eingeblendet, die angeblich zeigen sollen, dass Impfungen den Menschen „magnetisch” machen sollen.
Es wird gezeigt, wie Magnete und Metallstreifen auf der Einstichstelle der Impfung „kleben”.
Jeder kann ein Stück Papier nehmen und es sich auf den Arm drücken. Durch den Körperschweiß oder die Talgschicht der Haut klebt dies auch. Das funktioniert übrigens auch mit Metallteilen.
Wenn etwas eine Magnetwirkung entwickeln könnte, müsste es mindestens ein Metallwürfel mit einer Kantenlänge von fünf Millimetern sein. Soviel kann man nicht einfach in einer Impfspritze „unsichtbar” machen.
Die Aussage der Covidioten, dass der Prediger der Was-auch-immer-Kirche sagt, hat nichts mit der Corona-Pandemie 2020⁄21 zu tun.
Covidioten und Impfgegner behaupten dies aber und stilisieren seine Hirngespinste zu „Weissagungen” hoch.
Es dürfte klar sein, welcher Unfug kursiert.

2018 gab es eine Onlineumfrage der EU, in der EU-Bürger abstimmen konnten, ob das Konstrukt „Sommerzeit – Winterzeit“ beibehalten werden soll oder nicht. Im Jahre 2019 entschied die EU-Kommission, dass die sogenannte „Zeitumstellung” im Jahre 2021 nicht mehr geschehen sollte.
Nun ist 2021 und die Sommerzeit wurde wieder auf die Normalzeit zurückgestellt.
Das Problem dabei ist, dass die EU-Mitgliedsstaaten sich nicht einig werden können, welche „Normalzeit” dann gelten solle.
Vor der Sommerzeitumstellung war die „MEZ” – die „Mitteleuropäische Zeit” – die allgemeine Zeit, genannt „Normalzeit”.
Die neue Sommerzeit hieß dann und heißt „MESZ” und die Uhren werden eine Stunde vorgestellt.
Im Spätherbst wird die MESZ wieder auf die MEZ zurückgestellt.
Die Bezeichnung „Winterzeit” oder „Mitteleuropäische Winterzeit” ist allerdings falsch.
Die „Sommerzeit” wird nicht auf die „Winterzeit” gestellt, sondern auf die „normale”, also die MEZ.
Bei der Volksabstimmung über die Onlineumfrage votierten 84 Prozent der Teilnehmenden, dass die sogenannte „Zeitumstellung” nicht mehr vorgenommen werden solle. Auch wurde entschieden, dass die „normale” Zeit genommen werden solle, also die MEZ.
Die Umfrage wurde sehr beworben mit Schlagwörtern wie „mehr Demokratie” und „Volksentscheid”.
Was davon geblieben ist, ist nur ein Wirrwarr wie immer in der EU.
Die Bürger haben zwar die Richtung vorgegeben, doch die Politiker führen die EU wie fast immer ad absurdum.
Angeblich können sie sich nicht einig werden, welche Zeit als „Normalzeit” gelten solle: die „Sommerzeit”, die „Normalzeit” oder die „Winterleit”.
Was es zu diskutieren gibt, ist nicht einleuchtend.
Die EU-Bürger haben sich dafür ausgesprochen, dass die „Zeitumstellung” nicht mehr geschehen soll und dass generell die MEZ gelten soll.
Darüber muss man nicht diskutieren, denn der Entschuss steht fest.
Ausreden wie „Dann geht in Spanien die Sonne erst um zehn Uhr auf” oder „Die Sonne geht in Polen schon um drei Uhr auf” sind nur dumme Argumente von realitätsfernen Politikern, die sich um ihre Wähler nicht scheren.

Vor ein paar Tagen passierte bei einem Filmdreh mit Alec Baldwin eine Tragödie. Bei einer Szene löste sich ein Schuss, der eine Kamerafrau tödlich traf. Niemand kann sich bis jetzt erklären, wie das scharfe Geschoss in die Requisitenpistole kam.
Außer die „Erleuchteten”!
In (un)sozialen Onlinenetzwerken wird behauptet, dass die Kamerafrau einem Pädophilen-Ring auf der Spur gewesen sei und geplant habe, eine Dokumentation darüber zu drehen.
Bekannte und Freunde dementieren allerdings diese Darstellung.
Verschwörungstheoretiker fantasieren sich allerdings weiter diesen Unsinn zusammen und lassen nicht davon ab, dass Beweise vertuscht werden sollten.
Die zweite „Hypothese” der Halluzinierer sagt aus, dass der Tod der Kamerafrau ein Schuss vor den Bug derer sein sollte, die an der Enthüllung über den Pädophilen-Ring mit recherchiert hätten, quasi als „letzte Warnung”.
Man kann davon ausgehen, dass Anhänger von QAnon dahinterstecken.
Diese Verschwörungstheorie geht davon aus, dass sogenannte „Eliten” wie Prominente, Politiker und Reiche Kinder in Gefängnissen hielten und sie foltern würden. Dann würde man ihnen das Blut abzapfen, um daraus einen Stoff namens „Adrenochrom” zu gewinnen, der langes oder ewiges Leben verspräche. Die „Eliten” wollen ja die Welt zu ihrem Vorteil ändern. Weil dies nicht in ein paar Jahren funktioniert, müssen sie eben länger leben, um ihre Ziele zu verwirklichen.
Laut der Ermittlungsbehörde ist immer noch nicht klar, wie die scharfe Munition in die Requisitenpistole kam.
Dies nutzen die Verschwörungstheoretiker und backen aus dieser Unklarheit ein Lügen-Brot.
Die Nachrichtenseite auf dem der Artikel zu finden ist, ist übrigens ein sogenannter „Fake-News-Generator”.
Diese Webseite ist als Scherz gedacht, auf der jeder seine eigenen Falschnachrichten oder Gags veröffentlichen kann.
Zu dumm nur, dass die QAnon-Anhänger dies nicht gemerkt haben.

Obwohl Mediziner davor warnen, während der Schwangerschaft Alkohol zu trinken, würde sich die Pharmaindustrie dafür aussprechen, dass Schwangere sich mit viel schlimmeren, nämlich „gen-verändernden” Vakzinen impfen lassen.
Dieses Statement kursiert momentan in (un)sozialen Online-Netzwerken.
Dieser oben beschriebene, kurz angerissene Vergleich hinkt gewaltig.
Viele Institutionen und Behörden empfehlen die Impfung allerdings wegen der Gefahren des Coronavirus für Schwangere.
Forscher kennen keine Hinweise auf eine Gefährdung der Schwangerschaft durch Impfungen.
Sie empfehlen diese sogar explizit.
Auch verändern Impfungen keine Gene.
Hier wird etwas durcheinander geworfen.
Die neuartigen mRNA- und Vektorimpfstoffe wurden mithilfe der Gentechnik hergestellt. Das heißt aber nicht automatisch, dass diese genetische Veränderungen am Organismus oder Körper der geimpften Menschen vornehmen.
Das können sie nämlich nicht.
Hier werfen die Impfgegner und sonstige Realitätsverweigerer Geschichten von „Superhelden” wie Superman, Batman, Flash, Spiderman, Iron Man, den Avengern und ähnliche Fiktionen in einen Topf und erkennen nicht, was real und was fiktional ist.
Gen-Manipulation, wie es in Action-Serien oder im Science Fiction gezeigt wird, gibt es nicht.
Dort mutieren Tiere, Pfalnezn oder Menschen zu bösartigen Monstern oder zu „Superhelden” mit bestimmten Fähigkeiten, wie besondere Stärke oder Unverwundbarkeit.
Das hat allerdings nichts mit Gentechnik zu tun, sondern ist reine Fiktion.
Es ist mühsam, immer zu wiederholen, dass diese Impfstoffe kleine Bestandteile des Virus enthalten, die völlig ungefährlich sind, denn diese sind inaktiv und können nichts anstellen.
Die Fake-News, dass Impfstoffe angeblich Frühgeburten oder Abtreibungen verursachten sowie die Frauen unfruchtbar machten, gibt schon sehr lange.
Vor Jahren wurde behauptet, dass Frauen in Pakistan und Afghanistan gezielt mit Impfungen unfruchtbar gemacht würden, damit die Weltbevölkerung nicht so rasant wachse.
Der Unfug hat einen ganz anderen Hintergrund.
Kulturell und geschichtlich gesehen haben Familien in sogenannten „Dritte-Welt-Staaten” verhältnismäßig viele Kinder.
Dies hängt damit zusammen, dass die Familienstrukturen so ausgelegt sind, dass die jüngere Generation die alte ernährt und sich um diese kümmert.
Familien schaffen sich unbewusst mehr Kinder an, wenn es eine hohe Kindersterblichkeit in den Regionen gibt.
Andersherum haben Familien in Ländern mit geringerer oder gar keiner Kindersterblichkeit weniger Kinder.
Durch die Polio-Impfung von Kindern starben nicht mehr so viele.
Dadurch ging die Zahl der Kinder kausal zurück.
Aus dieser Tatsache konstruierten Impfgegner, dass Frauen mit (angeblichen) Impfstoffen unfruchtbar gemacht würden.
Diese Falschnachrichten kursieren immer wieder, wenn Impfgegner versuchen, sich zu rechtfertigen.
Da die Schwangeren systematisch bei der Gabe von Impfstoffen untersucht wurden, stellte sich heraus, dass diese keinen negativen Einfluss auf das Ungeborene (und auf das geborene Kind) hat.
Bei Alkohol weiß man allerdings, dass sogar wenig Alkohol sich auf die Entwicklung des Ungeborenen auswirkt.
Dies zeigen internationale Studien.
Zudem ist es nicht möglich, Alkohol mit Impfstoffen zu vergleichen.
Das neueste Gehabe der Impfgegner stinkt (wie immer bei ihnen) zum Himmel.