10 hoch 23

Den Verschwörungstheoretiker rund um die angebliche „Corona-Lüge” ist nichts zu schade, um es für eigene Zwecke zu missbrauchen.
Die wirren Aluhut-Träger haben einen Zusammenhang zwischen dem neuen Mobilfunkstandard 5G und Corona (Covid-19) konstruiert.
Angeblich sei Corona zeitgleich mit der Einführung von 5G aufgetreten.
Da Deutschland nur in einigen wenigen Großstädten 5G-Anlagen zum Testen aufgestellt hat, ist ein Zusammenhang nicht gegeben, wie von den Verschwörungstheoretikern behauptet wird.
Wenn es stimmte, müsste es in Gangelt, Kreis Heinsberg, – dem Corona-Hotspot in Deutschland – ein funktionsfähiges 5G-Netz geben.
Dies ist aber nicht der Fall.
Es wird ohne Vergleichsstudien behauptet, dass das 5G-Netz das Immunsystem des Menschen schwäche und dadurch gefördert werde, dass sich Krankheiten schneller ausbreiten könnten.
Bedingt durch die höheren Datenübertragungsraten bei 5G werden höhere Frequenzen benötigt. Diese liegen im Bereich um 38 Gigahertz. Man spricht auch von Millimeterwellen.
Durch neue fokussierbare Antennen und Transmitter reduzieren sich die Übertragungszeiten für Datenpakete auf unter einer Millisekunde.
Da höhere Frequenzen und kleinere Wellenlängen nicht soviel Energie erzeugen, reduziert sich folglich auch die Wärmewirkung.
Experten des Bundesamts für Strahlenschutz haben in Studien bewiesen, dass diese geringe Wärmewirkung nur in den oberen Hautschichten eindringe und keinen Schaden anrichte.
Um das Immunsystem zu schwächen, müsste man Menschen schon sehr hohen Strahlungen aussetzen, die nicht mal in der Anfangszeit des Mobilfunks erreicht wurden.
Noch bevor es die Mobilfunknetze gab, wurden ISDN-Telefone eingeführt, die nicht mehr wie die „alten” analog, sondern digital funktionierten.
Zu dieser Zeit kamen auch sogenannte Schnurlos-Telefone heraus und es kursierten die ersten Gerüchte, dass diese Telefon durch die „getakteten Verbindungen” Krebs verursachen würden.
Dies konnte weder bei den Schnurlos-Telefonen noch bei Mobiltelefonen nachgewiesen werden.
Jedes Mal, wenn ein Mobilfunkstandard oder Datenübertragungsstandard bei Mobiltelefonen durch einen neueren abgelöst wurde, flammten diese Gerüchte wieder auf.
Diese Verschwörungstheorie wird auch bei Personen verbreitet, die sich gegen die angeblichen „Freiheitsbeschränkungen durch die Anti-Corona-Maßnahmen” aufzulehnen meinen.
Da diese Corona-Leugner und ‑Verharmloser behaupten, dass Corona nicht schlimmer als eine Grippe oder Erkältung sei, kommt es ihnen gerade recht, dass man einen Zusammenhang mit 5G konstruieren kann.
Da angeblich die elektromagnetische Strahlung von 5G das Immunsystem schwäche, kann man bei der Behauptung bleiben, dass Corona harmlos sei, denn wenn Menschen erkrankten und im schlimmsten Fall stürben, liege dies nicht am Corona-Virus, sondern daran, dass das Immunsystem durch die „5G-Strahlung” zerstört worden sei.
So kann man auch behaupten, dass diese Personen durch eine völlig harmlose Erkältung gestorben seien, weil der Körper keinerlei Abwehrkräfte mehr gehabt habe.

Durch die Beschränkungen hat es Deutschland geschafft, die Neuinfektionen mit dem Corona-Virus tief herunterzudrücken, von über 6000 Neuinfektionen pro Tag vor dem sogenannten „Lockdown” bis aktuell unter eintausend.
Manche Stimmen, wie zum Beispiel auch die Teilnehmer der gestrigen Anti-Corona-Maßnahmen-Kundgebung schließen daraus, dass alles gar nicht so schlimm gewesen sei.
Sie verkennen dabei, dass erst durch die Maßnahmen die zahlen gedrückt werden konnten.
Vor dem „Lockdown” gab es in Deutschland knapp 30 000 Infizierte und pro Tag steckten sich etwa 4 000 an. Dies erreichte am Anfang des „Lockdowns” 6 200. Dann fiel es langsam aber stetig.
Die Maßnahmen wie Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen waren erfolgreich.
Was die Verharmlosen verkennen, ist das sogenannte „Ausbreitungsparadoxon”.
Wissenschaftler und Mediziner analysieren (Neu-)Infektionszahlen.
Daraus erstellen sie eine Prognose.
Sie entwickeln Thesen, wie man die Infektionszahlen drücken kann.
Die Maßnahmen werden durchgesetzt.
Das sind die ersten Stufen.
Durch die eingeleiteten Maßnahmen (Ausgangsbeschränkungen, Hygieneregeln et cetera) verringert sich die Zahl der Neuinfektionen.
Die Maßnahmen sind beziehungsweise waren erfolgreich.
Wären die Maßnahmen nicht unternommen worden, hätte sich die Infektion noch mehr ausgebreitet.
Durch das Handeln im Vorhinein oder zu einem frühen Zeitpunkt konnte der schlimmere Fall, den man befürchtet hatte, gemildert werden.
Bei dieser Handlungsweise kommt es zu einem Paradoxon, oder zumindest kann man es so bezeichnen.

Vielerorts sieht man Personen, die sich vor Corona zu schützen versuchen.
Viele tragen Einmalgummihandschuhe,
Leider wissen viele nicht, wie man sie richtig benutzt.
Einmalgummihandschuhe kennt man von der Arztpraxis oder aus den Ambulanzen.
Um sich mit ihnen richtig zu schützen, reicht es nicht, diese anzuziehen.
Haben Sie Berichte gesehen, in denen gezeigt wird, dass sich Klinikpersonal, bevor sie diese Handschuhe anzieht, die Hände wäscht und desinfiziert und nachdem Anziehen gegebenenfalls noch mal die Hände wäscht?
Diese Handschuhe, die aus Polyvinylchlorid (PVC), Latex oder Neopren hergestellt wurden, halten Feuchtigkeit, die Keime enthalten kann, von den Händen fern.
Dieses Fernhalten funktioniert aber auch anderes herum, nämlich vom Inneren des Handschuhs nach außen.
Zöge man die Handschuhe, ohne sich vorher die Hände zu waschen und zu desinfizieren, an, klebten ja Keime an den Händen, die nun in den Handschuhen „verpackt” wären.
Innen ist nun ein „perfektes Klima” vorhanden, dass Keime sich vermehren. Durch das Arbeiten schwitzen die Hände und durch die Körpertemperatur herrscht dort ein feucht-warmes Klima, was für die Vermehrung vom Keimen sorgt. Man kann von einer „Brutkammer für Keime” sprechen.
Beim Ausziehen hat man mehr Keime an der Hand als vorher.
- Bevor man die Handschuhe anzieht, wäscht man sich erst die Hände, desinfiziert diese und wartet kurz.
- Wenn man diese wieder auszieht, wäscht man erst die Hände mit ihnen zusammen.
- Dann zieht man sie aus und entsorgt sie.
- Nun wäscht und desinfiziert man nochmals die Hände.
Wenn man dies beachtet, helfen auch diese Handschuhe.

Die Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte gestern, dass man über Lockerungen der Ausgangsbeschränkungen reden könne, wenn die Verdoppelung der Infizierten mindestens zehn Tage betrage.
Das hört sich vordergründig erstmal gut an.
Wenn man sich die Statistiken des Robert-Koch-Instituts anschaut, erkennt man das innerhalb der letzten Wochen mehrmals eine Verdoppelung der Neu-Infizierten.
Von knapp 7 000 auf 15 000 in zwei Tagen, von ungefähr 15 000 auf 30 000 in vier Tagen scheint eine gute Ausgangslage zu sein.
Anders sieht es aus, wenn man die Anzahl der Neu-Unfizierten betrachtet.
Diese steigen von einem Tag auf den anderen um etwa fünf bis sechstausend.
Von 7 000 auf 15 000 in zwei Tagen ist rein rechnerisch gesehen nachvollziehbar. In diesem Zeitraum war die Anzahl der Neu-Infizierten etwas niedriger. Dann ging es rapide auf 30 000 hoch. Auch diese Rechnung kann man nachvollziehen, wenn man die Zahlen von Vortag zum aktuellen hinzuaddiert.
Von 30 000 auf 60 000 ist eine Differenz von 30 000. Korreliert man nun die Neu-Infizierten täglich, scheint es langsamer zu gehen.
Eine größere Differenz (30 000 auf 60 000) wird langsamer eingeholt, als eine kleinere (15 000 auf 30 000).
Hier ist der Fehler in der Betrachtung.
Eine Eindämmung oder Verlangsamung kann erst dann eintreten, wenn die Zahl der täglichen Neu-Infizierten rückläufig ist.

In der buddhistischen Lehre und esoterischen Ansichten gibt es die Annahme, dass es beim Menschen sieben sogenannte Chakren (Geistesherzen) gäbe. Durch diese und den Verbindungen zwischen ihnen solle sich die Energie des Menschen bewegen.
Das Haupt-Chakra ist jenes, dass im unteren Ende des menschlichen Torsos sitzt.
Es steht für Bodenständigkeit, Vertrauen, Standfestigkeit.
Wenn man die Esoterik dahin außer Acht lässt, könnte es eine Erklärung geben, warum so viele Menschen momentan Unmengen an Toilettenpapier hamstern.
Sie haben die Bodenständigkeit, das Vertrauen und die Standfestigkeit verloren. Das Chakra ist schwach geworden.
Sie versuchen, wegzuwischen, was zwischen dem Boden und ihnen steht.
Es ist der fromme unbewusste Wunsch, wieder mit beiden Beine im Leben zu stehen und (Selbst-) Vertrauen dadurch zurückzugewinnen.
Dies ist eine esoterische Betrachtung, doch wenn man nur über diesen kleinen Aspekt nachdenkt, könnte es eine – verständliche sehr kleine und vage – Erklärung sein, wo das Problem liegt.
Diejenigen, die Toilettenpapier hamstern, können nämlich nicht erklären, warum sie es tun.

Heute beginnt eine Konferenz, die von den „Medien” so gut wie nicht beachtet wird.
Das Treffen der EU-Gesundheitsminister.
Die EU-Gesundheitsminister haben keine Relevanz- und Abstimmungskompetenz. Sie können keine Entscheidungen fällen, die für alle maßgeblich oder bindend sind.
Das Treffen steht unter dem Thema Corona-Virus.
Ein wichtiges Thema, das allerdings durch utopische „Ideen” zersetzt wird, ist es, auf Pharmakonzerne einzuwirken, die gestiegenen Preise zu reduzieren. Die Vergangenheit hat zwar gezeigt, dass dies nicht geklappt und klappen wird, aber man kann es ja nochmal versuchen.
Angesichts der Zusammenarbeit von Pharmakonzernen, den Corona-Virus einzudämmen, Heil- oder Impfstoffe zu entdecken, verhallt die Forderung der EU-Gesundheitsminister wie ein Flüstern im leeren Raum.
Andere Ziele, die Zusammenarbeit auf EU-Ebene zu verbessern, sich besser zu vernetzen, ist nichts Neues, wird es doch schon seit Jahren immer wieder aufgebrüht.
Eins wird das Treffen aber bringen:
Hohe Kosten durch die Bewirtung.

Liebe Gretaistinnen und Gretaisten,
als ich Schüler war, bin ich jeden Morgen an Hecken und Sträuchern vorbeigegangen, die mit grauem schweren Staub bedeckt waren. Ich wuchs in einer Stadt auf, in der es viele Zementwerke gab.
Wir haben dies in den Griff bekommen, weil auf den Schornsteinen Filter installiert wurden, und plötzlich waren die Blätter nicht mehr grau, sondern grün.
Wir hielten die Dünnsäureverklappung von Chemiekonzernen in der Nordsee und den Weltmeeren auf. Wir schafften es, dass das Baumsterben durch „Sauren Regen“ aufhörte und den Borkenkäfer verwiesen wir in seine Schranken.
Wir waren unterwegs in Sachen „Doppelter Nulllösung“, „SALT I“, „SALT II“, „START“ und nahmen an Ostermärschen teil. Wir richteten Friedensfeste aus, alles für eine bessere Zukunft!
In unserer Freizeit!
Durch unsere Beharrlichkeit wurde in Autos erst der Katalysator und dann der Rußpartikelfilter eingeführt. Motoren verbrauchen weniger Rohstoffe und leisten mehr.
Damit nicht soviel Energie verblasen wird, benutzen wir Wärmedämmungen an unseren Häusern.
Innen brennen Energiesparlampen. Immer energieeffizientere Heizungen versorgen uns mit Wärme.
Es ging weiter mit Reduzierung von CO2 und NOX, Eindämmung der Produktion von Umweltgiften und so weiter. So wurden auch der Rhein und die Ruhr sowie viele andere Flüsse wieder kuriert.
Wir fahren mit verbrauchsniedrigen Autos und beherrschen die ökologische Fahrweise.
Photovoltaik- und Windkraftanlagen produzieren Strom. Atomkraft und Kohlekraftwerke werden reduziert, auch in der Produktion. Der verringerte CO2-Ausstoß und das Abschwören von Treibgasen (FCKW), zum Beispiel in Deos und Parfüms, Spraysdosen etc., sorgen dafür, dass das Ozonloch langsam, aber stetig kleiner wird.
Wir tragen volle Getränkeflaschen in unseren Rucksäcken oder Taschen mit auf unseren Spaziergänge und die leeren wieder zurück mit nach Hause. Wir trennen unseren Müll, damit er recycelt werden kann, benutzen weniger Plastiktaschen sowie Einwegbehälter und schreiben auf Recycling-Papier. Getränke kaufen wir in Pfandflaschen. Wir sammeln Batterien und bringen sie mit anderen Dingen zur Sondermüllannahme.
Ihr, liebe Gretaistinnen und Gretaisten, geht für den Klimaschutz freitags auf die Straße. Freitags, wenn Ihr in der Schule sein solltet, also nicht in Eurer Freizeit!
Weil ja niemand von Euch verlangen kann, dass Ihr laufen müsst, bringen Euch Mami und Papi mit Ihren hubraumgewaltigen und kraftstrotzenden Autos zu Euren „Friday-For-Future-Events“.
Ihr habt vorher Transparente und Schilder mit tollen Parolen gebastelt, damit Eure „Message” herüberkommt.
Vor den Events holt Ihr Euch bei Euren Lieblings-Fast Food-Filialen noch „Coffee“ oder sonstiges „To-Go“ in Plastik- oder Pappbehältern. Während der Events werft Ihr die Becher weg, weil sie Euch beim Demonstrieren stören.
Nach Euren „Klimaschutz-Events“ geht Ihr hungrig zum „Fast-Food-Restaurant“ und esst Euch satt, weil so ein Event natürlich schlaucht. Die Verpackungen sind, auch wenn Ihr die Sachen dort und nicht draußen esst, in Umverpackungen eingepackt und diese werden dann entsorgt, nicht recycelt.
Weil Eure Transparente und Schilder dort unbequem sind, müsst Ihr sie loswerden und legt sie davor oder steckt sie in die städtischen Mülleimer, nicht sortiert wie bei der Mülltrennung, die Ihr propagiert.
Vor, während und nach den Events macht Ihr Fotos und Selfies, die in sozialen Onlnenetzwerken hochgeladen werden, weil es der Sebstdarstellungswahn so will.
Wenn die Handys, Smartphones und Tablets schwächeln, stöpselt Ihr Powerbanks an sie, damit es weiter gehen kann. Die Powerbanks werden mit Strom aufgeladen, meistens zu Hause.
Wieder zu Hause zurück macht Ihr erst mal Eure Laptops, PC oder Game-Stations an, wenn Ihr sie sowieso nicht angelassen habt, damit diese zeitnah Aktualisierungen in Eurer Abwesenheit installieren können.
Dann wird stundenlang gespielt. Nebenher kommuniziert man in den sozialen Onlinenetzen und hat das Licht an. Das vergisst man auszumachen nach dem Toilettengang. Vorm Ins-Bett-Gehen kurz noch die aktuellen und angesagten Fernsehserien etc anschauen und sich darüber über Messenger austauschen, während das Licht brennt.
Während Ihr schlaft, laden Eure Handys auf, damit ihr den nächsten Tag gut starten könnt.
Samstags geht es dann auf Partys oder in die Diskotheken, bei denen viel und helles Licht benutzt wird. Die Musik ist laut. Stromverbrauch pur.
Am Sonntag muss man sich auf die nächsten Schultage vorbereiten, die wirklich schwer werden. Eure Mami oder Euer Papi fährt Euch zur Schule und holt Euch wieder ab. In der Schulkantine holt Ihr Euch etwas zu essen und werft die Umverpackungen in den Restmüll. Alternativ geht Ihr zur Imbissbude oder holt Euch etwas beim nahen Diskounter.
Freitags könnt Ihr es etwas langsamer angehen lassen, weil ja wieder turnusmäßig „Friday for Furture” angesagt ist. Man muss ja nicht pünktlich kommen.
Ihr wollt uns mit Euren „Friday-for-Future-Events” wachrütteln, damit wir etwas für die Umwelt tun und vor allem für Eure Zukunft.
Was macht Ihr?
Schaltet Ihr Eure Handys aus, verzichtet Ihr auf Fast-Food, geht nicht mehr in Diskotheken, schränkt Ihr Eure Gaming-Aktivitäten ein, geht Ihr zu Fuß zur Schule?
Mitnichten!
Wer tut etwas für die Zukunft?
![]() | „Man kann nicht beweisen, ob Gott existiert, doch die Wissenschaft macht Gott überflüssig.” Stephen Hawking |
![]() | „Solange nicht eindeutig geklärt ist, woran die Dinosaurier gestorben sind, darf die ‚Männergrippe’ nicht verharmlost werden.” |
![]() | „Wenn man manche Leute agieren sieht, könnte man meinen, sie wären an einem Montag gefertigt worden.” |
