Verbalmassaker

Laut eines Gutachtens der Polizei sollen die sogenannte „Stuttgarter Krawallnacht” und viele andere ähnlich gelagerte Veranstaltungen ausgeartet sein wegen der Unzufriedenheit der Jugendlichen mit der pandemischen Lage und den dadurch bedingten Einschränkungen.
Wenn man nur die „Stuttgarter Krawallnacht” ins Auge fasst oder einige gewalttätige Angriffe gegen die Polizei in jüngster Zeit, könnte man diesen Eindruck haben.
Dazu muss man aber sehr eng sitzende Scheuklappen aufgesetzt haben.
Es ist nicht erst während der Corona-Pandemie so gewesen, dass Jugendliche oder junge Erwachsenen bei dem Auftreten der Polizei aggressiv reagierten.
Es ist der sinkende Respekt gegenüber der Polizei und anderen Ordnungskräften allgemein.
Kommt jemand in eine Kontrolle, ist diese laut der Person nicht gerechtfertigt.
Diese Personen sagt auch oft im Nachhinein, dass dies alles nur Schikane gewesen sei, mit dem klischeebehafteten Nachsatz, die Ordnungshüter hätten nichts zu tun gehabt oder sie machten zum Beispiel Geschwindigkeitskontrollen nur, damit sie das Staatssäckel füllen könnten.
Man kann Demonstrationen zum 1. Mai betrachten, die permanent in Chaos mit brennenden Mülltonnen oder brennenden Autos oder Barrikaden eskalieren.
Es sind Demonstrationen der Anarchisten gegen das „schlimme Regime”, bei denen die Polizei ohne Grund angegriffen wird. Linksradikale begleiten Umzüge und gehen plötzlich ohne Grund auf Ordnungshüter los.
Dies passiert nicht nur in Berlin oder in der Nähe der Hafenstraße Hamburgs.
Diese Gewalt geht auch nicht nur von der linken, politischen Seite aus, sondern auch von rechts.
Auch wenn die Gewaltexzesse momentan aufbrechen und sichtbar werden, brodelt es schon lange und es flammt auch immer wieder auf, nicht erst seit Kurzem.
Permanent werden Hierarchien und „Herrschaftsformen” infrage gestellt.
„Die da oben” sind Ziele von Aggression, weil sie sich gegen die Fun-Generation ausspricht.
Die Fun-Generation hat nur einen Antrieb: den, Spaß zu haben.
Was keinen Spaß macht, will diese Generation nicht.
Respekt bedeutet ihnen nichts.
So kommt es auch zu Gewalt.
In Zeiten der Corona-Pandemie muss sich jeder einschränken, damit diese um die Welt grassierende Krankheit möglichst schnell eingedämmt wird. Dazu muss jeder notgedrungen Einschränkungen hinnehmen.
Man kann in gewisser Hinsicht noch verstehen, dass Jugendliche und junge Erwachsene rauswollen, doch falls es zu ausufernden Szenen kommt, müssen die Ordnungskräfte eingreifen.
Da der Spaß die höchste Priorität hat, agiert man gegen die, die einen diesen nehmen wollen.

Im Internet, besonders in den (un)sozialen Onlinenetzwerken, kursieren Beiträge über angeblich 600 während der Flutkatastrophe ertrunkener Kinder.
Auch ein privater Nachrichtensender soll darüber berichtet haben.
Ein Reporter berichtete vor einigen Tagen davon, dass ein ertrunkenes Kind angespült worden sei.
Es stand aber nie die Zahl 600 im Raum.
Auch sagte der Sprecher der Feuerwehr, der auch Mitglied im Organisationsstab bezüglich der Flutkatastrophe ist, dass vereinzelt Kinder, wie auch Erwachsene angespült worden seien, diese Zahl sei aber unter fünf.
Bestattungsunternehmen berichteten ebenso, dass es keine große Anzahl zu Schaden gekommener Kinder gab.
In verschwörungstheoretischen Gruppen in (un)sozialen Onlinenetzwerken kursiert trotz besseren Wissen weiterhin die horrende Zahl von 600.
Wie kommen die Leute, die diese Zahl verbreiten, dazu?
Man muss wissen, dass viele davon der zum Himmel schreienden Verschwörungstheorie namens „QAnon” angehören.
Bei „QAnon” wird behauptet, dass es sogenannte „Eliten” gebe. Diese setze sich aus hohen Politikern, Prominenten, Reichen und ähnlichen zusammen. Wer diese Personen sind, weiß niemand.
Diese planten – Wie sollte es auch anders sein? – die Weltherrschaft.
Die Weltherrschaft zu erlangen, ist keine Aufgabe von einigen Jahren. Sie muss von langer Hand vorbereitet werden.
Damit die „Elite” möglichst lange lebt, werden von deren Handlagern Kinder gestohlen und in Kellern gefoltert. Aus dem Blut der gepeinigten Kinder wird dann eine Chemikalie beziehungsweise ein Nebenprodukt des menschlichen Stoffwechsels namens „Adrenochrom” gewonnen. Diese soll angeblich die „ewige Jugend” bringen, was bedeutet, dass die „Elite”, die „Adrenochrom” konsumiert, sehr lange lebt.
Der Widerspruch an der Sache ist, dass „Adrenochrom” sehr billig auf synthetischem Weg hergestellt werden kann. Man kann diese Chemikalie auch, ohne lange zu suchen, legal im Internet bestellen und kaufen.
Anstatt sich billig „Adrenochrom” legal zu besorgen, foltern die „Eliten” aber Kinder, um es zu gewinnen.
Die mögliche „Sinnhaftigkeit” dieses offensichtlichen Widerspruchs verstehen nur Anhänger von „QAnon”.
Da – wie oben beschrieben – viele Anhänger von „QAnon” diese Fake-News von den 600 angeblich angeschwemmten Kleinkindern veröffentlichen und teilen, kann man von folgendem ausgehen.
Sie suchen immer einen Grund, ihre verworrenen Märchen erneut ins Spiel zu bringen, um angebliche „Beweise” zu erbringen, dass sie doch recht haben.
Bei ihren Fake-News schwingt nämlich auch mit, dass wieder mal etwas vertuscht werden soll.
Deswegen können sie weiter ihren „Irrsinn” zusammenspinnen.
Sie sagen, dass die 600 ertrunkenen Kinder in einer Turnhalle aufgebahrt seien, aber dies niemand wissen dürfe, also vertuscht werden solle.
Das passt genau in deren Verschwörungstheorie-Unfug wie immer, denn die „Eliten” würden alles tun, damit niemand weiß, was sie angeblich insgeheim tun.
Das Mittel, sich selbst zu rechtfertigen und dafür auch schlimme Katastrophen zu missbrauchen´, ist absolut pervers.

Heute war ich wieder im Krankenhaus, um einen Freund zu besuchen.
An der Einlasskontrolle war die studentische Hilfskraft tätig, die mir beim vorigen Mal eine seltsame Geschichte erzählt hatte.
Sie hatte einen Oberarzt freundlich darauf hingewiesen, er möge bitte seinen Mund-Nasen-Schutz aufsetzen. Dieser hat sie etwas später vor anderen Ärzten vorgeführt.
Der Vorgesetzte der studentischen Hilfskraft hatte ihr allerdings Eskalation vorgeworfen und sie gerügt.
„Sie sind doch der nette Herr”, begrüßte sie mich, „Die Sache, die ihnen voriges Mal erzählt habe, hat eine positive Wendung für mich genommen.”
Ich schaute sie fragend an und sie machte eine Geste, zu folgen: „Es kommt ja momentan kaum jemand. Das schafft mein Kollege alleine hin.” Wir gingen ein paar Meter von ihrer Arbeitsstelle in die Nähe einer Sitzecke.
Dann berichtete sie mir.
Noch am selben Tag kam eine Ärztin zu uns und brachte uns die Liste mit den genehmigten Besuchern.
Ich wunderte mich, dass sie mich so anstarrte. Ich dachte erst, das läge an mein grelles, pinkfarbenes T‑Shirt.
Auf mein Nachhaken, ob wir uns kennen, nickte sie leicht und bestätigte auch, dass sie vor dem Besprechungsraum gestanden habe, als der Oberarzt mich denunziert hatte.
Sie habe nichts gehört und hätte nichts mitbekommen von dem, was der Oberarzt oder ich gesagt hätten.
Dann war sie wieder schnell weg.
Aber jetzt kommt’s!
Am nächsten Tag war ich beim Stellvertreter von meinem Vorgesetzten, weil ich etwas benötigte. Er wollte wissen, was denn genau passiert sei. Schließlich habe sich der Oberarzt lauthals über mich bei meinem Chef beschwert.
Ich erklärte es ihm. Dann riefen wir bei der Ärztin an, die mir die Listen gebracht hatte.
Diese versuchte sich wieder herauszureden, sie habe nichts gehört.
Dann rief ich den Denunzianten direkt an. Er lachte arrogant und meinte, eine Entschuldigung meinerseits wäre wohl angebracht. Schließlich hätte ich in vor seinem Team lächerlich gemacht.
Das Telefon hatte ich übrigens wie bei der Ärztin auf laut geschaltet, damit mein Kollege mithören konnte.
Er schüttelte den Kopf. Ich bluffte und sagte dem Oberarzt, eine Zeugin hätte ausgesagt, dass er sehr laut und aggressiv gewesen sei und diese hätte sich beschwert, weil er keine Maske getragen hätte.
Bevor er den Hörer auflegte, meinte er in lautem Tonfall, ich solle keinen Keil in sein Team treiben. Ich sollte meine Lügen zugeben.
Mein Kollege rief unseren Chef an und berichtete, was gerade passiert sei.
Dies passte ihm nicht und er ermahnte uns, die Sache zu vergessen.
Und man soll nicht meinen, unser Chef schickte mir einen Tag später eine Mail.
Er hatte mit der Ärztin gesprochen, die erst ausweichen wollte, dann aber sagte, ich wäre trotz lautem Getöse ruhig geblieben. Dann hatte er den Oberarzt angerufen und etwas klarzustellen und durfte sich dessen Hass einfangen. Der Oberarzt klatschte den Hörer auf und sagte ihn, das hätte ein Nachspiel.
Das war eine gute Nachricht.
Es zeigt, dass man mit Beharrlichkeit und Geradlinigkeit weiterkommt, auch wenn einem Steine in den Weg gelegt werden.

Gestern war Armin Laschet, momentaner Kanzlerkandidat der CDU im „Sommer-Interviews” beim ZDF in der Reihe „Berlin direkt”.
Es ging nicht nur um die Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen, sondern auch um politische Themen.
Die erste Frage, des Interviewers Theo Koll, war, warum Armin Laschet in einer Szene in einer überfluteten Stadt – Ahrweiler – zu sehen ist, wie er lacht.
Armin Laschet dachte erst einige Sekunden nach und wich damit aus, dass die Sache für ihn und die anderen, die zu sehen sind, erledigt sei.
Koll hakte nach, indem er sagte, die Betroffenen wüssten gerne, warum er während so einer schlimmen Situation gelacht hätte. Er meinte, dass man auch die Situation lockern könne.
Laschet antwortete lapidar, dass er das Thema mit seinen Parteikollegen besprochen habe und er dazu nichts (mehr) zu sagen habe. Auch habe er sich entschuldigt dafür und dies sei genug.
Er blieb einer Erklärung schuldig, indem er sich stur stellte.Man hätte sagen können, dass man sehr angespannt gewesen wäre bezüglich der Flutkatastrophe und einfach das Bedürfnis lachen zu wollen, dagewesen wäre.
Er hätte auch sagen können, dass jemand eine kuriose Situation angesprochen hätte, doch er versucht lieber zu blocken und lässt Raum für Spekulationen, die nach hinten losgehen können.
Es ging auch um die Corona-Krise.
Die Fallzahlen der täglichen Neuinfektionen steigen wieder.
Einige Politiker erwähnten, dass es möglich wäre, eine Impfpflicht anzuordnen.
Egal, wie der Interviewer es anstellte, Laschet redete um den heißen Brei herum. Er sei eine Findungsphase, meinte er und legte sich trotz mehrmaliger Aufforderung Kolls nicht fest.
So ging es die ganze Zeit.
Theo Koll stellte konkrete Frage zum Zeitgeschehen und zu Lösungen.
Armin Laschet legte sich generell nicht fest. Er verwies darauf, dass Lage immer wieder neu bewertet werden müssten und das nicht feststehe wegen stetigen Veränderung.
Er erzählte etwas zu Umweltschutz, lenkte auf andere Parteien ab, die in dieser Thematik langsam reagierten.
Zum Thema Misstrauensvotum in Thüringen wich er in dumm-dreiste Ausreden aus.
Es ging darum, dass die AfD-Fraktion unter Höcke ein Misstrauensvotum gegen Ministerpräsident Ramelow gestellt hatte. Die CDU hatte sich enthalten.
Laschets Ausrede war, die CDU ließe sich auf die AfD nicht ein und hätte deswegen nicht mit abgestimmt.
Wenn der AfD keinen Spielraum geben wollte, hätte man gegen die AfD stimmen können, um ihr zu zeigen, dass man gegen solche „Machtspielchen” ist.
Das ganze Interview verlief immer in der gleichen Struktur.
Theo Koll schnitt ein Thema an und hoffte, dass Laschet außer allgemeinem Blablabla Stellung bezöge, doch nicht nur er, sondern auch die Zuschauer wurden enttäuscht.
Warum er sich für das Interview bedankt hat, weiß man nicht.
Er hat es wohl nur aus Höflichkeit getan.

Am 27.10.2019 fanden in Thüringen die Landtagswahlen statt.
Thomas Kemmerich (FDP) wurde am 5.2.2020 zum Ministerpräsidenten gewählt.
Da ihn auch rein-rechnerisch gesehen Abgeordnete der AfD mitgewählt hatten, wurde er mehr oder weniger gezwungen, zurückzutreten, da niemand wollte, dass jemand mit Stimmen der rechtspopulistischen Partei ins Amt kommt.
Die AfD hatte überraschend ihren eigenen Kandidaten aus dem Rennen genommen und hatte Kemmerich gewählt, wohl deshalb, um nicht für Bodo Ramelow von der „Linken” votieren.Momentan wird Thüringen von einer Minderheitsregierung aus „Linken”, „Grünen” und der SPD mit insgesamt 42 Sitzen regiert. Die Opposition hält 48.
Da diese Konstellation nicht wirklich sinnvoll ist und eigentlich nur dem geschuldet war und ist, dass keine „Regierung” mit den Stimmen der AfD an die Macht kommen dürfe, wurde bestimmt, dass in diesem Jahr noch Neuwahlen stattfinden sollten.
Mit der CDU schlossen die Regierungsparteien einen sogenannten „Stabilitätspakt mit punktueller Zusammenarbeit in Sachfragen zum Wohle Thüringens” ab.
Zudem einigten sich Linke, SPD, Grüne und CDU darauf, für den 25. April 2021 Neuwahlen anzustreben.
Aufgrund der Corona-Pandemie verschob sich alles.
Am 19.7.2021 sollte eigentlich der Landtag aufgelöst werden, um veranschlagte Neuwahlen am 26.9.2021 stattfinden zu lassen.
Wegen ein paar Abweichlern in den eigenen Reihen von „Linken” und „Grünen” würde nun aber eine Mehrheit ohne die AfD nicht mehr zustande kommen.
So zogen diese beiden Parteien ihren Antrag zurück beziehungsweise unterschrieben ihn nicht.
Der Thüringer Landtag bleibt vorerst bestehen.
Die ewigen Querelen gegen eine zugelassene Partei – AfD – gehen also weiter.
Angeblich lässt sich niemand von ihr beeinflussen, doch Entscheidungen, die theoretisch nur mit Stimmen der AfD zustande kämen, werden nicht getätigt, mit der realitätsfernen Haltung, keine gemeinsame Sache ihr zu machen.
Anstatt Neuwahlen stattfinden zu lassen, damit es endlich wieder bald vernünftige Politik gibt, beschäftigt man sich mit Kinder-Quatsch.
Die Kandidaten und Parteien werden es spüren.

Es gibt schon seltsame Geschichten!
Ich wollte jemanden im Krankenhaus besuchen.
In Zeiten der Corona-Krise muss man erst an der Einlasskontrolle vorbei, die nach bestimmten Corona bedingten Sachlagen entscheidet, ob man hereingelassen wird oder nicht. Die Personen an der Einlasskontrolle stellen Fragen, unabhängig davon, ob man Besucher oder ambulanter Patient ist oder ob es sich um eine stationäre Einweisung handelt. Dann wird entschieden, ob man das Krankenhaus betreten darf.
Bei Unklarheiten wird ein Arzt der „Task-Force Corona” zurate gezogen.
In den Krankenhäusern und Kliniken ist strengste Maskenpflicht, damit niemand eine eventuelle Corona-Infektion einschleppen oder nach außen tragen soll.
Eine Mitarbeiterin der Einlasskontrolle, eine studentische Hilfskraft, erzählte mir eine kuriose Geschichte.
Ich ging durch das Krankenhaus und kam zur gastroenterologischen Abteilung.
Dort kam mir jemand entgegen, der seine Maske nicht aufhatte, aber locker am Handgelenk trug.
Ich grüße ihn freundlich und wies ihn darauf hin, dass er wohl vergessen habe, seine Maske aufzusetzen nach der Untersuchung und dies bitte nachholen möchte.
Er sagte mir in lautem, aggressiven Ton wörtlich, dass ich ihn „mit diesem Sch*** in Ruhe“ lassen solle.
Ich ließ mich nicht beeindrucken und wiederholte die Forderung und sagte, dass es Pflicht sei, die Maske zu tragen, wegen möglicher Corona-Übertragung.
Er weigerte sich wieder mit „am A*** lecken“ und „Sch*** kram“.
Ich meinte, dass er im anderen Fall ein Attest für eine Maskenbefreiung haben und dies nach Aufforderung vorzeigen müsse.
Er wiederholte nochmals seine Kraftausdrücke und meinte, ich könne mitkommen,
Ich folgte ihm zu einem Besprechungsraum, vor dem eine ganze Reihe von Ärzten mit Masken standen.
„Ich bin Oberarzt, habe eine Besprechung und jetzt lassen sie mich in Ruhe“, ranzte er mich an.
Ich blieb standhaft und wies ihn darauf hin, dass er mir gesagt habe, ich solle folgen, weil er ein „Attest” habe.
Er las vor versammelter Truppe meinen Namen von meiner Karte vor und meinte:
„Diese Security-Frau halluziniert sich etwas zusammen, Sie ist mir seit Minuten einfach so gefolgt, ohne Grund.
Ich blieb standhaft und wies ihn zum x‑ten Mal daraufhin, die Maske aufzusetzen, vor allem auch deswegen, weil wir mit knapp 15 Leuten auf engstem Raum im Gang stünden.
Er meinte: „Schluss mit dem Sch*** jetzt. Verschwinden Sie endlich, bevor ich mich vergesse! Ich habe zu tun.“
Ich sagte ihm, er solle soviel Mumm haben und mir seinen Namen sagen, da er ja nun meinen kenne.
Er wies mich arrogant lachend darauf hin, dass er gar nichts müsse „solchen wie Securitys“ gegenüber.
Er wurde etwas lauter bei der Aufforderung, ich solle endlich gehen, da ich meinen Spaß gehabt hätte.
Keiner der anderen reagierte übrigens.
Ich blieb dort stehen, bis alle im Besprechungsraum waren.
Die Frau von der Einlasskontrolle war perplex, so vorgeführt worden zu sein, und erstattete ihrem Vorgesetzten von der „Task-Force Corona” Meldung.
Ihr Vorgesetzter sagte allerdings, dass es nicht richtig gewesen sei von ihr, die Situation eskalieren zu lassen.
Aufgabe der Einlasskontrolle und der Security sei es, dass Regelwerk an den Einlasspunkten umzusetzen. Für alles, was danach passiere, seien grundsätzlich die Fachbereiche mit Ihren Fachvorgesetzten verantwortlich.
Welche Eskalation es von ihr ausgegangen sein soll, weiß wohl nur ihr Vorgesetzter.
Die Frau weiß nun aber, dass sie niemanden mehr darauf hinweisen wird, einen Mund-Nasen-Schutz aufzusetzen, wenn dies jemand innerhalb des Krankenhauses nicht getan hat. Sie wird auch nicht mehr darauf reagieren, wenn „Personal aus Fachbereichen” sie zur Hilfe rufen.
Solche Personen, wie den Oberarzt, bezeichnet man übrigens als „Untäter“.
Dieser Begriff bezeichnet „Täter“, die man nicht belangen kann, weil sie solche stabilen Netzwerke haben, in der sie sich fallen lassen können, ohne abzustürzen. Die Mitglieder des Netzwerkes handeln allesamt aus falscher Loyalität und nehmen sich gegenseitig in Schutz, egal, was passiert.
Bei der Persönlichkeitsstruktur des Oberarztes handelt es sich um die eines sogenannten „toxischen Menschen”.
Diese missbrauchen andere für die Erreichung ihrer eigenen Ziele. Was die anderen möchten, interessiert sie nicht. Es geht nur um sie. Sie verstehen es vorzüglich, andere zu manipulieren und im Zweifel jegliche Schuld von sich zu weisen, indem sie sich in die Opferrolle begeben.

Impfgegner denken sich bekanntermaßen die absurdesten „Theorien” aus, um sich davon freizusprechen, keine Verantwortung für sich und andere übernehmen zu müssen. Sie behaupten, dass Kinder, die Kontakt mit geimpften Personen haben, stürben.
Bei der Impfung mit mRNA- oder Vektor-Impfstoffen bekommt man bekanntlich einen „Bauplan” für ein sogenanntes „Spike-Protein” gespritzt.
Dieses Spike-Protein ist die Andockstelle des Virus an die menschlichen Zellen. Man kann es sich wie einen Stachel – englisch: „Spike” – vorstellen, mit dem das Virus in die Zellmembran ein Loch bohrt, um diese zu infizieren.
Der Körper bekommt durch die Impfung also den Bauplan für die Spike-Proteine übermittelt, woraufhin dieser beginnt, diese zu produzieren.
Die Abwehrzellen des Immunsystems reagieren direkt und produzieren Antikörper.
Das Immunsystem hat also neue Abwehrstoffe entwickelt und speichert diese Informationen, falls wieder diese Spike-Proteine in den Körper gelangen. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn sich jemand mit dem Coronavirus infiziert.
Der Körper ist also gegen das Coronavirus gefeit.
Der Bauplan wird vom Körper ebenso abgebaut wie die Spike-Proteine, denn er hat die Gegenmaßnahmen gespeichert.
So funktioniert eine Immunisierung mit mRNA.- oder Vektor-Impfstoffen.
Die Impfgegner behaupten, dass die Spike-Proteine toxisch seien, was aber in keinster Hinsicht stimmt und zweitens, dass auf andere Personen, insbesondere Kinder, übertragen würden.
Im Gegensatz zu „konventionellen Impfungen”, bei denen Tot-Viren oder deaktivierte Viren gespritzt werden, werden bei obengenannten Vakzinen allerdings nur kleine Teile des Virus injiziert. Zudem können sich diese nicht vermehren, auch nicht, wenn sie Zellen „befallen”. Sie enthalten ja nur ihren eignen Bauplan, nicht den Bauplan des ganzen Virus.
Da die Spike-Proteine, die der Körper kurzfristig nachbaut, sich größtenteils nur im Arm befinden (Einstichstelle der Impf-Spritze), sind diese nicht in den oberen Atemwegen, wie es bei Coronavirus ist, vorhanden. Die können nicht ausgeatmet werden oder sich per Tröpfchen übertragen.
Auch eine sogenannte Schmierinfektion oder durch Schweiß ist unmöglich.
Hier werfen die Impfgegner etwas durcheinander.
Vor etwa zwanzig Jahren wurde bekannt, dass gegen die Kinderlähmung (Polio) geimpfte Personen andere Personen mit dem Polio-Virus infiziert hatten. Dies passierte, weil diese „konventionelle Impfung” deaktivierte Viren enthielt, die allerdings nicht die Krankheit ausgelöst hatten. Diese Viren waren deaktiviert, wurden zwar im Körper produziert und konnten übertragen werden, hatten aber keine krankmachende Wirkung.
Das Produkt wurde allerdings nach Bekanntwerden vorsichtshalber vom Markt genommen.
Angenommen, dass nach dem Impfen produzierte Spike-Protein würde auf andere übertragen, würde deren Immunsystem eine leichte Impfreaktion aktivieren. Das Immunsystem produzierte Antikörper und wäre gegen das „echte” Coronavirus gewappnet.
Wie oben schon erwähnt, kann das Spike-Protein aber nicht übertragen werden.
Die Fake-News der Impfgegner bezüglich dieses Irrglaubens beziehen sich auf eine angebliche Studie eines Forschers namens Seligmann. Dieser behauptet, er wäre beim KIT beschäftigt. Das Karlsruher Institut für Technologie widersprach. Seligmann sei lediglich zu einem Vortrag geladen gewesen. Aufgrund seiner Behauptung haben man diesen aber storniert.
Seligmann nahm in seiner Studie die Anzahl von Verstorbenen von europäischen Ländern und Israel zurate und stellte eine vage Hypothese auf, dass Kinder, die an Covid-19 verstorben seien überproportional vertreten seien. Dazu mutmaßte er, dass dies durch den Kontakt mit Geimpften passiert sei.
Wie er auf die an Covid verstorbenen Menschen und insbesondere Kinder kam, beschreibt er in seiner Hypothese nicht, denn die Statistiken – Euromomo – zeigen keine Todesursachen auf.
Die Impfgegner erzählen wie immer irgendwelche Märchen.

Es war gegen 16 Uhr, als wir vor dem geschlossenen Eingang des Hotels standen. Das Anmeldeterminal zeigte eine Fehlermeldung, sodass wir mit unserem Buchungscode nichts anfangen konnten.
Wir klingelten an der Notfallglocke.
Nach ein paar Minuten öffnete ein ungepflegter Mann die Tür und ließ uns hinein. Dieser verschwitzter Mann mit T‑Shirt und Bermuda-Shorts. Dazu war er barfuß und nahm uns, ohne eine MNS zu tragen, auf.
Wir zeigten ihm die Mails von der Buchung auf dem Tablet.
Als er den digitalen Impfpass sah, meinte er angewidert: „Diese Sch*** Brühe kommt in mich nicht rein.”
„Welche Brühe?”
„Diese BioNTech-Schei***”, antwortete er, „Diese ganze Gentechnik-Schei*** wollten die Grünen schon verbieten lassen. Das ist genauso eine Schei*** wie Genmanipulation beim Gen-Mais.”
„Ich weiß jetzt nicht, welchen Zusammenhang es zwischen mRNa-Impfstoffen und Genmanipulation bei Getreide gibt”, sagte ich, „aber Sie können es mir bestimmt erklären.„
Ich erfuhr, dass BioNTech immer das gleiche Verfahren benutzt. Alles ist das gleiche, Impfstoffe, Genmanipulation und Gifte.
Ich wies ihn darauf hin, dass BioNTech sich auf pharmazeutische Therapien und Impfstoffe auf mRNA-Basis spezialisiert habe, doch das interessierte mein Gegenüber nicht, denn „Das ist alles die gleiche Schei***”, wie er sagte, weil er sich auf der Webseite informiert habe und dies wisse.
Es muss wohl eine Webseite einer anderen Firma mit dem Namen „BioNTech” gewesen sein, die er gelesen haben muss.
Ich versuchte es damit, ihn aufzufordern, zu erklären, was den der Unterschied zwischen mRNA, RNA, DNA und Genmanipulation (schlechthin) sei.
Er polterte, dass er genau wüsste durch seine Recherche, welche „Genmanipulations-Sche***”” BioNTech herstelle.
„Ich weiß nicht, auf welchen Fake-News-Seiten Sie sich informieren”, intervenierte ich, als er verbal dazwischen grätschte mit: „Die Öffentlich-Rechtlichen Fake-News wie Stern, Spiegel und Fokus lese ich nicht. Die sind doch nur gekauft und berichten nur, was sie sollen.”
„Lassen Sie am besser solche bekannten Lügenwebseiten wie PI-News, Epoch-Times, Report24 und so weiter weg.”
Jetzt drehte er richtig auf, in dem er mich darauf hinweisen wollte, dass der ehemalige Präsident Obama Gen-Technik verboten hatte, Amerika dies aber in Wuhan, dem größten Gen-Labor der Welt, machen lasse.
Ich widersprach und erklärte, dass die Erklärung Obamas von 2012 darauf hinauslaufen sollte, dass eigentlich keine biologischen Kampfstoffe mehr eingesetzt werden sollten, doch schon wieder machte mir der Mann deutlich, dass dies nicht stimme, was ich wüsste. Er habe sich schließlich erkundigt.
Mal davon abgesehen, dass kaum jemand wohl weiß, was genau Obama vor neun Jahren gesagt hatte zu biologischen Kampfstoffen, wurde mir wieder klar, wie die Covidioten „argumentierten”. Sie werfen Häppchen hin, die stimmen könnten, es aber nicht tun. Es hängt immer davon ab, wie informiert man ist.
Da ich mich passiv verhalten hatte, nahm er es als Anlass, mich weiter zu informieren.
Man sehe es ja schon an der Lügen-Politik, dass niemand wisse, woher das „Virus” überhaupt stamme, polterte er heraus. Er wäre der Wirt ein Krokodil, dann ein Gürteltier gewesen. Und jetzt wäre es angeblich eine Fledermaus.
Keiner wolle damit herausrücken, was passiert sei.
„Die Wahrscheinlichkeit, dass das Coronavirus aus einer Fledermaus stammt, ist sehr hoch”, brachte ich an, „da in der Virus-RNA viele Sequenzen vorhanden sind, die es in Fledermäusen auch gibt.„
Das wäre nicht wahr, meinte mein Gegenüber, während er die Rechnung ausdruckte, das Virus käme aus einem Labor.
Auf mein Nachfragen meinte er, dass dies klar sei, da Wuhan das größte Labor der Welt sei.
Ob es das größte Labor der Welt ist, sei mal dahingestellt. Bekannt ist, dass in vielen Laboren, anscheinend in Wuhan auch, an Fledermäusen geforscht wird.
Fledermäuse haben ein sogenanntes „Super-Immunsystem”, das der Wissenschaft immer noch Rätsel aufgibt. Fledermäuse können jahrelang Krankheitserreger in sich tragen, an die andere Tiere nach kürzester Zeit gestorben wären. Anscheinend hängt das wohl damit zusammen, dass Fledermäuse beim Fliegen eine stark erhöhte Körpertemperatur haben und dies den Stoffwechseln steigert. Dadurch wäre es möglich, dass Krankheitskeime keine Chance haben, ihnen zu schaden. In Fledermauskot sind viele Krankheitskeime.
Vielleicht ist eine Fledermaus aus dem Labor in Wuhan entkommen, aber das ist Spekulation.
Genauso könnte es sein, dass irgendjemand aus dem Labor das Coronavirus mit herausgebracht hat, ohne es zu wissen. Vielleicht war es ein Laborunfall.
Die Komplexität des Virus lässt allerdings darauf schließen, dass dies nicht im Labor entwickelt wurde.
Falls das Virus ein biologischer Kampfstoff wäre und irgendwie entwichen wäre, muss man sich die Frage stellen, warum China kein Gegenmittel hat und nicht mal die eigene Bevölkerung rettet. Es wäre äußerst unsinnig ein Virus loszulassen, um viele Menschen zu töten, ohne die eigene Bevölkerung zu schützen.
Die Argumentationskette des Hotelangestellten pltscherte vor sich weiterhin.
Er kam mit Dingen, die schon längst entkräftet und als Falschdarstellungen entlarvt waren.
Auch der hanebüchene Vergleich Influenza und Corona brachte er an. Angeblich gäbe ja mehr Grippetote als Coronatote, meinte er. Viele Tote, die sowieso gestorben wären, wären ja als Coronatote deklariert worden, behauptete er, denn für Coronakranke bekämen Krankenhäuser mehr Geld. Auch hätte man Totenscheine gefälscht. Das stand auf „seinen” Webseiten, die ja den angeblich recht hatte.
Gegen mein Argument, dass diese von ihm genannten Webseiten keine Beweise lieferten für ihre Behauptungen oder Mutmaßungen, hielt er entgegen, dass dies nicht nötig wäre, weil ’ ”man das weiß”.
Da er immer lauter wurde, merkte ich, dass er gegen mich nicht ankam.
„Aber der Drosten hat es nicht geschafft, die Schweinegrippe und die Vogelgrippe an den Mann zu bringen”, sagte er, „aber jetzt hat er es mit Corona geschafft.”
Christian Drosten ist seit 2017 Professor, Lehrstuhlinhaber und Institutsdirektor an der Charité in Berlin und zugleich Leiter des Fachbereichs Virologie. Einer seiner Forschungsschwerpunkte sind neu auftretende Viren. Er hat auch den PCR-Test für das SARS-CoV‑2 entwickelt.
„Er hat aber nie an der Schweine- und Vogelgrippe geforscht”, entgegnete ich, „Er hat an SARS-Cov‑1 geforscht, da er dies 2003 entdeckt hatte.„
Das hätte ich besser nicht gesagt.
Man wisse ja, dass es seit den 1960-er-Jahren das Coronavirus gebe, teilte der Hotelangestellte sein Wissen und wollte wissen oder stellte die rhetorische Behauptung auf, da hätte man aber nicht „so einen Heckmeck” gemacht.
Die Virusvariante SARS-Cov‑1 (von 2003) sowie das Coronavirus, das 2012 zur MERS-Epidemie im Nahen Osten geführt habe, unterschieden sich, erwiderte ich, da diese beiden sich vornehmlich in den unteren Atemwegen verbreiteten und nicht in den oberen Atembereichen wie den Rachen bei der momentanen Pandemie. Dadurch würden mehr Viren ausgeatmet als bei der Variante von 2003 und 2012.
Das war in den Augen des „Oberschlauen” völliger Unsinn. Denn „der Drosten” wollte angeblich schon die Schweine- und Vogelgrippe unter der Menschheit verteilen, was nicht geklappt hatte. Jetzt verdiene er „richtig Kohle mit den Schei*** PCR-Tests, die nichts taugen”, aber egal, „Hauptsache der Rubel rollt.”
Meine Gattin und ich merkten, dass es in keinster Weise Sinn ergab, ansatzweise Argumente zu liefern. Der Covidiot ratterte Fake-News herunter, die er als Wahrheit ansah und blockte alles ab, was nur ansatzweise widersprechen könnte. Wir merkten immer wieder, dass die Verschwörungstheorien, die er seicht anbringen wollte, völlig neben der Realität standen, doch er merkte es nicht und wollte es auch nicht.
Diskussionen mit Covidioten, Impfgegnern und ähnlichen verlaufen eigentlich immer so.
Sie blendet permanent die Realität aus.

Liebe Mitglieder von den „… steht auf”-Gruppen, Impfgegner und sonstige Covidioten, mal wieder landete von Euch ein sogenanntes Informationsblatt in meinem Briefkasten, obwohl eindeutig dort steht, dass ich nichts von „… steht auf” haben möchte.
Das ist also euer Verständnis von Toleranz und Respekt.
Was ich betonen möchte, ist, dass folgendes.
Nicht (der) „Kreis Böblingen steht auf”, sondern ein paar desorientierte und desinformierte Realitätsverweigerer stehen auf. Ihr seid maximal 25 Personen, die meinen, dass sie etwas zu sagen hätten.
Ihr paar Leutchen habt anscheinend in Rekordzeit ein You-Tube-Studium in der Medizin gemacht und glaubt nun in eurer Selbstüberschätzung Eurem Übereifer, dass Ihr schlauer seid als Virologen und Ärzte, die schon seit Jahren Forschung betreiben. Was Hygiene angeht, habt Ihr auch den vollen Durchblick, ebenso in der Infektiologie.
In Eurem nichtssagendem Info-Blatt beschreibt Ihr mal wieder, wie toll und super und genial das menschliche Immunsystem arbeitet.
Das ist aber auch das einzige Argument, das Ihr kennt.
„Kleinere Kinder machen bis zwölf Infekte im Jahr durch”, kann ich in dem Papierwisch lesen, „… Für Eltern ist es wichtig zu wissen, dass sie selbst eine gute Versorgung in der Hand haben – durch natürliche Vitalstoffe und ein psychisch nährendes Umfeld.”
Da musste ich mich erstmal hinsetzen.
„Ein psychisch nährendes Umfeld”!
Dann kommt Ihr darauf zu sprechen, dass nur knapp über tausend Kinder überhaupt in Kliniken bezüglich der Corona-Infektion behandelt wurden, und dann rechnet Ihr es in Prozente um, was eine kleine Zahl ergibt.
Dann übertreibt Ihr ab, nämlich dabei, dass an der Grippe viel mehr Kinder erkrankt und verstorben seien als an Covid-19.
Diesen Vergleich bringt Ihr ja immer, denn Euch geht es ja nicht darum, ob Covid eine Pandemie bedingt hat, sondern darum, dass Ihr irgendwelche Menschen – wie in dem aktuellen Info-Blatt Eure Kinder – „beschützen” wollt.
Aber Ihr „beschützt” niemanden, denn Ihr verleugnet die Corona-Pandemie und dies ist äußerst verwerflich.
Durch diese realitätsverweigernde Haltung Eurerseits wird die Pandemie erst angeheizt.
Ihr glaubt zu wissen, dass Covid-19 nicht schlimmer ist als eine schwere Erkältung oder maximal eine Grippe (Influenza) und das ist Euer Problem.
Nicht mal der Virusstamm von Corona und Influenza ist gleich.
Auch die Oberflächenstruktur der beiden verschiedenen Viren ist anders.
Ebenso das gebetsmühlenhafte Heruntergeleier, dass PCR-Tests, die auf das Corona-Virus geeicht sind, auch Influenza entdecken, ist eine Lüge.
Ihr macht es Euch sehr einfach!
Ihr könnt nicht begreifen, dass es eine neuartige Krankheit gibt, die die ganze Welt in Schach hält.
Diese heißt Covid-19.
Sogar die Veränderungen an der Lunge, die von Corona und Influenza ausgelöst werden, sind andere.
Wenn man Verstorbene seziert, kann man anhand der Lunge erkennen, an welche von den beiden Krankheiten jemand gestorben ist.
Dann kommt wie üblich der völlig realitätsferne Vergleich von Verkehrstoten und Coronatoten. Ich unterstelle Euch, dass Ihr (keine) Ahnung von Statistiken und Kontexten habt, denn sonst wüsste Ihr, dass man sowas nicht vergleichen kann.
Es fahren mehr Kinder mit ihrem Dreirad gegen eine Wand und verletzen sich als Kinder an Vergiftungen sterben.
Das hieße also, man bräuchte sogenannte „Wäsche-Tabs” nicht verschließen und auch nicht außer Reichweite von Kindern lagern, weil diese ja nicht so gefährlich sind wie Dreiräder. Dreiräder sollten verboten werden.
Dann erwähnt Ihr, dass ja auch mehr Kinder ertrunken seien, als verstorben an Covid-19.
Auch hier macht Ihr „ganz großes Kino”, denn dies gehört in die Schublade „Schwachsinn”.
Dann protestiert ihr gegen die Entscheidung des Elternbeirats am Albert-Einstein-Gymnasium in Böblingen.
Der Elternbeirat hat beschlossen, dass Schüler geimpft werden sollten, um Corona einzudämmen und damit die Kinder geschützt sind. Die EMA hatte ja kurz vorher eine Impfempfehlung ausgesprochen.
In Eurer Wahrheitsblase ist die Entscheidung des Elternbeirats also null und nichtig, weil Ihr notorische Impfgegner seid. Ihr beruft Euch bestimmt wieder mal auf den im Grundgesetz deklarierten Minderheitenschutz.
Das zeigt mir nur, dass Ihr auch keine Ahnung vom Grundgesetz habt.
Minderheitenschutz heißt nicht, dass eine Minderheit regiert oder Entscheidungen fällen und revidieren darf.
Es gilt schon, dass die Mehrheit entscheidet, der Minderheit, die dagegen war, keine Repressalien widerfahren darf.
Nun kommen genau an dieser Stelle wieder Fake-News von Euch.
Wenn die STIKO keine Impfempfehlung für Kinder ausspricht, bedeutet es nicht, dass der Impfstoff für Kinder schädlich ist. Das behauptet Ihr aber und zeigt Euer Lügengesicht wieder.
Da ich Journalist bin und – von Berufswegen – alles hinterfrage, habe ich die Verweise zu Webseiten, die Ihr benutzt und angebt, angeschaut.
Jetzt wird es kurios.
In Eurem Info-Blatt stellt Ihr die Behauptung auf, dass die FDA (US-Behörde) gesagt habe, dass nach der zweiten Impfdosis an Kindern acht Prozent schwere Fälle an Begleiterscheinungen aufgetreten seien.
In diesem Dokument wird beschrieben, wie der Impfstoff von BioNTech/Pfizer gelagert wird. Dazu folgt eine Beschreibung, wie man ihn verdünnen und dann spritzen muss.
Es folgt auch eine Auflistung möglicher Nebenwirkungen.
Nirgends taucht eine Passage auf, dass acht Prozent der geimpften Kinder „Aussetzer” hatten.
Danke für die Fake-News.
Dann kommt wieder das Lügen über Nicht-Aufklärung von Eltern und so weiter und sofort.
Wenn ich nicht schon Kaffee getrunken hätte, wäre ich eingeschlafen, weil es mich langweilt, dass Ihr generell nicht fähig seid, schon längst (gegen-) bewiesenen Hypothesen anzuerkennen.
Bei den „.. steht auf”- Gruppen wie „Kreis Böblingen steht auf”, „Eltern stehen auf” handelt es sich um Einzelpersonen, die keine Ahnung vom großen Ganzen haben und meinen, sie könnten Stimmung gegen Dinge machen.
Der Wahrheitsgehalt dessen, was sie verbreiten, ist sehr klein, sondern stellt nur Stimmungsmache dar.
Sie benutzten das Prinzip, dass andere genauso desinformiert sind wie sie selbst.
Ihre „Hypothesen” sind sehr schnell entkräftet.

Laut der Europäischen Gesundheitsbehörde ECDC sind 2500 Corona-Neuinfizierte im Rahmen der Fußball-Europameisterschaft aufgetreten.
Dies wundert kaum, denn in manchen Stadien tummeln sich sehr viele Besucher.
Besonders sei in der dritten Woche der EM ein erheblicher Anstieg aufgetreten, berichtete die ECDC. Während in Großbritannien, Russland, in skandinavischen Ländern und in den Niederlanden sehr viele Fälle aufgetreten seien, wurde glücklicherweise in Deutschland kein Fall aufgezeichnet.
Es ist noch nicht gesichert, wie die Übertragung des Coronavirus genau vonstattenging.
Eins der Ursachen ist, dass zum Beispiel im Wembley-Stadion etwa 60 000 Fußballfans hinein gelassen wurden.
Es kann davon ausgegangen werden, dass einige Personen gefälschte Impfausweise oder Zertifikate von „negativen Tests” bei sich hatten.
Dass Massen- und Großveranstaltung gerade während der Corona-Krise für viele Infektionen sorgen, hätte jedem klar sein sollen.
Für jeden Halbwegsgescheiten sollte eigentlich klar gewesen sein, dass eine Veranstaltung wie diese für erhöhte Infektionen sorgen. Leute in Feierlaune und mit hohem Alkoholpegel im Blut werden leichtsinnig.
Auch scheint kaum jemand es wahrhaben zu wollen, dass die Inzidenzen nur sommerbedingt heruntergehen.
Eine große Schuld trifft aber auch die FIFA, der anscheinend nichts heilig ist außer Geld.